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Full text of "Verzeichniss der Königlichen gemälde-gallerie zu Dresden"

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VERZEICHNISS 

der 



Königlichen 



GEMÄLDE-GALLERIE 



ZU 



DRESDEN. K^ G^^v^^u-^rcU^ 



Mit einer historisclien Einleitung, Notizen über die Erwerbung, 
Angabe der Bezeichnung der einzelnen Biider und einem Preis- 
Verzeichniss der verl(äufiichen Kupferstiche nach Gemälden 

der Galerie. 



Auf Hohe Veranlassung verfasst 

von 

Julius Hübner. 



Neudruck der fünften wesentlich vermehrten Auflage 
nebst einem Nachtrag von K. 'Woermann. 

Dresden. 

Druck von Wilhelm Hoffinann. 
1884. 



I 






I» 



(- 






9 



Vorrede. 



Die vorliegende fünfte Auflage dieses Cataloges 
bezeichnet zugleich den Ablauf eines fünfundzwanzig- 
jährigen Zeitraumes seit der üebertragung der König- 
^ liehen Gemälde-Gallerie in die Räume des neuen Mu- 
seums. Dieser Zeitabschnitt musste dazu benutzt 
; . werden, die durch vielfach erneute Erwerbungen im 
J Laufe der fünfundzwanzig Jahre unterbrochene histo- 

, rische Reihenfolge der Maler und ihrer Bilder in einer 

zeitgemässen Ordnung herzustellen. Zu diesem Zwecke 
mussten die bisherigen Nummern verändert und neue 
-^ eingeführt werden, ein Umstand, welcher allerdings 

r^ die früheren Cataloge unbrauchbar macht, aber nicht 
^ länger zu umgehen war. Auch in der Reihenfolge 
der verschiedenen Gebiete der Malerei sind für die 
Uebersichtlichkeit nothwendige Veränderungen ge- 
^ troffen werden, welche diese vorliegende Auflage zu 
^ einer ganz besonders erneuten machen, und nur im 

^ 149915 



IV 

Interesse des kunstliebenden Publikums getroffen, 
demselben bald eine bequeme Benutzung des Cata- 
loges in jeder Beziehung möglich machen werden. 

Als ein besonderes Glück darf es betrachtet wer- 
den, dass in diesem fünfundzwanzigjährigen Zeitraum 
kein Unfall verzeichnet werden durfte, und so möge 
die weltberühmte unschätzbare Sammlung auch femer 
dem gütigen Schutze der Vorsehung befohlen sein 
und bleiben. 

Dresden, im Septennber 1880. 

Dr. Jnlius Httbner. 



i 



Inhalt. 



Seit© 

Einleitung 1 

Tapeten 87 

Tempera- und Oelbilder 91 

Byzantinische Schule 93 

Florentinische Schule . . . t 93 

Römische Schule 106 

Ferraresische und Lombardische Scliule ....... 115 

Venezianische Schule 129 

Bolngnesische Schule 168 

Genuesische und Neapolitanische Schule 183 

Spanische Schule 191 

Französische Schule 199 

Niederländische Schule 211 

Holländische Schule 268 

Altniederländische Schule 375 

Altholländische Schule 379 

Deutsche Schule . . . .• 380 

Nachtrag (Vorwort) 455 

Nachtrag (Aeltere Gemälde) 457 

Nachtrag (Neuere Gemälde) 461 

Sammlung der Pastellbilder 469 

Sammlung der Miniaturbildnisse 479 

Register 493 

Verzeichniss verkäuflicher Kupferstiche 509 



4 



^ 



vn 



Nachfolgende Bezeichnungen, die im Catalog häufig wieder- 
kehren j bedeuten: 

h. - die Höhe der Bilder nach Meterraaass. 

br. — Breite, desgleichen. 

Auf L. auf Leinwand. 

„ K. . -= auf Kupfer. 

„ H. - auf Holz. 

V. 6. Vorige Grösse. 

Mod. Ank. - Modenesischer Ankauf. 

Alt. Inv. 1722 -- Altes Inventarium von 1722 bis 1728. 
Inv. 8vo. = Inventarium in Octavo bis 1747. 

TJnbek. =- Unbekannt. 

Or. = Original. 

Palm. = Palmaroli. 

rest. - restaurirt. 

rent. = rentoilirt. 

bez. =- bezeichnet. 

Cat Guar. - Catalog des früheren Gallerie-Inspector 

Pietro Guarienti. (Leider unvollständiges 
Manuscript.) 
Jf: Von den im Cataloge mit diesem Sterne bezeichneten 
Bildern sind im Entr6e-Zimmer der Königl. Gemälde-Gallerie 
Kupferstiche zu haben. Es sind dies eines Theils gute, alte 



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vm 

Abdrücke des ehemaligen sogenannten Galleriewerkes, zu herab- 
gesetzten Preisen, andrerseits erst neuerdings gestochener Platten 
und befindet sich ein specielles Preisverzeichniss am Ende dieses 
Gataloges. 

Diejenigen Buchstaben und Zahlen, welche im Text des Gata- 
loges jedesmal unter der Bildernummer in Parenthese stehen, be- 
ziehen sich auf den Ort der Aufetellung jedes Bildes. Die grossen 
Säle sind durch grosse römische Buchstaben und deren Wände 
durch die dabei stehenden Zahlen 1. 2. 3. 4. etc., die kleineren 
Abtheilungen durch Zahlen und ihre Wände durch die Buchstaben 
a. b. c. d., das Directions-Zimmer durch D.-Z. und das Com- 
missions-Zimmer durch C.-Z. bezeichnet. Zu näherer Erklärung 
dient die am Schlüsse des Gataloges beigefügte: Uebersicht der 
Räume der Königl. Gemälde-Gallerie. 



Einleitung. 



JLn den heitern Räumen eines ächten Eunst^ 
pallaates empfängt den schon am Eingange featlich 
gestimmten Beschauer jetzt das neue Museum mit 
seiner weltberühmten Gemälde- Sammlung. Doppelt 
leuchten und strahlen in neuem Lichte die Werke un- 
sterblicher Meister aller Schulen und Zeiten dem ent- 
zückten Auge, und mit verdoppeltem Interesse drängen 
sich dem Staunenden die so nahe li^enden Fragen auf, 
1 



2 Einleitung. 

wie und wodurch es doch gelungen sein möge, eine so 
reiche und bewundemswerthe Vereinigung des Treff- 
lichsten der verschiedensten Art zu bewirken? Unter 
welchen der sächsischen Eegenten, durch welche Ver- 
mittler, aus welchen G^nden und für welche Summen 
wurden diese Schätze erworben? Wie bis jetzt durch 
die unvermeidlichen Wechselfälle der Begebenheiten, 
hindurch erhalten und vermehrt? Welche Schicksale 
hat die Gallerie als solche in einem bereits mehr als 
hundertjährigen Bestehen erfahren? — Fragen, die 
wohl von jeher gethan und, wie gesagt, jetzt, nachdem 
die Sammlung in so viel würdigerer Weise sich als ge- 
schlossenes Ganze darstellt, nur um so häufiger von den 
Beschauem aufgeworfen werden; und doch hat keiner 
der zahlreichen Cataloge, welche bis jetzt erschienen, 
davon Veranlassung genommen, diese Fragen, auch nur 
theüweise eingehend, zu beantworten. Desto dringender 
erschien die Nothwendigkeit, einen solchen Versuch zu 
wagen, dem Verfasser eines neuen Verzeichnisses, wel- 
ches gewissermassen den Zeitpunkt der üebersiedelung 
in die neuen Eäume für immer historisch festzustellen 
bestimmt ist. Es liegt ein günstiges und zugleich ein 
ungünstiges Moment in dem Umstände, keinen Vor- 
gänger in dieser Beziehung zu haben, der erste zu sein, 
der ein solches Vorhaben unternimmt. Günstig bleibt 
es immerhin, wenn der Autor sicher sein darf, wenig- 
stens Neues und noch nicht anderweit Gegebenes zu 
bieten, ungünstig in hohem Grade die so lange vernach- 
lässigten Quellen zum erstenmal auffinden, ordnen und 
sich dabei von so Manchem, was durch die Länge der 
Zeit dunkel, verworren oder gar verloren ist, als zu spät 
in Angriff genommen, unbefriedigt hinwegwenden — 
auch so manche Frage im Einzelnen wenigstens vor- 
läufig unbeantwortet lassen zu müssen. 



V 



Einleitung. 3 

Alle Forschungen in den ältesten Quellen fuhren Entstehung 
auf eine bereits unter den früheren Eegenten Sachsens Sammlung, 
in ihren Anfängen begründete sogenannte „Kunst- 
kammer" als ersten Stamm aller Sammlungen zurück. 

Dieselbe enthielt jedoch nicht blos Malereien und- 
Bildwerke, sondern unter Kunstgegenständen aller Art 
auch eine grosse Anzahl sogenannter Merkwürdigkeiten 
und Künsteleien, wovon das Meiste noch heute in der 
Sammlung des „grünen Gewölbes*^ sich befindet. Eine 
solche ,jKunstkammer" fehlte schon im Anfange des 
sechszehnten Jahrhunderts wohl nur in wenig Scldös- 
sem regierender Herren, ja wir finden sie selbst bei 
grösseren Grafengeschlechtem und Edlen, welche eines 
Antheils an geistigen Dingen fähig waren. 

Auch in dem alten Theile des hiesigen Schlosses Kunst- 
hat Churfürst August I. bereits im Jahre 1560 eine ^*°^®'- 
Kunstkammer*, aus allen derartigen schon vorhandenen 



* Sie bestand aus sieben Zimmern im Churfürstl. 
Schlosse und enthielt ausser den darin aufbewahrten 
Kostbarkeiten und Merkwürdigkeiten eine nicht unbe- 
deutende Anzahl Bilder als Schmuck der Wände: 
„Bildnisse, biblische Gemälde und andere Historien 
von Albr. Dürern, Titiano, Tintoretto, Luc. Cranachen, 
Kubenio, Concheten, (?), Luca vonLeyden, ßarmisano, 
und andern künstlichen Malern verfertiget", wie der 
alte Chronist Weck erzählt. Eine Sammlung der we- 
niger bedeutenden Gegenstände, welche nicht andern 
Sammlungen einverleibt worden waren, bestand noch 
bis in die neuesten Zeiten unter dem ursprünglichen 
Namen. 

Die Anatomie-Kammer, ein Kaum, worin Skelette, 
anatomische Präparate etc. im obem „Tabulat" (Stock- 
werk), gerade über der Kunstkammer, wird ebenso — 
nach Weck's Bericht. — als mit Landschaften geziert 
(von Kilian Fabritius, gest. um 1670) beschrieben. Ob 
diese auf die Wand gemalt oder darauf gehängt waren, 

1* 






4 Einleitung« 

Gegenständen gebildet, welche wohl unter anderen die 
meisten der heut noch vorhandenen Werke Cranach's, 
Dürer's und anderer altdeutscher Meister enthalten 
mochte, und die zum Theil gewiss schon unter Herzog 
Georg dem Bärtigen zu Friedrich des Weisen und 
Cranach's Lebzeiten begonnen und durch seine Nach- 
folger vermehrt und bereichert worden war. 
Italienische Doch enthielt schon diese Sammlung auch eine 
in ^^Iben. Anzahl werthvoller italienischer Bilder, die bei der 
späteren Bildung einer Gallerie und in dem ältesten 
Inventarium vom Jahre 1722 und ff., ausdrücklich als 
„aus der Kunstkammer entnommen" angeführt werden. 
Dies Inventarium wurde unter der Direction des Baron 
Kaymond le Plat, Architecten Seiner Majestät des Kö- 
nigs und ersten Directors der Gemäldegallerie, 1722 
aufgezeichnet und bis 1728 fortgeführt vom Geh. Cäm- 



iKt nicht ganz klar, doch hat sie jedenfalls später auch 
Bilder enthalten, wie die alten Inventarien beweisen. 
Auch noch in einigen andern Localitäten, wie z. B. 
in den Kirchen und Capellen, befanden sich einzelne 
Bilder, welche erst noch später zur Gallerie abgeliefert 
wurden. Ebenso waren in den Königl. Zimmern, be- 
sonders zu König August III. Lebzeiten, immer eine 
grosse Anzahl der vortrefflichsten Werke aufgestellt, 
welche nach der ausdrücklichen Bezeichnung des Kö- 
nigs ausgewählt wurden; es gehörten dazu insbesondere 
die Magdalena des Correggio und die besten Bilder der 
holländischen Kieinmeister. Als dieselben im Jahre 1817 
unter Friedrich August dem Gerechten der Gallerie 
wieder einverleibt wurden, musste, um Platz dazu zu 
gewinnen, eine grosse Anzahl anderer Bilder in die 
sogenannte Doubletten- Gallerie (jetzt Ansstellungs- 
Gebäude auf der BrühPschen Terrasse) gebracht wer- 
den und bildete seitdem den sogenannten „Vorrath", 
der nach und nach bis auf die unbedeutenderen, 
welche verauctionirt wurden, wieder der Gallerie zu- 
getheilt worden ist. 



Einleitung. 5 

merier und Inspector Steinhäuser, dessen Handcatalog 
in 8vo bis in das Jahr 1747 reicht, obwohl in unvoll- 
kommenen Aufzeichnungen; beide befinden sich im 
Archiv der Sammlungen. 

Ausser den in der sogenannten Eunstkammer be- Ente 
reits gesammelten Bildern waren bei der, im Juli des öaiiene. 
Jahres 1722 zum erstenmale vorgenommenen Inventur 
„Sr. Königl. Majestät in Pohlen und Chur- 
fürstl. Durchlaucht zu Sachsen sämbtlicher 
Schildereyen" noch eine bedeutende Anzahl mehr 
oder minder werthvoUer Malereien aus den verschiedenen 
Eesidenzen und Schlössern der sächsischen Fürsten, 
theilweise auch aus Kirchen und Capellen zu einer zum 
erstenmale so genannten „Gallerie" vereinigt worden. 
Das Local derselben als „Gallerie und angren- 
zende Zimmer" bezeichnet, befend sich in dem chur- 
ftirstlichen „Stallgebäude", dessen Grundstein ur- 
kundlich am 6. Juli 1586 (unter Churfürst Christian I.) 
gelegt worden war. Dasselbe enthielt vom gegen den 
sogenannten „Jüdenhof" einen grossen Saal und 
schöne Zimmer (die „unteren Stallzimmer"), 
welche ebenfalls mit Bildern geschmückt und zeitweilig 
zu prachtvollen Fremdenwohnungen benutzt wurden.* 



* Unter Andern wohnten hier im Jahre 1707 zwei 
polnische Prinzen Jac. und Const. Sobiesky und 1712 
der Cardinal Christian August, Herzog von Sachsen- 
Zeitz. Unten waren 130 Pferdestände und Kammern 
fQjr kostbare Wagen, Schlitten, Geschirre u. s. w. Die 
jetzige Gewehrgallerie von der Töpfergasse bis ans 
Eibthor, welche mit ihren damals nach dem Hofe 
freien Arkaden die Stechbahn umgab, befindet sich 
noch am meisten im alten Zustande, nur war die Wand 
nach der Augustusstrasse damals mit Malereien ge- 
schmückt, wie jetzt wieder mit dem Reiterzog der 
sächsisclien Fürsten in Sgraffitto. 



\ 



6 BnleHung. 

Die eigentliche Gallerie war in dem zweiten Stock- 
werke aufgestellt und ist bei der im Jahre 1742 vor- 
genommenen Prüfung des alten Inventars folgender- 
massen näher bezeiclmet: 

In der obem 1. Gallerie 144 Stück. 

In der obem 2. Gallerie und Eckzimmern 164 „ 

In den 11 dazu gehörigen Zimmern . . 1445 „ 

In den untern Stallzimmem 185 „ 

Summa der Gallerie 1938 Stück. 

Die Zahl der übrigen in den im Verzeichniss A 
(in der ersten Auflage) angeführten Bäumen hinzuge- 
rechnet belief sich die Summe der vorhandenen Bilder 
damals schon auf 4708 Stück, darunter 3110 Stück 
werthvoUe und 159 geringere. 

Umbau Erst im Jahre 1744, im Monat August, ist die 

sämmtliche Gallerie, wie uns ein Tagebuch J. A. Bie- 
del's berichtet, aus dieser zweiten Etage durch Militair 
in's Japanische Palais in Neustadt gebracht worden und 
der Anfang zum Neubau der jetzigen, d. h. der nxm- 
mehr alten Gallerie am Jüdenhof, gemacht worden. Der 
Bau selbst hat wohl, mit Benutzung der bereits vor- 
handenen Bäume, nur darin bestanden, dass der erste 
und zweite Stock zusammen zu einem einzigen hohen 
Baume mit angemessenen grossen Fenstern und besse- 
rem Lichte umgeschaffen wurde, weil die Ausführung 
sonst unfehlbar eine längere Zeit erfordert haben müsste^ 
als dies der Fall war. Denn bereits im Jahre 1746 
wurden „sämtliche Schildereyen, so sich im Japanischen 
Palais befinden, die Copieen ausrangiret, und die Ori- 
ginalien davon auf die Gallerie geschafft", so erzählt 
wenigstens derselbe Gewährsmann. Auch die mode- 
nesische Gallerie ist in diesem Jahre angekommeij und 
zuerst auf dem Schlosse aufgestellt, wo ein Theil der- 



der 
Gallerie. 



Einleitung. 7 

selben in Eepaxatur genommen worden. Noch in dem- 
selben Jahre jedoch wurden auch diese letzligenannten 
Bilder in die Gallerie gebracht und ihre Aufstellung 
daselbst vorgenommen. 

Im Jahre 1747 wurde die innere Gallerie, welche 
wohl noch im theilweisen Ausbau begriffen war, „eben- 
falls wieder geordnet und in derselben die italienischen 
Bilder rangiret." Eine Anordnung, die im Wesentlichen 
auch später beibehalten worden ist. 

Bald beginnt nun auch in den Inventarien eine nie 
Keihe von Namen sogenannter Lieferanten, meist LSfenmten. 
Kunsthändler, Galleriebeamte etc., aber auch hohe und 
höchste Kunstfreunde, welche als grossmüthige Geber 
oder als Vermittler der Erwerbung von Bildern zur Ver- 
grösserung der Gallerie thätig sind. Ein Verzeichniss 
derselben, eine bunte Zusammenstellung der bekann- 
testen Persönlichkeiten jener Zeit und der dunkelsten 
und wunderlichsten Namen, ist, wie man sich sonst 
auszudrucken pflegte, „für den kürieusen Leser", 
insbesondere für die mit den damaligen hiesigen Ver- 
haltnissen Bekannten am Ende der Vorrede der ersten 
Auflage gegeben, aber in den folgenden, um Baum zu 
ersparen, weggelassen worden, da die Namen der Liefe- 
ranten auch im Cataloge bei den einzelnen Bildern ge- 
nannt sind. 

Die eigentliche Glanzepoche der grössten Erwer- aianzepoche 
bungen, der Ankauf von denjenigen Bildern, welche werbun^n. 
zumeist heute noch als die leuchtendsten Juwelen un- 
serer Sammlung glänzen, fällt in die Eegierungszeit 
August n. und mehr noch August ÜI. (1733 — 1768) 
und seines Lieblings und allmächtigen Ministers, des 
bekannten Eeichsgrafen Heinrich von Brühl. Beiden 
Namen begegnen wir fast überall, wo es sich um die Her- 
kunft der grössten Meisterwerke der Sammlung handelt. 



8 Einleitung. 

Könifir Hat die Muse der Geschichte unleugbar die ernste 

and ' Pflicht, als Bichteriu selbst der Könige und ihrer 
Gr»f Brühl, menschlichen Schwächen und Fehler aufzutreten, so ist 
dem Biographen der Gallerie die erfreulichere Aufgabe 
zu Theil geworden, nur bei den Lichtseiten im Cha- 
rakter August m. verweilen zu dürfen; und selbst der 
geschmeidige Sathgeber und Vollzieher seines könig- 
lichen Willens, der vielgenannte Beichsgraf von Brühl, 
erscheint auf diesem Felde seiner Thätigkeit als ein 
Mann, der auch in einer edleren Eichtung mit schönem 
Eifer und aus eignem Triebe die Wünsche seines könig- 
lichen Gebieters in grossartiger Weise ausführen half. 
Der Mann aber, dessen sich Brühl hierzu ganz beson- 
ders in Bezug auf die Gemäldegallerie, sowie die Kupfer- 
stichsammlung und Bibliothek bediente, war der be- 
kannte Carl Heinrich von Heineken*, sein Privat- 
sekretär. Der Name dieses Mannes darf um so weniger 
hier vergessen werden, als böser Wille und Unverstand 
ihm den gebührenden Euhm lange genug entzogen 
haben, nachdem er beim Tode seines Gönners Brühl die 
Ungnade, welche diesen nicht unverdient getrofiFen, un- 
schuldig getheilt hatte. Dass er es war, der die Ge- 
mäldegallerie eigentlich geschaffen, beweist ein Brief 
Brührs aus Warschau vom 23. Nov. 1748 an Hei- 
neken, worin er ihm die Beurtheilung angebotener Bil- 
der mit den Worten überträgt: „ ... je les soumets ä 
vötre jugement, car la gallirie est vStre production 
et j'en ay que Thonneur mais k vous apartient la gloire". 
Nur König August's glühender Enthusiasmus für Kunst, 



* Carl Heinrich von Heineken, des Heil. Rom. Reichs 
Ritter, K. Poln. und Churfürstl. Sachs. Geheimer Kam- 
merrath, Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Alt-Döbern, 
Muckwa und Klein-Jauer. Geb. zu Lübeck 1706, ge- 
storben zu Alt-Döbem am 23. Januar 1791. 



Einleitung. 9 

der Kennerblick Heineken's und die Munificenz Brühl's, 
der die grossartigen Geldmittel stets zu schaffen 
wusste, waren vereint im Stande, eine Gallerie wie die 
Dresdner ins Leben zu rufen.* 

In der That, es ist eine eigenthümliche Bemerkung, 
die sich uns hier unwiderstehlich aufdrängt, dass eine 
"Verwendung von finanziellen Mitteln, die zu ihrer Zeit 
vielleicht eine Verschwendung genannt werden durfte, 
nur deshalb, weil sie sich auf einen geistigen Luxus 
richtete, im Laufe der Zeiten zu einer überaus glück- 
lichen Pinanzmassregel wurde, denn die grossen Sum- 
men, welche damals für Anschaffung unserer Kunst- 
schätze ausgegeben wurden, tragen, ganz abgesehen von 
der zehnfachen Verdoppelung des Capitals, noch heute 
die reichsten Interessen, wenn man bedenkt, welche pe- 
cuniären Vortheile die von allen Seiten durch den Ruf 
der Sammlung herbeigezogenen Fremden seit so lange 
und immer wieder auf's Neue dem Lande zuführen. 

Die wichtigste und bedeutendste, der Zahl und dem Mode- 
Werthe nach, unter den Erwerbungen König August's, Ankauf 
ist ohnstreitig der Ankauf der sogenannten „Mode- 1745—46 



* Dass auch kein Anderer als Heineken der Ver- 
fasser des bekannten „Abräg^^^ gewesen sei, des einzigen 
kritisch und kunsthistorisch werthvoUen Verzeichnisses 
der Dresdner Gallerie aus früherer Zeit, habe ich 
schon in der ersten Auflage meines Cataloges (S. d. 
Anm. S. XVII u. ff.) mit Wahrscheinlichkeitsgründen 
der stärksten Art bewiesen, welche auch nicht wider- 
legt worden sind. Seit dieser Zeit habe ich durch 
eingehende Studien das, allerdings eigenthümliche 
Autor-Verhältniss Heineken's zu dieser Publikation 
genauer feststellen können, muss aber die nähere 
Auseinandersetzung desselben einer besondem Abhand- 
lung über diesen Gegenstand vorbehalten, da hier der 
Kaum dazu mangelt. 



10 EinleituRg. 

nesischen Gallerie", richtiger eine AnzaM von Ein- 
hundert Bildern aus der Sammlung des Herzogs Franz 
von Este-Modena, welche sich theils in Modena selber, 
theils in Ferrara befanden. Vermittelt wurde diese 
schwierige . Angelegenheit durch den damaligen Ge- 
sandten Sachsens in Venedig, den Grafen VilHo, den 
Hofmaler und sachsischen Specialbevollmächtigten Ven- 
tura Kossi (gest. zu Venedig den 18. October 1766), 
den späteren Gallerie-Inspector Pietro Guarienti (geb. 
1676, gest. zu Dresden den 26. Mai 1753) und einen 
damals berühmten Kunstkenner, den alten Zannetti'^ 
in Venedig; während das eigentliche Geldgeschäft dem 
zum Abschluss eigens na<5h Venedig gesandten Banquier 
Joh. Thomas de Eachel aus Dresden und dessen Bruder 
Paul Moritz Kachel in Venedig übertragen blieb. Aus 
zahlreich vorhandenen Originalbriefen Beider und be- 
sonders des Ersteren, lässt sich der Gang der ganzen 
Angelegenheit in all' seinen Verwickelungen und 
Schwierigkeiten, wie sie Sclüauheit und Geldgier den 
sächsischen Unterhändlern zu bereiten wusste, ziemlich 
klar übersehen. 

Eine augenblickliche Geldverlegenheit des Herzogs 
Franz III. von Este-Modena wurde bei der glühenden 
Kunstliebe König August's, der Neigung, seine Gallerie 
zu vermehren, und einer gleichen Gesinnung Brühl's, 



* Antonio Maria Zannetti, geb. 1716, gest. 1778, 
hatte früher bereits die bedeutendsten Ankäufe für 
den Regenten, Herzog von Orleans, in Italien vermit- 
telt. In einem seiner Briefe beklagt er, dass man ihm 
nicht allein den Mod. Ank. überlassen habe, er würde 
für denselben Preis die ganze Gallerie erlangt haben, 
man hätte aber statt in Zecchinen, vielmehr das An- 
gebot in Gulden machen sollen — „perch^ fa piü 
strepitoso il numero!" 



Einleitung. 11 

klug dazu benutzt, den Ankauf dieser bedeutendsten 
Bilder der Estensischen Gallerie zu bewerkstelligen.* 

Der Herzog und seine Beamten und Unterhändler, 
der Premier-Minister MarcheseBangoni und der Finanz- 
minister und Uditore generale Msgr. Bondigli fühlten 
wohl die Grösse der Verantwortung, einen solchen Schatz 
dem eignen Lande zu entziehen und die Verhandlungen 
konnten aus Furcht vor dissendirenden Meinungen, die 



* Francesco III. von £ste-Modena, Termählt mit 
Charlotte Aglae von Orleans, folgte als einziger Sohn 
seinem Vater Rlnaldo (t 26. October 1737) in der 
Regierung. Bei dem nach Carl VI. Tode trotz der 
pragmatischen Sanction entstandenen Erbfolgekriege 
trat Francesco zu den Spaniern und führte sogar später 
theilweise seine eignen Heeresabtheilungen personlich 
an, da es ihm nicht an Talent fehlte und er schon im 
Jahre 1737 den Krieg in Ungarn mitgemacht hatte. 
Im Jahre 1742, ehe er sich noch für Spanien ent- 
schlossen hatte, lebte er schon eine Zeit lang in Ve- 
nedig und hatte die Regierung an eine Giunta von 
Adel und Beamten übergeben, welche Modena dem 
Victor Emanuel von Sardinien eröffnete. So lebte er 
als Ex-Herzog in Venedig (1743), seine Gemahlin giiig 
nach Frankreich und verheirathete ihre älteste Tochter 
Felicitä d'Este an Louis de Bourbon, Herzog von Pen- 
thi^vre. Francesco erhielt den Titel eines Generalis- 
simus der spanischen Armee in Italien und ging zum 
Heere. Beim Ueberfall Velletri's durch Lobkowitz 
entrann er mit Noth der Gefangenschaft. Im Jahre 
1745 war Francesco den Winter über in Venedig und 
der Umgegend und in dieser Zeit wurde der Ankauf 
der modenesischen Gallerie bewerkstelligt, da der Her- 
zog natürlich Geld brauchte; weil seine Staaten immer 
abwechselnd in Feindeshand waren und durch den 
Krieg litten. Der Friede 1749 gab im Congress zu 
Nizza dem Herzog Francesco seine Lande und die 
ungarisch-modenesischen Lehen zurück, die herrliche 
Gemäldesammlung aber blieb dem Lande verloren. 
S. Leo's Gesch. Italiens T. V. Buch XII. Cap. 1. 



12 Einleituiis. 

in Modena selber laut geworden, da selbst manehe der 
Eäthe des Herzogs entschieden gegen den Verkauf waren, 
nur sehr geheim betrieben werden. Kossi selber hatte 
•die Bilder in Modena und Ferrara eben so heimlich und 
imter falschem Namen in Augenschein nehmen müssen, 
um die Auswahl zu genehmigen. 

Immer neue Schwierigkeiten erhoben sich auf mo- 
denesischer Seite, welche die Unterhandlungen verzö- 
gerten, und es erforderte noch manches nicht unbedeu- 
i»nde Geldopfer, ausser dem bereits festgestellten 
Kaufpreis von Einhundert Tausend Zecchinen, einer 
für jene Zeit allerdings schon enormen Summe, um 
alle die mannigfachen Hindemisse zu beseitigen. 

Nur mit grösster Mühe und mit Hülfe eines „re- 
^lo" von 100 Zekjchinen* an Bondigli gelang es end- 
lich den sächsischen Bevollmächtigten, die bereits in 
Esten gepackten Bilder auf neutrales Gebiet naxih Padua 
in Kossi's Wohnung zu bringen, wo sie indess nur als 
TJnterpfand bis zur geleisteten Kaufsumme deponirt 
Weihen mussten. Ja es bedurfte, als die Zahlung sich 
verzögerte, noch einer besonders festgestellten Ent- 
schädigung von 7000 Zecchinen (21,252 Thaler), um 
2U verhindern, dass der ganze Kauf nicht jetzt noch 
rückgängig gemacht wurde. (S. d. Original -Contract, 
gezeichnet zu Ferrara am 17. September 1745.) Am 
Ende, als alles bereits berichtigt schien, verweigerte 
Bondigli die nicht ausdrücklich im Contraxjte mit ge- 
nannten Goldrahmen und erpresste ausserdem für sich 
noch einmal baare 1000 Scudi Romani von dem un- 
glücklichen Rossi dafür, dass er vier sogenannte Steuer- 
l)iüets (Interessen tragende sächs. Staatspapiere, eins 
zu 50,000, eins zu 42,000 und zwei zu 4000 Zecchi- 






Original- Quittung vom 20. August 1745. 



Einleitung. 13^ 

nen) annahm und die Baarzahlung bis nach der Oster- 
messe 1746 stundete. Dabei darf nicht vergessen wer- 
den, dass noch ausdrücklick eine Copie der berühmten. 
Nacht des Correggio an die Verkaufer geliefert werdea 
musste, welche Kossi zu besoi^n übernahm.* Dafar 
war in dem Contract ebenso ausdrücklich bemerkt, das» 
den sächsischen Bevollmächtigten die Copie des Cristo- 
della Moneta von Flaminio Torre mit übergeben werden 
sollte, weil man ihrerseits, wohl nicht ohne Grund, wenn 
auch nicht gerade eine Treulosigkeit der Italiener in 
Verwechselung der Bilder, so doch gewiss die in ähn- 
lichen FäDen oft gehörte Behauptung fürchtete — da» 
eigentliche Original sei gar nicht verkauft worden. 

Zwar steht im Original -Contract ebenfalls, diese 
Copie sei später wieder zurückzuliefern, doch ist sie^ 
aus unbekannten Gründen der Sammlung verblieben. 

Bei der Ankunft der Bilder in Dresden behauptet» 
Guaiienti in einer eigenhändig dem Originalverzeichniss. 
beigeftigten Bemerkung, dass ein Bild von Annibale^ 
Carracci, der sogenannte Suonatore di Liuto (Lauten- 
spieler), auch „il Mascherone" genannt, fehle; da aber 
das Bild jetzt vorhanden, so scheint dasselbe später 
noch nachgeliefert worden zu sein. 

Trotz des oben angeführten bedeutenden Kaufpreises 
dieser Bilder darf doch kühn behauptet werden, dass 
heut zu Tage eine Sammlung von Einhundert Bildern^ 
welche unter andern sechs so vortreffliche Werke Cor- 
reggio's, den Cristo della Moneta des Tizian, das Bild- 
niss Morrett's von Holbein, die grossen Paolo Veronese's- 
und so zahlreiche Meisterwerke der Bolognesischen 



* Ob er sie selbst gefertigt oder, wie nach Angabe^ 
im Galleriewerk wahrscheinlicher, an Nogari übertragen,, 
bleibt aus den Akten unentschieden. 



14 Einleitung. 

Schule zählte, nach heutiger Werthschatzung nicht für 
das Zehnlache der genannten Summe, wenn überhaupt, 
zu haben sein würde. 

Man erinnere sich nur, da^ im Jahre 1852 eine 
Madonna des Murillo mit 615,300 Francs in Paris 
"bezahlt wurde. 

Ventura Eossi rühmte sich mit gerechtfertigtem 
Stolz, die „famosissima Maddalena" des Correggio noch 
mit in den Kauf eingeschlossen zu haben, welche ur- 
sprünglich mit vier anderen Bildern ausdrücklich vom 
Verkauf ausgenommen worden war; dennoch kann er 
dabei das fast wehmüthige Bekenntniss nicht unter- 
drücken, wie er, selbst ein Italiener, die Hand dazu 
nicht hätte bieten sollen, sein Vaterland eines solchen 
Kleinods zu berauben. Allerdings mag auch ausser der 
Selbstverleugnung seines Nationalgefiihles noch eine 
nicht geringe diplomatische Geschicklichkeit dazu nöthig 
gewesen sein, die er denn auch als besonderes Verdienst 
bei Seiner Majestät geltend gemacht zu sehen wünscht. 

Der gewandte Italiener hat gewiss tief aufgeathmet 
nach air dem peinlichen Hin- und Herziehen, und noch 
mehr fühlt man dem ehrlichen Paul Moritz Eachel in 
Venedig die Freude an, den fatalen Handel einmal be- 
endet zu sehen, als Beide nun endlich melden können, 
dass die fünf mit den Bildern wohlbepackten Karren 
am 6. Juli 1746 Venedig verlassen haben und mit 
königlichem Freipass versehen über Wien nach Dresden 
abgegangen seien, wo sie schon im August desselben 
Jahres ankamen. 

Und doch war die Freiide noch eine verfrühte, we- 
nigstens für den guten Kachel, denn schon der nächste, 
freilich auch der letzte Brief meldet seinem „eher frere" 
in Dresden die unbeschreibliche Noth, die er bei der 



Einleitung. 15 

nun wirklich geleisteten Zahlung an den Msgr. Bon- 
digli erlitten.* 

Nicht genug, dass es schon sehr schwer gewesen 
war, Einmalhunderttausend Stück Zecchinen haar auf- 
zutreiben, so musste nun auch noch jedes einzelne 
Stück, selbst die ganz neu geprägten, gewogen, das 
Tehlende bis auf die kleinste Differenz berichtigt und 
zehnmal hin und her geschickt werden — ein Tag, 
den der Arme nicht grasslich genug schildern kann. 
Allein auch diese vierundzwanzig Stunden gingen 
vorüber die grosse Begebenheit war vollendet. 

Zum Schlüsse wird Bondigli von unserm gequälten 
Landsmann in den vorsichtigsten Ausdrücken brieflich 
verMTünscht, der Sgr. Marchese Rangoni dagegen als 
vollkommener Edelmann geschildert und sogar aus- 
drücklich an den „eher frere" zur Vermittlung eines 
Porzellangeschenkes für denselben bei Sr. Excellenz 
dem Herrn Reichsgrafen von Brühl empfohlen.** 

Bei dieser Gelegenheit muss als einer besonderen Poraeiian- 
Eigenthümlichkeit bei den meisten bedeutenden Ein- 
käufen jener Zeit dies theilweise sogar förmliche Be- 



Geschenke. 



* In seinem Briefe heisst es: „Die Modenesische 
Affaire ist zwar in so weit geendigt, dass der Herr 
Bruder hat abreisen können, aber das Gott erbarm', 
in was vor Verdniss bin ich nicht noch mit dem harten, 
unhöflichen und irraisonablen Bondigli gerathen etc.'' 
*♦ Es heisst im Original: „und meritirte dieser 
venerable Cavalier, dessen probitaet so schön hervor- 
leuchtet, wohl eine marque d'estime von Seiten deines 
Hofs, mon eher fr^re etc." 

Dass ihm dergleichen zu Theil geworden, ist wohl 
nicht zu bezweifeln, wenigstens bekam der obenge- 
nannte 75 jährige Zannetti eine in Gold gefasste Por- 
zellandose, die Algarotti selbst von Dresden für ihn 
auf BrühFs Befehl nach Venedig mitnahm. 

(Algarotti's Tagebuch.) 



\ 



16 EinleitunB. 

dingen eines Stückes Porzellan ans der weltberühmten 
Meissner Fabrik erwähnt werden, was zuletzt so häufig 
vorkommt, dass Brühl sich bewogen findet, ein für alle- 
mal zu bemerken, wie Se. Msyestät eine solche Zu- 
muthung sehr ungnädig aufgenommen hätten und man 
in Zukunft dergleichen „vague" Versprechungen über 
den festgesetzten Preis hinaus, sich aufs Bestimmteste 
verbitten müsse. 
Erwerbung Wie Unbefangen aber überhaupt in Bezug auf Be- 

Ton^HoiSeüi lohnuug aller bei einem solchen Verkauf mitwirkenden 
1743. Vermittler und Helfershelfer, die in Italien nie fehlen 
durften, die Zeiten und Verhältnisse sich immer noch 
gestalteten, werden wir sogleich ausführlicher bei dem 
Ankauf der berühmten Madonna von Holbein in Vene- 
dig durch den bekannten Grafen Francesco Algarotti, 
den geistreichen Freund Augusf s und Friedrich's des 
Grossen, zu erwähnen Gelegenheit haben. Eine ge- 
nauere Mittheilung dieser Angelegenheit nach Algar 
rotti's eigenhändigen Briefen und Tagebuchnotizen 
dürfte Freunden kulturhistorischer Nachrichten und 
Verehrern dieses köstlichen Bildes nicht unwillkommen 
sein.* 

Dies herrlichste Werk Hans Holbein's des Jün- 
geren** (geb. zu Augsburg, nach Einigen zu Basel, 



* Man yergleiche die neuesten Arbeiten über Hol- 
bein und unser Bild von A. Woltmann, Th. Fechner, 
A. V. Zahn und His-Heusler, J. Jansen, E. Engert u. a. m. 
** Nach der im Jahre 1871 erfolgten Zusammen- 
stellung unseres Bildes mit dem Darmstädter Exemplar 
ist die Aechtheit des ersteren noch mehr als vorher 
in Abrede gestellt und insbesondere von namhaften 
Eunstgelehrten dasselbe für eine spätere Copie erklärt 
worden. Zu einem Beweise dieser Behauptung oder 
einer entgegenstehenden ist es indess von keiner Seite 
gekommen, wie übereinstimmend anerkannt worden ist. 



EiRleitung. 17 

1498, t London 1543) wurde ursprünglich, wie jetzt 
bekannt, für den Bürgermeister Jacob Meyer in Basel"^ 
gemalt, dessen Familie im Schutze der Mutter Gottes 
es darstellt. Zur Bechten der Mutter Maria kniet der 
Vater Meyer mit seinen beiden Söhnen (der jüngste ein 
nacktes Enäblein), gegenüber seine Frau, Dorothea 
Eannengiesser, mit ihrer Mutter und Tochter. 

Im Jahre 1633 kaufte es zuerst der, von Sandrart 
als eifriger Kunstfreund und Sammler ofk erwähnte 
Michael le Blou, Eönigl. Schwedischer Agent zu Amster- 
dam, von einem Nachkommen der Familie Meyer in 
Basel für 1000 Thaler. Später verkaufte es derselbe, 
wie uns gleichßüls Sandrart berichtet, auf inständiges 
Bitten für 3000 Gulden an den reichen Buchhalter 
Johann Lössert zu Amsterdam, der es eigentlich für 

Der Verfasser dieses Cataloges ist, wie viele Andere, 
auch durch die Zusammenstellung beider Bilder zu 
keiner anderen Ueberzeugung gelangt, als vorher, wo- 
nach ihm das Darmstadter PJxemplar, das frühere, und 
das Dresdner die spätere Wiederholung von der Hand 
desselben Meisters erscheint. Ehe nicht historische 
Doenmente das Gegentheil beweisen, wird diese An- 
schauung, unterstützt durch eine gewisse Idealität des 
Dresdner Bildes, welche auch von unbefangenen Geg- 
nern zugestanden wird, festzuhalten sein. 

* Im Museum zu Basel befindet sich noch heute 
unter andern vortrefflichen Arbeiten H. Holbeiu's eine 
Anzahl mit rother und schwarzer Kreide gezeichneter 
meisterhafter Studien zu unserm Bilde, und ein ge- 
maltes Bildniss desselben Jacob Meyer in jugend- 
lichem Alter mit seiner jungen Frau. Unser Bild 
wurde lange Zeit iür die Familie des Thomas Morus 
gehalten, bis man in Basel die Handzeichnungen auf- 
fand. Ein anderes Exemplar dieses Werkes befindet 
sich bekanntlich in Darmstadt im Besitz der Frau 
Prinzessin Elisabeth von Hessen und bei Rhein. Ueber 
das Verhältniss beider Bilder zg einander ist viel ge- 
stritten worden. (g. d. vorhergehende Anmerkung.) 



18 Einleitung. 

die Königin von Frankreich Maria von Medicis er- 
worben, aber wahrscheinlich, da sie selbst in dieser 
Zeit starb*, für sich behielt In den 1690«' Jahren 
machte Lössert oder seine Erben Bankerott und das 
Bild Holbein's kam für eine Schnldforderung von 2000 
Zecchinen in die Hände des Banquier Avogadro in Ve- 
nedig, der es in seinem Testamente der Familie Delfino 
hinterliess. (S. Algarotti's Correspondenz.) 

.Das Bild scheint lange ziemlich unbekannt und 
unbeachtet in Venedig geblieben zu sein (obgleich der 
im Jahre 1723 verstorbene Begent, Herzog von Or- 
leans, einen Versuch gemacht hatte, es zu. kaufen), 
denn Algarotti schildert in seinen Briefen sehr lebendig 
und anschaulich, wie die Künstler Venedigs zu ihm 
wallMrten, um dies herrliche Werk zu sehen und dass 
er ihnen seine Carlo Maratti's und Bassano's klüglich 
vorher gezeigt habe, um sie dann, wie man den Tokayer- 
wein zuletzt gebe, mit dem süssesten Geschmack im 
Munde, mit dem Anblick der Maria Holbein's zu ent- 
lassen. 

Man muss auch in der That das Verdienst Alga- 
rotti's, ein solches Bild wieder aufgefunden und richtig 
gewürdigt zu* haben, um so höher anschlagen, als 
der herrschende Geschmack seiner Zeit ein ganz ent- 
gegengesetzter war, und die süsslichen Schöpfungen 
Carlo Maratti's damals alle Welt entzückten. 

Von dem im Jahre 1743 in Venedig lebenden 
ältesten Mitgliede der Familie, einem Mr. Zuane (Gio- 
vanni) Dolfino (oder Delfino) hatte Algarotti nun das 
herrliche Bild Holbein's erworben, und wir lassen hier 
seine eigenhändige Notiz über den Ankauf versprochener- 
raassen folgen : 



* 3. Juli 1642. "* 



EinMtaQ. 19 

4. Septembre 1743 paye äMr. 

Bolfino pour le tableau de 

Holbein 1000 Sequins ou . . 22,000 Livres de 
4. Sept. donn6 ä Mr. Tiepolo, qui . Venise.* 

a 6te rentremetteur du March6 

un present en argenterie et 

chocolat comme il paroit par 

le memoire du Sr. Lorenzo 

Giustiniani de la m^me date 

pour la valeur de** 1148 „ 

4. Sept. donne ä rhomme d'afaire 

de la Ca Dolfino 20 Sequins 440 
4. Sept. donn6 aux domestiques 

de la Ca. Dolfino un S^uin . 22 

20. Octobre. Paye au Sieur Gay 

pour le quadre du Tableau 

de Holbein 15 S6quins . . . 330 
15. Decembre paye ä Giacomo 

Zandini pour avoir fait la 

caisse de rimesse pour le Ta- 
bleau de Holbein 5 Sequins 110 
1744. Le 15. Janvier paye. ä la . ^ 

Boutique de la fama pour du 

Velours vert pour la caisse du 

Holbein 188 

do. paye ä la Boutique de S. Fi- 

lippo Neri pour du galon 

pour la möme caisse 66 „ 

Sa. 24,304 Livres de V. 



ft 



yi 



ij 



yf 



* ün fiorin == cinq livres de Venise. (Algarottrs 
Tagebuch.) 

** Ausser dem Silber und derChocolade war noch 
mit inbegriffen „une canne avec une bequille d'ambre 
monte en or*S ^e aus Algarotti's Briefen hervorgeht. 

2* 



1 



20 Einleituiig. 

Transport 24,304 LivTes de V. 
do. pay6 ä Marco Manzini pour 

la fia9on du dedans de la dite 

caisse 50 ,y 

Le 24. Janvier pay§ au semirier 

pour feraille de la Caisse du 

Tableau de Holbein 50 „ 

Le 10. Fevrier pay^au doreur Ant 

Pompeo pour avoir dor6 le 

quadre du Holbein etc 982 „ 

. 3. Mars, ä Mr. Plotzer ä compte 

de Taccord fait pour trans« 

porter les Tableaux ä Dresde* 

80 Sequins 1760 „ 

Le 2. Mars donne pour panne pour 

les Tableaux du Holbein et 

Palma Vecchio 24 „ 

3. Mars. Pay6 ä TErle** qui de- 

Yoit conduire les dits Tableaux 

40Sequin8 880 „ 

S.S. 28,050 Livres de V. 

oder etwas über 4000 Thaler Conventionsgeld nach 
dem früheren Münzfusse. 

Holbein- Nobou dioseu historischen Thatsachen aber möchte 

Sage. ^g jj-^jj^ij tiberflüssig sein, hier noch einer auf dasselbe 

Bild Holbein's sich beziehenden Ueberlieferung oder 

* Die letzten vier Posten (vom 10. Februar bia 
3. März) beziehen sich nicht blos auf das Holbeinbild^ 
sondern auf die ganze Sendung von Bildern, welche 
den 6. März 1744 von Mestre abgingen, denen Alga- 
rotti seinen eignen Diener Zuane Zorzl zur Begleitung 
bis Dresden mitgegeben, wo er selber sie bereits am 
10. April desselben Jahres in Empfang nahm. 
** Wahrscheinlich der Frachtfuhrmann. 



Einleitung. 21 

mehr noch einer Sage zu erwähnen, welche neuerdings 
noch durch die Unterschrift des schönen und mit Becht 
vielverbreitetMi Kupferstiches von M. Steinla ein un- 
begründeter Halt gegeben worden, der es um so mehr 
zur Pflicht macht, ihre Gültigkeit näher zu prüfen. 
Es ist nämlich in der lateinischen Unterschrift dieses 
trefflichen Blattes die mündlich oft wiederholte Sage, 
dass die Maria im Bilde Holbein's das kranke Kind des 
Bürgermeisters Meyer in ihren Armen halte — förm- 
lich als Gegenstand der Darstellung ausgesprochen'*', so 
dass Unkundige sicher glauben müssen, es sei diese An- 
gabe eine bekannte und unzweifelhafte Thatsache. Nun 
gründet sich dieselbe aber ganz im Gegentheil auf nichts 
geschichtlich irgend Nachweisbares, und es findet sich 
nie und nirgend in den alten Anführungen des Bildes 
auch nur die leiseste Erwähnung einer solchen Deu- 
tung**. Vielmehr lässt sich diese jetzt allerdings zur 
Localsage gewordene Meinung nur bis auf den An&ng 
unseres Jahrhunderts und zwar am wahrscheinlichsten 
eine Meinung Friedrich Schlegel's*** zurückfahren, die 
derselbe in geistreicher Weise vielleicht einmal als eine 
Erklärung des Umstandes hingeworfen haben mag, dass 
in der That das Christuskind auf diesem Bilde einen 
etwas gedrückten, kränklichen Ausdruck hat. 

Abgesehen aber davon, dass Holbein und sein ganzes 
Jahrhundert von einer so durchaus modernen Auf- 



* Sanctissima Mater Dei parvulam aegrotantem 
filium Jacobi Meyeri, Consulis Basileeiisis, ulnis fovens. 
pater ipse cum reliqua familia genuflexi adorant. 

** Sandrart, der dem Holbein fast 100 Jahre näher 
stand, als unsere Zeit, sagt ganz bestimmt: 

„eine stehende Maria mit dem Kindlein auf dem 
Arme" etc. 

*** Herr von Quandt erwähnt eine Schrift von Lu- 
den, welcher dieselbe Deutung aufstellt. 



22 EinleüHng. 

&ssai3gsweise weit entfernt, es wohl nicht gewagt haben 
würde, so spielend die geweihte Persönlichkeit des gött- 
lichen Kindes zu behandeln, sprechen auch eine Menge 
innerer Gründe gegen die Haltbarkeit dieser Annahme. 
Um nur das Hauptsächlichste kurz zu berühren: wie 
passte wohl die unzweifelhaft segnende Handbewegung 
des Kindes zu dem kranken Säugling der Mejer'schen 
Familie, und wie ebenso die vertrauliche brüderliche 
Haltung des älteren Knaben zu dem vermeintlichen 
Christui^inde neben ihm und dessen kindlich naiver, 
geßJliger Bewegung? Wie passte die ruhige, typische, 
fast gleichgültige Haltung aller übrigen Familienglieder 
zu einem so ausserordentlichen Vorgange? Immer neue 
Widersprüche, die sich bei näherer Betrachtung nur 
noch häufen, sprechen gewiss am meisten gegen die Be- 
rechtigung dieser nicht ohne poetischen Sinn erfundenen 
Auslegung. Der fast in allen altdeutschen Darstellungen 
ähnlicher Art mehr oder minder vorkommende Um- 
stand, dass das Ghristuskind immer weniger gelungen, 
als die Mutter und andere Figuren, hat offenbar zu 
dieser Deutung des Bildes Anlass gegeben, während die 
natürlichen Gründe für diese, wie gesagt, allgemeine 
Erscheinung, unseres Erachtens, in der Schwierigkeit 
der Aufgabe und dem Mangel des Studiums schöner 
Naturen und der Antike, sowie der unruhigen Beweg- 
lichkeit der kleinen Modelle liegen und ein Misslingen 
selbst bei einem Künstler wie Holbein hinreichend er- 
klären dürften. Das jüngste Kind Meyer's, das der 
Künstler leibhaftig vor sich sah und dem er keine ideale 
Charakteristik und Bewegung zu geben brauchte, ist 
wohl eben darum so viel mehr gelungen. 

Es schliesst sich das Bild Holbein's überhaupt viel- 
mehr in seiner Auffassung direct an die ältesten ähn- 
lichen Darstellungen, indem es die knieende Familie 



Einleitung. 23 

wörtlich unter dem Mantel der Madonna zeigt (man 
sehe auf der Schulter des alten Meyer) „wie die 
Küchlein unter dem mütterlichen Fittich'S 
dem eigentlichen Typus der schützenden Madonna ge- 
mäss, welche oft und viel auf älteren Bildern mit den 
weltlichen und geistlichen Behörden ganzer Städte unter 
ihrem Mantel abgebildet wird. Nach der Reformation 
pflegt wohl an die Stelle der Madonna der Gekreuzigte 
oder Auferstandene zu treten, oft auch sieht man, ins- 
besondere auf den Epitaphienbildem in Kirchen, bib- 
lische Darstellungen symbolischer Bedeutung, z. B. die 
Aufrichtung der ehernen Schlange, die Auferweckung 
des Lazarus u. s. w. Die Familien sind dann in der 
Regel im Vordergrunde des Bildes meist in viel klei- 
nerem Massstabe gemalt, immer aber ist noch die be- 
tende Stellung und die strenge Scheidung der Ge- 
schlechter, wie auf unserem Holbein, beibehalten*. 

Noch ein Werk desselben Meisters, in seiner Art Mr. Hubert 
ebenso ein Gipfelpunkt des Einzelporträts wie jenes ^H^J^i^^^ 
Familienbild, muss hier erwähnt werden. Das köst- 
liche Bildniss des Mr. Hubert Morrett, Goldschmied 
Heinrich VIII. von England. Dem Biographen der 
Gallerie darf es zugleich die besondere Gelegenheit 
geben, daran ein wunderbares Beispiel der Unsicher- 
heit von Autornämen zu zeigen. 

Das Bild kam, als ob auch das beste Deutsche da- 
mals nur aus Italien hätte ]R)mmen können, mit dem 



* Auch die Familie Cocina, das herrliche Bild 
Paolo Veronese's, ist ein Nachklang dieser typischen 
Darstellungen im italienischen Sinne und in noch 
freierer künstlerischer Gestaltung. 



24 Einlettunfl. 

modenesischeu Ankauf und zwar als ein Werk des Leo- 
nardo da Vinci in unsere Sammlung*. 

Später glaubte man sich sogar berechtigt, es für 
das Bildniss des Lodovico Sforza, genannt il Moro, zu 
halten. 

' So hiess es, bis zuerst Bumohr den jüngeren Hol- 
bein als Maler des Bildes nannte und von Quandt in 
einem trefflichen Aufeatz (s. Eunstbl. 1846, Nr. 9) 
sogar die Persönlichkeit des Dargestellten überzeugend 
feststellte. 

Merkwürdig ist hierbei der Umstaud, dass mitten 
in air der Nacht des Irrthums doch immer noch ein 
Funken von Wahrheit glimmen geblieben, der sich 
offenbar in der Silbe „Mor-" erhalten hatte. 

Aus Morrett ist wahrscheinlich zuerst Morus ge- 
worden (Thomas Morus, der immer der nächste Gedanke 



* Es darf indess nicht verschwiegen werden, dass 
die Autorschaft des- Leonardo in Modena selber, we- 
nigstens in früheren Zeiten, durchaus nicht so fest 
angenommen war, als sie in unserm modenesischen 
Ankaufscatalog ausgesprochen ist. Vielmehr enthält 
das bekannte Werk des Scannelli (Microcosmo Ediz, 
di 1657, S. 266) unter dem Namen des „Olbeno" 
(Holbein) die Schilderung eines Bildes in der mod. 
Sammlung, welches offenbar kein anderes, als unser 
Morrett sein kann. Es ist dies ein Umstand, auf 
welchen ein Schreiben des Cav. Discar, eines Kunst- 
gelehrten in Modena, im Jahre 1860 an die Direction 
unserer Sammlung gericl^tet, ausdrücklich aufmerksam 
macht. Man kann dieser Bemerkung noch hinzufügen, 
dass in demselben Werke Scannelli's, an dem Orte, 
wo von den Werken des Leonardo in der mod. Samm- 
lung ausdrücklich die Rede ist, kein dem unsrigen nur 
entfernt ähnliches Bild angeführt wird. Scannelli er- 
wähnt vielmehr nur die Halbfigur einer heiligen Catha- 
rina und den Kopf eines gerüsteten Jünglings als 
Werke des Leonardo da Vinci. 



Einleitung. 25 

bei jedem unbekannten Bildniss Holbein's gewesen, wie 
denn auch die Familie Mejer, wie bereits erwähnt, als 
Familie Monis galt), in Italien aber wurde aus Morus 
natürlich Moro. 

Wer kannte aber in Italien einen anderen Moro, 
als den grossen Sforza? und wer konnte ihn gemalt 
haben, als sein grosser Landsmann Leonardo? noch 
dazu 80 fein ausgeführt, so trefflich bis aufs Haar voll- 
endet! 

Mit etwaigen chronologischeii Bedenken wurde es 
nicht so genau genommen, und siehe da! das Bild war 
Lodovico Sforza, gemalt von Leonardo da Vinci! Und 
so blieb es, wie gesagt, bis die wieder erwachte Be- 
kanntschaft; mit der deutschen Schule dem ehrlichen 
Basler eine Arbeit zurückgab und tüchtige Forschung 
sogar in W. Hollar's Stich den alten Goldschmied 
wiederfand. 

Wenn trotzdem bisher noch immer von einigen be- 
sonders ungläubigen Seelen der Beweis für die Autor- 
schaft Holbein's durch den allerdings sehr mangel- 
haften und oberflächlichen Stich W. Hollar's angezwei- 
felt werden konnte, so ist dies jetzt geradezu unmög- 
lich geworden durch die Auffindung der vortrefflichen 
Original-Handzeichnung Holbein's zu unserem Bilde. 
Sie befand sich im Nachlasse des Kunsthändlers Samuel 
Woodbome in London und wurde durch Dir. L. Gru- 
ner's Vermittelung im Jahre 1860 erworben, seitdem 
zu Jedermanns eigener Prüfung und Ueberzeugung im 
Holbeinzimmer aufgestellt. 

Wir kommen jetzt erst zur Erwähnung des An- Erwerbung 
kaufe eines Werkes, welches seinem ausserordentlichen Madonna 
Kunstwerthe und seinem Ruhme nach allen anderen sutma des 

Rapnael 

Erwähnungen hätte voranstehen müssen, wenn mcht die 1753. 
chronologische Folge und eine unverkennbare innere 



26 Einleitung. 

Verwandtschaft mit der eb^n besprochenen Maria Hol-^ 
bein's uns erst jetzt znr Bespreehungr die passendste 
Gelegenheit böte. Wir meinen die Erwerbung der welt- 
berühmten Sixtinischen Madonna, die Perle der Dres- 
dener Gallerie. 

Dies Werk KaphaeFs aus seiner vollendetsten Epoche^ 
das einzige Oelbild, was an Grösse der Anffassnng und 
durch und durch geistiger Freiheit der Ausführung 
mit dem Styl der Baphaelischen Cartons zu den Tapeten, 
den grössten Schöpfungen christlicher Kunst, auf voll- 
kommen gleicher Höhe steht, wurde, wieVasari erzählt, 
für den Hochaltar der schwarzen Mönche des Klosters 
S. Sisto in Piacenza geraalt. Dort verblieb es, bis 
August in. schon auf seiner Keise als Churprinz in 
Italien im Jahre 1711 — 12 es daselbst mit grösster 
Bewunderung gesehen und bereits damals den Ent- 
schluss gefasst hatte, es womöglich zu erwerben. 

Allein erst mehr als vierzig Jahre später und zwar 
im Jahre 1754 gelang es durch Vermittelung des 
Malers Carlo Cesare Giovannini (geb. 1695 zuParma^ 
seit 1723 in Bologna wohnhaft, gest. am 30. Juni 
1758), welcher vorher den Zustand des Bildes genau 
untersucht und darüber ausführlich berichtet hatte, das- 
selbe für die Dresdener Galerie um den Preis von 
20,000 Ducaten oder 40,000 Scudi Romani zu er- 
werben*. 



* Der Bericht Giovannini's über eine in Begleitung 
des Dottore Abbate Gio. Batt. Bianconi in Piacenza 
gemachte genaue Untersuchung des Bildes liegt ab- 
schriftlich bei den uns vorliegenden Acten, das Origi- 
nal befindet sich, nach einer Bemerkung am Schlüsse, 
bei Gaetano Giordani in Bologna. 

Giovannini hatte das Bild vom Altar herabnehmen 
lassen und spricht sich erst über die unbedingte Aecbt- 



Einleitung. 27 

Ausserdem wurde noch eine Copie des Bildes in • 
gleicher Grösse atisbedungen, welche der Venetianer 
Nogari fertigte, und die, wie gewöhnlich, an Ort und 
Stelle noch immer für das Original gehalten werden soll. 

Ein dem unserigen ähnliches Bild findet sich in Aehniiches 
Ronen. Eine Aebtissin der Abtei S. Amand daselbst RoneL^ 
habe, so wird erzählt, im Jahre 1508 (?) den Cardinal 
d'Amboise um ein Bild der Madonna gebeten und dieser 
sich deshalb an Baphael gewendet, der eben das Bild 
für Piacenza malte. Baphael habe nun das Bild noch 
einmal wiederholt bis auf die Gestalt des Sixtus, welche 
er durch S. Amandus ersetzte, dem er dann auch statt 
der Papstkrone auf unserem Bilde eine Bischofsmütze 
mit dem Krummstabe zur Seite stellte. Das Bild soll 
noch zu Lebzeiten BaphaeVs nach Eouen gekommen 
sein und ganz gleiche Grösse mit dem unserigen haben, 
und ist in neuerer Zeit von Aubry le Comte lithogra- 
phirt worden*. 

Viel ist über die Aechtheit dieses Bildes und seine 
Rivalität mit unserer Madonna verhandelt worden ; doch 
scheint aus dem ürtheil der bewährtesten Kenner un- 



heit des Bildes aus, das in der Tbat „cosa veramente 
rassima e singulare" sei; wie Vasari sich schon aus- 
drückte. Beschädigungen fand er nur wenige, in den 
Gewändern und Verdunkelungen auf dem Körper des 
Christkindes vor, die nach seiner Meinung von dem 
zufällig hie und da dicker aufgetragenen Lasurfirniss (?) 
des Meisters selber herrührten. Mehr noch habe die 
Trockenheit dem Bilde geschadet, das 200 Jahre un- 
berührt auf dem Altar gestanden. Auch entdeckte er 
schon die umgeschlagene obere Partie des Bildes und 
räth, diesen Uebelstand sofort nach Ankunft des Bildes 
in Dresden zu beseitigen. 

* S. artist. Not.-Bl. 1827, No. 7. Noch eine Six- 
tinische Madonna von Raphael. Mittheilung von Hofr. 
Böttcher. 



28 EinleüHiHi. 

• zweifelhaft; hervorzugehen, dass es den Vergleich in 
keinier Beziehung aushalte; und man darf hinzufügen, 
wäre es wirklich ein solches Meisterwerk, wie das hie- 
sige, es würde wohl sicherlich auch in vortrefflichen 
Nachbildungen bereits allgemein bekannt sein. 

Im Jahre 1857 habe ich bei meiner Anwesenheit 

in Bouen aus eigener Anschauung die obige Meinung 

durchaus bestätigt gefunden. Es ist das Bild offenbar 

eine spätere Copie mit den angeführten Veränderungen, 

welche sich durch einen schweren rothbraunen Ton und 

den gänzlichen Mangel jener feinsten Geistigkeit, welche 

das Original in jedem Striche bezeichnet, kenntlich 

macht. 

Die Madonna Es wird uicht uunöthig sein, ebenso hier noch einer 

ProcSions- Ansicht ZU erwähnen, welche von einem sonst hochge- 

fahne? achteten Kenner (Bar. v. Bumohr) zuerst ausgesprochen 

und seitdem wohl auch von Andern vielfach wiederholt 

wurde, dass nämlich dies herrliche Bild, weil es auf 

Leinwand gemalt, ursprünglich zu einer Processions- 

fahne gedient habe. 

Der Umstand, dass das Bild allerdings ausnahms- 
weise für jene Zeit und Eaphaers meiste Werke auf 
Leinwand gemalt, kann allein unmöglich zu einer sol- 
chen Annahme berechtigen, die mit der hohen Stellung 
und mit der fast vergötternden Verehrung, welche dem 
grossen Meister sein Gebieter, der Papst, ßom, Italien 
und sein ganzes Zeitalter zollten, in directem Wider- 
spruch stehen würde. Bei allem Werth, den man da- 
mals auch auf diese zum Eitus der Kirche gehörigen 
Dinge legen mochte, spricht doch unseres Wissens nicht 
ein einziges Beispiel für Verwendung eines so nam- 
haften Meisters zu dergleichen Arbeiten, und kam es 
wirklich vor, dann besassen jene Maler des 16. Jahr- 
hunderts gesunden Sinn genug, um nicht so ausge- 



EinleStunfl. 29 

führte Werke, wie das in Eede stehende, zu Zwecken 
zu verwenden, welche deren Untergang ohnfehlbar in 
Kurzem ^nr Folge haben mussten. Auch war das Zeit- 
alter Leo's wohl gerade am weitesten von einem so 
über&ommen Luxus entfernt, und am wenigsten ge- 
sonnen, ein solches Werk zu solchen Zwecken zu ver- 
werthen. Abgesehen von dem in jener Zeit schon all- 
gemeiner beginnenden Gebrauch der Leinwand, der für 
Eapha«! ja nur bei Oelbildern neu sein konnte, da 
man Temperabilder von jeher auch auf Leinwand 
gemalt hatte, und der ausser dem Beiz der Neuheit, 
jedenfalls für ein zum Transport bestimmtes Bild un- 
bedingte Yortheile hatte, spricht auch die sehr bedeu- 
tende Grösse nicht gerade für die Voraussetzung, dass 
es eine Processions&hne gewesen sein möge. Eben so 
richtig als sinnig haben die Gegner dieser Behauptung^ 
auch den Umstand hervorgehoben, dass ein so feiner 
Geist wie Eaphael den geradlinigen, schweren archi- 
tektonischen Sims, welcher das Altarbild so schön ab- 
schliesst und gleichsam mit der wirklichen Architektur 
des Altars vereinigt, sicher nicht für eine, wenn auch 
nicht im Winde flatternde, doch immer bewegliche 
Fahne gewählt haben wllrde. Dies Alles aber wäre 
sammt den Engelchen erst etwa später darauf gemalt? 

und von wem? 

Auch die schlichte Angabe des Yasari steht damit 
im Widerspruch. „Fece a monaci neri di S. Sisto in 
Piacenza la tavola deir altar maggiore, dentrovi la 
nostra Donna con S. Sisto e S. Barbara, cosa veramente 
rarissima e singolare/' Denn, dass Yasari das Bild, 
das er nur auf dem Altar gesehen haben mag, eine 
Tafel nennt, ist bei der sonstigen Uebereinstimmung- 
der Beschreibung mit dem Bilde gewiss nicht ent-. 
scheidend. 



30 Einleitung. 

Früherer Leider Ist dles hohe Werk nicht von den Unbilden 

^'nnd^.*''' der Zeit, die schon Giovannini's Bericht erwähnt, ins- 
besondere aber auch der Copisten, frei geblieben, welche 
in früherer Zeit, um verdunkelte Stellen besser sehen 
zu können, unverantwortlicher Weise die schädlichsten 
Mittel, z. B. häufiges Anwischen mit Oel und Speichel 
anwendeten, wodurch nach und nach Schmutzflecke der 
hässlichsten Art, namentlich um den Eopf der Ma- 
donna entstanden waren. 
Bestaura- Von dioson Beschädigungen ist das Bild durch 

pJimaroii Sorgfältiges Eeinigen im Jahre 1827 von Palmaroli 
^®2^- befreit worden, bei welcher Gelegenheit auch zuerst der 
obere Theil des Vorhanges und ein Theil der Glorie, 
welcher ungeschickter Weise umgeschlagen war, wieder 
aufgedeckt und das Bild auf seine ursprungliche Grösse 
zurückgeführt wurde, obgleich, wie erwähnt, schon der 
einsichtige Giovannini diesen IJebelstand erkannt und 
seine Beseitigung beantragt hatte. 

Im Jahre 1754, Ende April oder Anfang Mai etwa, 
brachte Giovannini die Madonna di S. Sisto selbst nach 
Dresden, wie aus seinem Briefe vom 21. Mai 1754 von 
hier* hervorgeht, und es dürfte dabei wohl am Orte 
sein, einer schönen Tradition zu gedenken, welche sich 
gerade an die Ankunft des Bildes in Dresden knüpft. 
Ankunft des König August, Ungeduldig, das langersehnte Bild 
in Dresden, wiedorzusohen, hatte nämlich sofort die Auspackung 
und Aufstellung im Schlosse befohlen. Als man es nun 
in den Thronsaal gebracht hatte und einen Augenblick 



* Dieser Brief befindet sich im hiesigen Haupt- 
staätsarchiv, giebt aber über den Tag der Ankunft des 
Bildes keine bestimmte Auskunft. Im November 1753 
hatte G. Bologna verlassen und. war nach Piacenza 
gegangen. S. m. Abhandl. über die Madonna Sixtina 
in A. V. Zahn's Jahrbüchern, September 1870. 



Einleitung. 31 

zögerte, es im vortheilhaftesten Lichte gerade da auf- 
zustellen, wo der Königliche Thronsessel stand, schob 
der König mit eigener hoher Hand rasch denselben mit 
den Worten bei Seite: „Platz für den grossen Ra- 
phael!" 

NVahrlich, eiii echt königliches Wort und Zeugniss 
für die Ebenbürtigkeit geistiger Grösse und weltlicher 
Macht, das ihm und seiner Zeit zu hoher Ehre ge- 
reicht! 

Ja, wir fühlen uns ihr dankbar verpflichtet, dieser 
dahingeschwundenen Zeit, am dankbarsten, wenn wir 
vor Bildern wie die Sixtinische Madonna und Holbein's 
Mutter Gottes, den reinsten Verklärungen deutscher 
und italienischer Eigenthümlichkeit , staunend stehen 
und ihre mächtige und stille Wirkung am eigenen 
Herzen erfahren. Man hat sie wohl Perlen und Ju- 
welen genannt, ich möchte sie lieber „Augen" nennen, 
im geistigen Antlitz der Dresdner Gallerie, dieser Rahel 
unter den Sammlungen! Man denke sie hinweg — und 
es fehlt der leuchtende Blick — die geheimnissvolle 
Signatur göttlicher Schönheit ist verschwunden ! 

Wohl bleibt uns auch dann noch, und „welch ein 
Himmel, Stern bei Stern" — aber die Sonne ist 
untergegangen! 

Immer von Neuem fesselt uns die geistige Macht 
dieser Bilder, und wenn wir dann von ihnen scheiden, 
werden unwillkürlich unsere Empfindungen zu einem 
dichterischen Nachhall ihres unergründlichen Ein- 
druckes! 



32 Einleitung. 

Sie schwebt herab! Die Jongiraa mit dem Kinde, 
Dess Himmelsblicke ernst die Welt begrüssen, 
In Wolken liegt die Erde ihr zu Füssen 
Und Schleier und Gewände wehn im Winde! 

Das schöne Haupt neigt Barbara gelinde 
In Demuth, knieend so viel Huld zu büssen — 
Verklärt schaut Sixtus aufwärts in dem süssen 
Bewusstsein, dass die Menschheit Gnade finde! 

Und mit den Engeln schau'n auch wir nach Oben 
In lichten Chören ewig Ihn zu loben, 
Der unsres Heiles selige Begründung! 

SO; Raphael, du Engel der Yerkündung, 

So sahst du sie, so lässt du sie uns schauen: 

„Die Königin des Himmels und der Frauen!" 



Hans Holbein's Mutter Gottes. 

Ein Bild der guten alten Zeit, der frommen — 
Schau'n wir entzückt der Erde reinste Blüthe, 
Das holde Urbild mütterlicher Güte, 
Maria, die das Haus in Schutz genommen! 

Die Mutter ist mit ihrem Kind gekommen, 
Dass Vater, Mutter sie und Kinder hüte, 
Ihr Mantel deckt sie, selig im Gemüthe 
Ruh'n Alle nun, von keiner Furcht beklommen! 

Die Hände fromm gefaltet, beten leise 
Eins für das Andre sie, auf ihren Knieen ! 
Wo Liebe lebt, ist Sünde schon verziehen. 

Da muss das Haus zum stillen Tempel werden, 

Und einen Himmel zeigst du uns auf Erden, 

Du deutscher Meister, schlicht in deutscher Weise! 



Einleitung. 33 

Nachdem die bereits seit der Uebersiedelung in die 
Bäume des neuen Museums beabsichtigte isolirte Altar- 
aufstellung der Madonna Sixtina, nach den Plänen des 
Hofbauiiieisters Krüger erfolgt war, machte sich eine 
ebenso würdige Aufstellung der Maria des Holbein um so 
nothwendiger, als man von jeher gewöhnt ist, beide Bil- 
der als die Spitzen der Dresdener Gallerie zu betrachten. 

Es lag zwar am nächsten eine ganz ähnliche iso- 
lirte Aufstellung, nur mit veränderten Dimensionen, 
auch bei diesem Bilde eintreten zu lassen ; allein schon 
der erste Versuch hierzu bewies die Schwierigkeiten 
eines solchen Unternehmens und die Nothwendigkeit, 
bei den zarten Figuren-Dimensionen des Bildes, hier 
vielmehr eine Gruppen-Aufetellung verwandter Gegen- 
stände, mit der Maria des Holbein als würdigem Mittel- 
punkte, zu versuchen. 

Ein, in diesem Sinne vom Verf. des Cataloges ein- 
gereichter Entwurf, welcher von dem historisch begrün- 
deten Gedanken ausging, dass man sich Holbein's Bild, 
welches nie zum Altarbild bestimmt gewesen, vielmehr 
auf der Wand eines Baseler Patrizierhauses als Fa- 
milienbild zu denken habe, fand die Allerhöchste Ge- 
nehmigung und wurde unter Leitung des Verf. und 
Mitwirkung des Hof baumeisters Krüger vom Hoftischler 
Türpe und Holzbildhauer Elmendorf noch Modellen von 
Hauptmann und Hultzsch in würdigster Weise aus- 
geführt. Die Aufstellung fand zu Ostern des Jahres 
1860 statt, und es sind nun ausser dem Mittelbild von 
Holbein noch das vortreffliche Bildniss des Morrett von 
demselben Autor, ein ausgezeichnetes weibliches Bild- 
niss derselben Schule und Richtung, die Perle der alt- 
niederländischen Schule, nämlich die Maria des Jan 
van Eyck und ganz neuerlich das herrliche Crucifix 
des Albrecht Dürer auf ein und derselben Wand vereinigt. 

3 



34 Einleitung. 

Ankauf des Demselben Giovannini , welcher den Ankauf der 
Bu^TJrlno Sixtina vermittelt hätte, verdankt die Sammlung ein 
1755. anderes, wenngleich nicht so bedeutendes, doch auch in 
seiner Art vortreffliches Werk. Es ist dies das impo- 
sante Altarbild des Bartolomeo Bamenghi, bekannter 
unter dem Namen Bagnacavallo, Madonna mit Heiligen, 
das in seiner ganzen Grösse und Einfachheit der Auf- 
fassung und dem gewaltigen Ernste seiner tiefen und 
harmonischen Färbung erst jetzt in den Bäumen der 
neuen Gallerie, wo man es in der gehörigen Entfernung 
übersehen kann, zu seiner vollen und überwältigenden 
Geltung kommt. Dies Bild war von seinem Meister ur- 
sprünglich fär das Convento de' Pellegrini in Bologna 
gemalt worden und hatte seinen Platz nicht verändert, 
um so weniger, als es in einem in der Mauer befestigten 
schweren architektonischen Eahmen gefasst war, der es 
für immer festzuhalten bestimmt schien. Die Kraft des 
Mörtels musste der Macht des Goldes weichen, die Ver- 
waltung des Klosters ging im Jahre 1755 auf den Ver- 
kauf ein; um jedoch Aufsehen zu vermeiden und die 
Stelle des Bildes nicht leer zu lassen, wurde als Kauf- 
bedingung die Lieferung irgend eines anderen (!) alten 
Bildes festgesetzt, das natürlich so zupassend nicht ge- 
funden werden konnte, daher noch gewisse malerische 
Ausfüllungen des Rahmens nöthig wurden, welche Gio- 
vannini selber lieferte. 

Das Bild Eamenghi's wurde mit nur 300 Ducati 
Ungheri (ungar. Dukaten) bezahlt, während merkwürdig 
genug das Bild, was Giovannini übrigens gar nicht ein- 
mal der Mühe werth hält, näher zu bezeichnen, zu- 
sammen mit seiner eigenen Arbeit mit 400 Stück ung. 
Dukaten bezahlt wurde. Ein Preis, der auch so immer- 
hin noch gering für die treffliche Erwerbung ausfällt. 



Einleitung. 36 

Giovannini starb plötzlich noch jung, wie schon 
oben erwähnt, am 30. Juni 1758 in Bologna und hin- 
terliess eine zahlreiche Familie in grosser Dürftigkeit, 
die Graf Brühl mit einer Bereitwilligkeit, die seinem 
Herzen Ehre macht, unterstützte. Der arme Maler hatte 
es nicht verstanden, mit dem königlichen Interesse bei 
den Ankäufen zugleich sein eigenes wahrzunehmen, wie 
dies in solchen Fällen sonst wohl ziemlich allgemein 
geschah. Von Pietro Guarienti, dessen Thätigkeit wir 
später betrachten, behaupteten es seine eigenen Freunde 
(Crespi und Zanetti in Privatbriefen an Graf Brühl) 
und über Eossi's Gewandtheit auch in dieser Beziehung 
spricht noch manche Originalrechnung nicht undeutlich. 

Aber selbst der feine Algarotti muss dem Grafen 
Brühl mit seinen Prätensionen nicht wenig zu schaffön 
gemacht haben, obgleich er in der That vom König und 
dem Grafen ganz als Cavalier behandelt wurde, und 
unter andern sofort, mit dem hohen Auftrag*, Bilder 
für die Gallerie in Italien zu kaufen, ein Keisegeld von 
1000 Dukaten haar erhielt und in ähnlichem Verhält- 
niss von Zeit zu Zeit entschädigt wurde, ohne dass er 
eben weiter über Venedig hinausgekommen wäre , als 
etwa bis nach Mantua. 

Sein Ehrgeiz und seine Eitelkeit waren auf das 
Höchste gekränkt, dass er bei dem Ankauf der modene- 
sischen Gallerie nicht betheiligt worden, wohl aber sein 
Gegner Eossi, der ihm schon in Venedig die Bilder sehr 
zum pecuniären Nachtheil des Hofes vor der Nase weg- 



* Er erhielt denselben in einer schriftlichen Ordre 
des Königs vom 16. Februar 1742 durch Graf Brühl. 
Am *60. März schreibt Algarotti bereits aus Wien 
und Anfang April aus Venedig über den Ankauf der 
schönen Bilder von Strozzi, welche die Gallerie durch 
ihn besitzt. 



«j* 



36 



Einleitung. 



Der Cano- 

nicas Lnigi 

Crespi. 



Erwerbimg 
des Bildes 
von Guido 

Reni: 
Ninns und 
Semiramis 

1752. 



kaufte. In dieser Stimmung schreibt er an Brühl ein 
Memoire voll Vorwürfe, worin sein alter Brescianer Adel 
(sein Bruder war dessenungeachtet Banquier in Vene- 
dig) und die hohen Verwandten gebührend betont sind, 
und das trotz allem poetischen Schwung mit einer ge^ 
nauen Berechnung der Summen endet, die er bei jedem 
einzelnen Ankauf dem sächsischen Hofe erspart habe. 
Das unbedeutende Facit dieser Ersparnisse an nur 2 1 Bil- 
dern beträgt 1 1,900 Dukaten, hierzu bietet er noch seine 
eigene Privatsammlung für 6000 Dukaten an, natür- 
lich mit offenbarer Hintansetzung jedes eigenen Vor- 
theils — und verlangt nur 1500 Dukaten jährliche 
Leibrente und den Titel eines General-Intendanten der 
Königl. Ankaufe! 

Brühl's ablehnende Antwort ist ein Meisterstück 
diplomatischer Feinheit, der selbst seine entschiedensten 
Gegner die Bewunderung nicht versagen dürfen. 

Zu den besonders thätigen Vermittlern italienischer 
Ankäufe gehört noch der Canonicus Luigi Crespi, der 
Sohn des bekannten Malers Giuseppe Maria Crespi von 
Bologna, und es dürfte hier noch seine bedeutendste 
Erwerbung, das grosse Bild des Guido Keni, bekannt 
unter dem Namen Ninus und Semiramis, die Erwähnung 
wohl verdienen. 

Dies treffliche Werk Guido's war in der Sammlung 
des Marchese Giov. Nicolo Tanara, und seit lange im Be- 
sitz der Familie, wahi-scheinlich sogar für dieselbe gemalt 
worden. Das Bild galt damals für eine Darstellung des 
„Salomo und der Königin von Saba", es erscheint indess 
bei genauerer Prüfung doch diese Bezeichnung weniger 
zu den dargestellten Persönlichkeiten und den Motiven 
der Bewegungen zu passen, als die jetzige Benennung. 

Obgleich etwas beschädigt, wurde es dennoch von 
den Besitzern sehr hoch gehalten und man verlangte 



Einleitung. 37 

zuerst nicht weniger als 10,000 Scudi Eomani dafür. 
Die Verhandlungen dauerten heinahe zwei Jahre und 
die Forderung stimmte sich freilich im Laufe der Zeit 
sehr herah, doch traten noch Schwierigkeiten anderer 
Art ein. Der junge Marchese Tanara nämlich legte 
Protest ein gegen den Verkauf, als Verletzung eines 
Familien-Fideikommisses, und es hedurfbe des ganzen 
geistlichen Einflusses unseres thätigen Canonicus, um 
durch ein ausdrückliches Breve des Papstes die Erlauh- 
niss zu Verkauf und Ausfuhr des Bildes zu erhalten. 
Endlich den 6. Mai 1752 wurde der Kauf für die 
Summe von 3000 Ducati Ungheri oder 6000 Scudi 
Bomani abgeschlossen, nachdem der vorsichtige Crespi 
vorher noch ein umfangreiches Zeugniss der Academici 
Clementi di Bologna erlangt hatte, welches Aechtheit 
und Vortrefflichkeit des Bildes ausdrücklich bezeugt 
und dessen interessantes Original sammt dem Contract 
noch heute bei den Akten der Sammlung befindlich ist. 

Zu P. Guarienti's bedeutenderen Erwerbungen ge- pj^t^^ 
hört ohne Zweifel die interessante alte Copie der heili- Gnanenti. • 
gen Cäcilie des Eaphael, die in unseren früheren Ver- 
zeichnissen ohne irgend einen haltbaren Grund dem 
Giulio Romano zugeschrieben wurde, wozu ihr aller- 
dings eine jede Berechtigung besonders in Bezug auf 
geistige Auffassung und Freiheit der Behandlung fehlt. 
Sie ist aber auch damals schon in ganz Bologna immer 
nur als eine gute Copie des Dionisio Fiamengho (Dion. 
Calvaert, geb. um 1565 in Antwerpen, gest. 1619) 
allgemein bekannt gewesen und auch unter dieser Be- 



* Ein Mann von damals nicht gewöhnlicher kunst- 
historischer Kenntniss, wie seine Ausgabe des Abece- 
dario pittorico vom P. Orlandi, Venedig 1753, beweist, 
die er mit schätzbaren Notizen über die Gallerie be- 
reichert und König August 111. gewidmet hat. 



38 Einleitung. 

Zeichnung im Jahre 1750 gekauft worden. Man hatte 

sich aber niemals die Mühe genommen, die darüber 

iioch vorhandenen Nachrichten aufzusuchen, obgleich alle 

Sachverständigen längst einig waren, dass sie nur das 

Werk eines italienisirten Niederländers sein könne. Sie 

ist nun mit ihrem wahren Namen bezeichnet worden. 

Erworbung Noch zwoi in ihrer Art sehr bedeutende, besonders 

von Kreole* Seltene Werke eines sonst ausserhalb Italiens wohl 

Grandi schwerlich ZU findenden Meisters, des Ercole Grandi 

1750 

von Ferrara, verdanken wir ebenfalls den Bemühungen 
Guarienti's. Eine sogenannte Predella, in zwei Bildern: 
das Gebet am Oelberg und die Gefangennehmung 
in dem einen, die Kreuztragung Christi in dem andern, 
darstellend, von eigenthümlich markigem Ausdruck und 
charaktervoller Strenge der Zeichnung. Beide sind 
offenbar zwei von den drei Darstellungen (tre storie), 
welche Vasari* als die Predella des Hauptaltars von 
S. Giovanni in monte anführt, und schon von Schom 
und E. Pörster (E. Pörster's Briefe 1838 pag. 98) als 
wahrscheinlich dieselben bezeichnet werden; eine 
Vermuthung, die durch den jetzt erst aus Crespi's Brie- 
fen festgestellten Umstand, dass die Bilder in Bologna 
selber und zwar im Jahre 1750 aus der Sakristei der 



* Vasari I. p. 394 (Bottari röm. Ausgabe). Ben e 
vero in quel mentre (während er in S. Piero malte) 
fece alcune altre cose, e patricolarmente, che sl sa la 
predella delT Altare maggiore di S. Giovanni 
in monte, nella quäle fece tre storie della passione 
di Christo. 

Es gehörte allerdings zu unsem zwei Bildern noch 
eine Maria mit dem todten Christus im Arm, welche 
das Mittelbild der Predella war (S. Gualandi, Memoria 
original! etc. Serie prima 1840. P. 49.) und wahr- 
scheinlich das gegenwärtig in der Royal Institution 
zu Liverpool befindliche Bild ist. 



Einleitung. 39 

Kirche S. Giovanni in monte erkauft wurden, zur €te- 
wissheit erhoben ist. 

Crespi erzählt bei Gelegenheit dieser Acquisition 
Guarienti's, dass er selber noch zu diesen Werken 
Grandios eine „rarissima opera di Mantegna", aus der 
Chiesa dell' Osservanza zu Bologna, eine Verkündigung 
auf eine Holztafel gemalt, welche jetzt wohl mit mehr 
Eecht für altflorentinisch gehalten wird, für die Galerie 
geschenkt habe. Ein werthvoUes und besonders histo- 
risch merkwürdiges Bild, was freilich damals in den 
Zeiten der Vergötterung Carlo Maratti's mit seinem 
trocknen Ernst und seiner bunten und wenig harmoni- 
schen Temperafarbe keinen Liebhaber finden mochte.* 
(S. Crespi's Brief vom 6. Oct. 1750.) 

Auch Kaphael Mengs begegnen wir unter den Per- 
sönlichkeiten, welche in Italien den Ankauf von Bildern 
vermittelten, allein es scheint, als ob die etwas pedan- 
tische Gewissenhaftigkeit und deutsche Ehrlichkeit des 
trefflichen Mannes nicht die zu jener Zeit in Italien be- 
sonders zu derlei Geschäften nöthigen Eigenschaften 
gewesen wären. 

Die heilige Cäcilie des ßaphael** war unter der 
Hand, durch den Maler Becchetti von Bologna, zu dem 

* Die auf diesem Bilde früher befindliche unächte 
Schrift: Andreas MantegnaPatavianus fecit. A.MCCCCL 
ist bei einer späteren Restauration im Jahre 1840 
entfernt worden. 

** Dies Bild gehörte damals den minorennen Erben 
des Hauses Bentivoglio und die Vormünder waren 
hauptsächlich durch einen derselben, den Marchese 
Senatore Angelelli zum Verkauf gestimmt worden; 
ausser dem oben genannten Preise war noch ein Ge- 
schenk an die Patres, in deren Kirche (S. Giovanni in 
monte) es sich befand und die Ausfuhr -Erlaubniss (il 
beneplacito di Roma, che si vuole per restrazione) 
dem Käufer auferlegt. 



40 Bflieitaig. 

Preise von nur 15,000 Dukaten angeboten und es ist 
wohl mehr als wahrscheinlich, dass Bossi oder Alga- 
rotti unter gleichen Umständen den Ankauf zu Stande 
gebracht hätten, der wenigstens gewiss mit an den Be- 
denklichkeiten und weitläufigen Anfragen des guten 
Mengs, welche Brühl verstimmten, scheiterte. 

Wie günstig überhaupt der damalige Zeitpunkt für 
Erwerbungen gewesen und wie bestmders der grossartige 
Ankauf der modenesischen Bilder durch König August 
in ganz Italien eine Art Leidenschaft; erregt hatte, mit 
alten Bildern viel Geld zu verdienen, bewei^n die An- 
gebote der werthvoUsten Bilder berühmter Meister, die 
noch heute in anderen Sammlungen von aller Welt be- 
wundert werden*. War es doch nahe daran, dass die 
Madonna di Foligno des Baphael von den Nonnen, die 
dafi Bild in ihrer Kirche zu Foligno besassen, erlangt 
worden wäre, und fast scheint es, als ob auch hier wie- 
der der deutsche Unterhändler, diesmal der obscure 
sächsische Maler Siegmund Striebel, die Hauptursache 
des Scheiterns gewesen wäre. Er bildete sich freilich 
ein, mit 2000 Scudi und einer „Copey" von seiner 
Hand, dies Kleinod zu erlangen, obgleich Graf Brühl, 
auf einen viel höheren Preis gefasst, bereits eine Summe 
von 4000 Scudi Romani vorläufig bei dem Cardinal 



* So wurde unter andern der sogenannte „Tag", 
das berühmte Bild des Correggio in Parma, schon vor 
1 /55 für 12,000 Zecchinen und später der Violinspieler 
von Raphael (jetzt im Pallast Sciarra in Rom), die 
halbentkleidete Fornarine desselben Heisters (jetzt im 
Pallast Barberini) zugleich mit einer Copie dieses Bil- 
des von Giulio Romano und noch im Jahre 1754 dem 
Giovannini das berühmteste Bild des Domenichino: 
„Diana mit ihren Nymphen^^ (damals wie noch jetzt in 
der Sammlung Borghese) fUi* die Dresdener Galicrie 
angeboten. 



Einleitung. 41 

Albani in Eom deponirt hatte, um für den Fall eines 
Abschlusses sofort eine Zahlung machen zu können. 

Striebel; der eigentlich nach Eom geschickt worden 
war, um die Geheimnisse der Mosaikarbeit zu erlerne, 
und dort später von der erwähnten Summe für andere 
Ankäufe Grebrauch machen wollte, war nicht wenig er- 
staunt, als Se. Eminenz der Cardinal Albani ihm offen 
bekannte, dass er mit dem (relde „allhier an einen 
Banchier habe ein Servizio damit gemacht, sollte aber 
nächsten Tages es zurückempfangen!" — „Wer weiss 
nun, ob's wahr ist?" ftagte er sehr naiv in seinen er- 
schrecklich ausführlichen Briefen : „Und wer hat ihme 
die ordre dazu gegeben mit des Königs Geldte zu ne- 
gotiiren?" Der Kauf der Madonna di Foligno aber zer- 
schlug sich, weil das Geheimniss nicht bewahrt wurde, 
und der Cardinal-Procurator des Klosters Protest ein- 
legte. Wie geheim und mit welcher Vorsicht überhaupt 
Ankäufe in Italien betrieben werden mussten, beweist 
die Copie einer ausführlichen ChifFreschrift, welche der 
Instruction Pietro Guarienti's für seine Bilderkäufe in 
Italien beiliegt, deren er sich in seiner Correspondenz 
mit Graf Brühl wirklich bediente. 

Alle Künstler- und Ortsnamen sind durch fingirte 
Namen in der Chiffre bezeichnet, z. B. Giovanni Bel- 
lini ^-= La Tremouillere, Moretto = Eujsdael etc., 
Roma = Turino, Venedig = Forli etc. Zecchinen 
Messen Grossi, Scudi= Traieri (Dreyer) und Piaster =- 
Fennig. Auch eine Liste der Meister, welche der Gallone 
noch fehlten, und die besonders berücksichtigt werden 
sollte, war ebenfalls beigefügt.* 



* Der Verfasser hatte lange schon die leider nicht 
sehr reichhaltig vorhandene Correspondenz Guarienti's 
studirt und war erstaunt, nichts von Bedeutung ange- 
kauft zu sehen, und fast nur Meister, die man gar 



42 



Einleitung. 



Erwerbung 
ans der 
Niederl. 

and Holl. 
Schale. 



Weniger ausführlich, als über die Erwerbungen in 
der italienischen Schule, sind leider die Berichte über 
Ankäufe der vielen vortrefflichen Werke der Niederlän- 
dischen und Holländischen Schule, welche die Gallerie 
von Dresden in so reichem Maasse besitzt, wie kaum 
irgend eine andere, und die zum grossen Theile schon 
aus der Zeit König August II. stammen; 

Einer überaus schönen Sitte müssen wir hier in die- 
ser Beziehung zuerst gedenken, welcher die Sammlung 
viel werthvolle Bilder urkundlich verdankt. Wir mei- 
nen die liebenswürdige Gewohnheit der Königlichen Ge- 
mahlin August in., fast bei Gelegenheit jeder Oster- 
oder Michaelismesse eines oder oft sogar mehrere Bil- 
der anzukaufen, deren Bestimmung es war, als Namens- 
oder Geburtstagsgeschenk* in die Hände des Königs 
und so später in die Gallerie überzugehen. Der schöne 
und nicht genug zur Nachahmung zu empfehlende Ge- 
brauch war so regelmässig geworden, dass einmal wohl 
der Königin der Gedanke kommen mochte, etwas Ab- 
wechselung sei doch am Ende nöthig. Der Hofluwelier 
hatte eben ein prächtiges spanisches Rohr, mit einer 
aufs reichste in Gold und kostbaren Steinen gefassten 
Krücke, ein wahres Wunder der neuesten Fa^on, aus 



nicht in Italien sucht und findet. So z. B. schreibt 
er aus Venedig vom 2. April 1749 an Brühl: „J'ai 
achetä le Rigaud ä Forll de la Maison Contarini 
pour 600 gros, desgl. Frangois Porbus, et Spran- 
ger 33.5 gros." Erst lange nachher fand sich glück- 
licherweise die Chiffi*e und nun heisst es freilich statt 
Rigaud Carlo Cignani (Joseph und Potiphar's Frau) 
600 Zecchinen. Franc. Porbus ^-- Paris Bordone 
(h. Familie). Spranger =- Palma Vecchio etc. (die 
schöne heil. Familie). S. d. Gatalog. 

♦ Der 7. October war der Geburtstag August III., 
den 5. März sein und des Kurprinzen Namenstag. 



Einleitung. 43 

Paris bekommen. Der Preis war zwar noch etwas höher, 
als die gewöhnliche Summe zum Bilderkauf, aber der 
Hofinarschall redete zu — die Königin wählte für dies- 
mal den kostbaren Stock und überreichte ihn eigen- 
händig* dem hohen Gemahl am Namenstage. Der 
König nahm ihn freundlich an, . betrachtete ihn lange 
still von allen Seiten und erschreckte plötzlich die hohe 
Geberin und den HofinarschaJl durch die naive Frage: 
„Wo bleibt denn aber mein Bild?"* 

Der größste der gemischten Ankäufe, welcher nicht Erwerbung 
blos italienische Bilder, sondern auch Niederländer und dem aas der 
von diesen besonders sehr WerthvoUes enthält (z. B. ^- ^aiierie 

^ zu Pri^ 

die beiden trefflichen Bilder Van Dyk's: Carl I. von i748. 
England und seine Gemahlin, und die prachtvolle 
Schweinsjagd von Eubens) ist ein im Jahre 1748 durch 
einen gewissen Placido Gialdi** bewerkstelligter Ankauf 
von neunundsechzig Bildern der Kaiserlichen Gallerie 
zu Prag, zum Preise von 50,000 Thalem, welche P. 
Guarienti zu diesem Behufe vorher« ausgewählt und be- 
zeichnet hatte. Auch dieser Ankauf war in den Schleier 
des tiefsten Geheimnisses gehüllt, aus welchen Gründen, 
ist freilich nicht mehr recht klar, allein Gialdi gab sich 
für einen Kaufoaann aus Holland aus, der grosse Zah- 

♦ Wie sehr die Freude an seinen geliebten Bil- 
dern wirklich Herzenssache für König August war, be- 
weisen unter andern eine Menge einzelner Anführungen 
aus Rieders Tagebuch. So schickte der König täglich 
(1750) eigenbändige Zettel an ihn, worauf die Bilder 
verzeichnet waren, welche in seine Zimmer gestellt 
werden mussten und die später dort seine besondere 
Privat ' Gallerie bildeten. Er fuhr selbst nach dem 
Japanischen Palais, um die für Warschau bestimmten 
Bilder (1748) anzuordnen und die nach seinem Lieb- 
lingsschloss Hubertusburg bestimmten eigenhändig zu 
bezeichnen. (1754.) 

♦♦ Vielleicht nur Pseudonvm für Pietro Guarienti. 



44 Einleitung. 

langen far Lieferungen an die Generalstaaten erhalten 
habe und sein Geld in Bilderspeculationen für Holland 
wieder anlegen wollte. Wahrscheinlich fand man es 
höheren Ortes nicht unangenehm, auf eine solche mög- 
lichst geräuschlose Weise nicht unbedeutende Summen 
zu erlangen, denn man- wollte freilich erst nur die ganze 
Sammlung för 300,000 Gulden verkaufen, worauf 
Gialdi jedoch klüglich nicht eingegangen war. Auch 
für die 69 Stück hatte man erst das Doppelte verlangt, 
indess war der geschickte Unterhändler doch im Stande 
gewesen, den Preis bis auf die oben bezeichnete Summe 
herabzudrücken. Dass man später in Wien auf die 
ganze Angelegenheit aufmerksam gemacht worden, lässt 
ein bei den bezüglichen Papieren vorhandener Zettel 
annehmen, welcher acht Bilder bezeichnet, die I. K. M. 
„allehnindestens" vom Verkauf ausgeschlossen wissen 
will, darunter die Wiener Bildergallerie von Teniers, 
die jetzt noch in der Sammlung des Belvedere, aber 
auch die oben genannte „Schweinsjagd von Rubens", 
die Gialdi denn doch, wie es scheint, zu retten wusste. 
Ebenso das minder bedeutende an das E. Haus-Mar- 
schallamt abgegebene Bild: Heinrich m. Einzug in 
Venedig von Palma dem Jüngeren etc. 

Schon früher, im März 1743, hatte J. G. Riedel 
vier Stück Paolo Veronese's zum Preise von 4000 Thaler 
oder 6000 fl. ebenfalls aus Prag erkauft, welche im 
Catalog näher bezeichnet sind.* 

Sonst fanden sich meist nur einzelne Zettel, zu- 
weilen etwas längere Verzeichnisse, die mitunter be- 



* Nach der etwas undeutlichen Unterschrift der 
noch bei den Acten befindlichen Quittung scheinen 
dieselben im Besitz des Grafen Jos. Pall^ gewesen 
zu sein. 



Einleitung. 45 

deutendere Werke enthielten, und auch in solchen 
Fällen zeigte sich leider oft bei näherer Betrachtung 
nur wenig noch vorhanden, und die anföngliche Freude 
über einen unverhofft glücklichen Fund verwandelte 
sich dann in eine um so grausamere Täuschung, wozu 
freilich oft eben die wunderbarste Verkettung der Um- 
stände das Ihrige beiträgt. So namentlich war es der 
Fall mit einer Liste von 17 Bildern der trefflichsten, 
meist holländischen Meister mit genauer Angabe be- 
deutender Preise und der Bezeichnung „achete ä la 
Vente du Cabinet du feuMr. Guill®- Lormier k laHaye." 
Der Kauf war noch unter BrühFs Auspicien durch den 
sächsischen Legationsrath von Kauderbach im Haag 
für die bedeutende Summe von 16,354 fl. hoU. Corrent 
oder 8732 Thlr. 12 gr. (excl. circa 500 fl. Unkosten) 
am 27. September 1763 bewerkstelligt worden, als 
leider am 5. October desselben Jahres König August m. 
starb und sofort Befehl gegeben wurde, die Bilder 
gleich wieder an Ort und Stelle zu verkaufen, da Chur- 
först Christian, August's Nachfolger, dieselben nicht 
behalten wollte. Auch Brühl war seinem geliebten 
Herrn nach wenig Tagen, am 28. October desselben 
Jahres, gefolgt und nur mit Mühe machte der Le- 
gationsrath V. Kauderbach seinem Nachfolger bemerk- 
lich, dass ein sofortiger Verkauf unbedingt gegen die 
Interessen des Hofes sein würde, dass man vielmehr 
gelegentlich und einzeln verkaufen müsse. Dies wurde 
denn auch bewilligt, allein schneller als man selber ge- 
hofft hatte, fanden sich die Käufer und als bald auch 
Churfärst Christian nach nur zweimonatlicher Eegierung 
am 17. December 1763 starb und der Befehl aus Dres- 
den kam, mit dem Verkauf einzuhalten, waren von den 
ursprünglich siebenzehn leider nur noch vier Stück vor- 
handen, die noch heute der Gallerie angehören und im 



46 Onleitung. 

Catalog näher bezeichnet sind (n. a. die Grablegung 
von Kembrandt). 

Auch durch den Grafen Gotter, preussischen Ge- 
sandten in Wien, ist eine lange Eeihe von Bildern er- 
kauft worden, leider nur wenig Gutes und fast nichts 
Bedeutendes, Vieles wohl gleich damals nur zur Aus- 
schmückung der Bäume in den verschiedenen Schlössern 
verwendet und gar nicht in die Gallerie aufgenommen 
oder unter den sogenannten Vorrathsbildem befindlich. 
WerthvoUeres wurde durch Leplat aus der Sammlung 
der Gräfin Wrzowecz am 15. Juni 1723 in Prag er- 
worben, unter anderen die schöne niederländische Copie 
der berühmten Leda des Michel Angelo, die von der 
Hand Rubens' selber sein könnte, einige schöne Bild- 
nisse von Van Dyk u. s. w. 

Ebenso wurden im Jahre 1741 268 Bilder aus der 
Sammlung des Grafen Wallenstein im Schlosse Dux an- 
gekauft, jedoch fehlt eine genauere Specification, und 
nur einige konnten nachgewiessen werden, unter denen 
wenig Werthvolles. 

Auch aus Paris ist viel und besonders von der Nieder- 
ländischen und Holländischen Schule Bedeutendes erwor- 
ben worden, namentlich im Jahre 1 742 aus dernachgelas- 
senen Sammlung des Prinzen Amadeus von Carignan, 
durch die Vermittelung des sächsischen Legations-Secre- 
tairs in Paris, Mr. De Brays und eines Mr. Noel Araignon, 
Ecuyer Valet de Chambre de la Reine etc., welcher 
eine nicht unbedeutende Anzahl der besten Bilder 
der obenerwähnten Sammlung vorgekauft hatte.* Der 
grössere Theil dieser Bilder wurde zu gleicher Zeit von 



♦ Die eigentliche Auktion fand erst im Jahre 1743 
am 18. Juni statt. 



Einleitung. 47 

Ludwig XV. erworben und ist noch heute in der Samm- 
lung des Louvre enthalten.* 

De Brays kaufte später noch sieben meist werth- 
voUe Bilder aus der Sammlung des Mr. Dubreuil, eben- 
falls Ecuyer et premier Valet de Chambre de la Eeine 
etc., unter denen das treffliche Bild der beiden Söhne 
des Eubens von ihm selber und der Frau von Montespan 
mit dem kleinen Duc de Main von C. Netscher die be- 
deutendsten waren, zum Preise von 17,800 Livres. 
Von den beiden Poussin's, die sich darunter befanden, 
wurde der eine, obgleich angeblich ein berühmtes Bild, 
bekannt unter dem Namen des „Poussin ä la Pie", eine 
schlafende Nymphe mit Amoretten vorstellend, abge- 
lehnt, und nur das Pendant dazu, die Nymphe Syrinx, 
dem Pan entfliehend, ein Bild, welches die Gallerie noch 
heute besitzt, angenommen. Auch der Ankauf des 
grossen und vortrefflichen Bildes von Jacob Jordaens, 
Diogenes Menschen suchend, welches de Brays von 
einem englischen Banquier Mr. Lambert in Paris für 
1500 Livres kaufte, und einiger anderen namhaften 
Bilder, welche alle im Cataloge näher bezeichnet sind, 
fällt in dieselbe Zeit. 



* Es war als ein besonders günstiger Umstand zu 
betrachten, dass die Original -Dokumente über den 
Ankauf dieser letzteren durch Araignon selber, bei 
Gelegenheit des hiesigen Ankaufs, hierher gelangt 
waren, und ihre glückliche Erhaltung es dem Unter- 
zeichneten möglich machte, somit eine erwünschte 
genaue Auskunft über die damalige Erwerbung von 
etwa 30 der werthvollsten Bilder, dem Verlasser des 
trefflichen Catalogs vom Louvre. Mr. F. Villot in Paris 
geben zu können , zu denen unter andern das unter 
dem Namen der „Vierge au linge" berühmte kleine 
Pild des Raphael gehört (gest. von Boucher-Desnoyers). 



48 



EinleitHng. 



Erwerbung 
aas der 

Sammlang 
Boaoxiere 
in Paris. 



Bei allen diesen Einkäufen machte Hiacynthe Ei- 
gaud; der bekannte, damals in Paris lebende Maler, den 
sachverständigen Beirath. Er war durch sein Bildniss 
August m., den er im Jahre 1726 noch als Chur- 
prinzen gemalt hatte, und wofür ihm ausser dem be- 
deutenden Honorar noch eine grosse goldene Medaille 
mit dem Bildnisse des Königs verehrt worden war, 
immer in näherer Beziehung zum sächsischen Hofe und 
der Gesandtschaft in Paris geblieben. Auch aus Ei- 
gaud's eigenem Besitz kaufte de Brays eines unserer 
schönsten Bildnisse Eembrandt's. 

De Brays starb schon am 30. November 1742 
undEigaud nur ein Jahr später am 27. December 1743. 

Die Sendungen aus Paris geschahen in der Eegel 
durch einen gewissen Le Leu, der eine Art von Agent 
des sächsischen Hofes gewesen zu sein scheint und 
später zuweilen auch einzelne Ankäufe vermittelte, 
unter anderen eine Anzahl der schönsten Wouverman's 
unserer Sammlung. * 

Ganz neuerdings haben sich noch werthvolle An- 
gaben über eine Erwerbung von bedeutenden Werken 
der holländischen Schule gefunden, welche im Jahre 
1754 durch Vermittelung des eben genannten Le Leu 
und des Bildhauers Slodtz in Paris stattgeftmden hatte. 
Diese Bilder stammen aus der Sammlung eines un- 
bekannten bretonischen Edelmannes, Mr. de la Bouexiere ; 



*" Dass Le Leu meist nur den Spediteur machte, 
und nicht blos mit Bildern zu thun hatte, beweisen 
einige Eechnungen, worin unter allen Bildersendungen 
aus der „Capitale du monde" auch „dentelles powr la 
Princesse Boyale*% Sendungen von „pätis de Ferigueux 
et d'Ängotdeme" nach Dresden und Kostenberech- 
nungen für empfangenes Meissner Porzellan „p<yu/i' 
M, la Davpihine^^ in Paris vorkommen. 



Einleitung. 49 

die einzelnen Bilder sind im Cataloge bezeichnet und 
die Ankaufspreise beigefügt.* 

Mit gerechtem Stolze und wehmüthiger Freude aber 
müssen wir hier noch einer der wichtigsten Erwer- 
bungen in neuerer Zeit gedenken, die wir der edlen 
Fürsorge und innigen Kunstliebe unseres unvergess- 
lichen allgeliebten Friedrich August verdanken. Es ist 
dies nämlich der im Juni 1853 bewerkstelligte Ankauf 
einer Anzahl von fünfzehn Bildern der Spanischen 
Schule, welche eine bisher in unserer Sammlung nur 
schwach vertretene Kichtung trefflich verstärkten. Es 
gehörten diese im Catalog einzeln näher bezeichneten 
Bilder fast alle zu der berühmten Sammlung des Königs 
Louis Philipp von Frankreich, die in Folge der be- 
kannten geschichtlichen Ereignisse nach England über- 
siedelt Avurde und später in London unter den Hammer 
desAuctionators kam. Ein überaus schönes, ernstes und 
grossartiges Bild des Murillo aus seiner vollendetsten 
Epoche, der heilige Eodriguez, Märtyrer, ist das Haupt- 
bild dieser Erwerbung, welche wir demnächst und zu 
sehr massigen Preisen (für die Gesammtsumme von 
579 L. Sterl. 22 Shill.) zumeist den Bemühungen des 
damals in London lebenden Dir. L. Grüner und seiner 
Sachkenntniss und Geschicklichkeit verdanken. ** 

Nicht mindere Fürsorge aber hat auch S. Maj. der 
verstorbene König Johann der Gemälde-Gallerie, deren 



* S. den Aufsatz von Insp. G. Müller im Dresdner 
Journal vom 30. Mai und 1. Juni 1880. 

** Schon im Jahre 1745 waren durch Louis Talon, 
Secretair der sächsischen Gesandtschaft in Madrid, 
108 Bilder für die Summe von 4146 Thlr. angekauft 
worden, die im Ganzen nur wenig so Bedeutendes, 
wie z. B. die Dorinda des Guercino, enthielten, und 
wovon einige im Catalog, so weit sie eben nachweis- 
ber, näher bezeichnet sind. 



50 Einleitung. 

Schutz und Pflege eine schöne erbliche Eigenschaft des 
sächsischen Begentenhauses geworden ist, seit der Zeit 
seines Begierungsantrittes bewiesen. Ausser dem 
schönen kleinen Bilde des Bogier van der Weyden, wel- 
ches schon die erste Auflage des Cataloges, als durch 
Seine Huld erworben, bezeichnet, war zunächst die Er- 
werbung einer Anzahl von Bildern, welche der ver- 
storbene Prof. M. Steinla, rühmlichst bekannt als be- 
deutender Kupferstecher, meist während seines Aufent- 
haltes in Italien gesammelt hatte, eine höchst dankens- 
werthe. Fast ausschliesslich den älteren italienischen 
Schulen angehörig, erschien diese Sammlung wohl ge- 
eignet, eine Lücke in der Beihenfolge der hiesigen K. 
Gemälde-Gallerie auszufüllen und wurde demgemäss auf 
Allerhöchste Anordnung im Ganzen (23 Bilder) zu dem 
massigen Preise von 1371 Thlr. 15 Ngr. im Jahre 
1857 angekauft. Die einzelnen Bilder sind im Cata- 
taJoge mit der Bemerkung „aus Prof Steinla's Samm- 
lung" bezeichnet. 

Der Künstler hatte noch eine kleine sog. „Pieta" 
aus der Schule des Giotto und sein eigenes Bildniss, 
von ihm selbst im Jahre 1826 gemalt, als Geschenk 
für die K. Gemälde-Gallerie hinzugefügt. 

Die zweite grössere Erwerbung, ebenfalls unter den 
Anspielen S. M. des Königs Johann, fand im Juni 1860, 
bei Gelegenheit der Versteigerung der von dem Kunst- 
händler Samuel Woodbume nachgelassenen Bilder und 
Handzeichnungen statt. Durch Herrn Director Schnorr 
von Carolsfeld, sowie noch von anderen Seiten, war auf 
diese Gelegenheit, ebenfalls Bedeutendes aus der älteren 
italienischen Kunstperiode zu erwerben, rechtzeitig auf- 
merksam gemacht worden, und in Folge dessen er- 
hielten der Verfasser dieses Cataloges und der Director 
des K. Kupferstich-Cabinets, Herr Prof. L. Grüner, den 



EinleKung. 51 

Allerhöchsten Auftrag, sich nach London zu begeben, 
um sowohl für die K. Gemälde-Gallerie, als auch für 
die K. Sammlung der Handzeichnungen und Kupfer- 
stiche passende Erwerbungen zu machen. 

Es gelang, zwei höchst werthvolle Bilder, das eine 
von Luca Signorelli, eine heilige Familie mit Engeln, 
das Hauptbild der Woodburne'schen Sammlung, und 
ein nicht minder bedeutendes Jugendbild des Leonardo 
da Vinci, Maria mit dem Kinde und dem kleinen Jo- 
hannes, zu erwerben, welchen sich noch vier kleine, im 
Catalog näher bezeichnete, interessante Bilder alt- 
italienischer Meister anschlössen. 

Die beiden zuerstgenannten Werke des Signorelli und 
Leonardo reihen sich durch ihren hohen künstlerischen 
Werth in würdigster Weise den bereits vorhandenen 
Schätzen der Sammlung an, dies um so mehr, wenn 
man die frühe Epoche der Entwicklung italienischer 
Kunst im Auge behält, welcher beide angehören. 

Das Bild Signorelli's zeigt in bedeutenden Dimen- 
sionen jenen ernsten und feierlichen Charakter der flo- 
rentinischen Kunst in vorraphaelischer Zeit, der sich in 
der schönen fast noch symmetrischen Anordnung und 
dem stylvollen Charakter der Formen, namentlich in 
der Gewandung, sowie in dem tiefen und feurigen Tone 
der Färbung, welche selbst dem Correggio gegenüber 
ihre volle Kraft geltend macht, vollkommen ausspricht. 
Hierzu kommt noch überdies, dass Staffeleibilder dieses 
grossen Meisters, der in seinen Fresken des Domes von 
Orvieto dem Michel Angelo zum Vorbild diente, zu den 
grössten Seltenheiten, selbst in Italien, gehören. 

Das Bild des Leonardo da Vinci wurde im Catalog 
der Woodbume-Sammlung als ein Werk des Lorenzo 
di Credi bezeichnet, von dem Unterzeichneten aber so- 
fort als ein Jugendwerk des Leonardo und als ein sol- 



52 Einleitung. 

ches vom höchsten Werthe, erkannt Die Gallerie- 
Commission war dieser Ansicht, na<;hdem das Bild hier 
angekommen war, einstimmig beigetreten und es hätte 
einer fast wunderbaren, nachträglichen Bestätigung 
dieser Meinung kaum bedurft, wenn schon dadurch 
jeder weitere Zweifel fast vollständig beseitigt worden 
ist. Es fand sich nämlich ganz zufällig in hiesiger K. 
Sammlung der Handzeichnungen das Studium zu der 
Madonna des genannten Bildes, eine Zeichnung, welche 
seit undenklichen Zeiten bereits unter dem Namen des 
Leonardo der Sammlung angehört hatte und dieser Be- 
zeichnung auch in der That ebenso vollständig ent- 
spricht, als das Bild selber. 

Auch die Beziehung dieser kostbaren Silberstift- 
zeichnung auf Pergament zu dem Bilde wurde von der 
Gallerie-Commission nach genauester Prüfung und Ver- 
gleichung in einer Sitzung vom 1. Februar 1861^ 
welcher auch Herr Director L. Grüner beiwohnte, ein- 
stimmig anerkannt. Es hätte, wie gesagt, dieses keines- 
wegs zu verachtenden äusseren Beweises kaum bedurft, 
gegenüber den schlagenden inneren Gründen der Vor- 
trefflichkeit dieses Bildes, "welche jedem Kunstverstän- 
digen die Gewissheit des Autors unzweifelhaft machen 
müssen. Wer ausser Leonardo da Vinci, darf man mit 
Recht fragen, hätte in jener Zeit (um 1470 etwa) es 
vermocht, ein Bild von dieser Grossheit der Anordnung, 
dieser Fülle der Empfindung und Anm^uth, zugleich 
mit einer so wahrhaft staunenswerthen Tiefe der Durch- 
führung zu geben, als Leonardo? Man betrachte z. B. 
das kaum mit blossem Auge erkennbare Gefäss auf dem 
Bettgesims und die wunderbare Feinheit in der Aus- 
führung der Landschaft, welche den van Eyk und Mem- 
linc, wenn auch nicht in malerischer, doch in linearer 
Hinsicht fast noch überbietet. Bei alledem aber eine 



Einleitung, «53 

80 klassische Schönheit der Anordnung, eine so hohe 
Idealität in dem Köpfchen der Madonna und eine Tiefe 
der Empfindung in dem anbetenden Johannes, wie sie 
kaum jemals bedeutender zur Anschauung gekommen 
sind. Dass es dem grossen Florentiner vorbehalten 
blieb, sich selbst in seinen späteren Werken zu über- 
treffen, raubt der Bedeutung dieses Jugendbildes eben- 
sowenig das Geringste, als dass das Sposalizio des Ba- 
phael etwa weniger bedeutend erschiene, wenn man an 
die Sixtinische Madonna des vollendeten Meisters denkt. 
Der Reiz der schüchternen Knospe ist nicht geringer 
neben der vollen Pracht der entfalteten Rose. 

Mit Recht darf daher als eine schöne Fügung be- 
trachtet werden, dass es somit gelungen ist, der Dres- 
dener Gemälde-Gallerie den grossen Namen Leonardo's 
wieder einzuverleiben, welcher ihr fehlte, seit das herr- 
liche Bildniss des Morrett mit vollstem Rechte dem 
Hans Holbein dem Jüngeren zurückgegeben ist. 

Die Gallerie verdankt ausserdem noch der Huld 
S. M. des verstorbenen Königs das Geschenk zweier 
Bilder aus dem Nachlasse der, in Rom verstorbenen, 
Prinzessin Louise von Sachsen K. H., welche im Ca- 
talog näher angegeben sind, und ebenso die Erwerbung 
eines höchst interessanten Bildes aus der altdeutschen 
Schule. Es ist dasselbe offenbar dem berühmten Stiche 
des Albr. Dürer nachgebildet und stellt den knieenden 
S. Hubertus vor, wie ihm der wunderbare Hirsch mit 
dem Crucifix zwischen dem Geweihe erscheint. Ausser 
dem bedeutenden künstlerischen Verdienst des Bildes 
und der Seltenheit derartiger Darstellungen in unserer 
Gallerie, knüpfen sich daran noch historische Bezieh- 
ungen zu der Sammlung, welche seine Erwerbung um 
so interessanter und erwünschter machten. 



54 Einleitung. 

Eine Inschrift auf der Etickseite des Bildes und die 
Verbindung mancher anderen historischen Nachweise 
machen es nämlich höchst wahrscheinlich, dass das frag- 
liche Bild früher der Gallerie von Hubertusburg, dem 
Lieblingsschlosse August in., angehört habe, welcher 
es wohl bei jener unglücklichen Katastrophe des sieben- 
jährigen Krieges, im Jahre 1761, entfremdet worden 
sein mochte, um nun genau nach hundert Jahren aus 
dem Privatbesitze des Prof. Th. v. Oer, welcher in an- 
erkennenswerther Uneigennützigkeit nur den massigen 
Einkau^reis von 128 Thlr. verlangt hatte, wieder in die 
Hände der ursprünglichen Eigenthümer zurückzukehren» 

Als die bedeutendsten neueren und neuesten Er- 
werbungen sind zu nennen im Jahre 1862 eine vor- 
treffliche Landschaft von C. Poussin, einzig in ihrer 
Art, was fein durchgeführte und naturgetreue Voll- 
endung anbetrifft, erworben aus dem Besitze des Mr. 
Alexander Allen für die Summe von 250 Liv. Sterling. 
Sodann ein ganz vorzügliches Bild des Cäsar van Ever- 
dingen, eines selbst in Holland seltenen Meisters, 
Bacchus, Pomona und Flora vorstellend, im Jahre 1865 
von dem Conservator J. D. Drever in Bremen für den 
Preis von 25 Louisd'or erworben. Zuletzt aber als die 
bedeutendste Erwerbung muss der Ankauf des unüber- 
trefflichen Bildes von Albrecht Dürer, Christus am 
Kreuze, erwälmt werden, welches ebenfalls im Jahre 
1865 aus dem Nachlasse des K. K. Münzgraveur Jos. 
Daniel Böhm zu Wien, für den Preis von 4400 Gulden 
in Öffentlicher Auction erstanden wurde. 

Seit dem Jahre 1873 sind nach Bewilligung be- 
deutenderer Ankaufsmittel eine Eeihe Erwerbungen 
von Werken alter und neuer Meister bewerkstelligt 
worden, worüber der Catalog ausführliche Kunde giebt. 



Einleitung. 55 

Allein vielleicht schon zu lange für die meisten verinste, 
unserer Leser verweilen wir bei dem Thema der Er-. ''GaUerit^ 
Werbungen, und doch sind es nicht blos Vermehrungen, erlitten. 
sondern auch Verluste, die zu den Schicksalen einer so 
bedeutenden Sammlung gehören. Zum Glück ist indess 
verhältnissmässig wenig der Art zu melden. 

Eine der grössten Entäusserungen, worüber die vor- 
handenen Akten berichten, ist der Verkauf einer An- 
zahl (132 Stück) meist Cranach'scher und anderer alt- 
deutscher Bilder, welche jedoch der Gallerie noch nicht 
einverleibt waren, und unter dem 21. Juni 1756 an 
den oft genannten Herrn von Heineken für eine bereits 
früher gezahlte Summe von 7900 Thlr. abgegeben 
wurden. * 

WerthvoUeres noch scheint in den Auctionen, 
welche im Jahre 1796 der damalige Generaldirecter 
der Sammlungen, Graf Marcolini, freilich nur für Dou- 
bletten anordnete, mit unter den Hammer gekommen zu 
sein, was immerhin sehr zu beklagen, am Ende aber doch 
im Verhältniss zu dem Vorhandenen glücklicher Weise 
nicht allzuhoch anzuschlagen ist, um so mehr, als die 
Missbilligung aller Kunst- und Vaterlandsfreunde Ur- 
sache wurde, die Auctionen bald zu sistiren.** 



* Heineken Hess im Jahre 1762 eine Anzahl dieser 
Bilder (32) durch den früher erwähnten Le Leu in Paris, 
einige andere in Hamburg verauctioniren. Was aus 
der Mehrzahl der übrigen geworden, ist unbekannt. 

** Die Tradition nennt einige grössere Canaletto's, 
woran die Gallerie freilich noch heute keinen Mangel 
hat, unter den verauctionirten Bildern und den Pro- 
iessor Darnstedt, rühmlichst bekannten Landschafts- 
stecher, als einen derjenigen, welche besonders er- 
folgreich gegen die Auctionen wirkten, die überdies 
nur die unbedeutende Summe von 679 Thalern ein- 
gebracht hatten. 



56 Einleitung. 

Als den in jeder Beziehung bedeutendsten Verlust 
darf man wohl die im Jahre 1760 in Folge der Zer- 
störung des prächtigen Lustschlosses Hubertusburg zu 
Grunde gegangene Bildersammlung betrachten, von 
welcher nach J. A. EiedeFs Bericht kaum ein halbes 
Dutzend im beklagenswerthesten Zustande übrig ge- 
blieben \mr. Wie zahlreich die Sammlung aber ge- 
wesen sein muss, lässt sich daraus folgern, dass erst 
im Jahre 1750 190 Stück als Copieen und Doubletten 
aus derselben ausrangirt worden waren. 

Allein es konnte auch nicht fehlen, dass so welt- 
berühmte und bewunderte Schätze die gemeine Habgier 
und Eaubsucht in Versuchung führten, und wir finden 
in den Akten der Sammlung in der That verschiedene 
Diebstähle verzeiclmet, die bis auf einige, zum Glück 
minder wichtige, meist mit baldiger Wiedererlangung 
der gestohlenen Bilder endigten.* 



* Nach dem alten Inv. vom Jahre 1722 u. ff. 

No. 174 Schubert Cop.: Lauren tius auf dem Roste, 
ist Anno 1723 von der Schildwache ent- 
wendet worden. 

,, 126 Martin Olif (?) orig. Schwäbische Bauern 
sitzen am Tische und essen (aus einer 
Reihenfolge von 7 Bildern dieses unbekann- 
ten Meisters, welche schwäbische Volkssitten 
darstellt), ebenfalls Anno 1723 auf dem 
Riesensaal gestohlen worden. 

„ 1609 Rotenhammer: Dianenbad, unter Insp. De- 
miani gestohlen. 

Vom Jahre 1747 berichtet noch ein Auszug aus 
J. A. Riedel's Tagebuch einen Diebstahl der soge- 
nannten Feuerwächter, welche die Schlüssel zu dem 
Räume haben mussten, wo die Vorrathsbilder standen : 

„Ein Mann an einem Tische, der Tabak rauchet, 
von Franz van Mieris, und zwei ordinäre 



Einleitung. 57 

Der mit fast romanliäften Umständen verknüpfte, 
im Jahre 1788 durch einen gewissen Wogaz verübte 
Diebstahl hat später eine solche Celebrität erlangt, dass 
er sogar als Novelle behandelt wurde*, ein Umstand, 
der vielleicht um so eher die Mittheilung der akten-, 
massigen Thatsachen in etwas ausführlicher Weise 
rechtfertigt, die einem für den Grafen Marcolini in's 
Italienische übersetzten Bericht des Kammer-Com- 
missions-EathsDr. ChristianHauschild entnommen sind. 

Es war am 23. October 1788, als der damalige 
Inspector Joh. Ant. Kiedel** seinem Vorgesetzten, dem 
Grafen Marcolini, die betrübte Anzeige machte, dass in 
der besonders stürmischen Nacht durch frechen Ein- 
bruch eines Drahtgitters und einer Fensterscheibe fol- 
gende Bilder aus der Gallerie entwendet seien: 

1. Die berühmte Magdalena des Correggio. 

2. Das Urtheil des Paris von van der Werff. 

3. Ein alter Mannskopf mit Hut und weisser 
Eeder von Sevbold.*** 

Graf Marcolini ordnete sofort eine Bekanntmachung 
an, welche auf der Stelle gedruckt und an allen Ecken 
angeheftet, dem Wiederbringer der Bilder Eintausend 
Stück Dukaten verspricht. 



Stücken von Xavier, so Conversation vor- 
stellen." 
Das erste dieser Bilder scheint wieder erlangt 
worden zu sein, da ein der Bezeichnung ganz ent- 
sprechendes noch heute in der Gallerie befindlich ist. 
* Das Bildniss des Wogaz existirt sogar in vier 
verschiedenen Kadirungen. 

** Joh. Anton Riedel, geb. zu Prag im Juli 1732, 
gest. zu Dresden den 31. März 1816. 

*** So hat Riedel in der ersten Aufregung das 
gestohlene Bild bezeichnet, doch ist der alte Manns- 
kopf mit getiegerter Pelzmütze gemeint. S. d. Cat. 



58 Einleitung. 

Merkwürdig für die Charakteristik der Zeit ist ein 
bei den Akten erwähnter Umstand, der fast komisch 
mitten in der allgemeinen Bestürzung erscheint. Der 
trostlose Eiedel bekam nämlich bereits unter dem 
29. Oetober desselben Jahres einen anonymen Brief 
aus Gera, worin ihm der Schreiber als unfehlbares 
Mittel, den Dieb selber zur Eückgabe zu zwingen, allen 
Ernstes anräth, die Worte: 

Agmoet melach, Aglat, Aglat, Delay, 

t t t t . t 

über die Thür der Gallerie und das erbrochene Fenster 
zu setzen!!! 

Man hatte nicht nöthig, dieses übernatürlichen 
Mittels Unfehlbarkeit zu erproben, bereits hatte die Be- 
kanntmachung besser gewirkt. Schon am 26. Oetober 
früh 4 Uhr fand ein armer Lampenputzer, als er hier 
die Lampen löschte, an der sogenannten Appareille, die 
auf den Zwingerwall führte, in einem Kästchen die 
beiden Bilder von van der Werff und Seibold nebst einem 
anonymen Briefe an Se. Durchlaucht den Churfürsten 
„zu eigenhändiger Eröffnung", und brachte Alles sofort 
auf die nahe Hauptwache. 

Der Anonymus im Briefe verlangte, dass die ver- 
sprochenen Eintausend Dukaten an einem bestimmt be- 
zeichneten Orte (ein Loch bei einem Meilenstein, an 
dem nach Hecht's Weinberg und nach dem Walde füh- 
renden Feldweg, vor dem schwarzen Thore hiesiger 
Neustadt) niedergelegt würden, wogegen man alsdann 
später das noch fehlende Bild, die Magdalena des Cor- 
reggio, ebendaselbst finden solle. 

Freilich eine ziemlich plump ersonnene List, die am 
sichersten zur Entdeckung des Thäters führen konnte, 
wozu man sie denn auch geschickt benutzte. 



Einleitung. 59 

Eine unbestimmt lautende Antwort ward in einem 
Kästchen am bezeichneten Orte niedergelegt, der Ort 
selbst vom Forstpersonal streng überwacht. 

XJnterdess aber wurde bereits eine Anzeige gemacht^ 
dass ein gewisser Wogaz* mit einem Andern über die 
gedruckte Bekanntmachung gesprochen und bei der 
Gelegenheit sich auffallend angelegentlich nach dem 
Werth der Steine im Eahmen der Magdalena und über 
deren mögliche Verwerthung erkundigt habe, ein Um- 
stand, der um so verdächtiger war, als Wogaz bereits 
wegen gestohlener Bienenstöcke in Untersuchung ge- 
wesen, überhaupt als übelberüchtigtes Subject bekannt 
war, und noch dazu ganz in der Nähe des bezeichneten 
Meilensteines wohnte. 

Die Verdachtsgründe mehrten sich, und als man. 
Gelegenheit fand, ihm eine eigenhändige Quittung über 
früher geleistete Militärfohren abzufordern, war die 
Aehnlichkeit der Handschrift mit dem Briefe des Ano- 
nymus, welcher die wiedergefundenen Bilder begleitet 
hatte, überzeugend. 

Wogaz und seine Familie wurde am 8. November 
verhaftet. Der verschmitzte Dieb läugnete hartnäckig 
und versuchte mancherlei Ausflüchte; als man ihm aber 
das bei einer sorgfältigen Haussuchung gefundene Bild 
der Magdalena vorhielt, brach er ohnmächtig zusammen, 
und gestand später Alles. 

Er hatte das Bild auf dem Heuboden seines Hauses 
in einer Art von Diebshöhle so gut versteckt, dass man 
erst nach zweimaligem genauen Durchsuchen und zwar 
unter den geöffneten Dielen am Schornsteine, zugleich 



* Johann Georg Wogaz, Feldbesitzer auf dem 
neuen Anbau vor dem schwarzen Thore. Sein Haus 
steht noch, es ist No. 73 des Bischofweges. 



60 Einleitung. 

mit anderem gestohlenen Kirchen- und Privateigen- 
thum vorfend. 

In demselben Räume lag auch der grössere Grold- 
rabmen und der kleine silberne nebst den bereits aus- 
gebrochenen Steinen, welche früher die Zierde desselben 
ausgemacht und wahrscheinlich die Raublust des Un- 
glücklichen ganz besonders gereizt hatten. 

Eine zweite öffentliche Bekanntmachung befreite 
die zahlreichen theilnehmenden Künstler und Kunst- 
freunde, sowie das aufgeregte Publikum von der Furcht, 
dass ein so kostbares und in seiner Art einziges Werk 
der alten Kunst möglicherweise für immer verloren 
sein könne. Der kostbare Rahmen aber, die wahrschein- 
liche Ursache des Frevels, wurde seitdem der schönen 
Büsserin entzogen.* 

Auch die in Uebigau, im Naturaliencabinet, in der 
katholischen Kirche und der Kunstkammer durch Wo- 
gaz verübten Diebstähle kamen nun an den Tag. Aus 
letzterer hatte er einen silbernen Hirsch mit einer 
Diana, und einen Cupido von Silber entwendet, leider 
sofort zerbrochen und eingeschmolzen, und davon die 
Schulden auf sein Besitzthum bezahlt. Wäre es ihm 
gelungen, auch noch die Frucht seines letzten Raubes 
zu verwerthen, so hatte er bereits die Absicht geäussert. 
Alles zu verkaufen und nach Amerika zu gehen. Er 
erhielt 14 Jahre Zuchthausstrafe, welche er in Zwickau 
verbüsste und wo er am 9. Mai 1797 starb. 

Am 27. August 1810 erwähnt ein nochmaliger Be- 
richt desselben Inspectors J. A. Riedel, dass ein kleines 



* Derselbe ist übrigens später an Silber, Edel- 
steinen und goldenen Verzierungen zum Werth von 
nur 140 Thlr. taxirt und im Jahre 1874 an das Königl. 
Grüne Gewölbe abgegeben worden. 



Einleitung. 61 

Bildniss im Style des Holbein vermisst werde, was auch 
trotz aller angewandten Mitt/el nicht wieder erlangt und 
später im Catalog gestrichen wurde. In Folge dieses 
Diebstahls wurden später alle kleineren Bilder stärker 
an der Wand befestigt, allein trotz dieser Vorsicht 
wiederholte sich derselbe Fall noch im Jahre 1849 
aufs Neue mit einem werthvollen kleinen Bilde des 
Gabriel Metzu, das ein Frauenzimmer* am hellen Tage 
mit vielem Geschick entwendete, aber glücklicherweise 
mit noch mehr Ungeschick bereits in Leipzig zum Ver- 
kauf brachte, wo die Diebin sammt dem Gemälde, das 
schon in Öffentlichen Blättern näher bezeichnet war, 
sofort festgenommen wurde. 

So scheint auch bei anderen Fährlichkeiten, wie sie 
z. B. in den unglücklichen Jahren des siebenjährigen 
Krieges bei der Belagerung Dresdens im Juli 1760 
eintraten, doch ein guter Stern über den Bildern ge- 
waltet zu haben, denn der Bericht des vielerwähnten 
J. A. Eiedel bezeichnet (da die meisten und besten 
Bilder bereits im September 1759 nach der Capitu- 
lation von Dresden auf den Königstein geschafft worden 
waren) nur sechs im Ganzen als beschädigt**, obgleich 



* Sophie May aus Langensalza. 

** Die beschädigten Bilder waren: 1. ein Blumen- 
stück von Mignon, 2. Bild von Lancret. 3. Haase von 
Weenix, 4. Altarbild von Torelli, 5. das grosse Bild 
von Silvestre, 6. Taufe Christi von Francia. 

Auch ein uns näher liegender unheilvoller Mo- 
ment im Jahre 1849 ging hauptsächlich durch die 
aufopfernde Thätigkeit eines leider seitdem zu früh 
Dahingeschiedenen, des Geh. Hofrath Dr. H. W. Schulz, 
und mehrerer Mitglieder des Galleriepersonals glück- 
lich genug vorüber, so dass, trotz mancher Beschä- 
digungen, an den Bildern doch keine sichtbaren Folgen 
davon übrig geblieben. 



62 Einleitung. 

eine Bombe und eine ziemliche Anzahl 6 — Spfündiger 
Kanonenkugeln und grosse Stücke der auf der Frauen- 
kirche zersprungenen Bomben in die Gallerie ein- 
drangen. 

Auch die nach dem Königstein geflüchteten Bilder 
hatten durch den langen Aufenthalt in Kisten und 
nicht ganz trockenen Localen einigen Nachtheil erlitten, 
der indess bald so weit möglich wieder hergestellt war. * 

Wie sehr diese für Sachsen so traurigen Kriegs- 
jahre mitten in die rasche Vermehrung und den stei- 
genden Wachsthum der Gallerie plötzlich hemmend ein- 
griifen, zeigt unter anderen der Umstand, dass bald 
nach Beendigung des Krieges ein englischer Kunst- 
händler Gaven mit einer bedeutenden Forderung rück- 



* Ein höchst interessantes Tagebuch RiedePs 
(Auszug 1744 — 60), der sich in diesen verhängniss- 
vollen Zeiten als ein treuer Hüter der anvertrauten 
Schätze erwies, berichtet, dass er am 29. August 1755 
bei Aniiäherurg der Preassen, die bisher im Schlaf- 
zimmer Sr. Maj. des Königs befindliche Magdalena 
von Correggio in solches Ihrer Maj. der Königin 
bringen musste, Höchstweiche ausserdem die Schlüssel 
der Gallerie versiegelt übernahm. Den 23. November 
1756 nach Einmarsch der preussischen Garnison, war 
König Friedrich II. mit den Prinzen Heinrich und 
Ferdinand von Preussen und zahlreicher Suite auf der 
Gallerie. Bei einem zweiten Besuche am '22. December 
bestellte der König eine Copie der Magdalena von Bat- 
toni, jedoch ohne den Todtenkopf bei dem Hofmaler 
Dietrich, die bereits am 17. März 1757 durch den 
Oberhofmeister Ihrer Maj. der Königin und Riedel an 
den König von Preussen in dessen Hauptquartier im 
Brühl'schen Palais abgegeben wurde. Nach dem bald 
-erfolgten Tode Ihrer Maj. der Königin wurden die 
Schlüssel der Gallerie und die Magdalena an Se. Kö- 
nigliche Hoheit den Churprinzen übergeben. 



Einleitung. 63 

ständiger Zahlungen für gelieferte Bilder auftrat.* Es 
fand sich jedoch bei näherer Untersuchung, dass ein 
grosser Theil gar nicht mehr geliefert worden war, und 
die auf der Gallerie wirklich vorhandenen , allerdings 
noch nicht bezahlten, konnten dera hohen Preise um so 
weniger entsprechen, als sie auf der Eeise von England 
durch eingedrungenes Seewasser erheblich gelitten 
hatten. Es schien somit um so gerechtfertigter, dass 
man in einer Zeit, wo die Kräfte des Landes aufs Tiefste 
erschöpft waren, es vorzog, diese Bilder ihrem recht- 
mässigen Eigenthümer zurückzugeben. 

Hier mag noch in Kürze der in neuester Zeit er- 
folgten Auctionen gedacht werden, welche die werth- 
losesten Bilder des sogenannten „Vorraths" umfassten. 
Die erste derselben fand im Jahre 1859 am 17. Octo- 
ber und ff. Tage statt, der Catalog enthielt gegen 
200 Nummern und ergab eine Gesammtsumme von 
2178 Thlr. Im Jahre 1860 am 16. April und ff. 
Tage erfolgte die zweite Versteigerung, welche bei einer 
gleichen Anzahl von Bildern die Summe von 2784 Thlr. 
als Erlös gab. Die dritte wurde am 13. Mai 1861 und 
ff^ Tage abgehalten und ergab bei nur 166 Nummern 
des Catalogs die Gesammtsumme von 3478 Thlr. 

Es ist sehr erfreulich zu bemerken, dass es dem- 
nach gelungen, den sogenannten „Vorrath", welcher 
zum Theil werthlose, zum Theil nicht für die Auf- 
stellung geeignete Bilder enthielt, in dieser für die 
Gallerie nur vortheilhaften Weise endlich für immer 



* Seiner eigenen Angabe nach hatte er die Bilder 
aus den Sammlungen der Cardinäle Ottoboni und Cibo 
erworben, und ausser einem nicht näher bezeichneten 
Baphael wird noch ein Originalbild von Guido, der 
Erzengel Michael, besonders hervorgehoben. 



64 Einleitung. 

zu beseitigen und durch diesen Verkauf zugleich die 
Mittel zu neuen Erwerbungen zu verstärken. 

Ebenso wurden bei dieser Gelegenheit eine bedeutende 
Anzahl der besseren, zumTheil sogar sehr werthvoUe Bil- 
der, welche bisher noch im Vorrathe sich befunden hatten, 
der Gallerie zugetheilt. Dazu gehören namentlich das 
schöne Bild aus Rubens' Schule, Hero und Leander, 
dessen Hauptfiguren sicher von des Meisters Hand, ein 
werthvoUes Bild von Jan Steen, die Hochzeit von Cana, 
das dem einzigen Bilde, welches die Sammlung bisher 
von diesem Meister besass, in jeder Beziehung über- 
legen ist, und die Zigeunerin von Caravaggio, welche 
sich den besten Werken dieses Meisters in unserer 
Sammlung würdig an die Seite stellt. Ausserdem von 
den holländischen Kleinmeistern eine Magdalena von 
Mieris, eine Sängerin von Slingelandt und Landschaften 
von Maus und Griffier, ein Blumenstück von Rachel 
Ruysch, sowie Arbeiten von seltenen Meistern, w^ehe 
bisher in der Gallerie noch nicht vertreten waren, 
Schlachtenbilder von Esaias van de Velde, Medusa von 
Victor Wolfvoet und Landschaften von J. Looten, einem 
Nachahmer des Hobbema, von Jan Peters, einem Schüler 
des Teniers u. A. m. 

War nun auch die Glanzperiode der Erwerbungen 
und Vermehrungen der Gallerie vorüber, so wurde doch 
eine dem Rufe und der Bedeutung derselben angemes- 
sene Sorgfalt in Bewachung und Erhaltung dieser 
Schätze von nun an immer umfassender beabsichtigt. 
Freilich konnte man damals manche Erfahrung, die 
eben erst im Laufe der Zeit und oft gegen theueres 
Lehrgeld gemacht werden musste, noch nicht benutzen. 
So waren unter anderen damals und in früherer Zeit 
fast überall die Locale der Gemälde-Gallerien, nach Art 
ihrer Vorbilder, der italienischen Sammlungen, nicht 



Einleitung. 65 

zum Heizen während des Winters eingerichtet In un- 
serem von dem italienischen aber so ungemein ver- 
schiedenen Klima musste ein solcher Mangel nur allzu- 
bald die fühlbarsten Uebelstände mit sich fuhren. 

Eine Temperaturveränderung, welche die im Sommer 
oft über 20 Grad steigende Hitze, mit der im Winter 
bisweilen ebensoviel Grade unter Null erreichenden 
Kälte abwechselnd, alljährlich hervorbrachte, musste 
einmal insbesondere auf das empfindliche Material der 
Holzbilder, sodann aber auf die glatte Fimissoberfläche 
aller Bilder überhaupt, welche jeden Niederschlag von 
Feuchtigkeit begierig aufiiimmt, die nachtheiligsten 
Wirkungen äussern. Dazu kam noch eine in Dresden 
besonders eigenthümliche Calamität, die leider immer 
allgemeiner werdende Kohlenheizung, welche die Atmo- 
sphäre mehr und mehr mit einem schweren Nebel von 
iÜegendem Kohlenruss erfüllte, der auch durch die 
dichtest verschlossenen Fenster seinen Eingang in die 
inneren Eäume jedes Gebäudes fiudet. 

In Folge aller dieser Beobachtungen zeigte sich 
eine mit der Zeit immer deutlicher hervortretende Noth- 
wendigkeit, durch eine sorgfältige und gewissenhafte 
Eestauration für die Erhaltung der Bilder zu sorgen, 
welcher man bisher eben keine besondere Sorgfalt ge- 
widmet hatte.* Es hatten sich schon im Jahre 1808 
und bis zum Jahre 1825 öffentliche Stimmen** war- 



* Die Hofmaler Benedict Kern und Dietrich und 
Gallerie-Inspector Riedel hatten dergleichen in früherer 
Zeit besorgt. Dietrich insbesondere war bekannt da- 
für, dass er die schadhaften Stellen, wenn auch nicht 
ohne bewunderswei^thes Geschick, doch ohne alle Scho- 
nung des Vorhandenen übermalte. 

** Xavier de Burtin : Tratte des connaissances etc. 
Ghap. De la gal^rie Royale k Dresde, Paris 1808, 

5 



66 Einleitung. 

nend über den Zustand der GaUerie ausgesprochen und 
dringend eine Kestauration der bedeutendsten Bilder ver- 
langt. Die Regierung und die Verwaltung der Samm- 
lung fanden sich nach reiflicher Erwägung* bewogen, 
den damals berühmtesten der lebenden Eestauratoren, 
den Italiener Palmaroli aus Bom zu berufen, um ihn 
mit der Reinigung und Wiederherstellung der besten 
Bilder zu beauftragen. Er begann seine Thätigkeit am 
25. August 1826 mit einer der schwierigsten Auf- 
gaben, mit dem Bilde von Garofalo: Madonna mit St. 
Petrus, Georg und Bruno, das vielfach beschädigt war, 
und von ihm zu voller Zufriedenheit wieder hergestellt 
wurde. Von da ab erfolgte eine Reihe von Restaurationen 
der bedeutendsten Bilder, unter denen sich auch die 
Sixtinische Madonna RaphaeFs befand. In wie weit er 
auch hier seine Aufgabe gelöst habe, darüber waren und 
sind, wie es in solchem Falle wohl zu gehen pflegt, die 
Meinungen verschieden. Zum Glück waren es an diesem 
Bilde doch nur bestimmte Theile, welche schon in dem 
früher erwähnten Berichte Giovannini's bezeichnet wor- 
den, die einer Herstellung bedurften, wälirend alles 
Uebrige nur eine leichte Reinigung erforderte. * . 



und J. G. von Quandt in mehreren Aufsätzen im 
Kunstblatt, die mit all' der Wärme geschrieben sind, 
welche den für die Gallerie acht patriotisch besorgten, 
trefflichen Mann bezeichnet. 

* Palmaroli, welcher seinen Sohn aus Rom mit- 
gebracht hatte, um sich durch ihn bei seinen Arbeiten 
helfen zu lassen, bekam täglich einen sogenannten Louis 
neuf oder Carolin als Honorar (monatlich 187 Thaler), 
ausserdem noch ein anständiges Kostgeld, Wohnungs- 
miethe und in der letzten Zeit eine monatliche Zu- 
lage von 40 Thalern. Die Reise von Rom hierher und 
zurück wurde mit jedesmal 300 Thaler vergütet, und 
als sein Aufenthalt, der erst nur auf wenig Monate 



Einleitung. 67 

Mit besonderer Geschick! iclikeit bewerkstelligte Pal- 
maroli bei einigen Bildern das sogenannte Eentoiliren 
oder ünterspannen mit neuer Leinwand; eine Geschick- 
lichkeit, welche bald mit manchem anderen Kunstgriff 
auf die hiesigen Angestellten überging, denen später 
auch in manchen Fällen sogar die üebertragung der 
Bilder auf eine ganz neue Leinwand vortrefflich ge- 
lungen ist. Es machte sich nämlich auch, als Palma- 
roli seine Thätigkeit beendet hatte, doch eine fort- 
gesetzte Ueberwachung aller Beschädigungen und Ver- 
unstaltungen der Bilder und eine eben so fortgesetzte 
Ausbesserung derselben nothwendig. 



veranschlagt war, sich über den Winter verlängerte, 
wurden reichliche Wijiterkleider für Vater und Sohn, 
Heizung und sogar ein Taschengeld, wobei des Theater- 
billets ausdrücklich gedacht wird, von dem naiven 
Italiener in Anrechnung gebracht. Am Ende seines 
Aufenthaltes in Dresden, der vom Juni 1826 bis Endo 
August 1827 gedauert hatte, beliefen sich die Aus- 
gaben für ihn auf 5513 Thaler, excl. einiger Hundert 
Thaler Kosten an L^tensilien, und soviel ist wenigstens 
gewiss, dass ihm die Restauration der „Nacht* mehr 
eingebracht hatte, als dem armen Correggio die 
Schöpfung des Originals, das, wie behauptet wird, nur 
mit etwa 140 Thaler Courant bezahlt worden war! 
Doch hatte Palmaroli wirklich fleissig und tüchtig ge- 
arbeitet und in dieser verbältnissmässig sehr kurzen 
Zeit nicht weniger als 54 Bilder, worunter sehr grosse, 
zur Zufriedenheit hergestellt. Ein Gnadengeschenk 
von fünfzig Dukaten aus der Privatkasse Sr. Maj. des 
Königs nebst der grossen goldenen Medaille für Kunst 
etc. bezeugte die Anerkennung seiner Verdienste am 
besten thatsächlich. Ausser den Galleriebildern hatte 
Palmaroli sogar noch das grosse Hauptaltarbild der 
katholischen Kirche von Mengs und zwei kleinere 
Altarbilder desselben Meisters in der Zeit seines hie- 
sigen Aufenthaltes restaurirt. 

5* 



68 Einleituiig. 

Die Principien der Restauration, als eines für sich 
l)estehenden Eunstzweiges, insbesondere die grösste 
Gewissenhaftigkeit in Beibehaltung der Original-Malerei, 
soweit dies nur irgend möglich, Beschränkung der Aus- 
besserung nur auf das geradezu Fehlende, die Wahl der 
dazu geeignetsten Art und Weise der Behandlung und 
dauerhafter Farben u. s. w. wurden immer mehr aus- 
gebildet, zu einer Art von System erhoben und an allen 
bedeutenden Sammlungen zur praktischen Geltung ge- 
bracht. An unserer Sammlung werden diese schwie- 
rigen Arbeiten schon seit längerer Zeit von den dazu 
angestellten Inspectoren Eenner (gest 1869) und 
Schirmer (gest. 1876) mit dem lobenswerthesten Eifer 
und oft; überraschendem Erfolge ausgeführt und somit 
der Ungunst des Klimas, dem Kohlenruss in der Atmo- 
sphäre und dem zerstörenden Einflüsse der Zeit alle 
Künste der Erhaltung beharrlich entgegengestellt. 

Ausserdem noch als eins der wirksamsten Mittel 
gegen alle die genannten üebelstände bewährten sich 
ebenfalls die freilich oft auch der Beschauung un- 
günstigen Glastafeln, welche in neuerer Zeit bei den 
besten und der Sorgfalt bedürftigsten Bildern an- 
gewendet worden sind, und es dürften sich dieselben 
auch fernerhin als bester Schutz erweisen und um so 
nöthiger erscheinen, wenn man bedenkt, dass auch Bil- 
der, nicht weniger wie Menschen, je älter um so hin- 
fälliger, dann auch verdoppelter Sorgfalt und Pflege 
bedürfen. 

Aber auch den neueren Ansichten über geeignete 
Aufstellung der Bilder genügten die alten Gallerie- 
räume nicht mehr. Man war in jenen prächtigen 
Zeiten mehr von dem Grundsatze ausgegangen, hohe, 
grossartige fürstliche Gemächer mit Bildern zu deco- 
riren und gewissermassen zu meubliren, während die 



Einleitung. 09 

wachsende Verehrung dieser durch ihr höheres Alter 
wie gesagt noch immer kostbarer, aber auch um so ver- 
letzbarer werdenden Kunstschätze, für dieselben vor- 
zugsweise Räume hergestellt wissen wollte, welche ihre 
Aufstellung, Beschauung und Erhaltung in möglichst 
vollkommener Weise zu unterstützen im Stande wären. 

Immer lauter wurden die Klagen* einheimischer 
und fremder Kunstfreunde über die Unzulänglichkeit 
des alten Gallerie-Gebäudes in allen diesen Beziehungen, 
doch war es insbesondere dem wahren Kunstsinn und 
der Einsicht des unvergesslichen Königs Friedrich 
August II. zu danken, wenn endlich im Jahre 1 845 
die entscheidenden Vorbereitungen zu einem Neubau in 
umfassender Weise getroffen werden konnten, welche 
die Genehmigung S. Maj. des Königs und der Stände 
des Landes erhielten. 

Nachdem bei der Wahl des Platzes für das neue 
Museum sich manche Stimmen für die Stallwiese in 
Neustadt bei dem sogenannten Pontonschuppen, gegen- 
über der Brühl'schen Terrasse, andere für eine Be- 
nutzung des japanischen Palais etc. erhoben hatten, ent- 
schied man sich doch nach reiflicher üeberlegung für 
den Platz am Zwinger, welcher letztere durch den Neu- 
bau seinen fehlenden Abschluss und seine ursprüngliche 
Bedeutung als Vorhof eines Palastgebäudes erhielt. 
Zugleich wurde durch diese Wahl der schöne Vortheil 
gewonnen, die verschiedenartigen, bereits in diesen 
Zwingerräumen befindlichen Sammlungen unter Hinzu- 
fügung der Sammlung von Gypsabgüssen — der so- 
genannten Mengs'schen Sammlung — zu einem Ganzen, 
gleichsam zu einer Sammlung von Sammlungen, glück- 



* J. G. von Quandt: „üeber den Zustand der Kgl. 
Oemälde-Gallerie in Dresden etc. Leipzig 1842.** 



70 Einleitung. 

lieh zu vereinigeD. Die dem Architekten dadurch freilich 
auferlegte Bedingung, den Neubau dem Styl der bereits 
vorhandenen Gallerien und Pavillons anzupassen, ist 
durch Semperas Auffassung in einer geistreichen Weise 
so erfüllt worden, dass bei allem harmonischen An- 
schluss doch dem Rechte der Gegenwart in Forderung 
eines eigenthümlichen Stjles kein Eintrag geschehen ist. 

Der Bau ward im Jahre 1847 nach den Plänen 
Prof. G. Semperas, damals Director der hiesigen Bau- 
schule, angefangen, und sodann vom Jahre 1849 an 
unter Leitung des Landbaumeisters Hänel und Hof- 
bauraeister Krüger unter Mitwirkung des Amtsbau- 
verwalters Beuchelt fortgesetzt und im Jahre 1854, 
trotz einiger Unterbrechungen, bis auf die innere Ein- 
richtung vollendet. 

Das neue Museum ist in seinem Grundriss ein lang- 
gestrecktes Rechteck, eine Form, welche der Aufgabe 
einer bequemen Aufstellung und Aufbewahrung von 
Bildern am natürlichsten entspricht, daher auch bei den 
meisten grossen Gallerien zur Anwendung gekommen 
ist. Die beiden Hauptseiten stehen ziemlich genau 
nach Norden und Süden und die gesammte Länge des 
Gebäudes mit den nur wenig vorspringenden Flügeln 
zu beiden Seiten beträgt 128,6 m zu einer Breite von 
29,7 m, die Höhe dagegen bis zum Gipfel der Kuppel 
42,85 m, in den übrigen Theilen des Gebäudes 24,57 m. 

Die Mitte des ganzen Baues ist durch ein reich 
mit Sculpturen verziertes Portal von beinahe 11,4 m 
Höhe, mit drei Eingängen günstig hervorgehoben, und 
bildet eine gewölbte Durchfahrt, welche den Kuppel- 
raum trägt. Das Gebäude enthält ausser den beiden 
sichtbaren, dem Erdgeschoss und dem ersten Stockwerk, 
noch ein von aussen nicht bemerkbares zweites 5,15 m 
hohes Stockwerk, welches zum grössten Theile neben 



Einleitung. 71 

den Hauptsälen mit Oberlicht über dem Corridor auf 
der Nordseite liegt und ebenfalls mit Oberlicht erhellt 
wird. Bas Erdgeschoss, welches auf der östlichen Seite 
das sogenannte Mengs'sche Museum der Gypsabgüsse 
aufzunehmen bestimmt ward, enthält dagegen auf der 
westlichen zuerst den Vor- und Treppenraum der 6e- 
mälde-Gallerie, der mit seinen schönen Granit- und 
Wildenfelser Marmorsäulen den Beschauer würdig em- 
pfängt. Wo die Treppe sich wendet, gerade dem Ein- 
gange gegenüber, befindet sich das Kupferstich-Cabinet 
und zur Rechten die bereits früher erwähnte Sammlung 
der Pastellbilder und der Werke Dietriches nebst den 
Directorialzimmem und den für die Restaurations- 
arbeiten bestimmten Räumen. 

Im ersten Stockwerke, der eigentlichen Gallerie, 
zeichnet sich der höher gelegene und mit einer Kuppel- 
wölbung überdachte über 32 Ellen hohe Mittelraum, 
welcher die Tapeten enthält, würdig und vortheilhaft 
aus. Ihm schliessen sich die niedriger gelegenen grossen 
24 Ellen hohen Säle mit Oberlicht an, welche an beiden 
Seiten durch eine Treppe mit dem Mittelraum ver- 
bunden sind. 

Nach der westlichen Seite hin haben die italieni- 
schen Schulen, nach der Östlichen, durch Spanier und 
Neapolitaner übergeleitet, die niederländischen und 
deutschen Schulen ihre Aufstellung gefunden. Den auf 
jeder Seite befindlichen drei Hauptsälen mit Oberlicht 
sind auf jedem Flügel zwei kleinere Ecksäle und ein 
Mittelraum mit Seitenbeleuchtung angeschlossen, welche 
den üebergang zu einem die ganze Länge des Haupt- 
baues einnehmenden Corridor mit Seitenlicht machen, 
dessen 21 Abtheilungen, durch sogenannte Scheerwände 
gebildet, hauptsächlich zur Aufnahme kleinerer Bilder, 



72 Einleitung. 

welche eines schärferen Seitenlichts bedürfen, bestimmt 
wurden. Die Beihenfolge der hier aufgestellten Bilder 
entspricht möglichst den Schalen der angrenzenden 
grossen Säle, welche die umfänglicheren Werke der- 
selben Meister enthalten. 

Neben dem Kuppelraum führen zwei Treppen, die 
sich später vereinigen , in das früher erwähnte zweite 
Stockwerk, welches ausser dem mittleren Raum, der zu- 
gleich die Treppe enthält, noch sechszehn kleinere und 
grössere Säle mit günstigem Oberlicht umfasst. 

Die einfache und würdige Architektur aller dieser 
Räume, insbesondere die überaus treffliche Beleuchtung 
der Oberlichtsäle und das schöne Verhältniss der Wand- 
flachen, wirken im hohen Grade günstig und über- 
raschend auf den Eintretenden. 

Wesentlich trägt hierzu noch die glückliche Idee 
des Architekten, den Mittelraum zu erhöhen bei, welche 
dem Beschauer die malerischsten Einblicke in die Seiten- 
räume und umgekehrt, gewährt, sowie eine fast überall 
stattfindende Möglichkeit, die Bilder aus den verschie- 
denartigsten und grössten Entfernungen zu sehen. 

Kleinere und mitunter wohl unvermeidliche Uebel- 
stände abgerechnet, werden gewiss wenig Gallerieräume 
eine grössere Vereinigung von vortheilhaften Eigen- 
schaften darbieten, ein ürtheil, welches sich auch im 
Laufe der Zeit, seit dieselben dem Publikum übergeben 
wurden (d. 25. September 1856), bereits unwiderruflich 
festgestellt hat. 

Bei den Vorberathungen über Vertheilung und Auf- 
stellung der Gemälde in den neuen Räumen, den Be- 
schlüssen über Benutzung des Kuppelsaales zu Auf- 
nahme der Raphaelischen und niederländischen Tapeten, 
und bei allen sonstigen wichtigen EntSchliessungen war 



Eintoitung. 73 

die Gallerie-Commission* mitwirkend, und es konnten 
deren Ansichten bei derdemDirector, mit Unterstützung 
der Inspectoren anheimfallenden Leitung der Aufstellung 
der Gemälde um so einverständlicher benutzt werden, 
als der Galleriedirector verfassungsmässig Vorsitzender 
der Commission ist. 

So gelang es, den schwierigen Transport und die 
Aufstellung der Bilder nebst dea sonstigen Einrich- 
tungen in der kurzen Zeit vom 31. Mai bis zum 
25. September zu vollenden, ohne dass von den mehr als 
2200 Gemälden auch nur ein einziges beschädigt wurde. 

* Die Gallerie-Commission (durch Königliche Ver- 
ordnung vom 4. September 1836 niedergesetzt) bestand 
beim Beginn der Vorarbeiten für die neue Einrichtung 
aus dem leider zu früh verstorbenen Geh. Hoirath 
Dr. H. W. Schulz, dem Herrn v. Quandt, dem Gallerie- 
direktor Schnorr von Carolsfeld und den Professoren 
Bendemann und Hübner; später nur aus den drei 
Letzten. Seit dem Abgange Bendemann's nach Düssel- 
dorf und dem Tode RietscheFs, welcher für denselben 
•eingetreten war, hatte der nun auch verstorbene Prof. 
€. Peschel die erledigte Stelle eingenommen, während 
später an Stelle des im Jahre 1870 zum Commissions- 
mitglied ernannten und am 16. Juni 1873 verstorbenen 
Hofrath Dr. A. v. Zahn, der Professor Dir. L. Grüner 
•eintrat. Seitdem sind noch ernannt worden: der 
Historienmaler Prof. Dr. Th. Grosse, der Landschafts- 
maler Prof. Fr. Preller jr., der nun ebenfalls verstor- 
bene Bestaurator der Gallerie, Inspector Schirmer, der 
Historien- und Landschaftsmaler Prof. E. Oehme, der 
Historienmaler P. Eiessling und der Architekt A. Hau- 
schild, der Schlachtenmaler Oberstlieutenant a. D. 
V. Götz, sowie für Conservirungsfragen der Prof. der 
Hygiene an der Leipziger Universität, Dr. Franz Hoff- 
mann. Den Vorsitz führt stets der Galleriedirector. 
Im Jahre 1883 hat, auf Allerhöchste Ernennung Seiner 
Majestät des Königs, Seine Königl. Hoheit der Prinz 
Georg der Gallerie-Commission die Ehre erwiesen, das 
Ehren-Präsidiimi derselben zu übernehmen. 



74 Einleitung. 

Um 80 überraschender trat die ungleich vortheil- 
haftere Anstellung der Bilder in den neuen, hellen, 
einfachen und doch grossartigen Bäumen den Beschauern 
zu allgemeiner Anerkennung entgegen. Hierzu gesellte 
sich noch insbesondere das angenehme Gefühl der Sicher- 
heit, auch im Winter nicht mehr, wie sonst, die Freude 
der Beschauung entbehren zu müssen. 

Zu den wichtigsten Vortheilen des Neubaues aber 
ist jedenfalls noch der glückliclie Umstand zu rechnen, 
dass eine grosse Anzahl von Kunstwerken, welche sonst 
in den verschiedensten Localen zerstreut von Künstlern 
und Kunstfreunden aufgesucht werden mussten, jetzt in 
einem und demselben Gebäude vereinigt dem Genuss 
sich darbieten. So z. B. eine Reihenfolge der berühm- 
ten Tapeten des Raphael, welche in dem Kuppelraume, 
dem Mittelpunkte des neuen Gebäudes zugleich mit 
einer Anzahl niederländischer Teppiche, aus einer 
früheren Kunstepoche und zwar die besten davon wahr- 
scheinlich nach Cartons des berühmten Quintin Massys 
(geb. zu Antwerpen um 1460, gest. um 1531) eben- 
falls in den Niederlanden gewebt, aufgestellt wurden. 

Diese, sowie die im Erdgeschosse vereinigte Samm- 
lung von Pastellbildern, sowie die Sammlung der 
Miniaturbilder hat der Verfasser demgemäss auch im 
Catalog in besonderen Abtheilungen behandelt. 

Was zuerst die in dem Kuppelraum des Hauptge- 
schosses aufgestellten Tapeten betrifft, so verdanken 
dieselben bekanntlich ihre Entstehung einem Auftrage, 
welchen Papst Leo X. dem Raphael gegeben*, eilf colo- 



* Vasari vita di Raffaello. Similmente venne 
volontä al Papa di far panni d*arazzi ricchissimi d^oro 
e di seta in tilaticci, perch^ Raffaello fece in propria 
forma e grandezza tutti di sua mano i cartoni colo* 
riti, i quali furono mandati in Fiandra a tessersi, e 



Einleitung. 75 

rirte Cartons zu einer Eeihe von kostbaren Teppichen 
für den Schmuck der untern Käume der Sixtinischen 
Capelle zu machen, welche in Brüssel gewebt wurden. 
Früher noch war die Stadt Arras in Flandern berühmt 
wegen ihrer Webereien, weshalb dergleichen Teppiche 
in Italien noch heute „Arazzi** heissen. 

Diese Cartons, Zeugnisse der höchsten Schöpfer- 
kraft und vollendetsten Meisterschaft KaphaeVs, deren 
Entstehung in die Jahre 1514—1516 fällt, blieben, 
nach Vollendung der Tapeten, wahrscheinlich weil man 
noch immer neue Nachbestellungen beabsichtigte, bis 
auf vier in den Händen der flandrischen Weber zurück, 
welche letztere leider mit der Zeit verloren gingen. 

Nur sieben der vortrefflichsten von den ursprüng- 
lichen eilf Cartons des Eaphael wurden im Jahre 1630 
zufällig ziemlich wohlerhalten, wenn gleich zum Ge- 
brauch der Weber in Stücke zerschnitten, in Brüssel 
entdeckt und durch Rubens' Vermittelung von König 
Carl I. von England für eine sehr bedeutende Summe 
erworben. Das tragische Ende dieses Monarchen und 
die bürgerlichen Unruhen in England machten diese 
kaum geretteten Werke auf's Neue unsichtbar, und erst 
unter König Wilhelm III. Regierung wurden sie wieder 
aufgesucht und noch in dem oben bezeichneten Zustande, 
auf dem Boden einer alten Kiste ganz vernachlässigt, 
gefunden. Jetzt erst fügte man die einzelnen Stücke 
sorgfältig zusammen und besserte dieselben, wo es 
nöthig war, aus, um sie dann in dem Schlosse von 
Hamptonccurt und ganz neuerdings in dem sogenannten 
Kensington -Museum in London selber, ihrem grossen 
Werthe gemäss, würdig aufzustellen. Von den Tapeten 
sind mehrere Exemplare mehr oder minder vollständig 



finitii panni vennero aRoma etc. und später: Costö quest* 
opera settanta mila Scudi etc. (70,000 Scudi Romani). 



76 Einleitung. 

vorhanden. Ausser dem in der yatikanischen Sammlung 
zu Bom befindlichen vollständigsten* Exemplare von 
elf Tapeten**, welches in den Lichtpartieen der Ge- 
wänder mit Gold durchwirkt ist, befindet sich noch ein 
ebenso mit Gold durchzogenes im Museum zu Berlin. 
Ein dem unsrigen ähnliches ohne Gold, doch ebenso 
von schöner tiefer Färbung, erinnert sich der Verfasser 
unter andern in Mantua gesehen zu haben, und sind der- 
gleichen auch in Wien und andern Orten noch vorhanden. 

Von unserm Exemplare galt seit dessen Wieder- 
auffindung, von der wir weiter unten berichten, die 
allerdings sehr zu bezweifelnde Annahme, dass Papst 
Leo X. dasselbe an den Churfürsten von Sachsen, Fried- 
rich den Weisen, als Geschenk übersendet habe. Abge- 
sehen von der Schmerigkeit des Nachweises, wie die- 
selben aus dem Nachlasse der Emestinischen Linie in 
die Albertinische übergegangen sein könnten, lag in 
dem Umstände, dass die Tapeten selber augenscheinlich 
nicht zu jenen ersten Exemplaren gehören, welche noch 
zur Zeit Leo's und Raphaers ausgeführt wurden (wie 
das Bömische und das oben erwähnte Berliner Exem- 
plar), eine noch entschiedenere Unmöglichkeit für den 
Nachweis der Richtigkeit der obigen Annahme. 

Die ersten Exemplare der Eaphaelischen Tapeten 
unterscheiden sich nämlich von den späteren besonders 
durch die eingewirkten Goldlichter, das Bömische Exem- 
plar ausserdem noch durch eine Umrahmung, welche 
ebenfalls nach Zeichnungen RaphaePs gewebt ist, wäh- 



* Es fehlt nur an der Tapete des Elymas die 
untere Hälfte. 

** Die vatikanische Sammlung enthält ausser die- 
sen elf Tapeten noch eine andere Reihenfolge auch 
nach RaphaePs Composition gewirkter Teppiche, im 
Ganzen 25 Stück. 



; 



Einleitung. 77 

rend das Berliner ausser an einer einzige Tapete nur 
durch schmale Laubgewinde eingefasst wird. Die uns- 
rigen hingegen haben breite Bänder mit reichem Orna- 
ment und Figuren, etijea im Styl des Perino del Vaga, 
Primaticcio, oder eines noch Späteren, jedenfalls nicht 
von der Hand des Baphael. 

Aller Ungewissheit und allen Vermuthungen aber 
über den Ursprung unserer Tapeten machten bald ur- 
kundliche Nachrichten, welche sich im hiesigen K. Haupt- 
staatsarchiv vorfanden, ein Ende.* Eine Correspondena 
vom Jahre 1723 zwischen dem sächsischen Gesandten 
in Paris, Grafen Hoym und dem bekannten Jacob Hein- 
rich, Grafen von Fleraming, Premierminister und Feld- 
marschall König August's des Starken, weist zum Theil 
ihren Ursprung, und eine spätere zwischen Graf Flem- 
ming und dem Hofrath Gaultier ihre Acquisition Seiten 
König August I. aufs allerMarste nach. In einem Briefe 
aus Paris vom 14. Juni 1723 meldet Hoym anFlem- 
ming, dass eine Anzahl von sechs Tapeten nach Ra- 
phaeFs Zeichnung im Nachlasse des Cardinal Fürsten- 
berg** zu dem billigen Preise von 3000 bis 3500 



* Der Verfasser verdankt dieselben den bereit- 
willigen Mittheilungen des im Jahre 1879 verstorbenen 
Archiv -Vorstandes, Herrn Geh. Rath Dr. v. Weber, 
dessen unermüdlicher Eifer, die verborgenen Schätze 
dieser reichen Fundgrube zu Tage zu fördern, nicht 
dankbar genug anerkannt werden kann. 

** Wilhelm Egon, Bischof zu Strassburg, seit 1686 
Cardinal, gest. 1704. Es müssen in Strassburg noch 
später dergl. Raphaelische Tapeten vorhanden gewesen 
sein, denn Goethe erwähnt in „Dichtung und Wahr- 
heit^* eines Exemplars von solchen, welche im Jahre 
1770 bei Gelegenheit der Vermählungsfeier Marie An- 
toinette's auf der Insel Rheinau zur Decoration eines 
Pavillons verwendet worden waren. 



78 Einleitung. 

Thaler zu haben sein würde. Flemming bietet 3000 
Thaler und schon am 6. September desselben Jahres 
meldet Hoym den Ankauf und in einem späteren Briefe, 
dass es ihm gelungen, noch 7Ö9 Livres von dem ur- 
sprünglichen Preise der 3000 Thaler abzudingen. 
Ein letzter Brief Hoym's vom 11. October 1723 zeigt 
den Abgang der Eisten von Paris an, welche denn auch 
bald in Dresden wohlbehalten eingetroffen sein müssen. 

Den zweiten Theil der Nachrichten bildet eine 
Correspondenz Flemming's mit dem Hofrath Gaultier; 
sie beginnt mit einem Briefe des Feldmarschalls vom 
12. Juni 1726, worin er dieselben Tapeten dem Kö- 
nige zum Verkauf anbietet. Mehrere Briefe werden ge- 
wechselt, in welchen der alte Kriegsmann in launigem 
Tone sein Geschäft fördert, dessen endlichen Abschluss 
zwar keiner der vorhandenen Briefe, wohl aber ein Kö- 
niglicher Befehl vom 8. Januar 1728 meldet, laut 
welchem Se. Königl. Maj. dem Herrn General-Feld- 
marschall „gewisse von Raphael gefertigte Ta- 
peten vor 12,000 Thaler und einen Brillanten von 
54 Grän, vor 18,000 Thaler, zusammen 30,000 
Thaler abgekauft und solche aus der Ersparuisskasse 
bezahlen lassen." 

Man erfährt aus den betreffenden Briefen noch 
ausserdem, dass der Cardinal Fürstenberg die Tapeten 
in England erworben hatte, und es wäre nicht unmög- 
lich, dass dieselben sogar dort nach den Cartons des 
Raphael, unter Carl I. Regierung, in der Anstalt zu 
Mortlake, welche schon unter König Jacob I. ein Sir 
Francis Crane gegründet hatte, gewebt worden wären. * 

Der Cardinal hatte sein Wappen in den Rändeni 
anbringen lassen, was jedenfalls nur aufgesetzt sein 



* S. Cartonensia von Gunn. London 1832. 



Einleitung. 79 

konnte, da Hoym den Vorschlag macht, es abnehmen 
und durch daÄ Flemming^sche Wappen ersetzen zu 
lassen. Flemming zogjedoch eine einfache „Cartouche" 
ohne jedes Wappen vor, und so sind sie auch bis heute 
verblieben.* 

Auch unsere Tapeten waren eine Zeitlang ver- 
schwunden, und das Verdienst der Wiederauffindung 
gebührt dem Hausmarschall des Churfiirsten Friedrich 
August, Freiherm von Eacknitz, der darüber in einem 
Berichte vom 7. November 1790 das Nähere mittheilt. 
Er hatte aus Privatvorlesungen des Prof. Casanova er- 
fahren, dass Papst Leo X. ein Exemplar der Tapeten 
an Carl V., ein anderes an Friedrich den Weisen ge- 
schenkt habe. In Folge dessen zu „sorgfältiger Durch- 
gehung aller mit Tapeten ausgeschlagenen Zimmer, so- 
wie aller Vorräthe" bewogen, fand er endlich in den 
Zimmern der Prinzessin Auguste, K. H., vier Stück, 
welche jedoch selir unscheinbar geworden waren, und 
später noch zwei andere wohlerhalten in dem sogenann- 
ten Garde-Meubles. Das siebente Stück, eines der 
schönsten, die Geschichte des Ananias und der Sapphira, 
war nicht aufzufinden. Zwar fehlt an der Tapete, welche 
den Paulus vorstellt, wie er den Zauberer Elimas mit 
Blindheit schlägt, die eine Seite, auf welcher sich die 
Gestalt des Apostels Paulus und einige andere Figuren 



* Hoym machte bei dieser Gelegenheit daraui 
aufmerksam, dass in Dresden eine Manufactur existire, 
welche diese Arbeit übernehmen könne. ! i der That 
wurden damals in Dresden Hautelisse-Tapeten, durch 
französische Arbeiter, für Königliche Eechnung gefer- 
tigt, und sind dergleichen Tapeten, nach Bildern von 
Silvestre, gezeichnet P. Mercier k Dresden, anno 1716 
und 1719, noch im hiesigen Königlichen Schlosse vor- 
handen. 



80 Einleitung. 

befinden, dieselbe scheint jedoch absichtlich für eine be- 
stimmte Bäumlichkeit so eingerichtet worden zu sein. 

Wunderbar bleibt bei dieser ganzen Begebenheit 
allerdings der Umstand, dass die Tapeten in dem kur- 
zen Zeikaum von einigen sechzig Jahren, welche seit 
dem Ankauf bis zu ihrer Wiederauffindung verflossen 
waren, in so ganz spurlose Vergessenheit gerathen 
konnten, wenngleich freilich die unheilvolle Periode 
des siebenjährigen Krieges in diese Zeiten fällt Nicht 
minder wunderbar ist es, dass eine ganz falsche Notiz 
Casanova's doch die wirkliche Auffindung zur Folge 
hatte. 

Auf Herrn von Eacknitz' Vorschlag wurden die 
vier im Schlosse befindlichen Tapeten abgenommen und 
gereinigt und mit den beiden anderen sodann dem da- 
maligen Generaldirector der Akademien, Grafen Marco- 
lini, zu passender Aufstellung übei^ben. Seitdem in 
einem Saale des Brühl'schen Palais dem Publikum zwar 
zu gewissen Stunden zugänglich, doch unter sehr un- 
günstiger Beleuchtung aufgestellt, darf man mit Kecht 
dieselben erst jetzt als ihrem Werthe entsprechend auf- 
bewahrt und der allgemeinen Würdigung zurückgegeben 
betrachten. 

„Zu diesen kostbaren Tapeten," fährt von Kacknitz in 
seinem Berichte fort, „bin ich so glücklich gewesen, sechs 
Stück zu finden, deren Inhalt in der Passionsgeschichte 
unseres Heilandes enthalten und welche wahrscheinlich 
nach Zeichnungen des berühmten Lucas Cranach gefer- 
tigt sind." Ohne Zweifel sind dies dieselben höchst 
merkwürdigen und seltenen Teppiche, welche jetzt unter 
den obengenannten Eaphael'schen Tapeten im Kuppel- 
raum des neuen Museums ebenfalls ihre Aufstellung 
gefunden haben. Sie sind jedoch sicher nicht, wie 
der treffliche Racknitz meint, nach Zeichnungen von 



Einleitung. gl 

L. Cranach, sondern von verschiedenen Meistern der alt- 
niederländischen Schule. Die Kreuzigung und Kreuz- 
tragung, die beiden vorzüglichsten, darf man mit vollem 
Kechte dem Quintin Massys zuschreiben, mit dessen Bil- 
dern sie unverkennbare Aehnlichkeit haben, und es ist der 
Werth dieser Kunstwerke gerade für unsere Sammlung 
noch um so grösser, als diese altniederländische Schule 
nur in wenig Büdem vertreten, hier aber fast noch 
trefflicher und meisterhafter, als in den meisten über- 
haupt vorhandenen Bildern dieser Kichtung, die in der 
Regel auch nur weit kleinere Dimensionen haben, er- 
scheint. 

Auch sie waren seitdem, als ob dies ein immer 
wiederkehrendes Schicksal aller Tapeten sein müsse, 
wieder verschwunden, da sie zu Marcolini's Zeit wohl 
nicht der Aufstellung werth gehalten waren, und 
wurden erst im Jahre 1854 ebenso zufällig in den 
Zimmern des Garde-Meubles im Brührschen Palais 
wieder entdeckt, später aber bei Eröffnung des neuen 
Museums durch besondere Bewilligung Sr. Maj. des 
Königs der Gallerie zu fernerer Aufbewahrung an- 
vertraut. 

In ähnlicher Weise bot sich in dem Erdgeschosse 
des neuen Gebäudes die erwünschte Gelegenheit dar, 
ganze Eeihenfolgen von Bildern eines und desselben 
Meisters, welche früher theilweise in der alten Gallerie, 
theilweise an anderen Orten ebenfalls wenig zugänglich 
gewesen waren, dem kunstliebenden Publikum zu be- 
quemer und vortheilhafter Beschauung zu bieten. 

Hierzu gehört die überaus reiche Folge von Pastell- 
malereien, welche früher das sogenannte Pastellcabinet 
bildeten und einmal, wie bereits erwähnt, besonders 
durch die Arbeiten von A. R. Mengs und deren wirk- 

6 



^ I 



82 Einleitung. 

liehen Kunstwerth*, andererseits durch eine Reihe von 
Bildnissen der interessantesten Persönlichkeiten aus der 
Glanzepoche Dresdens und des sächsischen Hofes einen 
ganz eigentümlichen, wenn auch zumeist localen Werth 
haben. 

Ihnen schliesst sich eine zahlreiche Sammlung an 
von Arbeiten des bekannten Churf. Hofmalers Ernst 
Christian Dietrich oder Dietericy, der mit einem Auf- 
wände von Talent und Technik bald wie Rembrandt, 
Correggio oder Poelenburg u. A. malte und gleich dem 
amerikanischen Spottvogel über der Nachahmung aller 
möglichen fremden Stimmen und Manieren, zu singen 
vergass, wie ihm selber der Schnabel gewachsen. 

Vor allem aber findet sich hier eine Anzahl der 
trefflichsten Werke des noch immer unübertroffenen 
Architekturmalers Bemardo Beiotto, genannt Canaletto, 
und seines Oheims und Meisters Canale. Wir verdanken 
diese Arbeiten, soweit dieselben vaterländische Ansichten 
Dresdens und der Umgegend darstellen, zum grössten 
Theil der Pracht- und Kunstliebe Brührs, der sie bei 
dem Künstler zur Ausschmückung seines Palastes be- 
stellt hatte. Nach des Grafen Tode verlangte der arme 
Maler die rückständige Bezahlung, und als die gräf- 
lichen Erben nicht* dazu geneigt waren, wurden die 
Bilder im Interesse Canaletto's vom sächsischen Hofe 
angekauft. Der Preis war überdies im Verhältniss zu 
den Leistungen ein sehr massiger zu nennen, denn die 
mitunter sehr grossen Bilder wurden durchschnittlich 
mit 200 Thalern bezahlt und die rückstandige Summe 



* Auch eine höchst interessante Studie in farbigen 
Kreiden, der Kopf des heiligen Franciscus von Guido 
Reni, befindet sich in dieser Sammlung. 



Einlertung. 83 

betrug im Ganzen für die von 1747 bis 1755 ge- 
malten einundzwanzig Prospecte nur 4200 Thaler.* 

Mehr aber noch, als der unbestrittene Kunstwerth 
der ebengenannten Separatsammlungen, wirkt unseres 
Erachtens die eigenthtimliche Zusammengehörigkeit 
des hier Zusammengestellten auf jeden sinnigen Be- 
schauer, wie dies ein Jeder gewiss an sich selber und 
Anderen erlebt und immer wieder erfahren wird. 

Die Gestalten jener Zeit dies Glanzes unter August 
dem Starken und seinem Sohne, August dem Prächtigen, 
wie ihn die mittelalterlichen Chroniken genannt liaben 
würden, treten hier wie leibhaftig vor unsere Augen. 
Der heldenhaft sichere und ruhige Moritz von Sachsen 
und seine schöne Schwester Orszelska, die erste Liebe 
Friedrich's des Grossen — der alte Ismael Mengs mit 
seinem berühmten Sohne "und die belle Chocoladiere**, 
die, später eine Fürstin Dietrichstein, und seitdem un- 
zähligemal copirt wurde — die schöne, kluge Frau des 
unbedeutenden Malers Thiele, — dieser Tjpns eines 
ächten Hofmannes, der noch dazu von Hofmann heissen 
muss — die Tänzerin und Gräfin Barberina-Cocceji, 
die später in Sanssouci glänzte — Annibali, der schöne 
Sänger und Damenliebling von dazumal — die gefeierte 



* Die specificirte Rechnung lautet: 
1747—1752 Dreizehn Stück von Dresden k 

200 Thlr. - 2600 Thlr. 

1753 Drei Ansichten von Pirna k 200 Thlr. - 600 ,, 

1754 Drei andere de. de. do. 600 ,. 

1755 Zwei do. de. do. do 400 ,', 



Summa 4200 Thlr. 

** 3. Febrier 1745 paye au Sieur Liotard pour un 
tableau de pastel representant une .,Stoubemenche" 
(Stubenmensch) (sie) Liv. Ven. 2640 -- 120 Sequins. 

(Algarotti's Tagebuch.) 

6* 



84 Einleitung. 

Mingotti, die Prima Donna cantante — nnd endlich 
der süsse Amor von Mengs, der holde Dämon jener 
schönen Tage, und sein ganzer Hofstaat, die gepuderten 
Abbaten und die Schäferinnen mit kohlschwarzen Augen 
und himmelblauen Bändern, die unbemerkt den lieber- 
gang zu den kreidigen Idealen der ßosalba, zu ihren 
Magdalenen und Gottheiten bilden! 

Wer könnte sie in Worten auch nur andeutend er- 
schöpfen, diese kühnsten Parallelen der entgegen- 
gesetzten Charaktere, die hier im wunderbaren Gemisch 
des Zufalls nebeneinander ein etwas verblasstes, buntes 
Reich der Schatten bilden! 

Ja, sie mussten in Pastell gemalt werden, Pastell 
war die Farbe ihres Jahrhunderts — Schmetterlings- 
staub für die flatterhaften Schmetterlinge, die üppigen 
Tag- und Nachtfalter! Wer hätte sie in Oel oder gar 
in die schroffe Tempera des Giotto übersetzen können! 

Ein farbiges „Pulvis et umbra* sumus!" rufen sie 
uns zu, die verstummten Acteurs jener prächtigen 
Bühne, die wir nur zehn Schritt weiter durch den Pinsel 
des trefflichen Canaletto für uns sich neu erbauen sehen. 
Das ganze alte Dresden jener Zeit sammt seinen Um- 
gebungen, und auch dies nicht etwa unbelebt, nein ! 
mit air dem kecken Reiz der Staffage im Kleinen, ge- 
schmückt durch seinen Freund Torelli, der grösser ist, 
als in seinen Altarbildern der katholischen Kirche, wenn 
er uns hier die steife Pracht des churfürstlichen Cor- 
tege schildert, die rothröckige Wache im Gewehr, jeder 
der wohlhäbigen gepuderten Soldaten dem andern reich- 
lich zwei Schritt vom Leibe und daneben die ehrfurchts- 
voll so tief sich verneigenden Pflastertreter, dass ihnen 



* Umbra ist bekanntlich eine Erdfarbe, die be- 
sonders zum Schatten verwandt wird. 



Einleitunfi. 85 

die mächtigen Haarbeutel zu Berge stehen. Die Markt- 
schreier und Quacksalber mit dem ehrlichen Hanswurst 
aus der guten alten Zeit, die Strassen-Berühmtheiten 
von dazumal, die Hofttirken und Kammerhusaren — 
und wie ein Memento mori dazwischen das letzte Bild 
Canaletto's : der von Kugeln zerschmetterte Thurm der 
Kreuzkirche, den wir auf den vorhergehenden Bildern 
soeben noch stolz und schön wie fßr die Ewigkeit 
prangen sahen! 

Ja, es ist wahrlich ein Stück Geschichte in Me- 
moirenform in diesen Käumen mit dem Pinsel nieder- 
geschrieben, und wir möchten noch manche Novelle pro- 
phezeihen, die hier von poetischen Gremüthem concipirt 
werden wird oder doch werden könnte! 

Dem Biographen der Gallerie aber mögen eß die 
günstigen Leser verzeihen, wenn er so nah dem Schlüsse 
seinen nüchternen Vorsätzen untreu sich zur Schil- 
derung von Bildern hat hinreissen lassen! Sie werden 
den betäubenden Duft dieses Treibhauses der Phantasie 
Im Erdgeschosse des Museums am besten an seinem 
warnenden Exempel erkennen und, je nach Lust und 
Neigung, suchen oder meiden ! 



Ein mehr als hundertjähriger Abschnitt in der Ge- 
schichte der Gallerie liegt mit dem Verlassen der alten 
Bäume abgeschlossen hinter uns ; der vorliegende kurze 
Versuch einer geschichtlichen Darstellung dieses Zeit- 
raumes sollte wie ein einfacher Grenzstein einen so 
wichtigen Moment für alle Zukunft bezeichnen und fest- 
halten. Eine neue Periode hat mit der Vollendung des 
neuen Museums begonnen ; möge sie zugleich ein Be- 
ginn erneuter Liebe und schützender Sorgfalt insbeson- 
dere auch für die zarte und Schutz bedürftige Blüthe 



86 Einleitung. 

lebender Kunst werden, deren Förderung die edelste 
Fortsetzung der Verehrung der Vergangenheit ist 

So sei und bleibe uns der neue Bau, ein edles Ver- 
mächtniss des unvergesslichen Friedrich August, voll- 
endet durch seinen erhabenen Nachfolger, doppelt ge- 
weiht, nicht blos seinen Sachsen, noch dem deutschen 
Vaterlande allein, sondern der ganzen gebildeten Welt, 
der Gegenwart und den künftigen Geschlechtem, zu 
einem Tempel des Edlen und Schönen, zum Palladium 
des heiteren Dresden! Ein Ziel andächtiger Pilger aller 
Nationen, die hier die herrlichsten Schöpfungen ihrer 
eigenen Meister und Schulen durch die Hand sächsischer 
Fürsten vereint, dankbar bewundem ! 

So tretet ein in aller Geister Gunst, 
Willkommen seid im Heiligthum der Kunst, 
Im Tempelraum, des Tages Lärm entnommen, 
„Im Heiligthum der Kunst willkommen!'*^ 



1 



* Inschrift über den Thüren des Kuppelraumes. 



I. 



Tapeten. 



Tapeten. 89 



Der Kuppel -Saal 

enthält sechs niederländische Tapeten, deren einige mit grösster 
Wahrscheinlichkeit als nach Gartens von Quintin Maspys [Matsys] 
(geboren zu Antwerpen um das Jahr 1460, gestorben um 1531) 
gewirkt betrachtet werden dürfen. 

Ueber denselben befinden sich sechs andere Tapeten, welche 
zu der bekannten Folge gehören, die nach Cartons von Kaphael 
gewebt wurden. (Das Nähere über beide in der Einleitung 
S. 74 u. ff.) 

A. Altniederländische Tapeten. 

Elgenthum S. Maj. des Königs. Im Jahre 1853 im Garde-Meubles 
des Brührschen Palais wieder aufgefunden. 

a. Die Kreuzigung. In Auffassung, Anordnung, Zeichnung, so- 
wie in der Ausführung die vortrefflichste der ganzen Folge. 

3,36 h., 3,29 br. 

b. Die Kreuztragung. 

3,44 h., 3,38 br. 

c. Die Anbetung der Hirten.* 

3,47 h., 3,36 br. 

d. Die Himmelfahrt. 

3,42 h., 3,33 br. 

e. Derselbe Gegenstand, von anderer Hand und von geringerer 
Schönheit. 

2,96 h., 2,88 br. 



* Der Garten zu dieser Tapete wird von Mr. Alfred Michiels 
in seiner neuesten Ausgabe der Histoire de Tart ftamande dem 
Jfferri Met de Bles zugeschrieben, wofär allerdings der Umstand 
spricht, dass die Eule (das Monogramm dieses Eiinstlers) sich 
zweimal in der Umrahmung der unter f angeführten Tapete vor- 
findet. Auf der Tasche des Hirtenknaben ist eine heraldische 
Lilie angebracht, dem Wappen der Stadt Lille entnommen. 



90 Tapeten. 

f. Das Abendmahl, ebenso und beide wohl von ein und demselben 
Meister, was auch aus der Aehnlichkeit der reichen Einfassun- 
gen von Blumen und Vögeln hervorgeht. Auch die Umrah- 
mungen der vier erstgenannten Tapeten sind von seltenster 
Schönheit der Anordnung und Ausführung. 

3,05 h., 2,84 br. 

B. Raphaelische Tapeten. 

Im Jahre 1728 vom General-Feldmarschall Grafen von Flemming 
für 12,000 Thlr. erkauft, 1790 durch den Hausmarschall Freih. 

von Racknitz wieder aufgefunden. 

S. Einleitung S. 79. 

g. Die Heilung des Ijahmgeborenen durch die Apostel Petrus und 
Johannes an der Thür des Tempels, welche die „sdiöne Pforte'* 
hiess. Apostelgesch. Cap. 3. v. 1. u. folgende. 

4,23 h., 6,:i5 br. 

h. Paulus straft den Zauberer Elymas mit Blindheit. Apostel- 
gesch. Cap. 13. V. 6 — 12. 

4,23 h., 3,3 br. Dieser Tapete fehlt die rechte Seite, 
welche den Paulus und Barnabas mit noch einigen andern 
Figuren enthält. 

i. Das Opfer zu Lystra, wo Paulus, der einen Lahmen geheilt 
hatte, und Barnabas sein Begleiter, beide für Jupiter und 
Mercur gehalten, göttlich verehrt werden sollen. Apostel- 
gesch. Cap. 14. V. 8 — 18. 
4,23 h., 6,35 br. 

k. Der wunderbare Fischzug. Evang. Lucä Cap. 5. v. 1 — 11. 
4,23 h., 5,00 br. 

1. Der auferstandene Christus, welcher zum Petrus spricht: 

„Weide meine Schafe!" Evang. Job. Cap. 21. v. 15 — 24. 
4,23 h., 6,15 br. 

m. Paulus predigt in Athen. Apostelgesch. Cap. 17. v. 22. u. ff. 
4,23 h., 5,25 br. 



IL 



Tempera- und Oelbilder. 



Byzantinische und Rorentinisctie Sctiule. 93 

Byzantinische Schule. 

1. Auferstehung Christi. 

(32d,) Goldgrund. Auf H. 0,22 h., 0,17 br. 

2. Verklärung Christi. Christus in der Mitte in doppeltem 

(32 d.) weissen Nimbus von ganz besonderer Gestaltung. Eechts 

Moses, links Elias. 

Goldgrund. Auf H. 0,37 h., 0,28 br. Oben in griechi- 
scher Schrift „Metamarphosis"' und die Anfangsbuch- 
staben der Figurennamen. 1860 aus dem Yorrath. 

3. St. Gregor. Sitzend auf einem Throne, in der Linken 
(32 d.) ein offenes Buch, die Eedite segnend erhoben. Der 

Name in griechischer Schrift; wie oben. 

Goldgrund. Auf H. 0,14 h., 0,11 Va br. 1861 aus 
dem Yorrath. Alle drei im Jahre 1672 durch den 
Obersten Christoph von Degenfeldt an Johann Georg II. 
zur Eunstkammer geschenkt. 

4. Die heihge Jungfrau mit dem Kinde. 

(32d.) Goldgrund. Auf H. 0,22 h., 0,17 br. 1857 aus Prof. 
Steinla's Sammlung. 

Florentinische Schule. 

Pisano (Giunta). Geb. um 1210. 

5. Maria mit dem Kinde auf einem Throne sitzend. 

(32 d.) Goldgrund. Auf H. 0,207« h., 0,15 br. 1860 aus 
dem Nachlass des Kunsthändlers S. Woodbume in Lon- 
don erworben. Preis 1 Guin. 15 Sh. 

GiottO di Bondone. Ceb. zu Yespignano 1276, gest. zu Flo- 
renz 1337. 

6. Die Darstellung im Tempel. 

(32 d.) Auf H. 0,82 h., 0,55 br. 1874 in Rom erworben. 

Schule des GiottO. 

7. Der todte Heiland von den heiligen Frauen beweint. 

(32 d.) Halbe Figuren. 

Rundbild auf H. im Durchmesser von 0,20. 1857 
Geschenk des Prof Steinla. 



1 



94 Rorentinische Schule. 

Schule von Siena. 

8. Die über ihrem Grabe schwebende Jungfrau giebt dem 
(32 d.) Apostel Thomas ihren Gürtel. 

Auf H. 0,45 h., 0,34 br. 

9. Ein Kreuzbild. 

(32 d.) Auf H. 0,.54 h., 0,43 br. 

10. Die Eückseite des vorigen Kreuzbildes. 
(32 d.) Auf H. V. Gr. 

Aus der Zeit und im Styl des DtICCiO di BuOfflinsegna. (Schule 
von Siena.) Um 1800. 

11. Maria mit dem Kinde in den Armen. Halbe Figur. 
(32 d.) In Tempera auf Goldgrund. Auf H. 0,26 h., 0,13 br. 

1846 aus Rumohr's Nachlass. 

12. Zwei Flügelbilder mit den Gestalten heiliger Männer 

(32 d.) und Frauen. 

Auf H. 0,.53 h., 0,26 br. 1857 aus Prof Steinla's 
Sammlung. 

Lorenzetti (Schule von Siena). 

13. Die heilige Jungfrau mit goldner Krone, Schleier und 

(32 d.) reich gesticktem Gewände. Brustbild. 

Fragment auf H. 0,35 h., 0,287, br. Aus Prof 
Steinla's Sammlung. 

Memmi (Lippo). Geb. um 1300, gest. zu Florenz 1344. 

14. Der Heiland dem Grabe entsteigend. 

(32d) Temperabild. Auf H. 0,21V« h., 0,21 Vs br. 1874 
durch Kunsthändler Buttstädt in Berlin. 

Im Styl des Lippo Memmi. 

15. Die Jungfi-au Maria mit dem auf ihrem Schooss stehen- 
(32 d.) den Cliristuskinde; zu beiden Seiten zwei heilige Frauen. 

Auf Goldgrund in Tempera. Auf H. 0,44 h., 0,20 br. 
1846 aus Rumohr's Nachlasse 



Rorentinische Schule. 95 

Tommaso di Stefano, gen. Giottino. Geb. 1324, gest. 1357 

in Florenz. 

16. Johannes der Täufer im GefUngniss, welchem zwei 
(32 d.) seiner Jünger Botschaft von Cliristo bringen. Evang. 

Matth. 11, 2. Altärchen mit alter Spitzbogenfassung, 

in deren oberem Rund das Brustbild eines Heiligen. 

Auf H. 0,60 b., 0,36 br. 1860 aus dem Nachlass des 
Kunsthändlers Woodburne in liondon erkauft. Preis 
7 Guineen. 

Starnina (Gherardo di Jacopo). Geb. 1354 in Florenz, gest. 
um 1413. 

17. Der Erzengel Michael mit Schwert und Weltkugel in 
(32 d.) den Händen. 

Auf H. Rundbild 0,18 im Durchmesser. 1860 desgl. 

18. Der Engel Raphael fuhrt den kleinen Tobias, welcher 
(32 d.) den Fisch im Arme hält, dessen Galle der Engel in 

seiner Rechten in einem Kästchen trägt. 

Auf H. Gegenstück. V. G. 1860 desgleichen. Mit 
Nr. 17 für 16Va Guineen. 

Schule des Fra Beato Giovanni da Fiesole. Geb. zu Mugello 

1387, gest. zu Rom 1455. 

19. Die Verkündigung. 

(32d.) In Tempera auf Goldgrund. Auf H. 0,28 h., 0,45 br. 
1846 aus Rumohr's Nachlass. 

Castagno (Andrea de)). Geb. zu Florenz 1390, gest. daselbst 1457. 

20. Madonna mit dem Kinde; zu ihren Seiten der heilige 
(32 d.) Hieronymus und Johannes der Täufer. 

Temperabild. Auf H. 0,63 h., 0,41 br. Früher in 
Palazzo Piccolomini zu Siena 1873; 400 Thlr. 

Pollaiuolo (?) (Antonio). Geb. 1429, gest. 1498 zu Florenz. 

21. Die Verkündigung. 

(B3.) Auf H. 1,37 h., 1,12 br. Nach Crowe und Caval- 
caselle von Baldassare Estense da Ferrara (um 1483). 



96 Rorentinische Schule. 

Florentinische Schule. 

22. Die Geburt Christi, bez. Antonius (?) Florentinus 

(32 c.) Mcccxxxm. 

Auf H. 0,25 h., 1,13 br. 

23. Die Kinder Israel sammeln Manna. 

(32 c.) Auf H. 0,30 h., 0,65 V« br. Nach Crowe und Caval- 
caselle von Ercole di Giulio Grandi daFerrara, gest. 1531. 

Luca di Gilio oder EgidiO Signorelli, gen. Luca da Cortona. 
Geb. zu Cortona um 1441, gest. daselbst nach 1524. 
Schüler des Pietro della Francesca. 

24. Heilige Familie. Maria betrachtet das Christkind, wel- 
(D3.) ches auf einem, von ihrem Mantel bedeckten Steine vor 

ihr liegt; der kleine Johannes umfasst das Köpfchen des 

Kindes, links sitzt Joseph. Auf einer FeTsenhöhe über 

der Hauptgruppe zwei singende Engel. 

Rundbild auf H. 1,66 h., 1,64 br. Früher im Besitz 
der Familie Venerosi in Pisa. Im Jahre 1860 aus dem 
Nachlass des Kunsthändlers S. Woodburne in London 
erkauft. Preis 540 Guineen. S. Einl. S. 51. 

25. Zwei Pilast«r mit den Figuren der Heiligen, Bernhard, 
(Ib.) Onophrius und Dorothea auf dem Einen, und Bem- 

hardin, Hieronymus und dem Schutzengel auf dem 
Anderen. 

Auf H. 1,30 h., 0,11 br. Vom Hauptaltar der Kirche 
S. Donnino zu Florenz. Sammlung Barker in London 
187i; 2.55 Guineen. 

VannuCCi (Pietro), gen. Pietro Perugino (?). Geb. zu Citta 
della Pieve 1446, gest. zu Castello Fontignano im 
December 1524. 

26. Der heilige Crispinus. 

(32 d.) Brustbild. Fragment auf H. 0,36 h., 0,25 br. ia57 
aus Prof. Steinla's Sammlung. 



Rorentinische Schule. 97 

Schule des Perugino. 

27. Der heilige Franciscus. 

(32 d.) Auf H. 0,22^/2 h., 0,16 br. 1875 van Mr. Nichols 
in London. 

Umbriscbe Schule. 

28. Der heilige Eochus, im Vordergrande einer Landschaft 
(32 c.) liegend ; ein Hündchen bringt ihm ein Stück Brod. 

Auf H. 0,22 h., 0,30V9 br. Nach Rumohr ein Jugend- 
bild des Raphael Santi. (?) 1857 aus Prof. Steinla's 
Sammlung. 

29. Madonna mit dem Kinde, welchem ein Engel Kirschen 

(32 d.) reicht. 

Auf Goldgrund. Auf H. 0,74 h. , 0,47 br. 1874 in 
Rom erworben. 

Fabriano (Gentile di Niccolo (li Giovanni di Masse), genannt 
Gentiie da Fabriano. Geb. zwischen 1360 und 
1370 zu Fabriano, gest. gegen 1450. 

30. Die Jungfrau mit dem Kinde auf einem Throne sitzend. 
(Ic.) Letzteres hält einen Granatapfel. 

Auf H. 0,69 h., 0,45 br. Sammlung Barker in Lon- 
don 1874; 380 Guineen. 

Pinturicchio (Beraardino Betti, gen. il). Greb. zu Peragia 1454, 
gest. zu Siena am 11. December 1513. 

31. Bildniss eines Jünglings. Hintergrund Landschaft. 
(Ib.) Auf H. 0,50^9 h., 0,a5V2 br. Durch Naumann als 

unbek. Or. Raphael d'ürbin Contrelait (?). Alt. luv. 1722. 

Filipepi (Sandro), gen. Botticelli. Geb. zu Florenz 1446, gest. 
am 17. Mai 1510. 

32. Johannes der Evangelist, Nägel und Dornenkrone in der 
(la.) linken Hand. 

Auf H. 0,47 h., 0,31 br. 

33. Johannes der Täufer. 

(la.) Brustbild. Gegenstück zum Vorigen. Auf H. 0,47 h., 
0,31 br. 

7 



98 Florentinische Schule. 

34. Ein Wunder des heiligen Zenobius, Bischofs von Plo- 
(32 c.) renz. Predella in vier Abtheilungen. Ein Knabe ist 

unter die Kader eines Karren gerathen; die verzweifelte 
Mutter übergiebt das Kind dem Heiligen, der es ihr 
lebend zuruckgiebt. In der vierten Abtheilung sieht 
man den Heiligen sterbend, wie er die ihn Umgebenden 
segnet. 

AufH. 0,66 h., 1,82 br. 1868 aus der v. Quandt'schen 
Sammlung. Früher bei Metzger in Florenz. Preis 
2000 Thk. 

35. Madonna mit Kind und Johannes dem Täufer. 

(la.) Temperabild. Auf H. 0,90 h., 0,74 br. 1874 durch 
Kunsthändler Pinti von Mr. Alexander Fitzmorrice. 
Preis 600 Pfund Sterling. 

Derselbe (?). 

36. Maria mit dem Jesuskinde; es hat eine Eose in der 
(32 c.) Hand, nach welcher einer der dahinter stehenden Engel 

langt. 

Auf H. 0,81 h., 0,91 br. November 1832 vom Kunst- 
händler George gegen zwei kleine Poelenburgs einge- 
tauscht. 

37. Galathea auf einem Delphin stehend. 
(32 a.) Auf H. 1,30 h., 0,54 br. 

Curradi (Domenico), gen. Ghirlandajo. Geb. zu Florenz 1449, 
gest. 11. Januar 1494. 

38. Die Geburt des Heilandes. Zu den Füssen des heiligen 
(32 c.) Joseph liegt das Christkind auf Heu und dem unter- 
gebreiteten Mantel der heiligen Mutter, welche anbetend 
vor ihm kniet. 

Rundbild auf H. im Durchmesser 0,78. 1857 aus 
Prof Steinla's Sammlung. Schulbild. 



Rorentinische Schule. 99 

Leonardo da Vinci. Geb. zu Vinci 1452^ gest. zu Cloux bei 
Amboise am 2. Mai 1519. 

39. Maria mit dem Kinde auf ihrem Schoosse, das auf einem 
(Ic.) rothen Kissen sitzt und nach einer Weinbeere greift, 

welche ihm die Mutter reicht; links unten der kleine Jo- 
hannes anbetend. Im Hintergrunde rechts ein offenes 
Fenster mit Aussicht auf Städte und ferne Gebirge, 
links ein Bett. 

Auf H. 0,38 h., 0,30Va br. Jugendbild des Meisters 
(um 1470) von wunderbarer Feinheit der Vollendung. 
Im Jahre 1860 als Loren zo dl Credi aus dem Nachlass 
des Kunsthändlers S. Woodburne in London erkauft. 
Preis 220 Guineen. S. Einl. S. 51. 

Schule des Leonardo da Vinci. 

40. Herodias mit dem Haupte Johannes des Täufers. 

(B 1.) Auf H. 1,65 h., 0,63 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
lU 46). 1748 durch Placido Gialdi und P. Guarienti 
aus der K. Gallerie zu Prag als Original von Leonardo 
da Vinci. Nach v. Quandt: Marco d'Ogglone. 1838 rest. 

41. S. Magdalena. 

(la.) Lebensgrosses Brustbild. Auf H. 0,63 h., 0,48 br. 
1857 auf Prof. Steinla's Sammlung. 

Unbeicannt. 

42. Maria hält das Kind, welches auf ihrem Schoosse steht; 
(32 a.) zur Seite zwei Engel mit Lilienstengeln. 

Auf H. 0,73 h., 0,59 br. 1741 durch V. Rossi als 
Leonardo da Vinci für 300 Thlr. Inv. 8vo. 1827 von 
Palmaroli rest. Unächtes Bild mit einer modernen In- 
schrift: Leonardi Vincii Opus. 

Credi (Lorenzi di). Geb* zu Florenz 1459, gest. am 12. Ja- 
nuar 1537. 

43. Maria mit dem Kinde, welches den kleinen Johannes 

(1 c.) küsst. 

Auf H. 0,.58 h., 0,47 V2 br. 1867 aus Prof. Steinla's 
Sammlung. 

7* 



100 Florentinische Schule. 

44. Die Jungfrau, das vor ihr liegende Kind anbetend, wel- 

(Ic.) ches sich nach einem Stieglitz umsieht. 

Auf H. 0,89 h.. 0,66 br. Sammlang Barker in Lon- 
don 1874; 460 Guineen. 

45. Die Jungfrau auf einem Throne sitzend und das seg- 
(la.) nende Kind haltend. Zu ihrer Kechten der heilige Se- 
bastian, links der Evangelist Johannes. 

Auf H. 1,76 h., 1,76 br. Wie das Vorige; 460 Guineen. 

Lippi [Filippino] (Sohn des Fra Filippo). Geb. zu Prato 1458, 
gest. 13. April 1504. 

46. Maria mit dem Kinde, welches neben ihr sitzend ein 
(1 c.) aufgeschlagenes Buch hält. 

Auf L. 0,48 h., 0,37^2 br. 1857 aus Prof. Steinla's 
Sammlung. 1864 durch Schirmer auf Leinwand über- 
tragen. 

Garbo (Eaffaelino del), auch K. Karli gen. Geb. zu Florenz um 
1466, gest. 1524. 

47. Maria mit dem Kinde auf dem Arme, neben ihr S. Franz 

(Ic.) von Assisi und S. Hieronymus. 

Rundbild auf H. im Durchmesser von 0,75. 1857 
aus Prof. Steinla's Sammlung. 

Unbekannt. (Nach Rumohr von Marco Palmezzano da 
Forli.) Geb. zu Forli um 1456, gest. nach 1536. 

48. Anbetung der Könige. 

(32 a.) Auf H. 0,59^2 h., 0,43V2 br. 

Nach Michel Angele Buonarotti. Geb. zu Chiusi bei Arezzo 
1474, gest. zu Rom 1564. 

49. Leda mit dem Schwane. 

(B 1.) Auf H. 1,22 h., 1,83 br. Nach Michel Angelo's Car- 
ton von einem niederländischen Meister, vielleicht von 
Rubens' eigner Hand. Aus der Sammlung der Gräfin 
Wrzowecz in Prag durch Leplat 15. Juni 1723. Alt. Inv. 



• - • • • • 

I •-• • • 

• • • • 



Rorentinische Schule. 101 

Aus der Schule Buonarotti. 

Motiv einer Figur aus dem jüngsten Gericht in der 
Sixtinischen Capelle. 

50. Ein Mann an einen Baumstamm gekettet, leidet den 

(C 1.) Feuertod, bez. FVMO PEREAT, QVI FVMVM VEN- 

DIDIT. 

Auf L. 1,86 h., 0,97 br. 1748 aus der K. Gallerie 
von Prag durch Placido Gialdi und P. Guarienti. 
S. Einl. S. 4a u. f. 

Copie nach Michel Angelo und Sebastiano del Piombo. 

51. Die Geisselung Christi. 

(2 b.) Auf H. 0,59 h., 0,43 br. Aus der Kunstkammer. 
Altf Inv. 1722. Original in S. Pietro in Montorio in Rom. 

Desgl. nach Michel Angelo (Giulio Clovio?). 

52. Eine heilige Familie. 

(35b.) Auf K. 0,19V, h., 0,15 br. 1740 durch von Heineken 
aus Hamburg. 

Bigio (Francia), eigentlich Francesco di Cristofano. Geb. 
zu Florenz 1482, gest. daselbst am 14. Januar 1525. 

53. David sieht Bathseba im Bade, während Urias aut der 
(1 b.) Balustrade seines Hauses schlummert ; auf der anderen 

Seite Urias und David beim Mahle und die Sendung 
des Urias mit dem Briefe. 

Auf H. 0,85 h., 1,72 br. Bez. mit dem Mono- 
gramm des Meisters und A. S. (Anno Salutis) 
MDXXUI. 

Ubertino (Francesco), gen. B a c c h i a c c a. Gest. zu Florenz 1557. 

54. Drei Thronbewerber werden von einem König veranlasst, 
(1 b.) nach dem Herzen ihres todten Vaters Pfeile zu schiessen. 

Der sich Weigernde wird als der ächte Sohn erkannt. 
Nach Anderen das Martyrium der Heiligen Marcus und 





102 Florentinische Schule. 

Marcellinus. Der heilige Sebastian weigert sich, die vom 
Kaiser Dioclectian befohlene Hinrichtung dieser seiner 
Glaubensbriider und Legionsgenossen zu vollstrecken. 

Auf H. 0,&5 h., 1,90 br. Nach Vasari für Gio. Maria 
Benin tendi gemalt. Mit Nr. 53 im Jahre 1750 aus der 
Sammlung des Marchese Suares in Florenz für 1000 
Zecchinen erkauft. 

Sarto (Andrea del), eigentlich Andrea d'Agnolo (früher Van- 
nucchi genannt). Geb. zu Gualfonda 1487, gest. 
zu Florenz am 22. Januar 1532. 

55. Die Verlobung der heiligen Catharina mit dem Christus- 
CD 4.) kinde, daneben die heilige Margaretha. 

Auf H. 1,67 h., 1,24 br. Bez. mit dem 
Monogramm des Meisters. 1748 ans der E. 
Gallerie zu Prag durch Flacldo Gialdi und 
F. Guarienti. 1826 von Falm. rest. 

56. Das Opfer Abraham's. 

(D 3.) Bez. wie das Vorige. Auf H. 2,12 h., 1,59 br. * (Altes 
Kupferstichwerk 1 8.) Mod. Ank. Ursprünglich für 
Franz I. von Frankreich gemalt. Ein gleiches Bild in 
Madrid. 

57. Der Leichnam Christi im Schoosse seiner Mutter. 

(3 b.) Auf L. 0,25 h., 0,20 V2 br. Aus der Kunstkammer. 
Bez. wie die Vorigen. "^ 

Derselbe (angeblich). 

58. Eine heilige Familie. 

(B 2 ) Auf L. 1 ,46 h., 2,0 br. :J: (Altes Kupferstichwerk 
I 7.) Wahrscheinlich von Sassoferrato nach einer Zeich- 
nung des Raphael. Unächt bez. AND's SARTVS. Mod. 
Ank. als Pietro Vannucci, gen. Perugino. 

59. Besuch der Maria bei Elisabeth. 

(R 9.) Auf L. 0,60 h., 0,50 br. 1743 als Francesco Vanni 
durch Le Leu aus Paris, 1500 Livres. 



Florentinische Schule. 103 

Copieen nach Andrea del Sarto. 

60. S. Catharina knieend. 

(B 2.) Lebensgr. Auf L. 1,44 h , 0,64 br. 

61. S. Margaretha. 

(B2,) Gegenstück. Desgl. V. Gr. Beide 1856 aus dem 
Vorrath. Die Originale sind im Dom von Pisa. 

Bronzino (Angele). Geb. zu Florenz um 1502, gest. 1572. 

62. Moses wirft die Gesetztafeln zur Erde. 
(2b.) Auf H. 1,40V9 h., 1,00 br. 

63. Brustbild Cosmus II., Herzogs von Florenz (als Gross- 
(la.) herzog Cosmus I.) bez. COSMVS MED. FLOR. ET 

SENARVM DVX H. 
Auf H. 0,59 h., 0,4.5V2 hr. 

64. Brustbild der Herzogin Eleonore, seiner Gemahlin, 
(3 c.) Tochter des Don Pedro de Toledo, Marchese di Villa- 

franca, Vicekönigs von Neapel. 
Auf H. 0,39 h., 0.29 br. 

65. David und Goliath. 

(31c.) Auf H. 1,10 h., 1,55 br. Aus dem Stallgebände als 
Man. de Kaphael. Alt. Inv. 1722. 

Vasari (Giorgio), der Jüngere. Geb. zu Arezzo 1512, gest. zu 
Florenz 1574. 

66. Maria mit dem Leichnam Christi auf ihrem Schoosse ; in 

(a5d.) den Ecken die vier Evangelisten. 

Auf H. 0,42 h., 0,29 br. 1749 durch Siegm. Striebel 
aus Eom, 20 Scudi. 

Unbekannt. (Florentiner Schule.) 

67. Maria mit dem Kinde und S. Vitus. Im Hintergrunde 
(2 a.) andere Heilige und Joseph. 

Auf L. 1,3472 h., 0,95 br. 



104 Florentinische Schule. 

Naidini (Battista). Geb. zu Florenz 1537, gest. 1584. 

68. Die Anbetung der Hirten. 
(B 3.) Auf H. 0,83 h., 0,65 br. 

69. Die Anbetung der Könige. 

(B 3.) Auf H. 0,82 h., 0,64 br. 1741 beide durch V. Eossi 
aus Italien. Inv. 8vo. 

Vanni (Francesco). Geb. zu Siena 1563, gest. .25. October 1609. 

70. Heilige Familie. 

(3 c.) Auf L. 1,24 h., 1,05 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I 25.) 1826 von Palm, und Renner rest. 

Furini (Francesco). Um 1604 Schüler des Matteo Rosselli. 

71. S. Cecilia. 

(3c.) Brustbild auf L. 0,47 h., 0,36V2 br. 1857 aus Prof. 
Steinla^s Sammlung. 

Ficherelli (Feiice), gen. Feiice Riposo. Greb. zu San Gimig- 
nano 1605, gest. 1660. 

72. Lucretia und Tarquinius. 

(34c.) Auf L. 1,24 h., 1,91 br. Ganz ähnlich dem Bilde 
von Guido Cagnacci, in der Akademie San Luca zu 
Rom. Durch Graf Gotter als Giordano. 800 Conv. fl. 

• 

Pignoni (Simone). Geb. zu Florenz 1614, gest. 1706. 

73. Die Gerechtigkeit. 

(34 d.) Auf L. 0,90 h., 0,75 br. Bez. S. P. 

Dolci (Carlo). Geb. zu Florenz 1616, gest. 1686. 

74. Herodias mit dem Haupte Johannis. 

(Bl.) Auf L. 0,98 h., 0,82 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I 42.) Gemalt tür den Marchese Rinuccini, nach Bal- 
dinucci's Angabe. 



Florentinische Schule. 105 

75. Die heilige Cäcilie, die Orgel spielend. 

(B 1.) Auf L. V. Gr. * (Altes Kupferstichwerk I 43.) Gemalt 
für den Grossherzog Cosmus III., welcher es dem Gross- 
schatzmeister von Polen schenkte. S. Baldinucci. 1742 
beide durch Eigaud aus der Sammlung des Prinzen 
Carignan in Paris für 1600 Livres erworben. Früher 
waren beide in der Sammlung des Mr. Talard. 

76. Der Heiland, das Brod und den Wein segnend. 

(B 1.) Auf L. 0,89 h., 0,74 br. * (Altes Kupferstichwerk 
I 41.) Aus Casa Rumieri in Venedig. Die Copie die- 
ses Bildes von Agnese Dolci. Tochter des Carlo, ist in 
der Sammlung des Louvre in Paris. Cat. No. 182. 

Schule des Dolci, wahrscheinlich Agnese Dolci. Gest. nach 
1686. 

77. Kopf der Maria. 

(B 1.) Auf L. 0,77 h., 0,60 br. 1741 durch Heineken aus 
Hamburg als unbekannt. 

Lutl (Benedetto). Geb. zu Florenz 1666, gest. zu Rom 1724. 

78. Christuskopf. 

(B 3.) Oval, auf L. 0,74 h., 0,61 br. 

79. Marienbild. 

(B 3.) Auf L. Vorige Form. 0,73 h., 0,61 br. 1742 beide 
durch Riedel aus Prag. Inv. 8vo. Beide auf der Rück- 
seite bez. Eques Benedictns Lutis pingebat. Anno 1722. 



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106 Römische Schule. 

Römische Schule. 



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Santi, Raphael (von Urbino). Geb. zu Urbino den 28. März 1483 
am Charfreitag, gest. zu Eom am 6. April 1520 am 
Charfreitag. 

80. Die Jungfrau Maria mit dem Christuskinde in den 
(A.) Armen, auf Wolken schwebend, rechts neben ihr kniet 

der heilige Sixtus, links die heilige Barbara. Unten zwei 
Engelkinder. Im Hintergrunde zwischen zwei grünen 
Vorhängen eine Glorie von Engelsköpfen. Dieses Bild 
ist unter dem Namen der „Madonna di San Sisto" welt- 
berühmt. 

Auf L. 2,65 h., 1,96 br. Ä (Altes Kupferstichwerk 
III 1.) Nach Yasari, gemalt für den Hochaltar des 
Benedictiner- Klosters Sanct Sixtas zu Piacenza, von 
König August III. durch C. C. Giovannini im Jahre 1753 
ebendaselbst für den Preis von 20,000 Dukaten oder 
40,000 Scudi Romani, ohngefähr 60,000 Thaler erkauft. 
1826 von Palm. rest. S. Einleitung S. 25. 

Nach Raphael'S Erfindung. 

81. Anbetung der Könige. 

(Ib.) Auf H. 0,71 h., 0,59 br. Bez. R— 1564. 1741 durch 
V. Rossi vom Abbate Ricci in Venedig für 525 Thaler 
erkauft. Die bekannte Composition aus den Tapeten, 
welche in die Jahre 1514 bis 1516 und später fallen. 

Copie nach Raphael, von Dionysius Calvaert. Geb. um 1565 

zu Antwerpen, gest. 1619. 

82. Die heilige Cäcilia auf den Gesang der Engel hörend. 
(D 2.) Zu ihrer Seite S. Paulus und Geminianus, Magdalena 

und der Evangelist Johannes. 

Auf L. 2,34 h., 1,48 br. Aus Casa Ranuzzi in Bo- 
logna angekauft durch P. Guarienti als eine treffliche 
Copie von Dionysio Flamingo, wie Calvaert von den 



Römische Schule. ' 107 

Italienern genannt wurde. Mft dem S. Franciscus von 
Guercino nnd einer Caritä Komana von Pasinelli zu- 
sammen mit 1650 Dukaten in Gold, bezahlt. 

83. Alte Copie der „Madonna della Sedia". 

(B 1.) In runder Form, auf H. 0,74 h., 0,73 br. Das Ori- 
ginal im Palazzo Pitti in Florenz. Von Palm. rest. 

Copie nach Raphael. 

84. Die Anbetung der Hirten. 

(B2.) Auf H. 0,82 h., 1,18 br. 1744 durch Louis Talon 
aus Spanier als Raphael. 

Desgleichen. 

85. Madonna, bekannt als: „la belle Jardiniere". 

(B 3 ) Auf H. 1,22 h., 0,82 br. Bez. RAPHA.LO. am Saum 
des Mantels. 1748 aus der K. Gallerie von Prag durch 
Gialdi und Guarienti als Raphael. — Das Original ist 
in der Sammlung des Louvre in Paris. Cat. No. 375. 

Copie nach Raphael von A. R. Mengs. 

86. Der Prophet Jesaias. 

(Dl.) Auf L. 2,44 h., 1,53 br. Nach dem Fresco in 
S. Agostino zu Rom. 

Schule des Raphael. 

87. Heilige Familie. 

(32a.) Auf H. 0,72 h., 0,57 br. Mod. Ank. 

88. Odysseus entdeckt Achilles unter den Jungfrauen im 

(32 d.) Hause des Licomedes (?). 

Auf H. 0,26V2 h., 0,58 br. 1846 aus Rumohr's Nach- 
lass mit No. 11, 15 und 19 zusammen für 155 Thaler 
erkauft. 

89. Heilige Familie. 

(B 1.) Runde Form, auf H. 0,84 h. u. br. Das Original: im 
Museo del Prado zu Madrid, Cat. Guarienti No. 285: 
aus Modena (?). 



108 Römische Schule. 

Gimignano (Vincenzo Tamagnl da San). (?) Gest. zu Florenz 1530. 

90. Maria mit dem Einde, welches den kleinen Johannes 

(1 c.) küsst. 

Auf H. 0,52V9 h., 0,39 br. HC (Altes Kupferstich- 
werk DI 28.) Gehört vielmehr der Mailändischen Schule 
an und ist noch im handschriftlichen Inventar von 1809 
angeführt als: „Unbekannt^^ Erst im Catalog von 18 J 2 
u. ff. als ,,Yincenzo da Gimignano". In den früheren 
französischen Catalogen als: ,,Maitre inconnu Italien" 
richtig bezeichnet. 

Caldara (Polidoro), gen. da Caravaggio. Geb. zu Caravaggio 
um 1495, gest. 1543. 

91. Eunder Kupferblechschild, worauf ein Eeitergefecht. 

(32 a.) Grau in Grau gemalt, 0,50 h. u. br. Bez. C. F. 1749 
durch Siegmund Striebel aus Eom, 40 ^cudi. 

Penni (Giov. Francesco), gen. il Fattore (?). Geb. zu Florenz 
1488, gest. zu Neapel 1528. 

92. Der Erzengel Michael. 

(Dl.) Auf L. 2,05 h., 1,23 br. Mod. Ank. Als Dosso Dossi; 
von Palm. rest. 

93. Der heilige Georg. 

(Dl.) Auf L. 2,08 h., 1,24 br. Mod. Ank. Als Garofalo, 
später im Cat. Guarienti als Eaphael bez., von Palm, 
rest. 

Pippi (Giulio), gen. Giulio Eomano. Geb. zu Eom 1492, 
gest. zu Mantua 1 546. 

94. Pan und der jugendliche Olympos. 

(D4.) Auf H. 2,47 h., 1,85 br. 1732 durch König August U. 
von Mr. Zamboni in London als Gr. von Michel Angelo 
für 300 Louisd'or erkauft. Früher in der Gallerie von 
Mantua. 



Römische Schule. 109 

95. Heilige Familie, gen. „Madonna della Catina". * 

(B2.) Auf H. 1,62 h., 1,20 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I 9.) Mod. Ank. Wie Vasari erzählt, gemalt fttr den 
Herzog Friedrich von Mantua, der es an Isabella 
Buchetta schenkte. 

Buonacorsi (Pietro), gen. Perino del Vaga. Geb. zu Florenz 
1500, gest. zu Eom 1547. 

96. Maria mit dem Kinde. 

(35 b.) Auf H. 0,43 h., 0,35 br. Aus der Kunstkammer als 
Caravaggio. Alt. Inv. 1722. Verdorbenes Bild. 

Ramenghi (Bartolomeo), gen. Bagnacavallo. Geb. 1484 zu 
Bagnacavallo, gest. zu Bologna 1542. 

97. Maria mit dem Kinde, auf Wolken thronend. Unten 

(D 2.) S. Geminianus, Petrus, Paulus und Antonius von Padua. 

Auf H. 2,51 h., 2,08 br. Im Jahre 1755 für König 
August III. durch den Maler C. C. Giovannini in Bo- 
logna erkauft, wo es sich im Conven to de Pellegrinl 
befand. Das Bild selbst wurde mit 300 Dukaten Gold 
bezahlt. Ausserdem wurden noch 400 Dukaten Gold 
ausgegeben für ein altes Bild ähnlicher Grösse, um den 
im Kloster zurückgebliebenen alten Rahmen zugleich 
noch mit Hülfe einiger Zusätze, die Giovannini malte, 
auszufüllen. S. Einl. S. 34. 

BarOCCiO (Federigo). Geb. 1528 zu Urbino, gest. 1612 eben- 
daselbst. 

98. Hägar tränkt ihren Sohn Ismael in der Wüste. 

(2 c.) Auf L. 0,39 h., 0,28^2 br. 1774 durch Louis Talon 
aus Spanien als Gitanilla d'aprfes Correggio. (?) 

99. Die ^Himmelfahrt der Maria. 

(36a.) Auf L. 1,45 h., l,li br. Bez. F. B. 1755 durch 
Pietri Bonini aus Rom. 

100. Maria mit dem Kinde, S. Franciscus und S. Dominicus. 
(B 2.) Auf L. 1,58 h., 1,25 br. Bez. 1598. 



110 Römische Schute. 

101. Der heilige Franciscus empfängt die Wundmale. 
. (35 d.) Auf L. 0,65 h., 0,47 br. 

102. Magdalena am Grabe Christi. 

(35b.) Auf L. 0,54 h., 0,43 br. Durch Kindermann als 
Perruzzi. Alt. Inv. 1722. 

103. Die Grablegung Christi. 

(35 d.) Auf L. 0,57 h., 0,36 br. Aus der Gallerie des Gra- 
fen Wallenstein in Dux. 

Unbekannt. 

104. Eine heilige Familie. 

(32 d.) Auf L. 0,84 h., 1,12 br. Als Bened. Garofalo durch 
Eindermann. Alt. Inv. 1722. 

105. Die heilige Margaretha. 
(D 4!) Auf L. 1,72 h., l,'2615r. 

Cesari (Giuseppe), gen. il Cavaliere d'Arpino. Geb. 1560 
oder 1568 zu Arpino, gest. 1640. 

106. Eine Römei*schlacht. 

(D 3.) Auf L. 2,60 h. , 4,23 br. 1738 durch V. Rossi. 
Inv. 8yo. 

Feti (Domenico), Schüler des Civoli. Geb. zu Rom 1589, gest. 
zu Venedig 1624. 

107. David mit dem Schwert und Haupte Goliath's. 

(0 2.) Auf L. 1,60 h., 1,12 br. li- (Altes Kupferstichwerk 
I 26,) 

108. Die Marter der heiligen Agnes. 
(C 1.) Auf H. 0,58 h., 0,44 br. 

109. Die Rückkehr des verlorenen Sohnes. 
(C 1.) Auf H. 0,60 h., 0,45 br. 



Romische Schule. 111 

110. Das Gleicliniss von dem verlorenen und wiedergefundenen 

(C '2.) Groschen. 

Auf H. 0,56 h., 0,45 br. ^ Altes Kupferstichwerk 
II 29.) 

111. Das Gleicliniss von dem verlorenen und wiedergefundenen 
(C 1.) Schafe. 

Auf H. 0,61 h., 0,46 br. 

112. Das Gleichniss: „Kann auch ein Blinder dem andern 
(C 1.) den Weg weisen?" 

Auf H. 0,56 h., 0,73 br. 

113. Das Gleichniss von den Arbeitern im Weinberge. 

(C 2.) Auf H. 0,60 b., 0,45 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
U 30.) . 

114. Das Gleichniss von dem Herrn, zu dessen Gastmahle 
(C 1.) Krüppel und Lahme herbeigemfen werden. 

Auf H. 0,61 h., 0,46 br. 

115. Der barmherzige Samariter. 
(C 3.) Auf H. 0,70 h., 0,fc4 br. 

116. Das Gleichniss vom Knechte, dem sein Herr die Schuld 
(C 2.) erliess und der nicht Gleiches that an seinem Mitknechte. 

Auf H. 0,62 h., 0,46 br. 

117. Der junge Tobias zieht den Fisch aus dem Wasser. 

(C 3.) Auf H. 0,C6 h., 0,82 br. Alle im Jahre 1742 durch 
Riedel aus Prag. 

Derselbe (?). 

118. Der heilige Sebastian. 

(C 3.) Auf L. 1,89 h., 1,08 br. Cat. Guarienti No. 164 als 
.,Domenico Fetis" aus Modena. Scheint vielmehr der 
Venezianischen Schule angehörig. 



112 Römische Schule« 

119. Die vier Evangelisten in einer Säulenhalle, über ihnen 
(31 b.) der heilige Geist in Gestalt einer Taube. 

Auf H. 1,75 h., 1,S0 br. Bez. 1567. Aus der Kunst- 
kammer als Baldassare Peruzzi. Alt. luv. 1722. Wahr- 
scheinlich von einem italienisirten Niederländer, viel- 
leicht Pieter Aertsen. 

Berettini (Pietro), gen. Pietro da Cortona. Geb. zu Cortona 
1596, gest. zu Korn 1669. 

120. Merkur mahnt Aeneas, seine Abfahrt von Carthago zu 
(S 1.) beschleunigen. 

Auf L. 2,54 h., 4,16 br. 1738 durch V. Rossi. Inv. 8vo. 

121. Ein römischer Feldherr spricht vor den Consuln. 
(H4.) AufL. 0,99 h., 1,52 br. 1731 durch Leplat. Inv. Svo. 

Derselbe (?). 

122. Die Errichtung der ehernen Schlange. Skizze nach dem 
(RH.) grossen Deckenbilde des Tintoretto in der Scuola di 

San Rocco zu Venedig. 

Auf L. 1,64 h., 0,89 br. 1856 aus dem Vorrath. 
Durch Leplat als Titian Man. Alt. Inv. 1722. 

123. Ein alter Mann mit langem Bart und Haupthaar. 
(H 1.) Auf L. 0,72 h., 0,56 br. 

Cerquozzi (Michel Angelo), gen. Delle Battaglie. Geb. zu 
Rom 1602, gest. den 4. April 1660 ebendaselbst 

124. Eiqp Kriegsscene. 

(33 c.) Auf L. 0,60 h., 0,74 br. 

125. Ein Feldherr lässt Todte begraben. 

(R 11.) Auf L. 0,74 h., 1,20 br. 1861 aus dem Vorrath auf- 
genommen. 



Römische Schule. 113 

Saivi (Giovanni Battista), gen. Sassoferrato. Geb. zu Sasso- 
ferrato in der Mark Ancona den 11. Juli 1605; gest. 
zu Korn den 8. April 1685. 

126. Die heilige Jungfrau, das schlafende Jesuskind in ihren 
(B 2.) Armen haltend, umgeben von Gherubimköpfchen. 

Auf L. 0,78 h., 0,99 br. 1741 aus Casa Grimani Ca- 
lergi durch Y. Rossi. Nach einer Radirung von Guido 
Reni, mit hinzugefügten Cherubimköpfchen. 

127. Maria betend. 

(B 2.) Auf L. 0,50 h., 0,39 br. Desgl. nach Guido Reni. 

128. Maria neigt sich über das an ihrer Brust schlummernde 
(B2.) Kind. 

Auf L. 0,47 h., 0,39 br. 

Brandi (Giacinto). Geb. zu Poli 1623, gest. zu Rom 1691. 

129. Dädalus setzt dem Icarus Flügel an. 
(R 2.) Auf L. 1,74 h., 1,40 br. 

130. Moses mit den Gesetztafeln. 
(33 a.) Auf L. 1,00 h., 0,76 br. 

Maratti (Carlo). Geb. 1625 zu Camerano, gest. 1718 zu Rom. 

131. Maria mit dem Christuskinde, welches auf Stroh in der 

(B 2.) Krippe ruht. Oben drei Cherubimköpfchen. 

Auf L. 0,99 h., 0,75 br., * (Altes Kupferstichwerk 
I. 44.) 1747 durch Rigaud aus Paris für 2000 Livres; 
de la Succession Polignac. 

132. Maria mit dem schlafenden Christuskinde. 

(B 2.) Auf L. 0,46 h., 0,a5 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
1. 45.) 

133. Maria betrachtet das vor ihr liegende Christuskind; dabei 
(B 2.) der kleine Johannes. 

Auf L. 0,45 h., 0,36 br. 

8 



114 Römische Schule^ 

Derselbe. (?) 

134. Eine heilige Familie. 

(35 b.) Auf L. 1,51 h., 1,27 br. 1724 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. A. 1565. 

135. Eine junge Frau, von Früchten umgeben, unter einem 
(35a.) Apfelbaum. Die Früchte sind von Karel van Voglaer. 

genannt 

Carlo di Fiore, auch Distelblum, geb. zu Maastricht 1635, 
gest. zu Eom 1695. 

Auf L. 1 ,31 h., 0,97 br. Im Jahre 1749 durch Siegm. 
Striebel aus Rom; 45 Scudi mit einem Gegenstück. 

Schule des Maratti. 

136. Ein todter Hase mit Flügelwild auf einem Tische ; zu 
(R 12.) dem Fenster kommt eine Katze herein ; ein Knabe hetzt 

einen Hund auf sie. 

Auf L. 1,35 h., 0,95 br. 1741 durch Rossi aus Italien 
als Mr. Davidde, die Figuren von Maratta. 230 Thlr. 
Inv. 8vo. 

BerettonI (Nicolo). Geb. 1637 zu Montefeltro, gest. 1682. 
Schüler des Carlo Maratti und Simon Cantarini. 

137. Die Geburt Christi. Ganze Figuren. Auf der andern 
(5 c.) Seite die Taufe Christi. 

Auf K. 0,73 h., 0,36 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Rossi (Pasquale), gen. Pasqualino. Geb. zu Vienza 1641, 
gest. nach 1718. 

138. Anbetung der Hirten. 

(5 b.) Auf L. 0,26 h, 0,32 br. 

139. Johannes predigt vor dem Volk. 
(33c.) Auf L. 0,4872 h., 0,64 br. 



Römische, Ferraresische und Lombardische Schule. 115 

Gabbiani (Antonio). Geb. zu Florenz 1652, gest. 1726! 

140. Christus am Tische des Pharisäers Simon. 
(33d.) Auf L. 0,95 h., 1,39 br. 

Chiari (Giuseppe). Geb. zuEom 1654, gest. 1727 ebendaselbst. 

141. Die Anbetung der Weisen, bez. lOSEPH CLARVS 
(36 b.) PINGEBAT ANNO MDCCXIV. 

Auf L. 2,45 h , 2,81 br. 

Battoni (Pompejo Girolamo). Geb. zu Lucca 1708, gest. zu Rom 
1787. 

142. Johannes der Täufer. 

(B 2.) Auf L. 1,20 h., 1,86 br. 

143. Die büssende Magdalena. 

(B 1.) Auf L. V. Gr. S. Einleitung S. 62. Anmerkung. 

144. Die bildenden Künste : Malerei, Bildhauerei und Bau- 
(B 1.) kunst. 

Auf L. 1,00 h., 0,74 br. 



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Ferraresische und Lombardische Schule. 



Mazzolino (Lodovico). Geb. zuFerrara 1481, gest. daselbst 1528. 

145. Christus wird von Pilatus dem Volke gezeigt. 

(Ib.) Auf H. 0,65 h , 0,42 br. 1876 vom Kunsthändler 
Kox in London. Preis 350 Guineen. Früher im Besitz 
des Grafen James Pourtales- Gorgier zu Paris. 1865 
daselbst versteigert. 

8* 



116 Ferraresische und Lombardische Schule. . 

D088i (Bosso), eigentlich Giovanni di Lutero. Geb. zu D06SO 
im Ferraresischen um 1479, gest. 1541. 

(Schule von Ferrara.) 

146. Die Gerechtigkeit mit der Waage und den Fasces. 

(D 1.) Auf L. 2,02 h., 1,05 br. Mod. Ank. Als Oripnal 
im Cat. von Modena. 

147. Diana und Endymion. 

(R 5.) Auf L. 0,95 h. , 1,54 br. Mod. Ank. Als Parme- 
gianino. 

148. Eine Höre mit ApoUo's Gespann. 

(R 5.) Auf L. 0,88 h., 1,55 br. Mod. Ank. Als Garofalo. 

149. Der Friede mit dem Füllhorn und der umgekehrten 
(D 1.) Kriegsfackel. 

Auf L. 2,10 h., 1,12 br. Mod. Ank. Als Original. 

150. Die heiligen Kirchenväter Gregorius, Augustinus, Am- 
(D 3.) brosius und Hieronymus. Oben in einer Glorie Gott Vater, 

Maria segnend. 

Auf H. 3,59 h., 2,05 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 7.) Mod. Ank. Als Original. 

151. Ein Traum. 

(32c.) Auf L. 0,80 h., 1,50 br. Mod. Ank. Als Garofalo. 

152. Judith mit dem Haupte des Holofemes. 

(33d.) Auf L. I,a5 h., 1,05 br. Mod. Ank. Als Parme- 
gianino. 

Schule des D088O Dossi. 

153. Derselbe Gegenstand wie Nr. 150, auf ähnliche Weise 

(32 b.) daigestellt. 

Auf L. 1,56 h., 1,18 br. 1725 durch Leplat als 
Ann. Carracci. Alt. Inv. 1722. 



Ferraresische und Lombardische Schule. 117 

154. Christus lehrt als Knabe im Tempel. 

(2 b.) Auf L. 0,67 h., 0,85 br. Mod. Ank. 1826 durch Pal- 
maroli rest. 

Tisio (Benvenuto), gen. Garofalo oder Garofolo. Geb. 1481 
zu Garofolo im Ferraresischen, gest. den 6. Septem- 
ber 1559. 

(Schule von Ferrara.) 

155. Venus zeigt dem Mars ihre durch. Diomedes verwundete 
(2 a.) Hand. 

Auf L. 1,30 h., 2,40 br. Mod. Ank. 

156. Neptun und Pallas. Bez. 1512 Nov. (Neptun soll das 
(D 1.) Bildniss des Andreas Doria sein.) 

Auf L. 2,11 h., 1,38 br. •:•* (^Altes Kupferstichwerk 
II. 17.) Mod. Ank. 

157. Die Hochzeit des Bacchus und der Ariadne. Nach einer 
(B 1.) Zeichnung Eaphael's. (S. Vasari Vita di Garofalo. Ed. 

di Siena Pag. 331.) 

Auf L. 2,18 h., 3,13 br. Mod. Ank. 

158. Maria reicht das Kind der vor ihr knieenden heiligen 
(2 b.) Cäcilie; hinter dieser S. Bemhardin, S. Antonius und 

S. Geminianus. 
Auf H. 0,86 h., 0,66 br. Mod. Ank. 

159. Heilige Familie. 

(2 c.) Auf H. 0,56 h., 0,41 br. Mod. Ank. 

160. Maria kniet anbetend vor dem schlafenden Christkinde, 
(D2.) ein Engel zeigt ihr Domenkrone und Schweisstuch. 

Oben eine Glorie von Engeln mit den Marterwerkzeugen 
und die Inschrift ; Tuam ipsius animmn gladius per- 
transivit. 

Auf L. 2,43 h., 1,25 br. 1856 durch Schirmer rest. 
Aus der Kirche der Padri scalzi in Ferrara. Cat. Guar. 
S. Vasari Vita d. P. P. 330. 



118 Ferraresische und Lombardische Schule. 

161. Maila mit dem Kinde, umgeben von musicirenden Engeln, 
(D 3.) erscheint dem heiligen Petrus, Bruno und Georg. Bez. 

BENYENV. GAKOFALO. MDXXX. DEI. (?) 

Auf L. 2,81 h., 1,48 br. Ursprünglich nach Vasari für 
die Kirche S. Spirito zu Ferrara gemalt. 1749 durch 
Siegmund Striebel aus Rom far 300 Scudi. 1825 durch 
Palmaroli rest. 1838 durch Benner von Holz auf 
Leinwand übertragen. 

Derselbe. (?) 

162. Maria mit dem Jesuskinde im Arme, welches der hei- 
(2c.) ligen Catharina einen Ring reicht; daneben Joseph. Bez. 

MDXXXVII. 

Auf H. 0,69 h. , 0,53V2 br. Mod. Ank. Als Garo- 
falo. 

Grandi (Ercole di Roberti). Gest. zu Ferrara um 1513. 

(Schule von Ferrara.) 

163. Christus, zur Kreuzigung geführt. IJndeutl. bez. 
(Ib.) Auf H. 0,35 h., 1,18 br. 

164. Das Gegenstück. Christus am Oelberge und seine Ge- 
(1 b.) fangennehmung. 

Auf H. V. Gr. Das Mittelbild, eine Pietä, befindet 
sich in der Royal Institution zu Liverpool. Nach 
Vasari die Predella des Hauptaltars von S. Giovanni 
in Monte in Bologna. Angekauft durch Guarienti, 
aus der Sakristei der obengenannten Kirche, im Jahre 
1750. S. Einl. S. 38. 

Borgognone (Ambrogio) blühte um 1500. 

(Lombardische Schule.) 

165. Maria in weissem Gewände betet das vor ihr liegende 

(32b.) Christkind an; oben Gott Vater in einer Engelglorie. 

In Temperafarbe auf L. 1,48 h., 1,04 br. 1851 aus 
dem Nachlasse des Kunsthändlers Casp. Weiss für 
130 Thlr. erkauft. 



Ferraresische und Lombardische Schule. 119 

OrsI (Bernardino). Lebte zu Eeggio um 1511. 

166. Bildniss eines italienischen Fürsten nebst Gemahlin mit 

(32c.) der Aufschrift: 

ALBEETO . PIO . P . MVTIN Ji ET REGII PEO. 
FEDERICO n. IMP. PERP.^o yjcio, 

LVCRETI^ Q. CONZAGiE MANTV^. 

MAECfflONIS . F . EIVS VXORI. 

ANNO . MCCXXXXVn. 

Bez. VRSO . F. 

Auf L. 1,70 h., 0,87 br. 1874 mit No. 6 und 29 zu- 
sammen erworben vom Kunsthändler Alessandro Cola- 
giacomo. Alle drei für den Preis von 2660 Thlr. 

Ferrari (Gaudenzio). Geb. zu Valduggia 1484, gest. zu Mai- 
land 1550. 

167. Heilige Familie. 

(3 a.) Auf H. 0,62 h., 0,47 br. 1875 vom Kunsthändler 
Alessandri in Rom. Preis 6000 Lire. 

Allegri (Antonio), gen. Correggio. Geb. zu Correggio (bei Mo- 
dena) im Jahre 1494, gest. daselbst den 5. März 1 5 34. 
(Lombardische Schule.) 

168. Maria mit dem Kinde segnet vom Throne herab den 
(Dl.) heiligen Franciscus; hinter ihm der heilige Antonius von 

Padua. Auf der andern Seite Johannes der Täufer und 
die heilige Catharina. Bez. 



ALEGRI5 



Auf H. 2,94 h., 2,40 br. * (Altes Kupferstichwerk 
LI.) 1514—1515 für die Minoritenkirche zu Correggio 
gemalt. 1827 von Palm. rest. 



I 



120 Ferrare8i8che und Lombardische Schule. 

169. Maria mit dem Kinde in einer Glorie, umgeben von 
(D 1.) Engeln, schwebt auf Wolken über dem li. Sebastian, 

Geminianus und Eochus. 

Auf H. 2,69 h., 1,59 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I. 3.) Für die Schützengilde vom heil. Sebastian für 
die Kapelle San Geminiano im Dom zu Modena gemalt. 
Von jeher weniger gut erhalten, schon durch Flaminio 
Torre, desgl. von Palm., zuletzt 1858 durch Schirmer 
rest. 

170. Die heilige Magdalena. 

(2c.) Auf K. 0,29 h., 0,39 br. t^ (Altes Kupferstichwerk 
I. 4.) Den 22. October 1788 gestohlen von J. G. Wo- 
gaz. S. Einl. S. 57. 

171. Die Anbetung der Hirten. Weltberühmt unter dem 

(D 1.) Namen: „Die Nacht von Correggio". 

Auf H. 2,59 h., 1,88 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
IL 1.) Nach Pungileoni gem. für den Hauptaltar der 
Kapelle von S. Prospero zu Reggio, bezahlt von Alberto 
Pratbnero. dem Besteller, mit 208 Lire di moneta 
(etwa 140 Thlr. Cour.) am 14. October 1522. Nach 
Wagen erst 1528 vollendet und sei die angegebene 
Summe nur ein Handgeld gewesen. 1745 von Paris 
Nogari copirt fftr die Gallerie von Modena. 1827 durch 
Palm., 1858 durch Schirmer rest. 

172. Die Jungfrau Maria mit dem Christkinde auf dem 
(D 1.) Throne; zu ihrer Eechten S. Geminianus und Johannes 

der Täufer, zur Linken S. Petrus der Märtvrer und 
S. Georg. Die schönen Engelkinder, welche mit S. Georg's 
Waffen spielen, fehlen auf der Originalskizze im hiesigen 
Kupferstich-Cabinet und sind der Philostratischen Be- 
schreibung des Bildes von Alexander und Eoxane nach- 
gebildet. 

Auf H. 2,83 h., 1,88 br. tj: (Altes Kupferstichwerk 
I. 2.) Von 1530—32 für die Kirche San Pietro martire 
zu Modena gemalt. Dies Bild hatte bei der Ver- 
packung und dem langen Aufenthalt in der Kiste 1759 



Ferraresische und Lombardische Schule. 121 

auf dem Königstein gelitten, und wurde später von 
Hartmann, 1858 durch Schirmer restaurirt. 

173. Der Arzt des Correggio. 

(2c.) Auf H. 0,83 h., 0,69V8 br. :fc (Altes Kupferstich- 
werk II. 2.) 1827 von Palm., 1857 von Schirmer rest. 
Von No. 168—173 s&mmtl. Mod. Ank. 

Aus der Schule des Coireggio. 

174. Die heilige Margaretlia, Atelierbild. 

(2c.) Auf H. 0,68^9 h., 0,53 br. 1756 aus der Gallerie 
des Duc de Tallard in Paris, als Original, bekannt 
unter dem Namen la Liseuse für 3601 Frcs. erkauft. 
1854 aus den Vorrathsbildern. Durch Schirmer rest. 

175. Amor schnitzt seinen Bogen. 

(D 4.) Auf L. 1,38 h. , 0,67 br. Vom Grossherzog von 
Florenz. Alt. Inv. 1722. A. Nr. 30. 

Alte Copien nach CoireggiO. 

176. Maria mit dem Christkinde; im Hintergrunde Joseph 

(2 c.) bei der Arbeit. (La Madonna della Cesta.) 

Auf H. 0,36 h., 0,25 Va br. Durch Kindermann. 
Alt. Inv. 1722. Das Original (Cat. Nr. 23) ist in der 
National -Gallerie zu London. 

177. Die Verlobung der heiligen Catharina mit dem Christ- 

(B 1.) kinde. 

Auf L. 1,02 h., 1,01 br. Alt. Inv. 1722 als Cop. 
Das Original (Cat. No. 27) befindet sich in der Samm- 
lung des Louvre zu Paris. 

Carpi (Girolamo). Gest. zu Ferrara 1556. 

(Schule von Ferrara.) 

178. Venus und Amor auf einer von Schwänen gezogenen 
(E 2.) Muschel. 

Auf L. 2,65 h., 1,43 br. Mod. Ank. 



122 Ferrare8i8Che und Lombardische Schule. 

Mazzuoli (Francesco), gen. Farmegianino oder Parmesano. 
Geb. zu Parma 1503, gest. 1540 zu Casal maggiore. 

(Lombardische Schule.) 

179. Der heilige Sebastian und der heilige Franciscus vor 
(C 2.) einem Throne, auf welchem Maria mit dem Christkinde 

sitzt. 

Auf H. 1,68 h., 0,97 br. -.f: (Altes Kupferstichwerk 
I. 5.) Cat. Guarienti: dal General Braun (Browne) 
No. 442. 

180. Maria mit dem Kinde, schwebend über dem heiligen 
(D 4.) Stephanus, Johannes dem Täufer und dem Donatar, 

einem Geistlichen, der im alten Modenesischen Katalog 
als Bildniss des Malers bezeichnet wird. 

Auf H. 2,51 h., 1,60 br. Mod Ank. 

181. Maria mit dem Kinde, dessen linke Hand auf einer 
(B 2.) Erdkugel ruht, während die Kechte eine Kose emporhält. 

Bekannt als „Madonna della Eosa". 

Auf H. 1,14 h., 0,90 br. ^. (Altes Kupferstichwerk 
IL 3.) Ursprünglich für Pietro Aretino gemalt, dann 
für Clemens VII. bestimmt 1752 durch Crespi von 
dem Prälaten Dien. Zani in Rom für 5000 Scudi erkauft. 

182. Ganymed, von Jupiters Adler entführt. 
(Ib.) Auf L. 0,81 h., 1,46^8 br. Mod. Ank. 

Aus der Schule des Parmegianino. 

183. Maria sitzt, mit dem Jesuskinde auf dem Schoosse, in 
(2 b.) einer dunkeln Landschaft, neben ihr steht der kleine 

Johannes. 

Auf L. 0,47 h., 0,37 br. 1741 durch V. Rossi als 
Correggio für 400 Thlr. erkauft vom General Braun. 
Cat. Guar. 



Ferraresische und Lombardische Schule. 12^ 

Mazzuoli (Girolamo). Geb. zuLazzaro beiPanna, gest. nach 1566. 

(Lombardische Schule.) 

184. S. Georg kniet vor der heiligen Jungfrau und dem 
(B 2.) Kinde, welches ihm eine goldene Kette umhängt ; rechts- 

der kleine Johannes. 

Auf L. 1,.56 h., l,äi> br. tj^ (Altes Kupferstichwerk 
IL 4.) Med. Ank. Copie des Altarbildes von A. Allegri 
in Rio bei Correggio. 

185. Die Gelegenheit. Allegorie. Ein Jüngling an einem 
(D 4.) Abgrunde auf einer Kugel stehend, hält in der rechten 

Hand ein Messer. Eine weibliche Gestalt steht hinter ihm. 

Auf L. 2,11 h., 1,11 br. Mod. Ank. Im Cat. Guar, 
bez. als Fortuna. 

Abbate (Nicolo deir). Geb. zu Modena 1512, gest. in Frankreich 
nach 1570. 

(Lombardische Schule.) 

186. Die Hinrichtung der Apostel Petrus und Paulus. 

(D 1.) Auf H. 3,67 h., 1,98 br. :fc (Altes Kupferstichwerk 
I. 6.) Mod. Ank. Im Jahre 1547 für die Benedictiner- 
kirche S. Pietro in Modena gemalt. 

Scarsella (Hippolito), gen. Scarsellino. Geb. zu Ferrara, gest. 
1620. 

(Schule von Ferrara.) 

187. Flucht nach Aegypten. 

(Ib.) Auf L. 0,54 h., 0,79 br. V. Pahn. rest. 

188. Maria, mit dem Nähkissen auf dem Schoosse, blickt nach 
(1 b.) dem Kinde, welches dem Joseph bei der Arbeit hilft. 

Auf L. 0,54 h. , 0,79Va br. 1826 durch Palm. rest. 
Beide aus der Sammlung des Abbate Branchetta in. 
Bologna. 



124 Ferraresische und Lombardische Schule. 

189. Maria mit dem Kinde, welchem die heilige Catharina 
(D 4.) eine Palme reicht ; vor ihnen kniet der heilige Carl 

Borromäus. 

Auf L. 1,94 h., 2,16 br. :{: (Altes Kupferstichwerk 
II. 27.) Mod. Ank. Cat. Guarienti 118. 

190. Maria mit dem Kinde auf dem Schoosse, zur Seite 

(35 d.) S. Franciscus, S. Clara und S. Catharina von Siena. 

Auf K. 0,a5 h., 0,28 br. Aus Casa Ghislieri in Bo- 
logna. Cat. Guar. Im Inventar von 1754 als Mastßl- 
leta (Giov. Andr. Donducci) angeführt. 

Schidone (BariK)lomeo). Geb. zu Modena 1560, gest. 1616. 

(Lombardische Schule.) 

191. Euhe auf der Flucht. 

(35 a.) Auf H. 0,42 h., 0,53 br. 

Amerighi (Michel Angelo), gen. da Caravaggio. Geb. zu Cara- 
vaggio 1569, gest. zu Porto-Ercole 1609. 

(Lombardische Schule.) 

192. Der heilige Sebastian. 

(F 1.) Auf L. 1,25 h., 0,98 br. Mod. Ank. als Spagnoletto, 
was vielleicht richtiger. 

193. Ein junger Landsknecht von zwei älteren Kameraden 
(F 3.) im Kartenspiel betrogen. 

Auf L. 0,94 h., 1,36 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
IL 28.) 1748 aus der Gallerie von Prag durch Gialdi 
und Guarienti. 

194. Eine Wachtstube mit Landsknechten. Einige spielen 
(F 1.) Karten, andere sehen zu. 

Auf L. 1,68 h., 2,37 br. 

195. Wahrsagende Zigeunerin und Landsknechte. 

(F 1.) Auf L. 1,37 h., 2,03 br. 1748 aus Prag. 1860 aus 
dem Vorrath, rest. durch Schirmer. 



Ferraresische und Lombardische Schule. 125 

196. Lesendes Mädchen. 

(36 d.) Aut L. 0,74 h., 0,61 br. 1748 aus Prag. 1856 aus 
dem Vorrath. 

Derselbe. (?) 

197. Petrus verleugnet den Herrn. 

(34c.) Aut L. 1,27 h., 1,76 br. Mod. Ank. 

198. räw^ junge Frauenzimmer spielen mit einem Manne 
(34 c.) Karten. 

Aul L. 1,23 h., 1,72 br. 

Lanfranco (il Cavaliere Giovanni di Stefano). Geb. zu Parma 
1580, gest am 29. Nov. 1647. 

(Lombardische Schule.) 

199. Der reuige Petrus. 

(F 2.) Auf L. 1,57 h. , 1,15 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 24.) 

200. Vier alte Zauberer. 

(33b.) Auf L. 0,95 h., 1,17 br. 1742 durch Riedel aus Prag. 

Cairo (Francesco). Geb. zu Varese, gest. zu Mailand 1674. 

(Lombardische Schule.) 

201. Venus, einen Pfeil in der Hand, kniet auf einem Euhe- 

(2b.) bette, hinter ihr steht Apollo, vom sitzt Amor, die 

Leier spielend. 
Auf K. 0,42 V« h., 0,27 br. 1741 durch Boss!. Inv. 8vo. 

Cittadini (Pietro Francesco), gen. Mi 1 an e se. Geb. zu Mailand 1615, 
gest. 1682. 

(Lombardische Schule.) 

202. Hagar, welcher ein Engel die Quelle zeigt. 

(32 a.) Aut L. 0,93 h., 1,25 br. 1725 durch Leplat als 
Mola. Alt. Inv. 1722. 



X. 



i 



126 Ferraresische und Lombardische Schule. 

203. Ein Engel führt Loth mit seinen Töchtern aus dem 
(32 a.) brennenden Sodom. 

Auf L. y. R. Desgl. als Lucchese. Desgl. 

204. Ein todter Hase und todte Vögel. 

(50a.) Auf L. 0,81 h., 1,29 br. 1741 durch V. Rossi; 
200 Thaler. 

GhiSOlfi (Giovanni). Schüler des Salvator Rosa. Geb. zu Mailand 
1623, gest. daselbst 1683. 

(Lombardische Schule.) 

205. Die Ruinen von Carthago. Marius sitzt unter mehreren 
(51b.) seiner Gefährten auf einem Steine. Vom auf einem 

Bruchstück steht': CARTHAGO HIC FÜIT. 

Auf L. 1,17 h., 1,67 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Gasa Grimani Calergi. Die Figuren angeblich von 
Salvator Rosa. 

206. TJeberreste verfallener Prachtgebäude. 
(R 8.) Auf L. 1,02 h., 1,37 br. Desgleichen. 

207. Schiffe und dabei beschäftigte Menschen in einem See- 

(33 c.) hafen. 

Auf L. 1,17 h., 1,66 br. 1741 durch V. Rossi mit 
den Vorigen, als Lismann. 

Triva (Antonio). Geb. zu Reggio 1626, gest. 1699 im Dienste 
des Churfürsten von Baiem. 

(Lombardische Schule.) 

208. Amor trocknet der Venus die Füsse. Ein Satyr im 
(C 1.) Hintergrunde. 

Auf L. 1,90 h., 1,65 br. Aus Polen, als van Dyk's 
Man. Cop. Alt. Inv. 1722. 



Ferraresische und Loinbardische Schule. 127 

Viviani (Ottavio). Geb. zu Brescia 1650. 

(Lombardische Schule.) 

209. Zusammenstellung von Säulenbauten, darunter das Pan- 

(49b.) theon in Eom. 

Auf L. 1,77 h., '2,28 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Venedig. 

210. Verfallene Prachtgebäude, in der Feme das Capitol von 
(49 c.) Kom und die Säulen vom Tempel des Jupiter tonans. 

Auf L. 1,21 h., 1,69 br. Desgleichen. 

Ghislandi (Victor). Geb. zu Bergamo, gest. daselbst 1738. 

(Lombardische Schule.) 

211. Copie nach Rembrandt's eigenem Bildnisse. (?) 

(H 1.) Auf L. 0,72 h. , 0,59 br. 1742 durch Dinglinger. 
Inv. 8vo. 

Pagani (Paolo). Geb. zu Mailand 1661, gest. 1716. 

(Lombardische Schule.) 

212. Die büssende Magdalena. 

(34b.) Auf L. 1,13 h., 1,49 br. :;; (Altes Kupferstichwerk 
IL 42.) 1725 durch Leplat.' Alt. Inv. 1722. 

Paltronieri (Pietro), gen. il Mirandolese. Geb. zu Miran- 
dola 1673. 

(Lombardische Schule.) 

213 und 214. Verfallene Prachtgebäude. 

(50 b.) Auf L. 0,92 h., 0,79 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Venedig; beide 200 Thaler. 

Magnasco (Alessandro), gen. Alessandrino. Geb. zu Genua 
1681, gest. 1747. 

215. Nonnen im Chor. 

(34a.) Auf L. 0,90 h., 0,72 br. 1741 aus der Wallenstein- 
Sammlung in Dux. 



128 Ferraresische und Lombardische Schule. 

216. Das Refectorium eines Capuzinerklosters. 
(34a.) Aut L, 0,89 h., 0,72 br. Desgleichen. 

Roberti (Domenico). Geb. 1690 in Eom. 

217. Ueberreste von Prachtgebäuden. 
(48 c.) Auf L. 0,67 h., 0,50 br. 

218. Aehnlicher Gegenstand. • 
(50 b.) Auf L. V. Gr. 

219. Desgleichen. 

(50b.) Auf L. 0,66 h., 0,48 br. 

220. Desgleichen. 

(48 c.) Auf L. V. Gr. Sämmtlich durch Graf Wackerbarth. 
Alt. luv. 1722, 

Panini (Giovanni Paolo). Geb. zu Piacenza 1695, gest. zu Kom 
den 21. October 1768. 

(Lombardische Schule.) 

221. Architekturgemälde, bez. P. F. 
(51b.) Auf L. 1,35 h., 0,99 br. 

222. Desgl. Gegenstück. 
(51 b.) Auf L. V. Gr. 

Crivelli (die Figuren von Alessandrino). Lebte zu Mailand 
um 1700. 

(Lombardische Schule.) 

223. Ruinen eines halbnmden römischen Gebäudes. Bez. A. P. 
(49b.) Auf L. 1,06 h., 1,29 br. 

224. Verfallene gewölbte Mauern. Zimmerleute arbeiten 

(49 b.) unter ihnen. 

Auf L. 1,05 h., 1,27 br. 1741 beide durch v. Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. 



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Venezianische Scliule. 129 

Venezianische Schule. 



Squarcione (Francesco). Geb. 1394 zu Padua, gest. 1474. 

225. Der Leichnam des Erlösers im Schoosse seiner Mutter, 

(32 a.) zur Seite Johannes und Magdalena. 

Auf H. 0,68 h., 0,51 br. Nach Crow« und Caval- 
caselle von Michele Corteliini da Ferrara (um 1502). 
Durch Dir. Matthäi für 40 Thk. erkauft. 

Mantegna (Andrea). Geb. zu Padua 1431, gest. zu Mantua den 
13. September 1506. 

22(}. Eine heilige Familie. 

(3c.) Auf L. 0,64 h., 0,61 br. if: (Neues Kupferstichwerk 
No. 14.) 1876 aus dem Nachlass Sir Charles Eastlake's 
in London. Preis 2000 Pfd. Sterl. 

Antonello da Messina. Lebte um 1470. 

227. Der heilige Sebastian. 

(D,l.) Auf L. 1,67 h., 0,87 br.* Von J. Ch. Endris in 
Wien 1873 für 6000 Thk. erworben. 

Bellini (Gentile?). Geb. 1421, gest. 1507. 

228. Heilige Familie. 

(32 c.) Auf H. 0,87 h., 0,69 br. Nach Crowe und Caval- 
caselle von Baldassare Caroli da Forli, ein Schüler des 
Rondinelli. 

Bellini (Giovanni). Geb. 1426 zu Venedig, gest. daselbst 1516. 

229. Brustbild des Venezianischen Dogen Leonardo Loredano. 
(D 1.) Auf H. 0,70 h., 0,55 br. 



* Nach Giovanni Morelli in Bergamo dem Pietro da Messina 
zuzuschreiben (Ztschr. f. bild. Kunst IX. 29), den Bayersdorfer 
für identisch mit Pino da Messina hält. 



130 Veneiianische Schule. 

230. Die Jungfrau mit dem Kinde, dem Apostel Petrus und 
(32 a.) der heiligen Helena. 

Auf H. 0,84 h., 1,07 br.* Gallerie Maiifrini, Venedig. 
Sammlung Barker, London 1874; 720 Guineen. 

Catena (Tincenzo), eigentlich Vincenzo di Biagio. Geb. zu 
Treviso, arbeitete um 1495 in Venedig, gest. daselbst 
nach 1525. 

231. Maria mit dem Kinde, S. Margaretha, S. Catharina von 
(D 4.) Alexandrien, S. Antonius, dem Abte und dem Bischof 

S. Nikolaus von Bari. 

Auf H. 0,93 h., 1,37 br. 1725 durch Leplat als 
Seb. del Piombo. Alt. Inv. 1722. 1826 von Pahn. und 
Renner rest. 

Morando (Paolo), gen. Cavazzola. Geb. 1486, gest. zu Verona 
1522. 

232. Portrait des Emilio de Emili da Verona. 

(3 a.) Auf L. 0,92 h., 0,75 br. 1875 von R. Brooks in 
London. Preis 60 Guineen. 

BuonconsigllO (Giov.), gen. Marescalco. Geb. zu Vicenza, 
blühte um 1510. 

233. Maria mit dem Kinde, umgeben von Joliannes dem 
(3 a.) Täufer, S. Franciscus, S. Joseph und S. Catharina von 

Alexandrien. 

Auf H. 1,00 h., 1,42 br. 1741 durch V. Rossi als 
Girolamo Rumanini da Brescia. 300 Thlr. 



* Nach Crowe und Cavalcaselle. Gesch. der Ital. Malerei 
(ed. Jord. V. 192), eine Jugendarbeit des Andrea Cordella (später 
Previtali genannt). 



Venezianische Scliule. 131 

Santa Croce (Girolamo da). Lebte um 1530, gest. nach 1549. 

234. Maria und Joseph, von Engehi umgeben, das neu- 
(32 a.) geborene Christkind anbetend. 

Auf H. 0,6JV3 h., 0,75 br. 1741 durch von Kaiser- 
ling. Inv. 8yo. 

235. Die Mai*ter des heiligen Laurentius. 

(32a.) Auf H. 0,(54 h., 0,79 br.. 1861 parquettirt u. rast, 
durch Schirmer. 

Cima Da Conegliano, eigentlich Giovanni Battista d'Otino. 
Schüler des Alvise Vivarini. Geb. 1460, gest, um 
1508. 

236. Christus, diQ rechte Hand segnend emporhebend, in der 

(D 1.) linken ein Buch. Unächt bez. Giovanni Bellini. 

Auf H. 1,53 h., a,77 br. :>. (Altes Kupferstichwerk 
II. 6.) Diente im Jahre 1814 als Altarbild der grie- 
chischen Capelle auf der Brühl'schen Terrasse. 1837 
rest. durch Schirmer.* 

237. Die Darstellung der Maria im Tempel. 

(32 a.) Auf H. 1,06 h., 1,46 br. 1743 durch MineUi aus 
einer Kirche in Venedig. 1839 rest. durch Schirmer. 

Derselbe. (?) 

238. Cluistuskopf. 

(3c.) Auf H. 0,35 h., 0,25 br. Als Leonardo da Vinci 
durch Kindermann geliefert. Alt. Inv. 1722. 

Previtall (Andrea Cordeliaghi oder Cordella oder Andrea 
von Bergamo, später Andrea Previtali ge- 



* S. C. H. Schier: Die arabischen Inschriften in der König). 
Gemälde -Gallerie und dem grünen Gewölbe, ein Beitrag zu den 
Catalogen beider Sammlungen. 

9* 



132 Venezianische Scliule. 

nannt). Geb. um 1480, gest. 7. November 1528 in 
Bergamo. Schüler Giovanni Bellini's. 

239. Die Jungfrau mit dem Kinde und dem kleinen Johannes. 

(D 4.) Bez. A[ndr]eas [Berga]mensi8. M. D. X. 

Auf H. 0,76 h., 1,06 br. Gallerie Manfrini, Venedig. 
Sammlung Barker 1874; 660 Guineen 

Barbarelli (Giorgio), gen. Giorgione. Geb. 1477, gest. 1511. 

240. Jacob begrüsst Rahel. Bez. G. B. F. 

(E 4.) Auf L. 1,47 h. , 2,f)2 br. tj: (Altes Kupferstichwerk 
HI. 45.) Aus Casa Malipiero in Venedig. Gat. Guar. 
1827 diu'ch Palmaroli rentoilirt.* 

241. Die Anbetung der Hirten. 

(D2.) Aut H. 1,01 h., 1,47 br. Aus Casa Pisani di San 
Stefano, als Palma Vecchio. Cat. Guar. 1827 von Palm, 
rest., 1856 von Schirmer. 

242. Ein Mann, welcher eine Frau umannt. 
(E 3.) Auf H. 0,50 h., 0,69 br. Mod. Ank. 

243. Bildniss, angeblich des Pietro Aretino. 

(E 3.) Auf L. 0,91 h., 0,73 br. 1620 durch G. Cartoni von 
den Erben des Felice Riccio gekauft. Nach einer 
durch Schirmer 1861 unternommenen Restauration 
zeigte sich das vorher vollständig übermalte Bild als 
ein ganz vortreflFliches Original des Meisters. Auf der 
Rückseite fand sich von später Hand die Aufschrift: 
PETRI. ARNi EFIG. 

244. Ruggiero, Stammvater der Familie Este, wird als Kind 
(D 3.) von der Fee Logistilla zu dem Zauberer Atlante ge- 
bracht, welcher ihm das Horoskop stellen soll. Unten 



* Nach Crowe und Cavalcaselle von Giovanni Busi gen. Ca- 
riani. 1480—1540. 



Venezianische Scliule. 133 

ein weisser Adler, das Wappenthier des Hauses Este- 
Fen'ara. (S. Ariosto's Orlando furioso.) 

Auf L. 1,31 h., 1,91 br.* Aus der Sammlung Bar- 
ker 1874. 560 Giüneen. 

Derselbe. (?) 

245. Judith mit dem Haupte des Holofemes. Halbfigur. 

(36d.) Auf L. 0,76 h., 0,62 br. Aus der Sammlung Rezzo- 
nico in Venedig. Preis 190 Thlr. 

246. Das Urtheil des Paris. ^ 

(35 c.) Auf L. 0,53 h., 0,68 br. Preis 120 Thlr. Mit No. 
245 aus dem Nachiass von Unger in Berlin im Sep- 
tember 1869 ericaufb und hier nach den Angaben seines 
Catalogs aufgeführt. Das Original wahrscheinlich im 
Besitz von S. Larpent in Christiania. 

Luciani (Sebastiane), gen. del Piombo. Geb. zu Venedig 1485, 
gest. zu Eom 1547. 

247. Christus, das Kreuz tragend; hinter ihm Simon -von 

(D 1.) CjTene und ein Krieger. 

Auf H. 1,21 h., 0,98 br. Früher im Besitz von Mr, 
Reiset, dann des Prinzen Napoleon. 1874 vom Kunst- 
händler Cox in London. 1000 Guineen.** 

Vecellio (Tiziano). Geb. 1477 zu Cadore, gest. zu Venedig den 
27. August 1576. 

248. Der Zinsgroschen (il Cristo della Moneta). Haupt-Ge- 

(4c.) mälde dieses Meisters. Bez. TICIANUS. F. 

Auf H. 0,75 h., 0,56 br. if: (Altes Kupferstichwerk 
ni. 29.) Mod. Ank. Nach Vasari um 1514 für den 



* Crowe und Cavalcaselle (Hist. of North-Italian Paint. H, 
154) schreiben das Werk dem Girolamo di Pier Maria Pennacchi, 
geb. 1497, gest. 1545, zu. 

** Nach Crowe und Cavalcaselle gemalt um 1529. Ein 
gleiches Bild in Madrid. 



134 Venezianische Schule. 

Herzog Aiphons I. von Ferrara auf die Täfelung einer 
Schrankthüre gemalt, wohl in* Berücksichtigung des 
Sinnspruches auf den herzoglichen Münzen: Gebet Gott, 
was Gottes und dem Kaiser, was des. Kaisers ist. Best, 
von Palm. 

249. Maria mit dem Kinde, neben ihr Johannes der Täufer; 
(E 2.) vor ihnen eine jugendliche weissgekleidete Frau als S. 

Magdalena; daneben S. Hieronymus und S. Paulus* 

Auf H. 1,38 h., 1,93 br. :}* (Altes Kupferstichwerk 
IL 8.) Im Jahre 1747 durch Zanetti und Guarienti 
#aus Casa Grimani dei Servi in Venedig. 1839 durch 
Renner rest. 

250. Maria mit dem Kinde und Joseph. Aiphons I., Herzog* 
(E 3.) von Ferrara, Lucrezia Borgia, seine Gemahlin, und sein 

Sohn (???) anbetend vor ihnen. 

Auf L. 1,17 h., 1,60 bn V& (Altes Kupferstichwerk 
I. 10.) Mod. Ank. 1826 durch Palm. rest. 

251 . Amor bekränzt die auf einem Euhebette liegende Venus. 
(E 3.) Zu ihren Füssen sitzt ein junger Mann, die Laute spielend.* 

Auf L. 1,38 h , 2,04 br. 1731 durch Leplat. Inv. 
8vo. A. 2249. 

252. Bildniss eines jungen Frauenzimmers in röthlicher 

(E 3.) Kleidung, in den Händen eine Vase haltend. 

Auf L. 1,01 h., 0,88 br. :J: (Altes Kupferstichwerk 
III. 38.) 1731 durch Leplat. Inv. 8vo. 1826 durch 
Palm. rest. 

253. Bildniss einer vornehmen Frau in schwarzer Kleidung. 

(E 3.) Auf L. 1,02 h.. 0,87 br. :tC (Altes Kupferstichwerk 
1. 11.) Mod. Ank. Von Palm. rest. 



* Nach einer alten Tradition, Philipp II. von Spanien. Im 
Jahre 1747 wurde dies Bild als Copie, wofür es Guarienti erklärt 
hatte, mit anderen Copieen nach Warschau in das dortige Palais 
geschickt, kam aber glücklicherweise bereits 1751 wieder zurück 
in die Gallerie. S. Riedel's Tagebuch. Auszug von 1740 — 1760. 



Veneziani«che Schule. 135 

254. Bildniss eines Unbekannten, mit einem Palmzweig in 
(E 4.) der Hand. Bez. 

MDLXI 

ANNO NATVS 

AETATIS SVAE XLVI. 

TITIANVS PICTOE ET 

AEQVES CAESAKIS. 

Auf L. 1,HS h., 1,16 br. Aus Casa Marcello in Ve- 
nedig. Cat. Guar. 

255. Bildniss eines jungen, weissgekleideten Frauenzimmers 
(E 3.) mit blonden Haaren, einen Fächer in der rechten Hand. 

Auf L. 1,02 h., 0,88 br. Hf (Altes Kupferstich werk 
I. 12.) Mod. Ank. Gemalt für Alphons I. von Ferrara 
als Tizian's Geliebte. (S. Abr.) 1827 rent. durch Palm 

256. Bildniss der Lavinia, Tochter Tizian 's. Bez. LAVINTA 

(E4.) TIT. V. F. AB. EO. P. 

Auf L. 1.01 h., 0,86 br. rj: (Altes Kupferstichwerk 
I. 13.) Mod. Ank. 1826 rest. durch Palm. 

Derselbe. (?) 

257. Bildniss einer Venezianerin ; in der Hechten hält sie 
(E 2.) einen Pelz mit Marderkopf. 

Auf L. I,a5 h., 0,90 br. Mod. Ank. 1826 durch 
Palm. rest. 

Copieen nach Tizian. 

258. Venus auf einem Euhebette sitzend, welcher Amor einen 
. (5 a.) Spiegel vorhält. (Das Original befand sich im Palast 

Barbarigo zu Venedig, jetzt in St. Petersburg.) 

Auf L. 1,16 h., 1,01 br. 1748 aus der K. Gallerie 
von Prag durch P. Gialdi und Guarienti als Original. 
1827 diu-ch Palm. rest. 



136 Veneiianlsche Schule. 

259. Dieselbe noch einmal. 

(34a.) Auf L. 1,28 h., 0,94 br. 1741 durch V. Rossi als 
Original; 200 Thlr. 

260. Der junge Tobias mit dem Engel. 

(S 1.) Auf L. 1,70 h., 1,17 br. Original in S. Marciliano 
zu Venedig. 

261. Venus, den Adonis umarmend, sucht ihn zurückzuhalten. 

(R2.) Auf L. 1,90 h., 1,68 br. Durch V. Rossi als Beve- 
renzo (?). Alt. Inv. 1722. 

Schöne Copie wahrscheinlich von Sassoferrato. 

262. Venus schlafend, den rechten Arm über den Koi)f 

(E2.) gelegt. 

Auf L. 1,08 h., 1,74 br. 1756 durch Kindermann 
als Original. Alt. Inv. 1722. Zu den Füssen der 
Venus sass ein Amor, welcher so beschädigt war, dass 
man die Ueberreste ganz hinweggenommen. Rest, 
durch Schirmer. 

263. Christus mit den Jüngern zu Emmaus. 

(35 a.) Auf L. 1,70 h., 2,40 br. Original im Louvre (Cat. 
No. 462); 1748 aus der Gallone von Prag durch Gialdi 
und Guarienti als Original. Vielleicht auch von Sasso- 
ferrato copirt. 

264. Venus und Adonis. 

(35 a.) Auf L. 1,37 h., 1,59 br. Ganz ähnlich einem Bilde 
im Museo del Prado zu Madrid (Cat. No. 455); 1856 
aus dem Vorrath. 

Vecellio (Francesco) da Cadore. Geb. 1475 zu Cadore, gest. 
daselbst 1560. 

265. Pilatus stellt Christus dem Volke vor. 
(33 d.) Auf L. 0,85 h., 0.76 br. 



Venezianische Scliule. 137 

Palma (Jacopo), gen. Palma Vecchio. Geb. um 1480 zu Seri- 
nalta bei Bergamo, gest. 1528 zu Venedig. 

266 Bildniss einer Frau, die rechte Hand auf einen Spiegel 
(R 14.) gestützt ; hinter ihr steht ein Mann. Bez. S. Pn. 
Auf L. 0,86 h., 0,74 br. 

267. Das Christkind, auf dem Schoosse der Maria, liebkost 
(4c.) den kleinen Johannes; daneben Joseph und die heilige 

Catharina. 

Auf H. 0,76 h., 1,06 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 1827 von Palm, und Renner rest. 1838 durch 
Schirmer rest. 

268. Die drei Schwestern. 

(4a.) Auf H. 0,89 h., 1,23 br. if: (Altes Kupterstichwerk 
111. 44.) 1525 in der Sammlung Taddeo Contarini. 
1 743 durch Algarotti unter dem Kamen der 3 Grazien 
von der Procuratessa Comaro della Ca grande für 
600 Duc. d'or erkauft. 1838 durch Schirmer rest. 

269. Venus in einer Landschaft auf einem weissen Gewände 

(E3.) liegend. ' 

Auf L. 1,14 h., 1,84 br. 1728 durch Kindermann 
für 2000 Taleri, laut Rechnung. Alt. Inv. 1722. 

270. Maria mit dem Kinde; vor ihr Johannes der Täufer; 
(4c.) beide halten eine beschriebene Rolle; zwischen ihnen die 

heilige Catharina. 

Auf H. 0,67 h., 0,98 br. 1741 durch Guarienti aus 
Casa Pisano dl S. Stefano. Mit No. 283, 289 und 296 
zusammen für 353 Zecchinen erkauft. 

271. Maria mit dem Kinde; ihr zur Seite Elisabeth und der 
(4 c.) kleine Johannes mit einer Rolle, worauf die Worte 

stehen : Ecce Agnus Dei. Vom S. Catharina und Joseph. 

Auf H. 1,08 h., 1,35 br. 1739 durch V. Rossi als 
Tizian; 350 Thlr. Inv. 8vo. 



138 Venezianische Scliule. 

Palma (Jacopo), der Jüngere, gen. Palma Giovine; Geb. 1544, 
gest. 1628. 

272. Die Darstellung der zwöl^ährigen Maria im Tempel. 
(C 2.) Auf L. 1,80 h., 3,52 br. Mod. Ank. 

273. Der heilige Sebastian. 

(F 4.) Auf L. 1,66 h., 1,16 br. 1743 durch Algarotti vom 
Grafen Giovanelli in Venedig 40 Duc. d'or. 

274. Die Kreuztragung des Apostels Andreas. 

(D 2.) Auf L. 1,64 h., 2,23 br. 1742 aus de Brays Nach- 
lass von Paris; 2000 Livres. 

Marcone (Rocco). (?) Lebte um 1500 inTreviso. 

275. Chrisüis, sein Kreuz tragend. 
(a5d.) Auf L. 0,88 h., 1,09 br. 

RegillO, (Giovanni Antonio), gen. Licinio da Pordenone. Geb. 
1484 zu Pordenone, gest. zu Ferrara 1550. 

270. Eine Frau in Trauerkleideni. 

(4 c.) Auf L. 0,59 b., 0.55 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 3.) Fälschlich für Cornara, Königin von Cypern 
gehalten. 

277. Die Berufung des Matthäus zum Apostelamte. 
(R 11.) Auf L. 1,00 h., 1,19 br. Mod. Ank. 

Licini (Bemardino), um 1533. Verwandt mit dem Vorigen. (?) 

278. Bildniss einer vornehmen Venezianerin. Bez. B. LICIKI. 

(E 2.) F. MDXXXm. 

Auf L. 0,99 h., 0,83 br. Als Ritratto di Donna 
Olympia. Man. Tiz. Alt. Inv. 1722; im Jahre 1861 
durch Schirmer rest. 

Buonvicino (Alessandro), gen. il Moretto daBrescia. Geb. 
zu Rovato bei Brescia 1498, gest. nach 1564. 

279. Die heilige Jungfrau, wie sie im Jahre 1523 einem 
(D 3.) Hirtenknaben, Filippo Viotti von Monte Caitone (in der 



Venezianische Scliule. 139 

Pi'ovinz Brescia) * zur Abwendung der Pest erschien. 
Veränderte Wiederholung des Altarbildes in Paitone. 
Oben links auf dem dunkeln Hintergrunde liest man : 

IMAGO 

BEATAE MAEIAE VIKG. 

QÜAE 

MENS. AUGUST. MDXXXIII. 

CAITONI AGEI BEIXANI PAGO 

APPAEUIT 

MIEACULOE. OPEEATIONE 

CONCUESI POP. 

CELEBEEEIM. 

Auf L. 2,12 h., 1,44 br. 1868 aus der von Quandt- 
sehen Sammlung angekauft. Preis 2000 Thlr. 

Bordone (Paris). Geb. um 1500, gest. um 1570. • 

280. Apollo hält sich verdriesslich mit der linken Hand, um 
(4 a.) welche er den Mantel gewickelt, das Ohr zu, während 

Marsyas bläst, von Midas bewundert. 

Auf L. 0,99 h., 0,82 br. Von Palm. rest. 

281. Diana, einen Wurfspiess in der Linken, hält mit der 
(D 4.) Eecliten zwei Hunde an einer Leine. Eine Nymphe 

reicht ihr den Kopf eines Hirsches. 

Auf L. 1,10 h , 1,82 br. 

Derselbe. (V) 

282. Maria, das vor ihr liegende Kind anbetend. 

(4b.) Auf H. 0,51 h., 0.38 br. Durch Leplat als Tizian. 
Alt. Inv. 1722. 



* „Paitone" sagt Eidolii in seiner Lebensbeschreibung des 
Moretto, den er Alessandro Moretti nennt, Maraviglie dell' arte 
T. I. p. 248. 



140 Venezianische Schule. 

283. Eine heilige Familie. Zur Kechten der heilige Hierony- 
(4 b.) mus, die heilige Elisabeth hinter ihm. 

Auf L. 1,13 h., 1,50 br. 1741 durch Guarienti aus 
Casa Pisani di S. Stefano in Venedig. 

Unbekannt (nach Hirt: Paris Bordone). (?) 

284. Simson mit dem Eselskinnbacken im Kampfe mit den 
(31c.) Philistern. 

Auf L. 1,54 h., 2,21 br. 

Campagnola (Domenico). Lebte zu Padua \\m 1517. 

285. Die Freigebigkeit, eine auf einem Throne sitzende Frau, 

(R 14.) welche Geld austheilt. Grau in Grau. 

Auf L. 1,27 h., 1,07 br. Aus der Samml. des March. 
Mantova in Padua; im Cat. Guar, als Dom. Carpioni 
4 angeführt. 

Bembi (Bonifacio). Geb. um 1500, gest. 1562. 

286. Die Findung Mosis. 

(D2.) Auf L. 1,40 h., 1,00 br. Durch Leplat als Tizian. 
Alt. Inv. 1722. 

287. Maria mit dem Kinde, welches sich nach der heiligen 
(D 4.) Catliarina wendet. Der heilige Antonius der Eremit und 

Joseph zur andern Seite. 

Auf L. 1,09 h., 1,53 br. Durch V. Rossi 1741 als 
Giorgione; 300 Thlr. 

288. Christus, die Welt segnend. 
(4c.) Auf L. 0,80 h., 0,67 br. 

Derselbe. (?) 

289. Die Auferweckung des Lazarus. 

(34a.) Auf L. 1,32 h., 2,01 br. 1741 durch Guarienti aus 
Casa Pisani di S. Stefano in Venedig; 1827 von Palm, 
rest. 



Venezianische Schule. 141 

Lanzani (Polidoro), auch Polidoro di Venezia genannt. Lebte 
um 1550. 

290. Ein venezianischer Nobile weiht der Madonna sein Kind, 
(4b.) welches er dem heiligen Joseph übergiebt; zur Kechten 

steht Magdalena, welcher das Christkind ein Kränzchen 

reicht. Im Hintergrunde der Schutzengel. 

Auf L. 1,32 h., 1,76 br. 1741 durch Guarienti aus 
Casa Pisanl di S. Stefieino in Venedig. 

291. Die Verlobung der heiligen Catharina von Siena mit dem 
(C 1.) Christkinde; daneben der heilige Andreas. 

Auf L. 1,07 h., 1,33 br. 

Morone (Giovanni Battista). Geb. zu Albino bei Bergamo, 
blühte um 1553, gest. 1578. 

292. Bildniss eines Mannes, die rechte Hand in die Seite ge- 

(E 4.) stützt. Bez. mit der Jahrzahl 1557. 

L. auf Holz gezogen. 1,10 h., 0,78 br. Rest, von 
Palm. 1826. 

Ponte (Jacopo da), gen. Bassano. Geb. 1510, gest. 1592. 

293. Zug der Kinder Israel in der Wüste. 
(4 a.) Auf L. 1,25 h., 1,77 br. 

294. Noah mitten unter allerlei Thieren, die in die Arche 

(3«c.) eingehen. 

Auf L. 1,23 h., 1,79 br. Durch V. Rossi dem Al- 
garotti vorgekauft aus der Sammlung des Abbate Ricci 
in Venedig. S. Einl. S. 35. 

295. Der junge Tobias zieht mit seiner Heerde und Habe in 

(E 4.) die Heimath. 

Auf L. 1,78 h., 2,76 br. 1747 durch Zanetti und 
Guarienti aus Casa Grimani dei Servi in Venedig. 

296. Der Zug der Kinder Israel durch die Wüste. 
(E 4.) Auf L. 1,82 h., 2,78 br. Aehnlich wie 293. 



142 Venezianische Scliule. 

297. Loth flieht mit seiner Familie und seiner Habe aus 

(35 c.) Sodom. 

Auf L. 1,41 h., 1,29 br. 1748 aus der K. Gallerie 
zu Prag durch Gialdi und Guarienti. 

298. Moses schlägt Wasser aus dem Felsen. 

(4c.) Auf L. 1,12 h., 1,75 br. 1747 durch Zanetti und 

Guarienti aus Casa Grimani dei Servi in Venedig. 

299. Verkündigung der Hirten. 

(36 c.) Auf L. 1,33 h., 1,83 br. 1744 durch V. Rossi aus 
Casa Grimani Galergi. 

300. Die Bekehrung des Saulus. 

(35d.) Auf L. 1,83 h., 1,12 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Casa Grimani Calergi; 310 Thh*. 

Ponte (Francesco da), gen. Bassano. Geb. 1550, gest. 1592. 

301. Christus treibt die Verkäufer aus dem Tempel. Bez. 

(33c.) FRANC. BASS. F. 

Auf L. 0,68 h., 0,85 br. •:• (Altes Kupferstichwerk 
II. 13.) Mod. Ank. 

« 

302. Anbetung der Hirten. 

(4b.) Auf L. 0,68 h., 1,10 br."^ (Altes Kupferstichwerk 
II. 14.) 1744 aus Casa Grimani Calergi durch V. Rossi. 

303. Himmelfahrt der Maria. 
(36a.) Auf L. 1,74 h., 1,18 br. 

304. Christus erscheint der Magdalena als Gärtner. 

(RH.) Auf L. 0,78 h., 1,18 br. 1742 durch Le Leu aus 
Paris; 800 Livres: 1856 aus dem Vorrath. 

Ponte (I^eandro da), gen. Bassano. Gest. 1623 zu Venedig. 

305. Christus heilt einen Blinden. 

(4b.) Auf H. 0,69 h., 0,88 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Venedig. 

306. Noah lässt allerlei Thiere in die Arche eingehen. 
(a5c.) Auf L. 1,29 h., 1,17 br. 



Venezianische Schule. 143 

307. Christus, sein Kreuz tragend. Bez. auf dem Kreuzbalken 
(Dl.) rechts: 

LEANDER A PONTE BASS2_ EQVES. 

< F > 

Auf L. 0,82 h., 0,68 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Venedig; 100 Thlr. 

308. Der Doge Pasquale Cicogna von Venedig. Bez. 
(C 2.) LEANDER BASS. FACIEBAT. 

Auf L. 1,34 h., 1,12 br. 

309. Dessen Gemahlin. Bez. LEANDER BASS. F. 

(C2.) Auf L. 1,36 h., 1,12 br. Beide 1744 durch V. Rossi 
aus Casa Grimani Calergi in Venedig. Cat. Guar. 

310. Angeblich das Bild des Künstlers, welcher an einem 
(D2.) Tische sitzt. Bez. LEANDER A PONTE BASS»« 

EQUES F. 

Auf L. 0,93 h., 1,08 br. Desgl. 1744 durch V. Rossi; 
50 Thlr. 1827 von Palm. rest. 

311. Ein Mann, eine Frau und ein Knabe füttern Schafe. 

(35 a.) Auf L. 0,32 h., 0.45 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. Zum Theil von Dietrich tibermalt. 

Robusti (Jacopo), gen. Tintoretto. Geb. zu Venedig 1512, 
gest. 1594. 

312. Maria mit dem Kinde, von Engeln umgeben, in einer 
(C 1.) Glorie auf dem Halbmond thronend, verehrt von S. Bar- 
bara, S. Catharina, S. Johann, Chrysostomus und S. 
Augustin. 

Auf L. 457 h., 2,35 br. 1872 aus dem Vorrath. 

313. Maria mit dem Kinde und S. Catharina, vor ihnen 
(D 4.) knieend ein Admiral der Republik Venedig. 

Auf L. 1,02 h., 1,55 br. 1853 aus dem Vorrath. 
Rest, durch Schirmer. 



144 Venezianische Seliule. 

314. Ein ernster Mann in einem Lebnstuhle, hinter ihm steht 

(D 2.) ein Jüngling. 

Auf L. 0,98 h., 1,20 br. 1748 aus der E. Gallerie 
zu Prag durch Gialdi und Guarienti. 1826 durch 
Palm. rest. 

315. Ein Eitter in einem Boote, welches ein Ruderer führt, 

(E 4.) befreit zwei nackte Frauen aus einem Thrnm. 

Auf L. 1,49 h., 2,48 br. 1861 aus dem Vorrath 
aufgenommen. 

316. Der Sturz der gefallenen Engel. 

(E 2.) Auf L. 3,18 h., 2,20 br. 1838 rest. und rent. 

317. Die neun Musen und die Grazien auf dem Pamass; 

(E 3.) über ihnen Apollo. 

Auf L. 2,13 h., 3.25 br. Für Kaiser Rudolph IL 
. gemalt. Durch Joh. Georg I. aus Prag mitgebracht. 
Durch Leplat 172.') aus der Eunstkammer in die 
Gallerie. 

318. Einige Frauen mit Musikinstrumenten. 

(35a.) Auf L. 1,41 h., 2,12 br. Cat. Guarienti 301; aus der 
Gallerie zu Prag als Tintoretto. Von Palm. rest. 

319. Die Ehebrecherin vor Christo. 

(E 3.) Auf L. 1,88 h., 3,f>5 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 11.) 1748 aus der E. Gallerle zu Prag, durch Gialdi 
und Guarienti. 



Copie nach Robusti (Domenico). Geb. zu Venedig 1562, gest. 
1687. Sohn des Vorigen. 

320. Susanne bereitet sich zum Bade. Im Hintergrunde die 

(S 1.) beiden Alten. 

Auf L. 2,17 h., 1,59 br. Durch Leplat als Bathseba 
von Jacopo Tintoretto. Alt. luv. 1722. 



Venezianische Scliule. 145 

Schiavone (Andrea MeldoUa, gen. lo). Geb. zu Sebenico 1522, 
gest. 1582. 

321. Der Leichnam Christi, von einem Engel und Joseph von 

(5 c.) Arimatlüa gehalten. 

Auf L. 1,07 h., 0,88Va br. 1748 aus der K. Gallerie 
zu Prag durch Gialdi und Guarie^iiti. 

322. Maria mit dem Kinde, welches den kleinen Johannes 

(2 a.) umarmt. 

Auf L. 0,86^2 h., 0,69 br. 1743 von der Procura- 
tessa Cornara della Ca grande in Venedig, durch Al- 
garotti für 28 Duc. d'or. 

MareSCaICO (Pietro), gen. la Spada oder lo Spado. Geb. zu 
Feltre, lebte um 1576. 

323. Die Königin von Saba vor Salomo. 
(R 6.) Auf H. 0,70 h., 0,57 br. 

324. Herodias bringt das Haupt des Johannes. Bez. PETRUS 
(R 5.) DE MARISCHAU« P. MDLXXVI. 

Auf L. 0,89 h. u. br. Beide 1748 durch Bernardo 
Benzoni aus Venedig mit noch 10 anderen für 1'210 fl. 

Caliari (Paolo), gen. Veronese. Geb. zu Verona 1528*, gest. 
den 19. April 1588 zu Venedig. 

325. Anbetung der Könige. 

(El.) Auf L. 2,05 h., 4,48 br. rft (Altes Kupferstichwerk 

I. 14.) Med. Ank. 1837 durch Schirmer rest. 

326. Die Hochzeit zu Cana. 

(E 1.) Auf L. 2,05 h., 4,51 br. * (Altes Kupferstichwerk 

II. 9.) Mod. Ank. 1827 durch Palmaroli rent. 



* Nach Ridolfi 1532. 

10 



146 Venezianische Schule. 

327. Maria mit dem Kinde zwischen Joliamies dem Täufer 
(E 3.) nnd S. Hieronymus. Glaube, Liebe und Hoffnung geleiten 

die Familie Cocina (?) vor ihren Thron. 

Auf L. 1,65 h., 4,16 br. :*; (Altes Kupferstichwerk 
I. 15.) Med. Ank. Als Familie des Paolo Veronese. 
1827 durch Palm. rest. 1856 durch Schirmer. 

328. Die Kreuziragung. 

(E 3.) Auf L. 1 ,61 h., 4,09 br. ?f: (Altes Kupferstichwerk 
I. 16.) Mod. Ank. 1857 durch Schirmer rest. 

329. Der Hauptmann von Capemaum eiüeht die Genesung 

(F 1.) seines Knechtes. 

Auf L. 1,77 h., 2,75 br. 1747 durch Zanetti und 
Guarienti aus Casa Grimani dei Servi in Venedig. 
1857 durch Schirmer rest. 

330. Die Findung Mosis. 

(D3.) Auf L. 1,76 h., 2,75 br. Gemalt für Herzog Wil- 
helm von Mantua und rest. von Palm. 1827. 

331. Susanne im Bade. 

(C3.) Auf L. 1,26 h., 1,06 br. 1742 aus der Sammlung 
Carignan in Paris durch Rigaud und Le Leu; 4500 
Livres. 

332. Der barmherzige Samariter. 

(E 4.) Auf L. 1,67 h., 2,53 br. Mod. Ank. 

333. • Christus am Kreuze zwischen den beiden Missethäteni ; 
(4 a.) seine Mutter sinkt ohnmächtig in die Arme des Johannes 

und einer der Marien. 

Auf L. 0,47 h., 0,35 br. 1741 durch V. Rossi ans 
Casa Grimani Calergi in Venedig. 600 Thlr. 

334. Die Kreuzigung Christi. 

(4a.) Auf L. 0,98^2 h., 0,767« br. 1743 durch Riedel aus 
Prag. 1000 Thlr. 



Venezianische Sciiuie. 147 

335. Christus mit den Jüngern zu Emmaus. 

(E 2.) Auf L. 1,19 h., 1,81 br. Mod. Ank. Durch Palm, 
rest. 

336. Die Auferstehung Christi. 
(Cl.) Auf L. 1,36 h., 1,02 br. 

337. Tod der heiligen Catharina von Alexandrien. 

(4b.) Auf L. 0,65 Va h., 0,81 br. 1742 durch de Brays und 
Araignon aus der Sammlung Carignan in Paris. 4000 
Livres. 

338. Venus und Adonis. 

(4 b.) Auf L. 0,77 h., 0,71 br. 

339. Leda mit dem Schwane. 

(C3.) Auf L. 1,07 h., 0,92 br. 1744 durch V. Rossi aus 
Casa Grimani Calergi in Venedig. 

340. Bildniss des Daniel Barbaro, Patriarchen von Aquileja, 

(E 2.) Auf L. 1,33 h., 1,02 br. rfe (Altes Kupferslichwerk 
II. 10.) 3744 durch V. Rossi aus Casa Grimani Ca- 
lergi in Venedig. Von Palm. rest. 

341. Darstellung des Kindes Jesus im Tempel. 

(C3.) Auf L. 1,83 h., 4,15 br. 1747 durch V. Rossi aus 
Casa Bonfadini in Venedig. Nach Guarienti: Carletto 
Caliari, nach Rum'ohr: Paolo Farinato. 

Derselbe. (?) 

342. Europa auf dem Stiere, umgeben von ihren Gespielinnen. 

(Direc- Auf L. 3,21 h., 2,89 br. 1745 durch Algarotti von 
tions- der Tochter des Kunsthändlers Negrenzi in Venedig. 
Zimmer.) 300 Zecchinen. 

Caliari (Carletto). Geb. 1572, gest. 1596. 

343. Allegorisches Gemälde. 

(R18.) Auf L. 1,68 h., 2,32 br. 1743 durch Riedel aus 
Prag als Paolo Veronese. 1000 Thlr. 

10* 



148 Venezianische Schule. 

344. Eine heilige Familie. 

(35 b.) Auf L. 1,68 h.j 1,34 br. Nach Guarientl von Ga- 
briele Caliari, Bruder des Paolo, aus der Sammlung des 
Abbate Caliari in Venedig. 

345. Die Taufe Christi. 

(32d.) Auf L. 1,05 h., 1,02 br. 1743 durch Riedel aus 
Prag als Paolo Veronese. 1000 Thlr. 

Aus der Schule des P. Veronese. 

346. Anbetung der Könige. 

(4 a.) Auf L. 1,07 h., 0,82 br. Mod. Ank. 

347. Bildniss eines vornehmen Knaben, 

(4 b.) Auf L. 0,54 V2 h.^ 0,41 br. Aus Prof. Steinla's Samm- 
lung. 

Copie nach P. Veronese. 

348. Venus und Adonis. 

(R 17.) Auf L. 1,48 h., 1,88 br. Das Original (Cat. No. 526) 
im Museo del Padro zu Madrid. 

Fasolo (Giovanni Antonio). Geb. zu Vicenza 1528, gest. da- 
selbst 1572. 

349. Bildniss einer reich gekleideten Venezianerin. 

(E 3.) Auf L. 1,33 h., 1,10 br. 1743 durch V. Rossi aus 
Casa Grimani Calergi. 1827 von Palm. rest. 

Derselbe. (?) 

350. Christi Einzug in Jerusalem. 

(35 c.) Auf L. 0,54 h., 0,98 br. 1741 durch V. Rossi als 
Paolo Veronese. 500 Thlr. 

351. Die Anbetung der Könige. 

(35 c.) Auf L. 0,55 h., 0,98 br. Desgl. als Salvator Rosa. 
300 Thlr. 



Venezianische Scliuie. 149 

Porta (Giuseppe), gen. Salviati. Geb. zu Castelnuovo di Gar- 
fagnana 1520, gest. nach 1572. 

352. Der Leichnam Jesu von Engeln gehalten. 

(;jc.) Auf L. 1,07 h., 0,87 br. «• (Altes Kupferstichwerk 
11. 12.) 1743 aus der Sammlung Carignan in Paris 
erworben. 1826 durch Palm. rest. 

Derselbe. (?) 

353. Drei Engel unterstützen den Leichnam Christi. 
(3b.) Auf K. 0,24V3 h., 0^^^|^ br. 

Muziano (Girolamo), [angeblich]. Geb. zu Aquafredda 1530, 
gest. zu Korn den 25. April 1590. 

354. Der heilige Franciscus kniet betend vor einem Kreuz- 

(a5b.) bilde. 

Auf K. 0,53V2 h., 0,39 V2 br. 1742 aus Paris als 
Domenichino durch Le Leu. 1000 Livres. 

Ridoifi (Claudio). Geb. zu Verona, gest. zu Corinaldo 1 644. 

355. Die Verkündigrung. 

(35 a.) Auf L. 0,70 h., 0,56 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722 ; später aus der Königl. Capelle zur Gallerie. 

Turchi (Alessandro), gen. TOrbetto. Geb. 1582, gest. 1648 zu 
Verona. 

356. Die Geburt des Heilandes. Bez. ALEXANDER D. 

(2b.) TVRCIS. F. 

Auf Schiefer 0,45V2 h., 0,38 br. 

357. Simeon im Tempel, das Christkind in den Armen hal- 

(33c.) tend. Bez. ALEXANDER VERONENSIS. F. 

Auf K. 1,06 h., 0,81 br. 1743 durch de Brays aus 
der Sammlung Carignan in Paris für 500 Livres. 

358. Christus mit der Domenkrone und einem Rohre in den 

(5b.) gebundenen Händen. 

Oval, auf Schieferstein 0,15 h., 0,11 br. 



150 Venezianische Schule. 

359. Die Steinigung des heiligen Steplianiis. 

(32 a.) Auf Amethyst. (In länglich runder Form.) 0,25 h., 
0,33 br. 

360. Die Dreifaltigkeit. 

(2 c.) Auf schwarzem Thonschiefer. 0,83 Va h., 0,28 br. 

« 

361. Maria, dem Jesuskinde die Brust reichend. 

(2 c.) Auf Schiefer 0,257« K 0,18 Va hr. Durch Kinder- 
mann. Alt. Inv. 1722. 

362. Venus hält den todten Adonis im Schoosse. 

(2 c.) Auf schwarzem Thonschiefer. 0,27 h., 0,34 V« br. 
^ (Altes Kupferstichwerk II. 15.) 1742 durch De Brays 
in Paris aus der Sammlung des Mr. Dubreuil. 

363. Das Urtheil des Paris. 

(C 1.) Auf H. 0,59 h., 0,83 br. Aus der Sammlung des 
Senators Isolani in Bologna. 

364. Venus findet den todten Adonis. 

(R14.) Auf L. 0,66 h., 0,90 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein. 

Derselbe. (?) 

365. David mit dem Schwerte und Haupte Goliath's. 

(C 3.) Auf L. 1,27 h., 1,15 br. Als unbek. Or. aus Polen. 
Alt. Inv. 1722. 

Varotari (Alessandro), gen. Padovanino.* Geb. 1590, gest. 
1650. 

366. Judith mit dem Haupte des Holofemes. 

(5 c.) Auf L. 1,30 h., 0,94 br. Durch Leplat 1725. Alt. 
Inv. 1722. 



♦ Stammt aus der Augsburger Familie Weihrotter. Sein 
Vater Darius veränderte seinen deutschen Namen, als er sich in 
Padua niederliess. 



Venezianische Schule. 151 

367. Cleopatra. 

*^ (R 14.) Auf L. 1,09 h. , 0,i)2 br. Desgl. als Discipul dl 

Tiziano. 

368. Lucretia. 

(R 14.) Auf L. 1,09 h., 0,93 br. Desgl. Desgl. 

369. Studienkopf. 

(5a.) Auf L. 0,41 h., 0,28V2 br. Durch Kindermann als 
Salviati. Alt. Inv. 1722. 

Liberi (Pietro). Geb. zu Padua um 1600, gest. zu Venedig 1677. 

370. Das Urtheil des Paris. 

(E 4.) Auf L. 1,97 b., 1,66 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722. 

371. Die Jugend im Schutze der Weisheit. 
(5a.) Auf L. 1,19 h., 1,01 br. Desgl. 

Vecchia (Pieti-o della). Geb. zu Venedig 1605, gest. daselbst 
1678. 

372. Bildniss des Ritters Bayard. (?) 

(37 a.) Auf L. 1,17 h., 0,99 br. Aus Casa Gheltof in Ve- 
nedig. Cat. Guar. 

373. Ein altes Weib mit drei Kindern, eines derselben mit 
(37 d.) einem Pantoffel schlagend. 

Auf L. 0,99 h., 1,16 br. 

374. Ein geharnischter Krieger mit rother Fahne. 

(37 a.) Auf L. 1,18 h., 0,94 br. Durch Bernardo Benzoni 
aus Venedig. S. No. 323 und 324. 

375. Saul mit dem Haupte Goliath's, hinter ihm David. 

(37 d.) Auf L. 1,18 h., 1,01 br. Durch Mordax. Alt. Inv. 
1722. 

376. Wahrsagerscene. 

(35b.) Auf H. 0,17 h., 0,27 br. 



152 Venezianische Schule. 

Carpione (Giulio). Geb. zu Venedig 1611, gest. zu Verona 
1674. 

377. Latona verwandelt die lycischen Bauern, welche ihr das 
(34 d.) Wasser trüben, in Frösche. 

Auf L. 1,09 h., 1,32V2 br. 1738 durch V. Rossi. 
Inv. 8vo. 

378. Minerva verwandelt die von Neptun verfolgte Nymphe 

(34 d.) Koronis in eine weisse Krähe. 

Auf L. V. Gr. 1744 durch V. Rossi aus Casa Gri- 
mani Calergi in Venedig. 

379. Bacchus und Ariadne mit ihrem Gefolge. 

(34b.) Auf L. 1,10 h., 1,53 br.. 1725 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

380. Faunen und Bacchanten unter einem Baume; eine 
(33 c.) Bacchantin und ein Faun tanzen. 

Auf L. 1,17 h., 1,52 br. Desgleichen. 

FerabOSCO (Girolamo). Geb. zu Padua, malte um 1630 in 
Venedig. 

381. Ein junges Weib von der Hand des Todes erfasst dem 
(E 3.) sie zu entfliehen sucht. 

Auf L. 0,74 h., 0,60 br. Mod. Ank. Als Guido 
Cagnacci. 

Celesti (Andrea). Geb. zu Venedig 1639, gest. daselbst 1706. 

382. Der Bethlehemitische Kindermord. 

(E 1.) Auf L. 2,72 h., 4,34 br. Durch Kiiidermann. Alt. 
Inv. 1722. 

383. Die Israeliten bringen Geschenke, um daraus das gol- 

(E 3.) dene Kalb zu verfertigen. 

Auf L. 1,49 h., 2.01 br. 1725 durch Leplat. Alt. 
luv. 1722. 



Venezianische Schule. 153 

384. Bacchus und Ceres. 

(E 3.) Auf L. 1,78 h., 1,90 br. Desgl. 

Rozzo (Andrea). Geb. zu Trient 1642, gest. 1709 zu Venedig. 

^ 385. Schlafendes Christuskind. 

(84b.) Auf L. 0,72 h., 0,95 br. 

BelluCCi (Antonio). Pensionär des Churfiirsten Johann Wilhelm 
von der Pfalz. Geb. 1654 zu Venedig, gest. 1725. 

386. Venus reicht einer weissen Taube Futter; zur Seite 

(35a.) Amor. 

Auf L. 1,35 h., 1,7« br. 1731 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

387. Maria, das Christkind wickelnd. 
(3 c.) Auf L. 0,71 h.. 0,56 br. 

Trevisani (Francesco). Geb. zu Capo d'Istria 1656, gest. zu 
Eom 1746. 

388. Der Bethlehemitische Kinderraord. 

(E 1.) Auf L. 2,48 h., 4,66 br. 1745 durch AJgarotti als 
Luca Giordano aus Venedig. (?) " 

389. Heilige Familie. 

(35 d.) Auf H. 0,40 h., 0,32 br. 1743 durch Algarotti aus 
Venedig. 

390. Rühe auf der Flucht. 

^ (F 4.) Auf L. 2,47 h., 2,78 br. 

391. Maria zeigt dem kleinen Joliannes das Christkind. 

(F 2.) Auf L. 0,97 h., 0,74 br. rj: (Altes Kupferstichwerk 
III. 19.) 1743 durch Rigaud aus Paris. 1500 Livres. 

i 

392. Maria mit dem Kinde, dem Elisabeth die Hände küsst. 
(2 b.) Auf L. 0,65 h., 0.50 br. 



154 Venezianische Schule. 

393. Christus am Oelberge. 

(2 c.) Auf L. 0,46 h., 0,647, br. Als Carlo Maratti aus 
Polen. Alt. Inv. 1722. 

394. S. Antonius von Padiia heilt durch Gebet einen Ver- 
(2 b.) wundeten. 

Auf L. 0,77 h., 0,34 brl 

395. Extase des heiligen Franciscus. 

(C2.) Auf L. 0,75 h., 0,63 br. 1751 durch Siegmund 
Striebel. 

Unbekannt. 

396. Männliches Bildniss. 

(4b.) Auf L. 0,68 h., 0,51 br. Aus der Sammlung Rezzo- 
nico. 1869 im September aus dem Nachlass von Unger 
in BerUn. Preis 120 Thlr. 

397. Männliches Bildniss. Kniestück. Aehnelt einem Bild- 
(3a.) nisse des Macchiavell (1469 — 1527), welches nach 

einem Bilde von Santi di Tito gestochen ist. 

Auf L. 1,01 h., 0,68V« br. Desgl. aus ünger's Nach- 
lass. Preis 120 Thlr. 

398. Maria mit dem Kinde und S. Anna. 
(35b.) Auf L. 0,49 h., 0,38 br. 

Ricci (Bastiane). Geb. 1662 zu Cividal di Belluno, gest. zu Ve- 
nedig den 13. Mai 1734. 

399. Ein Opfeifest. 

(5 a.) Auf L. 0,56 h., 0,73 br. 

400. Aehnlicher Gegenstand. 

(5 a.) Auf L. 0,56 h., 0,72 br. Beide 1743 durch Algarotti 
von Zanetti in Venedig für 100 Zecchinen erkauft. 

401. Cliristi Himmelfahrt. 

(36 a) Auf L. 2,71 h., 3,04 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
IL 16.) Gemalt 1702. Aus der kathol. Kirche. Alt. 
Inv. 1722. 



Venezianische Scliule. 155 

Dizlani (Grasparo), Schüler des Bastiano Eicci. Starb zu Ve- 
nedig 1767. 

402. Ein Maler malt ein Bildniss nach dem Leben (Caricatur). 
(R 5.) Auf L. 0,85 h., 0,73 br. 

Ricci (Marco). Geb. 1679 zu Belluno, gest. zu Venedig 1730. 

403. Flache Gegend ; im Mittelgrunde eine Stadt, zu welcher 
(37 a.) eine Brücke führt. 

Auf L. 0,98 h., 1,52 br. 

404. Landschaft, im Vordergrunde der heilige Hieronymus. 
(22b.) Auf L. 1,49 h., 1,13 br. 

405. Gegenstück. Die büssende Magdalena. 
(22b.) Auf L. 1,45 h., 1,11 br. 

406. Landschaft ; im Mittelgrunde ein Thurm, und eine Brücke 
(34 a.) über einen Fluss. 

Auf L. 0,98 h., 1,30 br. 

407. Landschaft. Ein beladenes Maulthier kommt mit seinem 
(35 c.) Führer über eine Anhöhe. 

Auf L. 0,97 h., 1,30 br. 

408. Landschaft. Im Vordergiimde ein Bach, worin einige 
(35 c.) Rinder stehen. 

Auf L. V. Gr. 

409. Landschaften mit fernen Gebirgen und Gebäuden. 
(22 b.) Neben einer Baumgruppe ein schlafender Hirt.. 

Auf L. 1,27 h., 1,29 br. 

410. Landschaft, in deren Vordergrund ein grosser Spring- 
(22 b.) brunnen; entfernter ein Kalkofen. 

Auf L. 1,25 h., 1,24 br. 

411. Winterlandschaft. 

(37 a.) Auf L. 1,00 h., 1,46 br. 



156 Venezianische Schule. 

412. Gebirgslandschaft mit einem Bache. 

(34a.) Auf L. 0,98 h., 1,31 br. No. 403, 406—411 1738 
durch V. Rossi aus Venedig erkauft. Inv. 8vo. 

Carlevaris (Luca) da Casa Zenobio. Geb. 1665 zu üdine, 

gest. 1708 zu Venedig. 

413. Ansicht des Dogenpalastes von Venedig mit der Lan- 
(37 b.) düng des kaiserlichen Gesandten, Grafen Colloredo. 

Auf L. 2,59 h., 1,30 br. 

Molinari (Giovanni Battista). Geb. 1636, lebte um 1660 zu 
Venedig. 

414. Der trunkene Noah. 

(E 1.) Auf L. 2,02 h., 2,37 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Venedig. Inv. 8vo. 

Molinari (Antonio). Geb. zu Venedig 1665, lebte noch 1727. 

415. Psyche beleuchtet den schlafenden Amor mit der Lampe. 
(R 6.) Auf L. 1,88 h., 1,65 br. 

Negri (Pieti-o). Lebte zu Venedig um 1673. 

41 G. Die sterbende Agrippina wird vor ihren Sohn Nero ge- 

(R 9.) bracht. 

Auf L. 1,37 h., 1,64 br. 1731 durch V. Rossi als 
Jordan. 288 Thlr. 

Piazetta (Giovanni Battista). Geb. zu Venedig 1682, gest. 1754. 

417. Das Opfer Abraham's. 

(37 a.) Auf L. 1,53 h., 1,16 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. 

418. David mit dem Haupte Goliath's. 
(33b.) Auf L. 0,84 h., 0,99 br. Desgl. 



Venezianische Scliule. 157 

419. Ein Fahnenträger. 

(37 b.) Auf L. 0,88 h., 0,72 br. 1743 beide durch Alga- 
rotti in Venedig erkauft. 

Migliori (Francesco). Geb. zu Venedig 1684, gest. daselbst 1734. 

420. Bacchus und Ariadne. 

(I)irec- Auf L. 2,98 h., 4,04 br. Aus dem Prinzenpalais, 
tions- Alt. Inv. 1722. 
Zimmer.) 

421. Europa sitzt auf dem Stiere, den ihre Gespielinnen be- 

(Direc- kränzen. 

tions- Auf L., 2,99 h., 4,04 br. 
Zimmer.) 

422. Joseph, Träume deutend. 
(;W a.) Auf L. 2,73 h., 2,05 br. 

■■ 423. Das Opfer Abraham's. 

(39 b.) Auf L. 2,64 h., 1,90 br. Mit No. 421 durch Kinder- 
mann. Alt. Inv. 1722. 

424. Loth und seine Töchter. 
(R 16.) Auf L. 2,75 h., 2,06 br. 

425. Kain und Abel. 

(S 1.) Auf L. 2,73 h., 2,05 br. 

426. Cimon im Kerker, seine Tochter Pera reicht ihm die 
(R4.) Brust. 

Auf L. 2,71 h., 2,03 br. 

t* Eismann (Carl), gen. Briseghella. Geb. zu Venedig 1679, 

Adoptivsohn des Joh. Anton Eismann. 

427. Hitziges Gefecht unter den Mauern einer Festung. 

(Q 1.) Auf L. 0,68 h., 1,39 br. 1742 von Riedel aus Prag. 

428. Hitziges Reitertreffen. 

(Q 2.) Auf L. 0,37 Va h., 0,73 br. 



158 Venezianische Schule. 

42Ü. Eeitergefecht unweit der Mauern einer Stadt. 

(Q2.) Auf L. V. Gr. 1741 beide durch V. Rossi, als: „del 
padre Giacomo Borgognon". 230 Thlr. 

430. Schlachtfeld. Ein Officier ertheilt Befehle. 
(Q 1.) Auf L. 0,95 h., 1,56 br. 

Tiepolo (Giovanni Battista). Geb. zu Venedig 1693, gest. zu 
Madrid den 27. März 1770. 

431. Christi Darbringung im Tempel. 

(36 b.) Auf L. 0,40 h., 0,48 br. 1875 aus der Sammlung 
Minutoli in Liegnitz. Preis 1500 Mark. 

Nogari (Giuseppe). Geb. zu Venedig 1700, gest. daselbst 1703. 

432. Ein Geiziger schüttet Geldstücke aus einem Beutel und 
(5 c.) hält einen Schlüssel in der Hand. 

Auf L. 0,75 h., 0,59 br. 

433. Ein alter Mann mit einer Pelzmütze hält eine Brille 

(5 c.) und ein Blatt Papier. 

Auf L. 0,76 h., 0,60 br. rfc (Altes Kupferstichwerk 
III. 50.) 

434. Ein alter Mann mit schwarzem Mützchen hält eine 
(5 a.) Brille. 

Auf H. 0,61 h., 0,45 br. 

435. Eine alte Frau, welche die Hände über einem Kohlen- 

(5 a.) becken wärmt. 

Auf H. 0,60 h., 0,431/2 br. tfc (Altes Kupferstichwerk 
III. 50.) 

436. Ein Alter mit grauem Haar und Barte.* 
(34d.) Auf L. 0,87 h., 0,73 br. 



* Zweifelhaft, ob gleichfalls von Nogari. 



Venezianische Schule. 159 

437. S. Petrus. 

(5 c.) Auf L. 0,85 h., 0,61 br. No. 432—437 durch AI- 
garotti k Stück 15 Duc. d'or in Venedig vom Maler 
selbst erkauft. 

Nazari (Bartolo). Geb. zu Bergamo 1699, gest. 1758 in Ve- 
nedig. 

438. Brustbild eines bejahrten Mannes. 
(5 a.) Auf L. 0,49 h., 0,38 br. 

439. Bildniss einer alten Frau. 

(5a.) Auf L. V. Gr. Be.ide 1743 durch Algarotti k 15 Duc. 
d'or in Venedig erkauft. 

Diamantini (Giovanni Giuseppe) ij Cavaüere. Geb. in der 
Eomagna, lebte um 1740 in Venedig. 

440. David mit dem Haupte Goliath's. 
(34a.) Auf L. 1,18 h., 0,86 br. . 

Pittoni (Giovanni Battista). Geb. zu Venedig 1687, gest. daselbst 
1767. 

441. Der Tod der Agrippina. Bez. G. BÄ. PITONI. 
(S 1.) Auf L. 2,39 h., 3,06 br. 

442. Der Tod des Seneca. Ebenso bezeichnet. 
(S 1.) Auf L. V. Gr. 

Rotari (Pietro), Graf. Geb. zu Verona 1707, gest. zu Peters- 
burg 1762. 

443. Euhe auf der Flucht. Xachtsttick. 
(33 a.) Auf L. 2,71 h., 2,07 br. 

444. S. Jacobus. 

(36 d.) Auf L. 0,54 h., 0,44 br. 

445. S. Franciscus. 

(36d.) Auf L. 0,45 h., 0,35 br. 



160 Venezianische Schule. 

446. S. Magdalena. 
(5b.) Auf L. V. Gr. 

447. Prinzessin Elisabeth. 

(33 a.) Auf L. 1,07 h., 0,88 br. 

448. Prinzessin Kunigunde. Beide Kinder August III. von 
(33 a.) Polen und Sachsen. 

Auf L. V. Gr. 

Canaie (Antonio), Oheim und Lehrer des Bernardo Beiotto, 
gen. Canaletto. Geb. zu Venedig 1691, gest. 
daselbst 1768. 

449. Der gi*osse Kanal von Venedig vom Theater S. Angelo 
(37 a.) bis zur Rialto-Brücke. 

Auf L. 1,45 h., 2,a5 br. 

450. Ansicht der entgegengesetzten Seite des gi'ossen Kanals 
(37 b.) von Venedig, der Kirche S. Mai'ia della Salute und des 

Seezollhauses. 
Auf L. 0,65 h., 0,99 br. 

4r)l. Der Platz vor der Kirche S. Giacomo di Rialto zu Ve- 
(37 d.) nedig. 

Auf L. 0.97 h., 1,18 br. 

452. Der Marcusplatz, die Kirche S. Marco, der Glocken- 
(37 d.) thunh und die Paläste der alten und neuen Procurazien. 

Auf L. 0,96 h., 1,17 br. 

453. Der kleine Marcusplatz, die sog. Piazetta. 
(37 b.) Auf L. 0,57 h., 0,98 br. 

454. Ansicht des grossen Kanals von Venedig. 
(37 b.) Auf L. 0,65 h., 0,98 br. 



Venezianische Scliule. 161 

Beiotto (Bernardo), gen. Canaletto. Geb. zu Venedig um 1720, 
gest.. zu Warschau den 17. October 1780. 1766 
Mitglied der Kunstakademie zu Dresden. 

455. Ansicht einer Schleusse und eines Wirthshauses, il Dolo 
(37 d.) genannt, auf dem Wege von Padua nach Venedig. Bez. 

BERNARDO BELOTO DETO CANALETTO FE. 
ANNO 1748. 

Auf L. 1,32 h., 2,32 br. 

456. Ansicht von Verona und dem Castel S. Pietro. 
(37 a.) Auf L. 1,33 h., 2,40 br. 

457. Ponte della nave zu Verona. 
(37 a.) Auf L. 1,32 h., 2,40 br. 

458. Scuola di S. Marco und die Kirche S. Giovanni e Paolo 

(37 d.) in Venedig; davor die Statue des Bartolommeo CoUeone. 

Auf L. 1,26 h., 1,60 br. 1855 aus dem Brühl'schen 
Palais. 

459. Ansicht der Treppe und Säulenhalle des sächsischen Pa- 

(38 b.) lastes zu W^arschau. 

Auf L. 1,03 h., 1,46 br. Als Superporte gemalt und 
in die Zimmert äfelung eingelassen. 1855 aus dem Vor- 
rath. 

460. Desgleichen. 

(38b.) Auf L. V. Gr. Desgl. Desgl. 

461. Desgleichen. 

(37 d.) Auf L. V. Gr. Desgl. Desgl. 

462. Miner\'a, neben ihr ein vornehmer Pole. Superporte aus 
(37 b.) dem Warschauer Schlosse. Figuren von Dietrich. 

Auf L. 1,09 h., 1,55 br. 1860 aus dem Vorrath. 

463. Ein bärtiger Mann in altpolnischem Costtim neben 
(37 b.) einem geharnischten Jüngling. Desgl. 



Auf L. V. Gr. Desgl. Desgl. 



11 



132 Venezianische Scliule. 

Derselbe. 

Ansichten von Dresden. 

Zum grössten Theil ursprünglich für den Grafen Brühl in 
den Jahren 1747—1758 (200 Thlr. für jedes Bild) gemalt, nach 
dessen Tode von dem sächsischen Hofe angekauft. — Die Figuren 
sind von Stefano Torelli, geb. zu Bologna 24. Septbr. 1712, 
gest. zu St. Petersburg 1784. Im Jahre 1741 angestellt mit 
20 Thlr. monatl. Gehalt als Maler König August III. (S. Einl. 
S. 82. Sämmtlich auf Leinwand gemalt. 

464. Ansicht von Dresden, von dem in Neustadt gelegenen 
(38 a.) Gräil. Hofmannsegg'schen Hause aus gesehen. Bez. 

BERNARDO BELOTTO DETTO CANALETTO F. 
ANNO 1747. IN DRESDA. 
1,31 h., 2,36 br.* 

465. Ansicht der Eibbrücke und eines Theiles der Altstadt, 
(38 a.) vom Garten des Japan. Palais aufgenommen. Bez. 

BERNARDO BELLOTTO DETTO CANALETTO F. 
AN^ 1748. 
1,33 h., 2,34 br. 

406. Ansicht eines Theiles der ehemaligen Festungswerke 
(38 d.) mit dem Ausfallthore, der katholischen Kirche, den 
letzten Pfeilern der Brücke, dem Blockhause und dem 
südwestlichen Theile der Neustadt von der ehedem an 
die Königl. Ställe anstossenden Wiese aus gesehen. 
Bez. Bernardo Bellotto Detto Canaletto. F. A. 1748. 
y. Gr. 



* Unter den Figuren des Vordergrundes befindet sich der 
durch seine Corpulenz bekannte Sopransänger Niccolo Pozzi, gen. 
Niccolini, der Hofnarr August's des Starken und August III. Jo- 
seph Fröhlich, Philipp de Violante, Leibarzt der Königin Maria 
Josepha, die Maler Thiele und Dietrich und der Künstler selbst, 
zeichnend. 



Venezianische Scliule. 163 

467. Ansicht des Neumarktes, vom Jüdenhole aus gesehen, 
(38a.) mit der 1760 durch das preussische Bombardement zer- 
störten Hauptwache. Die Staffage zeigt die glänzende 
Equipage August's III. und zahlreiches Gefolge. 1749. 

1,33 h., 2,36 br. Im Juli 1751 durch Canaletto 
selbst zur Gallerie geliefert. 

468. Ansicht der ehemaligen Wilsdruffer Thoi^Brücke mit 
(38 a,) den Festungswerken, dem 1744 erbauten Anton'schen 

Hause und einem Theile der Vorstadt. 1750 gemalt. 

1,31 h., 2,35 br.* Im Februar 1751 durch Canaletto 
zur Gallerie geliefert. 

469. Ansicht der Neustadt, vom Ende der Brücke aus auf- 

(38a.) genommen. 1750. 

1,33 h., 2,34 br. Im Februar 1751 durch Canaletto 
zur Gallerie geliefert. 

470. Ansicht des Neumarktes von der Moritzstrasse aus. 
(37 b.) 1750. 

V. Gr. 

471. Ansicht des alten Marktes zu Altstadt-Dresden mit 
(38a.) dem 1878 abgebrochenen Chaisenhause. Nachmittags- 
Beleuchtung. 1751. 

1,38 h., 2,40 br. 1751 von Canaletto selbst zur 
Gallerie geliefert. 

472. Ansicht des alten Marktes von der Seestrassen-Ecke. 

(37 c.) Gegenstück des Vorigen von demselben Jahre. 

1,35 h., 2,41 br. 1751 von Canaletto selbst zur 
Gallerie geliefert. 



* Links vom Beschauer im Vordergrunde die alte, 1776 
massiv erbaute, im Jahre 1874, wegen des Neubaues der Teub- 
ner'schen Buchdruckerei, abgebrochene Königl. Mühle. Daneben 



das im Bau begriffene Christofani'sche Haus. 



11 



164 Venezianische Schule. 

473. Ansicht der alten, 1760 durch das preussische Bom- 
(38 b.) bardement zerstörten Kreuzkirche. Nachmittags-Be- 
leuchtung. 

1,94 h., 1,85 br. Gemalt 1757. 

474. Innere Hauptansicht des Zwingers, von der neben dem 
(38 d.) Mittelpavillon gegen Abend gelegenen Terrasse aus ge- 
sehen. 1758. 

1,33 h., 2,38 br. 

475. Ansicht der Kreuzkirche nach dem Bombardement und 
(38d.) vor dem am 22. Juni 1765 erfolgten Einsturz des noch 

stehen gebliebenen Theiles ihres Thurmes. Am 16. Juli 
1764 war der Grundstein zur neuen Kirche gelegt 
worden, deren Grundmauern das Bild bereits zeigt. 
Eechts am Bande das Eutowski'sche Palais, welches 
den 2L Februar 1786 abbrannte. Bez. BEENAK: 
BELOTO DE. CANALETTO. FEC. A. MDCCLXV. 

0,80 h., 1,11 br. Das letzte dieser Folge von Cana- 
letto's Bildern von dem Administrator Prinzen Xaver 
auf den Vortrag des Geh.-R. von Hagedom dem in be- 
drängte Umstände gerathenen Künstler im Jahre 1765 
abgekauft. 200 Thlr. (S. Akademie-Acten.) 

476. Die Brücke, katholische Kirche und Brühl'sche Terrasse, 
(37 c.) von Neustadt aus gesehen. Bezeichnet BERXARD. 

BELOTTO DE. CANALETTO. 

0,99 h., 1,35 br. 18,55 aus dem Vorrath.* 

477. Altstadt vom Palaisgarten aus gesehen. 
(38 b.) 0,95 h., 1,64 br. 



* Auf der Rückseite des Bildes: Bernardus Beiotto de Ca- 
naletto Academiae Electoralis Artium Sodalis, ad naturam pinxit 
Anno 1765. In Memoriam receptionis suae Academiae. 

D. D. D. 
Dresdae, d. 5. Mart., 1766. ipsa Expositionis Die. 



Venezianische Schule. Ig5 

478. Altstadt von den Pontonschuppen aus gesehen. 
(38 b.) Gegenstück. 

V. Gr. 

479. Ansicht des Platzes zwischen dem Königl. Schlosse und 
(37 c.) der Eibbrücke, mit der kathol. Kirche, dem Schloss- 

thurm, dem Oeorgenthor und den ersten Pfeilern der 
Brücke, von der Brühl'schen Terrasse aufgenommen. 
1,31 h., 2,33 br. 

480. Ansicht eines Theiles des Zwingei-walles und der ehe- 
(37 b.) maligen Zwingerbrücke. Im Hintergrunde das ehemalige 

Wilsdruffer Thor mit den Festungswerken. 
1,31 h., 2,34 br. 

481. Ansicht des Xeumarktes mit der Frauenkirche und der 
(38 b.) Einsicht in die Eampesche Strasse. 1751. 

1,94 h., 1,85 br. 

Derselbe. 

Ansichten von Pirna und dessen Umgebung. 

482. Südöstliche Ansicht der Stadt Pirna mit dem Sonnen- 
(38 d.) stein, vom Dorfe Posta am rechten Eibufer gesehen. 

1,37 h., 2,3J) br. 

483. Dieselbe Ansicht von einer etwas entfernteren Höhe 
(38 c.) über dem Dorfe Posta. 

1,37 h., 2,38 br. 

484. Die gegen Mittag gelegenen Gebäude des Sonnensteins 
(38 c.) niit einem Theile der Stadt Pirna und der Elbe und mit 

dem am rechten Ufer gelegenen Dorfe Copitz. 

1,30 h., 2,33 br. :J: (Altes Kupferstichwerk IV. 3.) 



166 Vennianisclie Schule. 

485. Ansicht des Dohnaisclien Thores der Stadt Pinia und 
(37 c.) der Abendseite des Sonnensteins, von der Ecke der 

Breitegasse gesehen. Abendbeleuchtung. 

1.33 h., 2,34 br. 

486. Einsicht in die Breitegasse und das Dohnaische Thor 
(38 c.) von Pirna, rechts vom Gasthof zum weissen Ross und 

der Meilensäule gesehen. Bez. mit der Jahreszahl 1752. 

1.34 h., 2,39 br. 

487. Ansicht des Marktplatzes von Pirna, mit der Aussicht 

(38 c.) auf die Kirch- und Schlossgasse und den Sonnenstein. 
1,33 h., 2,38 br. 

488. Ansicht des Oberthores von Pirna und des südwest- 
(37 c.) liehen Theiles der Festung Sonnenstein mit den Mauern, 

welche diese mit der Stadt verbanden. 

1,30 h., 2,34 br. rfe (Altes Kupferstichwerk IV. 4.) 

489. Ansicht der Festung Sonnenstein von der Seite des öst- 

(38 b.) liehen Thurmes mit einem Blick auf die Dächer der 

Stadt Pirna. 

2,05 h., 3,34 br. 

490. Ansicht des nordwestlichen Thurmes der Festung 
(38 d.) Sonnenstein und der davorliegenden Bastion mit der 

Aussicht auf die Stadt, die Elbe und das jenseits ge- 
legene Dorf Copitz. 

1.33 h., 2,37 br. 

491. Ansicht der Mittemacht - Seite des Sonnensteins und 
(38 c.) der Schiffervorstadt von Pirna, vom linken Eibufer ge- 
sehen. 

1,37 h., 2,39 br. 

492. Ansicht des nordwestlichen Theiles von Pirna und dem 
(38 c.) Sonnenstein, vom rechten Eibufer nahe bei Copitz ge- 
sehen. 

1.34 h., 2,36 br. No. 482—492 in den Jahren 
1753—1755 gemalt. 



Venezianische Scliule. 167 

Venezianische Scliuie. 

493. Venus. 

(R3.) Auf L. 1,33 h., 2,04 br. Durch V. Rossi, als: del 
Fasolo (Man. Tizian). Inv. 8vo. 

494. Eine heilige Familie. 

(32b.) Auf L. 0,77 h., 1,01 br. Desgl. als Paolo Veronese. (?) 

495. Venus. 

(R 6.) Auf L. 0,61 h., 0,74 br. 

496. Brustbild einer Frau in golddurcbwirktem Kleide. 

(4b.) Auf L. 0,67 h.. 0,58 br. Aus dem grünen Gewölbe 
als Van Dyk. Alt. Inv. 1722. 

497. Der heilige Thomas empfängt den Gürtel der Jungfrau 
(36 d.) Maria. 

Auf L. 2,75 h., 1,18 br. 

498. Die Verlobung der heiligen Catharina. 

(33 d.) Auf L. 0,87 h., 0,79 br. 1855 aus dem Vorrath, 
rest. durch Schirraer. 

499. Skizzirte Copie des Deckenbildes : Ai)otheose der Venezia 
(R 8.) von Paul Veronese in der Sah del maggior condglio 

des Dogenpalastes. 
Auf Papier 1,26 h., 0,79 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Unbelcannt. 

500. Der Erzengel Michael. 

(R 3.) Auf L. 1,05 h., 0,76 br. 

501. Icarus lässt sich von seinem Vater Dädalus die Flügel 
(36a.) ansetzen. 

Auf L. 1,14 h., 0,98 br. 1731 durch Leplat. Inv. 8vo. 



168 Venezianische und Boiognesische Schule. 

502. Die Ehebrecherin vor Christo. 

(R 9.) Auf L. 1.10 h., 1,32 br. Original von Lorenz© Lotto 
im Louvre. Als Pordenone Man. aus der Eunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



■ j-j-^ y 



Bolognesische Schule, 



Raibolini (Francesco), gen. Francia. Geb. zu Bologna zwischen 
1450 — 1453, gest. ebendaselbst den 6. Jan. 1517. 

503. Die Anbetung der Könige und Hirten. 
(1 a.) Auf H. 0,41 h,, 0,59 br. 

504. Maria mit dem Kinde, das einen Vogel in seinen 
(1 c.) Händchen hält, daneben der kleine Johannes. 

Auf H. 0,57 h., 0,47 br. Beide im Abrege von 1782 
als Pietro Perugino angeführt. 

505. Die Taufe Christi. Bez. FRANCIA AVRIFEX BON. 

(ü 3.) F. M. V. vnn. 

Auf H. 2,09 h., 1,72 br. Nach Vasari früher in 
Modena befindlich, jedoch nicht im Verzeichnisse un- 
seres Mod. Ank. angeführt. 1760 beim Bombardement 
Dresdens durch Bombensplitter beschädigt. 

Longhi (Luca) oder Longhis. Geb. zu Ravenna 1507, gest. 
1580. 

506. Heilige Familie. 

(82 c.) Auf L. 0,87 h., 0,72 br. 

Fontana (Prospero). Geb. zu Bologna 1512, gest. 1570. 

507. Heilige Familie mit S. Cäcilie und S. Catharina. 
(32 c.) Auf H. 0,74 h., 0,62 br. 



Bolognesische Schule. 169 

Pellegrini, gen. Tibaldi. Geb. zu Bologna 1522, gest. zu 
Mailand 1592. 

508. Der heilige Hieronymus mit einem Engel. 
(S 1.) Auf L. 1,73 h., 1,35 br. 

Sammacchini (Orazio). Geb. zu Bologna 1532, gest. 1577. 

509. Heilige Familie, zur Seite kniet S. Catharina. 

(2b,) Auf H. 0.95 h., 0,75 br. Aus der Sammlung des 
Marchese Monti in Bologna. 

Procaccini (Camillo). Geb. zu Bologna 1546, gest. zu Mailana 
1626. 

510. Der heilige Kochus heilt Pestkranke. 

(F 3.) Auf L. 3.31 h., 4,76 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
II. 18.) Mod. Ank. 1839 rest. durch Schirmer. Mit 
No. 520 für den Canonicus Brami gemalt, welcher beide 
Bilder der Brüderschaft des heil. Rochus in Keggio 
schenkte. 

Procaccini (Giulio Cesare). Geb. zu Bologna 1548, gest. zu 
Mailand 1626. 

511. Ein Mann springt in einen Nachen, in den Annen ein 
(E 2.) Weib tragend. Unter ihm liegt ein Verwundeter. 

Auf L. 2,65 h., 2,49 br. Mod. Ank. Als Ratto di 
Elena des Cav. Liberi. 

512. Maria kniet und das Jesuskind schmiegt sich an sie, in- 
(F 3.) dem es mit der rechten Hand nach den Früchten langt, 

die ein Engel in einem Korbe trägt. Links Joseph. 

Auf H. 1,62 h., 1,08 br. * (Altes Kupferstichwerk 
L 17.) 1728 durch J. Perodi. Alt. Inv. 1722. Aus 
der Sammlung Belgiojoso in Mailand. Cat. Guar. 

Aus seiner Schule. 

513. Aehnliche Composition wie das Vorige. 
(R 17.) Auf L. 0,78 h., 0,97 br. 






170 Bolognesische Schule. 

Fontana (Lavinia). Geb. 1552, gest. 1602 zu Bologna, Tochter 
des Prospero Fontana. 

514. Heilige Familie. Bez. LAVINIA PPOSPEEI FON- 

(3b.) TANAE .... FACIEBAT A«_ MD. 

Auf H. 0,40 h., 0,32 br. Aus der Sammlung des 
Abbate Branchetta in Bologna. 

Carracci (Lodovico). Geb. zu Bologna 1555, gest. 1619. 

515. Christus mit der Dornenkrone, von Engeln unterstützt. 

(F2.) Auf L. 0,85 h., 1,00 br. tfl (Altes Kupferstichwerk 

I. 18.) Mod. Ank. Als Annibale Carracci. 

516. Euhe auf der Flucht. 

(2b.) Auf L. 0,73 h., 0,50 br. 1742 durch De Brays aus 
der Sammlung Carignan in Paris. Desgl. als Annibale 
Carracci. 

Carracci (Annibale). Geb. zu Bologna den 3. November 1560, 
gest. zu Eom den 16. Juli 1609. 

517. Der Genius des Kuhms. 

(F 3.) Auf L. 1,74 h., 1,14 br. :J: (Altes Kupterstichwerk 

II. 19.) Mod. Ank. Als: il Valore. 

518. Himmelfahrt der Maria. Bez. M.D.LXXXVn. 

(F 1.) Auf L. 3,81 h., 2,43 br. :{: (Altes Kupferstichwerk 
I. 19.) Mod. Ank. Für die ßniderschaft des S. Rochus 
in Reggio gemalt. 

519. Der Evangelist Matthäus, S. Franciscus und Johannes 
(F 3.) vor einem Throne, auf welchem Maria mit dem Kinde 

sitzt. Bez. HANNIBAL CARRACTIVS BON. F. 
MDLXXXVm. 

Auf L. 3,84 h., 2,55 br. rfc (Altes Kupferstichwerk 
I. 20.) Mod. Ank. 

520. Der heilige Rochus spendet Almosen. 

(F 3.) Auf L. 3,31 h., 4,77 br. :}: (Altes Kupierstichwerk 
I. 21.) Mod. Ank. S. No. 510. 



Bolognesische Schule. 171 

« 

521. Maria mit dem Christkinde, welchem der kleine Johannes 
(F 2.) eine Schwalbe bringt. 

Auf L. 1,00 h., 0,85 br. Mod. Ank. 

522. Christuskopf. 

(3c.) Auf K. 0,51^9 h., 0,38 br. :fe '(Altes Kupferstich- 
werk III. 5.) 

523. Bildniss des Giovanni Gabrielle, gen. il Siello oder 
(3 a.) Mascarone, die Laute spielend. Er war ein berühmter 

Komiker. 

Auf L. 0,76 h., 0,64 br. Mod. Ank. In Guarienti's 
Verzeichnisse als bei der Sendung fehlend bezeichnet 
und später nachgeliefert. S. Einl. S. 13.) 

Derselbe. (?) 

524. Bmstbild eines Malers mit einem Pinsel in der rechten 
(51c.) "und einer Schale in der linken Hand. 

Auf L. 0,32 h., 0,50 br. Mod. Ank. 

525. Bildniss des Antonio Carracci, natürlicher Sohn und 

(1 a.) Schüler des Agostino, im Alter von 9 Jahren. 

Aut L. 0,65 h., 0.49 br. Mod. Ank. Als Werk des 
Annibale Carracci 

Aus der Schule des CarraCCi. 

526. Tod des heiligen Franciscus. 
(F 4.) Auf L. 1,72 h., I,5i0 br. 

527. Derselbe Gegenstand. 

(35b.) Auf H. 0,44 h., 0,37 br. Mod. Ank. Als Original 
von Annibale Carracci. 

528. Eine Kreuzabnahme. 
(2b.) Auf L. 0,68 h , 0,44 br. 

529. Die drei Marieen am Grabe Jesu. 

(2b.) Auf H. 0,38 h., 0,32V2 br. Durch Kindermann als 
Annibale Carracci. Alt. Inv. 1722. 



172 Bolognesische Schule. 

530. Brustbild des Apostels Petrus. 
(H 1.) Auf L. 0,Ö5 h., 0,49 br. 

531. Brustbild des Apostels Paulus. 
(H 1.) Auf L. 0,65 h., 0,48 br. 

532. Ruhe auf der Flucht. 

(35 a.) Auf K. 0,71 h., 0,51 br. 1741 durch Roasi aus 
Italien als A. Sacchi. 300 Thlr. Inv. 8vo. 

533» Heilige Familie. 

(35 d.) Auf K. 0,42 h., 0,31 br. Durch die Lescherinn als 
Albano. Alt. Inv. 1722. 

534. Brustbild eines jungen Menschen mit kurzen Haaren. 

(36 d.) Auf H. 0,47 h., 0,34 br. 1741 aus der Sammlung 
des Grafen Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. 

Sabbatini (Lorenzo) la Bologna. Geb. um 1533, gest. zu Rom 
1577. 

535. Die Verlobung der heiligen Catharina mit dem Christ- 

(2 b.) kinde. 

Auf L. 0,97 h. , 0,75 br. Aus Casa Bellucci in Bo- 
loffna. 



'O' 



Facini (Pietro). Geb. 15G2, gest. 1602 zu Bologna. 

536. Maria mit dem Kinde und vielen Heiligen. 

(3 b.) Auf K. 0,42 h., 0,3172 br. Diu-ch Kindermann als 
Maniera dl Parmesano. Alt. Inv. 1722. 

537. Die Verlobung der heiligen Catharina mit dem Jesus- 
(3b.) kinde; S. Barbam, S. Apollonia und S. Hierominus 

daneben. 

Auf H. 0,26 h , 0,19V9 br. Durch Kindermann als 
Parmegiano Cop. Alt. Inv. 1722. 



Bolognesische Schule. 173 

Reni (Guido). Getauft am 7. November 1575 zu Bologna, gest. 
daselbst am 18. August 1642, Nachts 2 Ulir. 

538. Venus auf einem Kuhebette, welcher Amor einen Pfeil 
(F 2.) reicht. 

Auf L. 1,35 h., 1,76 br. Von Palm. rest. 

539. Bacchus als Kind, an eine Tonne gelehnt, trinkt Wein 
(3b.) aus einer Flasche. 

Auf L. 0,72 h., 0.56 br. * (Altes Kupferstichwerk 

I. 24.) Med. Ank. 

540. Ninus und Semiramis. 

(F 4.) Auf L. 3,94 h., 2.18 br. * (Altes Kupferstichwerk 

II. 20.) Unter dem Namen „Salomo und die Königin 
von Saba" aus dem Besitze des Marchese Giov. Nicolo 
Tanara angekauft durch den Canonicus Crespi. Preis 
3000 Ducaten Gold. Laut Contract vom 13. Juli 17.52 
und beiliegendem Authenticitäts-Zeugniss der Acade- 
mici Clementini zu Bologna. S. Einl. S. 36. 

541. Das schlafende Christkind, angebetet von seiner Mutter. 

(2c.) Oval, auf L. 0,70 h., 0,90 br. 15. December 1764 
angekauft durch Prinz Xaver und Graf Böse. Preis 
860 Thlr. 

542. Christus mit der Dornenkrone, ein Kohr in den gebun- 
(3c.) denen Händen haltend. 

Auf K. 0,76 h., 0,59 br. -J^ (Altes Kupferstichwerk 

III. 4.) 1748 aus der K. Gallerie zu Prag durch Gialdi 
und Guarienti. 

543. Jesus mit der Domenkrone. Gegenstück zu dem Vorigen. 
(3c.) Auf L. 0,79 h., 0,65 br. 

544. Der Heiland erscheint nach seiner Auferstehung der 
(F 1.) Maria; dahinter der heilige Borromäus, ein Engel. Adam 

und Eva. 

Auf L. 3,22 h.. 1.98 br. * (Altes Kupferstichwerk 
I. 22.) Mod. Ank. 



174 Boiognesische Schule. 

545. Der heilige Hieronymus, ein Kreuz und einen Stein in 

(F 2.) den Händen. 

Auf L. 0,79 h., 0,65 br. Als unbek. Original in 
Dresden gekauft. Alt. Inv. 1725!. 

546. Die Heiligen Hieronymus, Crispus und Crispinianus vor 

(F 1.) einem Throne, auf welchem Maria mit dem Kinde sitzt. 

Auf L. 3,19 h., 2,13 br. ik (Altes Kupferstichwerk 
I. 23.) Med. Ank. Ursprünglich gemalt für den Altar 
der Kapelle der Schuhmacher- Innung in der Kirche 
S. Prospero zu Reggio. Später von den Herzögen von 
Modena ihrer Gallerie einverleibt. 

547. Christus mit der Dornenkrone. Berühmtes Bild. 

(3 c.) Oval, auf H. 0,48 h., 0,36^2 br. If^ (Altes Kupfer- 
stichwerk III. 26.) Von Sr. Päpstl. Heil. Innocenz XII. 
an König August II. verehrt. Von Palm. rest. 

Copie nach GuidO Reill, angeblich von Gessi. 

548. David mit dem Haupte des Goliath. 

(S2.) Auf L. 2,33 h., 1,49 br. 1741 durch Riedel aus 
Wien. Inv. ovo. 

Schule des Guido Reni (vielleicht Elisabetta Sirani). Geb. zu 
Bologna 1638, gest. daselbst 1665. 

549. Eine weibliche Figur mit den Attributen des Simson 

(34 d.) und Hercules. 

Aul L. 0,80 h., 0,65 br. Aus Schloss Lichtenbiurg. 
Alt. Inv. 1722. 

Zampieri (Domenico), gen. ilDominichino. Geb. den 21. Octo- 
ber 1581 zu Bologna, gest. den 15. April 1641 zu 
Neapel. 

550. Charitas. 

rF2.) Auf L. 1,20 h., 1,98 br. 1845 von den Erben des 
Insp. Matthaei angekauft für 600 Thlr. 



Bolognesische Schule. 175 

Schule des Dominichino. 

551. Vier Kinder mit den Attributen der bildenden Künste 

(34 c.) und des Handels, dabei ein Tisch mit allerlei Speisen. 

Auf L. 1,32 h., 1,61 br. 1738 durch V. Rossi aus 
Venedig als Original. Inv. 8vo. 

552. Der heilige Sebastian. 

(H 4.) Auf L. 1,38 h., 0,94 br. 

553. Aufwärtsblickender Greis. Studie. 

(3 c.) Auf L. 0,51 Va h., 0,46 br. 1^57 aus Prof. Steinla's 
Sammlung. 

m 

Spada (Lionello). Geb. zu Bologna 1576, gest. zu Parma den 
17. Mai 1622. 

554. Christus an der Säule zur Geiselung. Halbfigur. 
(5 c.) Auf L. 0,69 h., 0,55 br. Med. Ank. 

555. David mit dem Schwert und Haupte Goliath's. 
(36 b.) Auf L. 0,74 h., 0,99 br. Med. Ank. 

556. Amor mit einem Leoparden. 

(35 b.) Auf L. 0,87 h., 1,03 br. Med. Ank. 

Tiarini (Alessandro). Geb. zu Bologna den 20. März 1577, gest. 
den 8. Februar 1668. 

557. Medor und Angelica. 

(R 5.) Auf L. 1,05 h., 1,38 br. ?fe (Altes Kupferstichwerk 
II. 25.) Tviod. Ank. 

Danedi (Giuseppe), gen. Montalti. Geb. zu Treviglio 1629, 
gest. zu Mailand 1689. 

558. Der heilige Antonius von Padua liebkost das vor ihm 
(34 a.) auf einem Tische stehende Jesuskind. 

Auf I.. 0,84 h., 0,74 br. Med. Ank. 



178 Bolognesische Schule. 

575. Die Geburt des Adonis. 
(F 1.) Auf L. 2,10 h., 2,70 br. 

57G. Venus erblickt den Leichnam des Adonis. Amor führt 

(F 2.) den Eber am Ohre herbei. 

Auf L. 2,06 h., 2,52 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 23.) 1647 gemalt für den Cardinal Mazarin, als 
Gegenstück zu No. 577. 

577. Cephalus weinend bei der Leiche des Procris. 

(P 2.) Auf L. 2,06 h., 2,51 br. tfi (Altes Kupferstichwerk 

II. 22.) Beide durch Eigaud und Le Leu 1744 aus 
Paris für 4000 Livres aus der Sammlung des Prinzen 
von Carignan. Cephalus im Jahre 1644 im Auftrage 
des Marchese Cornelio Bentivoglio für Anna von Oester- 
reich, Königin von Frankreich, gemalt. Von ihr an 
den Cardinal Mazarin geschenkt, kam dies Bild nach 
des Cardinais Tode in den Besitz des Prinzen von 
Carignan. 

578. Diana. 

(F 2.) Auf L. 1,28 h., 1,03 br. Gemalt für Lorenzo Del- 
fino in Venedig. 1738 durch V. Rossi. Inv. 8vo. 

579. Der Königin Semiramis meldet ein Bote den Ausbruch 

(F 2.) eines Aufiaihrs in Babylon. 

Auf L. 1,30 h., 1,78 br. Gemalt für den Cardinal 
Comaro in Venedig. Mod. Ank. 

580. Die verwundete Dorindo in den Armen des Linco, 
(F 4.) welcher dem Silvio ihre Wunde zeigt. 

Auf L. 2,25 h., 2,94 br. rfc (Altes Kupferstichwerk 

III. 18.) Scene aus dem „Pastor Fido" des Guarini. 
Gemalt für den Grafen Alfonso de Novellara. 1745 aus 
Madrid durch Louis Talon als Correggio. S. Einl. 
S. 49. Anm. 

581. Loth mit seinen Töchtern. 

(33 c.) Auf L. 1,75 h., 2,24 br. 1744 durch Rigaud und 
Le Leu aus der Sammlung des Mr Polignac (der es 
in Rom mit 14,000 Liv. bezahlt hatte) für 4500 Liv. 



Botogne8i8che Schule. 179 

582. Der Evangelist Matthäus. 
(5b.) Auf L. 0,89 h., 0,72 br. 

583. Der Evangelist Marcus. 
(5b.) Auf L. 0,88 b., 0,70V2 br. 

584. Der Evangelist Lucas. 
(5b.) Auf L. 0,877« h., 0,71 br. 

585. Der Evangelist Johannes. 

(5b.) Auf L. 0,88 h., 0,70 br. No. 582—585 Mod. Ank. 

58(5. Heilige Familie. 

(R 9.) Auf L. 1,14 h., 1.52 br. 

587. Die heilige Veronica. 

<36d.) Auf L. 0,79 h;, 0,67 br. Durch Leplat als „unbek. 
Or. heil. Magdalena" bez. Alt. Inv. 1722. Im Cat. 
Guar, als Cremonesa da Ferrara (?). 1827 von Palm, 
rest. 

Derselbe. (?) 

588. Ekstase des heiligen Franciscus. 

(H 4.) Auf L. 1,64 h. , 1,27 br. Ueber seine Erwerbung 
siehe No. 82. 

Alte Copie nach Guercino. 

581). Dido's Tod. 

(32 d.) Auf L. 0,93 h.. 1,28 br. 1722 Ostermesse durch 
Graf Wackerbarth als Original. Alt. Inv. 1722. A. 89. 
Das Original in Lebensgrösse im Palazzo Spada in Eom. 

Schule des Guercino. (?) 

590. Der Märtyrertod des heiligen Stephan. 
(33c.) Auf H. 1,10 h., 0,88 br. 

12* 



180 Bolognesische Schule. 

Canlassi (Gruido), gen. Cagnacci. Geb. zu Castel-San-Arcangelo 
bei Rimini 1601, gest. zu Wien 1681. 

591. Die büssende Magdalena. 

(51 c.) Auf L. 0,76 h., 0,64 br. 1725 durch Leplat. Alt. Inv. 

RiCChi (Pietro), gen. il Lucchese. Geb. zu Lucca 1506 (?), 
gest. 1576. Schüler des Guido Keni. 

592. Die Verlobung der heiligen Catharina mit dem Christ- 

(34 c.) kinde. 

Auf L. 1,41 h., 1,95 br. 1738 durch V. Rossi. Inv. 
8vo. Als „Ann. Carrache da Paolo Veronese". (!) 

Cantarini (Simone), gen. daPesaro, oder il Pesarese. Geb. 
zu Oropezza bei Pesaro 1612, gest. zu Verona den 
15. October 1648. 

593. Joseph entflieht dem Weibe Potiphar's. 

(F 3.) Auf L. 1,34 k. , 1,79 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
II. 26.) 1650 durch Biamoni und Guarienti aus der 
Sammlung des Abbate Branchetta in Bologna für 
1000 Scudi erworben. 

Mola (Pietro Francesco). Geb. zu Coldre bei Como 1612, gest. 
zu Rom 1 668. 

594. Die sterbende Dido. 
(36b.) Auf H. 0,48 h., 0,65 br. 

595. Hero an Leander's Leiche. 
(C 3.) Auf L. 1,11 h., 1,59 br. 

Cignani (Carlo). Geb. zu Bologna 1628, gest. zu Forli 1719. 

596. Joseph entflieht der Umarmung von Potiphar's Weib. 

(3 a.) Auf L. 1,00 h., 0,98 br. rf; (Altes Kupferstichwerk 
I. 46.) 1754 durch Pietro Guarienti aus Casa Conta- 
rini in Venedig für 600 Zecchinen erkauft. S. Einl. 
S. 42 Anm. 1827 von Palm, und Renner rest. 



i 



Botognesische Schule. 181 

Gennari (Benedetto). Geb. zu Bologna 1633, gest. daselbst 1715 
als Hofmaler Carl 11. von England. 

597. Die Malerei (la pittura) als Weib, die Zeichnung (il 

(F 1.) disegno) als Mann dargestellt. 

Auf L. 2,33 h., 1,81 br. 1742 durch De Brays als 
Guercino aus Paris. 1200 Livres. 

Franceschini (Marco Antonio). Geb. zu Bologna 1648, gest. 
1729. 

598. Die büssende Magdalena, von tröstenden Frauen um- 

(F 1.) geben. 

Auf L. 2,43 h., 1,71 br. tj: (Altes Kupferstichwerk 
III. 48.) 1756 aus der Sammlung des Marchese Bovi 
erkauft durch C. C. Giovannini für 400 Dukaten Gold. 

599. Die Geburt des Adonis. 

(36 b.) Auf K. 0,48^2 h., 0,69^2 br. 1742 als Carlo Cignani 
aus der Sammlung Carignan in Paris durch De Brays. 
2000 Livres. 

Dai Sole (Giuseppe). Geb. zu Bologna 1654, gest. 1719. 

(500. Der spinnende Herkules bei der Omphale. 

(2 a.) Auf L. 0,87 h., 0,67 br. 1741 durch V. Rossi als 
Annibale Carracci aus Venedig. 

Crespi (Giuseppe Maria), gen. lo Spagnolo di Bologna. Geb. 
zu Bologna 1665, gest. daselbst 1747. 

601. Das Sacrament der Ehe. 
(33b.) Auf L. 1,26 h., 0,96 br. 

(>02. Die Priesterweihe. 
(33 a.) Auf L. 1,27 h., 0,96 br. 

(503. Die letzte Oelung. 
(33b.) Auf L. 1,27 h., 0,95 br. 



182 Bolognesische Schule. 

604. Das Sacrament der Firmelung. 
(33a.) Auf L. 1,26 h., 0,93 br. 

(105. Das Sacrament der Beichte. 
(33a.) Auf L. 1,26 h., 0,94 br. 

606. Das Sacrament des Abendmahls. 
(33 a.) Auf L. 1,27 h., 0,95 br. 

607. Das Sacrament der Taufe. Bez. mit der Jahrzahl 
(33 d.) MDCCXII. 

Auf L. 1,26 h., 0,94 br. Alle aus der Sammlung 
des Cardinais Ottoboni, für welchen sie gemalt wurden. 
Aus dessen Nachlass durch König August III. erworben. 
Preis eines jeden 200 Scudi. 

608. Der heilige Joseph. 

(33a.) Oval, auf L. 0,89 h., 0,72 br. 

(X)9. Eine Anbetung der Hirten. 

(33c.) Auf K. 0,55 h., 0,65 br. Aus Casa ßelhizzi in Bo- 
logna. Cat. Guar. 

610. Maria mit dem Kinde und dem kleinen Johannes. 
(3b.) Auf L. 0,23^2 h., 0,20 br. 

611. Ecce homo. 

(5 c.) Auf L. 0,88 h., 0,68 br. 

612. Bildniss des kaiserlichen Generals Pallfv. 
(35 d.) Auf L. 2,34 h, l,a5 br. 

Viani (Maria). Geb. zu Bologna 1670, gest. 1711. 

613. Yenus liegt auf einem blauen Kissen, daneben sitzt 
(5 b.) Amor. 

Auf K. 0,29 h., 0,37 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
III. 6.) Rest, durch Renner. 



Bolognesische, Genuesische u. Neapolitanische Schule. 183 

Spätere Bolognesische Schule. 

614. Der gekreuzigte Christus. 

(35d.) Auf L. 0,61 h., 0,31 \'2 br. 1875 aus der Sammlung 
Minutoli in Liegnitz. Preis IcOO Mark. 



Genuesische und Neapolitanische Schule. 

Solario (Antonio de). (?) Geb. um 1382 zu Civita di Penna bei 
Chieti, gest. zu Neapel 1455. 

(Neapolitanische Schule.) 

615. Bildniss eines jugendlichen gekrönten Fürsten. 

(32 d.) Auf Goldgrund. In Originalrahmen. Auf H. 0,31^3 
h., 0,20 br. Ein ganz ähnliches Bildniss, doch lebens- 
gross etwa, befindet sich in der Sammlung des Earl 
of Stanhope in England, mit der Inschrift : LEONORA 
AUGUSTA (!!) [alt], Leonore von Portugal, die Ge- 
mahlin Friedrich III., Kaisers yon Deutschland. 

616. Bildniss einer jugendlichen Fürstin. Gegenstück des 

(32 d.) Vorigen. 

Auf Goldgrund. In Originalrahmen. Auf H. V. Gr. 
Vielleicht die Bildnisse Alfons V., des Grossmüthigen, 
König von Aragonien, Sicilien und Neapel (reg. von 
1416 — 1458) und Johanna IL, Königin von Neapel (gest. 
1435). Im Juni 1856 von den Erben des Geh. Raths 
von Ungern- Stern berg erkauft. 50 Thlr. 

Strozzi (Bernardo), gen. il Prete Genovese. Geb. zu Genua 
1581, gest. zu Venedig den 3. August 1644. 

(Genuesische Schule.) 

617. Bathseba bringt dem David die Nachricht von dem 
(F 3.) Aufstande des Adonia. Im Hintergrunde Abisag von 

Sunem. I. B. der Kön. I. Cap. 
Auf L. 1,83 h., 1,42 br. 



184 Genuesische und Neapolitanische Schule. 

618. David mit dem Haupte Goliath's. 
(F 3.) Auf L. 1,35 h., 1,01 br. 

619. Eine Frau, welche eine Bassgeige hält. 

(34 a.) Auf L. 1,25 h., 0,99 br. 1743 beide durch Alga- 
ro tti aus Casa Sagredo in Venedig für 58 Diic. d'or. 

Derselbe. (?) 

620. Kebecca reicht Abraham's Knechte zu trinken. 

(S 1.) Auf L. 1,85 h.. 1,43 br. 1725 durch Leplat. Alt. 
luv. 1722. 

Stanzioni (Massimo) il Cavaliere. Geb. zu Neapel 1585, gest. 
1656. 

(Neapolitanische Schule.) 

621. Die Naturkunde, allegorische Gestalt. 

(36a.) Auf L. 1,27 h., 0,82 br. «K* (Altes Kupferstichwerk 
111. 31.) Als Dominichino gestochen von Canale. 

Vaccaro (Andrea). Schüler des Girol am o Imparat o. Geb. zu 
Neapel 1598, gest.' 1670. 

(Neapolitanische Schule.) 

622. Christus erscheint nach seiner Auferstehung der Maria. 
(Hl.) Im Hintergrunde Johannes der Täufer, Adam, Eva und 

die Erzväter. Undeutlich bez. A V. F. 

Auf L. 2,39 h., 2,55 br. :{: (Altes Kupferstichwerk 
II. 36.) 1723 durch Lor. Rossi als Guido Reni, das 
alte und neue Testament. Alt. Inv. 1722. 

Rosa (Salvator). Geb. zu la Renella bei Neapel den 20. Juni 
1615, gest. zu Rom den 15. März 1673. 

(Neapolitanische Schule.) 

623. Ein Seesturm bei Nacht. 

(H 3.) Auf L. 0,73 h., 1,13 br. 1742 durch De Brays von 
Araignon aus Paris. 2000 Livres. 



Genuesische und Neapolitanische Schule. 1S5 

624. Bildniss Salvator Kosa's, auf dessen Schulter ein Affe 

(34 d.) sitzt. 

Auf L. 0,80 h., 0,66 br. 1741 aus den Königl. 
Zimmern. Inv. 8vo. 

025. Landschaft. Staffage : die Versuchung des heiligen An- 

(H 2.) tonius von Padua. 

Auf L. 1,41 h., 1,11 br. Früher in der Sammlung 
Zielinski, später der Familie Bronikowski gehörig. 
1875 von Herrn Ijeon Löwenstein in Warschau. Preis 
3000 Mark. 

f)26. Landschaft. Staffage : die Busse des heiligen Hieronymus. 
(H 2.) Auf L. V. Gr. Desgl. 

Schule des Salvator Rosa. 

ß27. Waldlandschaft. 
(H 3.) Auf L. 0,73 h., 0,95 br. 1856 aus dem Vorrath. 

Preti (Mattia), gen. il Cavaliere Calabrese. Geb. zu Taverna 
den 24. Februar 1613, gest. zu Malta den 13. Ja- 
nuar 1699. 

(Neapolitanische Schule.) 

628. Die Marter des heiligen Bartholomäus. 

(H 4.) Auf L. 1,99 h., 1,46 br. :Jj (Altes Kupferstichwerk 
I. 33.) 1748 durch Gialdi und Guarienti aus der 
K. Gallerie zu Prag. 

G2Ü. Thomas legt seine Finger in die Wundmale des Hei- 

(H2.) landes. 

Auf L. 1,47 h., 1,99 br. <» (Altes Kupferstichwerk 
I. 34.) 1743 durch Riedel aus Wien. Inv. 8vo. 

()30. Die Befreiung Petii aus dem Geßlngniss. 

(H 1.) Auf L. 2,06 h., 2,58 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I. 32.) 1748 durch Bernardo Benzoni aus Casa Ghel- 
tof in Venedig. S. Xo. 323 u. 324. 



186 Genuesische und Neapolitanische Schule. 

Castiglione (Giovanni Benedetto). Geb. zu Genua 1616, gest. 
zu Mantua 1670. 

(Genuesische Schule.) 

631. Noah lässt die Thiere in die Arche eingehen. 

(36c.) Auf L. 1.45 h., 1,94 br. Ä (Altes Kupferstichwerk 
II. 31.) 

632. Jacob zieht mit seiner Familie nach Canaan. 

(36c.) Auf L. 1,45 h., 1,93 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 32.) Beide aus Casa Sagredo in Venedig. 

633. Jacob und Eahel ziehen mit ihrer Habe in die Heimath. 

(6 a.) Auf L. 0,97 h.. 1,31 br. 1749 durch Guarienti aus 
Venedig. 60 Zecchinen. 

Derselbe. (?) 

634. Schafe, Ziegen und Rindvieh, mit Hirten und Hunden 
(R 12.) in reicher Landschaft. 

Auf L. 0,94 h., 1,31 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Castiglione (Francesco), Sohn des Benedetto Castiglione. 

635. Zwei Neger und ein Zwerg, welcher mit Hunden spielt; 
(35c.) unter dem Zwerg steht: „Thonino de Mantua", auf der 

Schüssel, welche ein Hund beleckt: „A suoij colioni''. 
Im Hintergrunde der Herzog von Mantua zu Pferde mit 
Gefolge. 
Auf L. 2,08 h., 3,29 br. 

Biscaino (Bartolomeo). Geb. zu Genua 1632, g-est. daselbst 1657. 

(Genuesische Schule.) 

636. Die Ehebrecherin vor Christo. 

(F3.) Auf L. 1,45 h., 1,99 br. ^ Altes Kupferstichwerk 
IJ. 33.) 



Genuesische und Neapolitanische Schule. 187 

637. Die Anbetung der Weisen. 
(2 c.) Auf L. 0,55 Va h., 0,60 br. 

638. Die Bescbneidung Christi. 

(2c.) Auf L. 0,55 h., 0,60 br. Beide durch Kindermann 
als Luca Giordano. Alt. Inv. 1722. 

Giordano (Luca), gen. Fa presto. Geb. zu Neapel 1632, gest. 
daselbst den 12. Januar 1705. 

(Neapolitanische Schule.) 

639. Herkules und Omphale. Bez. Luca Giordano. F. 1690. 

(H 3.) Auf L. 2,29 h., 2,84 br. * (Altes Kupferstichwerk 
F. 40.) Durch Kindermann. Alt. Inv. 1722. Ursprüng- 
lich für Don Andrea d*Avalos, Fürst von Montesarchio, 
gemalt. 

640. Perseus mit dem Haupte der Medusa den Phineus und 
(D 3.) dessen Gefährten versteinernd. Bez. Jordanus F. 

Auf L. 2,55 h., 3,63 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
IL 39.) Gemalt für den Herzog von Cr^qui. 1742 durch 
De Brays in Paris aus der Sammlung Carignan für 
2000 Livres. 

641. Bacchanten belauschen die schlafende Ariadne. Bez. 

(H 3.) Jordanus F. 

Auf L. 1,82 h., 2,59 br. * (Altes Kupferstichwerk 
I. 39.) Als Luc. Jordan. Alt. Inv. 1721. A. 1572. 

642. Der sterbende Seneca. 

(H 2.) Auf L. 1,49 h., 2,27 br. * (Altes Kupferstichwerk 
I. 38.) 1751 aus der Sammlung Crozat. Von Luca in 
einem Tage und einer Nacht geraalt, um seinen Neben- 
buhler Francesco di Maria, Schüler des Dominichino, zu 
übertreffen. 

643. Lucretia und Tarquinius. 

(34c.) Auf L. 1,35 h., 1,86 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
1. 37.) 1728 durch Lor. Rossi. Alt. Inv. 1722. 



188 Genuesische und Neapolitanische Schule. 

()44. Der Raub der Sabinerinnen. 

(H 3.) Auf L. 2,02 h., 2,29 br. * (Altes Kupferstichwerk 
IL 40.) Durch Kindermann. Alt. Inv. 1722. Ursprüng- 
lich gemalt für Marie Louise d'Orleans, Königin von 
Spanien. 

()45. Bacchus mit seinem Gefolge, in Begleitung aller olym- 

(36 c.) pischen Götter, erscheint der Ariadne. 

Auf L. 2,61 h., 1,77 br. 1725 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

646. Abraham verstösst die Hagar mit ihrem Sohne Ismael. 

(H 1.) Auf L. 1,50 h., 2,03 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 17-22. 

647. David mit dem Haupte Goliath's. 

(E 12.) Auf L. 1,03 h., 1,28 br. 1723 durch Cardinal Sa- 
lerno. Inv. 8vo. 

648. Abraham's Knecht tibergiebt Eebecca die Geschenlce 

(34 b.) seines Herrn. 

Auf L. 1,25 h., 1,46 br. Sft (Altes Kupferstichwerk 
I. 36.) Durch Jos. Perodi. Alt. Inv. 1722 

()49. Jacob und Eahel am Brunnen. 

(H 3.) Auf L. 2.02 h.. 2,29 br. i^t (Altes Kupferstichwerk 
I. 35.) Durch Kindermann. Alt. Inv. 1722. 

650. Die Schlacht der Israeliten mit den Amalekitern. Bez. 
(E 10.) Jordanus F. 

Auf L. 1,78 h., 2,29 br. Wahrscheinlich unächt. 

651. Loth mit seineu Töchteni. 

(D 2.) Auf L. 1,.50 h., 2,01 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
n. 37.) 

ijb2. Susanna. Bez. Jordanus F. 

(H 1.) Auf L. 1,67 h., 2,40 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
IL 38.) 



Genuesische und Neapolitanische Schule. 189 

(353. Maria mit dem Christkinde. 
(86 d.) Auf L. 0,75 h., 0,63 br. 

G54. Die büssende Magdalena. Bez. Jordanus F. 
(R 11.) Auf L. 1,05 h., 1,27 br. 

055. Der Leichnam des heiligen Sebastian. 

(H3.) Auf L. 1,98 h., 1,49 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722. 

()56. Gideon's Sieg über die Midianiter. Richter VII. v. 16 

(R 13.) bis 20. Gegenstück zu No. 650. 

Auf L. 1,79 h., 2,29 br. Mit noch 7 andern Bildern 
im Jahre 1748 durch Bernardo Benzoni in Venedig er- 
kauft; zusammen für 1210 Fl. 

057. Brustbild eines jungen Mannes mit einem Todtenkopfe. 

(II 1.) Auf L. 0,72 h , 0,61 br. 1741 aus den Königl. 
Zimmern in die Gallerie, als des Malers eignes Bildniss. 

(358. Männliches Bildniss in schwarzer Tracht mit weissem 
(34d.) Kragen und einer Hand. Bez. Jordanus, undeutlich. 
Auf L. 0,83 h., 0,65 br. 1856 aus dem Vorrath. 

Langhetti (Giovanni Battista). Geb. zu Genua 1634, gest. 1670. 

(Genuesische Schule.) 

()59. Apollo bestraft den Marsyas. 

(F 2.) Auf L. 2,08 h., 2,35 br. * (Altes Kupferstichwerk 
I. 47.) Gemalt für den Grafen Gasparo di Tiene. 
1731 durch Leplat. Inv. 8vo. 

Solimena (Francesco), gen. l'Abbate Ciccio. Geb. zu Nocera 
de Pagani den 4. October 1657, gest. zu Neapel den 
5. April 1747. 

(Neapolitanische Schule.) 

6G0. Der Kampf der Lapithen und Centauren. 

(Hl.) Auf L. 182 h., 2,73 br. 1725 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 



190 Genuesische und Neapolitanische Schule. 

661. Der Eaub der Hippodamia. 

(34 b.) Auf L. 1,17 h., 1.51 br. 1723 durch L. Rossi. Inv. 
8vo. 

662. Die Königin Sophonisbe empfängt ein Gefäss mit Gift, 
(R 7.) von ihrem Gemahl gesendet. 

Auf L. 1,80 h., 2,30 br. 

663. Juno, von Iris begleitet, übergiebt Argus die in eine 
(H 1.) Kuh verwandelte lo zur Bewachung. 

Auf L. 1,79 h., 2,29 br. Beide aus der Sammlung 
des Procurator Canale in Venedig. Cat. Guar. 

664. Maria mit dem Kinde und dem heiligen Franz de Paula ; 
(H 1.) daneben ein Engel mit einem Knaben. 

Auf L. 0,99 h., 0,98 br. * (Altes Kupferstichwerk 
n. 41.) 

665. Der Tod des heiligen Pi-anciscus. 

(H 1.) Auf L. 1,00 h., 1,00 br. 1745 beide durch V. Rossi 
aus Casa Widmani in Venedig für 200 Zecchineii 
erkauft. 

666. Die schmerzenreiche Maria. 
(3b.) Auf L. 0,54 h., 0,43 br. 



PaCCia (Pietro), Schüler des Solimena. 

667. Gopie nach Nr, 664. 

(36 d.) Auf L. 0,76 h., 0,66 br. 

Unbekannt. Aus Solimena's Schule. 

668. Brustbild der Maria. 

(R 6.) Auf L. 0,48 h., 0,36 br. 



4 



Genuesische, Neapolitanische und Spanische Schule. 191 

Conca cBastiano). Geb. zu Gaeta 167 G, gest. 1764. 

(Neapolitanische Schule.) 

G69. Herodes lässt die heiligen drei Könige vor sich kommen, 
(H 3.) um den Zweck ihrer Eeise nach Bethlehem zu erforschen. 

Auf L. 2,48 h., 4,14 br. 1743 durch P. Querin und 
V. Rossi. luv. 8vo. 



Spanische Schule. 



Ruiz (Pedro) ? 

670. Der Erlöser an eine Säule gebunden, vor ihm St. Petrus 
(31 a.) knieend im bischöflichen Ornate. 

Auf H. 1,73 h., 0,72 br. Erworben unter diesem 
Namen, welcher jedoch in dem Werke von Cean Ber- 
mudez : Diccionario historico etc. nicht vorkommt. Pas- 
sa^ant erwähnt im Deutsch. Kunstbl. Jahrgang 1853 
No. 11 ein Bild in der Kathedrale von Cordova mit 
der Jahrzahl 1475 und der Inschrift: „pedro de Cor- 
dova pitor", welches vielleicht von unserm Meister. 

Im Museum von Madrid ist kein Bild dieses Meisters, 
der an Alunno (umbr. Schule) und an Fr. Francia er- 
innert. 

Inschrift des Bildes in gothischen Buchstaben: 
1 esta l pieca ] dexo \ pero [ ruiz guarnicioner'o \ q ] 
dies ': perdone | en \ gloria [ j ] alavanca ; de ] dios 
: nr'o \ senor J y j de [ su [ gloriasa (sie) • madre. 

Das Wort „dexo" (fundavit) macht es wahrschein- 
licher, dass Pedro Ruiz nicht der Maler, sondern der 
Stifter des Bildes gewesen, um so mehr, als ,,guami- 
cionero" etwa das bezeichnet, was wir einen Riemer 
oder Täschner neiuien. S. L. P.* Preis 11 L. Sterl. 



* Die mit S. L. P. bezeichneten Bilder sind sämmtlich im 
Jahre 1853 aus der nachgelassenen Sammlung des Königs Louis 
Philipp in London erkauft. 



192 Spanische Schule. 

Morales (Luis de), gen. el Divino. Geb. zu Badajoz 1509, gest. 
daselbst 158G. 

071. Ecce homo. 

(31a.) Auf H. 0,39V2 h., 0,32V2 br. 1744 aus der Samm- 
lung des Marchese de la Encenada in Madrid nebst 
einer Maria als Gegenstück. 1826 von Palm. rest. 

Joanes (Vicente) oder Vicente Juan Macip, gen. Juan de 
Juanes. Geb. zu Fuente de la Higuera, um 1505, 
gest. zu Boca^Tente 1579. 

672. Der Tod der heiligen Jungfrau Maria. 

(31a.) Auf H. 1,20 h., 1,26 br. Zeitgenosse des Morales 
el Divino. Bilder von ihm im Museum zu Madrid, im 
Louvre und in der ungarischen Staats-Gallerie zu Buda- 
pest. S. L. P. Preis 24 L. Sterl. 

Correa (Diego). Castilianer um 1550. 

G73. Christus am Kreuze, zu beiden Seiten Maria und der 

(31 a.) Evangelist Johannes. 

Auf H. 0,86 h., 0,74 br. Ein Bild in S. Martin de 
Valdeiglesias von diesem Meister trägt die Inschrift: 
D. Correa fecit 1550. S. L. P. Preis 6 L. St. 5 Sh. 

Orrente (Pedro), Schüler des Ribalta (Vater), Xachahmer des 
Jacopo Bassano. Geb. 1550 zu Monte Alegre, 
gest. 1044 zu Toledo. 

074. Jacob hebt den Stein vom Brunnen, um die Heerde der 
(H 4.) Rahel zu tränken. 

Auf L. 1,75 h., 2,18 br. S. L. P. 30 L. St. 

Roelas (Juan de las), gen. el Licenciado. Geb. zu Sevilla um 
1560, gest. zu Olivarez am 23. April 1625. 

675. Die Conception der heiligen Jungfrau Maria, welche vier 
(H 4.) Engel umgeben. 

Auf L. 2,21 h., 1,71 br. S. L. P. 50 L. St. 



Spanische Schule. 193 

CardUCho (Vincencio) oder CarduCCi. Cleb. zu Florenz 1578, 
gest. 1638 zu Madrid. 

676. Der Dominicaner S. Gon^alo hält das Modell einer Brücke 
(H 3.) in der Hand, welche er, im Verein mit S. Franz von Assisi 

und S. Bernhardin von Siena, dem in einer Engelglorie 
erscheinenden Christkinde empfiehlt. Bez. VINCENT*' 
CAEDÜCHo PK E. 1630. ANOS. 
Auf L. 2,17 h., 1,60 br. S. L. P. 35 L. St. 

Herrera (Francisco de) el Viejo (der Aeltere). Geb. 1576, 
gest. 1656. 

677. Brustbild des Apostels Mathias. 

(31a.) Auf L. 1,02 h., 0,83 br. S. L. P. 7 L. St. 7 Sh. 

Ribera (Jusepe de), gen. lo Spagnoletto, Schüler des M. A. 
Caravaggio. Geb. zu Xativa am 12. Januar 1588, 
gest. zu Neapel 1656. 

678. Die heilige Maria von Egypten kniet betend vor ihrem 
(H 3.) Grabe. Ein Engel bekleidet sie mit ihrem Leichentuch. 

Bez. Jusepe de Eibera espafiol. F. 1641. 

Auf L. 2,01 h., 1,51 br. :{: (Altes Kupferstichwerk 

I. 30.) 1745 von dem spanischen Gesandten am Dres- 
dener Hofe, Grafen de Bene de Masseran erworben. 
S. Abrege. 

679. Die Befreiung Petri. Bez. Jusepe de Eibera Espafiol. 
(Hl.) F. 1642. 

Auf L. 1,69 h., 2,26 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 

II. 34.) 

680. Ein Engel erscheint dem heiligen Franz von Assisi, wel- 

(H 2.) eher mit blossem Leibe auf Dornen liegt. 

Auf L. 1,71 h., 2,26 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 35.) 1738 durch V. Rossi. Inv. 8vo. Mit dem 
Vorigen aus der Sammlung des Cav. Duodo in Venedig. 
(Gall.-Werk.) 






194 Spanische Schule. 

681. Die Marter des heiligen Bartholomäus. 

(H2.) Auf L. 1,48 h., 1,93 br. :f: (Altes Kupferstichwerk 
I. 28.) Med. Ank. 

682. Die Marter des heiligen Laurentius. 

(H 2.) Auf L. 2,03 h., 1,51 br. 'M (Altes Kupferstichwerk 
I. 29.) Gemalt für Dom Pietro Giron, Duca d'Obsuna. 
Während dessen Ungnade von einem Hamburger Privat- 
mann erkauft, kam es von dort in die Dresdener 
Gallerie. (Wahrscheinlich ebenfalls durch v. Heineken 
wie das Folgende ) S. Abr. 

683. Der Einsiedler Paulus, welchem ein Kabe Brod bringt. 

(H 2.) Auf L. V. Gr. 1746 durch v. Heineken, aus Spanien, 
als S. Hieron} mus. 

684. Der heilige Andreas. 

(J 2.) Auf L. 1,29 h., 1,00 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
m. 49.) 

685. Der Einsiedler Paulus mit einem Kreuze in der Hand. 

(H 3.) Bez. Jusepe de Eibera, espanol. 

Auf L. 0,77 h., 0,64 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722. Aus der Sammlung des Marchese de la 
Encenada in Madrid. 

686. Der heilige Hieronymus. in der Kechten einen Todten- 
(H 3.) köpf. Bez. Jusepe de Eibera. 

Auf L. 0,78 h., 0,64 br. Desgleichen. 

687. Jacob hütet Laban's Schale. 

(H 1.) Auf L. 1,68 h., 2.20 br. ^^ (Altes Kupferstichwerk 
I. 27.) 

688. Diogenes mit der Laterne. Von Einigen für das Bild- 
(J 2.) niss des Eibera gehalten. Bez. Jusepe de Eibera espanol. 

F. 1637. 

Auf L. 0,76 h., 0,61 br. * (Altes Kupferstichwerk 
I. 31.) Durch Baron von Schacht. Alt. Inv. 1722. 



Spanische Schule. 195 

689. Ein Weiser in ernstem Nachdenken. Bez. Eibera . . . 

(51 a.) undeutlich. 

Auf L. 0,96 h., 0,73 br. ik (Altes Kupferstichwerk 
III. 32.) 

690. Brustbild eines schwarzgekleideten Mannes mit schwar- 

(H 1.) zem Haar, weissem Schnun- und Zwickelba,rt. 

Auf L. 0,70 h., 0,68 br. 1741 aus der Saramlung 
Wallenstein. 

Derselbe. (?) 

691. Bildniss eines Mannes in kurzverechnittenen Haaren, 
(J 2.) in der linken Hand einen Brief lialtend, welcher bezeich- 
net ist: Ill°i2 et Eev"^ D. G^ D.H.P. Par (Patri?) An- 
tonio Guido. Im Hintergrunde ein Wappen mit dem 
Cardinalshut. 

Auf L. 1,31 h., 0,98 br. 

Velasquez (Diego) de Silva, Schüler des Pacheco und Tristan. 
Getauft zu Sevilla am 6. Juni 1599,, gest. zu Madrid 
am 7. August 1660. 

692. Gaspar de Guzmann, Graf von Olivarez, Herzog von 
(J 2.) Sanlücar. In schwarzem Anzug mit dem gi'ünen Kreuz 

des Ordens von Alcantara. 
Auf L. 0,92 b., 0,74 br. Med. Ank. Als Or. 

693. Brustbild eines Mannes in schwarzer Kleidung ndit einer 
(J 2.) goldenen Schnure. 

Auf L. 0,67 h., 0,56 br. # (Altes Kupferstichwerk 

II. 45.) Med. Ank. Als Or. von Rubens. 

694. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung, Kniestück. 

(J 2.) Auf L. 1,04 h., 0,86 br. * (Altes Kupferstichwerk 

III. 41.) Med. Ank. Desgl. als Rubens, mit skizzirten 
Hänien. Galt später für Tizian. 

13* 



IDß Spanische Schule. 

Ribalta (Juan de) der Sohn. Geb. 1597, gest. im October 1628. 

(Schule von Valencia.) 

695. Der Papst Gregorius der Grosse hält, von CardinäJen 
(H 2.) umgeben, ein Hochamt. 

Auf L. 1,60 h., 1,17 br. S. L. P. 17 L. St. 

Pereira (Vasco) aus Portugal. Um 1583 zu Sevilla. 

696. Die Communion des heiligen Honofrius. Bez. VASCO 
(31a.) PEREIKA PICTTOR 1583. 

Auf H. 1,09 h., 0,82 br. Bilder von ihm zu Sevilla 
aus den Jahren 1594 — 98 sind nach Raczlnsky: „Dic- 
tionnaire historico - artistique" jetzt nicht mehr vor- 
handen. S. L. P.. 5 L. St. 

Zurbaran (Francisco), Schüler des Roelas. Geb. zu Fuente de 
Cantos in Estremadura den 7. November 1598, 
gest. zu Madrid 1662. 

697. Der heilige Cölestin (?), dem ein Engel erscheint, schlägt 
(Hl.) die päpstliche Krone aus. Im Hintergrunde das Gon- 

clave der Cardinäle. 

Auf L. 2,39 h., 2,23 br. S. L. P. 68 L. St. 

Unbekannt. 

698. Eine reuige Magdalena. 

(H4.) Auf L. 0,96 h., 1,18 br. Durch Leplat als Tizian. 
Alt. Inv. 1722. 

EspinoSO (Jacinto Jeronimo de). Geb. zu Concentaina den 20. Juli 
1660, gest. zu Valencia 1680. 

699. Bnistbild des heiligen Franz von Assisi. 

(H 4.) Auf L. 0,91 h., 0,91 br. S. L. P. 9 L. St. 

700. Die Kreuztragung des Erlösers. 

(H 4.) Auf L. 1,85 h., 1,42 br. S. L. P. 45 L. St. Wieder- 
holung eines Bildes von van Dyck. Vielleicht von Moya, 
dem Nachahmer van Dyck's. 



Spanische Schule. 197 

Cano (Alonso). Geb. zu Granada den 19. März 1601, gest. da- 
selbst den 5. October 1667. 

701. Lebensgrosse Figur des Apostels Paulus. 

(H 3.) Auf L. 2,11 h., 1,10 br. S. L. P. 25 L. St. 

Angeblich derselbe. 

702. Maria blickt auf das vor ihr auf einem Kissen liegende 

(H4,) Kind. 

Auf L. 1,24 h., 0,97 br. 1744 durch Louis Talon 
als Ribera aus Spanien. 

Mtirillo (Bartholomeo Est), Schüler des Juan de Castillo. 
Geb. zu Sevilla den 1. Januar 1618, gest. daselbst 
den 3. April 1682. 

703. Der heilige Rodriguez, todtlich verwundet, empßingt von 
(H 4.) einem Engel die Märtyrerkrone. 

Auf L. 2,06 h., 1,24 br. :}• (Altes Kupferstichwerk 
III. 42.) Man zeigt in dem Schatze der Kathedrale 
von Sevilla noch das reich gestickte Gewand, welches 
Murillo auf diesem Bilde verewigte, und das noch heute 
das Gewand des Murillo heisst. S. L. P. Preis 210 L. St. 

704. Maria mit gen Himmel gewandtem Blick, das Kind auf 

(H 4.) dem Schoosse haltend. 

Auf L. 1,67 h. , 1,15 br. 1755 in Paris aus dem 
Nachlass des Mr. Pasquier, Depute de Commerce 
de Kouen, erworben. 

Copie nach Murillo. 

705. Ein Mädchen zählt das aus dem Verkaufe ihrer Früchte 

(35a.) gelöste Geld; ein Knabe zählt aufinerksam nach. 

Auf L. 1,30 h., 0,96 br. Original in der Pinakothek 
zu München; No. 368 des Cat. 1830 aus Fürst Kani- 
koff's Nachlass. 550 Thir. 



198 Spanische Schule. 

Valdes Leai (Juan de). Geb. 1630 zu Cordova, gest. zu Sevilla 
im October 1691. 

706. Darstellung eines Wunders des heiligen Dominicaners 
(H 4.) Basco von Portugal. Bez. EL. V. P. F. BASCO DE 

PORTUGAL, d. h. El venerable Padre Fray etc. 
Auf L. 2,49 h., 1,25 br. S. L. P. 8 L. St. 10 Sh. 

Spanische Schule. 

Na^h V. Quandt: Juan Antonio Escalante, gen. Juan de Se- 
villa. (?) Geb. zu Cordova 1630, gest. zu Madrid 
1670. 

707. Joseph von Arimathia hält die Hand des todten Christus., 

(H 1.) daneben Maria, Magdalena, Johannes u. A. 

Auf L. 1,54 h., 2,17 br. J856 aus dem Vorrath in 
die Gallerie aufgenommen. 

Unbeicannt. 

708. Der Glaube hält das Kreuz und den Kelch mit der Hostie, 
(D 2.) den ein Engel anbetet. 

Auf L. 1,30 h., 1,65 br. (Vielleicht Copie nach 
Murillo.) 

709. Weibliche Gestalt, mit Blumen in der Hand; wahr- 
(J 2.) scheinlich die heilige Cassilda. Ganze Figur Lebensgr. 

Auf L. 1,93 h., 1,45 br. 1856 aus dem Vorrath. 

710. Maria mit dem Kinde auf dem Arme, stehend auf dem 

(31 a.) Halbmond in einer Engelsglorie. 

Auf K. 0,20V2 h., 0,13 br. Dem Ambr. Francken 
und A. Elzheimer ähnlich. Vermächtniss des ami 
18. April 1860 verstorbenen Kunsthändlers C. Gottfr. 
Aug. Schmidt. 



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Französische Schule. 199 



Französische Schule. 



ClOUBt (Franrois), gen. Jehannet. Geb. zu Tours um 1500, 
gest. um 1572. 

711. Bildniss der Jeanne de Pisseleu, Herzogin von Etampes. 

(21b.) Auf H. 0,32 h., 0,25 br. 1876 vom Hofrath Rost in 
Dessau ei*worbcn. Preis 3000 Mark. 

Vouet (Simon). Geb. zu Paris den 9. Januar 1590, gest. daselbst 
den 30. Juni 1649. 

712. Der lieilige Ludwig, knieend auf einer von Engeln 
(44a.) emporgehobenen Wolke; einer unter ihnen hält ein 

weisses Tuch, auf welchem die Abbildung des Justiz- 
palastes und der .,Sainte Chapelle** zu Paris, letztere auf 
Befehl des heiligen Königs von Pierre de Montereau 
erbaut. 

Auf L. 2,60 h., 1,47 br. 1731 durch Leplat als 
Guido Cagnacci. 

Poussin (Nicolas). Geb. zu Andelys in der Normandie im Juni 
1594, gest. zu Eom den 19. Xovember 1665. 

713. Noah's Opfer. 

(6a.) Auf L. 0,72 h., 1,40 br. 

714. Die Aussetzung Mosis. 

(45b.) Auf L. 1,45 h., 1,95 br. 1742 durch De Brays von 
Mr. Poincinet aus Paris. 6500 Livres. 

715. Die Anbetung der heiligen drei Könige. Bez. ACQ AD. 

(44c.) rom. NICOLAVS PVSIX (sie) fiiciebat Romae 1633. 

Auf L. 1,60 h., 1,81 br. 1742 durch De Brays von 
Araignon aus Paris. 4800 Livres. Früher in der 
Sammlung des Mylord Waldgrave. 



200 Französische Schule. 

716. Die Marter des heiligen Erasmus. 

(46c.) Auf L. 2,40 li., 3,07 br. Vielleicht ein Werk des 
Sebastian Bourdon. 1731 durch Leplat. Inv. 8vo. 

717. Das Keich der Flora; Ajax, Narcissus, Adonis, Hyacin- 
(45 a.) thus, Crocos und die Nymphen Clytia und Smilax. 

Auf L. 1,31 h., 1,82 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 1722. 

718. Narcissus spiegelt sich im Quell. 
(6a.) Auf L. 0,73 h., 0,97 br. 1725 desgl. 

719. Venus schlafend auf einem weissen Gewände; zu ihren 
(6 a.) Füssen Amor. 

Auf L. 0,72 h., 0,97 br. Desgl. Alt. Inv. 1722. 

720. Die Nymphe Syrinx, verfolgt von Pan, rettet sich in die 

(44 c.) Arme des Flussgottes Ladon. 

Auf L. 1,07 h., 0,82 br. 1742 durch De Brays in 
Paris aus der Sammlung des Mr. Dubreuil. 

Derselbe. (?) 

721. Des Künstlers eigenes Bildniss, Profil. Bez. Si Nomen 
(6c.) a me quaeris N. Poussin. 1640 F. 

Auf L. 0,76 h., 0,59 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 1722. 

Schule des PousSin. 

722. Noah's Opfer. 

(44c.) Auf L. 1,06 h., 1,31 br. 1731 durch Leplat. Inv. 8vo. 

723. Das Fest der Luperealien. 

(R 6.) Auf L. 0,72 h., 0,97 br. 1725 durch Kindermann. 
Alt. Inv. 1869 rest. 

Callot (Jaxjques). Geb. zu Nancy 1594, gest. 1635 ebendaselbst. 

724. Eine seiner bekannten Darstellungen des Kriegselendes: 
(6 b.) die militärischen Strafen vorstellend. 

Auf K. 0,8 h., 0,19 br. Durch v. Gotter, mit einem 
Pendant zusammen 16 Konv. fl. 



Französische Schule. 201 

Gelee oder Gillee (Claude), gen. le Lorrain. Geb. 1600 zu 
Chamagne bei Toul, gest. in Kom den 21. November 
1682. 

725. Die Flucht der heiligen Familie in einer schönen Land- 
(6 c.) Schaft mit weiter Feme, im Mittelgrunde ein Wasser- 
fall. Bez. Clavde Gelee Eoma 1667? oder 1661. 

Auf L. 1,00 h., 1,33 br. (Lib. ver. No. 110.) Aus 
der Sammlung des Card. Mazarln. 

726. Sicilianische Küstengegend. Auf einem Felsen sitzt 
(6 a.) Polyphem unter seiner Heerde. Im Vordergrunde Acis 

und Galathea (wahrscheinlich von Filippo Lauri hinein- 
gemalt). Bez. Clavde Ge ... Eo .. 1650? 

Auf L. V. Gr. (Lib. ver. No. 141.) Aus der Samm- 
lung des Mar^chal de Grammont. Beide früher im 
Besitz der Me de Verue, später bis 1727 in der Samm- 
lung des Grafen Hojm, sächs. Gesandten zu Paris. 

Copie nach demselben. 

727. Eeiche Landschaft, im Vordergrunde tanzende Landleute. 

(44a.) Auf L. 0,75 h., 1,00 br. Das Original (Cat. No. 221) 
ist im Louvre. 1749 aus Paris als Gr. aus De Bray's 
Nachlass. 5000 Livres. 

Dughet (Caspar), gen. Poussin. Geb. zu Kom im Mai 1613, 
gest. den 25. Juni 1675 ebendaselbst. 

728. Gegend aus dem römischen Gebirge. Wahrscheinlich 
(6 c.) ein Motiv aus dem Thale des Sacco in der Nähe von 

Gennazano, zwischen Palaestrina und Olevano. Auf den 
Hügeln im Mittelgrunde die kleinen Orte Pagliano und 
Colonna. 

"L..^ auf H. gez. 0,54 h., 0,66 br. 1862 von Mr. 
Alexa^hder Allen erkauft. Preis 250 Liv. Sterl. Ein 
Bild von^^tenster Schönheit aus der Blüthezeit des 
Meisters. S. EhjI. S. 54. 




202 Französische Schule. 

729. Am Abhänge felsiger Gebirge alterthümliche Gebäude 
(6 b.) am Ufer eines See's. Im Vordergrunde ein Hirt mit 

seiner Heerde. 

Aiif L. 0,73^3 h., 0,98 br. Durch v. Gotter als von 
Millet staffirt, mit 500 Konv. fl. bezahlt. 

730. Flache Landschaft mit fernem Gebirge, ähnlich wie bei 
(6 c.) Civita Castellana in der Nähe von Rom. 

Auf L. 0,73 h., 0.99 br. Von Palm, und Renner rest. 

731. Ein Thurm auf einer von Bäumen umgebenen Anhöhe. 
(6 c.) Vorn treibt ein Ziegenhirt seine Heerde. 

Auf L. 0,74V« h., 0,99 br. Durch v. Gotter desgl.; 
500 Konv. fl. Von Palm. rest. 

Derselbe. (?) 

732. Ein fester Burgflecken auf kahlem Hügel, dahinter 
(44 a.) höhere Gebirge. Unter anderen Figuren ein Mann, 

welcher den einen Fuss ins Wasser hält. 

Auf L. 0,72 h., 0,98 br. 1740 durch Morell. luv. 8vo. 

733. Auf einer Thalwand, von Avelcher ein Bach herabstürzt, 
(6 a.) ein kleiner Ort, dahinter angebaute Höhen. 

Auf L. 0,641/2 h., 0,89 br. Von Palm. rest. 

In der Manier des Caspar PouSSin. 

734. Bergige Gegend mit Wasserfall und einigen Figuren. 

(44b.) Auf L. 0,53 h., 0,81 br. Durch Leplat als Or. Alt. 
Inv. 1722. 

735. Landschaft mit schönen Bäumen und Feme. 

(44b.) AufL. Oval. 0,55 h., 0,72 br. 1856 aus dem Vorrath. 



Französische Schule. 203 

Valentin. Geb. zu Coulommiers en Brie 1600, gest. zu Eom 
den 7. August 1634. 

736. Ein alter blinder Mann spielt die Viola di Gamba. Da- 

(33 b.) bei ein singender Knabe. 

Auf L. 0,95 h., 1,32 br. Gleiches Bild in der Gallerie 
von Turin No. 251 des Cat; dort dem Bern. Strozzi 
zugeschrieben. 

Brtin (Charles le). Geb. zu Paris den 24. Februar 1619, gest. 
ebendaselbst den 12. Februar 1600. 

737. Heilige Familie. 

(46 b.) Auf L. 1,60 h., 1,60 br. Aus Holland. Alte Notiz. 

Courtois (Jaques), gen. Bourguignon. Geb. zu St. Hippolyte 
in Franche Comte 1621, gest. zu Eom den 14. No- 
vember 1676. 

738. Fussvolk und Eeiterei in gewaltigem Schlachtgetümmel. 
(45b.) Auf L. 1,53 h., 2,65 br. 

739. Ein Reitergefecht unter den Mauern einer Stadt. 

(46a.) Auf L. 1,54 h., 2,75 br. Beide durch Algarotti von 
der Procuratessa Sagredo für 750 Duc. d'or — 4650 
Livres de Venise. 

740. Ein Schlachtfeld, über welches ein Officier mit Beglei- 
(46 a.) tung hinreitet. Leichen werden geplündert. 

* Auf L. 0,37 h., 0,61 br. 

741. Ein Heer in einem Thale in Schlachtordnung aufgestellt. 

(46 a.) Auf L. 0,65 h., 1,16 br. Beide durch v. Gott er. 
800 Konv. fl. Von Palm. rest. 

Unbekannt. 

742. Schlaxjhtgemälde. Im Vordergrunde treffen zwei An- 
(Q 1.) führer zusammen. 

Auf L. 0,53 h., 0,74 br. Durch Leplat als Bour- 
guignon. Alt. Inv. 1722. 



204 Französische Schule. 

743. Ein Eeiter auf einem Schimmel, daneben ein Fahnen- 
(46 a.) träger, am Boden Waffenstücke. 

Auf L. 0,28 h., 0,41 br. 1855 aus dem Vorrath. 

CourtoiS (Guillaume). Geb. zu St. Hippolyte 1628, gest. zu «i 

Kom 1679. (Bruder des Vorigen.) 

744. Das Opfer Abraham's. 

(6 a.) Auf L. 0,72 V2 h., 0,59 br. Durch Leplat als Salv. 
Rosa. Alt. Inv. 1722. 

De Troy (Fran9ois). (jeb. zu Toulouse im Februar 1645, gest. 
zu Paris den 1. Mai 1780. 

74.5. Bildniss des Duc de Maine, Sohn Ludwig XIV. und der 
(44a.) Frau von Montespan. Bez. PEINT PAR F. DE 
TROYEN 1716. 
Auf L. 0,91 h., 0,74 br. "* 

Savoye (Daniel de). Gteb. 1654 zu Grenoble, gest. 1716 zu Er- 
langen. 

74G. Bildniss seiner Frau. 
(44a.) Auf L. 0,74 h., 0,59 br. 

Largilliere (Nicolas de). Gretauft zu Antwerpen den 10. October 
1656, gest. zu Paris am 20. März 1746. 

747. Bildniss eines unbekannten Mannes in Allongenperrücke. 

(6b.) Auf L. 0,82 h., 0,63 br. "^ 

748. Bildniss eines gehamischten Mannes mit schwarzer 
(46a.) Allongenperrücke und der Aufschrift: Mr. le Duc de 

la Rochefoucauld, Oval. 

Auf L. 0,42 h., 0,34 br. Sammlung Unger 1874. 
26 Thaler. 



Franzosische Schule. 205 

Rigaud (Hyacinth). Geb. zu Perpignan den 20. Juli 1659, gest. 
zu Paris den 27. December 1743. 

749. August ni., König von Polen, als Churprinz, gemalt im 

(22d.) Jahre 1715. 

Auf L. 2,50 h., 1,73 br. :•; (Altes Kupferstichwerk 
I. 0.) Durch Rigaud selbst. Alt. luv. 1722. 

Bertin (Nicolas). Geb. zu Paris 1667, gest. ebendaselbst den 
11. April 1736. 

750. Der Mann mit dem Kürbis. Nach Lafontaine's 173. 
(45 c.) Fabel. 

Auf L. 0,60 h., 0,48 br. 

751. Der Gärtner und der Bär. Nach Lafontaine's 152. 

(45 c.) Fabel. 

Auf L. 0,59 h., 0,49 br. Beide durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

Silvestre (Louis de) [le Jeune]. Geb. zu Paris den 23. Juni 
1675, gest. daselbst den 12. April 1760. 

752. Die Zusammenkunft der Kaiserin Amalie, Witt\^'e 
(Entr^e- Kaiser Joseph I., mit ihrem Schwiegersohne August III., 

Saal.) König von Polen, und dessen Familie zu Neuhaus in 
Böhmen. 

Auf L. 4,97 h., 6,74 br. Im Auftrage König August III. 
gemalt. 

753. August IL, König von Polen, zu Pferde ; Lebensgrösse. 

(Entree- Auf L. 2,67 h., 2.08 br. 
Saal.) 

754. August IIL, sein Sohn. Gegenstück. 

(Entree- V. Gr. Beide 1727 aus Schloss Pretsch. 
Saal.) 



206 Französische Schule. 

755. August der Starke und Friedrich Wilhelm I., König 
(22 d.) von Preussen, reichen sich die Hände. 

Auf L. 2,81 h., 2,02 br. 

756. August III. Gemahlin, als Churprinzessin. 

(22d.) Auf L. 2,47 h., 1,66 br. :J: (Altes Kupferstichwerk 

II. 0.) Gegenstück zu Rigaud No. 749. 

757. Bildniss Ludwig XV. 

(22 b.) Auf L. 1,93 h., 1,38 br. 1730 aus Polen als Copie. 
Ein ganz ähnliches Bild von Charles Vanloo (gestochen 
von Nie. de Larmessin) befindet sich in der Gallerie 
von Turin (No. 474 des Cat.), ein zweites in der 
Gallerie zu Stockholm. 

758. Herkules verfolgt den Nessus, welcher Dejanira raubt. 
(45c.) Bez. auf der Rückseite: peint par Louis Silvestre ä 

Dresde 1732. 

Auf L. 1,08 h., 1,45 br. 1733 durch Silvestre ge- 
liefert. Inv. 8vo. 

Watteau (Antoine). Geb. zu Valenciennes 1684, gest. zu Nogent 
den 18. Juli 1721. 

759. Herren und Damen in geselliger LFnterhaltung auf 
(6 b.) einer Terrasse. 

Auf L. 0,61 V2 h., 0,76 br. 

760. Am Fusse einer Bildsäule der Venus ruht eine Gesell- 
(6 b.) Schaft im Grase, Andere lustwandeln. 

Auf L. 0,61 V2 h., 0,75 br. 

Pesne (Antoine), Schüler des Charles de la Fosse. Geb. zu 
Paris 1687, gest. zu Berlin den 5. August 1757. 

761. Ein Mädchen mit ein Paar Tauben. Bez. A. Pesne fecit 
(47 a.) 1728. 

Auf L. 0,76 h., 0,61 br. * (Altes Kupferstichwerk 

III. 17.) Durch Pesne selbst für die Gallerie gemalt 
und geliefert. Alt. Inv. 1722. 



Französische Schule. 207 

762. Eine Zigeunerin wahrsagt einer Dame aus der Hand. 

(46c.) Auf L. 1,16 h., 0,92 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 11.) Desgleicheu. 

763. Eine Köchin rupft eine Truthenne. Bez. Antonius Pesne 
(45a.) inventi (sie) 1712. 

Auf L. 1,35 h., 1,06 br. Desgleichen. 

764. Des Meisters eigenes Bildniss. Bez. Ant. Pesne peint 
(6b.) par luy mesme 1728. 

Auf L. 0,82 h., 0,66 br. Desgleichen. 

765. Jean Baptiste Gayot du Buisson. Blumenmaler in 

(22 b.) Berlin. 

Oval, auf L. 0,71 h., 0,54 br. Durch Pesne selbst 
geUefert. Alt. luv. 1722. 

766. Brustbild der M®- Brigitte du Buisson, Frau des Vorigen ; 
(22 b.) Pesne's Schwiegermutter. 

Oval, auf L. 0,72 h., 0,55 br. Desgleichen. 

767. Ein junger Mann mit einer Maske in der Hand. 

(46 a.) Auf H. 0,59 h., 0,44 br. Desgleichen. 1861 aus dem 
Vorrath aufgenommen. 

Lancret (Nicolas). Geb. zu Paris den 22. Januar 1690, gest. 
daselbst den 14. September ] 745. 

768. Tanzbelustigung im Freien. 

(6b.) Auf L. 2,08 h. und br. 1760 beim Bombardement 
von Dresden beschädigt. 

769. Aehnlicher Gegenstand. 

(6 b.) L. auf H. 0,25 h., 0,38 br. 

770. Desgleichen. 

(6b.) Auf II. 0,25^2 h., 0,38 Va br. 



208 Französische Schule. 

Pater (Jean Baptiste Joseph). Geb. zu Valenciennes 1696, gest. 
zu Paris den 25. Juli 1736. 

771. Ein Mann und eine Frau tanzen nach einer Leier. 
(6 b.) Auf L. U,42V2 h., 0,57 br. 

772. Männer und Frauen tanzen um einen Baum. 
(6 b.) Auf H. 0,43 h., 0,53 br. 

Subleyras (Pierre). Geb. zu Usez in Languedoc 1699, gest. zu 
Rom den 28. Mai 1749. 

773. Christus am Tische des Pharisäers Simon, Magdalena 

(6 b.) kniet vor ihm, um seine Ftisse zu salben. 

Auf L. 0,51 h., 1,23 br. Dasselbe Bild befindet sich 
im Louvre in grossem Massstabe (Cat. No. 504), sowie 
auch die Skizze dazu. 1742 aus K. Majestät Zimmer. 

Gaubert (Pierre). 1701 Mitglied der Akademie zu Paris. 

774. Bildniss einer Dame. 

(44a.) Auf L. 0,76 h., 0,62 br. Alt. Inv. 1722. 

Grimoux (Alexis). Geb. um 1680 zu Komont im Canton Fri- 
bourg, gest. zu Paris um 1740. 

775. Ein Knabe auf einer Pfeife blasend. 

(46 a.) Auf L. 0,65 Va h„ 0,55 br. 1725 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

Hutin (Charles). Geb. zu Paris 1715, gest. am 29. Juli 1776 
zu Dresden. 

776. Ein Mädchen in grauer, mit Pelz gefütterter Kleidung, 

(47a.) mit einem Briefe. Bez. C. Hutin. pinxit 1769. 
Auf L. 0,86 h., 0,56 br. 

Nattier (Jean Marc) le Jeune. Geb. zu Paris den 17. März 
1685, gest. daselbst den 7. November 1766. 

777. Bildniss des Grafen Moritz, Marschalls von Frankreich, 
(22d.) Sohn August II., Königs von Polen und der Gräfin 



Französische Schule. 209 

Königsmark, Bez. peint ä paris pai* Nattier le jeune 

en 1720. 

Auf L. 2,54 h., 1,72 br. Durch den Grafen Moritz 
selbst aus Frankreich. 

Vernet (Claude Joseph). Geb. zu Avignon den 14. August 1714, 
gest. zu Paris den 3. December 1789. 

778. Eine brennende Stadt am Ufer eines Flusses mit reicher 

(In- Staffage, 
spector- Auf L. 2,35 h., 1,70 br. S. Abrege S. 240. 
Zimmer.) ^ 

Greuze (Jean Baptiste). Geb. zu Toumus den 21. August 1725, 
gest. zu Paris den 21. März 1805. 

779. Ein Hausvater liest seiner Familie aus der Bibel vor; 

(47 a.) ein Knabe spielt mit einem Hunde. 

Auf L. 0,74 h., 0,92 br. Gemalt für den Marquis 
Jully de la Live. — Sammlung des Marquis de Causa. 
Sammlung M. J. P. Weyer, Cöhi 1862. Reede van 
Oudtshoom 1874. 1496 fl. hoU. 

Gerard (Francesco). Geb. zu Rom den 4. Mai 1770, gest. zu 
Paris den 11. Januar 1837. 

780. Napoleon I. im Krönungsomate. 

(22 c.) Auf L. 2,21 h., 1,45 br. Geschenk Kaiser Napoleon I. 

Gudin (Jean Antoine Theodore). Geb. zu Paris den 15. August 
1802, gest. den 11. April 1880 in Boulogne-sur- 
Seine. 

781. Seegefecht zwischen Franzosen und Holländern zur Zeit 

(26d.) Ludwig XIV. Bez. T. Gutin 1852. 

Auf L. 0,70 h., 0,73 br. 1876 aus der Sammlung 
des Reichsgrafen von Fersen, Excellenz, hier. Preis 
3000 Mark. 

14 



210 Französische Schule. 

Calame (Alexander). Geb. zu Vevey 1817, gest. zu Mentone den 
19. März 1864. 

782. Waldlandschaft mit Giessbach. Bez. A. Calame 1854. 

(30a.) Auf L. 1,40 h., 2,00 br. rj: (Neues Kupferstichwerk 
I. 1.) 1877 vom Kunsthändler Lepke in Berlin. Preis 
18,000 Mark. 

Französische Schule. 

783. Salomo opfert mit seinem Weibe einem Götzenbilde. 

(46a.) Auf L. 1,00 h., 1,33 br. Durch Leplat als Bartol- 
letti (Flamael?). Alt. Inv. 1722. 

784. Christus am Kreuze zwischen den beiden Schachern. 

(44b.) Auf L. 0,66 h., 0,56 br. 1744 durch V. Rossi als 
Poussin aus Venedig. 620 Thlr. 

785. Das Urtheil Salomonis. 

(44b.) Auf L. 0,72 h., 0,59 br. Gegenstück zum Vorigeu. 

786. Cleopatra. 

(46c.) Auf L. 1,19 h., 0,94 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. 

787. Bildniss der Königin Maria Leczinska von Frankreich, 
(45 a.) Gemahlin Ludwig XV. Nach Louis Tocque, geb. 1696 

zu Paris, gest. daselbst den 16. Februar 1772. Bez. 
auf der Rückseite: Marie, Reine de France 1726. 
Auf L. 0,73 h., 0,61 br. 1730 aus Polen. Inv. 8vo. 

788. Bildniss des Cardinais von Salemo. 

(44a.) Auf L. 0,83 h., 0,65 br. 1731 aus dem grünen Ge- 
wölbe. Inv. 8 VC. 

789. Portrait des Cardinais Alberoni. 
;^(45a.)l Auf L. 0,76 h., 0,63 br. 

Jean Etienne Liotard und La Tour, siehe im Catalog der 
Pastellbilder. 



NiedertändisGhe Schule. 211 

Niederländische Schule. 



Bles (Herri Met de), gen. Civetta. (?) Geb. zu Bouvignes um 
1480, gest. zu Lüttich um 1550. 

790. Ein von Affen beraubter Tabuletkrämer. 

(Q 2.) Auf H. 0.60 h., 0,86 br. 1725 aus der Kunstkammer 
als unbek. Copie. Alt. Inv. 1722. No. 1007 B. 

GolziUS (Hubertus); die Landschaft von Gassel (Lucas). Geb. 
zu Venloo 1520, gest. zu Brügge 1583. Schüler 
des Lambert Lombard. 

791. Apollo und Pan vor dem Eichterstuhl des Midas. 

(31 d.) Auf H. 1,20 h., 2,04 br. Aus der Kunstkammer als 
Golzius und Brueghel. Alt. Inv. 1722. 

De Vriendt (Frans), gen. Floris. Geb. zu Antwerpen 1520 (?), 
gest. den 1. October 1570. Schüler des Lambert 
Lombard. 

792. Anbetung der Hirten. 
(31b.) 



Bez. 



WETfy 



Auf H. 1,26 h., 1,26 br. 

793. Das mit Lorbeer gekrönte Bildniss des Kaisers Vitellius. 

(31c.) Bez. mit dem Monogramm wie das Vorige, ohne den 

Zusatz ET u. s. w. 

Auf H. 0,45 h., 0,35 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein. 

794. Ein lachendes Mädchen in rothem Kleide und weisser 

(31c.) Halskrause. Bez. wie das Vorige. 

Auf H. 0,45 h., 0,35 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein. 

795. Loth und seine Töchter. 

(31c.) Auf H. 0,77 h., 1,06 br. 1854 aus dem Nachlass des 
Stadtr. und Adv. E. W. Schmidt. 85 Thlr. 

14* 



212 Niederiändische Schule. 

796. Die Kreuztragung Christi. 
(31c.) Auf H. 0,86 h., 1,60 br. 

Brueghel (Pieter), der Vater. Geb. zu Brueghel bei Breda um 
1510, gest. zu Brüssel 1569. 

797. Schlägerei zwischen Bauern, welche sich beim Karten- 
(P 6.) spiel entzweit haben. 

Auf H. 0,71 h., 1,00 br. Durch Graf Gotter. 75 Konv. fl. 

798. Die Predigt Johannis des Täufers. 

(P 1.) Auf L. 1,11 h., 1,65 br. Ein gleiches, doch nicht 
vollendetes Bild in der Gallerie zu Gotha. 1738 durch 
V. Rossi. Inv. 8vo. 

Brueghel (Pieter), gen. Höllen-Brueghel, Sohn des Vorigen, 
Geb. zu Biiissel um 1564, gest. zu Antwerpen um 
1637—1638. 

799. Die HöUe. Bez. BßVEGHEL 1596. 

(20a.) Auf K. 0,25^2 h., 0,a5 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

800. Die Versuchung des heiligen Antonius. Bez. BR VEGHEL 
(20a.) 1604 (undeutlich). 

Auf K. 0,26 h., 0,35 br. 

801. Der Untergang Sodom's und Gomorrha's. Vorn Loth 

(21b.) mit seinen Töchtern. 

Auf K. 0,20 Va h., 0,25 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

Derselbe. (?) 

802. Juno in der Unterwelt. 

(20 a.) Auf H. 0,37 h., 0,49 br, 1861 beide aus dem Vor- 
rathe. 



Niederländische Schute. 213 

Bnieghel (Jan), gen. Sammt-Brueghel, Bruder des Vorigen. 
Geb. zu Brüssel 1568, gest. zu Antwerpen den 
13. Januar 1625. 

803. Die Anbetung der heiligen drei Könige. Im Hinter- 
(Q 1.) gnind eine Stadt an einem Flusse gelegen. Figuren- 

^ reiches Bild. 

Auf H. 0,45 h., 0,65 br. 1874 von Max Steiner in 
Innsbruck. 700 Thlr. 

804. Holländische Landschaft. Anf einem Canale segeln 

(21 b.) Schiffe. Bez. BKVEGHEL 1604. 

Auf H. 0,36 h., 0,65 br. 1710 durch Raschke von 
Jac. de Wit in Antwerpen. 300 Pistolen. 

805. Ansehnliche Ruinen einer alten Burg am Ufer des 
(21b.) Meeres. Bez. BRVEGHEL 1605. 

Auf K. 0,8Va h., 0,12 br. 

806. Im Vordergrunde Reiter und Fuhrwerk; ein Jäger zielt 

(20 a.) nach einer Rohrdommel. Bez. BRVE6HEL 1605. 

Auf H. 0,42^9 h., 0,72 br. 1708 von Franz Lemmers 
in Antwerpen. 300 Pattacons.' 

807. Eine Landstrasse, worauf Reisende zu Fuss und zu 

(20 a.) Pferde. Bez. BRVEGHEL 1605. 

Auf K. 0,19^9 h., 0,29 br. 1710 durch Raschke von 
Jac. de Wit aus Antwerpen. 160 Pistolen. 

808. Ein hoher Thurm am Meere. Im Vordergrunde hal)en 
(20 a.) Fischer ihren Fang auf der Erde ausgebreitet. Bez. 

BRVEGHEL 1608. 

Auf K. 0,50 h., 0,66 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



t 



* Pattacon, brasilianische Münze, im Werthe von etwa 
4V9 Mark. 



214 Niederländische Schule. 

809. Gegend am Ufer des Meeres. Bez. BRVEGHEL 1608. 

(P 5.) Auf H. 0,48 h., 0,56 br. 1708 von Franz Lemmers 
in Antwerpen. 200 Pattacons. 

810. Weite Fernsicht. Von einem Hügel herab kommt ein 

(20a.) Bauer gefahren. Bez. BRVEGHEL 1608. 

Auf K. 0,17 h., 0,23 br. Durch Wanderer. ^\t. 
Inv. 1722. 

811. Ganz flache holländische Gegend mit Windmühlen. 
(20a.)* Bez. BRVEGHEL 1611. 

Auf H. 0,2672 h., 0,37^2 br. 1708 von Franz Lem- 
mers aus Antwerpen. Alt. Inv. 1722. 200 Patt, oder 
Ecus de Banque. 

812. An einem Wirthshause, vor einem gi'ossen freien Platze, 
(20a.) halten Wagen und Reiter. Bez. BRVEGHEL 1611. 

Auf K. 0,24 h., 0,35 br. 1710 durch Raschke von 
Jac. de Wit in Antwerpen. 160 Pistolen. 

813. Ein schönes Dorf an einem Canale, dessen Ufer mit 
(20a.) Bäumen besetzt sind. Bez. BRVEGHEL 1612. 

Auf H. 0,37 Va h., 0,61 Va hr. Ostermesse 1722 in 
Leipzig als Momper und Brueghel. Alt. Inv. 1722. 

814. Ansicht einer Gegend am Meere. Auf einem Hügel 

(20 a.) steht eine Windmühle. Bez. BRVEGHEL 1613. 

Auf K. 0,25 h.. 0,35 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

815. Kleine Landschaft mit einer Dorfschenke; im Vorder- 
(18b.) gi-unde führt ein Fuhrmann 3 Pfprde. Bez. BRVEGHEL 

1641. 

Rund, auf H. 0,18 im Durchmesser. Durch Graf 
Wackerbarth. Alt. Inv. 1722. 

816. Waldgegend mit Feme. Bez. BRVEGHEL 1642. 

(P 4.) Auf K. 0,25 h., 0,34 br. 1741 durch de Wit. 1855 
aus dem Vorrath. 



Niederländische Schule. 215 

817. Ein hoher Thuiin am Meere. Im Vordergrunde Fischer, 
(20 a.) Bez. BEVEGHEL 1642. 

Auf H. 0,45 h., 0,67 br. Durch Graf Gotter; 300 
Konv. fl. Die Jahreszahlen der drei vorhergehenden 
Bilder erscheinen allerdings mit dem Todesjahr des 
Künstlers im entschiedenen Widerspruch, sind jedoch 
nicht anders zu lesen, obgleich die mikroskopische 
Kleinheit der Schrift hinderlich ist.* 

818. Ein Seehafen. Links ein Leuchtthurm, rechts eine 
(20 a.) Windmühle. 

Auf H. 0,38 h., 0,53 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

819. Winterlandschaft. Im Vordergrunde ein Fuhrwerk und-* 
(19 a.) mehrere Landleute. 

Auf H. 0,49 h., 0,66 br. 1708 von Franz Lemmers 
in Antwerpen. Alt. Inv. 1722. 200 Pattacons. 

820. Der See Genezareth, an dessen Ufer viele Schiffe liegen, 
(P 4.) auf einem derselben steht Christus und predigt dem 

Volke. 

Auf H. 0,82 h., 1,21 br. 

821. Aus einem Walde kommen beladene Frachtwagen den 

(20 a.) Hügel herab. 

Auf H. 0,42^2 h., 0,66 br. Durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

822. Landschaft mit fernen Gebirgen; einige Menschen laden 
(20 ä.) Holz auf einen mit einem Schimmel bespannten Karren. 

Auf K. 0,20 h., 0,25 br. Durch Graf Wackerbarth. 



* Nach den neueren Angaben des Suppl. zum Catalog der 
Sammlung von Antwerpen müssen die Nrn. 815 — 817 von Jan 
Brueghel, dem Sohne des Sammtbrueghel, gemalt sein, der bis 
1677 lebte, wonach die Jahreszahlen sich rechtfertigen. 



216 Niederländische Schule. 

823. Eine Windmühle auf einem Hügel. Ein Mann trägt 
(20 a.) einen Sack Getreide dahin. 

Auf H. 0,30 h., 0,22 br. 1710 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen durch Wanderer. 200 Pattacons. 

824. Femsicht einer Stadt mit einem Flusse, worauf einige 
(20 a.) Männer in einem Boote. 

Auf K. 0,17^2 h., 0,24V9 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

825. Derselbe Gegenstand, etwas verändert. 

(20 a.) Auf K. 0,14 h., 0,19 br. Durch Se. Hoheit den 
Churprinzen aus Italien. Alt. Inv. 1722. 

' 826. Eine kleine Capelle unter Bäumen, vor welcher ein 
(20a.) Mann betet. 

Auf K. 0,iaV2 h., 0,19 br. Desgl. Alt. Inv. 1722. 

827. Tempelruine auf einem Felsen am Meere. 

(20a.) Auf K. 0,16^2 h., 0,21^2 br. 1723 durch Leplat aus 
der Sammlung der Gräfin Wrzowecz in Prag. 

828. Ein Fluss, an dessen Ufer einige Bauerhäuser. 

(21b.) Rund auf H. 0,22^2 im Durchmesser. Durch Graf 
Wackerbarth. Alt. Inv. 1722. 

829. Zur Seite eines sumpfigen Baches ein Wagen mit Eei- 

(21b.) senden. 

Auf H. 0,37 h., 0,58 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

830. Ein durch viele kleine Fahrzeuge belebter Landungsplatz. 

(20 b.) Auf H. 0,47 h., 0,86 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

831. Stadt an einem Seehafen; viele Figuren beleben den 

(P 4.) Vorgrund. Gegenstück zu No. 820. 

Auf H. 0,79 h., 1,19 br. 1742 durch De Brays aus 
Paris. 700 Llvres. 



Niederländische Schule. 217 

832. Belagerung einer Festung. 

(19a.) Auf H. 0,81 h., 1,19 br. 1855 aus dem Vorrath. 

833. Die Schlacht der Israeliten und Amalekiter. 
(Q 2.) Auf H. 0,40 h., 0,61 br. 

Derselbe. (?) 

834. Landschaft. 

(P 1.) Auf K. 0,32 h., 0,40 br. 1861 aus dem Vorrath. 

835. Ein Boot, in welches einige Personen steigen. Gegen- 
(18b.) stück zu No. 828. Sehr beschädigt. 

Rund, auf H. 0,19 im Durchmesser. Durch Graf 
Wackerbarth. 

Brueghel (Jan), die Figuren sind von Hendrik van Baien. 

836. Der Sommer. CJeres sitzt unter Fruchtbäumen, ein Kind 
(20 a.) bringt einen Korb mit Früchten. 

Auf H. 0,56 h., 0,94 br. 

837. Flora, welcher ein Genius einen Blumenstrauss bringt. 
(20a.; Auf H. 0,.52 h., 0,66 br. 

Brueghel (Jan), die Figuren sind von AmbrosJus Francken. 

838. Ein Blumenkranz, in der Mitte eine heilige Familie. 
(P 1.) Auf K. 0,51^2 h., 0,38 Va br. 

Porbus oder Pourbus (Franz), Sohn des Pieter Pourbus. Geb. 
zu Brügge 1540, gest. 1580. 

839. Brustbild einer Frau in schwarzer Kleidung mit gold- 

(21b.) gestreiftem Mieder. 

Auf H. 0,61^2 h., 0,49V2 br. 1743 diu-ch Rigaud 
und Le Leu aus Paris. 



218 Niederländische Sctiuie. 

Derselbe. (?) 

840. Bildniss einer ältlichen Frau in schwarzer Kleidung in 
(21 b.) einem Lehnstuhl, mit einem Hündchen auf dem Schoosse. 

Auf der Stuhllehne bez. F. P. 1568. 

Auf H. 0,80 h., 0,55 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. 

Unbekannt. 

841. Bildniss eines mit dem goldenen Vliesse geschmückten 
(J 2.) Mannes in reicher Rüstung (Wilh. von Oranien?). 

Auf L. 0,92 h., 0,73 br. Durch Oberkammerherr 
von Könneritz, Gesandter in Madrid, im November 1825 
erkauft. 700 Piaster.* 

Schule des PorbUS. 

842. Bildniss eines Mannes mit blondem Baii: und weisser 
(P 9.) Halskrause. 

Auf H. 0,42 h., 0,34 br. 

843. Bildniss einer juugen Frau mit weisser Halskrause. 

(P9.) Auf H. 0,47 h., 0,35 br. Beide 1857 aus Prof. 
Steinla's Sammlung. 

Jordaens oder Joerdaens (Hans), Schüler des Noe von Noe- 
wille. 1572 als Mitglied der Akademie zu Ant- 
werpen aufgenommen. 

H44. Schmausende Gesellschaft. Ein Affe sitzt mit bei Tische, 
(p 7.) Bez. H. Jordaens. H. und J. zus. gezogen. 

Auf H. 0,17Va h , 0,28 br. 1857 aus Prof. Steinla's 
Sammlung. 



Ein Piaster ohngefähr — 4^2 Mark. 



Niederländische Schule. 21& 

Gysels (Gyzens oder Geysels) [Pieter], Schüler des Jan Boots. 
Getauft zu Antwerpen den 3. Decbr. 1621, gest. 
1690—91 ebendaselbst. 

845. Ein aufgehangener Hase, Jagdgeräthschaften und todte 

(16b.) Vögel. 

Auf K. 0,46Va h., 0,33 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

846. Derselbe Gegenstand, etwas verändert. Bez. PEETER 
(16 b.) GYSELS. undeutlich. 

Auf K. 0,37 h. , 0,30 br. ia59 aus dem Vorrath. 

847. Ein grosses Dorf, in dessen Mitte die Kirche. Bez. 

(20a.) P. GEYSELS. 

Auf K. 0,16 h., 0,22 V2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

848. Zwischen einigen Gebäuden, vor welchen Bauern tanzen, 
(16 a.) führt die Landstrasse in eine weite Ebene. 

Auf K. 0,17 h. , 0,22^/2 br. Durch Baron Rechen- 
berg. Desgleichen. 

849. Niederländische Gegend mit einem Canale. Im Vorder- 
(16a.) gründe ein Wirthshaus, vor welchem Bauern versammelt 

sind. Bez. P. G. F. 

Auf K. 0,17 h., 0,23 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Desgleichen. 

850. Kleine Landschaft mit vielen Figuren. Bez. P. G. 
(16a.) Auf K. 0,22 h., 0,27 br. 1861 aus dem Vorrath. 

851 . Landschaft mit den Ufern eines Stromes und mit Dörfern. 

(16a.) Vor einer Schänke tanzen Bauern. Bez. P. G . . . . 

Auf K. 0,17 h., 0,23 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. inv. 1722. 

852. Frühlingslandschaft. In der Feme eine Stadt; vom ein 
(16 a.) Bauerhaus mit einigen Bauern. 

Rund. Auf H. 0,18^/2 im Durchmesser. Desgleichen. 



220 Niederländische Schule. 

853. Felsige Landschaft mit weiter Feme und einem Flusse. 
(16 a.) Vom mehrere Figuren. Bez. Pieter gysels. (Mit ganz 

kleiner Schrift.) 
Auf K. 0,20 h., 0,26 br. 

854. Eine der vorhergehenden ähnliche Landschaft. Bez. ^vie 

(16 a.) das Vorige. 

Auf K. 0,20 h., 0,26 br. 1749 von Paris aus De 
Brays' Nachlass mit I^o. 851 zusammen 400 Livres. 

Bril (Matthäus), (jeb. zu Antwerpen 1550, gest. zu Eom 1580. 

855. Landschaft. Im Vordergrunde der junge Tobias und 
(P 11.) seine Gattin, nach Haran ziehend. 

Auf L. 1,08 h., 1,47 br. 1731 durch Leplat. Inv. 8vo. 

856. Landschaft mit dichter Waldung, im Vordergründe 
(P 11.) Kampf mit einem wilden Schweine. 

Auf L. 1,15 h., 1,65 br. Desgleichen. 

Vrancx (Adriaen), trat 1582 in die Gilde. Schüler des Ijand- 
schaftsmalers Hans Snellincx den Aelteren. 

857. Landschaft mit einer grossen Eiche; vorn Figuren und 
(Q 1.) trinkendes Vieh. Bez. 



ARanx 



Auf H. 0,77 h., 1,07 br. 1741 durch v. Heineken 
aus Hamburg. 1856 aus dem Vorrath. 

Bril (Paul). Geb. zu Antwerpen 1556, gest. zu Eom 1626. 
Bruder des Matthäus. 

858. Waldlandschaft, im Vordergrunde Maria mit dem Kinde 
(P 7.) und zwei Engel. Bez. auf der Kückseite: Paul Prill. 
Pictor. 

Auf K. 0,23 h., 0,30 br. 1855 aus dem Vorrath. 



Niederländische Sctiule. 221 

859. Gegenstück. Landschaft mit Figuren, vom ein Ziegen- 
(P 5.) hirt. Desgleichen. Bez. Paul Pril Pictor K. (Eoma). 

Auf K. 0,20 h., 0,28 br. 

860. Gebirgslandschaft mit einem Flusse, worüber ein hölzer- 
(Q 2.) ner Steg führt, links eine Burg. Bez. P. Bril. 1608. 

Auf H. 0,65 h., 1,07 br. 

861. Landschaft, im Vordergrunde Ruinen. In der Feme ein 
(Q3.) Thurm und ein rundes Gebäude. Bez. P. Bril 1626. 

undeutlich. 

Auf L. 0,75 h., 1,00 br. 

862. Ein Engel geleitet den jungen Tobias. Bez. PAVOLO 
(Q3.) BRILLL f. 1624. 

Auf L. 0,77 h., 1,02 br. 

863. Eine gebirgige Landschaft mit Ruinen. Im Vorder- 
(21 b.) gründe eine Schmiede. Bez. P. B. auf der Rückseite. 

Auf K. 0,21V« h» 0,30 br. 

« 

864. TJeberreste antiker Gebäude. Im Vordergrunde ein Vieh- 
(21b.) markt. Bez. P. Bril. F. 1600. 

Auf K. V. Gr. 

865. Baumreiche Landschaft, von einem Flusse durcliströmt, 
(P 1.) auf welchem eine Gesellschaft hemmschifft. Die Figuren 

angeblich von Annibal Carracci. 

Auf L. 0,59 h., 0,77 br. 1742 durch De -Brays in 
Paris aus der Sammlung des Mr. Dubreuil. 400 Livres. 
Vielleicht ein Werk des Bonzi (Pietro Paolo) genannt 
il Gobbo de Carracci, Nachahmer des Bril. 

866. Landschaft mit reicher Staffiage, Diana und Actaon vor- 
(P 8.) stellend. 

Auf K. 0,27Va h., 0,34 br. 1861 aus dem Vorrath. 



4 



222 Niederländische Schule. 

Baien (Hendrik van). Geb. zu Antwerpen 1560, gest. daselbst 
17. Juli 1632. 

867. In einer Felsenhöhle führen zwei Engel das Jesuskind 

(17 b.) zu einem Kreuze. Bez. B. undeutlich. 

Auf K. 0,20V9 h., 0,27 br. Aus der Kunstkammer 
als Rottenhammer. Cop. Alt. Inv. 1722. 

868. Hochzeitsfest des Bacchus und der Ariadne. Bez. 
(P 1.) H. V. BALEN. 

Auf K, 0,36 Va h., 0,52 br. Durch Le Roy. Alt. 
Inv. 1722. 



869. Hochzeitsfest des Peleus und der Thetis. Bez. H. V. BAEL. 
(PI.) 1608. 

Auf K. 0,44 Vfl h., 0,62 br. Desgleichen. 

870. Nymphen und Kinder unter Fruchtbäumen; Faunen 
(PI.) sind beschäftigt, Früchte zu sammeln. 

Auf K. 0,49V9 h., 0,66 br. 

871. Diana schläft mit ihren Nymphen unter Bäumen, auf 
(Q 2.) welchen Gewänder hängen, Satyrn belauschen sie. Das 

todte Wildpret und die Landschaft sind von Brueghel 

gemalt. 

Auf K. 0,47 h., 0,61 br. Durch Graf Wackerbarth 
als Baien und Brueghel. Alt. Inv. 1722. 

872. Olympisches Göttermahl. 

(P 1.) Auf K. 0,42V2 h., 0,62 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

873. Actäon und Diana mit ihren Nymphen im Bade. 

(Q 1.) Auf H. 0,54 h., 0,75V2 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

874. Die vier Elemente, dargestellt durch vier Kinder mit 
(17 b.) den Sinnbildern derselben. 

Auf K. 0,21^2 h., 0,16V, br. 



Niederländische Schule. 223 

DerselJ)e. (?) 

875. Heilige Familie. Der Kranz vielleicht von Jan Brueghel. 
(49a.) Auf L. 1,08 h., 0,73 br. 

Bloemaert (Abraham), Schüler des Fr. Flor is. Geb. zu Gorkum 
1565, gest. zu Utrecht um 1658. 

876. Die Kreuzigung des S. Andreas. Copie nach M. A. 

(P 8.) Carravaggio. 

Auf H. 0,53 h., 0,42 br. 1700 durch den Oberhof- 
maler Samuel Bottschildt für 100 Thlr. vom Obristeu 
V. Wackerbarth für die Kunstkammer erkauft. Durch 
Graf Rechenberg zur Gallerie. Alt. Inv. 1722. 

877. Kopf eines alten Mannes mit langem weissem Bai*te. 
(P 1.) Bez. A. Bloemaert. fec. 1635 mit einem verschlungenen 

Namenszuge vom. Auf der Rückseite bez.: In die 
Kunstkammer kommen am 15. Martij 1700. 

Auf H. 0,38 h. , 0,28 br. Durch Graf Rechenberg 
zur Gallerie. Desgleichen- 

Bloemaert (Hendrik), Sohn und Schüler des Vorigen. Blühte 
um 1632. 

878. Bmstbild eines Mannes mit einem Spiegel in den Hän- 
(P 4.) den. Bez. H. Bloemaert. fe. 1648. (?) 

Auf L. 0,66 h., 0,53 br. 

Francken (Frans), gen. der Alte. Geb. zu Herenthals um 1544, 
gest. daselbst den 5. October 1616. 

879. Die heilige Familie auf der Flucht nach Egypten; vorn 
(P 8.) die Leichen der bethlehemischen Kinder. Bez. F. Francken. 

Auf K. 0,48^2 h., 0,44 Va hr. 

880. Christus wird nach Golgatha geführt. Bez. Do. F. Franck. 

(P 3.) Ag 1597 inventor et fecit. (Do' d. h. den ouden.) 

Auf H. 0,60 h. , 0,90 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 






j -j 



224 Niedertändische Schule. 

881. Allegorie: Die Unschuld und die Verleumdung vor dem 
(P 3.) ungerechten Richter. Bez. F. FRANCK F. IN. 

Auf H. 0,56 h., 0,77 br. Durch Graf Wackerbarth 
als: eine Thesis mit Sinnbildern. Alt. Inv. 1722. 

882. Die Erschaffung der Eva. (Die Landschaft von 
(P 3.) J. Brueghel.) 

Auf H. 0,54 h., 0,81 br. 

883. Erschaffung der Thiere. (Desgleichen.) 

(P 3.) Auf H. V. Gr. 1741 aus der Sammlung Wallenstein. 

Francken (Ambrosius), der Alte. Bruder des Franz und Hie- 
ronymus. Geb. zu Herenthals um 1545, gest. zu 
Antwerpen 1618. 

884. Maria mit dem Christkind auf dem Schoosse, als Himmels- 
(P 1.) königin, von Engeln umgeben. Der Blumenkranz ist von 

Jeronimus van Kessel (lebte um 1628) gemalt. 

Auf H. 0,67 h., 0,50 br. 

Francken (Frans) gen. der Junge. Geb. 1581, Meister 1604, 
gest. zu Antwerpen den 6. Mai 1642. 

885. Die Ehebrecherin vor Christo. Bez. ff. d. j. fe. 1606 

(P 3.) d. h. Frans Francken den jongen. 

Auf K. 0,36 h., 0,29 br. Aus dem Vorrath. Alt. 
Inv. 1722. 

Derselbe. (?) 

886. Christus auf dem Meere wandelnd, reicht dem sinkenden 

(P 3.) Petrus die Hand. 

Auf K. 0,28 h., 0,25 br. Durch Leplat als Jordan 
und Brueghel. Alt. Inv. 1722. 

887. Ki-euztragung Christi. 

(P 3.) Auf K. 0,17 h. , 0,14 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



Niederländische Schule. 225 

Unbekanat. 

888. Eine Amazonenschlacht. Bez. FE. SE FEAN- 

(Pl.) KENTAL 1603. 

Auf K. 0,78 h., 1,50 br. 1743 aus der Gallerie 
Carignan als Sammetbnieghel. 

Francken (Hieronymus), der Alte. Bruder des Franz. Geb. zu 
Herenthals um 1554, gest. um 1620. 

889. Die Enthauptung Johannes des Täufers. Bez. H. F. 
(P 3.) (zusammengezogen) AP 1600. 

Auf K. 0,39 h., 0,34 br. 

Francken (Sebastian). Geb. zu Antwerpen um 1573. 

890. Die Versuchung des heiligen Antonius. Bez. S. F. F. 

(P3.) Auf H. 0,28 Vo h., 0,37 V» br. Durch Graf Wacker- 

barth. Alt. Inv. i722. " * 

Savery (Roelandt), Schüler seines Vaters Jacob. Geb. zu. Cour- 
tray 1576, gest. zu Utrecht 1639. 

891. Ein Jäger lässt ein Wildschwein anlaufen. Bez. E. SA- 
(lOc.) VERY FE. 1610. 

Auf H. 0,25 h., 0,35 br. 

892. Landschaft mit verfallenen Gebäuden. Bez. R. SAVERY. 
(10c.) FE. 1614. 

Auf H. 0,,54 h.. 1,08 br. Durch du Roy. Alt. 
Inv. 1722. 

893. Landschaft, in der Mitte eine Thurmruine, rund herum 

(P 1.) eine Menge Wasservögel aller Art. Bez. ROELAENT 

SAVERY FE. 1618. 

Auf H. 0,29V2 h., 0,42 br. 1856 aus dem Vorrath. 

894. Die Arche Noah's mit allen Arten von Thieren. Bez. 
(10c.) ROELANDT SAVERY F. 1620. 

Auf H. 0,83 h., 1,39 br. Durch Graf Gotter. 250 
Konv. fl. 

15 



J V 



226 Niederländische Schute. 

895. Zwischen Felsenmassen mit Tannen fiiesst ein Wald- 
CIO c.) Strom. Bez. KOELANDT SAVERY FE. 1620. 

Auf H. 0,46 h., 0,83 br. 

896. Landschaft mit vielerlei Thieren. In der Ferne die 

(10c.) Arche Noah's auf dem Berge. Bez. ROELANT 

SAVERY FE. 1625. 

Auf H. 0,53 Va h., 0.98 br. Durch Graf Gotter. 
250 Konv fl. 

897. Felsige Landschaft, im Vorgrunde ein Hirt mit einer 
(P 10.) Ziegenheerde. 

Auf H. 0,33^2 h., 0,46^2 br. 1856 aus dem Vorrath. 

898. Hügelige, baümreiche Landscliaft, belebt durch vielerlei 

(P 11.) wilde Thiere. 

Auf L. 0,95 h.. 1,85 br. Aus dem Hofmarschallamt. 
Alt. Inv. 1722. 



Anm. : Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder dieses Meisters 
umfassen einen Zeitraum von 15 Jahren (1610 — 1625). 

Valkenborch (Martin van). Geb. zu Mecheln; lebte zu Antwer- 
pen um 1586, gest. 1636. 

899. Der babylonische Thumbau. Bez. MARTIN VAN 

(Q 3.) VALCKENBORGH FECIT ET mVENTOR. M. V. V. 

1595. 

Auf H. 0,77 h., 1,07 br. 1699 durch S. Bottschildt 
vom Obersten von Wackerbarth erkauft. 40 Thlr. 

Achtschellings (Lucas), Schüler des Lodowyk de Vadder. 
Aus Brüssel, gest. 1620. 

900. Kleine Landscliaft. Ein Reiter folgt einem Fussgänger, 
(13 b.) der eine Flinte trägt. 

Auf L. 0,37 h., 0,47 br. 

901. Gegenstück. Fischer ziehen ihr Netz ein. 

(13b.) Auf L. 0,36 h., 0,46^2 br. Beide durch Graf Gotter 
als von Pieter Bout staffirt. 200 Konv. fl. 



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Niederländische Schule. 227 

Rubens (Peter Paul). Geb. zu Siegen den 29. Juni 1577, gest. 
zu Antwerpen den 30. Mai 1640. 

902. Eine Löwenjagd. 

(J 3.) Auf L. 2,39 h., 3,14 br. 1742 durch Rigaud und 
De Brays aus der Gallerie Carignan in Paris erkauft. 
8000 Livres. 

903. Quos ego. Neptun auf seinem Muschelwagen, befiehlt 

(J 1.) den Winden zu schweigen. 

Auf L. 3,28 h. , 3,85 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I. 48.) 1635 gemalt für den Triumphbogen des Card. 
Infanten Ferdinand von Oesterreich in Antwerpen. 
1742 durch Graf Brühl erworben. luv. 8vo. 

904. Diana und ihre Nymphen kehren von der Jagd zurück. 

(J3.) Auf L. 2,21 h., 2,48 br. 1756 durch Le Leu aus 
der Gallerie Orleans. 10,000 Livres. Dasselbe Bild in 
der Grossherz. Gallerie zu Darmstadt (Cat. No. 296). 

905. Derselbe Gegenstand in halben Figuren. 

(J4.) Auf L. 1,37 h., 1,80 br. 1708 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen erkauft. 200 Pistolen. 

906. Der trunkene Herkules von einem Faun und einem 
(j 1.) Bacchanten unterstützt. 

Auf L. 2,22 h., 2,02 br. Aus der Gallerie von Man- 
tua. Cat. Guar. 

907. Meleager reicht der Atalante den Kopf des kalydonischen 
(J 1.) Ebers. 

Auf L. 1,68 h., 1,21 br. 1756 aus dem Nachlass des 
Duc de Tallard in Paris. 

908. Ein Held von der Victoria gekrönt, setzt den Fuss auf 
( J 2.) den Nacken eines Silen ; Venus und Amor stehen weinend 

zur Seite. Der Neid im Hintergrunde. 

Auf L. 2,02 h., 2,22 br. * (Altes Kupferstichwerk 
IL 44.) Für den Herzog Vincenzo Gonzaga von Rubens 
in Mantua gemalt, kam es von dort hierher. S. Abr. 
Cat. Giiarienti: „Geroglifico di Cario V." 

15* 



228 Niederländische Schule. 

909. Der heilige Hieronymus laiiet vor einem Kreuz; sein 
(j 3.) Löwe liegt schlafend neben ihm. Bez. P. P. K. 

Auf L. 2,38 h., 1,64 br. Mod. Auk. 1837 rent. und 
rest. 

910. Die Tochter der Herodias trägt eine Schüssel, in welche 

(J 1.) ein Henker das Haupt Johannes des Täufers legt. 

Auf L. 1,29 h., 1,23 br. Aus der Kunstkammer. 
Als ,,Scuola di Rubens". Alt. Inv. 1722. 

911. Ein altes Weib in einer Felsenhöhle mit ein paar Kna- 
(J4.) ben; der jüngste bläst in ein GeschiiT mit glühenden 

Kohlen. 

Auf H. 1,16 h., 0,92 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
I. 49.) 

912. Bathseba sitzt vor einem Springbrunnen; ein junger 

(J 1.) Mohr überg-iebt ihr einen Brief. 

Auf H. 1,73 h., 1,26 br. 1749 durch Le Leu aus 
der Sammlung Araignon in Paris. 6600 Liv. 

913. Eine Tigerin, an welcher Junge saugen; eine andere 
(Jl.) kommt mit einem Hasen im Rachen; vor ihnen steht 

ein Löwe. 

Auf L. 2,00 h., 3,77 br. * (Altes Kupferstichwerk 
IL 46.) 1744 durch liOuis Talon aus Spanien. (?) 

914. Ein Siityr pi-esst Weintrauben in ein Gefäss, welches ihm 
(J3.) ein kleiner Satyr unterhält; vor ihnen liegt eine Tigerin 

mit ihren saugenden Jungen. 

Auf L. 2,24 h., 1,45 br. Durch Grünberg aus Brüssel 
als Bacchanalia de Rubens. 2000 Frcs. de Hollande. 

915. Ansicht des Escurials in Spanien. Eine der vielen 
(J 4.) Wiederholungen , welche unter Rubens' Leitung durch 

Tiden und Momper gemalt wurden. 

Auf L. 1,13 h., 1,95 br. 1742 durch Riedel aus Prag. 



Niederländische Schule. 221> 

916. Eine Schweinsjagd in waldiger Gegend. Original-Skizze. 

(K 3.) Auf H. 1,35 h., 1,66 br. (Eine gleich grosse vor- 
mals im Besitz des Königs von Holland, die zweite 
grössere im Museum zu Marseille. Angeblich auch bei 
Brentano in Frankfurt am Main.) Dies vortreffliche 
Exemplar ward mit Rubens' Sammlung vom Herzog 
von Buckingham erkauft, aus Buckingham's Auktion zu 
Antwerpen im Jahre 1648 vom Erzherzog Leopold 
Wilhelm für die Prager Gallerie und 1748 durch Gialdi 
und Guarienti aus der letzteren für Dresden erworben. 
Preis 800 fl. S. Einl. S. 43. 

917. Das ürtheil des Paris. 

(M 2.) Auf H. 0,49 h., 0,63 br. * (Altes Kupferstichwerk 
HI. 37.) Aus der Sammlung des Grafen H. v. Brühl. 
Vorbild zu der vergrösserten Wiederholung in der Nat. 
Gallery zu London (Cat. No. 194). 

918. Der Liebesgarten. 

(M 2.) Auf H. 0,92 h., 1,22 br. Unser Bild, als das beste 
der verschiedenen Exemplare anerkannt, war früher 
unter dem Namen „la Conversation" in der Sammlung 
der Comtesse de la Verrue und wurde 1742 durch 
De Brays und Araignon aus der Gallerie Carignan in 
Paris für 12,000 Liv. erkauft. Wiederholungen des- 
selben Gegenstandes finden sich in den Gallerien von 
Wien, Madrid (Cat. No. 1611), Gotha u. a. 

919. Merkur will den schlafenden Argus tödten. 

(M 2.) Auf H. 0,63 h., 0,88 br. Unter dem Namen „la Vache" 
desgl. aus der Gallerie Carignan für 5000 Liv. Früher 
in der Sammlung der Comtesse de la Yerrue. 

920. Clölia, aus dem Lager der Etrurier entflohen, schwimmt 
(J 1.) mit ihren Gefährtinnen durch die Tiber. 

Auf L. 1,82 h., 2,66 br. Von Ihrer Maj. der Königin. 
Alt. Inv. 1722. 

921. Das jüngste Grericht. 

(M3.) Auf H. 1,22 h., 0,97 br. Studie zu dem Crossen 
Bilde in München. 



230 Niederiändische Schule. 

922. Der heilige Ignatius in einer Glorie, heilt Besessene. 

(M 3.) Skizze. 

Auf H. 0,65 h., 0,73V2 br. 1728 durch Hofrath 
Heucher in Leipzig. Inv. 8vo. 

923. Christus auf dem See Genezareth. Skizze. 

(L 1.) Auf H. 1,00 h., 1,38 br. 1749 durch Le Leu von 
der Wittwe Gersaint. 1200 Liv. 

924. Rubens' beide Söhne Albert und Nicolas, aus seiner 

(J 1.) ersten Ehe mit Isabella Brant. 

Auf H. 1,55 h., 0,90 br. Ü: (Altes Kupferstichwerk 
I. 50.) 1742 durch De Brays und Rlgaud in Paris aus 
der Sammlung des Mr. Dubreuil. Auch in der Gallerie 
Liechtenstein (Cat. No. 194) in Wien. 

925. Bildniss einer Frau in schwarzer Kleidung, einem Brust- 

(J 1.) latze mit goldenen Schnüren und starker goldener Kette. 

Auf H. 1,02 h., 0,73 br. 1749 aus De Brays Nach- 
lass als van Dyk in Paris erkauft. 1000 Liv. 

926. Bildniss eines Mannes, der sich die Handschuhe anzieht. 

(Jl.) Auf H. 1,06 h., 0,74 br. 17.56 als van Dyk aus 
Paris. 1000 Liv. Mit No. 927 aus der Sammlung des 
Duc de Tallard. 

927. Bildniss einer Frau in schwarzer Kleidung, ein weiss 
(J 4.) gekleidetes Kind auf ilirem Schoosse. Im Hintergrunde 

das Wappen der van de Wouvere, Herren von Heembeck. 

Letzteren Nachweis verdanken wir einer gütigen 
Mittheilung der Mde. Caraman, Princesse Alphonse de 
Chimay. Auf H. 1,05 h., 0,77 br. Desgl. als van Dyk 
und Gegenstück zu Vorigem. 1000 Liv. 

928. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung und 
(J 1.) weissem Faltenkragen; die linke Hand in die Seite, die 

rechte auf einen Tisch stützend. 

Auf H. 1,00 h., 0,72 br. Desgl. als Rubens. 1000 Liv. 



Niederländische Scliule. 231 

929. Brustbild einer jungen Frau in schwarzem Kleide und 
(50b.) weissem Spitzenkragen. 

L. auf H. 0,74 h., 0,M br. 5t (Altes Kupferstichwerk 

II. 45.) 1723 durch Leplat aus der Sammlung der 
Gräfin Wrzowecz in Prag. Alt. Inv. 1722. 

930. Ein alter Mann mit weissem Haar und Bart in bischöf- 
(M3.) lieber Kleidung. Bez. P. P. R. 1634 (?) f. 

Auf H. OjGOVa h., 0,.53V2 br. Durch Baumann. Alt. 
Inv. 1722. 

931. Bildniss einer jungen Frau mit blondem Haar, welche 
(M 2.) in der linken Hand einige Rosen hält. 

Auf H. 0,79 h., 0,58 br. Wahrscheinüch Helene 
Fourment, Rubens' zweite Frau. Als Gegenstück zu 
No. 1076. 1723 durch Leplat. Alt. Inv. 1722. 

932. Bildniss der zweiten (?) Frau des Meisters, in blossem 
(M 3.) Kopfe mit geflochtenem Haar. 

Auf H. 0,65 h., 0,50 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 

III. 13.) Beide aus der Sammlung der Gräfin Wrzowecz 
in Prag. 

933. Bildniss eines alten Mannes mit wenigem grauem Haar 
(M2.) und Bart, schwarzer Kleidung und weissem Falten- 
kragen. Bez. AETATIS SVAE 60. ANNO 1618. 

Auf H. 0,66 h., 0,52 br. Durch Graf Wackerbarth 
als van Dyk. Alt. Inv. 1722. 

934. Bildniss einer alten Frau in weissem Häubchen und 
(M 2.) schwaraer Kleidung. 

L. auf H. 0,65% h., 0,5()Vi br. p]benso bezeichnet. 
Desgleichen. 

935. Bildniss einer jungen Frau mit schwarzem Schleier 
(M 2.) über dem Kopfe. 

Auf H. 0,78 h., 0,61 br. 



232 Niederländische Scliule. 

936. Bildniss eines Mannes mit blondem Stutz- und Knebel- 
(J2.) bart, in schwarzer Kleidung und weissem Halskragen. 

Auf H. 0,64 h., 0,50 br. Früher im Besitze Sr. Maj. 
des Königs Anton von Sachsen, 1851 von Dr. Hille er- 
kauft. Preis 300 Thlr. 

Nach Rubens. 

937. Die heilige Cäcilie Orgel spielend, neben ihr zwei sin- 
(J 2.) gende Engel. 

Auf H. 1,22 h., 0,93 br. 

Aus der Schule des Rubens. 

938. Die Zeit erhebt die Wahrheit ti'iumphirend über Un- 
(M3.) wissenheit, Aberglaube und Laster. Skizze zu einer 

von den zehn allegorischen Tapeten, welche auf Befehl 
Philipp IV. für das Kloster zu Loeches bei Madrid aus- 
geführt wurden. 

AufL. 0,59 h., 0,81 br. Aus der Kunstkammer als: 
eine Thesis. Alt. Inv. 1722. 1856 aus dem Vorrath. 

939. Leander's Leichnam von den Nereiden durch die Bran- 
(M 2.) düng an's Land getragen; Hero stürzt sich vom Thurme 

in's Meer. 

Auf L. 1,26 h., 2,15 br. 1728 aus der alten Kunst- 
kammer, wohin es schon 1659 gekommen war. Alt. Inv. 
1860 aus dem Vorrath.* 

940. Anbetung der Könige. Skizze. 

(M 3.) Auf H. 0,85 h., 0,63 br. Als Rubens durch Leplat. 
Alt. Inv. 1722. 



* Wahrscheinlich eine der Superporten, welche Rubens für 
das Palais de la Parada lieferte. Michel, Vie de Rubens. 1771. 



Niederländische Schule. 2o3 

941. Maria mit dem Kinde und mit Engeln, welche Früchte 
(P 10.) bringen. 

Auf K. 0,75 h., 0,57 br. Durch Jos. Perodi als 
van Dyk. Desgl. 

942. Venns und Adonis. 

(Q 3.) Auf H. 0,60 V2 h. , 0,83 br. Als Rubens aus der 
Sammlung des Senators Isolani in Bologna. Cat. Guar. 

943. Raub der Proserpina. 

(M 3.) Auf H. 0,50 h., 0,64 br. Durch Graf Wackerbarth 
als Rubens. Alt. Inv. 1722 und Cat. Guar. Ein grosses 
Bild desselben Gegenstandes im Museo del Prado zu 
Madrid. Cat. No. 1580. 

944. Anbetung der Hirten. 

(Q 3.) Auf H. 0,41^2 h., 0,57 br. 

945. Brustbild eines alten Weibes mit weissem Kopftuche und 
(P 4.) rothem Leibchen. 

Auf H. 0,47^9 h., 0,41 br. 

946. Brustbild des Erzherzogs Albrecht von Oesterreich in 
(50 b.) schwarzer Kleidung mit der Kette des goldenen Vliesses. 

Auf H. 0,67 h., 0,52 br. 1723 durch Leplat als 
Rubens aus der Sammlung der Gräfin Wrzowecz in Prag. 

947. Brustbild seiner Gemahlin, der Infantin Clara Eugenia 
(50 b.) Isabella. 

Auf H. 0,65 '/a h., 0,52 V2 br. Desgleichen. 

948. Kopf eines alten dicken Weibes mit kleiner glatter Haube. 

(50a.) Auf H. 0,33^2 h., 0,27 br. 1741 durch von Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. 



234 Niederländische Schule. 

Desgleichen, angeblich Joh. B. Franken. (?) [Sohn Franz Fr. 
des Jüngeren.] Geb. 29. Juli 1618. 

949. Brustbild des Apostels Simon, beide Hände auf die Säge 

(M2.) gestützt. 

Auf H. 0,63 h., 0,46 br. Als Joh. Bapt. Frank durch 
Generalfeldmarschall Graf v. Flemming. Alt. Inv. 1722. 

950. Brustbild des Apostels Bartholomäus; er hält ein Messer 
(M 2.) in der Hand. 

Auf H. V. Gr. Desgleichen. 

951. Desgleichen des Apostels Paulus, nach rechts gewendet, 
(M 3.) die Hände auf einem Buche. 

Auf H. V. Gr. Desgleichen. 

952. Desgleichen des Apostels Petrus. 
(M 3.) Auf H. V. Gr. Desgleichen. 

953. Kopf des Apostels Paulus. 

(M 3.) Auf H. 0,63 h., 0,47 bf. 1855 aus dem Vorrath in 
die Gallerie. Wohl nicht von demselben Meister. 

954. Kopf eines alten Mannes mit grauem Barte.* 
(Q 3.) Auf L. 0,63 h., 0,51 br. Desgleichen. 

955. Aufwärts blickender Kopf. 

(P 3.) Auf H. 0,63 h., 0,46 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Unbekannt. 

956. Ein blasser Mann ohne Bart, mit weissem durchsich- 
(50c.) tigern Halskragen. 

Auf H. 0,51 h., 0,40 br. 

957. Auffindung des Erichthonius, Sohn des Vulkan, mit 
(Q 3.) Schlangen statt der Beine. 

Auf H. 0,41 V2 h., 0,54 br. Mod. Copie nach dem 
lebensgrossen Original von Rubens (Cat. No. 191) in 



Scheint vielmehr der holländischen Schule anzugehören. 



Niederländische Schule. 235 

der Gallerie Lichteustein in Wien. Durch Testament 
des Kunsthändlers Schmidt erhalten. 

958. Bildniss einer Frau in schwarzem Kleide mit goldenen 
(M3.) Knöpfen. Bez. AETA; 47 . . 



O 





Auf H. 0,93V9 h., 0,70 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux.* 

959. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung; in der 
(M 3.) linken Hand hält er seine Handschuhe. Gregenstück des 

Vorigen. Ebenso bez., das Monogramm jedoch undeut- 
licher. 
Auf H. 0,93 h., 0,70 br. 

960. Der heilige Eochus. Moderne Copie des berühmten 

(P 10.) Altarbildes der St, Martinskirche zu Alost. 

Auf H. 0,56 h., 0,36 br. Von Sr. Maj. dem König 
Johann aus dem Nachlasse der Prinzessin Louise von. 
Sachsen der Gallerie überwiesen. 

Willaerts (Adam). C4eb. 1577 zu Antwerpen, gest. zu Utrecht 
1666. 

961. Holländische Schiffe liegen in einer Felsenbucht vor 
(9 b.) Anker. Bez. A. Willarts f. 1620. 

Auf H. 0,62 h., 1,06 br. 



Michiel Jansze Älierevelt (?) Pinxit. 



230 Niederländische Schule. 

Vinckeboons (Davidze), Schüler seines Vaters Philipp, auch 
Vinhons genannt. Geb. zu Mecheln 1578, gest. zu 
Amsterdam 1629. 

962. Bauern-Kirmess auf einem grünen Platze. 
(Q 3.) Auf H. 0,53 h., 0,92 br. 

963. Bettler und Krüppel vor einem Kloster empfangen aus 
(12 b.) einem Fenster Almosen. 

Auf H. 0,29 h., 0,45 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. luv. 1722. 

964. Ein dichter Wald, rechts ein Erschlagener, im Vor- 

(10 c.) gründe Eäuber, welche den Raub theilen. 

Auf H. 0,41 h., 0,62 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Alt. luv. 1722. 

Derselbe. (?) 

965. Waldgegend; vorn fährt ein Wag'en durch's Wasser. 

(18 a.) Auf H. 0,69 h., 1,08 br. Durch Graf Wackerbarth 
als Wouverman Original. Alt. Inv. 1722. 

HeuSCh (Willem oder Guiliam de). [?] Geb. zu Utrecht, gest. 
daselbst 1699. 

966. Dorfweg an einem Teiche, mit einem Hirten und seiner 
(15b.) Heerde. Bez. 

Auf H. 0,34 h., 0,47 br. 

Woifvoet (Victor), Schüler des Rubens. Getauft den 4. Mai 1612, 
gest. 23. Oct. 1652 zu Antwerpen. 

967. Ein Medusenhaupt, umgeben von Schlangen, Eidechsen 
(P 10.) und anderem Gewürm. Bez. 

VICTOK. WOtiDVÖET. 
Auf L. 0,46 h., 0,59 br. 1861 aus dem Vorrath. 



Niederländische Schule. 237 

Snyders (Frans) oder Snyers. Schüler des Pet. BruegheL 
Getauft zu Antwerpen den 11. November 1579, 
gest. den 19. August 1657. 

968. Ein todtes Keli, Flügelwild und Früchte in Schüsseln. 
(K 3.) Ein Mädchen, von M. J. Miereveit (?) gemalt, mit einem 

Papagei auf der Hand, steht dabei. Bez. F. Snyders 
Fecit. 

Auf L. 1,52 h., 2,35 br. 

969. Ein todter Schwan und ein Pfau unter KüchenvoiTäthen ; 

(K 3.) daneben eine Hündin mit ihren Jungen. 

Auf L. 1,70 h., 2,43 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

970. Auf einem rothbedeckten Tische liegt ein todtes Reh,. 
(K 3.) ein Schwan und anderes Geflügel. Einige Thiere beleben 

das Ganze. 

Auf L. 1,68 h., 2,35 br. 

971. Geflügel, Obst und Früchte auf einem roth bedeckten 
(K 3.) Tische. Die Figuren angeblich von Nieulant (Adrian) 

von Antwerpen (Schüler Frans Badens), lebte noch 1657. 
Auf L. 1,83 h., 2,86 br. 

972. Eine Schweinsjagd. Die Figuren von Rubens. 
(K 4.) Auf L. 1,92 h., 3,00 br. 

973. Wildpret und Geflügel auf einer Bank. Rubens (?) und 
(J 3.) seine Frau dabei als Koch und Köchin, von ihm selbst 

gemalt. 

Auf L. 1,95 h., 3,23 br. 1723 durch Baron Rechen- 
berg. Alt. Inv. 1722. 

974. Das Paradies mit mannigfaltig mÜen und zahmen 
(K 1 .) Thieren. 

Auf L. 1,68 h., 2,70 br. 1723 durch Leplat. 



238 Niedertändische Schule. 

Derselbe. (?) 

975. Ein Bäi-, von mehreren Hunden angefallen, ünächt bez. 

^K 2.) F. Snyders fec. auf dem Halsband eines Hundes. 

Auf L, 1,31 h., 2,10 br. 1723 durch Leplat.aus 
der Sammlung der Gräfin Wrzowecz in Prag. Alt. 
Inv. 1722. 

976. Eine Bärenhetze. In einer freien Waldgegend halten 
<K 1.) einige Hunde das Thier fest; zwei Jäger sind im Begriff, 

es mit Jagdspiessen zu erlegen. Figuren von Hont- 
horst. (?) 

Auf L. 2,38 h., 3,68 br. 1745 durch Louis Talon 
aus Spanien. Vielleicht von Paul de Vos, gest. am 
30. Juni 1678. Schüler des David Remus i. J. 1605. 

977. Eine alte Gärtnerin verkauft Gemüse an einen Herrn 
(K 3.) und dessen Magd. 

Auf L. 1,44 h., 2,01 br. 

978. Eine Gärtnerin mit ihrem Liebhaber, unter Kraut und 
(K 3.) Gemüse. 

Auf L. 1,44 h., 2,00 br. Beide 1861 aus dem Vor- 
rath. Die Figuren in beiden sehr mittelmässig. 

Wildens (Jan), Schüler des Pieter Verhult. Geb. zu Antwerpen 
1584, gest. daselbst den 16. October 1653. 

979. In einer Winterlandschaft ein Jäger mit seinen Hunden 
.(K 4.) und einem Hasen in der Hand. Bez. 

I AN .^1 LDE NfS 



FecIT lif'^4 



Auf L. 1,91 h., 2,89 br. Als Copie aus dem Vor- 
rath in Moritzburg. Alt. Inv. 1722. 



r 



Niederländische Scliule. 239 

Momper (Josse de) der Jüngere. Geb. zu Brügge 1580, gest. 
zu Anlrwerpen 1638. 

980. Felsige Landschaft. Steiles, gebirgiges Küstenland, 

(12 b.) Brücken und Stege mit Eeisenden. Bez. I. D. M. 

Auf H. 0,50 h., 0,94 br. Im Jahre 1742 durch Riedel 
aus Prag. 

981. Felsen und Waldgebirge, über einem Abgrunde eine 
(12 b.) Bogenbrücke mit Reisenden zu Pferde. 

Auf H. 0,53 h., 0,72 br. 

982. Steiles, gebirgiges Küstenland, Brücken und Stege mit 
(12b.) Reisenden. 

Auf H. V. Gr. Durch Graf Gotter. 100 Konv. fl. 

983. Gebirgige Landschaft. 

(Q 3.) Auf H. 0,44 h., 0,65 br. 

984. Aehnliche Landscliaft. 

(Q 2.) Auf H. 0,39 h., 0,56 br. 

985. Gegenstück. 

(P4.) Desgl. Y. Gr. Alle drei 1861 aus dem Vorrath 
aufgenommen. Die Figuren meist von Jean Brueghel. 

986. Gebirgslandschaft mit Figuren von Jan Brueghel. 

(48c.) Auf H. 0.83V2 h., 1,25 br. 1875 von Herrn v. La 
Vifere. Preis 2100 Mark. 

Stalbemt oder Staelbeinpt (Adriaen van). Geb. zu Antwerpen 
1580, gest. 21. September 1662. 

987. Göttermahl. Bez. A. V. STALBEMT. F. Ao. 1622. 
(Q L) Auf H. 0,51 '74 h., 0,81 V« br. 

988. Das Urtheil des Midas. 

(P 1.) Auf H. 0,40 h., 0,58 br. Als Le Cleve durch du Roy. 
Alt. Inv. 1722. 



240 Niederländische Schule. 

Teniers (David), der Vater, Schüler des Rubens und Ad. Els- 
heimer. Geb. zu Antwerpen den 4. Mai 1582, 
gest. daselbst 1649. 

989. Ein See, in welchem sich der Mond spiegelt, Felsgebirge 
(7 b.) niit alten Thürmen dahinter; vom lagern Hirten um ein 

Feuer. Bez. D. TENIERS. F. 

Auf H. 0,38^2 h., 0,57 br. Durch Wanderer. Alt. 
Inv. 1722. 

990. Dorfkirmess. Ein Geiger spielt zum Tanz. 

(7 b.) Auf L. 1,42 h., 1,79 br. 1749 durch Le Leu aus der 
Sammlung Araignon in Paris. 4000 Liv. 

991. Eine kleine Landschaft mit einem Flusse. Bez. T. TE- 

(7 b.) NIERS. F. 

Auf H. 0,38^2 h., 0,55 br. Durch Wanderer. Alt. 
Inv. 1722. 

992. Landschaft mit einigen Männern, wovon einer eine Angel 
(15 a.) und einen Fisch trägt. Bez. T. Fct. 

' Auf H. 0,15 h., 0,22 br. 

993. Landschaft mit einigen Figuren. Bez. T. F. 
(15 a.) Auf H. V. Gr. 

994. Eine holländische Bleiche. Bez. D. TENIERS. F. 

(15 a.) Auf H. 0,49 h., 0,70V2 br. Durch Graf Gotter. 
40 Konv. fl. 

995. Holländische Kirmess. Bez. D. Teniers F. 

(15a.) Desgleichen. 40 Konv. fl. 1826 durch Palmaroli rest. 

Teniers (David), der Sohn, Schüler seines Vaters und des Rubens. 
Getauft zu Antwerpen am 15. December 1610, gest. 
zu Brüssel am 25. April 1690. 

996. Ein paar Bauern sitzen am Brettspiele, ein dritter sieht 

(7 b.) zu. Bez. D. TENIERS. F. 

Auf H. 0,30 h., 0,37 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 



Niederländische Schule. 241 

997. Niederländische Dorfkinness. Bez. D. TENIEES. Auf 

(15 c.) dem Wirthshausschild die JahreszaM 1641. 

Auf H. 0,93 h., 1,34 br. 1742 durch De Brays und 
Araignon aus der Sammlung Carignan. 3.500 Liv. 

998. In einer Schänke sitzen Bauern und spielen Karten. 
(7 b.) Bez. D. TENIEES. F. 

Auf H. 0,30 h., 0,38Va br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

999. Hexenscene. 

(15 a.) Auf H. 0,33 Va h., 0,24 br. Aus der Sammlung des 
Grafen de Vence, gestochen von J. Alamet. Aus der 
Kunstkammer. Desgleichen. • 

KXX). Bauern sitzen in einer Dorfschänke und schmauchen; 

(15 c.) die Wirthin bringt Speise. Im Hintergrunde spielen 

Andere Karten. Bez. D. TENIERS. Fee. 

Auf L. 0,37 h., 0,51 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Desgleichen. 

1001. Bauern sitzen um einen Tisch und berechnen ihre Zeche. 
(7 a.) Bez. D. TENIERS. FEG. 

Auf H. 0,48 h., 0,69 br. Desgleichen. 

1002. Ein junger Mann sitzt auf einem umgekehrten Fasse mit 
(15 c.) einem Kruge in der Hand. Bez. D. TENIERS. F. 

Auf H. 0,43 h., 0,55^2 br. 

1003. In einem gewölbten Zimmer schreibt ein Greis an seinem 
(15b.) Pulte. Ein Knabe bringt einen Brief, ein Weib steht in 

der Thüre. Bez. D. TENIERS. F. 

Auf H. 0,27 h., 0,19 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1004. Bewaffnete in einer Wachtstube würfeln. Im Hinter- 
(15 a.) gründe die Befreiung Petri aus dem Gefängnisse. Bez. 

D. TENIERS. F. 

Auf K. 0,57^2 h., 0,78 br. Durch Leplat von Jos, 
Perodi. Alt. Inv. 1722. 

16 



242 Niederländische Schule. 

1005. Einige Bauern sitzen rauchend am Tische beim Ktuge 

(15c.) Bier; Andere spielen Karten. Bez. D. TENIERS. FEC. 

Auf L. 0,59 h., 0,73 br. 1742 durch De Brays und 
Araignon aus der Sammlung Carignan. 1500 Liv. 

1006. Das Innere eines holländischen Bauernhauses. Ein 
(F 5.) Bauer scherzt mit einer Bäuerin. Bez. 



S /^V^ . 



Auf H. 0,48 h., 0,63 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 1855 aus den Vorrathsbildern zur GaJlerle. 

1007. Aehnlicher Gegenstand. Mann und Frau am Heerde 
(P 7.) beschäftigt. Bez. 



Ic7\ief\sj^ 



Auf H. 0,:^8 h., 0,60 br. 1741 durch von Kaiserling. 
Inv. 8vo. Desgleichen. 1855 aus dem Vorrath. 

1008. Schlafender Bauer in einer Schänke. Im Hintergrunde 

(15 a.) einige rauchende und trinkende Bauern. 

Bez. D. TEJSriEKS. f. 
Auf H. 0,35 h., 0,25 br. 

1009. In einer Wachtstube sitzen Soldaten und spielen Karten. 

(15 a.) Vom hält ein Page einen rothen Mantel, vor ihm liegen 

allerlei Waffen. Bez. D. TENIEES. FEC. 
Auf K. 0,39^3 h., 0,47 br. 

1010. Ein Chemiker sitzt mit einem Handblasebalge vor dem 

(i5c.) Schmelzofen, umgeben von allerlei Geräthschaften. Bez. 

D. TENIERS. FEC. 

Auf L. 0,61 h., 0,73 br. 1708 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen. 200 Pattacons. Alt. Inv. 1722. 

1011. Die Versuchung des heiligen Antonius. 

<15c.) Bez. D. TENIERS. F. 

Auf K. 0,70 h., 0.85 br. Durch J. Perodi. Alt. 
Inv. 1722. 



Niederländische Schule. 243 

1012. Bauern halten ihre Mahlzeit. Einer steht auf einem 
(15 a.) Holzklotze und spielt zum Tanze auf. Bez. D. TENIERS. 

FEC. Auf der Zeichnung an der Wand die Jahreszahl 
1648. 
Auf H. 0,61 h., 0,90 br. 

1013. Grosse Doffkirmess. Bez. DAVID TENIEKS. 

(16a.) Auf L. 1,37 h., 2,15 br. 1749 durch Le Leu aus 
der Sammlung Araignon in Paris. 1600 Liv. 

1014. Bauern beim Würfelspiel. Bez. ASL 1646. 

(15 a.) Auf H. 0,57 h., 0,77 br. Durch Raschke. Alt. luv. 
1722. 

1015. Die Versuchung des heiligen Antonius. 

(7 b.) Bez. D. TENIERS. f. 

Auf II. 0,28 h., 0,37 V2 br. Durch Graf Wacker- 
barth von Perodi. Desgleichen. 

1016. Ein alter Zalmai'zt hält auf einem Instrumente den Zahn, 
(16 a.) welchen er einem Burschen soeben ausgenommen hat. 

Bez. D. TENIERS. 

Auf H. 0,35 h., 0,30 br. 

1017. Ein Atelier mit vielen Gemälden an den Wänden. Vom 
(1 5 c.) sitzt der Maler an der Staffelei, weiter hinten sein Lehrling. 

Auf L. 0,51 h., 0,82 br. 1861 aus dem Vorrath. 
Theilweise nicht gut erhalten. 

1018. Ein Alter mit der Laute, hinter ihm ein Flötenbläser. 
(15 a.) Auf H. 0,19 h., 0,16 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Anmerk. Die beiden in Facsimile gegebenen Be- 
zeichnungen gehören zu den seltenen. 

Teniers (D.), Verendael (Nicolas van) und BickX (Carstiaen). 

1019. Todtes Geflügel auf einem Tische, in einer Schüssel liegt 
(13b.) ein Fisch; dahinter in einem Gefässe ein Blumenstrauss, 

16* 



244 Niederländische Schule. 

von Verendael ; die Einsicht in eine Küche mit dem Koch 
von Teniers. Bez. 



carsiian Jm'Äx. 




T>.T. 



Auf L. 0,84 h., 1,22 br. 1723 durch Leplat aus 
der Sammlung der Gräfin Wrzowecz in Prag. Alt. 
Inv. 1722. 



Hals (Franz)*. Geb. zu Antwerpen 1584, gest. zu Haarlem den 
26. August 1666. 

1020. Männliches Bildniss. 

(19 a.) Auf H. 0,25 h., 0,19 Va br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

1021. Desgleichen in schwarzer Kleidung. 

(19 a.) Auf H. 0,25 h., 0,20 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Desgl. 

1022. Desgleichen. 

(19 a.) Auf H. 0,33 h., 0,25 br. Durch Raschke. 1861 
aus dem Vorrath. 



* Dieser Meister, obwohl in Antwerpen geboren, ist seinem 
Stil gemäss der holländischen Schule angehörig. 



Niederiändische Schule. 245 

1023. Bildniss des Malers Vincent Laurens van der Vinne. 
(L 1.) Nach einer Tradition der Familie van der Vinne in einer 

Stunde gemalt* 

Auf H. 0,63Va K 0,47V2 br. Familie van der Vinne 
ia59. A. V. d. Willigen 1874. 256 fl. hoU. 

1024. Hille Bobbe hinter ihrem Fischkram; zur Seite ein 
(K 2.) junger Mann mit Bierglas und Thonpfeife, den Kauch 

aus dem Munde blasend. Bez. 




Auf L. 0,97 h., 1,23 br.** Sammlung Cremer in 
Brüssel 1809. Baron Reede van Oudtshoorn zu 
Utrecht 1874. Preis 2090 fl. hoU. 

1025. Brustbild eines jungen Mädchens. 

(LI.) Auf L. 0,77 h., 0,63 br. 1875 vom Kunsthändler 
Vegtel in Amsterdam. Preis 3800 fl. hoU. 

Derselbe. (?) 

1026. Bildniss einer alten Frau, ein weisses Tuch in den 

(L 2.) Händen. 

Auf H. 0,75 h., 0,57 br. 1740 durch Morell aus 
Antwerpen. Inv. 8vo. 

* A. V. d. Willigen. Les artistes de Haarlem p. 143. 
** Nach Burger, Gaz. des Beaux-Arts. 1868, 446, dem 
A. V. Beyeren, nach Lützow. Zeitschrift für Bild. Kunst V. 79, 
und Woltmann, ebendaselbst IX. 299, Franz Hals den Jüngeren 
zuzuschreiben. In der jetzt dem Louvre einverleibten Sammlung 
Lacaze (Cat. No. 45) befindet sich das Brustbild des rauchenden 
jungen Mannes, der statt des Bierkruges eine Glasflasche in den 
Händen hält. Das Bild ist auf Holz gemalt und trägt das Mono- 
gramm Adrian Brouwers. Das ebenfalls mit dem Monogramm 
dieses Künstlers bezeichnete Gegenstück; ein Bauer bittere Me- 
dicin nehmend, ist im Städel'schen Museum in Frankfurt a. M. 
(Cat. No. 435.) 



246 Niederländische Schule. 

Avercamp (Hendrik van), gen. de Stomme van Campen. 
Geb. zu Campen um 1590. 

1027. Jlolländische Kirmess auf dem Eise. 
(P 5.) Auf H. 0,25 h., 0,46 br. 

1028. Aehnlicher Glegenstand, Gegenstück. 

(P 5.) Auf H. 0,25 h., 0,44 br. Beide als Pieter Brueghel 
in Leipzig erkauft. Alt. Inv. 1722. 

Diepenbeck (Abraham van), Schüler des Eubens. Geb. zu 
Herzogenbusch 1599, gest. im December 1675. 

1029. Neptun und Amphitrite, von Liebesgöttern umschwebt. 
(Q 1.) Auf H. 0,51V2 h., 0,73 br. 

Segers oder Zegers (Daniel) , gen. der Jesuit von Antwerpen, 
Schüler des Jan Brueghel. Getauft zu Antwerpen 
am 6, December 1590, gest. daselbst den 2. No- 
vember 1661. 

1030. Ein Blumenkranz umgiebt ein Grau in Grau gemaltes 
(47 a.) Relief, welches die Geburt Christi vorstellt. Bez. Pater 

Daniel Segers. 

Auf L. 1,43 h., 0,95 br. Durch Baron von Rechen- 
berg. Alt. Inv. 1722, 

1031. Maria mit dem Kinde. Relief wie das Vorige von einem 
(47 a.) Blumenkranz umgeben. Ebenso bez. 

Auf L. 1,42 h., 1,13 br. Desgl. 

1032. Maria mit dem Kinde als Basrelief in einer Nische, um- 
(7 c.) geben von einem Blumenkranze. Bez. Daniel Segers 

SocS JESV. 

Auf K. 0,87 h., 0,64^2 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein. Inv. 8vo. 

1033. Derselbe Gegenstand. Ebenso bez. 
(16 b.) Auf L. 0,85 h., 0,64 br. Desgl. 



Niederländische Schule. 247 

1034. Blumen in einem gläsernen Gefässe. 

(15 a.) Bez. D. und S. zusammengezogen, Soc*® Jesu 1643. 

Auf K. V. Gr. 1751 Geschenk I. M. der Königin 
an S. M. den König zum Namenstage. Inv. 8vo. 

1035. Blumen in einem hölzernen Gefässe. 
(13c.) Bez. D. S. Soc'^- JESV 1643. 

Auf K. 0,46 h., 0,34 Vo br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

Derselbe. (?) 

1036. Eine heilige Familie in der Mitte eines Blumenkranzes. 

(49 a.) Auf L. 1,19 h., 0,92 br. Durch Graf Gotter. 150 
Konv. fl. 

Schut (Cornelis), Schüler des Kuben s. Getauft zu Antwerpen 
am 13. Mai 1597, gest. 1655 den 29. April. 

1037. Venus-Opfer. 

(P 11.) Auf H. 0,76 h., 1,44 br,^ 

1038. Neptun und Amphitrite. 

(Q 1.) Auf H. 0,88 h., 1,35 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. ~^ 

Jordaens (Jaques), Schüler des Adam van Noort und des 
Kuben s. Geb. zu Antwerpen den 19. Mai 1593, 
gest. daselbst den 18. October 1678. 

1039. Ariadne, umgeben von Faunen, Satyrn und Bacchan- 

(J 4.) tinnen. 

Auf L. 2,41 h., 3,13 h. 1709 durch Raschke von 
Jac. de Wit aus Antwerpen als Kubens' Bacchanalia. 
600 Pistolen. 

1040. Silen mit einem Gefässe in der Hand, in welches ihm 
(J 1.) eine Bacchantin Wein schenkt. 

Auf L. 1,93 h., 1,61 br. Desgl. 200 Pistolen. 



! 



248 ' Niederländische Scliule. 

1041. Diogenes mit der Laterne sucht auf dem Markte nach 

(j ;j.) Menschen. 

Auf L. 2,34 h., 3,51 br. 1742 durch De Brays 
von Mr. Lambert aus Paris. 1500 Livres. 

1042. Der verlorene Sohn. Ein alter Hirt weist ihm die Nah- 
( J 3.) rung der Schweine an. . 

Auf L. 2,37 h., 3,70 br. 

1043. Joseph von Arimathia, Maria, Johannes und Maria Mag- 
(J ö.) dalena suchen den Leichnam des Herrn im Grabe. 

Auf L. 2,14 h., 1,47 br. 

1044. Die Darstellung im Tempel. 
(J 4.) Auf L. 3,94 h., 3,03 br. 

1045. Alt und Jung an einem wohlbesetzten Tische. (Im Ge- 
(j 1.) mälde die Inschrift: „So d'ouden songen, so peepen de 

Jongen" und auf einem Buchzeichen unter einem Todten- 
kopf „Cogita mori".) 

Auf L. 1,69 1l, 2,02 br. 1725 aus dem Magazin. 
Alt. luv. 1722. 

1046. Satyr mit einem Korbe mit lYüchten, daneben ein 
(J 4.) junges MMchen. 

Auf H. 1,05 h., 0,74 br. 1738 durch V. Rossi. Inv. 
8vo. 1855 aus dem Vorrath. 

1047. Studienkopf mit kurzem grauen Haar und Schnurrbart, 
(f 3.) Bildniss des Adam Graphaeus, Bote (Knappe) der S. 

Lucasgilde in Antwerpen. 

Auf H. 0,5 Ih., 0,41 br. 1856 aus dem Vorrath. 

Derselbe nach Rubens. 

1048. Der trunkene Herkules, von Bacchanten und Satyrn ge- 

(j 2.) führt. 

Auf H. 2,19 h., 2,00 br. Cat. Guarienti (No. 129) 
„fu della Galleria di Mantova". 



Niederländische Schule. 249 

Snyers (Pieter), Schüler des Sebastian Vrancx. Geb. in Ant- 
werpen 1593. (?) Trat 1628 in die Brüsseler Maler- 
Gilde. 

1049. Räuber, welche Reisende geplündert und getödtet haben, 

(18 a.) werden von Bewafifneten angegriffen. 

Auf L. 0,54 h., 0,67 br. Durch Wanderer aus Prag. 
Alt. Inv. 1722. 

1050. Aehnlicher Gegenstand. 

(18a.) Auf L. 0,54^9 h., 0,67^« br. Desgleichen. 

1051. Ein "Wanderer in einer Gebirgsgegend. Bez. 
(P5.) 



^/GCü 



Auf L. 0,59 h., 0,50 br. 1742 durch Riedel aus Prag. 

1052. Plünderung eines Dorfes. 

(P 6.) Auf L. 0,82 h., 1,14 br. 1856 aus dem Vorrath. 

1053. Enges Felsenthal; ein Castell in der Feme. 

(P 5.) Auf L. 0,80 h., 0,50 br. 1861 aus dem Yorrath auf- 
genommen. 

Unbekannt 

1054. Zigeunerlager an einer Bergwand. 
(14b.) Auf H. 0,42 h., 0,57V2 br. 

1055. Reisende von Räubern angefallen. 
(14b.) Auf H. 0,42 h., 0,58 br. 

Uden (Lucas van). Getauft zu Antwerpen den 21. October 1595, 
gest. um 1672—73. 

1056. Landschaft mit einem Fluss und kleinem Wasserfall im 

(I4a.) Vorgrunde. Bez. L. V. V. 1656. 

Auf H. 0,22 h., 0,35 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 



250 Niederländische Schule. 

1057. Im Vorgrunde einer flachen wasserreichen Landschaft 
(48b.) auf einer Anhöhe ein Bauernhaus, zu welchem ein 

Brautpaar mit seinen Gästen zieht. Figuren von 
D. Teniers. Bez. L. V. (undeutlich) Vden. 
Auf L. 1,.'58 h., 2,86 br. 

1058. S. Paul, der Eremit, und S. Antonius vor ihrer Klause. 

(14 a.) Figuren von D. Teniers. 

Auf H. 0,52 h., 0,74 br. Durch Wanderer als 
D. Teniers. Alt. Inv. 1722. 

1059. Eine baumreiche Landschaft mit fernen Gebirgen. Vom 
(14 a.) ein paar Weiber mit einem Kinde. Figuren von Pieter 

Bout, wie in den folgenden. Bez. 

£lucag 

Auf H. 0,40 h., 0,70 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1060. Ein steiler Fels in der Ferne. Vorn auf einem Hügel 
(14a.) Reisende zu Wagen und zu Fuss, und ein Schäfer mit 

seiner Heerde. Bez. L. V. V. 

Auf H. 0.43 h., 0.64 »/o br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1061. L?»r'ischaft mit waldigen Hügeln und einem breiten 
(14a.) Flusse, auf welchem Boote segeln. Vom ziehen Fischer 

ihr Netz an's Land. 
Auf H. 0,26 b., 0,35 br. Durch Graf Gotter. 

1062. Landschaft mit hohen Gebirgen und einem Flusse, im 
(14 a.) Vorgrunde, wo einiges Vieh weidet, zwei kleine Wasser- 
fälle. 

Auf H. 0,25 h., 0,35 br. Desgleichen. Beide zu- 
sammen 75 Konv. fl. 



Niederländische Schule. 251 

1063. Landschaft mit reicher Staffage in grossen Figuren. 

(14 a.) Ganz vom ein Wagen mit Gemüse. 

Auf L. 0,53 h., 0,70 br. Unvollkommen bez. Vden. 
1741 durch Wackerbarth. 1860 aus dem Vorrath. 

1064. Landschaft mit gekappten Weiden. Hirt und Hirtin 
(14 a.) mit Schafen. 

Auf L. 0,51 h., 0,69 br. Desgl. Desgl. Desgl. 

Dyck (Antony van). Geb. zu Antwerpen den 22. März 1599, 
gest. zu Blackfriars in London den 9. December 1641. 

1065. Der trunkene Silen, von Bacchanten geführt. 
(J 4.) Bez. A. V. D. (zusammengezogen). 

Auf L. 1,06 h., 0,91 br. Durch den Maler Pesne. 
Alt. Inv. 1722. 

1066. Jupiter senkt sich als Goldregen zu der auf einem Bett 

(J 4.) liegenden Danae herab. 

Auf L. 1,30 h., 1,83 br. Durch Baumann. Alt. 
Inv. 1722. A. No. 53. 

1067. Der heilige Hieronymus. 

(J 3.) Auf H. 1,94 h., 2,17 br. «Jf (Altes Kupferstichwerk 
II. 49.) 

1068. Maria als Himmelskönigin mit dem auf ihrem Schoosse 
(J 2.) stehenden Christuskinde. 

Auf L. 1,22 h., 0,97 br. 1741 durch Riedel aus Wien. 

1069. Das Jesuskind, die Schlange unter seinen Füssen, auf 
(M 3.) der Weltkugel stehend. 

Auf H. 0,73 h., 0,50 br. 

1070. Bildniss Karl's I., Königs von England. Bez. C. R. 1637 

(J 1.) (über den beiden Buchstaben die Krone). 

Auf L. 1,22 h., 0,96 br. 1748 durch Gialdl und 
Guarienti aus der K. Gallerie zu Prag. 



252 Niederländische Schule. 

1071. Henriette Maria, Prinzessin von Franki-eich, Gemahlin 
(J 1.) Karl's I., Königs von England. 

Auf L. 1,23 h., 0,96 br. 1748 desgl. aus der K. 
Gallerie zu Prag. 

1072. Die Bildnisse der drei Kinder der Vorigen. Karl, Jacob 
(J 1.) und Maria (?). 

Auf L. 1,28 h., 1,45 br. 1744 durch Le Leu in Paris, 
luv. 8vo. Wahrscheinlich das früher in der Gallerie 
des Regenten, Herzog von Orleans, befindliche Exemplar. 

1073. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung mit herab- 
(Jl.) hängendem weissen Faltenkragen. 

Auf L. 1,26 h., 0,92 br. 1741 durch Heineken aus 
Hamburg, luv. 8vo. 

1074. Bildniss einer Frau, als Gegenstück. 
(Jl.) Auf L. 1,25 h., 0,90 br. Desgl. 

1075. Bildniss des Malers Martin Eyckaert. 

(J4.) Auf L. 1,16 h., 0,97 br. :J: (Altes Kupferstichwerk 
III. 15.) Mod. Ank. unter der obigen Bezeichnung. 

1076. Bildniss des Ritters Engelbert Taie, Baron vonWemmel. 

(M 2.) Auf L. 0,73 h., 0,,'56 br. 1723 als Or. von Rubens 
durch Leplat. Alt. luv. 1722. Mit No. 931 aus der 
Sammlung Wrzowecz in Prag. 

1077. Bildniss eines geharnischten Mannes. 

(M 2.) Auf L. 0,91 h., 0,71 br. 'f^ (Altes Kupferstichwerk 
III. 16.) Mod. Ank. Gestochen als Richard Cromwell (?). 

1078. Bildniss des Schotten Thomas Pan* in seinem 151. Jahre. 

(M 3.) Oval. Auf H. 0,65 h., 0,.^)2 br. Durch Graf Wacker- 
barth von Rigaud erkauft. S. d. Inschrift auf der 
Rückseite. Ursprünglich in der Sammlung Karl I. von 
England, kam es von dort in die Sammlung Jabach's 
in Paris und von dessen Erben an Rigaud. 



Niederländische Schule. 253 

1079. Brustbild des Bruders (?) von Eubens in schwarzer 
(M 3.) Kleidung mit weissem Faltenkragen. 

Auf L. 0.67 h.. 0,54 br. Mod. Ank. 

1080. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung; den 

(M 2.) linken Ann bedeckt ein ebensolcher Mantel. 

L. auf H. 0,85 h., 0,65 br. 1723 durch Leplat aus 
der Sammlung der Gräfin Wrzowecz in Prag. Alt. 
Inv. 1722. 

1081. Brustbild eines schwarzgekleideten Mannes. 

(M 2.) L. auf H. 0,60 h., 0,53 br. 1763 im September 
durch Leg.-R. von Kauderbach aus dem Nachlass des 
Mr. Guill. Lormier in Haag erkauft. 760 fl. Holl. 

1082. Bildniss eines Mannes in stählerner Rüstung. 

(M 2.) Auf L. 0,64 h. , 0,50 br. Durch Graf Gotter. 150 
Konv. fi. 

1083. Bnistbild eines Mannes in schwarzer Kleidung und 
(M 2.) kleinem weissen Halski-agen auf der linken Seite. 

Auf L. 0,61 h., 0,48V2 br. 1728 durch Schenk aus 
Holland. 100 Dukaten. Alt. Inv. 1722. 

Nach Dyck (Antony van). 

1084. Brustbild des Roger de St. Lary. Herzogs von Belle- 

(49 b.) garde, in dunkler Kleidung mit aufgeschlitzten Aermeln. 

Auf L. 0,62 h., 0,50 br. 1741 als van Dyck aus der 
Sammlung Wallenstein. Inv. 8vo. 

1085. Brustbild eines Geharnischten, in der Rechten den 
(51c.) Commandostab haltend. In Grau und grau gemaltem 

ovalen Rahmen. 

Auf L. 1,13 h., 0.38 br. Alt. Inv. 1722. Als van 
Dyck's Man. or. in Leipzig erkauft. 1861 aus dem 
Vorrath. 



254 Niederländische Schule. 

1086. Männlicher Studienkopf mit weisser Halskrause. Frag- 

(L 2.) ment. 

Auf H. 0,31 Va b., 0,27V8 br. Alt. Inv. 1722. 1861 
aus dem Vorrath. 

1087. Christus und der Versucher. Skizze. 

(P 7.) Auf H. 0,22 b., 0,17 br. 1861 aus dem Vorrath. 

1088. Maria von Medicis als Wittwe. 

(50b.) Auf L. 0,74 b., 0,60 br. Alt. Inv. 1722. 

Miel (Jan). Geb. zu Antwerpen 1599, gest. zu Turin 1664. 

1089. Ein Hii-t sitzt auf einer Anhöhe bei einigen Ziegen und 
(13c.) bläst auf seiner Sackpfeife. 

Auf H. 0,14 h., 0,24 br. 

1090. Hirt "und Hirtin bei einigen Rindern; der erstere zieht 
(13 c.; sich einen Dom aus dem Fusse. 

Auf K. 0,15 h., 0,25 br. 

Uytrecht (Adriaen van), Schüler des Herr mann de Eyt. Geb. 
zu Antwerpen den 12. Januar 1599, gest. 1652 
oder 1653. 

1091. Früchte und eine Pastete mit anderen Esswaaren; am 
(K 3.) Fussboden musikalische Instrumente. 

Bez. Adriaen von Utrecht fecit ah. 1647. 
Auf L. 1,83 b., 2,24 br. 

Quellinus (Erasmus), de jonge, Schüler des Jan Baptiste Ver- 
haeghe. Geb. zu Antwerpen den 19. November 
1607, gest. daselbst den 11. November 1678. 

1092. Die Verlobung der Maria mit Joseph. 

(P 6.) Auf K. 0,54 h.. 0,41^2 br. 1741 durch V. Rossi als 
Rubens. 450 Thir. 



Niederländische Schule. 255 

1093. Die heilige Catharina kniet vor Maria und wird vom 
(P 6.) Christkinde mit einem Lorbeerkranze gekrönt; S. Apol- 

lonia und S. Margaretha zu beiden Seiten. 

Auf K. 0,53 Va h., 0,40=^/4 br. Desgl. 450 Thlr. 

Flemal (Bartholet). Geb. zu Lüttich 1612, gest. daselbst 1675, 

1094. Aeneas im Begriff, mit seiner Gattin Creusa, seinem 
(P 10.) Sohne Ascanius und dem alten Anchises das brennende 

Troja zu verlassen. Bez. BAETHOLET FLEMAL. 
Auf H. 0,49 h., 0,63 br. Alt. Inv. 1722. 

Arthois (Jacob van), Schüler von Jan Mertens. Geb. zu 
Brüssel 1613, gest. daselbst 1665. 

1095. Landschaft mit Ferne und schönen Baumgruppen, vom 

(48 b.) weidet Vieh. Bez. Jac. d" Arthois f. Anno .... 

Auf L. 0,85 h., 1,17 br. 1826 durch Renner unter 
Palm. Leitung rest. 

1096. Waldlandschaft, vom einige Reiter. 
(50c.) Auf L. 0,57 h., 0,82 br. 

1097. Gegenstück, vom ein Fuhrwerk. 

(.'^Oc.) Auf L. V. Gr. Alle drei 1742 durch Riedel au* 
Prag. 1 
Vorrath. 



Prag. Inv. 8yo. Ko. 1096 u. 1097. 1856 aus dem 



Peeters (Bonaventura). Geb. zu Antwerpen 1614, gest. und be- 
graben zu Hoboken den 25. Juli 1652. 

1098. Ansicht der Insel und Stadt Corfu (?), ein holländisches 
(P 6.) Kriegsschiff liegt auf der Rhede. 

Bez. Bonaventura Peeters fecit in Hoboken 1652. 
Auf L. 0,76 h., 1,12 br 



256 Niederiändische Sc/iute. 

Derselbe. Die Figuren von dem älteren David Teniers. 

1099. Ansicht des Dorfes Sclieveningen mit einem Theile der 

(13 b.) Seeküste. Bez. D. T. F. 

Auf L. 0,82 h., 1,16 br. Durch Josef Perodl. Alt. 
Inv. 1722. 

Peeters (Jan), jüngerer Bruder des Bonaventura. Getauft am 
24. April 1624, gest. um 1677. 

1100. Bauemhütten mit ein Paar Bauern, denen eine Kuh 
(P 7.) davonläuft. Bez. 



Pe 



tdtrs. 

Auf H. 0,.-i7 h., 0,56 br. 1861 aus dem Vorrath 
aufgenommen. Alt. Inv. 1722 als Teniers gekauft. 

Ryckaert (David), Schüler seines Vaters. Geb. zu Antwerpen 
1612, gest. daselbst 1661. 

1101. Eine Bauemfamilie. Bez. D. EYCKAEKT. 1639. 
(17 b.) Auf H. 0,66 h., 1,02^/2 br. Mod. Ank. 

1102. Ein ähnlicher Gegenstand. Bez. D. RYCKAEET; 1642. 

(17 b.) Auf H. 0,59 h., 0,97 br. 1744 durch V. Rossi aus 
Italien. 

1103. Stillleben. Bez. D. EYCKAERT. 1699 (sie) und dem 
(50c.) hoU. Vers: Om minne van den Smaer Leckt de kat den 

kandelaer. 

Auf L. 0,79 h., 0,87 br. ia55 aus dem Vorrath. 

1104. Desgleichen. Vom ein Knabe, welcher kreiselt. Bez. 
(50 c.) Eyck .... 

Auf L. 0,68 h., 0,87 br. 1856 aus dem Vorrath. 

1 105. Inneres einer Bauernstube mit Küchengeräth. Im Hinter- 
(19b.) grund trinkende Bauern. Bez. D. KYC. F. 1638. 

Auf H. 0,50 h., 0,80 br. 



Niederiändische Schule. 257 

Derselbe. (?) 

1106. Ein Bauer hält einen Krug in der Hand und singt, ein 
(16 a.) anderer spielt die Geige. Undeutlich bez. 

Auf H. 0,36' h., 0,29 br. 

Jacobson (Juriaen), Schüler des Franz Snyders. Geb. zu Ham- 
burg, gest. zu Leuwarden 1664. 

1107. Hunde haben ein wildes Schwein gepackt. 
(K 4.) Bez. J. Jacobsen. fec. 1660. 

Auf L. 1,83 h., 2,35 br. 

Coques oder COCX (Gonzales), Schüler des David Byckaert. 
Getauft zu Antwerpen den 18. December 1614, gest. 
den 18. April 1684. 

1108. Familienbild. Einige Instrumente liegen am Boden. 
(15b.) Auf H. 0,67V3 h., 0,90 br. 

Unbekannt. Angeblich Daniel Mjtens, die Architektur von 

Hend. van Stoonwyk, der Sohn. 

1109. Karl I., König von England, in der Halle eines Lust- 
(14c.) Schlosses. Bez. Henri van Steinwick (sie) 1637. 

Auf H. 0,51 h., 0,48 br. Ein gleiches Gemälde 
(Gat. So. 415) in der Gallerie zu Turin. 

1110. Henriette Marie, seine Gemahlin. Copie nach van Dyck. 
(14c.) S. No. 1069. Die Architektur wie im Vorigen. Bez. 

M. H. E. (Maria HenriettaEegina) mit der Krone. 1637. 

Auf H. 0,51^2 h., 0,45 br. S. No. 1070 und 1071. 

Neyts (Aegidius oder Gilles), Schüler des Lucas van Tiden. 
Blühte von 1650 — 1690 zu Antwerpen. Freige- 

17 



^ 



258 Niederländische Schute. 

sprochen in der Malergilde zu Antwerpen im Jahr- 
gang 1647 — 1648 (nach Theod. van Lerius). 

1111. Gebirgige Landschaft mit Gebüsch und Kuinen; vom 
(4öa.) eine Dame mit zwei Herren zu Pferde und ein Bettler. 

Bez. JE. Neyts. f. 1681. 
Auf L. 1,28 h., 1,99 br. 

1112. Bergige Landschaft mit Bäumen und Kuinen. 

(48 c.) Bez. G. Neyts. f. 

Auf L. 1,16 h., 1,92 br. Beide 1742 durch Riedel 
aus Prag. luv. 8vo. 

Son (Joris [Georgius] van). (?) Geb. zu Antwerpen 1622, be- 
graben den 25. Juni 1667. 

1113. In einer Porzellanschtissel liegen Trauben und andere 
(P 5.) Früchte, dabei Spargel. 

Auf L. 0,48 h., 0,64 br. 1740 durch Morell als 
Jan Son. Inv. 8vo. 

1114. Eine weiss und blaue Fruchtschale mit "Weintrauben, 

(P 5.) Aepfeln und Citronen. 

Auf L. 0,49 h., 0,65 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

1115. Eine grosse Distel und Kornblumen. 

(Ql.) Auf L. 1,05 h., 0,83 br. Durch Graf Gotter als 
Verendaels für 50 fl. nach Moritzburg. 1856 aus 
dem Vorrath. 

Tilborch (Egidius oder Gilles). Geb. zu Bmssel 1625, gest. 
daselbst. 

1116. Holländische Hochzeit. Bez. G. TILBOKCH. 

(13 c.) Auf L. 1,26 h. , 1,95 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



Niederländische Schule. 259 

Fyt (Jan), Schüler desHansvaudenBerch. Getauft zu Ant- 
werpen den 16. August 1609, gest. daselbst 1661. 

1117. Ein Hase, Eebhühner und andere Vögel; dabei ein Paar 
(P 10.) Porzellanschalen und ein Krug. Bez. Johannes. F}i;. F. 

Auf L. 0,81 h., 1,01 br. 

1118. Ein todter Hase, Flügelwild, eine Melone und Garten- 
(P 4.) fruchte. Bez. J. Fyt. f. 

Auf L. 0.86 h., 1.18 br. 

1119. Zwei todte Rebhühner und ein Jagdhund. 
(P 10.) Bez. Joannes Fyt. 

Auf L. 0,40 h., 0,56 br. 1856 aus dem Vorrath. 

1120. Eine junge Ziege, an einem Beine aufgehangen. 

(51 a.) Auf L. 0,72 h., 0,60 br. 1856 aus dem Vorrath. 

1121. Ein paar Eebhühner und andere todte Vögel, worunter 
(51a.) ein Gimpel. 

Auf L. 0,76 h., 0,.56 br. 

1122. Ein grosser weisser Hund mit einem vornehmen Knaben 
(47b.) (angeblich ein junger Marchese del Guasco), welchem 

ein Zwerg das Halsband des Thieres überreicht. Die 

Figuren von Thomas WillebortS, geil.Boschaerts. (?) 

Geb. zu Bergen-op-Zoom 1603, gest. zu Antwerpen den 

13. Januar 1654. Bez. Joannes Fyt, 1652. 

Auf L. 1,38 h., 1,76 br. 1874 vom Kunsthändler 
W. Cox in London. 300 Guineen. 

Kessel (Jan van), Schüler des Simon de Vos. Getauft zu Ant- 
werpen den 5. April 1626, gest. daselbst um 1679. 

1123. Früchte, Krebse und ein angeschnittener Schinken. 
(51b.) Bez. J. V. Kessel, f. anno 1654. 

Auf L. 0,85 h., 1,10 br. 

17* 



1 



260 Niederländische Scliule. 

Unbekannt. 

1 124. Auf einem Gemäuer liegen Wildpret und Fröchte. 
(51b.) Auf L. 0,84 Vfl K 1,17 br. 

Apshoven (Thomas van), Schüler des jüngeren Teniers. Geb. 
um 1630 zu Antwerpen, freigesprochen in der Gilde 
als Meistersohn daselbst unter dem Becanat des jün- 
geren Teniers, im Jahrgang 1645 — 1646 (nach 
Theodor van Lerius). 

1125. Auf einem Teller liegen Austern, Weintrauben, Kirschen 

(8 a.) imd eine halbe Citrone. Bez. T. V. APSHOVEN. 

Auf H. 0,27 h., 0,39 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

Elliger (Ottmar), Schüler des Daniel Seghers. Geb. zuGothen- 
burg 1632, gest. zu Berlin 1679 als Hofmaler. 

1126. Eine Tulpe mit Eosen und Johannisbeeren auf einem 

(P 10.) Tische. Bez. Ottmar Elliger. Fecit Anno 1674. 

Auf H. 0,38V2 h., 0,30 br. 1727 auf der Leipziger 
Messe erkauft. Alt. Inv. 1722. 

1 127. Ein Blumenstrauss auf einem Tische mit Weintraube und 

(17 b.) Aprikosen zur Seite. Bez. Ottmar Elliger. F. A. 16 . . 

Auf H. 0,63^/^ h., 0,44 br. 1727 auf der Leipziger 
Östermesse erkauft. 

Marienhof (A.), Schüler des Eubens. Lebte zu Gorkum um 
1630. 

1128. Ein Mann mit einem Zirkel in der Hand[kniet vor einem 
(51 b.) thronenden Herrscherpaar. Bez. 






Auf H. 0.48Vj h., 0,64 br. 1742 durch Riedel aus Prag. 



Niederländische Scliule. 261 

Vroom (Mattheus) (?), 1620 in den Antwerpener Gildebüchem 
aufgeführt. 

1129. Landung der verwittweten Königin von Frankreich, 
(P 7.) Maria von Medicis, in Antwerpen. Bez. 

Auf H. 0,65 h., 0,92 br. Das vorstehende Mono- 
gramm ist auch auf Yincenz Malo gedeutet worden. 
Aus der Eunstkammer. Alt. luv. 1722. 

Molanus (M.). Lebte um 1635. 

1130. Ebene Landschaft mit einer grossen Baumgruppe; in 

(Q 3.) der Feme ein Dorf. Bez. M. Molanus 1635. 
Auf H. 0,40 h., 0,61^2 br. 

Meulen (Franz van der), Schüler desPieterSnayers. Geb. zu 
Brüssel 1634, gest. zu Paris den 15. October 1690. 

1131. Spazierfahrt Ludwig's XIV. nach Vincennes. 

(15b.) Auf L. 0,60 h., 0,85 br. 1742 durch De Brays von 
AraigDon in Paris als Promenade de Louis XIV. ä 
Vincennes. 2000 Livres. 

1132. Ludwig XIV. mit seiner Gremahlin Maria Theresia, auf 

(15 b.) dem Einzüge in Arras im Jahre 1667. 

Auf L. 0,63 h., 0,98 br. Desgl. als Prise de Pos- 
session d'Arras. 2000 Livres. 

Copie nach Demselben. 

1133. Ludwig XTV., einem seiner Officiere im Gefecht am 

(15b.) Canal von Brügge Befehle ertheilend. 

Auf L. 0,64 h., 0,86 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 



262 Niederländische Scliute. 

Neclc (Jan van), Schüler des Jacob de Backer. Geb. zuNaarden 
1635, gest. zu Amsterdam 1714. 

1134. Vor einem dunkeln Haine ein Bild des Pan und ein 
(20 a.) anderes, welches eine Frau mit Blumenkränzen schmückt. 

Bez. J. V. Neck. f. 

Auf L. 0,83 h., 0,68 br. 1751 durch Riedel auf der 
Michaelismesse in Leipzig erkauft. Geschenk S. K. H. 
des Churprinzen an S. M. den König. 

Vorstermans (Jan). Geb. zu Bommel um 1643, gest. um 1699. 

1135. Eine kleine Landschaft, im Vorgrunde einige Schanzen. 
(15a.) Bez. VORSTERMANS (undeutlich). 

Auf H. 0,15 h., 0,21 V2 br. 

Nofs (Peter), (reb. zu Ant\\^erpen um 1570, gest. 1651. 

1136. Das Linere einer kleinen gothischen Kirche. 
(14a.) Bez. P. Nefs. 1605. 

Auf H. 0,38^2 h., 0,57^2 br. 

Nefs oder Neeffs (Lodowyk, Schüler seines Vaters Peter Nefs. 
Lebte zu Antwerpen um 1648. 

1137. Innere Ansicht der Hauptkirche zu Antwerpen. (Die 
(8 b.) Figuren von Fr. Francken III., begraben zu Ant- 
werpen den 4. Septbr. 1667.) Auf dem Pfeiler rechts 
bez. FRATER LODEVICVS NEEFFS. An. 1648. 
Auf dem Pfeiler links: D. j. jfranck. inv. et f. 

Auf L. 0,90 h., 1,17 br. 

Gheringh (Antony). Lebte zu Antwerpen und kommt 1662 in 
den dortigen Gildebüchem vor. 

1138. Das Innere einer Kirche. Bez. A. Gheringh 1664. 
(8 b.) (A und G zusammengezogen.) 

Auf L. 0,83V2 h., 1,18 br. 



Niederländische Schule. 263 

Bioemen (Pieter van), gen. Standart, Schüler des Simon van 
D u w. Getauft zu Antwerpen den 1 7 . Januar 1657. 
Director der dortigen Akademie 1699, begraben den 
6. März 1720. 

1139. Vor den Euincn eines römischen Gebäudes steht einiges 
(47a.) Rindvieh, dabei ein Reiter mit Handpferden. 

Bez. P. V. B. 1710. 

Auf L. 0,85 h., 1,00 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

1140. Ein Herr reitet einigen anderen einen Schimmel vor; 
(47 a.) dabei ein Reitknecht, der ein paar gesattelte Pferde hält. 

Gegenstück. Ebenso bez. 

Auf L. 0,84 h., 1,00 br. Desgl. 

1141. Vor einem Wirthshause halten Männer mit ein paar 

(7 a.) Saumpferden, welche sie belasten. Bez. P. V. B. 1718. 

Auf L. 0,59 h., 0,50 br. 1741 aus der Sammlung 
des Grafen Wallenstein in Dux. 

1142. AVanderung einer Familie. Ein beladenes Pferd und 

(48 a.) Kameel nebst anderen Thieren und ihren Führern. 

Auf L. 0,72 h., 1,00 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. In einem alten Verzeichniss als Reise 
Jacob's nach Egypten bezeichnet. 

1143. Ein Paar Fischer mit Fischen beschäftigt, dabei ein ge- 

(7a.) sattelter alter Schimmel; hinter diesem ein Maulthier. 

Auf L. 0,59 h. , 0,50 br. 1741 aus der Sammlung 
des Grafen Wallenstein in Dux. 

Derselbe. (?) 

1 144. Ein Feldlager. Im Vorgrunde Reiter bei ihren Pferden, 

(14 b.) in der Nähe Zelte und Bagagewagen. 

Auf L. 0,45 h., 0,55^2 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 



264 Niederländische Schule. 

Bloemen (Johann Franz van), gen. Orizonte, Nachahmer des 
Casp. Poussin. Getauft zu Antwerpen den 22. Mai 
1662, gest. zuEom 1748. 

1145. Landschaft mit hohen Bäumen, ein Fluss im Yorgrunde, 
(6 b.) an dessen Ufer Fischer stehen. 

Auf L. 0,73 h., 0,97 br. 

Hondt (Abraham). Geb. zu Eotterdam 1638, gest. zu London 
1691. 

1 146. Keitergefecht in der Nähe eines Dorfes. Bez. A. HONDT. 
(7 b.) Auf H. 0,25 h., 0,35 br. 

1147. Jagdscene. Ein Eber wird von einer Meute angefallen. 
(13 a.) Hinter einem Baume sprengt ein Eeiter hervor, den 

Jagdspiess schwingend. Bez. A. DE. HONN (?) 1661. 

Auf H. 0,37 h., 0,93 br. Sammlung Uselino Amster- 
dam 1866. Keede van Oudtshoorn 1874. 572 fl. hell. 

Huysmans (Komelis), gen. de Malines. Geb. zu Antwerpen 
1648, gest. zu Mecheln 1727. 

1148. Eine Schafhütte im Walde, in deren Nähe die Heerde. 

(8 a.) Auf L. 0,58V9 h., 0,80^2 br. 1742 durch Kiedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

1149. Landschaft mit einem See im Mittelgrunde. 

(9 a.) Auf L. 0,35 h., 0,43V2 br. 1876 vom Kunsthändler 
Triepel in Grünberg. Preis 1200 Mark. 

Minderhout (Hendrik van). Geb. zu Eotterdam 1632, gest. zu 
Antwerpen den 22. Juli 1696. 

1150. Ein Seehafen. Im Vorgrunde mehrere Figuren und be- 
(18b.) ladene Kameele. Bez. H. van Minderhout. 1673. 

Auf L. 0,86 h., 1,18 br. 



Niederländische Scliale. 265 

Boudewyns (Adriaen Frans), Schüler des Ignaz van den 
Stock. Getauft zu Brüssel den 3. October 1644, 
gestorben daselbst 17 . . Die Figuren von Pieter 
Bout, Schüler des van der Meulen. Getauft zu 
Brüssel am 5. December 1658, gest. um 1700. 

1151. Landschaft mit fernen Gebirgen. Zigeuner im Vorgrunde 
(P 7.) unter verfallenen Mauern. 

Auf H. 0,25 h., 0,35 br. Durch v. Kaiserling. Inv. 8vo. 

1152. Meeresufer mit Gebäuden südlicher Bauart. Ein Schiff 

<13b.) liegt im Hafen. 

Auf H. 0,34^2 h., 0,49 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1153. Eine Klosterpforte mit einer Menge Bettler und Krüppel 
(13b.) davor. 

Auf H. V. Gr. Desgleichen. 

1154. Bergige Landschaft. Vom Figuren unter Bäumen mit 
(P 1.) einem verfallenen Denkmal. 

Auf H. 0,28 h., 0,43 br. Desgleichen. 

1155. Landsee. Vom ein Springbrunnen, dabei drei Keiter, 

(13 c ) deren einer sein Pferd tränkt. 

Auf H. 0,22 h., 0,34 Va br. Durch Graf Wackerbarth 
als Boutstaffier. 

1156. Am Fusse eines Berges eine Stadt an einem Strome, 
(13 b.) worin sich Menschen baden. 

Auf L. 0,36 h., 0,53 br. 

1157. Zwei einander gegenüber liegende Flecken mit befestig- 
(13 c.) ten Schlössern an einem Flusse, worin Hirten ihr Vieh 

tränken. 

Auf H. 0,22 h., 0,34^2 br. Durch Graf Wackerbarth. 

1158. Küstengegend mit Kuinen. 

(Q 2.) Auf L. 0,37 h., 0,54 br. Desgleichen. 



266 Niederländische Schule. 

1159. Landschaft mit Architektur. Vorn drei Jäger. 
(1.5 b.) Auf H. 0,25 h., 0,36 br. luv. 8vo. 

1160.. Viehmarkt vor den Thoren einer Stadt. 

(I3b.) Auf L. 0,41 h., Ofil br. Beide 1742 durch Riedel 
aus Prag. Inv. 8yo. 

Verendael (Nicolas van). Lebte zu Antwerpen um 1656, gest. 
1690—91. 

1161. Affen sitzen um einen gedeckten Tisch. 
(14b.) Bez. N. V. Verendael 1686. 

Auf H. 0,29 h., 0,38V2 br. 

1162. Blumenstrauss in einem Gefässe mit erhabener Arbeit. 
(13 c.) Bez. Nla. Va. Veeredael. 

Auf H. 0,31 h., 0,41 br. 

Vereist (Simon). (?) Geb. zu Antwerpen 1664, gest. zu London 
1721. 

1163. Brustbild eines Mannes in stählerner Rüstung; mit 
(49 b.) gelber Feldbinde und weissem Spitzenkragen. 

Auf H. 0,60 h., 0,49 br. 

Unbekannt. 

1164. Bildniss eines Mannes mit gelbem Collet und schwarzem 
(49b.) Brusthamisch, darüber eine gelbe, mit Silber gestickte 

Feldbinde. Bez. Anno 1634. 
Auf H. 0,65 h., 0,53 br. 

Lin (Hans van), gen. Stilhed oder Stilheid. Lebte um 1650. 

1165. Reitergefecht unter den Mauern einer Festung. 
(14b.) Bez. H. v. Lin. fe. 1650. 

Auf H. 0,45 h., 0,63 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 



j 



Niedertändische Schule. 267 

1166. Ein Eeiter und ein mit einem Eeh beladenes Pferd 
(14 c.) folgen einem Jagdzuge. Bez. H. van Lin. Fe. 

Auf H. 0,22 h., 0,27 br. Desgleichen. 

1167. Eine Ei'au mit ihrem Kinde auf dem Arme reitet auf 
(14c.) einem Esel. Bez. H. v. Lin. 

Auf H. 0,22V9 h., 0,27 br. Desgleichen. 

Breydel (Fi-anz). Geb. zu Antwerpen 1679, gest. daselbst 1750. 

1168. Unter Euinen antiker Gebäude tanzen theatralisch ge- 
(P 7.) kleidete Männer und Frauen. Bez. F. Breydel. 

Auf H. 0,24 h., 0,29 br. Durch Leplat. Alt. luv. 1722. 

1169. Derselbe Gegenstand. Ein Mann in schwarzer Kleidung 
(P 7.) macht den Vortänzer. Ebenso bez. 

Auf H. 0,25 h., 0,30V9 ^r. Desgleichen. 

Wiebke (Bartholt). Lebte um 1679. 

1170. Zwei Pfirsichen, eine Weintraube und Johannisbeeren. 
(10a.) Bez. Bartholt. Wiebke Fecit A£ 1679. 

Auf H. 0,37 h., 0,29^2 br. 

Falens (Carel van), Schüler des Constantinus Francken. 
Getauft zu Antwerpen den 24. November 1683, gest. 
zu Paris den 26. Mai 1738. 

1171. Aufbruch zur Eeiherbeize. Bez. C. van Falens. 
(18 a.) Auf L. 0,54 Va h., 0,65 Va br. 

Horemans (Jan). Geb. zu Antwerpen 1682, gest. daselbst den 
7. August 1759. 

1172. Ein Schuhmacher in seiner Werkstatt. Bez. J. Horemans. 

(15b.) Auf H. 0,26V2 h., 0,20Va br. Den 11. April 1723 
von Michel Met de Pengen (Michel met de Pen- 
ninghen, Bildhauer zu Antwerpen, trat 1695 in die 
Gilde), auch Miepl de Motto Ponnedi gen., mit 35 
anderen Bildern für 900 Thlr. erkauft. Alt. Inv. 1722. 



268 Holländische Scbuje. 

1173. Das Gegenstück. Eine Mutter an der Seite ihres ein- 
(15 b.) geschlafenen Kindes sitzt emsig über ihrer Nätherei. 

Bez. J. Horemans. 

Auf H. 0,27 h., 0,20^2 br. Desgl. 



f\^ '^ /^ r^r ,-> 



Holländische Schule, 



Mor (Anthoniss), auch Moro und MorUS, Schüler des Jan 
Schoreel. Geb. zu Utrecht 1519, gest. zu Ant- 
werpen 1581. 

1174. Brustbild eines Mannes mit breitem grauen Bart und 
(21 a.) schwarzer Kappe, auf seiner Brust hängt an goldener 

Kette das rothe Kreuz der Canonici von St. Johann zu 
Utrecht. Auf der Eückseite alt bezeichnet A. Moore. S. 
(Schilder d. h. Maler). 

Auf H. 0,a5 h., 0,29 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

1175. Ein Mann mit einer kleinen schwarzen Mütze bedeckt 

(21 a.) die rechte Hand leicht auf ein Buch haltend. 

Auf H. 0,42^9 h., 0,31 br. Aus Leipzig mit der 
Bemerkung: „Wie ein Jesuit". Alt. Inv. 1722. 

Cornelis (Cornelius), gen. Cornelis van Haarlem, Schüler 
des Franz Porbus. Geb. zu Haarlem 1562, gest. 
daselbst am 11. November 1638. 

1176. Venus, Apollo und Ceres. Bez. C. H. (zusammen- 
(31 d.) gezogen) 1614. 

Auf L. 1,54 h., 1.84 br. Durch Leplat als Or. Alt. 
Inv. 1722. 



Holländische Schute. 269 

Derselbe. (?) 

1177. Ein Alter zeigt einem Mädchen, welches sich an einen 
(31 b.) jungen Mann hält, einen vollen Beutel, 

Bez. Anno 1591. C. C. H. 

Auf L. 0,71 h., 0,86 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. 

Utenwael (Joachim), Schüler des Joas de Baer. Geb. zu Utrecht 
1566, gest. 1604. . 

1178. Der Parnass. Bez. lOACHIM UTENWAEL 1596. 
(P 7.) Auf K. 0,16 h., 0,21 br. 

Lys (Jan), gen. Pan, Schüler des Hendrik Golzius und 
Houbracken. Geb. zu Oldenburg um 1570, gest. 
zu Venedig 1629. 

1179. Die büssende Magdalena. 
(L 3.) Auf L. 1,14 h., 1,32 br. 

1180. Ein Mann, der die Laute spielt. 

(Kl.) Auf L. 1,04 h., 0,76 br. 1744 durch V. Rossi als 
Giov. Lys aus Casa Grimani Calergbi in Venedig. 

Miereveit oder Mireveld (Michiel Jansze). Geb. zu Delffc den 
1. Mai 1567, gest. daselbst den 27. Juli 1641. 

1181. Bildniss einer Frau mit weissem Haubchen und rundem 

(L 3.) Faltenkragen. 

Auf H. 0,71 Va h., 0,56 br. 1742 durch J. A. Riedel 
aus Prag. Inv. 8vo. 

1182. Bildniss eines Mannes in kurz verschnittenen Haaren, 
(LI.) Stutz- und Spitzbart, in schwarzer Kleidung, mit gefäl- 
teltem weissen Kragen. 

Auf H. 0,71 h., 0,57 br. 



270 Holländische Schule. 

1183. Ein junger Mann in schwarzer Kleidung stützt sich mit 
(LI.) der rechten Hand auf einen Tisch. 

Auf H. 1,05 h., 0,77 br. 

1184. Bildniss eines Mannes, der einen Brief in der Hand hält. 

(L 1.) Auf H. 0,74 h., 0,64 br. 1742 durch J. A. Riedel 
aus Prag. Inv. 8vo. 

1 1 85. Bildniss einer Frau in schwarzer Kleidung, mit einer Hand. 
(L 2.) Auf H. 0,74V2 h., 0,63 br. Desgleichen. 

1186. Brustbild eines Mannes mit Faltenkragen und schwarzer 
(L 3.) Kleidung. 

Oval, auf H. 0,76 Vs h., 0,6173 br. 

Miereveit (Bieter), Sohn und Schüler des Vorigen. Geb. zu Delft 
den 5. October 1595, gest. daselbst 1631. 

1 187. Brustbild eines Mannes mit weissem Bart und schwarzem 

(L 2.) Hute. 

Auf H. 0,47 h., 0,37 br. Angeblich das Bildniss des 
Malers Cooniheert. 

1188. Bildniss eines Mannes, in der linken Hand einen Hand- 

(K 1.) schuh haltend. 

Auf H. 1,16 h., 0,87 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

1189. Bildniss einer Frau in schwarzer Kleidung; in der 
(L 3.) rechten Hand einen schwarzen Federfächer. 

Auf H. V. Gr. Desgleichen. 

Moreelse (Paul). Geb. zu Utrecht 1571, gest. ebendaselbst 1638. 

1190. Bildniss eines schwarz gekleideten Mannes mit röth- 

(K 1.) lichem Barte. Kniestück. 

Auf L. 1,13 h. , 0,77 br. 1876 vom Kunsthändler 
Triepel in Grünberg. Preis 2850 Mark. 



ii 



Holländische Schute. 271 

Unbekannt. 

1191. Bildniss einer Frau. 
(50a.) Auf L. 0,37 h., 0,32 br. 

1192. Weiblicher Studienkopf. 

(50a.) Auf H. 0,41 h., 0,34 V, br. Aus Prof. Steinla's 
Nachlass. 

Heda (Willem Claesz). Geb. zu Haarlem 1 594, gest. daselbst 1678. 

1 1 93. Stillleben ; Gläser, eine angebrochene Pastete, ein silbernes 

(L 3.) Gefäss und eine Taschenuhr auf einem gedeckten Tische. 

Bez. Heda. 1631. 

Auf H. 0,83 h., 0,r>5 br. 1875 von den Kunst- 
händlern van Pappelendam und Schonten in Amsterdam 
Preis 2500 fl. holl. 

Bray (Salomon de). Geb. zu Haarlem 1597, gest. daselbst den 
11. Mai 1604. 

1194. Brustbild eines Mädchens mit einem Strohhute, einen 
(L 3.) Zweig mit Birnen haltend. Bez. 



^ 



'Ü/ 




Auf H. 0,76 h., 0,60 br. 

1195. Brustbild eines jungen, mit einem grünen Zweige be- 
(L 3.) ki'änzten Mannes. Ebenso bez. mit derselben Jahreszahl. 

Auf H. 0,76 h., 0,59V9 br. Beide vom Grafen 
Wackerbarth. Cat. Guar. 

Derselbe. (?) 

1196. Ein junger Mann in rothem Sammet gekleidet, mit der- 

{20 b.) gleichen Barett. 

Auf H. 0,71 h., 0,60 br. Als unbek. Or. in Dresden 
erkauft. Alt. Inv. 1722. 



272 Holländische Schule. 

1197. Bildniss eines Mannes in rothem Mantel und Federhut, 

(20 b.) Auf H. 0,72 h., 0,55 br. Durch Leg.-R. von Hage- 
dom vom Hofr. Ehrenreich aus Hamburg. 35 Thbr. 

Ravesteyn (Jan van). (?) Geb. im Haag 1572, lebte noch um 
1657. 

1198. Bildniss eines alten geharnischten Mannes. 

(K 1.) Bez. Ao: 1605. 

Auf L. 1,20 h., 0,94 br. 1744 durch V. Rossi als 
„Bildniss des Grafen Moritz von Nassau von Paul 
BrilU" (de Brie?). 

Poelenburg (Comelis), Schüler des Abr. Bloemaert. Geb. zu 
Utrecht 1586, gest. im August 1667. 

1199. Landschaft, Diana mit ihren Nymphen, von der Ja^ 

(13 b.) ausruhend. Ganz in der Feme Aktäon. 

Auf H. 0,61 h., 0,92 br. 1742 durch Rigaud aus 
Paris. 1200 Livres. 

1200. Eine Landschaft mit Felsen im Vorgrunde, dabei eiu 
(13 a.) Quell, in welchem sich Frauen baden. Bez. C. P. 

Auf H. 0,26V2 K 0,34 br. 1751 durch Riedel auf 
der Michaelismesse zu Leipzig als Haensbergen erkauft. 

1201. Die heilige Familie in einer Landschaft. Bez. C. P. 
(P 9.) Auf K. 0,34 h., 0,42 br. 1855 aus dem Vorrath. 

1202. Landschaft mit vielen verfallenen Mauern; im Vorgrunde 

(13a.) sitzt die heilige Familie. Bez. C. P. 

Auf H. 0,34 Va h., 0,27 br. Durch den dänischen 
Gesandten. Alt. Inv. 1722. 

1203. Eine anmuthige Landschaft mit Gebirgen in der Feme; 
(13 a.) mehrere Frauen baden sich in einer Quelle. Bez. C. P. 

Auf H. 0,24 h., 0,29V2 br. Desgleichen. 



Holländische Schuie. 273 

1204. Unter einem verfallenen Gewölbe steht ein grosser stei- 
(13a.) nemer Tisch; einige weibliche Figuren sind mit Wäsche 

beschäftigt. Bez. C. P. 
Auf H. 0,24Va h., 0,29% br. Desgleichen. 

1205. Die Musen auf dem Pamass; vor ihnen Minerva, neben 
(13 b.) ihr Pegasus. Bez. C. P. 

Auf H. 0,61 Vi h., 0,56 br. Durch Du Roy. Desgl. 

1206. Eine Landschaft mit verfallenen Gebäuden, im Vor- 
(13 a.) gründe der junge Tobias. Bez. C. P. 

Auf H. 0,26V2 h., 0,34 br. 

1207. Im Vorgrunde einer baumreichen Landschaft sitzen 
(13 c.) mehrere halbentkleidete Frauen. Andere baden sich in 

der Quelle. Bez. C. P. 

Auf L. 0,39V2 h., 0,50Va br. 

1208. Eine gebirgige Gegend mit verfallenen Gebäuden. Im 
(13 a.) Vorgrunde einige halbnackte männliche Figuren. Bez. 

C. P. (undeutlich). 
Auf H. 0,34 h., 0,28V2 br. 

1209. Unter einem im Vorgrunde befindlichen hohen Felsen 
(13 a.) einige halbnackte weibliche Figuren. 

Auf H. 0,33 h., 0,28V9 br. 1751 durch Riedel auf 
der Michaelismesse zu Leipzig als Haensbergen erkauft. 

1210. Die Anbetung der heiligen drei Könige. Bez. P. 

(13 a.) Auf H. 0,40 Va h., 0,30 br. 1874 aus dem Königl. 
Schlosse. 

Derselbe. (?) Die Figuren von Pieter Bout. 

1211. Verfallene Gebäude an einem Flusse, über welchen eine 

(13 c.) Brücke führt. 

Auf H. 0,25 h., 0,34 br. :j: (Altes Kupferstichwerk 
III. 25.) Durch Graf Wackerbarth als „Hiüus*' Or 
Alt. Inv. 1722. 

18 



274 ^. Holländische Schule. 

Steenwyck (Hendrik van), Schüler seines Vaters Hendrik. 
Geb. zu Amsterdam 1589, gest. zu London nach 
1642. 

1212. Innere Ansicht einer gothischen Kirche. 

(14a.) Bez. H. v. Steenwyck 1609. 

Auf K. 0,34 h., 0,53 br. Durch du Roy. Alt. Inv. 
1722. 

1213. Das Innere einer durch Kerzen und Fackeln beleuchteten 
(14a.) Kirche. Bez. H. v. Steenwyck 1614. 

Auf H. 0,33V2 h., 0,48 br. 

1214. Innere Ansicht einer Kirche. Vielleicht die Bonifacius- 
(14 a.) kirche in Fulda, und das im Vorgrund gemalte Wappen 

dasjenige des Bischofs von Fulda, Joh. Friedr. v. Schwal- 
bach, 1606 — 1623. Die Figuren sind später von 
Dietrich hineingemalt. Undeutlich bez. Steenwyck fecit 
An. 1611. 
Auf K. 0,39 h., 0,54 br. 

Hontliorst (Gerhard von). Geb. zu Utrecht den 4. November 
1590, gest. daselbst den 27. April 1656. 

1215. Ein Zahnarzt nimmt bei Kerzenlicht einem Bauer den 
(K 1.) kranken Zahn aus. Bez. G. v. Hont Horst fe. 1622. 

Auf L. 1,47 h., 2,16 br. 1748 durch Gialdi und 
Guarienti aus der K. Gallerie von Prag. 

1216. Ein altes Weib mit einem Stück Geld in der Hand, da- 
(P 11.) neben ein brennendes Licht. 

Auf H. 0,93 h., 0,70 br. 

1217. Brustbild eines alten Weibes mit einem Licht in der 

(Q 3.) Hand. 

Auf L. 0,71 h., 0,57 br. Durch Graf Wackerbarth 
als Eembr. Man. Alt. Inv. 1722. 



Holländische Schule. 275 

Derselbe. (?) 

1218. Eine alte Frau in weisser Pelzkleidung, eine Brille in 

(P 4.) der Hand. 

Auf L. 0,62 h., 0,48 br. 1742 als Rembrandt in 
Leipzig erkauft. Inv. 8vo. 

Keyser (Thomas de). Geb. zu Amsterdam 1595, begraben da- 
selbst den 19. November 1679. 

1219. Zwei Cavaliere zu Pferde, angeblich das Portrait Don 
(14 c.) Juan d'Austria's (natürlicher Sohn Philipp IV. und der 

Schauspielerin Calderona) und seines Adjutanten. 

Auf L. 0,98 h., 0,93 br. 1880 erworben vom Kunst- 
händler Hirsch in Wien. Preis 9000 Mark. 

Bramer (Leonhard), Schüler des Eembrandt. Geb. zu Delfit 
1596, lebte noch 1667. 

1220. Christi Verspottung. Bez. 
(ob.) ^^^ 




Auf H. 0,80 h., 0,-59^2 br. Aus Leipzig als Salv. 
Roos. (!) Alt. Inv. 1722. 

1221. König Salomo betet knieend im Tempel. Goldgeschirre 

(19 b.) stehen auf einem erhöhten Gestelle. Bez. L. Bramer. 

Auf H. 0,74V2 h., 1,11 br. 1738 durch Lincer als 
Rembrandt. Inv. 8vo. 

1222. Die Königin von Saba kniet mit ihrem Gefolge vor Sa- 
(19b.) lomo. Ebenso bez. 

Auf H. 0,74 h., 1,11 br. Desgleichen. 

18* 



276 Holländische Schale. 

GoiJBn (Jan Josefszoon van), Schüler des Isaac Nicolas van 
Swanenburgh und Anderer. Geb. zu Leyden 
1596, gest. 1666 im Haag, 

1223. Flache Landschaft. Eine alte Hütte, davor einige 

(7 c.) Bauern und eine Frau, die aus einem Brunnen Wasser 

schöpft. Bez. V. G. (zusammengezogen) 1633. 
Auf H. 0,56 h., 0,80 br. 

1224. Ein gefrorener See mit Schlitten und Schlittschuh- 
(7 a.) läufem. Bez. 



len 



Oval. Auf H. 0,68 h., 0,92 br. 

1225. Ein breiter Strom, an dessen flachen Ufern Bauem- 
(7 a.) hütten. Vom ein Boot mit Fischern. 

Bez. V. G. (zusammengezogen) 1643. 
Oval. Auf H. V. Gr. 

Bolongier (Jan). Eingetreten 1623 in die St. Lucas-Gilde zu 
Haarlem; lebte noch 1642. 

1226. Ein Blumenstrauss in einem Glasge^sse, daneben eine 
(20a.) Eidechse. Bez. J. B. 1625. 

Auf H. 0,28 h., 0,20 br. 1875 von Mr. Nickols in 
London. Preis 23 Guineen. 

Loon (Pieter van). Lebte um 1600 zu Antwerpen. 

1227. Flache Meeresküste mit wenig bewegter See; links am 
(P 1.) Ufer eine Signalstange. Bez. 



Mj 



Auf H. 0,35 h. u. br. 



Holländische Schule. 277 

Pottenburg (Comelis). Blühte zwischen 1624 und 1651. 

1228. Auf einem Tische steht ein hoher goldener Pokal, da- 
(L 3.) neben ein Buch, Muscheln, eine Uhr und zwei Wein- 
gläser. Bez. 

\ < 




/V )<^z4 



Auf H. 0,65 h., 0,.55 br. 1875 vom Kunsthändler 
Vegtel in Amsterdam. Preis 1200 Mark. 



DOV (Gerhard), Schüler des Eembrandt. Geb. zu Leyden 1613, 
begraben den 9. Februar 1675. 

1229. Des Meisters eigenes Bildniss. Er zeichnet in ein Buch. 
(19c.) Bez. G. Dov. 1647. (G und D zusammengezogen, wie 

auch bei den folgenden Bezeichnungen.) 

Auf H. 0,43Va h., 0,35 br. Diurch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1230. Eine graue Katze auf der Brüstung eines Bogenfensters. 
(19 c.) Im Hintergrunde der Meister vor seiner Staffelei. 

Bez. G. Dov. 1657. 

Auf H. 0,34 h., 0,27 br. Durch Raschke. 1722. 

1231. In einem Fenster steht ein Mädchen mit einem Lichte 
(19 c.) und pflückt eine Traube von dem davor befindlichen. 

Weinstocke. Bez. G. Dov. 1658. 

Auf H. 0,36 h., 0,30V2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1232. Der Meister selbst, auf der Violine spielend. 

(19c.) Bez. G. Dov. 1665. 

Auf H. 0,40V2 h., 0,29V2 br. 1749 aus der Samm- 
lung Araignon in Paris durch Le Leu. 2400 Li\Tes. 



^ I 



278 Holländische Schule. 

1233. Ein alter Schulmeister schneidet eine Feder. In der 
(19 c.) Tiefe des Zimmers sieht man die Schüler. 

Bez. G. Dov. 1671. 
Auf H. 0,33 h., 0,25 br. Aus Polen. Alt. Inv. 1722. 

1234. Ein Zahnarzt mit einem Knaben, dem er einen Zahn 
(19c.) ausgenommen hat. Bez. G. Dov. 1672. 

Auf H. 0,31V2 h., 0,24 br. 

1235. Ein betender Einsiedler, vor ihm die aufgeschlagene 

(19 c.) Bibel. Bez. G. Dov. 

Auf H. 0,57 h., 0,44 br. 1708 von Frans Lemmers 
aus Antwerpen. 300 Pattacons. 

1236. Ein junges Mädchen, mit einem brennenden Lichte in 
(19 c.) der Hand, begies'st eine Pflanze. Bez. G. Dov. 

Auf H. 0,28V9 h., 0,21 br. Durch Graf Pflugk. Alt. 
Inv. 1722. 

1237. Stillleben. Eine Uhr an einem blauen Bande hängend, 
(19 c.) ein messingener Leuchter, Tabak und Papier nebst einer 

Thonpfeife. Bez. G. Dov. 
Auf H. 0,43Va h., 0,36 br. 

1238. Ein junges Mädchen sitzt mit übereinander gelegten 

(19 c.) Händen vor einem Tische. 

Länglich rund. Auf H. 0,15 h. , 0,12 br. In Leip- 
zig erkauft. Alt. Inv. 1722. 

1239. Die Mutter des Meisters, mit einer Brille auf der Nase, 
(19 c.) liest eine Zeitung. 

Länglich rund. Auf H. 0,12V2 h., 0,09 br. Durch 
Graf Pflugk. Desgleichen. 

1240. Eine alte Frau sucht bei Lampenlicht das Ende eines 
(19 c.) verlorenen Fadens. 

Auf H. 0,34 h., 0,27 br. Aus der Kunstkammer als 
A. van Boonen. Alt. Inv. 1722. 



Holländische Schale. 279 

1241. In einem Keller kniet ein Mädchen vor einem Wein- 
(19 c.) fasse, ein Knabe warnt sie, nicht zu viel zu trinken. 

Nachtstück. 

Auf H. 0,33Va h., 0,25 br. 

1242. Ein zweites Bild der Mutter G. Dov's; sie sitzt vor einem 
(19 c.) Tische und liest in einem Buche. 

Oval. Auf H. (),24V2h., 0,19V, br. In Leipzig er- 
kauft. Alt. Inv. 1722. 

1243. Ein altes Weib in einem Buche lesend. 

(19 c.) Auf H. 0,17 h., 0,14 br. Von Grünberg in Brüssel. 
800 Francs de Hollande. Alte Rechnung. 

1244. Ein junger Mann leuchtet einem vor ihm sitzenden 

(19 c.) Mädchen ins Gesicht. Auf dem Fussboden steht eine 

Laterne. 

Auf H. 0,44 h., 0,34^2 br. 1710 von Jac. de Wit 
aus Antwerpen. 150 Pattacons. 

DOV (angeblich). 

1245. Ein Mädchen, ein Licht in der Hand, hält eine Falle 
(P 7.) mit einer Maus. Bez. G. Dov. 

Auf H. 0,27 Va h., 0,21^2 br. Durch du Roy als 
Original. Alt. Inv. 1722. 

1246. Ein Eremit in einem Buche lesend. Bez. G. Dov. 

(P 7.) Auf H. 0,26 h., 0,19 br. Durch Graf Wackerbarth 
aus Danzig. Alt. Inv. 1722. 1853 aus dem Vorratb. 

1247. Büssende Magdalena. Bez. G. Dov. 

(P8.) Auf H. 0,61 h., 0,48 br. 1763 durch Leg.-Rath 
V. Kauderbach aus dem Nachlass des Mr. Guill. Lor- 
mier im Haag. 635 fl. holl. 

1248. Ein Mädchen mit Licht und Laterne, aus dem Fenster 

(P 7.) sehend. 

Auf H. 0,23V2 h., 0,18 br. 1861 aus dem Vorrath 

Anm. Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder Dov's umfassen 
einen Zeitraum von 25 Jahren, 1647 bis 1672. 



280 Holtändische Schule. 

Heem (Jan Davidze de), Schüler seines Vaters David. Geb. zu 
Utrecht 1600, gest. zu Antwerpen 1674. 

1249. Fruchtstück; Trauben, Pfirsichen und eine Melone. 
(10a.) Bez. J. D. de Heem 16 . . (?) 

Auf H. 0,41 Va h., 0,54 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

1250. Mehrere Früchte und ein gesottener Hummer liegen auf 
(8 a.) einem Tische. Bez. J. D. De Heem Fe. 

Auf L. 0,68 h., 0,56 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt Inv. 1722. 

1251. Allerlei Früchte, dabei ein todter Stieglitz und ein Vogel- 
(17a.) nest, in welchem ein paar Eierchen liegen. Bez. 

Auf L. 0,86 h., 0,70 br. 1710 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen. 230 Pistolen. 

1252. Ein Strauss von verschiedenen Blumen auf einem Marmor- 

(17 b.) tisch. Bez. J. D. De Heem. f. 

Auf H. 0,65 h., 0,44 br. Durch v. Flemming. Alt. 
Inv. 1722. 

1253. Eine schöne weisse Weintraube, eine rothe und weisse 
(10 a.) ßose, Judenkirschen und eine Anemone durch ein blaues 

Band zusammengebunden. Bez. J. D. De Heem. 

Auf L. 0,34 h., 0,29 br. 1728 diu-ch Graf Wacker- 
barth als de Heem Ör. Alt. Inv. 1722. 

1254. Ein Blumenstrauss in einem Gefäss. 
(10a.) Bez. J. D. DE Heem. 

Auf H. 0,48 h., 0,37 br. Durch Graf Wackerbarth. 



Holländische Schule. 281 

1255. Grosser Blumenstrauss in einem Glasgefäss, daneben 
(M 1.) eine Muschel und ein Todtenkopf. Eine sogenannte 

„Vanitas". Bez. Memento Mori. J. D. De Heem. 
Auf L. 0,88 h., 0,65V2 br. 1855 aus dem Vorrath. 

1256. Ein grosser Blumenstrauss von Päonien, verschieden- 
(M 1.) farbigen Eosen und andern Blumen. 

Bez. J. D. DE HEEM. E. (?) 
Auf L. 0,86 h., 0,68 br. 

1257. Früchte an einem blauen Bande aufgehangen. 
(7 0.) Bez. J. D. De Heem. 

Auf L. 0,65 h., 0,53V2 br. 1860 aus dem Vorrath. 

1258. Allerlei Blumen in gläsernem Gefass auf einem Marmor- 

(M 1.) tische. Bez. J. s. (?) D. De Heem. 

Auf L. 1,02 h., 0,76 br. 1710 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen. 235 Pistolen. 

Heem (Jan de), Sohn desJanDavidze. Geb. zn Utrecht, ward 
Bürger zu Antwerpen den 26. November 1667. 

1259. Ein Eömer Wein steht in einer steinernen Nische; durch 
(17 a.) die Verzierungen derselben ist ein Kranz von allerlei 

Früchten und Blumen geflochten. Bez. 




A )6S0. 




Auf L. 1,21 h., 0,85 br. 



282 Holländische Schule. 

Heem (Cornelis de), Sohn des Jan David ze. Geb. zu Utrecht 
1623. Kommt noch 1660 in den Antwerpener 
Gildebüchem vor. 

1260. Ein Blumenkranz umgiebt einen Kömer Wein, der auf 

(16 c.) einer Schachtel steht. Bez. C. DE HEEM. f. 

Auf L. 0,63 h., 0,54 br. Durch v. Flemming. Alt. 
Inv. 1722. 

1261. Neben weissen Trauben, einer aufgebrochenen Feige und 
(16 c.) angeschälten Citronen liegen eine Apfelsine und Auster. 

Bez. C. DE. HEEM. 

Auf L. 0,t>3V2 h, 0,55 br. Durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

1262. Früchte und ein grosser gesottener Krebs auf einem 
(20 a.) Marmortische. Bez. 



c 



(5E(HEEm,/ 



Auf L. 0,40 h., 0,52 Va br. Desgleichen. 

1263. Ein Glas, Fruchte und Austern. Bez. C. DE HEEM. 

(19 c.) Auf L. 0,64 h., 0,56 br. 1855 aus dem Vorrath: 

Anm.: Die Bilder des alten David de Heem, seines So]ines 
Jan Davidze, des bedeutendsten von Allen (s. No. 1251), 
und der Söhne dieses Letzteren, Jan und Cornelis de 
Heem, sind, wenn sie nicht bezeichnet, schwer von ein- 
ander zu ufiterscheiden , da sich insbesondere Jan Da- 
vidze sicher der Mithilfe seiner Söhne bedient hat. Dass 
Jan de Heem ganz Ausgezeichnetes leisten konnte, be- 
weist sein grosses ausführlich bezeichnetes Prachtbild 
No. 1259, zugleich eine Seltenheit von hohem Werthe, 
da es wenig bezeichnete Bilder von ihm giebt. Auch 
unter den mit Cornelis' Namen bezeichneten Werken 
sind treffliche Leistungen, die den Werken des Vaters 
würdig zur Seite stehen. S. No. 1262 und 1263. 



Holländische Schule. 283 

Ring (Pieter de), um 1650. 

1264. Auf einem Tisch mit grüner Sammetdecke aufgebrochene 
(8 c.) Austern, ein gesottener Krebs, Früchte, eine halbgeschälte 

Citrone und eine Fasanpastete. Ganz rechts in der Ecke 
ein Ring mit einem Diamant, welcher als Monogramm 
des Malers gilt. 

Auf L. 0,96 Va h., 0,79 br. Durch Lehmann. Alt. 
Inv. 1722. 

Unbekannt. 

1265. Eine zinnerne Schüssel mit Pfirsichen, daneben ein 
(19 c.) weisser Krug. 

Auf L. 0,65 h., 0,54 br. Durch Graf Wackerbartb. 
1855 aus dem Vorrath. 

Droogsloot (Jost Comelis). Lebte um 1640 zu Utrecht. 

1266. Ansicht einer Dorfgasse, belebt durch eine zahlreiche 
(17b.) lustige Gesellschaft. Bez. mit dem Monogramm: 

J. C. D. S. (zusammengezogen). 

Auf H. 0,48 h., 0,63 br. Sammlung Cremer in 
Brüssel 1869. Baron Reede van Oudtshorn zu Utrecht 
1874. Preis 165 fl. hoU. 

WynantS (Jan). Geb. zu Haarlem um 1610, gest. nach 1679. 

1 267. Landschaft. Eine Frau mit einem Korbe auf dem Rücken 
(13 b.) treibt einen beladenen Esel vor sich her. 

Bez. J. WynantS 1659. 
Auf L. 0,63 h., 0,72 br. 

1268. Kleine Landschaft. Vorn einige Hirten mit einer Schaf- 
(13c.) heerde. Bez. J. Wynants. 

Auf H. 0,31 Va h., 0,42 br. 



284 Holländische Schule. 

Derselbe. (?) 

1269. Waldgegend mit einem Wasser, durch welches Jäger zu 
(10 a.) Pferde und zu Fuss einen Hirsch verfolgen. Bez. 

Wynants. fe. Darunter scheinbar eine frühere undeut- 
liche Bezeichnung. 
Auf L. 0,90 h., 0,74 br. 

Vertangen (Daniel), Schüler des Poelemburg. Lebte um 1600. 

1270. Adam und Eva, aus dem Paradiese vertrieben. 
(13 c.) Bez. D. Vertangen. 

Auf K. 0,20V2 h., 0,24 br. 

Grebber (Pieter de), Schüler des Hendrik Golzius. Nachahmer 
des Eembrandt. Geb. zu Haarlem 1600. 

1271. Der Tochter Pharao's wird das Kind Moses gebracht. 
(K 1.) Bez. P. D. (j. 1634. (D und G zusammengezogen, wie 

auch bei den folgenden.) 

Auf L. 1,69 h., 2,30 br. Von Grünberg aus Brüssel 
als Or. von Kembrandt erkauft. 1200 Frcs. de Hol- 
lande. Alt. Inv. 1722. A. No. 44. 

1272. Brustbild einer Frau in schwarzer Sammetmütze mit 
' <20c.) einer Feder. Bez. R D. G. 

Auf H. 0,63^2 h., 0,56 br. Als Pauditz Or. Alt. 
Inv. 1722. 

1273. Bildniss eines jungen Menschen mit dem Bogen in der 
(20c.) Hand. Ebenso bez. 

Auf H. 0,71V2 h., 0,56 br. 

1274. Brustbild eines jungen Mannes mit einer Pelzmütze. 
(LI.) Ebenso bez. 1632 oder 1652. (?) 

Auf H. 0,62 h., 0,45 br. 

Matthysen (Abraham), Schüler des Tobias van Haecht. Geb. 
zu Antwerpen 1581 ; starb unverheirathet als Präfect 



Holländische Schule. 285 

der Junggesellenbrüderschaft „zum heiligsten Namen 
Jesu" am 4. Septbr. 1649 zu Antwerpen. 

1275. Ein Stillleben, sogenannte „Vanitas". Bez. 

-Anno )f^^^ 

Auf L. 1,38 h., 1,19 br. 1741 durch v. Kaiserling, 
Inv. 8vo. 

Heist (Bartholomäus van der). Geb. zu Haarlem um 1613, be- 
graben zu Amsterdam den 6. Decbr. 1670. 

1276. Bildniss einer Frau, welche einen Vorhang zurück- 

(L 2.) schlägt. Bez. B. van der Helst 1654. 

Auf L. 0,731/2 h., 0,66 br. Durch du Roy. Alt. 
Inv. 1722. A. No. 15. 

1277. Bildniss eines Mannes mit herabhängenden Hiiaren; er 

(L 2.) hält mit der linken Hand den Mantel. 

Auf L. 0,71 h., 0,58 br. 1751 durch Riedel auf der 
Ostermesse zu Leipzig erkauft. 

1278. Bildniss einer alten Frau in weissem Haubchen und 
(L 2.) grossem Faltenkragen. 

Auf H. 0,34V3 h., 0,28 br. 

1279. Bildniss der Frau des Bürgermeisters Andries Bicker 
(K 1.) von Amsterdam. Bez. B. van der Helst. 1642. 

iEta 48.* 

Auf H. 0,92V2 h., 0,70 br. 1876 aus der Sammlung 
Ruhl in Cöln. Preis 9300 Mark. 



* Auf der Rückseite des Bildes ein Zettel mit der Aufschrift: 
Jouflfroun . . . ßoelense Huysvroun van de Heer Burgemeester Andries 
Bicker. Dessen Bildniss im Museum zu Amsterdam. Cat. No. 120. 



286 



Holländische Schule. 



Jong (Lieve de). Geb. zu Overschie 1616, gest. zu Hillegersberg 
1697. 

1280. Bildniss einer schwarz gekleideten Frau; sie sitzt in 
(K 1.) einem Lehnstuhle und fasst ein neben ihr stehendes 
Mädchen an der Hand. Bez. 




Auf L. 1,10 b., 0,97 br. Febr. 1751 durch von 
Heineken. Inv. 8vo. 



Unbekannt. 

1281. Ein Mann mit schwarzem Haar und Barte in gelbem 
(49 b.) Koller und weiss und roth gefütterten Aermeln. 

Auf L. 0,77 h., 0,63 br. 



Holländische Schule. 287 

Eist (Pieter van) oder Vereist. Gest. zu Amsterdam 1G53. 

1282. Ein alter Mann, vor einem Kohlenfeuer sitzend. 
(18a.) Bez. '^IT^ 

Auf H. 0,22 h., 0,20 br. Auf der Rückseite steht in 
altholländ. Schriftzügen: geschildert van pieter vereist. 
Durch Flemming. Alt. Inv. 1722. 

1283. Ein Mann mit langem Barte an einem Tische liest bei 
(18 a.) einer Lampe. Ebenso bez., das P einzeln gestellt. 

Auf H. 0,26V2 h., 0,23 br. Alt. Inv. 1722. 

Aelst (Evert van). (?) Geb. zu DelfiPt 1602, gest. 1658. 

1284. Bei Falkenhauben hängt ein Eebhuhn mit andern Vögeln, 
(7 a.) worunter ein Eisvogel. Undeutlich bez. : M. d. hondecoet . . . 

Auf L. 0,55 h., 0,47 br. 

Aelst (Willem van), Schüler und Neffe des Evert v. Aelst. 
Geb. zu Delflft um 1620, gest. zu Amsterdam 1679. 

1285. Ein an einem Fusse aufgehangenes Eebhuhn nebst 
(7a.) kleinen Vög«ln und Jagdgeräth. Bez. Guill^ van Aelst. 

1644. (S. d. folg. No.) 
Auf L. 0,56 h., 0,47 br. Alt. Inv. 1722. 

1286. In einer zinnernen Schüssel liegen ein geschnittener 
(17b.) Hering, Austern und Zwiebeln, ein paar Weinrömer 

stehen dabei. Bez. 




ulö&lr. /^7Q. 



^Ihvrty 

Auf L. 0,56 h., 0,45 br. 



288 Holländische Schule. 

Derselbe. (?) 

1287. Früchte und Austern. 

(P 10.) Auf H. 0,35Va K 0,56 br. 1741 durch von Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. 1856 aus dem Vorrath. 

Ast (Bartholomäus van der). Blühte um 1625 zu Utrecht. 

1288. Muscheln, Aprikosen und ein Johannisbeerzweig. 
(8 a.) Bez. B. van der Ast. 

Auf H. 0,29 h., 0,37^3 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

Sachtleven oder Zachtleeven (Comelis). Geb. zu Rotterdam 
1606, gest. nach 1678. 

1289. Inneres einer ärmlichen Bauemhütte. -Eine bejahrte 

(20 b.) Frau streut einigen Hühnern Futter vor. 

Bez. C. Sachtleven 1678. 
Auf H. 0,50 h., 0,66 br. 

1290. Vor einem Bauernhause liegen mehrere Wirthschafks- 
(20 b.) geräthe; eine alte Frau kommt mit einem Korbe zur 

Thüre heraus. Vom ein paar Enten. Bez. C. S. 1678. 
Auf H. 0,49Va h., 0,65V9 br. 

1291. Inneres einer Bauemhütte, ein Mann und eine Frau bei 
(20 b.) einem Fasse beschäftigt. Zwischen allerlei Gerath und 

(jemüse laufen Hühner umher. Bez. undeutlich v, d. Peel. 

Auf H. 0,49V9 h., 0,75 br. 1741 durch von Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. 1855 aus dem Vorrath. 

1292. Inneres einer Bauernhütte. 

(P 10.) Auf H. 0,51 h., 0,40 br. 1860 aus dem Vorrath, 

Derselbe (angeblich). 

1293. Kupfergeschirr und andere Geräthschaften im Innern 

(20 c.) einer Bauemwohnung. Dem D. Ryckaert ähnlich. 

Bez. J. S lev . . . 

Auf H. 0,39 h., 0,53 br. Alt. Inv. 1722. 



X 



\ 



Holländische Schule. 289 

Wyck (Thomas). Geb. zu Beverwyk 1616, begraben zuHaarlem 
1677. 

1294. Alchymist in seinem Laboratorium, im Hintergrunde 
(9 c.) ein Mann am Karainfeuer. Bez. 

Auf L. 0,55 h., 0,47 br. 

1295. Durch die Oeffnung einer hohen gewölbten Mauer sieht 
(9 a.) man Gebäude italienischer Bauart. Bez. T. W. (zu- 
sammengezogen) fec. 

Auf H. 0,50^2 h., 0,37 V, br. 

1296. Ein Alchymist in seinem Laboratorium. Bez. wie 
(9 c.) 1294. fec. 

Auf L. 0,38V2 h., O.55V2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 1827 durch Palmaroli rest. 

Lievens (Lyvius) (Jan). Geb. zu Leyden den 24. October 1607, 
gest. zu Antwerpen 1670. 

1297. Brustbild eines jungen Mannes mit eisernem BaIs- 

(L 2.) kragen, Profil. Bez. L. 

Auf H. 0,.50 h., 0,39 br. Durch Baron v. Schacht 
als Man. van Dyck. Alt. In?. 1722. 

1298. Brustbild eines alten Mannes mit grauem Haar und 

(L 2.) Bart. 

Auf H. 0,.'i3 b., 0,45 br. 1743 zur Ostermesse in 
Leipzig erkauft. Inv. 8vo. 

Unbekannt. 

1299. Ein Alchymist sitzt am Fenster vor einem auf- 
(P 8.) geschlagenen Folianten. Bez. I. FLEE ...(?) wahr- 
scheinlich unächt. 

Auf H. 0,55 h., 0,45 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

19 






90 Holländische Schule. 

Brouwer (Adriaen), Schüler des Franz Hals. Geb. zu Haarlem 
1,608, gest. daselbst am 31. März 1640. 

1300. Ein Bauer hat den andern beim Kopfe- und schlägt mit 

(20c.) seinem Trinkgeschirr auf ihn los. 

Auf H. 0,22Va h., 0,17 br. Durch v. Kaiserlinfr. 
Inv. 8vp. 

1301. Ein paar Bauern sitzen an einem Tische. 

(20 c.) Auf H. 0.25 h., 0,34 br. Den 18. März 1700 in die 
Kunstkammer gekommen. 

1302. Ein Zerrbild. Studie. 

(18 c.) Länglich rund. Auf H. 0,12 h., 0,60 br. Durch 
du Roy. Alt. Inv. 1722. 

1303. Desgleichen. 

(18 c.) Aut H. Vorige Form und Gr. Desgleichen. 

1304. Ein Bauer ist mit einem Kinde beschäftigt, das sich 
(20 c.) verunreinigt hat. 

Auf H. 0,193/^ h., 0,13V4 br. 

1305. Schlägerei unter drei Bauern beim Kartenspiel. 
(20c.) Auf H. 0,26 h., 0,34 br. 

Cuyp (Benjamin). Geb. zu Dortrecht 1608. 

1306. Singende und musicirende Bauern. Geistreiche Skizze. 
(Q 3.) Oval. Auf H. 0,27 h., 0,37 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Vries (Adrian de). Geb. zu Amsterdam um 1600. Erscheintals 
Meister in den Gildebüchem 1634. 

1307. Ein Mann mit schwarzem- Stutz- und Zwickelbart, 
(L 3.) schlichtem Haar und weissem Halskragen. 

Bez. Fecit A. de Vries A°_ 1639. 

Auf H. 0,71^2 h., 0,52 br. Vortreffliches Werk 
dieses höchst seltenen Meisters, wahrscheinlich sein 
eigenes Bildniss; 1728 durch Schenk aus Holland als 
„ein Bürgermeister von Brüssel" von van Dyck. 150 
Ducaten. 



Holländische Schule. 291 

Ceulen (Coraelis Jonson van). Geb. in London, gest in Amster- 
dam 1G65. (S. Sandrart IL Th. UL Buch. S. 319.) 

1308. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung. 
(K 1.) Auf L. 1,12 h , 0,91 br. 

1309. Eine Frau, ebenfalls in schwarzer Kleidung, in den 
(K 1.) Händen einen Fächer. 

Beide bez. Cori-. Jonson van Ceulen fec. Ao. 1651. 

Auf L. V. Gr. 1751 durch Riedel zusammen auf 
der Michaelismesse in Leipzig erkauft. Geschenk L M. 
der Königin an S. M. den König. 

Rembrandt (van Ryn), Schüler des Willem Isaacz van 
Swanenburgh (gest. den 17. October 1638) und 
Pieter Lastmann. Geb. in Leyden den 15. Juli 
1607, gest. zu Amsterdam den 8. October 1669. 

1310. Brustbild eines jungen lachenden Frauenzimmers mit 
(L 2.) rothsammetnem Hute. Rembrandt's erste Frau Saskia. 

Bez. Rembrandt ft. 1633. 

Auf H. 0,53Va h., 0,14 br. Aus dem Königl. Vor- 
rath. Alt. Inv. 1722. 

1311. Brustbild eines Mannes in schwarzer Kleidung und 
(L 2.) plattem, mit Spitzen besetztem Halskragen. 

Bez. Rembrandt f-it. 1633. 

Länglich rund. Auf H. 0,67 Va h., 0,52 Va br. Durch 
V. Flemming. Desgl.* 

1312. Ganymedes, von Jupiter 's Adler in den Olymp entführt. 

(K2.) Bez. Rembrandt fc. 1635. 

Auf L. 1 ,77 h., 1,28 br. * (Altes Kupierstichwerk 
III. 2.) Im Jahre 1751 durch von Heineken aus 
Hamburg. 



* Wahrscheinlich das Gegenstück von No. 145 des Städel- 
schen Museums in Frankfurt am Main: Bildniss der Margarethe 
Hendrikse van Bilderdyk, Gattin des Willem Burggraf von 
Rotterdam. 

19* 



\ 



292 Holländische Schule. 

1313. Simson's Hochzeit, wobei er seine bekannten Räthsel 

(K H.) ciufgiebt. Bez. Rembrandt f. 1 638. 

Auf L. 1,26 h., 1,76 br. Durch Jos. Perodi. Alt. 
Inv. 1722. 

1314. Eine an den Füssen aufgehangene Rohrdommel, dahinter 
(Kl.) ein Mann, der sie herabzunehmen scheint. Kniestück. 

Bez. Kembrandt f. 1639. 

Auf H. 1,19 h., 0,87 br. Durch Graf Gotter. (?) 
400 Konv. fl. 

1315. Bildniss der Saske van Uylenburgh, erste Frau des 
(K2.) Meisters, in der rechten Hand eine Nelke haltend. 

Kniestück. Bez. Rembrandt f. 1641. 

Auf H. 0.98 h., 0,82 br. Im Jahre 1742 durch De 
Brays von Araignon aus Paris. 1500 Liv. 

1316. Das Opfer Manoah's und seines Weibes. Ein Engel hat 
(K 3.) ihnen die Geburt Simson's verkündigt. Bez. Rembrandt 

f. 1G41. 

Auf L. 2.41 h., 2,8.5 br. * (Altes Kupferstichwerk 
11. 47.) 

1317. Bildniss einer alten Frau, welche Gold wiegt. (Wird 
(L 2.) für des Künstlers Mutter gehalten.) Kniestück. Bez. 

Rembrandt 1643 (zweifelhaft). 
Auf L. 1,12 h., 0,99 br. 

1318. Bildniss eines jungen Mannes mit einer Mütze, in 
(L 2.) Brustharnisch und braunem Mantel. Halbe Figur. Bez. 

Rembrandt f. 1643. 

Auf L. 0.77 h.. 0.67 Va br. Durch v. Flemming. Alt. 
Inv. 1722. 

1319. Bildniss eines bärtigen Alten. Halbe Figur. Bez. Rem- 

(Kl.) bmndt f. 1054. 

Auf H. 1,00 h , 0,77 br. Im Jahre 1742 durch De 
Brays von Rigaud in Paris. 1.500 Liv. 



Holländische Schule. 293 

1320. Die Grablegung Christi. Skizze. Bez. Rembrandt. f. 

(K4.) IG . . 

Auf L. 0,97 h., 0,69 br. Im Jahre 1763 durch Leg.- 
Rath y. Kauderbach aus dem Nachlass des Mr. Gull]. 
Lormier im Haag für 2300 fl. Holl. erkauft. Ein 
gleiches Bild in der Gallerie zu Braunschweig (Cat. 
Nr. 516). 

1321. Bildniss des Künstlers mit seiner ersten Frau auf dem 
(K 2.) Schoose. Er hält ein Glas Champagner empor. Bez. 

Rembrandt fec. 

Auf L. 1,60 h., 1,32 br. Im Jahre 1749 durch Le 
Leu aus der Auction von Araignon zu Paris. 2500 Liv. 

1322. Der Meister selbst mit einem Buche in der Hand, in 

(K 4.) welches er zeichnet. Bez. Rembrandt. 1C57. 

Auf L. 0,85 h., 0,64 br. Durch Naumann. AU. 
Inv. 1722. 

1323. Bildniss eines Mannes in grossem, mit Perlenschnuren 
(L 2.) verziertem Hute. Kniestück. 

Auf L. 0,83 h., 0,71 br. Aus Polen. Alt. Inv. 1722. 

1324. Bildniss eines graubärtigen Alten, in der rechten Hand 

(K 1.) einen Stock. Halbe Figur. 

Auf L. 0,94 h., 0,77 br. Ä (Altes Kupferstichwerk 
II. 48.) Im Jahre 1743 aus der Sammlung Carignan. 

1325. Brustbild des Meisters selbst (?) in rothem Mantel und 
(L 2.) «iner Sammetmütze. 

Auf H. 0,53V2 h., 0,46 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1326. Brustbild eines alten freundlichen Mannes, eine Mütze 

(L 2.) mit goldener Schnure auf dem Kopfe. 

Auf L. 0,58 h., 0,4572 br. Durch Graf Flemming. 
Alt. Inv. 1722. Vielleicht v. S. Konincx. 

1327. Bildniss eines Mannes mit einer Pelzmütze; im Lehn- 

(K 4.) stuhle sitzend. 

Auf L. 0,84 h., 0,69 br. Aus Polen. Desgl. 



294 Holländische Schule. 

1328. Düstere Landschaft. Nahe im Vorgrunde eine Mühle 
(K 4.) am Wasser, in der Ferne ein bewaldeter Fels. 

Auf L. 0,79 h., 1,04 br. 

1329. Die Grablegung Christi. Alte Copie. 

(K 4.) Auf L. 1,01 h., 0,72 br. Durch Jos. Perodi. Alt. 
Inv. 1722. 1854 aus dem Vorrath. 



Schule des Rembrandt. 

1330. Inneres eines Treppenraumes. Staffage: der alte Tobias 
(P 8.) und sein Weib. 

Papier auf L 0,28 h., 0,35 br. 

1331. Bildniss eines Mädchens, im Begriff, Armbänder anzu- 
(L 1.) legen. 

L. auf H. 0,78^9 h., 0,63 br. Als unbekanntes Or. 
aus Polen. Alt. Inv. 1722. 

1332. Ein bärtiger Mann in grünlicher Kleidung, schwarzem 
(L 2.) Käppchen und weissem Halskragen; Profil. 

Auf H. 0,44 Va h., 0,36 br. Als unbek. Or. aus der 
Kunstkammer. Alt. Inv. 1722. 

Anm.: Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder Rembrandt's 
umfassen einen Zeitraum von einundzwanzig Jahren 
(1633—1654). 

Unbekannt. 

1333. Eine Alte mit einer Garnspule in der Hand. 
(51c.) Auf L. 0,73 h., 0,63 br. 1861 aus dem Vorrath. 

1334. Ein Fischer hält einen Aal mit beiden Händen. 

(51c.) Auf L. 0.72 h., 0.57 br. Durch Leplat als unbek. 
Or. Alt. Inv. 1722. ' 



Holländische Schule. 295 

Backer (Jacob). Geb. zu Harlingen 1608, gest. 1651. 

1335. Brustbild einer Frau im Profil in blossen Haaren und 
(L 3.) brauner Kleidung. Bez. J. B. (zusammengezogen). 

Auf L. 0,68 b., 0,61 br. Als unbek. Or. aus Polen. 
Alt. Inv. 1722. 

1336. Brustbild eines alten Mannes mit schwarzer Sammet- 
(L 3.) mutze. Ebenso bez. 

Auf L. 0,66 h., 0,55 br. 

1337. Betender Greis. 

(P 11.) Auf L. 0,95 h., 0.76 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722. 

Terburg (Gerhard), oder Ter Borch, Schüler seines Vaters. Geb. 
zu ZwoUe 1608, gest. zu Deventer 1681. 

1338. Vor einem Tische sitzt ein Officier und schreibt, ein 
(14 c.) Trompeter wartet auf den Brief. Bez. mit dem Mono- 
gramm 



e 



Auf L. 0,52^2 h., 0,39 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1339. Ein junges Frauenzimmer in weiss atlassenem Kleide 
(14c.) wäscht sich die Hände in einem Wasserbecken, das ihr 

eine Magd vorhält. Bez. G. T. Borch. 

Auf H. 0,.'S3V2 h., 0,43 br. Die drei Anfangsbuch- 
staben zusammengezogen, wie in dem Folgenden. Durch 
Graf Wackerbarth als Netscher. Alt. Inv. 1722. 

1340. Ein junges Frauenzimmer spielt die Laute; ein Herr 
(14b.) scheint ihr Unterricht zu geben. Kniestück. Bez. mit 

dem Monogramm 

@ 

Auf H. 0,36V2h.,0,31br. Desgleichen als „Metzu man." 



296 Holtändische Schule. 

1341. Ein Frauenzimmer in weiss atlassenem Kleide steht vor 

(14 c.) einem Tische, dem Beschauer den Kücken kehrend. 

Auf H. 0,39 h., 0,27 br. Durch Graf Wackerbarth 
als Netscher. Studie zu dem Bilde im Museum zu 
Berlin, unter dem Namen „Väterliche Ermahnung" 
bekannt. 



Saft-Leven (Zachtleven), (Hermann), Schüler des van Goyen, 
Bruder des Cornelis. Geb. zu Rotterdam 1609, 
gest. zu Utrecht 1685. 

1342. Signalthurm an der Seeküste. Bez. 
(17 b.) Jg 

Auf H. 0,20Va h., 0,28 br. 

1343. Landschaft mit einer Weinlese. Ebenso bez. 1649. 
(17b.) Auf H. 0,223/^ h., 0,17Va br. 

1344. Landschaft mit Felsen, Gebäuden und Bäumen. Von 
(17 b.) der Höhe sieht man in das Flussthal herab. Ebenso bez. 

1650. 
Auf K. 0,22 h., 0,27^4 br. 

1345. Breites Thal mit einem Landsee. Ebenso bez. 1654. 

(18b.) Auf H. 0,31V2 h., 0,41 br. Durch von Flemming. 
Alt. Inv. 1722. 

1346. Eine Stadt am Fusse eines Berges, mit einer Burg. 
(17 b.) Unten ein Strom. Ebenso bez. 1656. 

Auf H. 0,24Va h., 0,33 br. Durch Graf Gotter. 
37 Konv. fl. 

1347. Ehrenbreitstein. Auf der Eückseite von des Künstlers 
(17b.) B^a.näLgeschnGbGn:EhrenbreitsteynofteHermesteyn. 

Anno 1656, Ebenso bez. ohne Jahreszahl. 
Auf K. 0,25^/2 h., 0,30 br. Alt. Inv. 1722. 



V. 



Holfändische Schule. 29'i 

1348. Landschaft mit weiter Ferne, vom ein Wirthshaus mit 

(15 c.) vielen Figuren. Ebenso bez. 1660. 

Auf H. 0,45 h., 0,59 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 1855 aus dem Vorrath. 

1349. Landschaft mit weiter Feme und breitem Fluss. Im 
(17 b.) Vorgrunde Holzhacker. Auf der Kückseite : By Briey 

(an der Maas wahrscheinlich) Herman Saft Leven 
ft Ä. Utrecht. Anno 1660. Ebenso bez. 1664 (?) 
undeutlich. 
Auf H. 0,16^/4 h., 0,26«/4 br. 

1350. Ein Fluss, an dessen Ufer auf hohen Pfählen ein 
(18b.) Bauernhaus steht. Ebenso bez. 1602. 

Auf H. 0,36 h., 0,47 br. 

1351. Engers am Khein, zwischen Ehrenbreitstein und Neu- 
(17b.) wied. Auf der Eückseite bez.: Engers. Herman 

Saft Leven f. A. Utrecht Anno 1663. Ebenso bez. 

1663. 

Auf K. 0,15 h., 0,23»/4 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1352. Ansicht des Schlosses Hermannstein; im Vorgrunde 

(18b.) Frachtschiffe. Ebenso bez. 1663. 

Auf H. 0,28V2 h., 0,37V2 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

1353. Ansicht von Utrecht. Ebenso bez. 1664. 

(18b.) Auf K. 0,20 h., 0,36 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. luven. 1722. 

1354. Ein Fluss, an dessen Ufer Fahrzeuge liegen, wobei 
(18 b.) Menschen, welche Waaren ein- und ausladen. Auf der 

Rückseite bez.: Herman Saft Leven van Utrecht 
fecit. 

Auf H. 0,20V2 h., 0,30V^ br. 



298 Holländische Schule. 

1355. Landschaft bei Köln mit fernen Bergen und dem Ehein. 
(17 b.) Im Vorgrunde viele Figuren. Auf der Eückseite: By 

Cuellen, Herman Saft Leven f. A. Utrecht Anno 
1663. Bez. wie Nr. 1342. 1667. (?) 

Auf K. 0,158/4 h., 0,24 Va br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1356. Ein breiter Strom mit Fahrzeugen etc. Ebenso bez. 1667. 
(17 b.) Auf H. 0,15 h., 0,24 br. Desgl. Desgl. 

1357. Landschaft mit hohen bebauten Gebirgen und einem 
(15 c.) breiten Fluss, an dessen Ufer Fahrzeuge mit vielen 

Figuren. 

Auf H. 0,42Va h., 0,45 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1358. Gebirge und ein Landsee ; im Vorgrund ein Bauernhaus 

(18b.) mit Figuren. 

Auf K. 0,25 Va h., 0,34 br. Durch Raschke. Des- 
gleichen. 

1359. Aehnlicher Gegenstand. Nach dem Hintergrunde zu 
(18 b.) ein See mit Fahrzeugen. 

Auf K. V. Gr. Durch du Roy. Alt. Inv. 1722. 

Anm.: Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder Saft-Leven's 
umfassen einen Zeitraum von 18 Jahren (1649 bis 1667). 
Monogramm und Zahlen sind übrigens auch bei diesem 
Meister von mikroskopischer Kleinheit. 

Stoop (Dirk). Geb. zu Dortrecht um 1610, blühte um 1650. 

1360. Ein Mann von Jagdhunden umgeben, lehnt sich auf den 
(P 10.) Sattel seines Pferdes. 

Auf H. 0,58 h., 0,51 br. 

Stoop (Cornelius). (?) Geb. 1606 zu Hamburg. (?) 

1361. Felsengrotten mit Figuren. 

(12b.) Auf H. 0,29 h., 0,50V2 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
1855 aus dem Vorrath. 



Holländische Schule. 299 

Bot (Ferdinand). ^^- ^u Dortrecht 1611, gest. zu Amsterdam 
1681. 

1362. Euhe auf der Flucht nach Egypten. 

(Kl.) Bez. F. Bol. fecit. 1644. 

Auf L. 2,02 h., 2,60 br. Im Jahre 1743 zur Oster- 
messe in Leipzig erkauft. Inv. 8vo. 

1363. Jacob sieht im Traume die Himmelsleiter. 

(K 3.) Bez. F. Bol. fecit. 

Auf L. 1,27 h„ 0,97 br. Aus Polen und später aus 
der Königl. Capelle. Alt. Inv. 1722. 

1364. Joseph stellt seinen Vater Jacob dem König Pharao vor. 

(Kl.) Auf L. 1,70 h., 2,26 br. * (Altes Kupferstichwerk 
Iir. 9.) 

1365. Des Künstlers Bildniss, mit flachem Hut, braunem 
(L 2.) Rock und dunkeln Mantel. 

Auf L. 0,63V2 h., 0,48V« hr. Durch von Flemming 
als Rembrandt. Alt. Inv. 1722. 

Unbekannt. Schule des Bol. 

1366. Die drei Marien am Grabe Jesu. 

(P 10.) Auf H. 0,64 h., 0,49 br. 1727 durch Leplat als 
Man. Carrache. Alt. Inv. 1722. 

Cuyp (Albert), Schüler seines Vaters Jacob Gerrits. Geb. zu 
Dortrecht 1605, begraben daselbst am 7. November 
1691. 

1367. Ein Herr und eine Dame zu Pferde von Hunden be- 
(18c.) gleitet; im Mittelgrunde ein Jäger, welcher zwei Wind- 
hunde führt, weiter zurück zwei Reiter. Bez. A. Cuyp. 

Auf L. 1,16 h., 1,70 br. 1872 durch Staatsminister 
Freiherr von Friesen Excell. in Brügge erkauft. Preis 
10,000 Francs. 



300 Holländische Schule. 

1368. Jilin Knabe mit einem Windhund zui* Seite. Bez. ^ C. 

(L3.) Auf H. 1,13 h., 0,82 br. 1875 von R. Brooks in 
London. Preis 200 Guineen. 

1369. Des Meisters eignes Bildniss, in der rechten Hand Rosen 

CL 2.) haltend, wahrscheinlich 1658 gemalt. Bez. A. Cuyp. 

Auf L. 1,08 h., 0,88 br. 1880 von Herrn Kaufmann 
Steinmeyer in Cöln a. R. Preis 15,000 Mark. 

1370. Ein gesattelter und gezäumter Schimmel hengst von dem 
(47 b.) Reitknecht gehalten, in einer sonnigen Landschaft, welche 

noch andere Thiergruppen und Figuren enthält. 

AufL. 1,00 h., 1,57 br. 1880 vom Kunsthändler 
Hirsch in Wien. Preis 10,000 Mark. 

Both (Jan). Geb. zu Utrecht 1610, gest. 1650. (?) 

1371. Im Vorgrunde einer Landschaft halten ein paar Männer 
(12a.) zu Pferd; weiterhin eine steinerne Brücke. Bez. Both. 

Auf H. 0,40 h., 0,55Va br. 

1372. Felsige Landschaft mit verfallenen Gebäuden; auf dem 
(12 a.) Wege im Thal begegnen sich zwei Reiter. 

Auf L. 0,86V8 *h., 1,18 br. 

1373. An einem hohen Stück verfallener Mauer sitzen einige 
(12 a.) Männer und spielen Karten. Bez. Both. 

Auf H. 0,54V2 h., 0,45 br. 

1374. Gebirgsgegend; beladene Maulthiere kommen mit ihren 

(12 a.) Führern den Weg herab. 

Auf H. 0,69 h., 0,94 br. 1751 durch Riedel auf der 
Ostermesse zu Leipzig erkauft. Geschenk I. K. H. der 
Churprinzessin an S. Maj. den König zum Namenstage. 

1375. Auf einem hohen Felsen im Mittelgrunde die Ruinen 
(12a.) eines Schlosses; am Fusse des Felsens eine Brücke. 

Auf L. 0,85 h., 1,17 br. 



Holländische Schule. 301 

Unbekannt. 

1376. Ein Geisterbanner liest in einem Buche, vor ihm sitzt 
(15 b.) ein Affe. Eine Hexe fährt, auf einem Besen reitend, 

zur Esse hinaus; ein Weib, neben einem Kessel sitzend, 

zeigt nach ihr. Bez. 




f 0( 



Auf H. 0,22 h.. 0,28 br. Durch Wanderer als 
Brouwer Or. Alt. Inv. 1722. 

Neer (Aart oder Arthur van der). Geb. zu Amsterdam um 1613, 
gest. daselbst 1683 oder 1684. 

1377. In der Abenddämmerung ist der Vollmond über einer 
(11 a.) Stadt aufgegangen. 

Bez. A. V. zusammengezogen und D. N. desgl. 

Auf H. 0,46 h., 0,71 br. Im Jahre 1708 von Franz 
Lemmers aus Antwerpen. 80 Pattacons. 

1378. Das Gegenstück. Ein vom Monde beleuchtetes hollän- 
(11 a.) disches Dorf. Ebenso bez. 

Auf H. 0,46 h., 0,70 br. Desgl. Desgl. 

1379. An einem Canale einige niederländische Gebäude. 
(IIa.) Tagesbeleuchtung. Ebenso bez. 

Auf H. 0,32 h., 0,36Va br. Desgl. Desgl. 

1380. Brennendes Dorf an einem Canale. Bez. mit dem Mono- 

(12 a.) gramm A. V. D. N. verbunden. 

Auf H. 0,.58 h., 0,74 br. Aus dem Königl. Schlosse. 
Eigenthum S. M. des Königs. 

Camphuysen (Dirk Eafaelsz). Geb. zu Gorkum 1586. 

1381. Mondlandschaft. Bez. K. Camphuysen. 
(P 7.) Auf H. 0,48 h., 0,63 br. 



302 Holländische Schule. 

1382. Mondlandschaft. Gegenstück. Ebenso bez. 

(P 7.) Auf H. V. Gr. Beide 1860 aus dem Vorrath auf- 
genommen. 

Ostade (Adrian van), Schüler des Franz Hals. Getauft zu 
Haarlem am 10. December 1610, gest. daselbst den 
27. April 1685. 

1383. In einer holländischen Dorfschenke sitzen mehrere 
(19a.) Gäste um einen runden Tisch. Bez. A. v. Ostade. 1639. 

Auf H. 0,46 h., 0,40 br. 1751 durch Le Leu aus 
der Sammlung de la Bouexiere. 

1384. Die Werkstatt des Künstlers; er sitzt an der Staffelei 
(19a.) und arbeitet. Bez. A. v. Ostade. 1663. 

Auf H. 0,38^2 h., 0,36 br. 17.^1 in der Sammlung 
Crozat. 1754 aus der Sammlung de la Bouexiere. 

1385. Zwei Bauern sitzen an einem Tische und speisen. Bez. 
(19a.) A. V. Ostade. 1663. 

Auf H. 0,30V2 h., 0,26 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

1386. Ein paar Bauern vor einer Schenke; der eine brennt 
(19 a.) seine Pfeife in einem Kohlenbecken an. Bez. A. v. 

Ostade: 1664. 
Auf H. 0,31 h., 0,26 br. Desgl. Beide als Or. 

1387. In einer Schenke sind Bauern mit Weibern und Kindern 
(7b.) versammelt. Bez. A. v. Ostade. 1679. 

Auf H. 0,50^2 h., 0,62V9 br. Im Jahre 1751 durch • 
Le Leu aus Paris. 

1388. Bauernschenke mit Kartenspielem. Bez. AD. Ostade ft. 

(P 1.) Auf H. 0,38 h., 0,50 br. Im Jahre 1861 aus dem 
Vorrath. 






Holländische Schule. 303 

Nach Ostade. 

1389. Tanzende Bauern vor einer Schenke. Bez. A. V. Ostade. 

(P 1.) Auf L. 0,41 h., 0,37 br. Im Jahre 1861 aus dem 
Vorrath. 

_ • 

Anm. : Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder A. v. Ostade's 
umfassen einen Zeitraum von fünfundzwanzig Jahren 
(1639—1664). 

Ostade (Isaak van), Bruder und Schüler des Vorigen. Geb. zu 
Haarlem 1621, gest. daselbst 1657. 

1390. Belustigung auf dem Eise in einer flachen holländischen 
(19 a.) Gegend. Bez. Isaak van Ostade. 

Auf H. 0,33Va h , 0,40 br. 1754 durch Le Leu aus 
der Sammlung de la Bouexi^re. 

1391. Betrunkene Bauern und ein tanzendes Paar in einer 
(20c.) Schenke. Bez. J. v. Ostade. 

Auf H. 0,39 h., 0,56 br. Durch Raschke als Isaak 
Ostade. Alt. Inv. 1722. 



Ruisdael (Salomon), Schüler des van Goyen und seines Bruders 
Jacob. Geb. zu Haarlem um 1600; begraben am 
3. November 1670. 

1392. Flache Gegend mit einem Dorf. Bez. S. v. R. 1633 
(7 b.) (v. und R. zusammengezogen). 

Oval auf H. 0,61 h., 0,81 br. 

1393. Ein breites Wasser, durch dichtes Gebüsch am jen- 
(7h.) seitigen Ufer begrenzt. Fischer in einem Kahne ziehen 

ihre Netze ein. Gegenstück. Bez. S. v. R. (undeutlich) 
163. . 

Oval auf H. V. Gr. 



304 Holländische Schule. 

1394. Canal-Landschaft. Am Wasser steht eine verfallene, 
(7c.) von Bäumen überragte Hütte; im Vorgrunde mehrere 

Kühe im Wasser. Bez. S. V. Ruisdael 1 643. S., V. und 
E. zusammengezogen. 

Auf H. 0,51 h., OJO br. 1874 von A. Brickwedde 
in Hannover. 500 Thaler. 

Rombouts (Jan). Lebte zu Haarlem um 1660. 

1395. Ein holländisches Dorf mit einer Windmühle; viel Volk 
(13a.) ist auf der Strasse versammelt. Bez. R. b. 1658. 

Auf H. 0,47 Va h., 0,62 br. 

Decker (Cornelis), Schüler des Sal. v. Ruisdael. Gest. zu 
Haarlem im März 1678. 

1396. Eine am Wasser stehende, von Bäumen beschattete 
(7 b.) Hütte, in der Thüre eine alte Frau, welche Hühner 

füttert. Vorn ein angebundener Kahn. 

Auf H. 0,61 h„ 0,85 br. Iö76 vom Kunsthändler 
Ernst. Preis 2500 Mark. 

Asselyn (Jan), gen. Crabatje. Geb. zu Diepen um 1610, gest. 
zu Amsterdam 1660. 

1397. In einer Klosterpforte steht ein Mönch, der Bettlern 
(9c.) Speise reicht. Bez. J. Asselyn 1647. 

Auf L. 0,59 h., 0,75 br. 

1398. Ein Mann steht neben einem starken grauen Ochsen 
(9 a.) und spricht mit einem Frauenzimmer. Bez. J. A. (zu- 
sammengezogen). 

Auf L. 0,97 h., 0,76 br. Durch du Roy. Alt. Inv. 
1722. 

1399. Ein grauer Ochse, ein Esel und eine Kuh; ein Hirten- 
(16 a.) knabe sitzt daneben. Bez. ebenso. 

Auf L. 0,44 h., 0,36 br. Desgl. Desgl. 



Holländische Schule. 305 

Marseus oder Marceliis (Otho), van Schrick, gen. Snuf- 

felaer. Geb. zu Amsterdam 1613, gest. 1673. 

1400. Eine Mohnpflanze mit Schmetterlingen. Eidechsen und 
(20 b.) Kröten kriechen auf der Erde. Bez. Otho Marseus. 

D. S. 1671. 

Auf L. 0,69 h., 0,53 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1401. Aehnlicher Gegenstand. Bez. Otho Marseus D. S. 1671. 
(20b.) Auf L. V. Gr. Desgl. Desgl. 

Laar (Bieter van), gen. [^Bamboccio, Schüler des Jos. del 
Campo. Geb. zu Laaren bei Naarden um 1613, 
gest. zu Haarlem um 1675. 

1402. Italienisches Volksleben. 

(12 c.) Auf H. 0,37 h., 0,48 Va br. 

1403. Desgleichen. Vor einer Weinschenke belustigen sich 
(9 c.) mehrere Männer mit dem Kugelspiel. 

Auf L. 0,49V9 h., 0,66 br. 

1404. Allerlei römisches Gresindel vor einem Kloster, an dessen 
(12 a.) Pforte ein Mönch Speisen austheilt. 

Auf L. 0,74 h., 0,99 br. 

1405. Vor einer Strohhütte ist ein Mann mit einem Schimmel 
(9 a.) beschäftigt. 

Auf H. 0,53 h., 0,39 br. 

1406. Der Hausvater bezahlt die Arbeiter im Weinberge. 

(12 c.) Auf L. 0,40 h., 0,48^2 br. Med. Ank. Als : „opera 
Oltramontana". 1855 aus dem Vorrath. 

Van Loo (Jacob). Geb. 1614 zu Sluyt in Holland, gest. zu Paris 
am 26. November 1670. 

1407. Paris und Oenone; er schneidet ihren Namen in die 

(K 2.) Binde eines Baumes. Bez. I. V. Loo. fec. 

Auf L. 2,11 h., 1,72 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 34.) 

20 



^) 



s. 



306 Holländische Schule. 

mietsil (Gabriel). Geb. zu Leyden 1630, gest. zu Amsterdam 
um 1668. 

1408. In einer Schenke sitzt ein Herr mit einer Frau und 
(16 c.) Mit ein Champagerglas in der Hand. Bez. 

Auf H. 0,33 h., 0,30^9 br. Durch Graf Wacker- 
barth als Bildniss des Künstlers mit seiner Frau. 
Alt. Inv. 1722. 

1409/- Ein alter Geflügelverkäufer bietet einer jungen Frau 

(16c.) einen Hahn zum Verkauf an. Bez. G. Metsü 1662. 

Auf H. 0,62 h., 0,46 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

14^0. Eine alte Frau im Handel mit einer Federviehhändlerin. 
(16 c.) Daneben sitzt ein alter Mann, sein Pfeifchen rauchend. 
Bez. G. Metsü 1662.* 

Auf H. 0,61 h., 0,45 Va br. Im Jahre 1710 von Jac. 
de Wit aus Antwerpen. 1.50 Pistolen. 

1411. Wildprethändlerin. Eine Köchin handelt mit ihr um 
(16 c.) einen Hasen. Bez. G. Metsü. 

Auf H. 0,.'>7V2 h., 0,43 br. Desgl. 200 Pistolen. 

1412. Ein Mann mit einer Pfeife im Munde sitzt an einem 
(16 c.) Kaminfeuer, hinter ihm eine Frau. Bez. G. Metsü. 

Auf H. 0,271/2 h., 0,23 br. 



*Bez.: auf einem Zettel zweimal mit der Jahreszahl 1662 
und G. Metsü sowie: Vrilje (vry willige) Verkoping-Hofstede- 
Maersen. Letzteres der Name eines Dorfes zwischen Amster- 
dam und Utrecht, wo Metsü möglicherweise ein Landhaus 
besass. 



HoHändische Schule. 307 

1413. Ein junges Frauenzimmer mit einem Klöppelkissen auf 

(16 c.) dem Schoose. Bez. Gr. Metsü. 

Auf H. 0,35 h., 0,26^2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1414. Eine junge Frau in grauer Kleidung liest einen Brief. 

(16c.) Auf H. 0,24 h., 0,19V8 br. Wurde im Jahre 1849 
von einem Frauenzimmer, Sophie May aus Langen- 
salza, gestohlen. S. ElnL S. 61. 

Derselbe. (?) 

1415. Ein Trompeter überbringt einem Offizier eine Botschaft, 

(16 c.) im Hintergrunde noch eine andere Figur. 

Auf H. 0,38 h. , 0,29 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. (Im Abr. v. 1782 als einziger Metsü 
in der Gallerie angeführt.) 1855 aus dem Vorrath 
zur Gallerie. Aehnelt dem Terburg. 

Pynacker (Adam). (?) Geb. 1621 zu Pynacker, zwischen Schi^ 
dani und Delft, gest. zu Delft 1673. 

1416. Gebirgige Landschaft mit den Euinen eines Tempels. 
(P 10.) Auf L. 0,70 h., 0,56 br. 

Flinck (Flink) (Govaert). Geb. zu Cleve den 25 Januar 1615, 
gest. zu Amsterdam den 2. Februar 1660. 

1417. David giebt in Gegenwart seines Geheimschreibers dem 
(K 1.) IJrias Befehl, den Brief an Joab zu bringen. Früher 

dem Bol zugeschrieben. 
Auf L. 1,51 h., 2,19 br. 

1418. Brustbild eines Mannes mit grauem Bart und rothem 
(L 3.) Mützchen. Bez. G. Flinck f. 1639. 

Auf H. 0,71V, h., 0,55 br. 

1419. Brustbild eines Mannes mit schwarzem Käppchen. Bez. 

(14c.) G. Flinck 1043. Aet. 63. 

Auf L. 0,67 h., 0,53^2 br. Im Jahre 1723 durch 
Leplat aus der Sammlung Wrzowecz in Prag als Or. 
Alt. Inv. 1722. 

20* 



308 Holländische Schule. 

/ 

1420. Brustbild eines alten kahlköpfigen Mannes, im Profil. 

(L 3.) Auf L. 0,64 h., 0,53V2 br. Als unbekannte Copie 
aus Polen. Desgleichen. Studie zu dem Schreiber 
auf Nr. 1417. 

Nouwinx (Hendrik). Geb. zu Schonhoven 1619, gest. zu Ham- 
burg nach 1651. 

1421. Landschaft mit bewachsenen Felsen und Baumgruppen. 
(49a.) in deren Mitte ein Landsee. Staffage von Lemke. Bez, 

^: A^ouwinoc 



V: 



Auf L. 1.12 h., 1,70 br. 1728 als Or. zur Gallerle. 
Alt. Inv. 1722. 



Waterloo (Anthony). Geb. zu Utrecht 1618, gest. daselbst 
1662. 

1422. Landschaft mit hohen Felsen, von denen ein Bach herab- 
(13 a.) stürzt und einen Wasserfall bildet. 

Auf H. 0,47^2 h., 0,64 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

KoninCX (Salomon), Schüler des Kembrandt. Geb. zu Amster- 
dam 1609, in die Malerzunft aufgenommen 1630, 
gest. 1689. 

1423. Ein Eremit liest in einem Buche. Bez. 

O A onincK 

Auf L. 1,23 h., 0,94 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
111. 43.) Im Jahre 1723 aus Polen, als unbek. Or. 



Holländische Schule. 309 

1424. Ein alter Mann mit turbanartiger Kopfbedeckung 
(K 2.) sitzt mit ineinandergelegten Händen auf einem 

Sessel. Im Hintergrande ein Altar und Betstuhl. 

Auf L. 0,90 h., 0,74 br. Als Rembrandt durch Le- 
plat. Alt. Inv. 1722. 

1425. Ein alter bärtiger Mann, in der Rechten eine Brille, in 
(K2.) der Linken ein metallenes Sehrohr haltend. Halbe 

Figur. Undeutlich bezeichnet Daniel Co ... . A^ 16 . . 
(Die alte und ächte Bezeichnung ist von fremder Hand 
später übermalt.) Vielleicht Jacob Coning, ein wenig 
bekannter Schüler Rembrandt's. 

Auf L. 1,07 h., 0,87 br. Vom Gi^ossherzog von 
Florenz als Rembrandt. Alt. Inv. 1722. 

Swanevelt (Hermann van). Angeblich. Geb. zu Woerden um 
1620, gest. zu Rom 1690. 

1426. Unter hohen Bäumen zieht sich ein Weg am Ufer eines 

(P 7.) Stromes entlang, welchen ferne (jebirge begrenzen. 

Auf L. 0,79 h., 0,91 br. 1832 vom Kunsthändler 
George mit noch einem Bilde für einen kleinen 
Wouverman (Doublette) eingetauscht. 

Dorste (J. van), Schüler des Rembrandt. Geh, um 1627. (?) 
Lebte um 1670. 

1427. Ein Mann in braunem Rocke, mit breitem Hute. Profil. 
(L 1.) Bez. I. VDorste. fecit. (V und D zusammengezogen.) 

Auf H. 0,75 h., 0,57 br. Als Rembrandt durcl^ 
Naumann. Alt. Inv. 1722. 

Derselbe. (?) 

1428. Ein Greis, der einen Knaben aus einem Buche unter- 

(51 c.) richtet 

Auf L. 1,00 h., 0,75 br. 1725 durch Leplat. Alt. 
Iäv. 1722. 



^'\ 



310 Holländische Schule. 

1429. Argus hört dem als Hirtenknaben verkleideten Mercor, 
(K 1.) der auf einer Pfeife bläst, zu. 

Auf L. 1,18 h., 0,96 br. 1748 durch Betn. Benzoni 
aus Venedig. S. Nr. 323 und 324. 



Wouverman (Wouvermans) (Philips), Schüler seines Vaters 
PauL Getauft zu Haarlem den 24. Mai 1619, be- 
graben den 23. Mai 1668. 

1430. Landschaft mit Häusern und einer Baumgruppe, daneben 
(19 b.) ein hölzerner Steg über einen Bach. Bez. PH. (zu- 
sammengezogen) W. 

Auf H. 0,43 h., 0,52 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 23.) 

1431. Ein Kornfeld; vom ein Mann zu Pferde in rothem 
(16 b.) Mantel, der mit einer Frau spricht. Bez. PHS. W. (un- 
deutlich, die ersten Buchstaben zusammengezogen). 

Auf H. 0,23V« K 0,30Vi br. Durch Graf Gotter. 
150 Konv. fl. 

1432. Eine Eeiherbeize. Auf den Bäumen sieht man die 
(20b.) Nester der Reiher. Undeutlich bez. mit dem Monogramm 



c/^W 



Auf H. 0,42Va h., 0,63 br. 1708 von Franz Lem- 
mers aus Antw^en. 310 Pattacons. 

1433. Rückkehr von der Jagd. Eine Dame und mehrere 
(20b.) Herren zu Pferde halten an einem Hügel, worauf ein 
Weinhaus steht. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,44 h., 0,60 V2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 



Holländische Schule. 311 

1434. Ein Kärrner fährt mit einem Schimmel an einem 
(10 c.) Wirthshause, welches auf einer Anhöhe steht, vorüber. 

Bez. PH. (zusammengezogen) W. 

Auf H. 0,37 Va h., 0,49 br. Im Abregt von 1782 bereits 
als Pieter Wouverman, später als Andries Both an- 
geführt. 

1435. Ein Engel verkündigt den Hirten die Geburt des Hei- 
(18 b.) landes. 

Auf H. 0,34 h., 0,38 br. Durch Graf Gotter. 600 
Konv. fl. Ebenso wie das Vorige noch ganz in der 
Manier des Pieter van Laar. 

1436. Johannes der Täufer predigt vor dem Volke. Bez. mit 

(16b.) dem Monogramm. 

Auf L. 0,68 h., 0,87 br. 1738 (?) aus dem Gab. des 
Mr: Blondy in Paris. 

1437. In einer flachen Landschaft mit verMienen Gebäuden 

(9 b.) wird ein Hirsch gehetzt. Bez. PS. W. 

Auf H. 0,48V2 h., 0,79 br. Im Jahre 1742 durch 
Rigaud aus dem Gab. Du Pile in Paris, als „Ghasse 
k ritalienne". 1500 Livres. 

1438. Fa]kei\iäger und Diener mit Jagdgeräth und Beute 
(18b.) gehen durch einen Fluss. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,65 h., 0^74 br. 

1439. Landschaft mit der Wohnung des Scharfrichters und 
(19 b.) dem Hochgericht Einige Reiter und Figuren im Vor- 
grunde. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,56 h., 0,68 Va br. 

1440. In einer Grotte liegen ein Mann und eine Frau an der 
(18c.) Erde und sprechen mit einem Hirten; zur Seite ein 

Schimmel. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,45 h., 0,37 br. Von Hoyer durch Nau- 
mann als Gopie. Alt. Inv. 1722. 



\ 



312 Holländische Schule. 

1441. Ein Bauer lässt einen Schimmel am Bache saufen. Bez. 
(18 b.) mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,29 h , 0,37 br. Desgl. Desgl. 

1442. Eine Familie hat sich gelagert; ein Mann mit zwei 

(16b.) Pferden steht dabei. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,.51 h., 0,43^2 br. Durch BaroD v. Schacht. 
Alt. Inv. 1722. 

1443. Ein Reiter ist von seinem Schimmel gestiegen und um- 
(19b.) armt ein Landmädchen. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,41 Va h., 0,51 V2 br. 1708 von Fr. Lemmers 
aus Antwerpen. 2.50 Pattacons. 

1444. Einige Reiter vor der Werkstatt eines Hufschmieds. 

(8 c.) Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,.53 h., 0,66 br. Aus der Sammlung der 
Comtesse de la Verrue in Paris. Gestochen von 
Moyreau. 

1445. Abreise aus dem Wirthshause. Bez. mit dem Mono- 

(16b.) gramm und auf dem Wirthsschild A^ 1649. 

Auf H. 0,32 Va h., 0,37 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1446. Im Vordergrunde hitziges Reitergefecht, weiterhin zu- 
(16 b.) gleich Kampf mit Fussvolk unter den Mauern einer 

Bergfeste. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,69 h., 0,83 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inven. 1722. 

1447. Aufbruch zur Falkenjagd. Rechts ein Theil eines 
(47 a.) Schlosses, zu welchem eine Brücke führt. Bez. mit 

dem Monogramm. 

Auf L. 0,80V2 h., 1,02 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



Holländische Schule. 313 

1448. Derselbe Gegenstand. Herren und Damen zu Pferde 

(47 a.) halten vor einem Schlosse. Gegenstück. 

Auf L. 0,81 Va h., 1,04 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

1449. Pfordemarkt in einer flachen Landschaft. Bez. mit dem 

(18 b.) Monogramm. 

Auf H. 0,32^2 h., 0,41 Va br. 1708 durch Franz 
Lemmers aus Antwerpen. 250 Pattacons. 

1 450. Reisende halten mit bepackten Pferden vor einem Wirths- 

(18 b.) hause. 

Auf H. 0,40^9 h., 0,48Va br. 1749 durch Le Leu 
aus der Sammlung Crozat in Paris. 1001 Livres. 

1451. Ein einzelnes Haus steht am Ufer eines Stromes; vom 
(19 b.) reitet ein Mann in rothem Mantel. Bez. mit dem Mono- 
gramm. 

Auf L. 0,53 h., 0,68 br. 

1452. Ein Herr lässt vor einer Schmiede seinen Schimmel be- 
(20 b.) schlagen. Ln Vorgrund ein Knabe mit einer Ziege vor 

einem Kinderwagen, in welchem ein Kind liegt. Bez. 
mit dem Monogramm. 

Auf K. 0,38 Va h., 0,41 Va br. Aus dem Gab. des 
Vicomte de Fontpertuis. 700 Livres. 

1453. Falkenjagd. Trompeten und Pauken verkünden den Sieg 
(19 b.) der Falken über einen Eeiher. Bez. mit dem Monogramm 

(undeutlich). 

Auf H. 0,47 Va h., 0,65 br. Durch Wanderer. Alt. 
Inv. 1722. 

1 454. Marketenderzelt mit Eeitem und einem blasenden Trom- 

(16 b.) peter davor. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,48 h., 0,42 br. 1710 durch Jac. de Wit 
aus Antwerpen. 180 Pistolen. 



3^14 Holländische Schule. 

1455. Am Ufer des Meeres sind Fischer mit ihrem Fange be- 
(8 b.; schäftigt; dabei einige Käufer. Bez. mit dem Mono- 
gramm. 

Auf H. 0,55 h., 0,60V9 br. 

1456. Ein Herr hält vor einer Schmiede und lässt sein Pferd 
(8 b.) beschlagen. Bez. P. W., leider, wie es scheint, unächt, 

sonst würde man das Bild für Pieter Wouverman halten 
können, obgleich es dem Philips W. vollkommen ähnlich. 

Auf L. 0,55Va h., 0,60Va br. Juni 1751 durch Le 
Leu aus der Sammlung de Tugny in Paris, als „le 
travail du mar^chal", gestochen von Moyreau. 604 
Livres. 

1457 . Vor einer Felsengrotte halten Jäger zu Pferde ; der Wirth 
(8 a.) reicht ihnen zu trinken. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,65 h., 0,53 br. 

1458. Ruinen am Ufer eines Stromes; vom Reiter, die ihre 

(9 c.) Pferde schwemmen. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,46 h., 0,60 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1459. Gefecht auf einer steinernen Brücke. Prachtbild mit 
(7 c.) viel grösseren Figuren als gewöhnlich. Bez. mit dem 

Monogramm. 

Auf L. 1,08 h., 1,36 br. 1710 durch Jac. de Wit 
aus Antwerpen als „in der Manier von Bourguignon". 
170 Pistolen. 

1460. Abreise zur Jagd. Jäger koppeln Hunde, andere sind 
(8 c.) schon voraus. 

Auf H. 0,45 h., 0,64Va br. 

1461. Rückkehr von der Jagd. Maulesel und Pferde sind mit 
(8 c.) der Beute beladen. Gegenstück. Bez. mit dem Mono- 
gramm. 

Auf H. 0,iöV2 h., 0,64 br. März 1755 mit dem 
Vorigen durch Graf Wackerbarth aus dem Nachlass 



Holländische Schüfe. 3 

des Mr. Pasquier, früher im Besitz des Cbevalier 
d'Orleans und im Cabinet des Vicomte de Fontpertuis. 

1462. Bei einem Maxketenderzelte halten Reiter mit ihren 
\9a.) Pferden; einige trinken, andere spielen Karten. Bez. 

mit dem Monogramm. 

AufL. 0,81^9 h., 1,04 br. Durch Graf Wackerbarth, 
Alt. Inv. 1722. 

1463. Vor einer Marketenderhütte halten Reiter; Soldaten 
(16b.) würfeln auf einer Trommel. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,36 h., 0,44 br. 1740 durch v. Heineken 
aus Hamburg. Inv. 8vo 

1464. Herren und Damen mit ihren Pferden und Jagdbeglei- 
(16b.) tem halten an einem Brunnen; ein Edelknabe schenkt 

Wein ein. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,36 h., 0,41 Va br. Desgl. als Gegenstück 
zum Vorhergehenden. 

1465. Reitergefeeht nahe an einem Schlosse, welches durch 

(16 b.) Kanonen vertheidigt wird. Bez. mit dem Monograipm. 

Auf L. 0,70 h., 0,99 br. 1749 durch Le Leu aus 
der Sammlung Araignon. 1600 Livres. 1861 durch 
Schirmer rest. 

1466. Aus einem Klostergebäude bringt ein Kapuziner den 
(18 b.) Armen Speise. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,33 h., 0,36 br. Ein BUdchen von wunder- 
bar zarter Ausführung. 1749 durch Le Leu von Mr. 
Le Noir, Banq. in Paris. 700 Livres. Unter der Bez.: 
„L*Aum6ne des Capucins", gest. von Moyreau. 

1467. Das sich bäumende Pferd eines Reiters bringt das Gre- 
(18b.) spann eines Bauemwagens in Verwirrung. Bez. mit 

dem Monogramm. 

Auf L. 0,57 h., 0,78V« ^r- 1742 durch Bigaud aus 
dem Gabinet des Mr. Du Pile in Paris. 1.5(X) Livres. 
Unter der Bez.: „Le Pot au Lait^S gest. von Le Bas. 



316 Holländische Schule. 

1468. Bewaffnete Bauern kämpfen gegen Kelterei, Weiber mit 
(18b.) Kindern suchen fliehend ihre Habe zu retten. Bez. mit 

dem Monogramm. 

Auf L. 0,56 h., 0,79 br. Hauptbild. 1749 durch 
La Leu vom Kupferstecher Moyreau. 2000 Livres. 
Gest. von Moyreau als „Le pillage des Reiters". 

1469. Pferdemarkt in einer schönen offenen Gegend. Bez. mit 
(18 b.) dem Monogramm. 

Auf L. 0,62 h., 0,77V2 br. 1710 durch Jacob de 
Wit. 120 Pistolen. 

1470. Keitergefecht bei einer brennenden Windmühle. 
(19 b.) Bez. Ph. Wouverman. 

, Aul L. 0,55 h., 0,67V9 br. Hauptbild. Im Jahre 
1749 durch Le Leu aus dem Cabinet des Mr. Crozat 
in Paris. 1656 Livres; gestochen als „FEmbrasement 
du Moulin" von Moyreau. 

1471. Im Stalle eines Wirthshauses halten Herren mit ihren 
(19 b.) Pferden, im Begriff ihren Weg fortzusetzen. Bez. mit 

' dem Monogramm. 

Auf L. 0,52 Va h., 0,66 br. HauptbUd. 1749 durch 
Le Leu aus dem Cabinet der Comtesse de la Verrue 
in Paris. 1201 Livres. 

1472. Ein Wasserfall stürzt über bewachsene Felsen herab; 
(16 b.) ein schwerbeladener, mit fünf Pferden bespannter Wagen 

hält im Vorgrunde. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf K. 0,30 h., 0,39^9 br. Ein Bild von miniatur- 
artiger Feinheit der Vollendung. 1749 durch Le Leu 
aus der Sammlung des President de Tugny in Paris. 
1860 Livres. Gest. von Moyreau als „la Cascade". 

1473. Abreise zur Falkenjagd; eine Kutsche, mit Schimmeln 

(8 b.) bespannt, ist bereits auf dem Wege. 

Auf L. 0,82 h., 1,28 br. 1749 aus der Sammlung 
des Mr. de Vaux aus Paris. 1500 Livres. 



Holländische Schule. 317 

1474. Ein Bär und Wildschweine, von Jägern zu Pferd und 

(9 a.) zu Fuss gehetzt und erlegt. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,80 h., 1,10 br. Desgl. 1000 Livres. 1741 
gestochen von Le Bas. 

1475. Ein Herr vor einer Schmiede lässt seinen Schimmel be- 

(8 a.) schlagen. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,63 h., 0,50 br. 1749 durch Le Leu aus 
Paris. Als „La grotte du marechal", gest. von 
Moyreau. 600 Livres. 

1476. Fuhrt und Ueberfahrt, wo Pferde in die Schwemme ge- 

(9 c.) ritten werden. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,46 h., 0,60 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. luv. 1722. 

1477. Rast auf dem Marsche. Bez. mit dem Monogramm. 

(8c.) Auf L. 0,52V2 h., 0,63V.2 br. 1749 durch Le Leu 
aus Paris. 750 Livres. 

1478. Landsee in der Mitte einer weiten, reich bebauten Land- 
(9b.) Schaft; vom haben Jäger zu Pferde einen Hirsch er- 
reicht. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,72 h., 1,30 br. 1749 aus dem Cabinet 
der Comtesse de la Verrue in Paris; erworben durch 
Le Leu. 15(X) Livres. 

1479. Feldlager an einem breiten Flusse. Eine Menge Krieger 
(9 b.) zu Fuss und zu Pferde im Vorgrunde. Bez. mit dem 

Monogramm. 

Auf L. 0,71 h., 1,28 br. 1742 durch De Brays imd 
Araignon aus der Sammlung Carignan in Paris. Als 
„Quartier gen^ral de 1' Armee hoUandaise". 3500 Liv. 

1480. Deutsche Kelterei und Fussvolk kämpfen mit türkischen 
(8 b.) Keitem. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,83 h., 1,05V2 hr. 1708 durch Franz 
Lemmers aus Antwerpen. 650 Pattacons. 



318 Holländische Schule. 

1481. Keitergefecht in der Nähe eines verfallenen Schlosses. 

(16 b.) Bez. mit dem Monogramm. 

Auf L. 0,70 h., 0,82 br. 1710 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen. 170 Pistolen. 

1482. Ein Herr hält sein Pferd am Zügel und lässt sich von 
(18 b.) einer Zigeunerin wahrsagen. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,40 h., 0,47 Va br. Durch Graf Gotter. 
200 Konv. fl. 

1483. Ein Herr zu Pferde hält am Ufer des Meeres und spricht 
(18b.) mit einigen Fischern. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,31V« h., 0,36 br. 

1484. Ein Bauer tränkt seinen Schimmel aus einer Lache; 
(8 a.) auf einem Hügel eine Frau mit ihrem Kinde. Bez. mit 

dem Monogramm. 
Auf H. 0,33 Va h., 0,27 br. 1851 aus dem Vorrath. 

1485. Fischer ziehen ihre Netze ein; ein scheckiges, gesatteltes 
(18b.) Pferd steht daneben. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,31^2 h., 0,36 br. 1741 durch v. Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. 

1486. Ein Zweikampf. Zwei Eeiter schlagen sich auf Pistolen. 

(20 b.) Bez. mit dem Monogramm. 

Auf IL 0,34 h., 0,40V2 hr. 1751 aus dem Cabinet 
Crozat in Paris. 

1487. Landpartie von Herren und Damen zu Pferde. Bez. mit 

(17 a.) dem Monogramm. 

Auf L. 0,77 h., 0,98 br. 1710 durch Jac. de Wit 
aus Antwerpen als „het Hengstche". 130 Pistolen; 
rest. d. Schirmer. 1855 aus dem Vorrath. 

1488. Ein abgeschirrter Schimmel in einem dunkeln Stalle. 
(16 b.) Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,27 h., 0,35 br. 



Holländische Schule. 319 

1489. Mehrere Pferde im Stalle eines Wirthshauses an der 
(16 b.) Krippe. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,29 Va h., 0,38 br. 1710 durch Jac. de Wit 
aus Antwerpen, mit dem Vorigen zusammen fiir 220 
Pistolen. 

1490. Ein Mann auf braunem Pferde mit einem Schimmel zur 

(16 b.) Hand. 

Auf H. 0,2.5^2 h., 0,31 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. (Kein Original.) 

1491. Ein angeschirrter Schimmel und ein bepackter Brauner 

(16 a.) stehen in einer Felsenhöhle. 

Auf H. 0,26 h., 0,31 br. 1708 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen. 125 Pattacons. 

1492. Ein Scharmützel. Zwei Eeiter, die Pistolen auf einander 
(8a.) abfeuernd; im Hintergrund ein blasender Trompeter und 

kämpfende Heiter und Fussvolk. Bez. mit dem Mono- 
gramm. 

Auf H. 0,38 h., 0,31 br. 1872 rest. durch Schirmer.* 

1493. Beladene Karren, die durch einen Fluss gefahren, von 
(12 a.) Eäubern angegriffen. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,35 h., 0,48% br. (Kein Original.) 

1494. Hitziges Gefecht zwischen Fussvolk und Keiterei. Bez. 

(12a.) mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,36 h., 0,41 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. (Original in der Gallerie zu Schwerin.) 



* Dieser oft genannte Künstler, geb. am 1. Juni 1808 zu 
Greifswalde in Pommern, damals noch schwedische Provinz, ging 
nach Kopenhagen und später nach Dresden, wo er die schwierige 
Kunst der Bilder- Restauration übte. Seit dem 1. Januar 1834 
war er bei der hiesigen Königl. Gallerie angestellt und starb am 
1. Mai 1876. 



320 Holländische Schule. 

1495. Mänaer und Frauen mit Kindern, zu Fuss und zu Pferde, 
(19 b.) gehen durch ein Wasser. Bez. mit dem Monogramm. 

Auf H. 0,40 h., 0,f)4Va hr. 1741 durch von Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. (Kein Original.) Das wahrscheinliche 
Original befindet sich in der Speck-Stemburg'schen 
Sammlung in Lützschena bei Leipzig. 



Anm.: Es lag nahe, bei einer so überaus grossen Vollzählig- 
keit der Werke dieses Meistert, wie sie nur die hiesige 
K. Gallerie darbietet, einmal den Versuch der Angabe 
einer historischen Reihenfolge derselben zu wagen, und 
wenigstens für ein Laienpublikum das Gleichartige zu- 
sammen zu stellen. Demnach sind diejenigen Werke 
des Meisters, welche sich durch entschiedeneres Grün 
der Landschaft, eine Art von Härte der Localtöne und 
schärfere Charakteristik der Figuren und Thiere von 
der Vollendung und zuletzt übertriebenen Weichheit 
der späteren Arbeiten wesentlich unterscheiden, in den 
ersten neun Nummern zusammengeordnet. Zu einem 
üebergang zur späteren Weise gehören etwa die näch- 
sten zehn Nummern, denen achtzehn der schon fast 
vollendeten Meisterschaft folgen, welche nur noch durch 
sechszehn Nummern der vortrefflichsten und anerkann- 
testen Prachtbilder übertroffen werden. Von diesen 
abwärts zeigen sechs Bilder einen Üebergang zu den 
schon geringeren, welche nur durch zwei Bilder ver- 
treten sind, während den Schluss fünf schwache, zum 
Theil unächte Bilder machen. Viele schreiben Arbeiten, 
wie die unter No. 1430 bis 1438 enthaltenen, dem Jan 
und Pieter Wouverman zu, was jedoch mit Sicherheit 
nur dann möglich, wenn ächte Monogramme vorhanden, 
da die Brüder wahrscheinlich viel gemeinsam malten, 
wobei Philipp zumeist die letzte Hand angelegt haben 
mag. Fast alle bezeichneten Bilder tragen demzufolge 
das Monogramm des Philipp (denn auch die mit PH. W. 
bezeichneten kann man nur diesem zutheilen), die 
meisten acht, wenn auch einige, namentlich die letzten 
Nummern der Reihenfolge gewiss unächt. 



Holländische Schule. 321 

Begeyn (Abraham). Geb. zu Leyden (?), lebte um 1680 in 
Berlin. 

1496. Drei Ziegen in einer Landschaft. Bez. 

(Pi<>) DD 

QjJLjeaeun^ 

Auf H. 0,21 h., 0,24 br. Alt. Inv. 1722. 1860 aus 
dem Vorrath. 

Bega (Comelis). Gretauft zu Haarlem den 15. November 1620, 
begraben daselbst den 30. August 1664. 

1497. Bauern, Weiber und Kinder in einer Dorfschänke beim 
(20 c.) Tanz. Bez. C. Bega. 

Auf H. 0,47 h., 0,44V9 br. 

Tol (Dominicus van), Schüler des G. Dov. Lebte um 1620. 

1498. Ein graubärti^er Mann hinter einem Bogenfenster ver- 
(19 a.) zehrt einen Hering. Bez. D. V. Tol. 

Auf H. 0,26 h., 0,19Va br. 

1499. Eine alte Frau hinter einem Bogenfenster windet Garn 
(19 a.) auf eine Weife. Bez. D. V. Tol. 

Auf H. 0,34 h., 0,26^2 br. 

Breenbergh (Bartholomäus), Schüler des Poelenburg. Geb. 
zu Utrecht um 1620, gest. nach 1663. 

1500. Joseph lässt während der Hungersnoth in Egypten Brod 
(P 5.) verkaufen. Bez. B. Breenbergh fecit Anno 1644. Die 

beiden B. zusammengezogen. 

Auf H. 0,48 h., 0,68 br. 1754 durch Le Leu aus 
der Sammlung de la Bouexi^re. 

21 



1^ 

,22 Holländische Schule. 

Rockes (Hendrik Härtens), gen. Sorgh, Schüler des D. Teuiers. 
Geb. zu Rotterdam 1621, gest. 1682. 

1501. Vor einem Hause sitzt eine Pischhändlerin, eine. Köchin 
(15 a.) und ein Fischer stehen dabei. Bez. 1664 M. Sorgh. 

Auf H. 0,50 h. 0,37V» br. Durch v. Flemming. Alt. 
Inv. 1722. 

1502. Die Arbeiter im Weinberge erhalten ihren Lohn. 
(17 b.) Bez. M. Sorgh 1667. 

Auf H. 0,49 h., 0,65 br. 

1503. Mehrere Bauern spielen Karten; eine Frau fragt einen 
(16a.) der Zuschauer um Kath. 

Undeutlich bez. H . . . rgh. 1 643. 

Auf H. 0,59 h., 0,83 Va br. Vortreffüches Bild im 
Geist des Ostade. 

Eckhout (Gerbrandt van den), Schüler des Rembrandt. Geb. 
zu Amsterdam den 19. August 1621, gest. den 
22. October 1674. 

1504. Simeon im Tempel, das Kind Jesus auf den Armen, 

(19 b.) dankt knieend dem Herrn. 

Auf L. 0,68 h., 0,85 br. Durch Baumann als Rem- 
brandt. Alt. Inv. 1722. 

Everdingen (Cesar van), Bruder des Aldert v. E. und Schüler 
des Jan van Bronkhorst. Geb. 1606 zu Alk- 
maar, gest. daselbst 1679. 

1505. Flora, Pomona, Bachus und Amor. Im Hintergrunde 
(L 3.) ein Satyr und eine Mohrin. Bez. C V E. zusammen- 
gezogen. 

Auf L. 1,46 h., 1,61 br. Im Jahre 1865 erkauft 
vom Conservator J. D. Dreyer in Bremen. Preis 
25 Louisd'or. 



Holländische Schule. 323 

Everdingen (Aldert oder Allart van), Schüler des Roland Sa - 
very und Peter Molyn des Aelteren. Geb. zu Alk- 
maar 1621, gest. daselbst 1675. 

1506. Felsige Gegend mit bewölkter Luft ; vorn ein Hirsch, 
(10 b.) von Jägern durch das Wasser gehetzt. 

Bez. A. VAN EVERDINGEN. 1 643. 
Auf H. 0,46 h., 0j6o br. 

1507. Kleine Landschaft mit einem Schloss, im Vorgrunde 
(10b.) kahle Felsen; rechts einige Tannen und Männer, welche 

Holz fällen. Bez. A. v. Everdingen. 
Auf H. 0,34 h., 0,41 br. 

1508. Zwischen Tannenwald und mit Laubholz bedeckten 
(10 b.) Felsenmassen stürzt ein Strom in den Vorgrund herab. 

Bez. A. V. Everdingen. 

Auf L. 1.44 h.. 1,73 br. 1837 von Frau von Heigen- 
dorf erkauft für 800 Thlr. 

1509. Eine kleine Landschaft mit ein paar Mühlen an einem 
(10 b.) Flusse. 

Auf H. 0,35V2 h., 0,43 br. 

1510. Ein mit Tannen und Laubholz bewachsener Hügel, am 
(10b.) Fusse desselben ein Hirt, der Ziegen weidet. 

Auf H. 0,26 h., 0,24V2 br. 

Berchem, Berghem oder Berighem (Ciaes Pietersen). Getauft 

zu Haarlem den 1. October 1620, gest. den 
18. Februar 1683 zu Amsterdam. 

1511. Ein Handelsherr sitzt vor einem Prachtgebäude, ein 
(9a.) reichgekleideter Mohr nähert sich ihm; zur Seite eine 

Dame. Bez. Berchem f. 

Auf L. 0,95 h., 0,90 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

21* 



324 Holländische Schule. 

15 12. Die Verkündigung der Hirten. Bez. Berighera (sie) 1 649. 
(10 a.) Auf H. 0,45 h., 0,37^9 br. 1741 durch v. Kaiser- 

ling. Inv. 8vo. 

1513. Landschaft mit hohen bewachsenen Felsen, im Hinter- 
(10a.) gründe eine alte Burg. Bez. Berchem f. 1656. 

Auf L. 1,38 h., 1,03 br. 1749 aus De Bray's Nach- 
lass in Paris. 15(X) Livres. 

1514. Landschaft mit grossen Felsenmassen, im Vorgrunde 
(12 a.) ziehen Fischer ihr Netz an's Land. 

Bez. Berchem 1656. 

Auf H. 0,41 h., 0,61 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
111. 21.) 1754 durch Le Leu aus der Sammlung de 
la Bouexiere. 

1515. Landschaft mit fernen Gebirgen und einem steilen Felsen 
(10 a.) im Vorgrunde, durch eine Gruppe Menschen und Thiere 

belebt. Bez. Berchem. 1659. 

Auf L. 1,07 h., 1.34 br. ^ (Altes Kupferstichwerk 
II. 50.) 1749 durch Le Leu von der Wittwe Gersaint 
in Paris. 1201 Livres. Gestochen von Aliamet. 

1516. Magere felsige Gegend mit Ruinen. Bez. Berchem. 
f^l'^c.) Auf H. 0,47 h., 0,64 br. 1742 durch Riedel aus 

Prag. Inv. 8vo. 

1517. Kleine felsige Landschaft, im Vorgrunde ein paar 
(10a.) Männer mit einer Heerde. Bez. Berchem. 

Auf H. 0,30 h., 0,26 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1518. Ein Waldstrom drängt sich durch Felsen; Hirten und 
(10a.) Heerden sind umher zerstreut. Bez. 




Auf L. 1,10 h., 1,54 br. 1749 durch Le Leu aus der 
Sammlung Crozat in Paris. 12(X) Livres. 



Holländische Schule. 325 

1519. Sonnenuntergang. Vor einer Bauemhtitte sitzt eine 
(12 a.) Frau, ihren Spinnrocken in der Hand, neben ihr liegt 

ein Mann, einiges Vieh daneben. Bez. Berchem. 

Aiif H. 0,47 h., 0,64^2 br. Wurde früher von einigen 
für Albert Cuyp gehalten, aliein es trägt ein durch 
genaueste Untersuchung als acht bewährtes Monogramm. 

1520. Landschaft mit Vieh, braune Untertuschung. 

(12a.) Auf H. 0,28 Vs h., 0,37 Vg br. Durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 1855 aus dem Vorrath. 

1521. Desgleichen. Gegenstück. Beide bez. Berchem. 

(12 a.) Auf H., 0,29 Va h., 0,37 br. 1858 aus dem Vorrath. 

1522. Ein bewässertes Thal, durch welches verschiedenes Vieh 

(7 a.) getrieben wird. 

Auf L. 1,56 h., 1.41 br. Durch Du Roy. Alt. luv. 
1722. 

1523. Kleine Landschaft mit einem Felsen in der Ferne, an 
(10a.) dessen Fusse ein Bauer pflügt; im Vordergrunde einige 

Stück Kindvieh mit ein paar Weibern, deren eine auf 
einem Esel reitet. 

Auf H. 0,24 Va h , 0,31^2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Das Gegenstück befindet sich in der Bridge- 
water-Gallerie zu London. 

Anm. : Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder dieses Meisters 
umfassen einen Zeitraum von 10 Jahren (1649 — 1659). 
Merkwürdig ist die Verkündigung der Hirten (Nr. 1512), 
welche entschieden an Rembrandt'sche Auffassung er- 
innert und „Berighem" bezeichnet ist, wie er sich auf 
seinen Jugenbildern zu schreiben pflegte. 

Unbekannt. 

1524. Ein Hirt auf seinen Stab gestützt hütet einige Kühe. 

(13 c.) Auf K. 0,10 h., 0,13V2 hr. Durch Pesne. Alt. Inv. 
1722. 



326 Holländische Schule. 

Romeyn (Willem), wahrscheinlich Schüler des Berghem. 
Geb. zu Haarlem, lebte noch 1693. 

1525. Kleine Landschaft mit einem- hohen Felsen im Hinter- 
(16a.) gründe; einige Stück Kindvieh, Schafe und Ziegen 

weiden im Vorgrunde. Bez. W. ROMEYN. 

Auf H. 0,43Va h., 0,37 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

PalamedeSZ (Palamedes), Bruder des Anton Palamedesz. 
Lebte um 1625. 

1526. Reitergefecht. Bez. P. f 1 634 undeutlich. 

(20b.) Auf H. 0,46^2 h , 0,72V« br. 

Derselbe. (?) 

1527. Ein Cavalier mit einem Stock. Ganze stehende Figur. 

(P 1.) Auf L. 0,34 h., 0,19 br. Alt. Inv. 1722. 1861 aus 
dem Vorrath. 

Potter (Paul), Schüler seines Vaters PieterPotter. Geb. zu 
Enkhuyzen im November 1625, gest. zu Amsterdam 
im Januar 1654. 

1528. Ein Park, in welchem gekoppelte Hunde, begleitet von 
(14 a.) Jägern zu Pferde und zu Fuss, zur Jagd geführt werden. 

Bez. Paulus Potter fec. 1652. 

Auf L. 0,63 h. , 0,78 br. Eine Copic in der Suer- 
mondt'schen Sammlung in Berlin. 

1529. Ein Hirt treibt einige Rinder einen kleinen Hügel hinan. 

(14c.) Bez. Paulus Potter fec. 1652. 

Auf H. 0,36V2 h., 0,50 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1530. Einige Rinder, ein Pferd und ein Paar Schafe weiden 
(14c.) auf einem Hügel. Bez. Paulus Potter fec. 1652. 

Auf H: 0,36 h., 0,46V2 br. Desgl. Desgl. 



Holländische Schule. 9g7 

Verschuring (Hendrik), Schüler des Jan Both. Geb. zu Gor- 
kum 1627, ertrank 1690. 

1531. In der Nähe verfallener Gebäude rüstet sich der Tross 
(Q 3.) eines Heeres zum Aufbnich. Bez. H. Verschuring f. 1 6 70. 

Auf H. 0,64 h., 0,74 br. Durch Graf Wackerbarth 
als Manier Wou^erman. Alt. Inv. 1722. 

1532. Christus wird nach Golgatha geführt. 
(P 4.) Bez. H. VERSCHVRING. 

Auf L. 0,81 h., 1,23 br. Desgl. Desgl. 

Bakereel (Willem). Gest. zu Antwerpen den 23. Januar 1615. 

1533. Sandhügel und Höhlen, mit weiter Ferne und Figuren. 
(12c.) Bez. W. Bakereel. Die letzten Buchstaben undeutlich. 

Auf L. 0,48 h., 0,67 br. 1856 aus dem Vorrath. 

Unbekannt. 

1534. Lagerscene. Ein Eeiter mit einer Marketenderin. 

(P 9.) Auf H. 0,31 h., 0,45 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Oosterwyck (Maria van), Schülerin des D. de Heem. Geb. in 
Nootdorp bei Delft, gest. 1693. 

1535. Blumen in einem gläsernen Gefäss, daneben ein paar 
(19 b.) Muscheln. Bez. MARIA VAN OOSTERWYCK. 

Auf L. 0,72^2 h., 0,56V2 br. 

1536. Unter einem Vorhange eine Melone, W^eintrauben und 
(17b.) eine Orange auf einem Marmortisehe. Ebenso be- 
zeichnet. 

Auf L. 0,71 h., 0,.57 br. 1740 beide durch Morell 
für 2400 fl. Inv. 8vo. 



398 Holländische Schule. 

Unbekannt 

1537. Ein alter, nach oben blickender, graubärtiger Mann. 

(51c.) Auf L. 0,.57 h., 0,50 br. 1743 aus Paris als van 
Bock (vielleicht van Bouck, Schüler des Snyders, gest. 
zu Paris 1673). Inv. 8vo. 

Ossenbeck (Josias). Geb. zu Eotterdam um 1627, gest. 1678. 

1538. Flache Landschaft. Ein Herr und eine Dame sprechen 

(20 b.) mit einem Hirten. Bez. J. Ossenbeck. f. 1664. 

Auf L. 0,52 h., 0,81 br. In einem alten Verzeichniss 
als Landschaft von CoUard (?), staffirt von Ossenbeck. 
Durch Graf Gotter. 40 Konv. fl. 

Ulft (Jan van der). Geb. zu Gorkum um 1627, lebte noch 1688. 

1539. Landschaft mit Euinen und vielen Figuren. 

(14a.) Auf H. 0,47^2 h., 0,75 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

Meer (Jan van der), Schüler des Karel Fabritius. Geb. zu 
Delft um 1632, gest. zu Amsterdam um 1696. 

1540. Ein Offizier umarmt ein junges Frauenzimmer und 
(jK2.) drückt ihr ein Goldstück in die Hand. Dabei noch 

ein Herr und eiae Alte, in einem Balkon, über dessen 
Brüstung ein persischer Teppich herabhängt. Halb- 
figuren in Lebensgrösse. Bez. J. van Meer. 1656. 

Auf L. 1,44 h., 1,30 br. Der erste Strich des „M" 
oben mit einem Punkt und unten mit einem „v" ver- 
bunden. (S. W. Burger Mus^es de Hollande S. 77.) 
Von dem seltenen Meister ist, so weit bekannt, kein 
anderes ßild in lebensgrossen Figuren vorhanden. 1741 
aus der Sammlung Wallenstein. 

1541. Vor einem grünen aufgezogenen Vorhange steht ein 
(L 3.) junges Mädchen an offenem Fenster und liest einen 

Brief. Bez. J. v. Meer undeutlich. 

Auf L. 0,84 h., 0,65 br. Als „Rembrandt" im Abrege 
angeführt. 



Holländische Schule. 329 

Meer (Jan van der) von Haarlem. (?) 

1542. Ein Waldweg im Sonnenschein, auf welchem ein Eeiter 
(16 c.) vom Eücken gesehen mit seinem Hunde in's Dickicht 

reitet. Eechts im Mittelgrunde ein weibliches Figürchen, 
Etwas aufzulesen beschäftigt. Weite buschige Ferne mit 
niedrigem Horizont; Sommerhimmel mit hellen Wolken. 

Auf H. 0,.50 h., 0,40 br. Dies Bild, jedenfalls ein 
Meisterwerk, im Jahre 1876 unter obigem Namen vom 
Kunsthändler Triepel in Grünberg für den Preis von 
7500 Mark gekauft, galt in den Sammlungen von Franz 
und Dr. Kiedrich für Ruisdael, jetzt vielfach für Hob- 
bema. 

1543. Ein Waldsaum mit einem Gewässer, ganz ähnlich dem 
(16 a.) vorigen Bilde. 

Auf H. 0,48 h., 0,40Va br. 1876 vom Kunsthändler 
Franz Müller in Leipzig. Preis 7500 Mark. 

Meer (Jan van der), gen. de Jonge. Geb. zu Haarlem um 
1646. (?) 

1544. Ein Gebirge jenseits eines Landsees; vorn mehrere be- 
(P 9.) packte Esel mit ihren Treibern. 

Bez. J. van dr. Meer 1654. 

Auf H. 0,34 Va h., 0,42 br. Durch Graf Gotter. 
50 Konv. fl. 

1545. Bei einer Hütte unter Bäumen sitzt ein Schafhirt, dessen 
(12a.) Heerde im Vorgrunde gelagert ist; eine Bäuerin liest 

ihm etwas vor. Bez. J. van Meer fc. A— 16 . . (un- 
deutlich). 

Auf L. 0,84 h., 1,09 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 



330 Holländische Schule. 

Ruisdael (Jacob van), Sohn des älteren Jacob und Neffe des 
Salomon K. Geb. zuHaarlem um 1625, begraben 
daselbst den 14. März 1G82. 

1546. Landschaft, bekannt unter dem Namen „die Jagd". 
(11c.) Die Figuren angeblich von A. van der Velde. i 

Bez. J. V. Euisdael. Wie die folgende Nr. 

Auf L. 1,08 h., 1,47 br. :J: (Altes Kupferstichwerk 
III. 27.) 

1547. Landschaft, bekannt unter dem Namen „Juden-Kirch- 
(11b.) hof". Bez. 




Auf L. 0,85 h., 0,96 br. tf; (Altes Kupferstichwerk 
III. 39.) 

1548. Ein mit schönen Bäumen bewachsener Hügel, von dem 
(IIa.) ein kleiner Bach herabstürzt; ein Knabe weidet einige 
Schafe und eine weisse Ziege. Bez. 



il 



Auf H. 0,38 h., 0,52^2 br. 

1549. Ein Waldweg; mitten durch das Gehölz sieht man den 
(IIa.) Horizont. Bez. J. v. Euisdael. 

Auf L. 0,63 h., 0,52 br. S. Nr. 1547. 

1550. Durch ein mit Laubholz bewachsenes Thal strömt ein 
(IIa.) Bach, der im Vorgrunde einen kleinen Fall bildet. 

Ebenso bez. 

Auf L. 0,62 h., 0,52 br. 



Holländische Schule. 331 

1551. Ein Wasserfall an einem mit Bäumen bewachsenen 
(IIa.) Hügel. Bez. J. v. Kuisdael f. 

Auf L. 0,68 h., 0,.54 br. Alt. Inv. 1722. 

1552. Eine waldige Landschaft. Im Vorgrunde ein Wasserfall. 
(IIa.) Ebenso bez. 

Auf L. 0,67 h., 0,.55 br. Desgl. 

1553. Eine Landschaft mit Bergen im Hintergrunde bekannt 
(IIb.) unter dem Namen „das Kloster". 

Bez. J. V. E. wie Nr. 1548. 

Auf L. 0,74 h.. 0.96 br. d: (Altes Kupferstichwerk 
JII. 40.) 

1554. Ganz flache Gegend. Ein Weg führt nach einem Dorfe 
(IIa.) hin, rechts und links am Wege Felder mit Garben. 

Bez. J. V. Euisdael zusammengezogen. 

Auf L. 0,40 h., 0,51 Va br. 1751 durch Riedel auf 
der Michaelis-Messe zu Leipzig erkauft. Geschenk 
des Grafen Wackerbarth an S. M. den König zur 
Messe. 

1555. Rauhe Gebirgsgegend; ein Waldstrom bildet im Vor- 
(11 a.) gründe einen Wasserfall. In der Ferne einige Bauem- 

hütten. 

Auf L. 1,00 h., 0,86 br. 1740 durch MoreU aus 
Antwerpen. Inv. 8vo. 

1556. Eine baumreiche Landschaft mit Häusern im Hinter- 
(11a.) gründe. Eine hölzerne Brücke führt über einen Fluss. 

Auf L. 0,57 h., 0,65^9 br. 

1557. Hinter einer Baumgruppe auf einem Berge das Schloss 
(1 1 c.) Bentheim. 

Auf H. 0,55 h., 0,84V2 br. Alt. Inv. 1722. 



332 Holländische Schule. 

1558. Eine flache Waldgegend. Ein Karren fährt durch's 

(7 c.) Wasser. 

Auf H. 0,56 h., 0,74 Va br. 1743 in Leipzig zur 
Ostermesse erkauft. Inv. 8vo. 

1559. Sandweg, an einem heitern Sommertage; ein Mann und 
(11c.) eine Frau kommen einen von Bäumen beschatteten Hohl- 
weg herauf; im Mittelgrunde eine Hütte und ein Hirt 
mit Schafen. Bez. Ruisdael. 

Auf H. 0,50 h. , 0.68 br. 1874 aus Privatbesitz in 
Berlin. 4500 Thlr. 

Boom (Arnold oder Abraham van), auch Verboom, Schüler des 
Jacob Ruisdael. Lebte um 1653. 

1560. Ein von Bäumen umgebenes Dorf, dabei ein Schäfer mit 
(IIa.) einigen Schafen. Bez. A. v. Boom f. 

Auf L. 0,66 h., 0,79 br. 

1561. Eichenwaldung, im Vorgrund Schweifte auf der Weide. 
(IIa.) Gegenstück. Ebenso bezeichnet. 

Auf L. 0,66 h., 0,78 br. 

Hobbema (Meindert). Geb. zu Middelharnis 1638, begraben zu 
Amsterdam den 14. December 1709. 

1562. Waldlandschaft. Auf einem, das Gehölz durchschnei- 
(11b.) denden Wege geht ein Mann und ein kleines Mädchen. 

An der Seite ein mit Schilf bewachsenes Wasser. 

Auf H. 0,90 Va h., 1,31 br. 1874 aus einer Privat- 
Sammlung in Amsterdam durch Kunsthändler Vegtel. 
7000 Thlr. 

156e3. Hütten von Bäumen beschattet, auf beiden Seiten eines 
(7 a.) breiten Weges. Bez. M. Hobbema. 

Auf H. 0,33 h., 0,42 br. Desgl. Preis 2500 Thlr. 



Hotländische Schule. 333 

Looten (Jacob), Nachahmer des Hobbema. Gest. 1680 in 
England. 

1564. Landschaft mit Hirten und einigem Vieh. 
(P 4.) Auf K. 0,40 h., 0,50 br. 

1565. Landschaft, ähnlich der Vorigen. 
(P 4.) Auf K. 0,40 h., 0,49 br. 

1566. Landschaft. Ln Schatten des Vorgrundes ein Hirt mit 
(P 4.) seiner Hirtin. Gegenstück des Vorigen. 

Alle drei bez. 



/. A^oor. 



^ 



Auf K. V. Gr. Im Jahre 1860 aus dem Vorrath 
aufgenommen. 

Poel (Egbert van der). Geb. zu Eotterdam, gest. zu Delft 1690. 

1567. Das Innere eines Bauernhauses; ein Mann will ein Mäd- 
(19a.) chen umarmen, welches mit Zubereitung von Fischen 

beschäftigt ist. Bez. E. v. Poel. 1648. 

Auf H. 0,60 h. , 0,76 br. 1876 vom Kunsthändler 
Vegtel in Amsterdam. Preis 1200 Mark. 

Kalf (Willem), Schüler des Hendrik Pot. Geb. zu Amsterdam 
1630, gest. daselbst den 30. Juni 1693. 

1568. Auf einem Tische steht neben einem Eömer Wein eine 
(P 10.) weiss und blau gemalte Porzellanschale; dabei eine an- 
geschnittene Citrone. Bez. W. KALF. 1661. 

Auf L. 0,48 V9 h., 0,41^9 br. 



334 Holländische Schule. 

Bray (Jan de), Sohn des Salomon de Bray.* Begraben zu 
Haarlem den 4. December 1697. 

1569. Auf einer weissen verzierten Tafel ein Gedicht, das Lob 
(17b.) des Herings; davor ein Teller mit einem zerschnittenen 
Hering, ein Krug, Gläser mit Bier und dergl. Bez. 





lay. 1 (fS^f 



Auf H. 0,56 h., 0,48 br. 1741 durch v. Kaiserling 
Inv. 8vo. 



Mass (Nicolas). Geb. zu Dortrecht 1632, gest. zu Amsterdam 
1693. 

1570. Zwei Frauen in einer Küche damit beschäftigt, Zinn- 

(17 b.) teller zu reinigen. Bez. N. MAES. 

Auf H. 0,.^)8Va h., 0,73 br. Sammlung Reede van 
Oudtshoorn 1874. 462 fl. hell. 

1571. Bildniss des Baron Godard van Reede und Agrim, 
(15 a.) Grafen von Athlone, Herrn von Ameronghen und 

Ginkel. Bez. 






Auf L. 0,44 h., 0,32 br. 1874 wie das Vorige. 
990 fl. hell. 



S. A. van der Willigen: Les artistes de Haarlem. 1870. 



Holländische Schule. 335 

Bakhuysen (Ludolph), auch Bakhuis. Geb. zu Eiubden den 
18. December 1 631, gest. den 17. November 1708 
zu Amsterdam. 

1572. Seegefecht zwischen der englischen und holländischen 
(18b.) Flotte. Bez. L. B. 

Auf L. 0,94 h , 1,01 br. 

Moucheron (Frederic). Geb. zu Emden um 1633 (?), gest. zu 
Amsterdam nach 1713. 

1573. Ein Garten mit verschnittenen Hecken, in welchem Leute 
(12c.) lustwandeln. Bez. F. Moucherön Fecit 1713. 

Auf L. 0.26^9 h., 0,34^2 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

Baen (Jan de), Schüler seines Vetters Piemans. Geb. zu Haar- 
lem den 20. Februar 1633, gest. im Haag im März 
1702. 

1574. Der Künstler selbst ; in der rechten Hand ein kleines Bild. 

(22 c.) Auf L. 1,09 h., 0.95 br. Durch Naumann. Alt. Inv. 
1722. 

Du Jardin (Karel). Geb. zu Amsterdam um 1625, gest. zu Ve- 
nedig den 20. November 1678. 

1575. Diogenes sieht einen Knaben aus der hohlen Hand trin- 
(10a.) ken. Bez. KL. DV. lARDIN. (undeutlich). 

Auf H. 0,42^2 h., 0,31 br. 

1576. Vor einer kleinen Strohhütte- kniet eine Magd und melkt 

(10 a.) eine Ziege. Bez. K. DV lAKDIN. 

Auf H. 0,29 h., 0,23 br. Hoyer durch Naumann. 
Alt. Inv. 1722. 

1577. Ein Ochse und Ziegen. Ein Hirtenknabe im Hinter- 
(10a.) gründe. Bez. K. DV lAEDIN. 

Auf H. 0,26 h., 0,35V2 br. Durch Graf Wacker- 
barth als Paul Potter. 



.. I 



336 Holländische Schule. 

Hackaert (Jan), von Amsterdam. (?) Geb. 1635. 

1578. Bei einer Gruppe hoher Bäume zieht sich eine Land- 
(10a.) Strasse, durch mehrere Figuren belebt, am Fusse einer 

Felswand hin. 

Auf L. 0,99 h., 1,12 br. 

Steen (Jan). Geb. zu Leyden um 1626, begraben daselbst am 
3. Februar 1679. 

1579. Hochzeit zu Cana. Vom ein Weib mit einem Knaben 
(19 a.) am Fasse sitzend. Der Wirth empfängt einen Musi- 
kanten. Weiter hinten Christus und das Gastmahl. Bez. 



St 



Auf H. 0,60 h., 0,48V2 br. 1861 aus dem Vorrath. 

1580. Eine Frau, die ihrem Kinde mit dem Löffel Speise reicht. 

(19 a.) Ebenso bez. 

L. auf H. 0,29 Va h., 0,24 Va br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1581. Die Verstossung der Hagar. Bez. J. Steen. 

(9c.) Auf L. 1,35 h., 1,80 br. 1876 vom Kunsthändler 
Ernst. Preis 10000 Mark. 



Mieris (Frans van). Geb. zu Leyden den 16. April 1635, gest. 
daselbst den 12. März 1681. 

1582. Ein Mädchen sitzt vor einem Tische, worauf eine Laute 

(18 c.) liegt, und hört einer alten Frau zu. 

Bez. F. van Mieris fec. 1671. 

Auf H. 0,29 h., 0,23 br. 1710 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen. 200 Pistolen. 



Holländische Schule. 337 

1583. Magdalena. Bez. Frans van Mieris 1674. 

(P 7.) Auf H. 0,22 h., 0,17^9 br. Durch Leg.-R. v. Kau- 
derbach aus dem Cabinet Lormier. Äeis 460 fl. 
18.59 aus dem Vorrath. 

1584. Eine Dame sitzt vor einem Tische und spielt die Laute, 
(18c.) neben ihr der Lehrer. Bez. F. van Mieris Anno 1675. 

Auf H. 0,41^2 h., 0,31 Vb br. Y. ma. 50 Da. (?) 

1585. Eine alte Frau setzt eine Nelkenpflanze in einen Blumen- 

(18c.) topf. Bez. F. v. Mieris. 

Auf H. 0,29 h., 0,22Va br. 1710 von Jac. de Wit 
aus Antwerpen. 100 Pistolen. 

1586. Ein alter Mann, in einer Hand einen Krug, in der an- 
(18 c.) deren eine thönerne Pfeife haltend. 

Bez. F. V. Mieris (undeutlich). 
Auf H. 0,29 Va h., 0,22 br. Desgl. 100 Pistolen. 

1587. Eine junge Frau in rothem Pelzkleide, ein Hündchen 
(18c.) auf dem Schoosse, vor einem Spiegel. 

Bez. F. V. Mieris (undeutlich). 

Auf H. 0,28 h., 0.22 br. Durch Ihre Hoheit die 
verw. Churfürstin zu Sachsen. Alt. Inv. 1722. 

1588. Ein junger Krieger raucht Tabak. Bez. F. v. Mieris. 

(18 c.) Auf H. 0,32 ^/a h., 0,26 br. Aus der Kunstkammer. 
• Alt. Inv. 1722. 

1589. Ein Mann im Kürass stützt die Rechte auf seinen 
(18 c.) Degen. Bez. F. v. Mieris. 

Auf H. 0,18 h., 0,13^2 br. Desgl. Desgl. 

1590. Ein alter Gelehrter hinter einem Bogenfenster schneidet 

(18c.) eine Feder. Bez. F. v. Mieris F. 

Auf H. 0,35 h., 0,25 br. 1708 von Franz Lemmers 
in Antwerpen. 225 Pattacons. 

99 



338 Holländische Schule. 

1591. Ein Kesselflicker. Er untersucht mit Kennermiene 
(18 c.) einen beschädigten Kessel. 

Bez. F. (?) van Mieris (das F. scheint unächt). 

Auf H. 0,48 h , 0,5.5 br. 1710 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen als Willem van Mieris. 400 Pistolen. 

1592. Der Künstler in der Werkstatt mit seiner Frau vor 
(18 c.) ihrem angefangenen Bildniss. Bez. F. van Mieris. 

Auf H. 0,60 h., 0,46Va br. 1708 durch Lehmann 
von Franz Lemmers in Antwerpen. 400 Pattacons. 

1593. Die Werkstatt des Künstlers. Ein Kenner vor einem 
(18 c.) angefangenen Gemälde, neben welchem der Meister mit 

Pinsel und Palette in der Hand steht. 
Bez. F. V. M . . . (undeutlich). 
Auf H. 0,64 h., 0,47 br. 

1594. Ein Mädchen in weissem, mit Pelz besetztem Kleide 

(18 c.) sitzt vor einem Papagei. 

Auf H. 0,23 h., 0,18 br. 1710 von Jac. de Wit aus 
Antwerpen. 100 Pistolen. 

1595. Ein Tuchkaufmann an einem Tische, worauf ein Stück 
(18 c.) Tuch und Tuchproben liegen, mit einem offenen Briefe 

in der Hand. 

Auf H. 0,21 h., 0,14^2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

. 1596. Die Poesie mit einer Tafel in den Händen, zur Seite 

(18 c.) musikalische Instrumente. 

Auf H. 0,32 h., 0,26 br. Durch v. Kaiseriing. 
Inven. 8vo. 

Hondecoeter (Melchior), Schüler seines Vaters Gisbert. Geb. 
zu Utrecht 1636, gest. zu Amsterdam den 3. April 
1695. 

1597. Eine Henne mit ihren Küchlein neben einem Hahne, 
(19c.) beide in drohender Stellung gegen einen Raubvogel; 



Holländische Schule. 339 

welcher eins der Küchlein in seinen Klauen hält 
Bez. M. D. Hondecoeter. 

Auf L. 1,08 h.. 1,38 br. 1724 durch Lehmann. Alt. 
Inv. 1722. 

1598. Eine weisse Henne umgeben von Küchlein, hinter ihr 

(L 3.) ein Hahn. Bez. M. D. Hondecoeter. 

Auf L. 0,78 h., 0,95 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
luven. 8vo. 

1599. Vogelconcert. Mit der Inschrift: „Elch Voogel singt 

(K 2.) gelyk shy gebect is" auf dem Notenblatte. 

Auf L. 1,63 h., 2,14 br. Durch Graf Gotter. a^O 
Konv. fl. 1854 aus den Vorrathsbildem. Rest, durch 
Schinner. 

1600. Eine wilde Ente und Taube liegen neben einer Flinte 
(L 3.) an einem Gemäuer. Bez. M. d. hondecoeter fecit. 

Auf L. 0,72^2 h., 0,81 br. Durch Graf Gotter. 200 
Konv. fl. 

DilC oder Ducq (Jan le), Schüler des Paulus Potter. Geb. im 
Haag 1636, gest. um 1695. 

1601. Bildniss eines Mannes mit Stutzbart, schwarzer Klei- 
(14c.) düng und weissem Spitzenkragen. 

AufH. 0,17Vah.,0,14br. 

1602. Derselbe in ganzer Figur. 

(14c.) Bez. J. LE DVC (das J. undeutlich). 

Auf H. 0,43V2 h., 0,33V2 br. 1751 durch Riedel 
auf der Ostermesse zu Leipzig erkauft. 

DUC (A. le). . 

1603. Knieender Bauer vor einem Soldaten, welcher ihn bei 
(14c.) den Haaren hält; sein Weib fleht um Gnade. 

y Bez. LD. (zusammengezogen). 

Auf H. 0,30V2 h., 0,22^2 br. 

22* 



340 Holländische Schule. 

Dufter (W.) Seltener Meister der holländischen Schule. 

1604. Soldatenschlägerei bei Theilung der Beute in einer 

(15 a.) Bauernstube. Bez. Duster. 

Auf H. 0,40 h., 0,59 br. 1877 von Frau Bertha 
Hoffmann in Dresden. Preis 150 Mark. 



Kerrincx (Alexander). Geb. zu Utrecht um 1590, gest. zu 
Amsterdam 1646. 

1605. Waldgegend mit einem Teiche; rechts am Ufer ein 

(P 8.) Bauernhaus. Bez. A. KERIINX A. 1620 (über dem 
ersten Strich des N ein Punkt). 

Auf H. 0,28V« h., 0,35^2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1606. Landschaft mit Gruppen starker Bäume. 

(P 8.) Auf H. 0,57 h. , 0,99 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux. luven. 8vo. 

1607. Landschaft mit Waldung und einer Landstrasse mit 
(P 8.) Reisenden zu Fuss und zu Wagen. 

Auf H. 0,.58 h., 1,00 br. Desgl. DesgL 

1608. Eine flache waldige Gegend mit weiter Ferne. 
(P 1.) Bez. A. K. (zusammengezogen). 

Auf H. 0,46 h., 0,69 Va br. 1751 durch Riedd auf 
der Michaelismesse zu Leipzig erkauft. Geschenk 
I. Maj. der Königin an S. M. den König zur Messe. 



Mignon oder Minjon (Abraham). Geb. zu Frankfurt a. M. im 
Juni 1640, gest. zu Wetzlar 1679. 

1609. Ein Blumenstrauss in gläsernem Gefösse. 

(16 b.) Bez. A. Mignon fe. 

Auf L. 0,88^9 h., 0,67 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



Holländische Schule. 341 

1610. Früchte und Blumen hängen mit blauen Bändern zu- 
(Ml.) sammengeknüpft, in Form eines Kranzes, an einem 

Metallringe. Bez. A. Mignon fe. 

Auf L. 1,02 h., 0,84^2 hr. Durch v. Flemming 
als Copie de Heem. Alt. Inv. 1722. 

1611. In einem Korbe mit Früchten liegt ein Vogelnest; ein 
(17 a.) Stieglitz sitzt auf dem Henkel des Korbes. 

Bez. A. Mignon fe. 

Auf L. 0,88 h., 0,71 br. Durch Graf Wackerbarth 
als de Heem. Alt. Inv. 1722. 

1612. Früchte und Weintrauben in einem Korbe, davor ein 
(7 b.) Kürbis, türkischer Weizen und eine gespaltene Melone. 

Bez. A. Mignon fe. 

• Auf L. 0,87 h., 0,69 br. Durch v. Flemming. Alt. 
Inv. 1722. 

1613. Ein Kranz von Blumen und Früchten mit blauen 
(7 b.) Schleifen gebunden. Bez. A. Mignon fe. 

Auf L. 0,91 h., 0,74 br. Aus der Kunstkammer. 
Desgl. 

1614. Auf einem Tische liegen blaue Weintrauben und eine 
(20 b.) Pfirsiche, daneben eine geöffoete Nuss. 

Bez. A. Mignon fecit. 

Auf H. 0,48 h., 0,37 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. Von seltener Vortrefflichkeit. 

1615. 'Verschiedene Früchte in einer gi'ossen Schüssel, dabei 
(8 a.) eine brennende Lunte und einige Vögel. 

Bez. A. Mignon fec. 
Auf L. 0,72 h., 0,87 br. Desgl. Desgl. 

1616. Ein Blumenstrauss in einem Gefäss. Bez. A. Mignon. 
(10 a.) Auf H. 0,47 Va h., 0,37 br. Desgl. Desgl. 



342 Holländische Schule. 

1617. Blumenstück mit vielen Insecten und anderen Thieren 
(16 b.) in einer Höhle. Bez. A. Mignon fe. 

Auf L. 0,80 h., 0,96 br. 1861 aus dem Vorratb. 

1618. Desgleichen. Auf einem Baumstamm sitzt ein Eich- 
(9 c.) hörachen. Ebenso bez. 

Auf L. 0,92 h., 0,76 br. Desgl. 

1619. Eine Guirlande von Blumen und Früchten, mit blauen 
(10a.) Bändern gebunden. Bez. A. Mignon fe. 

Auf H. 0,401/a h., 0,53 br. 

1620. Ein todter Hase hängt mit einem Huhn über einem 
(8 a.) Tische. Auf einem Teller Pfirsichen und Weintrauben. 

Auf L. 1,16 h., 0,87 br. 1722 Ostermesse in 
Leipzig als unbek. Or. erkauft. 

1621. Ein an einem Fusse aufgehangener todter Hahn; eine 
(8 c.) wilde Ente und einige Vögel liegen dabei. 

Bez. A. Mignon fec. 

Auf L. 0,88 h., 0,68 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

1622. Ein weisser Hahn und ein paar Vögel an einem Haken; 
(8 c.) ein Bandelier mit daranhängender Jagdtasche liegen 

auf dem Tische. 

Auf L. 0,96 h., 0,75 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

1623. Ein Korb, aus welchem eine todte wilde Ente heraus- 
(8 c.) hängt, daneben ein todter Hase, Truthahn und andere 

Vögel. 

Auf L. 1,33 h. und br. Desgl. Desgl. 



Holländische Schule. 343 

Molyn (Peter), auch Cavaliere Tempesta gen. Geb. zuHaar- 
lem 1637, gest. zu Piacenza 1701. 

1624. Gewittersturm. Eine Frau auf einem Schimmel und ein 
(48 a.) Hirt mit einer Heerde Schafe. 

Auf L. 0,73 h.. 0,99 br. 1741 durch V. Rossi aus 
Venedig. 200 Thlr. 

1625. Ein Hirt treibt bei einem Gewitter seine Heerde ein. 
(9 c.) Auf L. 0,36 h., 0,60 br. 

1626. Grewittersturm; ein bepackter Esel liegt vom Blitz er- 

(9 c.) schlagen, sein noch lebender Führer neben ihm. 

Auf L. V. Gr. Desgl. Beide 400 Thlr. Alte 
Rechnung. 

1627. Landschaft mit Johannes dem Täufer. 
(9b.) Auf L. 0,36 h., 0,48 br. 

1628. Landschaft; ein Mann führt zwei Ochsen. 
(9b.) Auf L. V. Gr. 1861 aus dem Vorrath. 

Heyden (Jan vivn der). CJeb. zuGorkum 1637, gest zu Amster- 
dam den 28. September 1712. 

1629. Grosse gothische Kirche mit einem daneben stehenden 
(14a.) herrschaftlichen Gebäude. Bez. 



"H 



1678. 
Auf H. 0,20 h., 0,27 Va br. 

1630. Ansicht eines Klosters. Bez. J. V. Heyden. Die drei 
(14 b.) ersten Buchstaben wie oben. Ausserdem noch einmal 
A. R., sehr klein bez. 

Auf H. 0,2t h., 0,29*;2 br. 



344 Holländische Schule. 

1631. Ein Kloster mit gothischer Kirche. Vorn ein Wildpark. 
(14a.) Bez. J. V, der Heyden f. 

Auf H. 0,24 h., 0,29 br. 

1632. Ein Kloster; einige Priester mit der Monstranz unter 
(14 b.) einem Thronhimmel gehen vorüber. 

Bez. J. V. Heyden. J., V. und H. zusammengezogen. 

Auf H. 0,33 h., 0,44 br. 

Poorter (Willem de), Schüler des Rembrandt. Gteb. um 1635 
zu Haarlem. 

1633. Esther wird geschmückt vor Ahasverus gebracht. 
(15b.) Bez. W. D. P. 1645. 

Auf H. 0,40 h., 0,33 br. 

1634. Die Ehebrecherin, von den Pharisäern vor Christus ge- 
(7 c.) führt. Ebenso bez. ohne Jahreszahl. 

Auf H. 0,64 h., 0,.50 br. 

Derselbe. (Copie nach Rembrandt.) 

1635. Simeon, das Christkind in den Armen, kniet im Tempel. 

(7 c.) Auf H. 0,61 h., 0,49 br. Durch Kindermann als 
„Rembr. Or.*' Alt. Inv. 1722. 

Velde (Esaias van de), Oheim des Willem. Geb. zu Leyden 
1597, gest. zu Amsterdam nach 1652. 

1636. Gefecht bei einer Windmühle. 
(P 11.) Auf H. 0,50 h., 0,73 br. 

1637. Gefecht in der Nähe des Hochgerichts. 

(P 11.) Auf H. 0,50 h., 0,74 br. Beide 1860 aus dem Vorrath. 



Holländische Schule. 345 

Velde (Willem van de), der Jüngere. Sohn Willem v. d. V. des 
Aelteren und Bruder des Adrian v. d. T. Geb. zu 
Amsterdam 1633, gest. zu Greenwich den 6. April 
1707. 

1638. Leicht l^ewegte See mit Schiffen. Bez. 
(13b.) 

Auf L. 0,82 h., 1,06 br. 1874 vom Kunsthändler 
William Kox in London. Preis 250 Guineen. 

Velde (Adriaen van de), Schüler seines Vaters Willem. Geb. 
zu Amsterdam 1639, gest. daselbst den 21. Januar 
1672. 

1639. Eine Frau trinkt aus einem Glase. 
• (13c.) Bez. A. V. Velde. 1661. 

Auf H. 0,22 h., 0,19^2 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

1640. Landschaft. Im Mittelgrund alte Mauern mit einem 
(13 b.) grossen Thor, durch welches Vieh getrieben wird. 

Bez. A. V. Velde 1667. 

Auf L. 0,76 h., 1,12 br. 

1641. Landschaft mit Kuinen, unter welchen Vieh weidet; im 
(13 a.) Vorgrunde sitzt ein Mann in rothem Mantel und zeichnet. 

Bez. A. V. Velde 1665. 
Auf L. 0,80 h., 0.67 br. 

1 642. Auf einem gefrorenen Stadtgraben belustigen sich mehrere 

(13c.) Menschen. Bez. A. v. Velde f. 1669. 

L. auf H. 0,32V2 h , 0,41 br. 1754 durch Le Leu 
aus der Sammlung de la Bouexifere. 



1 



346 Holländische Schule. 

1643. Verschiedenes Vieh weidet vor einer Bauernhütte; eine 

(13b.) Bäuerin melkt eine Kuh. Bez. A. v. Velde f. 1659. 

Auf L. 0,.'>9 h., 0,73 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 24.) Durch Graf Wackerbarth. Alt. luv. 1722. 

1644. Auf einem Hügel drei Stück Kindvieh mit ein paar 
(13 c.) Schafen. Bez. A. v. Velde f. 

Auf H. 0,33 h. , 0,39V, hr. 1826 durch Palm. rest. 

Netscher (Caspar), Schüler des Kost er. Geb. zu Heidelberg 
1639, gest. im Haag den 15. Januar 1684. 

1645. Eine Dame am Ciavier; ein daneben sitzender Herr be- 
(20 c.) gleitet ihr Spiel mit Gesang.* 

Bez. CNetscher f. A^ 1660. 

Auf H. 0,.59 h., 0,46 br. 17.54 durch Le Leu aus 
der Sammlung de la Bouexl^re. 

1646. Ein junger Mann schreibt einen Brief. Angeblich des 
(20c.) Künstlers eigenes Bildniss. Bez. C. Netscher fecit 1665. 

Auf H. 0,25 h., 0.18% br. Durch Raschke. Alt. 
luv. 1722. 

1647. Ein Arzt fühlt einer jungen kranken Frau an den Puls. 

(20c.) Bez. C. Netscher. 1664. 

Auf K. 0,27V, b., 0,22 br. 1710 von Jac. de Wit 
aus Antwerpen. 200 Pistolen. 

1648. Ein Herr begleitet den Gesang einer Dame mit der 
(20 c.) Guitarre. Bez. 

Auf H. 043 h., 0,34 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 10.) 1754 durch Le Leu aus der Sammlung de la 
Bouexi^re. 



* Soll das Portrait des gi*ossen Conde, die Dame Madame 
de Longueville sein. 



Holländische Schute. 347 

1649. Bildniss der Frau von Montespan. Bez. C. Netscher 1670. 
(20c.) Auf K. 0,50Va h., 0,38»/« br. 

1650. Dieselbe, die Harfe spielend; zu ihren Füssen sitzt ihr 

(20c.) Sohn, der Duc de Maine. Bez. C. Netscher fec. 1671. 

Auf K. 0,48 h., 0,37 br. 1742 durch de Braya aus 
der Sammlung des Mr. Dubreuil erkauft, mit noch fünf 
anderen Bildern zusammen für 17,800 Livres. 

1651. £ine Dame mit einem Hündchen auf dem Schoosse; eine 
(20c.) Dienerin ordnet ihren Kopfputz. Bez. C. Netscher. 

Auf H. 0,43% h., 0,34 br. 1710 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen als Franz Mieris. 225 Pattacons. 

1652. Eine spinnende Bäuerin. Bez. C. Netscher. 

(20c.) Auf H. 0,28 h., 0,23^9 br. 1708 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen. 100 Pattacons. 

1653. Eine Frau mit einem Nähkissen auf dem Schoosse. 
(20 c.) Bez. C. N. (undeutlich). 

Auf H. 0,28 h., 0,22 br. Desgl. 100 Pattacons. 

Anm.: Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder Netscher* s 
umfiassen einen Zeitraum von 11 Jahren (1660 — 1671). 

Oopie nach Caspar Netscher. 

1654. Ein Mädchen giebt einem Papagei eine Mandel. 
(18b.) Auf H. 0,45 h., 0,36 br. 

Slingeland, Slingelant oder Slinghelandt (Pieter van), Schüler 

des G. Dov. Geb. zu Leyden den 20. October 1640, 
gest. den 7. November 1691. 

1655. Der unterbrochene Musikunterricht. 

(16c.) Bez. P. V. Slingeland. 1672. 

Auf H. 0,39V« h., 0,30 Va br. 1708 von Franz Lem- 
mers aus Antwerpen. 370 Pattacons. 



348 Holländische Schule. 

. 1656. Einer jungen Frau bietet eine Alte einen Hahn durchs 

(16c.) Fenster an. Bez. P. V. Slingelant 1673. 

Auf H. 0,35V2 h., 0,28 br. Durch Le Roy als Gerh. 
Dov. Alt. Inv. 1722. 

1657. Eine singende Dame; im Hintergrunde bringt ein Page 
(16a.) einen Stuhl. Bez. P. V. Slinghelandt (auf dem Clavier- 

deckel). 

Auf H. 0,33 h., 0,27 br. 1860 aus dem Vorrath. 

Unbekannt. 

1658. Eine junge Dame spielt Ciavier, ihr Lehrer steht daneben 
(P 8.) und singt. 

Auf H. 0,6079 h., 0,47 br. 

Lairesse (Gerard de). Geb. zu Lüttich 1640, gest. zu Amster- 
dam den 28. Juli 1712. 

1659. Apollo und die Musen auf dem Parnass. 

(45 c.) Bez. G. Lairesse f. 

Auf H. 0,75 h., 1,48 br. Durch Le Roy. Alt. 
Inv. 1722. 

1660. Fest des Priapus; einer der Theilnehmenden trinkt 
(45 c.) aus einer Muschel. 

Auf L. 0,70 h., 0,64 br. Aus Leipzig. Alt. Inv. 1722. 

1661. Faunen in einer Landschaft mit Architektur und 
(46 a.) grossem Basrelief. 

Auf L. 0,84 h., 1,00 br. 1861 aus dem Vorrath. 

Victors (Jan), Schüler des Rembrandt. Lebte um 1640 zu 
Amsterdam. 

1662. Die Findung Mosis. Die dem Kinde bestimmte Amme 
(K 3.) hat es bereits an ihre Brust gelegt.. 

Bez. Jan Victors fc. 1653. (?) 
Auf L. 1,75 h., 2,00 br. 



Holländische Schule. 349 

• 1663. Die Findung des Bechers in den Komsäcken der Söhne 
(K 3.) Jacobs. Bez. Johanes Victors fc. 
Auf L. 1,79 h., 1,98 br. 

Victor (Jacomo). 

1664. Ein paar Hühner mit Küchelchen und eine Taube. 
(P 5.) Bez. Jacomo Victor. 

Auf L. 1,11 h., 0,95 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

Vlieger (Simon de). Geb. 1612 in Amsterdam. 

1665. Seesturm. Zwischen zwei Klippen ist ein Schiff ge- 
(14b.) scheitert.. Bez. S. DE VLIEGER. 

Auf H. 0,30V2 h., ü,39V2 br. 

Derselbe. (?) 

1666. Gefrorener See mit Schlittschuhläufern und Schlitten. 
(14 b.) Bez. S. V. 

Auf H. 0,31 h., 0,39 Va br. 

Vois (Ary [Adriaen] de), Schüler des Knüpf er von Utrecht. (?) 
Geb. zu Leyden 1641, gest. daselbst 1698. 

1667. Kleine Landschaffe. Einige Frauen haben sich gebadet ; 
(14 a.) eine schläft, die andere trocknet sich ab. 

Bez. ADVois f. 1666. (Die drei ersten Buchstaben zu- 
sammengezogen.) 

Auf H. 0,30V2 h., 0,37% br. Durch Le Roy. Alt. 
Inv. 1722. 

1668. Ein Mann in grauem, mit Federn geziertem Hute schielt 
(13 c.) in ein grosses Passglas. 

Bez. ADVois f. (zusammengezogen). 
Auf H. 0,19V9 h-» 0,16 br. 



350 Holländische Schule. 

1669. Eine junge Hirtin blickt nach einer Eose, die sie in die 
(13 c.) Höhe hält. Bez. ADV (zusammengezogen). 

Auf H. 0,28 h., 0,217, br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

Haensbergen (Jan van), Nachahmer des Poelemburg. Geb. 
zu Utrecht 1642, gest. 1705 im Haag. 

1670. Engel verkünden den Hirten die Geburt des Welt- 
(13 a.) heilandes. Bez. I. V. H. 

Auf H. 0,36 Va h., 0,30 br. Durch Graf Wacker- 
barth als Poelemburg. Alt. Inv. 1722. 

1671. Die Anbetung der Hirten. Ebenso bez. 

(13a.) Auf H. 0,36 h., 0,29 br. Durch Raschke. Desgl. 

1672. Die Anbetung der Weisen. 

(13a.) Auf H. 0,37 h., 0,29 br. Desgl. Von Franz Lemmers 
in Antwerpen. 

1673. Die Himmelfahrt der Maria. 

(13 a.) Auf K. 0,37 h., 0,297« br. Desgl. 

1674. Landschaft mit einem kleinen Wasserfalle in der Mitte; 
(13c.) einige Frauen baden sich. Bez. H. B. 

Auf H. 0,21Va h., 0,27V3 br. Durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 

Berckheyde oder Berck-Heide (Job). Getauft zu Haarlem den 
27. Januar 1630, gest daselbst den 23. November 
1693. 

1675. Ansicht des Stadthauses zu Amsterdam. 
(15 b.) Bez. J. Berck Heyde. 

Auf H. 0,41 h., 0,56^2 br. 

1676. Das Innere des Domes von Haarlem. 
(18a.) Bez. I. Berckheyde, 1665. 

Auf H. 0,62V2 h., 0,85 br. Sammlung A. v. d. 
Willigen, Haarlem 1874. 978 fl. hoU. 



Holländische Schule. 351 

Berckheyde (Gerrit). Geb. zu Haarlem den 6. Juni 1638, er- 
trank den 10. Juni 1698. 

1677. Platz vor alterthümlichen Gebäuden, vorn tummelt ein 

(15 b.) Reiter sein Ross. Bez. Gerrit Berckheyde. 

Auf L. 0,53V2 h., 0,63 br. Mit Nr. 1676 von 
Georg Breitbarth, Kunsthändler zu Erfurt, 1746 er- 
kauft. Alte Rechnung. 

1678. Herr und Dame zu Pferde, von Falknern begleitet, 

(15b.) reiten auf die Jagd. Bez. Gerrit Berckheyde. 
Auf L. 0,53 h., 0,6-2 br. 

StOOm (Matthaeus). Geb. 1643, gest. zu Verona 1702. 

1679. Ein Schlachtfeld. 

(51b.) Auf L. 0,66 h., 1,40 br. 1738 durch Rossi als 
Bourguignon. Inv. 8vo. 

1680. Gefecht zwischen Europäern und Asiaten unter den 
(51b.) Mauern einer Festung. 

Auf L. V. Gr. Desgl. Desgl. 

1681. Reisende, in einem Hohlweg angefallen und geplündert. 
(Q 1.) Auf L. 0,56 h., 0,77 br. 

1682. Seeküste. In der Nähe eines Forts liegen Galeeren; 

(Q 1.) Truppen werden ausgeschifft. 
Auf L. 0,59 h., 0,78 br. 

1683. Ein Reitergefecht. 

(50a.) Auf L. 1,16 h.. 1,79 br. 1728 aus den preuss. 
Zimmerr. Alt. Inv. 1722. 

Schaicken (Godefried), Schüler des Samuel van Hoogstraten 
und Dov. Geb. zu Dortrecht 1643, gest. im Haag 
den 16. November 1706. 

1684. Ein Mädchen sitzt bei einem Lichte und liest einen 

(19 a.) Brief. Bez. G. Schaicken. 

Halbt) Figur, auf H. 0,27 V2 h., 0,21 br. 1754 durch 
Le Leu aus der Sammlung de la Bouexiere. 



1 



352 Holländische Schule. 

1685. Ein Mädchen, den Kopf in die Hand stützend, hält ein 
(19a.) brennendes Licht. Bez. G. Schalcken. 

Halbe Figur, auf H. 0,'^6Va h., 0,21 br. Desgl. 

1686. Ein Künstler beleuchtet eine Büste der Venus. 

(19a.) Auf H. 0,44 V3 h., 0,31 br. Durch Le Roy. Alt. 
Inv. 1722. 

1687. Ein Mädchen betrachtet ein Ei gegen das Licht. 

(19a.) Auf H. 0,28 h., 0,21 Va br. Durch Graf Wackerbarth 
als Bon vel Schonen. Alt. Inv. 1722. 

1688. Eine alte Frau hält auf ihrem Schoosse ein Buch. 

(51 c.) Lebensgrösse. Bez. G. Schalcken. 

Auf L. 0,80 h., 0,70 br. 1727 auf der Ostermesse 
in Leipzig durch Ihre Majestät die Königin erkauft. 
Alt. InY. 1722. 

Neer (Eglon van der), Sohn und Schüler des Arthur v. d. Neer. 
Geb. zu Amsterdam 1643, gest. zu Düsseldorf den 
3. Mai 1703. 

1689. Ein junges Frauenzimmer, welches an einem Tische 
(14 b.) sitzt und ihre Zither stimmt. Bez. van der Neer.* 

Auf H. 0,36 Va h., 0,29 Va br. 1754 durch Le Leu 
aus der Sammlung de la Bouexi^re. 

Bergen (Dirk [Thierry] van), Schüler des Adr. v. d. Vel de. 
Geb. zu Haarlem um 1645, gest. um 1689. 

1690. In einer gebirgigen Landschaft weiden Rindvieh und 
(14 c.) Ziegen, bei denen ein Hirtenknabe. 

Bez. D. V. Berg. 1682. 
Auf L. 0,31^2 h., 0,37 br. 

1691. Vieh auf der Weide; eine junge Frau mit einem Kinde 
(14c.) sitzt dabei. Bez. D. V. B. 

Auf L. V. Gr. 

* Ein ganz ähnliches Motiv in einem Bilde von G. Metsü 
in der Casseler Gallerie (Cat. Nr. 448). 



Holländische Schule. 353 

1692. Hirt und Heerde. Bez. D. V. Bergen P. 
(7 a.) L. auf H. 0,24 Vg h., 0,29 V2 br. 

1693. Eine gefleckte Kuh mit einigen Ziegen und Schafen ; 
(7 a.) vor einer Hütte der Hirt. 

Auf L. 0,25V2 h., 0,30V2 br. 

Weenix (Jan Baptist). Geb. zu Amsterdam 1621, gest. 1660, 

1694. Jacob und Esau begegnen sich mit ihren Familien. 

(P 9.) Bez. Gio Batta. Weenix. 

Auf L. 1,00 h., 1,33 br. 1741 aus der Sammhmg 
Wallenstein in Dux. luv. 8vo. 

1695. Eine grosse gehaubte Henne bellt ein kleiner Hund an. 

(L 1.) Bez. Gio. Batta: Weenix f. 

Auf L. 0,77 h., 0,95 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

Weenix (Jan), Sohn und Schüler des Vorigen. Geb. zu Amster- 
dam 1644, gest. daselbst am 20. September 1719. 

1696. Ein todtes Reh, Geflügel wild, Früchte und Jagdgeräthe. 

(K 3.) Bez. J. Weenix f. 1689. 

Auf L. 1,28 h., 1,68 br. 1743 durch Algarotti aus 
Casa Romieri in Venedig. 

1697. Ein todter Hahn und ein Rebhuhn auf einem blauen 
(8b.) Kissen; daneben einige kleine Vögel. Bez. J. Weenix 

1689. 

Auf L. 0,98 h., 0,82 br. 1741 durch, v. Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

1698. Ein Hase an einem Laufe aufgehängt, einige Vögel 

(K 3.) liegen dabei. Bez. J. Weenix 1690. 

Auf L. 1,30 h., 1,69 br. Mit Nr. 167.5 zusammen 
112 Philipp d'or = 1240 livres de Venise. 

23 



^ I 



354 Holländische Schule. 

1699. Ein weisser Halm, ein Fasan und einige Vögel liegen 

(L 1.) auf einem Tische. 

Auf L. 1.01 h., 0,81 br. Durch du Roy. Alt. luv. 
1722. 

Schule des Weenix. 

1700. Ein Hase und todte Vögel. 

(P 8.) Auf L. 0,97 h., 0,73 br. 1856 aus dem Vorrath. 

Francoys (Pieter). Geb. zu Hecheln 1606, gest. 1654. 

1701. Ein Mann im Harnisch, ein Fistel in der Rechten. 
(13 c.) Bez. PL Francoys pinxit. 

Auf H. 0,14 h., 0,10^2 br. 

Millet (Francisque), Schüler des Ryckaert oder Francken. 
Geb. zu Amsterdam 1644, gest. zu Paris 1680. 

1702. Hohe Bäume, dahinter Gebäude und ein nmder Thurm. 
(6 c.) Eine Frau mit einem Knaben geht mit einem Manne 

dem Vorgrunde zu. 

Auf L. 0,60Va h., 0,64 Va br. 1740 durch Morell. 
60 Thlr. Inv. 8vo. 

Derselbe. (?) 

1703. Landschaft mit Staffage. 
(44 b.) Auf L. 0,49 h., 0,65 br. 

1704. Gegenstück. 

(44b.) Auf L. 0,49 h., 0,64 br. Beide 1861 aus dem Vorrath. 

Toorenviiet (Jacob). Geb. zu Leyden 1644, gest. daselbst 1719. 

1705. Eine singende Frau mit Noten in der Hand, vor ihr ein 
(13c.) alter Leiermann. Bez. Toorenviiet F. A^ 1678. 

Auf K, 0,28^2 h., 0,30V8 br. 



Holländische Schule. 355 

1706. Eine Fischhändlerin vor einer Fensterbrüstiing. 
(13c.) Bez. J. Toorenvliet. F. A<> 1679. 

Auf K. 0,17 h., 0,22 br. Inv. A. 673. 

1707. Ein graubäiiiiger Jude hält mit der linken Hand ein 
(13 c.) Buch. Bez. J. Toorenvliet. 

Auf H. 0,22V2 h., 0,17 br. Alle drei aus der Kunst- 
kammer. Alt. Inv. 1722. A. Nr. 679. 

Derselbe. (?) 

1708. Ein Mann giebt einem Frauenzimmer ein Blümchen. 

(P 10.) Auf L. 0,40 h., 0.32 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 1856 aus dem Vorrath. A. Nr. 366. 



Gelder (Arent de), Schüler des Rembrandt. Geb. zu Doiixeclit 
1645, gest. 1727. 

1709. Pilatus stellt Christus gebunden dem jüdischen Volke 
(K 2.) vor. Bez. AD. Gelder f. 1671 (A imd D. zusammongez.). 

Auf L. 1,52 h., 1,89 br. 

1710. Ein Mann, welcher eine Hellebarde hält. 

(K 4.) Auf L. 0,82 h., 0,70 br. 1727 auf der Ostermesse 
zu Leipzig durch 1. M. die Königin als Rembrandt 
„ein Jäger mit der Flinte" erkauft. Alt. Inv. 1722. 

Deuren (Olivier van). Unbekannt. 

1711. Lesender Eremit in einer Höhle. Bez. 
, (P 10.) r 

O'SDtUTtn ttcit 

/6'24 

Auf H. 0,42 h., 0,32 br. 1861 aus dem Vorrath. 

23* 



356 Holländische Schute. 

Glauber (Jan), gen. Polidor, Schüler des Nie. Berghem. Geb. 
1646 zu Utrecht, gest. 1726 zu Amsterdam. 

1712. Idyllische Landschaft, mit Figaren von Lairesse. (?) 
(Q3.) Auf L. 0,62 h., 0,78 br. 1751 durch v. Heineken. 

Unbekannt. 

1713. Ein Mann schaukelt ein Mädchen auf dem Knie. Bez. 
(P 8.) mit einem unleserlichen Namen und der Jahreszahl 

1616. 

Auf H. 0,31 h.. 0.29 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

Huchtenburg (Jan van). Geb. zu Haarlem 1646, gest. zu 
Amsterdam 1783. 

1714. Ein Eeitergefecht. 

(P 11.) Auf L. 0,67 h., 0,95 br. Ostermesse 1722 in Leip- 
zig. Alt. Inv. 1722. 

1715. Hitziges Eeitertreffen, in der Ferne ein Dorf. 

(P 6.) Bez. J. H. B. (zummengezogen) 1718. 

Auf L. 0,57 h., 0,69 br. Durch Graf Gotter,. 250 
Konv. fl. 

1716. Ein Eeitergefecht im Vorgi'unde; in der Feme Er- 
(P 6,) sttirmung einer Verschanzung. Bez. ebenso 1720. 

Auf L. V. Gr. Ostermesse 1722 in Leipzig. Alt. 
Inv. 1722. 

1717. Eeitertreffen. Infanterie vertheidigt eine waldige An- 

(P 7.) höhe. Bez. J. H. B. (zusammengezogen). 

Auf L. 0,53 h , 0,62 br. Durch Graf Gotter. 250 
Konv. fl. 

1718. Aehnlicher Gegenstand. 

(P 7.) Auf L. V. Gr. Ostermesse 1722 in Leipzig. Alt. 
Inv. 1722. 



Holländische Schule. 357 

1719. Keitergefecht. Im Mittelgrunde des Bildes ein vornehmer 
(49 c.) Krieger. 

Auf L. 1,55 h., 2,12 br. 

H06t (Gerard), Schüler seines Vaters Moses, des Werner van 
Kysen und Poelemburg. Geb. zu Bommel 1648, 
gest. im Haag 1733. 

1720. An einer verfallenen Mauer sitzt eine Frau, umgeben 
(13 a.) von drei kleinen Kindern, die ihr Blumen reichen. 

Bez. Hoetfc. 1667. 

Auf H. 0,27 h., 0,32Va hr. Durch Graf Wacker- 
barth als unbek. Original. Alt. Inv. 1722. 

Broers (Jaspar), Schuler des Jan Baptist van der Meiren. 
1694 — 95 in den Gildenregistem von Antwerpen.* 

1721. Gefecht in der Nähe einer Bergwand. 

(14 b.) Bez. I. Broers Pixit. (I. und B. zusammengezogen.) 

Auf L. 0,40 h., 0,59 br. 1742 durch J. A. Riedel 
aus der K. Gailerie zu Prag. 

1722. Gegenstück. Bez. 
(14b.) 





yocrs 

Auf L. 0,39 Va h., 0,60 br. Desgl. 

Brakenburg (Eegnier). Geb. zu Haarlem 1650, gest. das. 1702. 

1723. Ein junger Bauer, eine emporgehaltene Flasche betrach- 

(15 b.) tend. Bez. B. 

Auf H. 0,25 h., 0,35 br. 1741 aus der Gailerie 
Wallenstein. Inv. 8vo. 



* Rombouts und van Lerius „Liggeren' \ 



358 Holländische Schule. 

Storck (Abraham). Geb. zu Amsterdam 1650, gest. um 1710. 

1724. Der Hafen von Amsterdam. Bez. A. Storck F. 1689. 
(9 b.) Auf L. 0,71 b., 0,86 br. 

Derselbe. (?) Aehnelt dem Adam Silo (geb. zu Amsterdam 
1670, gest. daselbst 1760). 

1725. Eine Fischerbarke, in der Feme grössere Fahrzeuge 

(9 b.) auf bewegtem Meere. Bez. STO. 

Oval, auf H. 0,40 h., 0,50 br. 1740 von Morell aus 
Antwerpen. Inv. 8vo. 

Wytmans (Matthäus), Schüler des H. Verschuring. Geb. zu 
Gorkum 1650, gest. 1689. 

1726. Ein Mädchen blättert in einem Notenbuche. 
(18 a.) Bez. Wytmans f. 

Auf H. 0,29 h., 0,23Va br. 

Hecke (Nicolas van der), nach seinem Oheim Martin Hems- 
kerk, auch Aemskerk gen. Lebte um 1654. 

1727. Mehrere Leute im Linem einer Schänkstube. 

(50 a.) Auf L. 0,57 h., 0,82 br. In Leipzig erkauft. Alt. 
Inv. 1722. 

1728. Aehnlicher Gegenstand. 

(50a.) Auf L. V. Gr. Desgl. Desgl. 

Derselbe. (?) 

1729. Reiter überfallen bei Nacht ein feindliches Lager. 
(R 8.) Auf L. 0,88 h., 1,37 br. 

Unbekannt. 

1 730. Das Innere einer Bauernstube mit Männern und Weibern. 
(Q 3.) Auf L. 0,49 h., 0,73 br. 1861 aus dem Vorrath. 



Holländische Schule. 359 

Lunders (Gerrits). Lebte um 1656. 

1731. Ein Geiger in einer Bauernstube; ein Mädchen tanzt. 
(P 8.) Bez. G. Lunders fe 1656. 

Auf H. 0,42 Va h., 0,3b^l^ br. 1751 durch Riedel 
auf der Ostermesse zu Leipzig erkauft. 

Molenaer (Jan Miensze). Begraben zu Haarlem den 19. Sep- 
tember 1668. 

1732. Eine lustige Bauemgesellschaft; in einer Stube; ein 
(9 a.) Mann spielt die Geige, ein Zweiter schneidet Tabak. 

Einige singen. Bez. J. Molenaer (J. und M. verbunden). 

Auf H. 0,49^2 h., 0,37 br. Sammlung Reede van 
Oudtshoorn- 1874. 396 fl. hell. 

1733. Ein Bauer hört einem hinter ihm stehenden Geiger zu. 
(P 8.) Auf H. 0,38 h., 0,31 br. 

Metren (Jan Baptist van der). Lebte 1684 zu Antwerpen. 

1734. Ein Lustlager in einer gebirgigen Landschaft. 
(12 b.) Bez. 

Auf L. 0,42 h., 0,57 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1735. Jahrmarkt vor den Thoren einer Stadt. 
(12b.) Auf L. 0,43 h., 0,58 br. Desgl. Desgl. 

1736. Ein Hafen, im Vorgrunde viel Figuren. 

(12 b.) Auf L. 0,42 h., 0,57 Vg br. Alt. Inv. 1722. 1855 
aus dem Vorrath. 



360 Holländische Schule. 

Moor (Carl de), Schüler des Abr. van den Tempel. Geb. zu 
Leyden den 22. Februar 1656, gest. im Haag den 
16. Februar 1738. 

1737. Ein betender Klausner. Bez. Pict. Carel de Moor. 
(L 2.) Auf H. 0,92 h., 0,70 br. 

Grillier (Jan), Schüler von Hermann Saftleven. Greb. zu 
Amsterdam 1656, gest. zu London 1718 oder 1724. 

1738. Gebirgige Landschaft mit Feme und einem Fluss mit 
(Pll.) mehreren Schiffen. Bez. J. GKIFFIER. ft. London 

1708. 

Auf H. 0,66 h., 0,87V2 br. Durch Du Roy. Alt. 
Im. 1722. 

1739. Aehnlicher Gegenstand. Bez. J. GRIFFIER. ft. London. 

(P 11.) Auf H. 0,64V2 h., 0,87V2 br. Desgl. Desgl. 1855 
aus dem Vorrath. 

1740. Landschaft mit Felsen, vielen Bäumen und einem 

(15 b.) Flusse. 

Auf H. 0,42 h., 0,46 br. Durch du Roy. Alt. Inv. 
1722. 

1741. Gebirgige Landschaft mit vielen Gebäuden und einem 

(12 b.) Fluss. Bez. J. GRIFFIER f. 

Auf K. 0,38 h., 0,50^/2 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 1741 aus den Königl. Zimmern 
zur Galerie. Inv. 8vo. 

1742. Gebirgsgegend mit breitem Fluss, vorn Zelte, Kram- 

(Q 1.) laden und vergnügtes Volk. Bez. J. GRIFFIER. 

Auf K. 0,53 h., 0,67 br. Durch du Roy. Alt. Inv. 
1722. 

1743. Ein Marktschreier auf seiner Bühne. Gegenstück. 
(Q 1.) Bez. GRIFFIER. 

Auf K. 0,53 h., O.eeVa br. Desgl. Desgl. 



Holländische Schule. 361 

1744. Landschaft mit weiter Ferne, rechts hohe Gebirge, linlvs 
(P 1.) ein Fluss. Bez. GRIFFIER. f. 

Auf H. 0,38 h., 0,48V9 hr. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 1855 aus dem Vorrath. 

1745. Gebirgige Gegend mit viel Figuren, rechts eine Kirche, 
(9b.) links ein Fluss mit Schiffen. Bez. GRIFFIER. 

Auf K. 0,47^/3 h., 0,53 br. Desgl. Desgl. Desgl. 

1746. Burg Rheinstein, links ein Wirthshaus mit viel Land- 
(9b.) leuten. Bez. GRIFFIER. 

Auf K. 0,48 h., 0,53V2 br. Desgl. Desgl. Desgl. 

1747. Eine Ernte, Rheingegend. Bez. J. GRIFFIER. 
(15b.j Auf K. 0,47 h., 0,53 br. Desgl. Desgl. Desgl. 

1748. Gebirgslandschaft. Bez. J. GRIFFIER. 

(P 1.) Auf K. 0,38 h., 0,49 br. 1741 durch Graf Wacker- 
barth. 1861 aus dem Vorrath. 

1749. Landschaft, vom eine Bauemlust. Bez. GRIFFIER. 
(P 1.) (unvollkommen.) 

Auf H. 0,47 h., 0,59 br. Desgl. Desgl. 

1750. Rheinische Gebirgsgegend. Bez. GRIFFIER. 
(Q 2.) Auf H. 0,38 h., 0,48 br. Desgl. Desgl. 

1751. Desgleichen. Bez. GRIFFIER. 

(P 5.) Auf K. 0,47 h., 0,.53 br. Durch du Roy. 1861 aus 
dem Vorrath. 

1752. Desgleichen. 

(P 1.) Auf L. 0,45 h., 0,61 br. Durch Leplat. Desgl. 

-Alte Copie. 

1753. Landschaft, vorn eine Bauemkirmes. 

(P 1.) Auf H. 0,50 h., 0,64 br. 1861 aus dem Vorrath. 



^ I 



362 Hoiiändisohe Schule. 

Werff (Adrian van der), Schüler des Cornel Picolett. Geb. 
den 21. Januar 1659 im Dorfe Kralinger-Ambaeht 
bei Botterdam, gest. zu Botterdam den 12. No- 
vember 1722. 

1754.* Eine Schäferscene. Bez. Adr. van der Werff. fec. An. 
(17c.) 1669 (sie). (Die letzte Zahl undeutlich.) 

Auf H. 0,.59V2 h., 0,48V9 br. 1710 Geschenk des 
Churfürsten von der Pfalz. Alt. Inv. 1722. 

1755. Bildniss des Künstlers mit seiner Familie. 

(17c.) Bez. Adr. van der Werff, fecit an^ 1689. (?) (Die 
letzte Zahl undeutlich.) 

Auf L. 0,61 h. , 0,55 br. 1742 durch de Brays und 
Araignon aus der Sammlung Carignan in Paris. 
3500 Livres. . 

1756. Loth mit seinen Töchtern. Bez. Adr. v. Werff. fec. 1694. 

(17 c.) Auf H. 0,40 h., 0,32 br. 1710 Geschenk des Chur- 
fürsten von der Pfalz. Alt. Inv. 1722. 

1757. Venus und Amor. Bez. Adr^ van d. Werff an^ 1699. 
(17c.) Auf H. 0,37 h., 0,32 br. 

1758. Einsiedler vor seiner Klause. Bez. A. V.^^- WERFE. 

(17c.) fec. Anno 1705. 

Auf H. 0,38 h., 0,30 br. 1751 durch Riedel aut 
der Ostermesse zu Leipzig erkauft als S. Hieronymus. 

1759. Magdalena. Bez. Chev£_ vlL Werff. fec. anno 1711. (?) 

(17 c.) Auf H. 0,35 h., 0,25'/4 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 12.) Aus der Sammlung Czerain. Inv. 8vo. 

1760. Das Urtheil des Paris. Bez. ChevL. v?_ Werff. fec. 1712. 

(17 c.) Auf H. 0,56V9 h., 0,49Vfl br. Aus der Sammlung 
des Grafen Czernin m Prag. Inv. 8vo. Am 22. Octo- 
ber 1788 von Wogaz gestohlen. S. Einl. S. 57. 



Holländische Schule. 363 

1761. Das Christkind liebkost den kleinen Johannes. 

(17 c.) Bez. ChevL. vlL Werff. fec. 1715. 

Auf H. 0,46 h., 0,34^/4 br. Ä* (Altes Kupferstich- 
werk III. a5.) Desgl. 

1762. Die Verkündigung der Maria. 

(17 c.) Bez. CheVL van dL. Werff fec. an^ 1718. 
Auf H. 0,71 Va h., 0,.52»/4 br. Desgl. 

1763. Diogenes mit seiner Laterne, Menschen suchend. 
(17 c.) Bez. V. d. WerfF. 

Auf H. 0,29 h., 0,24^2 br. 

1764. Abraham verstösst die Hagar. 

(17c.) Bez. A. V. d. WerfF »(undeutlich). 

Auf L. 0,86 h., 0,70 br. 1708 von Franz Leramers 
aus Antwerpen. 350 Pattacons. 

1765. Ein Herr und eine Dame sitzen an einem Tische und 

(17c.) spielen Schach.' Bez. A. v. WERFF. F. 

Auf H. 0,35 h., 0,26 V4 br. Im Jahre 1751 durch 
Riedel auf der Ostermesse zu Leipzig erkauft. 6e- 
schenk I. M. d. Königin an S. M. den König zur Messe, 
als „van der Werff und seine Frau'*. 



Anm.: Die mit Jahreszahlen bezeichneten Arbeiten dieses 
Meisters umfassen einen Zeitraum von 47 Jahren, 
wenn man die Jahreszahl des ersten Bildes mit 9 er- 
gänzt (von 1669 bis 1718), was allerdings mit dem 
Geburtsjahr 1659 wohl nicht stimmt, obgleich der 
frühreife Knabe bereits mit 10 Jahren in die Lehre 
trat. Nach genauester Prüfung sind jedoch die Ziffern 
166 als vollkommen sicher und echt bezeichnet an- 
erkannt worden. Ebenso sind in dem zweiten Bilde 
die Ziffern 168 der Jahreszahl durch genaue Prüfung 
festgestellt, aber auch hier, selbst wenn man die Zahl 
ebenfalls mit 9 ergänzt und 1689 liest, stimmt dies 
wenigstens nicht mit der Angabe Nagler's überein, 
welcher die Yerheirathung des Künstlers in das Jahr 



364 Holländische Schule. 

1687 setzt, da die auf dem Bilde dargestellten drei 
Kinder jedenfalls älter erscheinen. Der Thatbestand 
der Bezeichnung musste hier jedenfalls festgehalten 
werden, während vielleicht spätere Forschungen zur 
Aufklärung desselben beitragen. 



Werff (Pieter van der), Schüler seines Bruders Adrian. Geb. zu 
Kralinger- Ambacht 1665, gest. zu Rotterdam 
1718. 

1766. Ein Mädchen hält eine Feuerzange in der Hand, womit 
(18 a.) sie eine Maus aus dem Fenster wirft. 

Bez. P. V. WERFF. 

Auf H. 0,20V2 h., 0,14 br. Durch den K. dänischen 
Gesandten. Alt. Inv. 1722. 

1767. Ein paar Männer vor einem Gericht Muscheln an 
(18a.) einem Tische; der eine trinkt aus einer umflochtenen 

Flasche. 

Auf H. 0,39 h., 0,31 Va br. Durch Lemmers. Alt. 
Inv. 1722. 

1768. Der heilige Hieronymus, in einem Buche lesend. 
(18a.) Bez. P. v. werff. fe. AN^ 1707. 

Auf H. 0,29 h., 0,24V2 br. Eigenthum S. M. des 
Königs. 1874 der Gallerie zur Aufbewahrung über- 
geben. 



Breklenkamp (Quirin). Lebte um 1660. 

1769. Um eine Mutter mit dem Kinde stehen die Patlien und 
(16a.) trinken auf das Wohl des Neugeborenen. 
Bez. Q. Breklenkam. 

Auf H. 0,36»/, h., 0,31 br. 



Holländische Schule. 365 

MieriS (Willem van), Sohn und Schüler des Franz. Geb. zu 
Leyden 1662, gest. daselbst den 27. Januar 1747. 

1770. Ein Leiermann von einem Mädchen, das ein Glas Wein 
(18a.) hält, umfasst. Bez. W. Van Mieris Pr Ann 1694. 

Auf L. 0,49 h., 0,41 br. , 1708 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen. 850 Pattacons. 

1771. Ein Wildprethändler mit einem todten Hasen in der 
(18 a.) Hand, in einem Bogenfenster. 

Bez. W. van Mieris A^ 1699. 

Auf H. 0,28 h., 0,24 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

1772. Eine Frau füllt einem Manne das Glas. 
(18a.) Bez. W. van Mieris. F. A''- 1699. 

Auf H. 0,25V2 h., 0,20V3 br. 1710 von Jac. de Wit 
\\\% Antwerpen als das Bildniss des Künstlers und 
seiner Frau. 200 Pistolen. 

1773. Ein Mann in einem Bogenfenster bläst die Trompete. 
(18a.) Bez. W. van Mieris. F. A*- 1700. 

Auf H. 0,30V2 h., 0,25 br. Durch Raschke. Alt. 
Inv. 1722. 

1774. Cephalus und Procris. 

(18a.) Bez. W. van Mieris Ft. An^ 1702. 

Auf H. 0,37 Va h., 0,44 br. Durch Graf Flemming. 
Alt. Inv. 1722. 

1775. Venus schlafend, mit einem blauen Gewände bedeckt. 
(18a.) Bez. W. van Mieris 1703. 

Leinwand auf H. 0,13V2 h , 0,17Va br. 

1776. Ariadne und Bacchus, umgeben von Bacchantinnen, 
(18 a.) Faunen und Satyren. 

Bez. W. van Mieris Fee. Anno 1704. 

Auf H. 0,.59Va h., 0,75V9 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 1826 rest. durch Renner unter 
Palmaroli's Leitung. 



366 Holländische Schule. 

1777. Eine junge Frau lässt sich von einer Zigeunerin wahr- 
(18a.) sagen. Bez. W. van Mieris Ft. Anö 1706. 

Auf H. 0,29 h., 0,24Vo br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1778. Ein Mann an einem Tische blickt nach einem Mädchen^ 
(18a.) das ihm zu trinken bringt. Bez. W. van Mieris 1706. 

Auf H. V. Gr. Durch Graf Wackerbarth. Alt. 
Inv. 1722. 

1779. Preciosa, von ihrer Mutter durch ein Mal an der linken 
(18 a.) Brust, von einer Dienerin an zwei zusammengewachsenen 

Zehen erkannt. Bez. \V^ van Mieris Ft. Anno 1709. 

Auf fl. 0,41 h., Ofiii br. Durch Graf Gotter als 
„alter Mirus". 2000 Konv. fl.* 

1780. Venus zeigt sich dem Paris, ihr zur Seite Amor. 
(18a.) Bez. "W. van Mieris 1717. 

Leinwand auf H. 0,14 h., 0,16 br. 

1781. Eine Affenfamilie in menschlicher Kleidung. 
(14b.) Bez. W. van Mieris Fe. Anno 1719. 

Auf H. 0,28V2 h., 0,38 br. 

1782. Eine alte Köchin mit einem metallnen Korbe. 
(18a.) Bez. A^ 1729. (Der Name ist weggeschnitten.) 

Auf H. 0,19Va h., 0,15^« br. 

Anm.: Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder dieses 
Meisters umfassen einen Zeitraum von 35 Jahren 
(1694 bis 1729). 



* Auf dem, auf dem Tische liegenden Pergament liest man : 
Gonstanca . . . Don Ferdinando de Assavedo. — cala. nueva. — 
Gioniaro de meno fez . . . . meta Madrid. — 159.*). 



Holländische Schule. 367 

Leiienbergh (C). Lebte um 1654 im Haag. 

1783. Ein an einem Fusse aufgehangenes Eebhuhn; auf dem 
(P 8.) Tische liegt eine todte Lachtaube. 

Bez. C. Leiienbergh f. 1654. 
Auf H. 0,56 h., 0,45V2 br. 

Beerstraten (Jan). Lebte um 1664, gest. 1681. 

1784. Seeküste mit Felsenufem. Ein Dreimaster und andere 
(9b.) Schiffe in Sicht. Bez. Beerstraten. 

Auf H. 0,70 h., 0,93 br. 

1785. Seesturm an einer Felsenküste. 

(P 6.) Auf H. 0,89 h., 1,22 br. Vom „StaU" als Back- 
huysen Original. Alt. Inv. 1722. 

Unbekannt. 

1786. Meerenge mit Schiffen, welche dem Hafen zusegeln. 
(P 6.) Auf K. 0,38 h., 0,54 br. 

1787. Gegenstück. 

(P 6.) Auf K. V. Gr. 

Ruysch (Kachel), Schülerin des Willem van Aelst. Geb. zu 
Amsterdam 1664, gest. daselbst 1750. 

1788. Pfirsich, Weintrauben, Granatapfel und andere Früchte, 
(9 a.) vom eine Eidechse und ein Hirschkäfer. 

Bez. Eachel Euysch 1718. 

Auf K. 0,74 h., 0,62 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 1860 aus dem Vorrath. 

1789. Li einem gläsernen Gefässe ein Strauss Blumen. 
(17 c.) Bez. Eachel Ruysch. 

Auf K. V. Gr. Desgl. 



368 Hotfändische Schule. 

1790. Allerlei Blumen, dabei ein Frosch, eine Eidechse und 
(17 c.) einige Insecten. Bez. Eachel Euysch. 

Auf L. 0,72 h., 0,57 br. Im Jahre 1751 durch 
J. A. Riedel auf der Ostermesse zu Leipzig erkauft. 

Dusart (Comelis), Schüler des Ostade. Geb. zu Haarlem den 
24. April 1660, gest. daselbst den 1. October 
1704. 

1791. An der Treppe eines Hauses sitzt eine Frau' mit ihrem 
(19a.) Kinde. Bez. C. Dusart 1679. 

Auf H. 0,38V2 h., 0,34 br. 

1 792. Bauernschlägerei. Weiber suchen vergebens die Wüthen- 
(19 a.) tien zu trennen. Bez. 

Auf K. 0,20^8 h., 0,26 br. Aus Holland als Adrian 
Brouwer. 25 Louisd'or. 



1793. Das Kegelspiel. Bez. Corn. du Sart f. 1688. 

(16 c.) Auf H. 0,89 h., 0,73^2 br. Sammlung Roell-Hodshon 
Amsterdam 1872. Reede van Oudtshoorn 1874. 
4840 fl. hoU. 

Boonen (Arnold van), Schüler des Gottfried Schalken. Geb. 
zu Dortrecht 1669, gest. 1729. 

1794. Ein junges Frauenzimmer setzt ein Licht in eine 
(20 c.) Laterne. 

Bez. A. von Boonen 1695 (A. undv. zusammengezogen.) 

Auf L. 0.33 h., 0,27 br. Durch Graf Wackerbarth. 
Alt. Inv. 1722. 

1795. Derselbe Gegenstand, dabei ein Knabe. 
(20 c.) Bez. A. von Boonen. 

Auf L. 0,48 h., 0,39 br. Desgl. Desgl. 



Holländische Schule. 369 

1796. Junger Mensch mit einer Thonpfeife in der Hand; 
(20 c.) hinter ihm ein anderer mit einem brennenden Lichte. 

Ebenso bez. 

Auf L. 0,47 h., 0,39 br. Desgl. Desgl. 

1797. Ein alter Einsiedler in seiner Klause vor einer brennen- 
(P 10.) den Lampe. Kniestück. 

Auf L. 0,43 h., 0,34 br. 

1798. Eine junge Frau füttert einen Papagei. 

(20c.) Auf L. 0,42 h.. 0,3479 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

1799. Ein bejahrter Mann liest einen Brief. 
(20c.) Auf L. 0,43 h., 0,34 br. Desgl. Desgl. 

1800. Ein junger Mensch, eine Thonpfeife im Munde, be- 
(20c.) trachtet bei Licht eine Zeichnung. 

Auf L. 0,33 Va h., 0,27'/« br. Desgl. Desgl. 

Leermans (Pieter), Schüler des Franz Mieris. Lebte um 
1670. 

1801. Ein alter Einsiedler kniet vor seiner Klause; dabei ein 
(18 c.) Kreuzbild, Bücher und ein Kober. Bez. 




i^^nicifv^ 



Auf H. 0,42 h., 0,33 br. 1708 von Franz Lemmers 
aus Antwerpen. 210 Pattacons. 

Ochtervelt (Jan), Schüler des Gabr. Metsu. Lebte um 1670. 

1802. Eine Frau hat ein Hündchen auf dem Schoose, mit wel- 

(17a.) chem ein Mädchen spielt. Bez. J. Ochtervelt f. 1669. 

Auf L. 0,82 h.. 0.61 br. In Leipzig erkauft als 
„Jerhard auf der Feld^^ Alt. Inv. 1722. 

24 



370 Holländische Schule. 

Vonck (J.)- liebte um 1670. 

1803. Ein von Hunden verfolgtes Keh. Die Landschaft ist 
(K 2.) von Jacob Ruisdael gemalt. Bez. mit IvE. (zusammen- 
gezogen) und J. Vonck fe. 

Auf L. 1,37 h., 2,09 br. 

Derselbe. (?) 

1804. Ein weisser Fasan an einer Pfote aufgehangen, dabei 
(P 8.) einige kleinere Vögel. 

Auf H. 0,75 h., 0,59 Va br. 

Moucheron (Isac), Sohn und Schüler des Frederic Moucheron. 
Geb. zu Amsterdam 1670; gest. daselbst den 20. Juli 
1744. 

1805. Schafe weiden auf einem Hügel; im Vorgrunde ein 
(12 c.) Jäger mit drei Hunden. Bez. Moucheron ft. 

Auf L. 0,69 h., 0,84 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

1806. Landschaft. In einem Thale ein Reiter und ein Wan- 
(12 c.) derer. Bez. MOUCHERON. 

Auf L. 0,69 h., 0,80Va br. Desgl. DesgL 

1807. Landschaft. Fischer auf dem Flusse an der linken 
(12 a.) Seite des Bildes. Ein Herr und eine Dame reiten auf 

die Falkenjagd. Bez. Moucheron fecit. 
Auf L. 1,11 h., 1,39 br. 

1808. Landschaft mit einer felsigen Höhe im Mittelgrunde; 
(I2c.) vom ein Hirt bei seiner Heerde. Bez. Moucheron. 

Auf L. 0,49 h., 0,66V2 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

1809. Landschaft mit einem Flusse, über welchen eine Bogen- 
(48 b.) brücke führt. 

Auf L. 0,71 h., 0,88 br. 



Holländische Schule. 371 

1810. Gebirgige Landschaft mit Gebüsch ; vorn strömt ein 
(49 b.) Waldbach durch Felsen. Bez. Moucheron. 

Auf L. 0,8.5 h., 0,66V, br. 

1811. Landschaft mit Ruinen in römischem Styl ; im Mittel- 

(12 a.) gründe ein schönes Landhaus. 

Auf L. 0,51 h., 0,67 br. 1741 durch v. Kaiserling. 
luven. 8vo. 

1812. Landschaft mit einem Schloss im Hintergrunde, vom 
(l^c.) Hirten mit einer Heerde. 

Auf L. 0,70 h., 0,89 Iw. 1855 aus dem Vorfath. 

Mans (F. H.). Lebte um 1677. 

1813. Winterlandschaft mit einem Zelt im Vorgrunde, unter 
(Q 2.) welchem mehrere Gäste sitzen. Bez. 

Auf H. 0,60V3 h., 0,85 Vfl br. 

1814. Winterlandschaft. Thor und Mauern einer holländischen 
(F 9.) Stadt, mit Schlittschuhläufern und Eisbelustigung. 

Ebenso bez. 
Auf H. 0,61 h., 0,a5 br. 

1815. Gegenstück. Die Figuren von Dietricy geistreich 
(P 9.) übermalt. Ebenso bez. 

Auf H. V. Gr. Letztere beide 1860 aus dem Vorrath. 

Verkolje auch Verkoltje (Jan). Geb. zu Amsterdam 1650, 
gest. zu Delft 1693. 

1816. Eine Dame wird von einem Trompeter genöthigt, ein 
(17 a.) Glas Wein zu trinken, welches eine Alte ihr eingeschenkt. 

Bez. J. Verkolje. 1078. 

Auf L. 0,71 h., 0,66 br. Durch Graf Flemming. 
Alt. Inv. 1722. 

24* 



^ 



372 Holländische Schule. 

1817. Eine alte Obstverkäuferin hinter ihrem Schubkarren 
(9b.) sitzend; ein Knabe sucht eine Weintraube zu stehlen, 

ein junger Mann bemerkt es, während ein anderer ein 
dabeistehendes Mädchen neckt.* 

Auf L. 0,47 h., 0,37 br. Sammlung Ryfsnyder 
Amsterdam 1872. Keede van Oudtshoorn 1874. 473 
fl. holl. 

PaudiTs (Christoph), Schüler des Rembrandt Geb. in Nieder- 
sachsen um 1618, gest. nach 1669. 

1818. Brustbild eines alten weissbärtigen Mannes mit einer 

(P 4.) Pelzmütze. Bez. Christoffer Paudifs 1654. 

Auf H. 0,53 h., 0,42 br. Durch Wanderer. Alt. 
Inv. 1722. 

1819. Brustbild eines Mannes in hoher Mütze, langen herab- 
(P 10.) hängenden Haaren und Stutzbart. Bez. Christoffer 

Paudifs 1689. 

Auf L. 0,60 h., 0,52 br. Durch Graf Wackerbarth 
als „Heyduckenkopf*. Alt. Inv. 1722. 

1820. An einem rothbedeckten Tische sitzt ein Mann, im Be- 

(K 1.) griff zu schreiben, der sich mit einer Dame bespricht. 

Auf L. 1,01 h., 1,51 br. Aus Polen als „unbek. 
Copie". Alt. Inv. 1722. 

1821. Brustbild eines Mannes mit einem grauen Hute auf dem 

(L 1.) Kopfe. 

Auf L. 0,76 h., 0,60 br. Aus der Kunstkammer 
als des Meisters Bildniss. Alt. Inv. 1722. 

TiliuS (J.)- Lebte um das Jahr 1680 in Herzogenbusch. 

1822. Eine junge Frau sitzt am Tische und näht. 

(1.0 b.) Bez. J. Tilius. Pin. 1681. 

Auf H. 0,25 h., 0,20V2 br. Durch Graf Wackerbarth 
als „Eglon van der Neer**. Alt. Inv. 1722. 

* Vielleicht Nicolas Verkolje. 



Holländische Schule. 373 

Roepel (Coenraet), Schüler des Const. Netscher. Geb. 1678 
im Haag, gest. 1748. 

1823. Ein Blumenstrauss in einem Metallgeföss. 
(7 c.) Bez. Coenraet Roepel f. 

Auf L. 0,90 h., 0,671/9 br. 1751 durch v. Heireken. 
Inven. 8vo. 

Klomp (Aelbert), Schüler des P. Potter. (?) Lebte um 1680. 

1824. Vor einer Bauemhütte ruht eine kleine Heerde Vieh 
(13 b.) auf der Weide; eine Magd melkt eine Kuh. 

Bez. A. Klomp. f. 

Auf L. 0,74 h., 0,65 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. Inven. 8vo. 

Limborg (Hendrik van), Schüler des Adriaen v. d. Werff. 
Geb. im Haag 1680, gest. 1758. 

1825. Venus 'und Amor in einer dunkeln Landschaft, vom 
'(17 c.) eine weisse Taube. 

Auf H. 0,58Va h., 0,44 br. 

Huysum (Jan van). Geb. zu Amsterdam den 15. April 1682, 
gest. daselbst den 8. Februar 1749. 

1826. Ein grosser Blumenstrauss; dabei liegt ein Pomeranzen- 
(8a.) zweig. Bez. Jan van Huysum FECIT. 

Auf L. 0,83 h., 0,71 br. 1751 durch v. Heineken. 
Inv. 8vo. 

1827. Blumenstrauss in einem Geschirr von rothem Thon 
(14 c.) mit erhabener Arbeit verziert, daneben ein Nest mit 

Eiern. Bez. Jan van Huysum fec. 

Auf H. 0,39^2 h., 0,32 br. 



374 Holländische Schule. 

1828. Anmuthige Landschaft. Felsen, deren Spalten und 
(12 c.) Höhlen durch Mauerwerk ausgefüllt sind, am Ufer eines 

Wassers. 

Bez. JVHuysum. f. (J. V. und H. zusammengezogen). 
Auf L. 0,40Va h., 0,4872 l>r- 

Bredael (Jan Frans van), Schüler des Philipp Wouver man. 
Geb. zu Amsterdam 1683, gest. daselbst 1751. 

1829. Ein Reiter lässt sein Pferd beschlagen, daneben Knaben 

(14c.) atff Stelzen. 

Auf L. 0,40 h., 0,48 br. Durch Graf Gotter. 100 
Konv. fl. 

1830. Herren und Damen zu Pferde mit Falken und Hunden. 
(14 c.) Auf L. V. Gr. Desgl 100 Konv. fl. 

Wit auch Witt (Jacob de). Geb. zu Amsterdam 1695, gest. da- 
selbst den 12. November 1784. 

1831. Kinder mit den Attributen der Jagd, als Basrelief ger 

(L 2.) malt. Bez. J. D. Wit. F. 1753. 

Auf L. 0,83 h., 1,34 br. Der Maler war der Neffe 
des bekannten Kunsthändlers gleichen Namens, wel- 
cher im Katalog oft bei Erwerbung unserer besten 
niederländischen Bilder angeführt ist. 

Nikkelen (Jan van), Schüler seines Vaters. Geb. zu Haarlem um 
1715, gest. zu Cassel. 

1832. Landschaft mit hohen Gebirgen und alterthümlichen 
(10 a.) Gebäuden. 

Auf L. 0,.58 h., 0,73 br. 

1833. Aehnliche Landschaft mit einem kleinen Wasserfall. 

(10a.) Auf L. V. Gr. Beide 1751 durch Riedel auf der 
Ostermesse zu Leipzig erkauft. Inv. 8vo. 



Altniederländiscbe Schule. 375 

Seeman (Enoch) oder Zeeman. Gest. zu London 1744. 

1834. Des Künstlers eigenes Bildniss. 

(43 a.) Bez. Enoch Seeman pinx. 

Auf K. 0,56 h., 0,45 br. *t^ (Altes Kupferstichwerk 
III. 20.) Durch Baumann. Alt. Inv. 1722. 

Beyeren (Albert van). Lebte um 1 700. 

1835. Grosse und kleine Seefische, Hummer und Krabben. 

(äOc.) Bez. A. V. B. (zusammengezogen) f. 

Auf L. 1,25 h., 1,,53 br. Von Georg Breitbarth, 
Kunsthändler in Erfurt. 1856 aus dem Vorrath. 



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Altniederländische Schule. 



Eyck (Johann van). Geb. um 1381 zu Eyck oder Ouden-Eyck 
bei Limburg, gest. zu Brügge am 9. Juli 1440. 

1836. Maria mit dem Kinde, in einer reichen gothischen Ka- 
(N.) pelle auf dem Altar unter einem Teppich-Baldachin 
sitzend. Auf dem rechten Flügelbild S. Catharina, auf 
dem linken S. Michael mit dem Donator. Die Aussen- 
seiten enthalten die Verkündigung in stehenden Figuren, 
Grau in Grau gemalt und Sculpturen nachahmend. Auf 
der Einfassung der Bilder in gothischen Buchstaben y«i 
des Meisters Hand ein lateinischer Hymnus an die Jung- 
frau Maria, den Erzengel Michael und S. Catharina. 

Auf H. Hauptbild 0,277, h., 0,21V« br. Seitenflügel 
0,27 V2 h., 0,08 br. Einer unverbürgten Sage nach 
soll dieses schöne Werk der Reise-Altar Carl's V. ge- 
wesen sein. Das Mittelbild trägt die unverkennbarste 
Aehnlichkeit mit dem berühmten Bilde van Eyck*s in 
der Sammlung der Akademie zu Brügge. (Im Abece- 
dario des Guarienti und im Abr^g6 ist unser Bild noch 
als A. Dürer angeführt.) 



376 Altniederländisehe Schule. 

Schule des van Eyck. 

1837. Maria, mit einer Krone auf dem Haupte, hält das Kind 
(21a.) auf dem Schoose; vor ihr S. Anna, welche dem Kinde 
eine Birne reicht, weiter hinten Joseph und Joachim. 
Im Fenster das hurgundische Wappen, nach Anderen 
das Wappen des Königs Alfons von Sicilien, Neapel 
und Arragonien. Bez. mit einem Monogramm, welches 
einem 2. ähnlich sieht. 

Auf H. 0,6.5^9 h., 0,48^2 hr. Aus dem Besitz des 

Grafen Wackerbarth. S. Abecedario des Guarienti. 

t. 

1838 und 1839. Zwei Seitenbilder eines Altarbildes. Zur 
(P 2.) Linken der Donator und S. Andreas, zur Rechten S. 
Elisabeth, eine Kirche haltend. 
Auf H. 0,75 h., 0,24 br. 

1840. Die G^fangennehmung Christi. Auf den Flügeln Engel 
(N.) mit den Leidensinstrumenten. Nachtstück.* 

Auf H. 1,73 h., 1,11 br., die Flügel 0,48 br. Als 
unbekanntes Original im alt. Inv. 1722. Mit beiden 
Vorigen aus der Kunstkammer. 

Rogier van der Weyden (?), Schüler des van Eyck. Geb. zu 
Toumay um 1400, gest. zu Brüssel den 16. Juni 
1464. 

1841. Christus am Kreuz mit Maria, Johannes und Magdalena. 

(21c.) AufH. 0,32^2 h., 0,20V9 br. Früher im Herzoglichen 
Schlosse zu Braunschweig, von dort 1806 mit anderen 
Bildern nach Paris, später im Besitz von Georg Schulz 
in Celle; auf Anordnung Sr. Majestät des Königs 
Johann am 24. December 1855 von dem Besitzer er- 
kauft für 400 Thlr. 



* Nach Michiels: Thierry Bouts der Jüngere, geh» um 
1450 (?) zu Löwen, Sohn Thierry Bouts von Haarlem, gest. 1491 
ebendaselbst. S. Michiels T. IIJ. p. 303. 



Altniederländische Schule. 377 

MemlinC (Hans). (?) Geb. um 1440, blühte um 1470, lebte noch 
bis 1492. (S. die von James Weale veröffentlichten 
Documente imJoum. des beaux Arts, Anvers 15. De- 
cember 1860 und Belgische Studien von Dr. Fr. 
Oetker.) 

1842. Bildniss des Anton von Burgund, Bastard Philipps des 
(21 c.) Guten, Halbbruder Karls des Kühnen. 

Auf H. 0,44 Vo h., 0,35^/3 br. (S. des Verfassers Ab- 
handlung im deutschen Kunstblatte, Jahrgang 18.52, 
Nr. 26.) 

1843. Der heilige Christoph, das Christkind durch das Wasser 
(21c.) tragend, im Mittelgrund der Eremit. Oben Gottvater 

und die Taube. 

Auf H. 0,41 Va h., 0,24V2 br. Oben rund. 1876 
aus der Sammlung Ruhl in Cöln. Früher in der 
Sammlung Elias in Amsterdam. Preis 1800 Mark. 

Unbekannt. Um das Jahr 1490. 

1844. Bildniss Albrechts des Beherzten, Herzogs von Sachsen 
(0 3.) und Erbstatthalters von Friesland. (?) 

Auf der Rückseite bez. Albertus Animosus. 
Auf H. 0,28 h., 0,19 br. Aus der Kunstkammer. 

Massys (Quintin), auch Messys (Quinten). Geb. zu Löwen 1466, 
gest. 1531. 

1845. Ein Geldwechsler rechnet mit einem neben ihm sitzen- 
(21a) den Mann. Daneben ein Mädchen mit einer Alten und 

einem Knaben. Nach Michiels: ein Advocat und 
Clienten. Im Zipfel des Kopftuches der Alten bezeichnet 



l 



Auf H. 0,86 h., 1,16 br. 1748 aus der K. Gallerie 
zu Prag durch Gialdi und Guarienti. Inv. 8vo. 



378 Altniederländische Schule. 

Gossaert (Jan), gen. J. van Mabuse. Auch Malbodius, Ma- 
busius, Mobugius, Maboggio, Malbogi und 
Melbodiö gen. Geb. zu Maubeuge um 1470, gest. 
zu Antwerpen den 1. October 1532. 

1846. Die Anbetung der Könige. Maria, mit dem Christkind auf 
(21 c.) dem Schoose, unter einem verfallenen Prachtgebäude ; vor 

ihnen die heiligen drei Könige mit den Geschenken. 

Vorn der heilige Dominicus und der Evangelist Lucas. 

Auf H. 2,48 h., 1,84 br. Wahrscheinlich nach 1746 
erworben; der Sage nach durch den Feldmarschall 
Grafen Schulenburg, der es bei der Belagerung von 
Genua vor dem Verbrennen an einem Lagerfeuer ge- 
rettet haben soll, an August IIL geschenkt. Im Ka- 
talog Guarienti als „Alberto Duro aus der Chiesa dl 
S. Luca d'Erba, fuori di Genova" angeführt. 

1847. Bildniss einer Mutter mit ihrem Kinde. Wahrschein- 
(21c.) lieh das von Karel van Mander erwähnte Bildniss der 

Marquise van Vere mit ihrem Kinde. 

Auf H. 0,44Va h., 0,35 br. 1874 von Hauptmann 
von Schleinitz. 68 Thlr. 

Angeblich von demselben. 

1848. Derselbe (jegenstand. 

(21b.) Auf H. 1,09 h., 0,77 br. Neuerdings dem Meister 
des Todes der Maria (Jan Joest von Calcar, geb. um 1460^ 
gest. zuHaarlem 1519) im Cöln. Museum zugeschrieben. 

Unbekannt. 

1849. Altarbild. In der Mitte die Anbetung der heiligen drei 
(P 2.) Könige. Zur Linken die Anbetung der Hirten, zur 

Kechten die Darstellung Christi im Tempel. 

Auf H. Mittelbild l,02Va h., 0,70 br. Flügelbild 
jedes 1,02 Va h., 0,30^2 br. 1859 von Sr. Majestät dem 
König Johann aus dem Nachlasse l. K. H. der Prin- 
zessin Louise von Sachsen der K. Gemäldegallerie 
überwiesen. 



Aliholländische Schule. 379 

Orley (Barend van). Geb. zu Brüssel 1471, gest. daselbst 1541. 
1850. Heilige Familie. 

(31b.) Auf H. 0,86 h., 0,84^9 br. 1875 von Barenesse 
Dimsdale in London. Preis 300 Guineen. * 



Altholländische Schule. 

■ • 

Marinus de Zeeuw oder Seeu (d. h. de Zeeiande) oder Marinus 
van Romerswale. 

1851. Ein Mann sitzt vor einem Tische und wiegt Geld; eine 
(21a.) junge Frau neben ihm sieht mit Aufmerksamkeit auf 
die Waage. Vortreffliches Bild. Bez. 



m^ 






Auf H. 0,85 h., 1,13^9 br. Derselbe Gegenstand, 
ebenso bezeichnet, aber „anno 1558'*, ist im Museum 
zu Madrid Nr. 978. Desgl. mit Hinzufügung einer 
dritten Figur und der Bezeichnung R . . merswale 
Marina me fecit 1560 in der Gallerie von Schloss 
Christiansborg in Kopenhagen. (Cat. Nr. 333.*) 

JacobSZ (Lucas), gen. Leyden (Lucas van). Lernte bei seinem 
Vater Hugo Jacob und Cornelis Engelbrecht. 
Geb. zu Leyden 1494, gest. 1533. 
1852. Die Versuchung des heiligen Antonius. 
(21 b.) Bez. mit einem undeutlichen Monogramm. 

In runder Form. Auf H. 0,24V9 im Durchmesser. 

* Ein viertes Bild desselben Meisters in der Nationalgallerie 
zu London, ein alter Geldwechsler schreibend, daneben ein Mann, 
Geld zahlend. 



1 



380 , Deutsche Schule. 

Unbekannt. 

1853. Die heilige Magdalena mit dem Salbengefäss. 
(21a.) Auf H. 0,34 h., 0,24 br. 



Veen (Martin van), gen. Heemskerk. (?) Geb. zuHeemskerk bei 
Haarlem um 1498, gest. zuHaarlem am 1. October 
1574.. 

1854. Maria mit gefalteten Händen in tiefem Schmerz, um- 
(P3.) geben von Johannes Ev. und zwei heiligen Frauen 
(Seitenflügel einer Kreuzabnahme). 

Auf H. 0,71 h., 0,50 br. 1857 aus aus Professor 
Steinla's Sammlung. 



Deutsche Schule. 



Bruyn (Bartholomäus de). Geb. zu Cöln um 1510, gest. nach 
1560. 

1855. Abnahme vom Kreuz. 

(21a.) Auf Goldgrund. Auf H. 0,88 Va h., 0,69 br. 1874 
vom Kaufmann Fischer in Basel. Preis 6000 Francs. 



Unbekannt. (Van Assem. [?]) 

1856. Ein Mann mit drei Pfeilen in der Hand. 
(0 3.) Bez. fi£. (Durch einen sog. Noeud d'Amour beide 
Buchstaben mit einander verbunden.) 

Auf H. 0,36 h., 0,30 br. 1676 zur Kunstkammer. 



Deutsche Schule. 381 

Dürer (Albrecht), Schüler des Michel Wohlgemuth. Geb. zu 
Nürnberg 1471, am Tage'S. Prudentia, gest da- 
selbst am 6. April 1528. 

1857. Christus am Kreuz. Bez. mit Dürer's Monogramm, der 
(N.) Jahreszahl 1500 und der Inschrift: PATEE . I . 

MANVS. TVAS. COMENDO. SPIRTTV MEV. 

Auf H. 0/20 h., 0,16 br. * (Altes Kupferstichwerk 
III. 47.) December 1865 aus dem Nachlasse des K. 
K. Münzgraveurs Böhm in Wien erstanden. Preis 
4400 fl. Hauptbild des Meisters. 

1858. Die Kreuztragung Christi. Mit einer leichten An- 
(21 a.) deutung der Camation, Luft und Landschaft, fast Grau 

in Grau gemalt. Letzte Arbeit des Meisters. 

Bez. mit Dürer's Monogramm AD. MDXXVII. und 

einer lat Bibelstelle. 

L. auf H. 0,30 h., 0,45V9 br. 7. November 1727 
durch Leplat als „Portemene" (?) (Portement de la 
Croix?). Alt. Inv. 1722. Nr. 1804. 

1859. Bildniss des Bernhard von Ressen in schwarzer Klei- 
(21c.) düng und schwarzem Barett auf rothem Hintergrund. 

Bez. ebenso 1521. 

Auf H. 0,45^9 h., 0,31V« br. Auf dem Briefe steht: 
„pernh. zw." (Gem. zu Antwerpen. S. Dfirer's Tage- 
buch.) 

1860. Maria mit dem schlafenden Christkind; über demselben 
(N.) halten zwei Engel eine Krone. Mittelbild von einem 

unbekannten Meister der altdeutschen Schule. Rechts 
S. Sebastian, links S. Antonius, von Engeln umgeben. 
Beide Flügelbilder von Albrecht Dürer. In Tempera. 

Auf L. Mittelbild 1,07 h., 0,96 br., Flügel 1,14 h., 
0,45 br. 1687 aus der Schlosskirche zu Wittenberg 
in die Kunstkammer. 



382 fleiitsehe Schule. 

Nach Dürer. 

1861. st Hubertus knieend vor dem Hirsch, welcher das Cni- 

(0 3.) cifix zwischen dem Geweih trägt. 

Auf H. 1,05 h., 0,78 br. 1861 von Professor Tb. 
V. 0er erkauft Preis 128 Thk. S. Einleitung S. 54. 

1862. Die sterbende Maria; nach dem Holzschnitte Albrecht 

(0 3.) Dürer's, im Leben der Maria. 

Auf K. 0,32 h., 0,22 br. 1699 durch S. Bottschildt 
vom Ohr. v. Wackerbarth. Preis 150 Thlr. 

Unbekannt. 

1863. St Hieronymus mit einem Todtenkopfe in den Händen. 
(0 2.) Bez. mit Dürer's Monogramm, unächt 

Auf H. 0,74 h., 0,50 br. Mod. Ank. als Dürer. 

1864. Christus mit der Dornenkrone, auf einem Stein sitzend. 

(0 1.) Bez. mit Dürer's Monogramm, unächt. 

Auf H. 0,57 h., 0,43 br. Wiederholung eines alten 
Motivs des Mabuse (Joannes Malbodius). 1748 durch 
Bernardo ßenzoni mit neun andern Bildern aus Venedig; 
zusammen für 1210 Florins oder 6050 petites Livres 
de Venise. Siehe Nr. 323 und 324. Cat. Guarienti 
Nr. 1552: „fu del Duca di Mantova". 

Unbekannt. (Dürer's Schule.) 

1865. Die Beschneidung Christi. 
(0 1.) Auf H. 0,63 h., 0,46 br. 

1866. Die Flucht nach Egypten. 
(0 1 .) Auf H. V. Gr. 

1867. Christus als Knabe im Tempel. 
(0 1.) Auf H. V. Gr. 

1868. Christi Kreuztragung. Bez. 1514. 
(0 1.) Auf H. V. Gr. 



Deuteche Schule. 383 

1869. Christi Kreuzigung. 
(0 1.) Auf H. V. Gr. 

1870. Christi Tod. 

(0 1.) Auf H. 0,64 h., 0,46 br. 

1871. Christi Kreuzabnahme. 

(0 1.) Auf H. 0,63 h., 0,46 br. Alle aus der Kunstkammer 
als A. Dürer. 

Schule des A. Dürer. 

1872. Adam und Eva. 

(PI.) Auf H. 1,26 h., 0,99 br. Als Cranach im alten 
Inv. 1722. 

Unbekannt. 

1873. Bildniss des Markgrafen Georg Friedrich von Anspach. 
(0 3.) Auf H. 0,18 h., 0,14 br. 

1874. Adam und Eva. 

(P 3.) Auf K. 0,14 h., 0,10 br. 

Barbaris (Jacopo), gen. Jacob Walch oder Walsch; der 
wälsche Jacob. (Den Dürer in Campe's „Eeliquien'* 
S. 135 anführt) 

1875. Christus segnend und ein kleines Kreuz in der Hand 
(1 a.) haltend. 

Auf H. 0,59 h., 0,47 br. Aus der Kunstkammer. 

1876. Die heilige Catharina. 

( 1 a.) Auf H. 0,,50V8 h., 0,30 br. 

1877. Die heilige Barbara mit dem Thurm. 
(la.) Auf L. 0,42 Vfi h., 0,27 br. 



384 Deutsche Schule. 

Burgkmair (Hans), Schüler des Albrecht Dürer. Geb. 1472 
zu Augsburg, gest. 1531. 

1878. Altarbild mit zwei Flügeln. Der Tod der heiligen Ur- 
(0 1.) sula mit ihren Jungfrauen in der Nähe von Köln. Auf 

dem linken Flügelbilde der König der Hunnen an der 
Spitze seiner Krieger, auf dem rechten mit Beute be- 
ladene Schiffe. Die Aussenseiten der beiden Flügel ent- 
halten S. Georg und S. Ursula monochromatisch. 

Auf H. 2,15 h., 1,62 br. Die Flügel 1,73 h., 0,77 br. 
Im September 18.52 aus dem Nachlass des Majors Aster 
angekauft. 700 Thaler. 

PenCZ oder Pens (Georg), Schüler des Albr. Dürer. Geb. 1500 
zu Nürnberg, gest. 1556 zu Breslau. 

1879. Erstes Bruchstück eines Gemäldes, welches die An- 
(P 2.) betung der Könige vorstellte. Bez. 




Auf H. Die Tafel war 1,81 h , das Bruchstück ist 
0,44 br. 

1880. Zweites Bruchstück. S. Joseph knieend, in gelbem Ge- 
(0 3.) wände und rothem Mantel. 

Auf H. 0,58 h., 0,29 br. 

1881. Drittes Bruchstück. Ein Hirt mit einer grünen Mütze. 
(0 3.) Auf H. 0,32 h., 0,21 br. 

Derselbe. (?) 

1882. Bildniss eines Mannes im kräftigsten Lebensalter, mit 
(21 b.) braunem starken Barte; er hält in der linken Hand seine 

Handschuhe. 

Auf H. 0,80 h., 0,55 br. 



Deutsche^chule. 38ö 

1883. Bildniss eines Mannes in dunkler Kleidung, mit starkem 
(21 b.) braunen Bart und einem schwarzsarametnen Barett. 

Bez. A? ^TA. 40. 1552. 

Auf H. 0,58^2 h., 0,51 br. Mod. Ank. Als Dosso 
Dossi. Im Katalog Guarienti und im Abregt als Tizian 
angeführt. 

Schwarz (Christoph). Geb. zu Ingolstadt um 1545, gest. zu 
München 1597. 

1884. Christus am Kreuze. 

(0 3.) Auf der Rückseite bez.: Von Prag. Chuifürstl. Sachs. 
Fraw Mutter Verlassenschaft A^ 1623. 

Auf K. 0,29 h., 0,24 br. Als Regier de Bruges aus 
dem Grossen Garten. Alt. Inv. 1722. 

Holbein (Hans), der Jüngere. Geb. zu Augsburg 1498, gest. zu 
London 1543. 

1885. Jacob Meyer, Bürgermeister von Basel, kniet anbetend 
(N.) mit seiner Familie vor der Jungfrau Maria, welche das 

Christkind in den Armen hält. 

Auf IL 1,60 h., 1,04^/2 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 43.) Am 4. September 1743 durch Algarotti von 
Mr. Zuane Delfino (Dolfino) in Venedig für 1000 
Zecchinen erkauft. S. EinJ. S. 16. 

1886. Bildniss des Mr. Hubert Morett, Goldschmied König 
(N.) Heinrich VIII. von England. Früher für ein Werk 

Leonardo da Vinci's gehalten. 

Auf H. 0,92 h., 0,75 br. * (Altes Kupferstichwerk 
II. 5.) Mod. Ank. S. Einl. S. 23. 

1887. Originalhandzeichnung zu dem vorgenannten Bildniss, 

(N.) mit leichter Farbenandeutung. 

Auf Papier 0,33 h. , 0,25 br. 1860 aus dem Nach- 
lass des Kunsthändlers S. Woodburne durch L. Grüner 
erworben. Preis 50 Guin. S. Einl. S. 25. 

25 



386 Deutsdffc Schule. 

1888. Bildniss eines Mannes in dunkler Kleidung, mit einer 
(21a.) Mütze bedeckt; er hält in der Hand eiii Papier mit der 

Jahreszahl 1527. 

Auf H. 0,38 h., 0,29 br. Durch Baron Rechenberg. 
Alt. Inv. 1722. 

1889. Sir Thomas und John Godsalue, Vater und Sohn an 
(^21 a.) einem Tische ; der Vater hat „Thomas Godsalue de Nor- 

wico Etatis sue Anno quadragesimo sexto" auf ein Blatt 
Papier geschrieben. Auf einem Zettel an der Wand 
Anno Dm. M.D.XXVIII. 

Auf H. 0,31 Va h., 0,36 br. 1749 durch Le Leu in 
Paris mit noch drei andern Bildern erkauft für 220 
Livres 1 Sou. 

1890. Brustbild eines schwarz gekleideten Mannes. 

(21a.) Auf H. 0,42 h., 0.35 br. Durch Jos. Perodi. Alt. 
Inv. 1722. 

1891. Tod der Virginia. Grau in Grau. 

(N.) Auf H. 0,69 h., 0/yf) br. Erworben im J. 1870 von 

Prof. H. Mücke in Düsseldorf. Preis 60 Frd'or 
1020 Mark. 

Ck)pie nach Holbein. 

1892. König Heinrich VIII. von England. 

(0 3.) Auf H. 0,65 h., 0,57 br. Ein Originalbild gleicher 
Grösse befindet sich in der Sammlung des Duca di 
Torlonia in Rom. 

Unbekannt. 

1893. Bildniss einer Frau in schwarzer Kleidung mit rothen 
(N.) Aermeln, einen Rosenkranz in den Händen. 

Bez. AETATIS 41. A.2_ 1548. 

Auf H. 0,80^2 h., 0,61 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallen stein in Dux. 



Deutsche Schule. 387 

1894. Bildniss einer Frau mit einem weissem Häubchen, 

(21a.) schwarzer Kleidung und rothen Aermeln. 

Auf H. 0,69 h., 0,54 br. Aus der Kunstkammer 
als „Dr. Martini Catharina von Suhm" bez. Alt. 
Inv. 1722. 

1895. Bildniss eines jungen Frauenzimmers mit einer goldenen 

(P 3.) Kette um den Hals. 

Auf L. 0,.53 h., 0,42 br. Durch Graf Gotter. 150 
Konv. fl. 

1896. Erasmus von Rotterdam. 

(21b.) Auf H. 0,17^9 h., 0,14 br. Nach Holbein. Alt. 
Inv. 1722. 

1897. Männliches Bildniss. 

(0 2.) Auf H. 0,23 h., 0,18 br. Desgl. Wurde im August 
1862 hinter der Täfelung im sogen. BrnhUschen Palais 
auf der Augustusstrasse aufgefunden. 

1898. Bildniss des Joachim Reble. Ist mit goldenen Buch- 
(21b.) Stäben bezeichnet: 

•DO MAN- MDXXmi- ZALT- WAS ICH- 

lOACHIM REHLE- XXXHI- JAR ALT- 

AVFF ADI. Xmi LVIGO. 

Auf H. 0,33V8 h., 28V2 ^r. 1728 durch Du Moulin 
als Dürer geliefert. Alt. Inv. 1722. 

1899. Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung und Barett. 

(21b.) Bez. Do man 1519 Zalt, Do was ich 31 jar alt. 

Auf H. 0,3672 h., 0,30^2 br. Durch Leplat als 
„Cranach's man. Or." Alt. Inv. 1722. 

Amberger (Christoph) (?), Schüler des H. Holbein. (xeb. zu 
Amberg (?), gest. nach 15C8. 

1900. Ein junges Mädchen mit einem Hündchen unter dem 
(0 2.) Arme, führt ein jüngeres Kind an der Hand. 

Bez. An^ 1563. Mit Gold, rechts im Hintergrunde. 

Auf H. 1,21 h., 0.89 br. 1728 durch Leplat als; 
„Holbein man." Alt. Inv. 1722. 



388 Deutsche Schule. 

Unbekannt. 

1901. Ein Mann in schwarz-braunem Gewände, vor ihm Geld 
(0 3.) auf dem Tische. 

Auf L. 0,74 b., 0,58 br. 

1902. Bildniss eines Mannes in Amtskleidung. 

(21c.) Auf H. 0,62 h., 0,45 br. Vielleicht von Hans Asper. 
Aus der Kunstkammer als: .,Holbein Or., Dr. Lutheri 
Vaters Contrefait." Alt. Inv. 1722. 

1903. Bildniss eines Mannes in schwarzem, mit Pelz aus- 
(21b.) geschlagenen Kleide, in den Händen die Handschuhe 

haltend. 
Auf H. 0,72 h., 0,33 br. 

1904. Die Hochzeit zu Cana. 

(0 2.) Auf H. 0,96 h., 0,79 br. 

Cranach (Lucas), der Aeltere, eigentlich Müller oder Sunder. 
Geb. zu Cronach bei Bamberg den 4. October 1472, 
gest. zu Weimar den 15. October 1553. 

Die meisten der nachstehenden Werke Cranach's 
sind im Jahre 1657 zur Kunstkammer und von da 
später zu verschiedenen Zeiten in die Gallerie ge- 
kommen. 

1905. Der Tod der heiligen Catharina von Alexandrien. 
(PI.) Bez. LC. 1506. 

Auf H. 1,26 h., 1,39 br. 

1906. Fitigelbild zum Vorigen gehörend. St. Margaretha, Ur- 
(P 1.) sula und Barbara. 

Auf H. 1,26 h., 0,60 br. 

1907. Altarbild in sechs Abtheilungen. Oben die Dreieinig- 
<0 3.) keit, im Mittelbilde ein Ecce homo mit der Jungfrau 

Maria, der heiligen Magdalena, Johannes und Rochus. 



Deutsche Schule. 389 

Seitenbild links: die Verkündigung, rechts die Dar- 
bringung im Tempel. Tinten Grablegung und Himmel- 
fahrt, letztere aus einer Himmelfahrt der Maria vom 
Meister selbst in eine Himmelfahrt Christi verändert. 
Alles in kleinen Figuren, bis auf das Mittelbild, welches 
grössere Dimensionen hat. 
Bez. mit der Schlange und 1515. 

Auf H. 1,26 h., 0,79 br. 1861 aus dem Vorrath. 

1908. Adam, ganze Figur in Lebensgrösse. 
(P2.) Bez. mit dem Drachen und 1531. 

Auf H. 1,71 h., 0,70 br. 1728 aus der Kunst- 
kammer. Alt. Inv. 1722. 

1909. Eva mit dem Apfel in der Hand. 

(P 2.) Auf H. V. Gr. 1728 aus der Kunstkammer. Alt. 
Inv. 1722. 

1910. Lasset die Kindlein zu mir kommen. Halbe Figuren, 
(0 2.) halbe Lebensgrösse. Mit der Inschrift: 

VND SIE BRACHTEN KINLEIN (sie) ZV IM DAS 
ER SIE ANRVRETE. MARCVS AM X. 
Bez. mit der Schlange und 1538. 

Auf H. 0,82 h., 1,29 br. 1861 aus dem Vorrath. 

1911. Johannes predigt den Kriegsknechten. 

(0 3.) Bez. mit dem Drachen 1543 und einer langen Inschrift. 

Auf H. 0,74 h., 1,21 br. 1710 aus Leipzig. Inv. 
8vo. Ein ähnliches Bild in der Braunschweiger Gallerie. 
(Cat. Nr. 351.) 

1912. Christus herzt und segnet die Kindlein. 
(P 2.) Bez. mit dem Drachen und der Bibelstelle. 

Auf H. 0,84 h., 1,21 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 



390 Deutsche Schule. 

1913. Der schlafende Waldriese (wilde Mann) von den Zwer- 
(P 2.) gen angegriffen. Im Hintergrunde andere Waldmänner 

und Hirsche ; eine Burg in der Ferne. 
Bez. 1551 und mit dem Drachen. 

Auf L. 1,89 h., 2,59 br. 1860 aus dem Vorrath. 

1914. Der erwachte Waldriese züchtigt und tödtet die Zwerge 
(P 2.) mit Keulenschlägen. Im Hintergrunde Waldmänner zu 

Pferde und zu Fuss auf der Hirsch- und Eberjagd im 

Walde. Ebenso bez. 

Auf H. 1,88 h., 2,61 br. Mit dem Vorigen aus 
der Kunstkammer. Alt. Inv. 1722. Beide 1861 rest. 
von Schirmer. 

1915. Delila schneidet dem schlafenden Simson die Haare ab. 

(P 1.) Bez. mit dem Drachen und dem King. 

Auf H. 0,75 h., 1,23 br. 1740 aus Leipzig. Inv. 
8vo. 

1916. David sieht die badende Bathseba. Ebenso bez. 
(P 2.) Auf H. 0,74 h., 1,21 br. 

1917. Christus betend am Oelberge. Bez. mit dem Drachen. 

(0 1.) Auf H. 0,68 h., 0,40 br. 1852 aus den Vorraths- 
bildern zur Gallerie. 

1918. Judith und Lucretia. 

(0 2.) Bez. mit dem Drachen und dem Ring. 

Auf H. 1,72 h., 0,64 br. 1725 aus der Kunst- 
kammer. Alt. Inv. 1722. 

1919. Adam und Eva. Letztere bez. mit dem Drachen. 
(0 2.) Auf H. 1,71 h., 0,63 br. Desgl. Desgl. 

1920. Salomo, ein Götzenbild in der Gestalt eines Weibes 
(0 3.) anbetend. Bez. mit dem Drachen. 

Auf H. 0,75 h., 1,22 br. 



Deutsche Schule. 391 

1921. Herodias bringt ihrem Vater das Haupt Johannes des 
(P 2.) Täufers. Bez. 1537 und dem Drachen, 

Auf H. 0,Ö4 h., 1,22 br. Aus der Kunstkammer. 
Alt. Inv. 1722. 

1922. Die Ehebrecherin vor Christo. 

(0 2.) Bez. mit dem Drachen und dem Ring. 

Auf H. 0,84 h., 1,21 br. Desgl. Desgl. 

1923. Das Christkind wird dem Simeon gebracht. 
(0 2.) Auf H. V. Gr. 

1924. Die Auferweckung des Lazarus. 

(0 3.) Auf H. 1,20 h., 0,82 br. 1825 aus der Kunst- 
kammer. Alt. Inv. 1722. 

1925. Die Kreuzigung Christi. 

(0 3.) Bez. 1563 (?) und mit dem Drachen. 

Auf H. 1,20 h., 0,72 br. Desgl. Desgl. 

1926. Christus nimmt Abschied von seiner Mutter und von 
(0 2.) seinen Verwandten. 

Bez. mit dem Drachen und dem Ring. 

Auf H. 0,87 h,, 0,61 br. 1728 aus der Kunst- 
kammer. Alt. Inv. 1722. 

1927. Der Bethlehemitische Kindermord. 

(02.) Auf H. 1,21 h., 0,86 br. Desgl. Desgl. 

1928. Oben Christus von Pilatus dem Volke vorgestellt, etwas 
(0 3.) tiefer links unten in demselben Bilde sieht man die bei- 
den Schacher aus dem (jefängniss entlassen. Ganz 
unten in vier kleinen Abtheilungen von links nach 
rechts, Christi Geburt, Anbetung der Könige, Christus 
12 Jahre alt im Tempel und die Flucht nach Egypten. 

Auf H. 1,20 h., 0,47 br. 



392 Deutsche Schule. 

1929. Christus erscheint seiner Mutter nach der Auferstehung; 
(0 2.) verbunden mit der Gefangennehmung des Heilandes 

auf-einer früher getrennt gewesenen Tafel. 

Auf H. 0,40 h., 0,36 br. 

1930. Elias und die Baalspriester. Figurenreiche Composition. 
(0 3.) Bez. mit dem Drachen und dem Ring 1545. 

Auf H. 1,25 h., 2,38 br. 

1931. Der Künstler zeigt in zwei Paaren das Widerwärtige 
(P 2.) unnatürlich ungleicher Verbindung, in einem dritten 

dagegen das Glück eines angemessenen Bundes. 

Auf H. 0,75 h., 1.22 br. 

1932. Ein nacktes Kind. Studie. 

(0 2.) Auf H. 0,40 h., 0,26 br. Nr. 1928—1932 1861 
aus dem Vorrath aufgenommen. 

1933. Christine Eilenau. Bez. 1534 und mit dem Drachen. 
(0 3.) Auf H. 0,21 h. , 0,15 br. 

1934. Martin Luther. Bez. Obdormivit in afio 1546: 10. Feb. 
(21b) Aetatis sue 63. Darunter: 1532 etatis sue 45. Die 

obere Inschrift später zugesetzt. 

AufH. 0,18 h., 0,14 br. 

1935. Philipp Melanchthon. Bez. Obdormivit in aiio 1560. 
(21b.) 19. Aprilis. etatis sue 63. et 63 dierum. Eechts: 

1532 etatis sue 30. Die erste Inschrift später zu- 
gesetzt. 

Auf H. V. Gr. Alle drei 1725 aus der Kunst- 
kammer. Alt. luv. 1722. 



Deutsche Schule. 393 

1936. Bildniss der Margaretha von Ponikau. Bez. MAE- 
(P 3.) GRETA V. PONICKAV GEWESENEIN CHVRFVR- 

STIN SIBILLEN FEAVNTZIMMER z. 1536. 
Bez. mit dem Drachen. 

Auf H. 0,52 h., 0,34 br. 1852 aus den Vorraths- 
bildern zur Gallerie. 

1937. Bildniss des Markgrafen Georg von Brandenburg. 

(21b.) Bez. mit dem Drachen. 

Auf Pappe, 0,41 h., 0,33 br. Als „Albr. Dürer". 
Alt. Inv. 1722. 

1938. Friedrich der Weise, Churfürst von Sachsen. 
(0 3.) Bez. 1533, mit Drachen und Ring. 

Auf H. 0,13 h., 0,14V2 br. ia57 aus Prof. Steinla's 
Sammlung. 

1939. Bildniss Heinrich's des Frommen, ganze Figur in Lebens- 
(0 3.) grosse. Mit der Inschrift: HEINRICH HERCZOG ZV 

SACHSSEN. LANDGRAVF IN DORINGENN; VND 

MARGGRAVF ZV MEISSENN. 1537. und dem 

Wappen. Mit dem Drachen und dem Ring bezeichnet. 

Auf H. 2,10 h., 0,90 br. Eigeuthum der hiesigen 
Stadtgemeinde. 1871 der Gallerie zur Aufbewahrung 
tibergeben. 

1940. Der leidende Heiland von Kindengeln umgeben. 

(21b.) Auf H. 0,58V, h., O.78V2 br. 1874 durch Kunst- 
händler Pinti von Mr. Henry Darnby Seymour. Preis 
100 Guineen. 
Anm. : Die mit Jahreszahlen bezeichneten Bilder Lucas Cra- 
nach des Aelteron umfassen «inen Zeitraum von 36 
Jahren (151.5—1551). 

Cranach (Lucas), der Jüngere, Schüler seines Vaters. Geb. 
1515, gest. zu Wittenberg 1586. 

1941. Die Kreuzigung Christi. Bez. 1573, dem Drachen und 

(0 2.) Ring. 

Auf H. 1,74 h., 1,27 br. Alt. Inv. 1722. 



394 Deutsche Schule. 

1942. Der Cliurfürst Moritz von Sachsen und seine Gemahlin 
(0 3.) Agnes. Bez. mit dem Drachen und 1559 nebst einer 

langen Inschrift. 
Auf H. 0,44 h., 0,69 br. Desgl. 

1943. Churfurst August 

(21b.) Auf Pappe 0,41 h., 0,33 br. 

1944. Bildniss des Churfürsten Moritz von Sachsen. 

(21 b.) Auf Papier 0,40 h., 0,32 br. Als .,Diirer Or." Alt. 
Inw. 1722. 

1945. Churfurst August mit einem Barett. 
(P 3.) Auf H. 0,43 h., 0,35 br. 

1946. Churfürstin Anna. Gegenstück zum Vorigen. 
(P3.) Auf H. V. Gr. 

1947. Deren Tochter. 

(P 3.) Desgl. Auf L. 0,40 h., 0,28 br. Alle drei 1861 
aus dem Vorrath. Rest, von Schirmer. 

1948. Melanchthon im Todtenhemd. Mit der Inschrift : Anno 
(21b.) uerö 1560, Mensis Aprilis die 19, ex hac mor- 

tali uita in aeternam Dei et Sanctorum conuersationem 
sancte et placide emigrauit. aetatis suae anno 63 cum 
in ardentem febrim incidisset et paroxismo febrili labo- 
raret septimo. Postrema uerba eius, fuerunt haec: 
Nemo rapiet oues meas ex manu mea. Johan; 10 \* 

Auf H. 0,36 V9 h., 0,26^9 br. 1871 erworben von 
Prof. H. ßürkner. Preis 150 Thaler. 

Derselbe. (?) 

1949. Gottvater, den todten Erlöser auf dem Schoose haltend 

(P 3.) und umgeben vom heiligen Geist und Kindengeln mit 

den Leidensinstrumenten. 

Auf H. 0,85 h., 0,72 br., in Herzform. 1879 aus 
Schloss Colditz. 



Deutsche Schule. 395 

Derselbe (?). Schule des Cranach. 

1950. Die heilige Chatharina mit dem Schwert in der Rechten. 

(0 1.) Auf H. 1,37 h., 0,46 br. Als L. Cranach im alten 
Inv. 1728. 

1951. Die heilige Barbara, einen Kelch tragend. 

(0 1.) Auf H. V. Gr. Desgl. Beide aus der Kunstkammer. 

Unbekannt. 

1952. Luther's Bildniss im Todtenhemd. Vielleicht von Lu- 

(P3.) cas Fortennagel. 

Auf H. 0,64 h., 0,51 br. 1857 aus dem Vorrath 
aufgenommen. 

1953. Bildniss des Prinzen Moritz von Oranien im Harnisch 
(31 c.) zu Pferde. 

Auf H. 0,94 h., 0,78 br. 1861 aus dem Vorrath. 

1954. Churförst August und Johann Georg von Branden- 
(0 3.) bürg. 

Auf L. 1,60 h., 1,55 br. 

1955. Bildniss des Caspar Neumann mit kurz verschnittenen 
(0'3.) Haaren und Bart, an einem Tische sitzend, worauf ein 

Brief. Bez. 



1 -T . / 4- 

Kotus 1 ß \S 



Auf dem Briefe steht: dem Erbam Caspar Neumann 
und gebrüd zu Händen. Nümbergk. 
Auf H. 1,01 h., 0,86 br. 



396 Deutsche Schule. 

1956. Churfürst August von Sachsen. Ganze lebensgrosse 
(22 c.) Figur in Wasserfarben. 

Auf L. 2,02 h., 0,93 br. 

1957. Churfiirstin Anna, Gemahlin Churfürst August's von 
(22 a.) Sachsen. Gegenstück des Vorigen. 

Auf L. V. Gr. 1861 aus dem Vorrath. 

1958. Judith mit dem Haupte des Holofernes. 
(0 3.) Auf H. 0,20 h., 0,16 br. 

1959. Carl der Grosse (?), auf der Kückseite Johannes der 

(0 3.) Täufer. 

Auf H. 0,60 h., 0,33 br. 1665 durch Moritz Hahnen, 
Amtshauptmann zu Petersberg bei Halle, an Johann 
Georg U. 1861 aus dem Vorrath. Als Kaiser Hen- 
ricus Sanctus bezeichnet im alten Kunstks^mmerkatalog. 

Krodel (Mathias), Schüler des älteren Cranach. 

1960. Bildniss eines alten Mannes mit weissem Bart, in der 
(0 3.) linken Hand ein Buch. 

Bez. 1591 Aetatis suae LXXVHH. MK. (zusammen- 
gezogen). Daneben ein Wappen. 

Auf H. 0,78 h., 0,60 br. Aus Prof. Steinla's Samm- 
lung. 

Braun (Augustin), oder Brun. (?) Lebte um 1630 in Köln. 

1961. Der Engelgruss. 

(P 2.) Auf H. 0,42 h., 0,39 br. 

1962. Der Besuch Maria bei Elisabeth. 
(P2.) Auf H. 0,41^2 h., 0,39 br. 

1963. Die Geburt Christi. 
(P 2.) Auf H. V. Gr. 



Deutsche Schule. 397 

1964. Die Beschneidung Christi. 
(P 2.) Auf H. 0,42 h., 0,39 br. 

1965. Die Erscheinung Christi. Nr. 1962 und 1963 bez. 
(P 2.). mit dem Monogramm A. und B. darin. 

Auf H. V. Gr. 

Rottenhammer (Johann), Schüler des J oh. Donnauer. Geb. 
zu München 1564, gest. zu Augsburg 1623. 

1966. Maria mit dem Kinde, und Engel, welche Früchte 
(0 3.) bringen und Blumen streuen. 

Auf H. 0,26V2 h., 0,20V9 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

Elsheimer (Adam), Schüler des Philipp üffenbach. Geb. zu 
Frankfurt a. M. 1574, gest. in Rom 1620. 

1967. Landschaft mit Ruinen, vorn die Flucht nach Egypten. 

(21b.) Auf K. 0,17 V2 h., 0,22 br. Durch Graf Pflug. Alt. 
Inv. 1722. 

1968. Joseph von seinen Brüdern in den Brunnen gesenkt. 

(21b.) Auf K. 0,28 h., 0,22 Va br. Durch Graf Gotter. 
400 Konv. fl. 

1969. Jupiter und Merkur bei Philemon und Baucis. 
(21b.) AufK. 0,16»/^ h., 0,22 Va br. 

Derselbe. (?) 

1970. Judith mit einer Alten, welche das Haupt des Holofemes 
(0 2,) in einen Sack steckt. 

Auf K. 0,33V2 h., 0,28V9 hr. 1725 aus der Kunst- 
kammer. Alt. Inv. 1722. 

Heinz (Joseph). Geb. zu Basel um 1565, gest. zu Prag 1609. (?) 

1971. Der Raub der Proserpina. Bez. lo. PinneFe. A4 1543. (?) 

(31c.) Auf K. 0,63 h., 0,94 br. Als Giulio Romano an- 
gekauft. Cat. Guarienti Nr. 1197. „Ens'*. 



398 Deutsche Schule. 

Derselbe. (?) 

1972. Loth mit seinen Töchtern. 
(P 3.) Auf K. 0,37 h., 0,32 br. 

1973. Christus an der Säule. Unten bez. ECCE HOMO. 
(R 15.) L. auf H. 1,14 h., 0,74 br. 

König (Niklas). Lebte in Nürnberg um 1600. (?) 

1974. Ein stark bewegtes Meer. Bez; Niklaes König. 
(Q 3.) Auf L. 1,05 h., 1,.''>3 br. Alt. Inv. 1722. 

Knupfer (Nicolaus), Schüler des Emmanuel Njssen in Leipzig 
und des Abraham Bloemaert. Geb. zu Leipzig (?) 
1603, lebte seit 1630 in Utrecht. 

1975. Der Maler sitzt in einem Gartenzimmer an einem Tische, 
(13a.) auf welchen seine Frau ihr Kind gestellt hat; beide 

singen aus einem Notenbuche. Bez. NKnupfer. (Die 

ersten Buchstaben zusammengezogen.) 

Auf H. 0,50 h., 0,55 br. Durch Graf Waclcer- 
barth. (?) Alt. Yerz. 

Halder (Christoph?) Schüler des Georg Gärtner. Geb. 1592, 
gest. 1648 zu Nürnberg. 

1976. Euinen. Bez. B. Halder f. 
(13c.) Auf K. 0,10 h., 0,13 br. 

Screta (Carl). Geb. zu Prag 1604, gest. daselbst 1674. 

1977. Der Evangelist Matthäus. 
(Q 3.) Auf H. 0,72 h., 0,92 br. 

1978. Der Evangelist Johannes. 
(Q 3.) Auf H. 0,68 h., 0,93 br. 

1979. Der Evangelist Markus. 
(Q 3.) Auf H. 0,69 h., 0,92 br. 



Deutsche Schule. 399 

1980. Der Evangelist Lucas. 

(Q 3.) Auf H. 0,69 h., 0,94 br. 

1981. Der heilige Gregorius, eine weisse Taube auf seiner 
(Q 3.) Schulter. 

Auf IL 0,97 h., 0,82 br. 

1982. Der Apostel Paulus. 

(Q 3.) Auf H. 0,95 h., 0,84 br. 

1983. Der heilige Hieronymus. 
(Q 3.) Auf H. 0,97 h., 0,81 br. 

1984. Der heilige Ambrosius. 

(Q 3.) Auf H. 1,00 h., 0,81 br. 

1985. Moses. 

(P 10.) Auf H. 0,48 h., 0,.58 br. Alle aus der Sakristei der 
Patres des heiligen Wenzeslaus in Prag. 

1986. Bildniss Bernhards de Witte, gewesenen Priors von 
(Q 3.) Malta. Oben links neben dem Wappen bezeichnet 

BERNAEDVS WITTE. 1651. 

Auf L. 1,26 h., 0,90 br. 1742 durch Riedel aus 
Prag. luv. 8vo. 

Schönfeldt (Johann Heinrich), Schüler des Joh. Sichel bei n. 
Geb. zu Biberach den 23. März 1609, gest. zu 
Augsburg um 1680. 

1987. Ein Hirtenfest. Bez. J. H. Schönfeld. 
(Q 1.) Auf L. 0,95 h., 1,83 br. 

1988. Der Kampf der Griganten. 

(P 11.) Auf L. 0,95 h., 1,82 br. Nach Sandrart's Bericht 
mit noch 3 anderen Bildern in gleicher Grösse für 
Marx (Marcus) Joh. Jenisch, Bürgermeister in Augs- 
burg gemalt, und früher in dessen Besitz. 



400 Deutsche Schule. 

1989. Musikalische Unterhaltung in einem hohen, mit Ge- 
(Q 3.) mälden verzierten Saale. 

Auf L. 1,23 h., 0,91 br. 

1990. Aehnlicher Gegenstand. Bez. J. H. Schönfeldt fecit 

(Q 3.) Auf L. V. Gr. Ausserdem noch einmal mit dem 
Monogramm H. S. und Fecit. Alle im Jahre 1741 
aus der Sammlung Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. 

Vaillant (Wallerand), Maler und berühmter Stecher in Schwarz- 
kunst. Geb. zu Lille 1623, gest. 1677 zu Amsterdam. 

1991. Ein Bret mit daran gehefteten Briefen. 

(P 8.) Bez. Wallerand Vaillant fecit 1658. Heidelberg. 
Auf L. 0,52 h., 0,42 br. 

Lingelbach (Johann). Geb. zu Frankfurt a. M. 1622 im October, 
gest. zu Amsterdam 1687. 

1992. Fahrzeuge im Hafen mit viel Figuren. 

(9 b.) Bez. I. LINGELBACH fecit. 

Auf L 0,70 h., 0,90 br. 1751 durch Riedel auf 
der Ostermesse zu Leipzig erkauft. 

Bemmel (Willem). Geb. zu Utrecht um 1630, gest. zu Nürnberg 
1708. 

1993. Landschaft mit den TJeberresten einer Brücke, die über 
(48 b.) einen Fluss führt. 

Bez. F.WB. (zusammengezogen). 

Auf L. 0,68V2 h., 0,95 br. 1699 zur Kunstkammer 
durch Hofmaler S. Bottschildt, vom Oberst von Wacker- 
barth erkauft. 50 Thaler. 

1994. Landschaft in Abendbeleuchtung. 

(Q 1.) Bez. WB. (zusammengezogen) f. 1660. 
Auf L. 1,27 h., 1,98 br. 



Deutsche Schule. 401 

1995. Das Gegenstück; der Morgen. Bez. W. B. f. 1661. 

(Q 1.) Auf L. 1,27 h., 1,97 br. Beide durch Graf Gotter. 
Zusammen ÖO Eonv. fl. 



Willmann (Michael), Schaler des Eembrandt. Geb. um 1630 
zu Königsberg in Preussen, gest. 1706 zu Leubus. 

1996. Brustbild eines Knaben im Profil. Studie. 

(P 3.) Papier auf H. 0,47Va h., 0,35 br. Durch Fehüug. 
Alt. Inv. 1722. 

Loth (Carl), oder Carlotto. Geb. 1632 zu München, gest. zu 
Venedig den 6. October 1698. 

1997. Hieb mit seinen Freunden. 

(R 15.) Auf L. 1,22 h., 1,00 br. Aus Moritzburg. Alt. 
Inv. 1722. 

1998. Hieb mit seinem Weibe und seinen Freunden. 

(R 15.) Auf L. 1,32 b., 1,40 br. 1728. Alt. Inv. 1722, 

1999. Loth mit seinen Töchtern. 

(R2.) Auf L. 1,30 h., 1,40 br. 1725 durch Leplat. 

2000. Christus mit Domenkrone und Purpurmantel vor Pilatus. 

(D 2.) Auf L. 1,.^^) h., 1,26 br. 1725 in der Königlichen 
Kapelle durch Leplat. Alt. Inv. 1722. Später zur 
Gallerie. 

ROOS (Johann Heinrich), Schüler des Adrian de Bie. Geb. zu 
Ottersberg in der Pfalz den 27. October 1631, gest. 
zu Frankfurt a. M. den 3. October 1685. 

2001. Rinder, Schafe und Ziegen in einer Landschaft. 
(P 9.) Bez. J. H. Roos pinxit 1681. 

Auf L. 0,58 h., 0,78 br. 

26 



402 Deutsche Schule. 

2002. Ein Ochse, Ziegen und Schafe in einer Landschaft, eine 

(P 9.) alte Frau sitzt bei denselben. Bez. J. H. Roos fecit. 

Auf L. 0,59 h., 0,79 br. 1699 durch S. Bottschildt 
zur Kunstkammer aus der Sammlung des Obersten 
Wackerbarth. 100 Thlr. 1728 zur Gallerie. Alt. 
Inv. 1722. 

2003. Gebirgige Landschaft; im Vorgrunde eine kleine Heerde 
(P 10.) mit ihrem schlafenden Hirten. 

Auf L. 0,35 h., 0,44 br. Durch von Kalserling. 
Inv. 8vo. 

Derselbe. (?) Wahrscheinlich Copie. 

2004. Ein Mädchen bei ein paar Kühen spielt mit einem 
(P'IO.) Hunde. 

Auf L. 0,43 h., 0,38 br. Desgl. Desgl. 

Roos (Philipp), gen. Eosa di Tivoli, Sohn von Joh. Heinr. 
Eoos. Geb. zu Frankfurt a. M. 1655, gest. zu 
Kom 1705. 

2005. Gebirgige Landschaft mit einer Hirtenfamilie. 

(P 1.) Auf L. 2,88 h., 4,34 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722. Sonst auf der grossen Treppe. 

2006. Ein ähnlicher Gegenstand. 

(P 1.) Auf L. 2,81 h., 4,26 br. Desgl. 

2007. Noah, umgeben von allerlei Thieren, empfängt knieend 
(K 1.) die Befehle des Herrn. 

Auf L. 1,96 h., 2,96 br. 1723 von Melchior Roos 
geliefert für Moritzburg mit einem Gegenstück ,.0r- 
pheus." Alt. Inv. 1722. 

2008. Eine Heerde Rinder, Schafe und Ziegen; der Hirt steht 
<Q 2.) bei einem bepackten Pferde. 

Auf L. 2,91 h., 4,34 br. Durch Kindermann. Alt. 
Inv. 1722. 



Deutsche Schule. 403 

2009. Eine Heerde Vieh mit ihrem Hirten, der auf einem 
(K 4.) Schimmel reitet. 

Auf L. 1,45 h., 2,20 br. Desgl. Desgl. 

2010. Einiges Vieh liegt im Vorgrunde einer Landschaft, in 
(Q 3.) welcher man hier und da verfallene Mauern erblickt. 

Auf L. 0,97 h., 1,32 br. 1741 durch Rossi aus 
Italien. 50 Thaler. 

2011. Eine Heerde Kinder, Schafe und Ziegen nebst Hirten. 
(P 1.) Auf L. 2,89Vfl h., 4,32 br. 

2012. Rinder, Schafe und Ziegen auf der Weide in einer Land- 
(K 4.) Schaft mit fernen Gebirgen. 

Auf H. 1,45 h., 2,20 br. Durch Graf Gotter. 
1.^0 Konv. fl. 



R008 (J. Melchior), Sohn und Schüler des J. Heinrich Roos. 
Geb. zu Frankfurt a. M. 1659, gest. 1731. 

2013. Hirsche unter einer Eiche. Bez. J. M. Roos fecit 1714. 
(P 8.) J. und M. zusammengezogen. 

Auf K. 0,76 h., 0,637» br. Von ihm selbst für 
Moritzburg geliefert. Alt. Inv. 1722. 

Roos oder Rosa (Joseph), Enkel des Rosa di Tivoli. Churf. 
Hofmaler, Mitglied der Akademie zu Dresden 1764, 
Inspector der K. K. Gemäldegallerie zu Wien 1772. 
Geb. zu Wien 1728, gest. 1805 ebendaselbst. 

2014. Landschaft mit einer Heerde; der Hirt sitzt am Stamm 
(P 8.) einer alten Weide. 

Bez. Joseph Roos fecit 1765. 

Auf L. 0,72 h., 0,86 br. 

26* 



404 Deutsche Schule. 

HeiSS (Johann), Schüler des Hein r. Schön feldt Geb. zu 
Memmingen 1640, gest zu Augsburg 1704. 

2015. Der Auszug der Israeliten aus Egypten. 
(Q 1.) Bez. J. Heifs. 1677. 

Auf L. 1,10 h., 214 br. 

Saiter (Daniel), Schüler des Carl Loth. Geb. zu Wien 1647, 
gest. zu Kom 1705. 

2016. Der heilige Hieronymus. 

(51b.) Auf L. 0,81 h., 0,70 br. Durch Graf Wacker- 
barth. Alt. Inv. 1722. 

Strudel (Peter, Baron von Strudelsdorf), Schüler des Carl Loth. 
Geb. zu Khloes in Tyrol 1648, gest. zu Wien 1714. 

2017. Jupiter und Antiope. 

(R 19.) Auf L. 1,52 h., 1,77 br. 

2018. Susanna im Bade. 

(R19.) Auf L. 1,54 h., 1,78 br. 

Tamm (Franz Werner), gen. Dapper, Schüler des Job. 
Pfeiffer. Geb. zu Hamburg 1658, gest. zu Wien 
1724. 

2019. Ein paar Tauben. 

(P5.) Auf L. 0,36 h., 0,46 br. Durch Graf Gotter. 

2020. Eine Henne mit ihren Küchelchen. 

(P 5.) Auf L. V. Gr. Desgl. Beide für 100 Konv. fl. 

2021. Ein todter Auerhahn und Fasan, mit anderen todten 
(K2.) Vögeln. 

Auf L. 1,57 h., 1,04 br. 



Deutsche Schule. 405 

2022. Zwei Fasanen und eine Taube, über ihnen ein Kaub- 

(K 2.) vogel. 

Auf L. 1,57 h., 1,05 br. Beide durch Graf Wacker- 
barth für Moritzburg. Alt. Inv. 1722. 1856 aus dem 
Vorrath. 

Ruthart (Carl). Lebte um 1660. 

2023. Odysseus zwingt Circe, seine in Thiere verwandelten 
(5 1 a.) Gefährten zu entzaubern. Die Figuren sind von Dan i el (?) 

Heinz. Bez. EVTHAET. fec. 1666. 
Auf L. 1,33 h., 1,67 br. 

2024. In einer felsigen Gegend an einem Abhänge mehrere 
(15 b.) Hirsche; unten im Vorgrunde steigen ein paar Kraniche 

auf. Bez. C. EVTHAET. 

Anf L. 0,68 Va h., 0,56 br. 17.52 durch Eiedel ans 
Prag. Inv. 8vo. 

2025. Fliehende Hirsche von Hunden angefallen. 
(15b.) Bez. C. EVTHAET. 

Auf L. 0,68V2 h., 0,57 br. 

2026. Mehrere Bären von starken Hunden gepackt. 
(15b.) Bez. C. EVTHAET. 

Auf L. 0,69 h., 0,89 br. Durch Graf Wackerharth. 
Alt. Inv. 1722. 

Hamilton (John George de). Geb. zu Brüssel 1662, gest. zu 
Wien den 4. Januar 1736. 

2027. Ein springender Schimmel, gesattelt und gezäumt. 
(P 7.) Bez. J. G. De Hamilton fec. 1703. 

Auf L. 0,50 h., 0,63 br. 

2028. Ein Schimmel von einem Mohren geführt. 
P 7.)^ Ebenso bez. 1709. 

Auf L. V. Gr. 



406 Deutsche Schule. 

2029. Eine Falbe von einem Reitknecht gefuhrt. 
(P 7.) Bez. J. G. De Hamilton. A^ 1709. 

Auf L. V. Gr. 

2030. Ein geflecktes Eoss von edler Eace. 
(P 7.) Bez. J. G. De Hamilton. A-^ 1704. 

Auf L. Y. Gr. Alle vier 1860 aus dem Vorrath 
aufgenommen. 

Rugendas (Georg Philipp), Schüler des Isaac Fischer. Geb. zu 
Augsburg den 27. November 1666, gest. daselbst 
den 10. Mai 1742. 

2031. Reiter auf einem Schlachtfelde. 

(P 5.) Auf L. 0,45 h., 0,41 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallen stein in Dux. Inv. 8vo. 



Kupetzky (Johann). Schüler des Claus aus Luzem. Geb. zu 
Pössing in Ungarn 1667, gest. zu Nürnberg 1740. 

2032. Bildniss des Meisters. 

C22h:) Halbe Figur auf L. 0,93 h., 0,73 br. 1741 aus der 
Sammlung Wallenstein. 



Agricola (Christian Ludwig). Geb. zu Regensburg 1667, gest. 
daselbst 1729. 

2033. Landschaft mit einem grossen Felsblock, bei welchem 

(P 11.) Muhamedaner ihre Andacht verrichten. 

Auf L. 0,89 h., 1,24 br. Durch Agricola selber ge- 
liefert. Alt. Inv. 1722. 

2034. Ein Mühlstein wird auf eine Schleife geladen. 
(P 10.) Bez. L. A. f. 

Auf L. 0,80 h., 0,64 br. 



Deutsche Schule. 407 

Faistenberger (Anton). Geb. zu Innsbruck 1678, gest. zu Wien 
1722. 

2035. Eine reiche Landschaft mit vielen Figuren. 
(.^Ic.) Bez. Antoni Faistenberger. 

Auf L. 1,22 h., 2,19 br. 

2036. Eeisende, von Eäubem angefallen. 

(P II.) Auf L. 1,47 h., 2,20 br. Beide 1741 aus der Samm^ 
lung Wallenstein in Dux. 

Denner (Balthasar). Geb. zu Hamburg 1685, gest. zu Rostock 
1749. 

2037. Der heilige Hieronymus. 

(22 b.) Bez. BD. (zusammengezogen) 1731. 
Auf L. 0,45 h., 0,36 br. 

2038. Bildniss eines alten Mannes, fast im Profil, in licht- 
(22 b.) brauner Kleidung. 

Bez. Denner Fe. 1731.* 
Auf L. 0,76 h., 0,34 br. 

2039. Brustbild einer alten Frau mit einem violetten Gewand 

(22b.) über dem Kopfe. Bez. Denner 1737. 

Auf K. 0,40 h., 0,34 br. Mit Nr. 2042 aus Ham- 
burg von Denner selbst geliefert. Alt. Inv. 1722. 

2040. Brustbild einer bejahrten Frau mit einem weissen Ge- 
(22 b.) wand über dem Kopfe. Bez. Denner fec*. 

Auf L. 0,43 h., 0,33 br. • 

2041. Mädchenkopf mit einer Orangenblüthe im Haar. 
(22 a.) Bez. Denner fec!. 

Auf K. 0,38 h., 0,32 br. 1861 aus dem Vorrath 
aufgenommen. 



* Nach Angabe des Kataloges der Braunschweiger Gallerie 
(Nr. 71) Bildniss des Forstmeisters von Lützow, 105 Jahre alt. 



40S Deutsche Schule. 

2042. Brustbild eines bejahrten Mannes. 
(22 b.) Auf L. 0,36Va h., 0,30 br. 

2043. Brustbild eines Mannes mit grauen, auf die Achsel 
(22 b.) herabhängenden Haaren und kleinem Stutzbarte. 

Auf L. 0,44 h., 0,84 br. 

2044. Bildniss einer bejahrten, in ein graues Tuch gehüllten 
(22 b.) Frau mit weisser Haube. 

Auf L. 0,45 h., 0.36 br. 

2045. Brustbild einer Frau mit grüner Mütze. 
(22c.) Bez. Denner. 1719. 

Auf L. 0,34 h., 0,26 br. 1855 aus dem Vorrath.* 

Reiner (Wenzeslaus Laurentius), Schüler des Peter Brande! 
und Schweiger. Geb. 1686 zu Prag, gest. 1743. 

2046. Ansicht des Campo Vaccine in Rom. 

^P9.) Auf L. 0,73 h., 0,97 br. 1739 durch Riedel aus 
Prag. Inv. 8vo. 

2047. Bas goldene Haus des Nero und der Springbrunnen auf 
(P 9.) der Piazza Barberini in Rom. 

Auf L. 0,71 h., 0,98 br. Desgl. 

Ferg (Franz de Paula). Geb. zu Wien 1689, gest. zu London 
1740. 

2048. Thurmartige Gebäude mit einer Brücke. Vorn ein 
(P 5.) Marktschreier. Bez. F. Ferg. 

Auf K. 0.42 h., 0,51 br. 1728 durch Leplat. Alt. 
Inv. 1722. 



* Nach Angabe des Kataloges der Braunschweiger Gallerie 
(Nr. 72) Bildniss der Frau von Lützow, 95 Jahre alt. Beide 
Gatten dienten dem Künstler oft als Modelle. 



Deutsche Schule. 409 

2049. Kuinen mit einer Bracke und viel Fig^uren. 

(P 5.) Auf K. 0,43 h , Ü.52 br. 1728 durch Leplat. Alt. 
inv. 1722. 

2050. Gebäude am Ufer eines See's mit Figuren. 
(P .*>.) Bez. F. Ferg. 

Auf K. 0,21 h., 0,28 br. 

2051. Ein dem vorhergehenden völlig ähnlicher Gegenstand. 
(P 5.) Auf K. V. Gr. 

2052. Landschaft mit einer Brücke über einen Fiuss. 

(Pr>.) Auf K. 0,25 h., 0,31 br. Durch von Kaiserling. 
Inv. 8vo. 

2053. Eine durch viel Figuren belebte Landschaft, im Vor- 
(P 5.) gründe ein Marktschreier. 

Auf K. 0,24 h., 0,31 br. 



Mengs (Ismael), Vater des A. Kaph. Mengs. Schüler des Be- 
nedict Coiffre. Geb. zu Kopenhagen 1690, gest. 
zu Dresden den 26. December 1764. 

2054. Sein eigenes Bildniss, in einen Mantel gehüllt. 

(22b.) Auf L. 0,87 h., 0,72 br. 1741 durch von Kaiser- 
ling. Inv. 8vo. 



Sperling (Job. Christ.). Schüler des Adrian van der Werff. 
Geb. zu Halle 1691, gest. zu Anspach 1746. 

2055. Pomona und Vertumnus unter der Gestalt eines alten 
(I8b.) Weibes. Bez. J. C. Sperling 1719. 

Auf K. 0,42V2 h., 0,32 br. 



410 Deutsche Schule. 

Meytens (Martin van), Schüler des C. Boit in Paris. Geb. zu 
Stockholm am 24. Juni 1G95, gest. in Wien 1770 
als Akademiedirector. 

2056. Brustbild eines bärtigen Alten. 

(R 8.) Auf L. 0,59 h., 0,49 br. 1741 aus der Sammlung 
des Graten Wallenstein in Dux. 

Querfurt (August), Schüler des Eugendas. Geb. zu Wolfen- 
büttel 1696, gest. zu Wien 1761. 

2057. Eine Dame auf einem Schimmel reitend, reicht einem 

(P 5.) Bettler Almosen. Bez. A. Querfurt pinx. 

Auf H. 0,28 h., 0,36 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. 

2058. Eine Dame zu. Pferde hält vor einer Bauernhütte; ein 
(P 5.) Herr ist abgestiegen. Bez. A. Q, 

Auf K. 0,.33 h., 0,43 br. Durch Graf Gotter. 
30 Konv. fl. 

2059. Ein Herr zu Pferde mit einem Falken auf der Hand. 

(P 5.) Bez. A. Querfurt. 

Auf H. 0,27 h., 0,35 br. Durch Graf Gotter. 
12 Konv. fl. 

2060. Ein Page hält eine Schecke, daneben steht der Keiter 
(P 5.) von einem Hunde begleitet. Bez. A. Querfurt. 

Auf K. 0,21 h., 0,26 br. 

2061. Ein Reiter auf einem Schimmel; daneben ein Anderer 
(.'S Ib.) auf einem Korbe sitzend, umfasst ein Mädchen; zur 

Seite ein Zelt. Bez. A. Q. 
Auf H. 0,23 h., 0,33 br. 

2062. Ein Reiter auf einem Schimmel hält einen Falken, da- 
(r>lb.) neben ein Mann in rothem Rock und zwei Hunde. 

Bez. A. Qu. f. 

Auf H. 0,22 h., 0,33 br. 



Deutsche Schule. 411 

SBibold (Christian), Hofmaler der Kaiserin Maria Theresia. Geb. 
zu Mainz 1697, gest. zu Wien 1749. 

2063. Brustbild eines Knaben in grauem Hute mit Strauss- 

(22a.) federn. 

Auf K. 0,48 h., . 0,38 br. Durch Graf Gotter. 
40 Konv. fl. 

2064. Bildniss eines Mädchens mit weissem Schleier. 
(22c.) Auf K. V. Gr. Desgl. 40 Konv. fl. 

2065. Brustbild eines Mannes mit einer getigerten Pelz- 

(22 b.) mutze. 

Auf H. 0,42V2 h., 0,33 br. Desgl. Am 22. October 
1788 von Wogaz gestohlen. S. Einl. S. 57. 



2066. Bildniss einer bejahrten Frau. 

CJ2b.) Auf K. 0,43 h., 0,33 br. Durch Graf Gotter. Mit 
Nr. 2065 für 150 Konv. fl. 



2067. Des Künstlers eignes Bildniss; in der linken Hand 
(22 b.) Pinsel und Palette haltend. 

Auf L. 0,74 h., 0,62 br. Desgl. 75 Konv. fl. 



Eismann oder Lismann (Job. Anton). Geb. 1604 zu Salzburg, 
gest. 1698 zu Venedig. 

2068. Verfallene Mauern und Gräber, im Vorgrunde liegt ein 

(P 5.) Boot am Ufer. 

Auf H. 0,27 h., 0.31 br. Durch Leplat. Alt. Inv. 
1722. 

2069. Gegenstück zum Vorigen. 

(P 5.) Auf H. 0,27 h., 0,32 br. Desgl. Desgl. 



4l2 Deutsche Schule. 

Piazer (?) (Johann Victor), Schüler des Kesler. Geb. 1704 zu 
Malz im Vintschgaii, gest. 1767 zu Eppan in Tyrol. 

Die vier Elemente mit ihren Attributen. 

2070. Das Wasser. 

(P 1.) Auf H. 0,62 h., 0,97 br. 

2071. Die Erde. 

(P 1.) Auf H. 0,61 h., 0,96 br. 

2072. Das Feuer. 

(P 1.) Anf H. 0,62 h., 0,96 br. 

2073. Die Luft. 

(P 1.) Auf H. 0,62 h., 0,97 br. Alle vier 1741 aus der 
Sammlung Wallenstein in Dux. Inv. 8vo. Vielleicht 
Copien nach Jan Brueghel. 

Plazer (Joh. Georg). Geb. zu Malz im Vintschgau 1702, gest 
zu Eppan in Tyrol 1760. 

2074. Crösus zeigt Solon seine Schätze. 
(P 6.) Auf H. 0,40Va h., 0,597« br. 

2075. Curius Dentatus und die Gesandten der Samniter. 
(P 6.) Auf K. V. Gr. 

2076. Mercur verliebt sich in die schöne Herse. 
(P 6.) Auf K. 0,40 h., 0,59^3 br. 

2077. Ariadne und Bacchus mit Satyrn und Bacchantinnen. 
(P 6.) Alle vier bez. J. G. Plazer. 

Auf K. V. Gr. Säramtlich 185.5 aus dem Vorrath. 



id 



Deutsche Schule. 413 

Potasch. (Unbekannt) 

2078. Wassergeflügel auf einem Teiche. 

(50b.) Auf L. 1,44 h., 2,11 br. Aus Moritzburg. Alt. 
Inv. 1722. 

Möller (Andreas). Geb. zu Kopenhagen 30. November 1683, 
lebte um 1724 in Wien und starb um 1750 in 
Berlin. 

(Copie nach Eobert Walker.) 

2079. Oliver Cromwell in einfacher Küstung, den Kopf nach 

(50 b.) links gewendet 

Auf L. 0,76 h., 0,63 br. 1727 aus Wien durch 
den Maler selbst geliefert. Inv. 8vo. 

2080. Graf Moritz von Sachsen. 
(43 c.) Auf L. 0,76 h., 0,64 br. 

Unbekannt. 

2081. Bildniss eines Malers. Halbe Figur in Lebensgrösse.* 

(22 b.) Auf L. 0,96 h., 0,74 br. 1741 aus der Sammlung 
Wallenstein in Uux. Inv. 8vo. 

2082. Ein Mann mit kleinem Schnurrbart und langen herab- 
(51c.) hängenden Haaren. 

Auf L. 0,55 h., 0,45 br. 

Unbekannte Coplen. 

2083. Catharina von Medicis, Gemahlin Heinrich 11., Königs 
(50 b.) von Frankreich. 

Auf L. 0,74 h., 0,59 br. Alt. Inv. 1722. 

2084. Caspar de Coligny, Admiral von Frankreich. 
(R 11.) Auf L. 0,67 h., 0,57 br. 



414 Deutsche Schule. 

Dathan (Georg). Geb. 1703 zu Mannheim. 

2085. Allegorisches Gemälde auf die Vermählung der Prin- 
(6 b.) zessin Marie Josephe, Tochter August IIL, Königs von 

Polen, mit dem Dauphin, Sohn Ludwig's XV. im Jahre 
1747. Bez. 

Auf H. 0,.57 h., 0,41V, br. 

Kern (Anton), oder Körne, Schüler des Pittoni in Venedig. 
Geb. 1710 zu Tetschen in Böhmen, gest. in Dresden 
den 8. Juni 1747. Im Jahre 1741 mit 20 Thaler 
monatlichem Gehalt als Hofmaler König August III. 
angestellt. 

2086. Der Bethlehemitische Kindermord. 

(P 9.) Auf L. 0,74 h., 0,98 br. Aus dem Königl. Schlaf- 
gemach. 

Dietrich oder Dietricy (Christian Wilhelm Ernst), Schüler des 
Alexander Thiele. Geb. zu Weimar den 30. Sep- 
tember 1712, gest. zu Dresden den 24. April 1774. 
Am 2. Juni 1741 als Hofmaler S. M. des Königs 
August III. mit 400 Thaler jährlichem Gehalt und 
mit der Verpflichtung angestellt, dafür jährlich vier 
Cabinetsstücke zu liefern. (Ob.-Kämmerei- Acten,) 

2087. Schäfer im Schoose der Schäferin. 
(42 b.) Bez. Dietricy fe. 1739. 

Auf L. 0,84 h., 1,07 br. 

2088. Arkadisches Hirtenleben. 

(42 b.) Bez. Dietricy Pinx.. Ai. 1740. 
Auf L. 0,,53 h., 0,72 br. 



Deutsche Schule. 415 

2089. Das Gegenstück. 

(42 b.) Bez. C. W. E. Dietricy Pinx. A^ 1740. 
Auf L. V. Gr. 

2090. Simeon hält das Christuskind in den Armen. 
(42b.) Bez. Dietricy A^ 1740. 

Auf IL 0,55 h., 0,83 br. 

2091. Bildniss eines Mannes in brauner Kleidung und 
(42c.) dunkler Mütze. Bez. Dietricy fecit A^ 1740. 

Auf H. 0,33 h., 0,2,5 br. 

2092. Schcäfer und Schäferin. Bez. Dietricy Pinx. A^ 1740. 

(42 a.) Auf K. 0,45 h., 0,67 br. * (Altes Kupferstichwerk 
Jll. 22.) 

2093. Kopf einer alten Frau. Bez. Dietricy Pinx. 1740. 
(4ia.) Auf H. 0,32 h., 0,24 br. 

2094. Die Auferweckung des Lazarus. 
(42b.) Bez. Dietricy Pinx. 1742. 

Auf L. 0,89 h., 0,78 br. 

2095. Eine heilige Familie. Bez. Dietricy Pinx. A^ 1746. 
(42 b.) Auf H. 0,44 h. , 0,33 br. 

2096. Niederländisches Dorf am Wasser. 
(42a.) Bez. Dietricy fecit 1748. 

Auf L. 0,55 h., 0,84 br. 

2097. Christus am Kreuze. Bez. Dietricy 1754. 
(42 c.) Auf L. 0,86 h., 1,09 br. 

2098. Felsige Landschaft mit badenden Nymphen. 
(42 b.) Bez. Dietricy 1754. 

Auf L. 0,72 h., 1,03 br. 






416 Deutsche Schule. 

2099. Merkur will den schlafenden Argus tödten. 
(42 b.) Bez. Dietricy 1754. 

Auf L. 0,72 h., 1,04 br. 

2100. Thetis übergiebt dem Achill die Waffen, welche Vulkan 
(42c.) geschmiedet. Bez. D. 1766. 

Auf L. 0,76 h., 0,63 br. 1&55 aus dem Vorrath. 

2101. Christus heilt die Kranken. Bez. Dietricy. 
(42 b.) Auf L. 0,55 h., 0,74 br. 

2102. Nymphen, im Begriff ihre Gewänder nach dem Bade 
(42 b.) wieder anzulegen. Bez. Dietricy. 

Auf H. 0,29 h., 0,39 br. 

2103. Venus als Schäferin mit Amor. Bez. Dietricy. 

(42 a.) Auf H. 0,38 h., 0,30 br. 1855 aus dem Vorrath. 

2104. Badende Schäferinnen und Vieh in Poelenburg's Manier. 
(42 b.) Bez. Dietricy. 

Auf H. 0,29 h., 0,42 br. 1856 aus dem Vorrath. 

2105. Landschaft mit Vieh in Berghem's Styl. 

(42 a.) Auf L. 0,35 h., 0,48 br. 1861 aus dem Vorrath. 

2106. Bildniss eines alten Mannes im Profil, mit weisser Kopi- 
(42b.) bedeckung. Bez. Rembrandt 1636. 

Auf H. 0,20 h., 0,16 br. 

2107. Bildniss eines Mannes in brauner Kleidung und dunkler 
(42 b.) Mütze. Bez. Rembr . . . 

Auf H. V. Gr. 

2108. Bildniss einer alten Frau, angeblich Dietriches Mutter. 
(42 b.) Auf H. 0,48 h., 0,37 br. 

2109. Bildniss eines graubärtigen Mannes mit weisser Mütze. 
(42 c.) Auf H. 0,33 h., 0,24 br. 



DeutBChe Schule. 417 

2110. Schäferinnen nach dem Bade. 
(42 b.) Auf H. 0,29 h., 0,39 br. 

2111. Die Gebart des Heilandes. 
(42 b.) Auf H. 0,74 h., 0,93 br. 

2112. Schäferinnen mit ihrer kleinen Heerde. 
(42c.) Auf L. 0,56 h., 0,74 br. 

2113. Gegenstück. 

(42 c.) Auf L. 0,55 h., 0,73 br. 

2114. Eine Frau mit ihrem Kinde und ein Knabe, der Seifen- 
(42 c.) blasen bläst. 

Auf H. 0,29 h., 0,21 br. 

2115. Die Hochzeit zu Cana. 
(42 c.) Auf H. 0,20 h., 0,27 br. 

2116. Schäferscene in Watteau^s (reschmack. 
(42 b.) Auf H. 0,45 h., 0,a5 br. 

2117. Aehnlicher Gegenstand. 

(42 b.) Auf H. 0,45 h., 0,33 br. 

2118. Diana und Gallisto. 

(42 a.) Auf L. 0,53 h., 0,69 br. SoU das im Jahre 1730 
im Beisein König August IL in den Königlichen 
Zimmern von dem damals 18jährigen Künstler l)innen 
zwei Stunden gemalte Bild sein, infolge dessen ihm 
ein Jahrgehalt zu seiner weiteren Ausbildung auf 
Reisen zu Theil wurde. Nach y. Heineken's „Neuen 
Nachrichten S. 12'^ war es ein Bildchen in Poeien- 
burg^s und ein dergl. in Ostade^s Manier, was wahr- 
scheinlicher. 

2119. Heilige Familie. 

(42 a.) Auf H. 0,68 h., 0,52 br. 

2120. Belisar als Bettler. 

(42 b.) Auf L. 0,87 h., 0,72 br. 

27 



418 Deutsche Schule. 

2121. Der Prior eines Karthäuserklosters prüft das Beglau- 
(42 a.) bigungsschreiben reisender Franziskaner. 

Auf L. 0,62 h., 0J8 br. 

2122. Ein alter Kapuziner neckt einen schlafenden jungen 
(42 a.) Karthäuser. 

Auf L. 0,62 h., 0,77 br. 

2123. Die Anbetung der Könige. 
(42 c.) Auf L. 0,87 h., 1,15 br. 

2124. Ein Verwundeter wird vom Schlachtfelde getragen, ein 
(42 c.) Kapuziner geht neben ihm. 

Auf L. 1,42 h., 2,09 br. 

2125. Keiter auf dem Marsche. 
(42 a.) Auf L. V. Gr. 

2126. Heilige Familie auf der Flucht. Nachtbeleuchtung. 
(42 b.) Auf H. 0,21 Va h., 0,15 br. 

2127. Der verlorene Sohn zu den Füssen seines Vaters. 
(42 b.) Auf L. 0,41 h., 0,52 br. 

2V28. Simeon mit dem Christkind auf den Armen, Maria und 
(42 b.) Joseph dabei knieend. 

Auf H. 0,39 h. , 0,56 br. 

2129. Eine Strasse am Abhänge eines Hügels, worauf eine 
(4<ib.) Hütte. 

Auf L. 0,35 h., 0,41 br. 

2130. (jebirgsstrasse über einen Pass. 
.(42b.) Auf L. 0,35 h., 0,42 br. 

2131. Ruhe auf der Flucht. 

(42 c.) Auf L. 0,62 h., 0,49 br. 



Denttobe Schule. 419 

2132. Ein weissbärtiger Alter mit einem breiten flachen Hut 
(42 c.) nnd zusammengelegten Händen. Bez. Dietricy Pinx. 

Auf H. 0,33 h., 0,25 br. 

2133. Ein Kopf mit krausem Haar und Bart. 
(42b.) Bez. Bembrandt f. 1638. 

Auf H. 0,21 h., 0,17 br. 

2134. Verkündigung der Hirten. 
(42 a.) Auf L. 0,82 h., 1,29 br. 

2135. Anbetung der Hirten. 

(42 c.) Auf L. 0,82 h., 1,28 br. 

2136. Copie der Magdalena von Correggio. 
(42 a.) Auf E. Grösse des Originals. 

2137. Schäferscene in Watteau's Manier. 
(42 a.) Auf H. 0,39 h., 0,29 br. 

2138. Gegenstück mit Masken. 
(42 a.) Auf H. V. Gr. 

2139. Die Pulverexplosion auf der Jungfern- oder Venus- 

(42b.) bastion im Jahre 1747.* 

Auf H. 0,26 h., 0,:)4 br. 1&56 Nr. 2137—2139 aus 
dem Vorrath. 

2140. Heroische Landschaft im Styl des Salvator Rosa. 

(42 b.) Auf L. 0,62 h., 0,98 br. 1863 durch Vermächtniss 
des hier verstorbenen Stadtrath Axt erworben. 

Anm. : Von den .54 Bildern dieses Meisters umfassen die 
mit Jahreszahlen bezeichneten einen Zeitraum von 
27 Jahren (1739—1766). 



* Dieser unter Christian I. angelegte Theil der ehemaligen 
Festungswerke enthielt unter andern das Laboratorium, worin 
Böttcher von 1707 bis 1710 an der Vervollkommnung des Por- 
zellans arbeitete. Das von Job. Georg I. erbaute Lusthaus, 
welches durch die Explosion zerstört wurde, stand an der Stelle 
des heutigen Belvedere auf der Brührschen Terrasse. 

27* 



420 Deutsche Schule. 

Mehgs (Anton Baphael), Schüler seines Vaters Ismael Mengs. 
Geb. zu Aussig in Böhmen den 12. März 1728, 
gest. zu Korn den 29. Juni 1779. 

2141. Bern schlafenden Joseph erscheint der Engel. 

(22 b.) Auf L. 0,55 h., 0,28 br. Skiaize zu einem Altar- 
bild der hiesigen katholischen Hofkirche. 

2142. Gleicher Gegenstand. .' 

(22 b.) Auf L. 0,52V« h., 0,38 br. 1879 aus dem Nachlass 
des Malers M. H. E. Pröll. 

2143. Die büssende Magdaleha. 
(22 b.) Auf L. 0,48 h., 0,64 br. 

2144. Maria Antonia, . Gemahlin des Churfürsten Friedrich 
(22b.) Christian von Sachsen.* 

Auf L. 1,57 h., 1,10 br. 

Unbekannt. Wahrscheinlich Grund (Norbert), Schüler des Fr. 
de Paula Ferg. Geb. zu Prag 1714, gest. da- 
selbst 1767. 

2145. Ländlicher Tanz. 

(P 4.) Auf H. 0,24 h., 0,36 br. 

2146. Eine Gesellschaft bei Tafel in einem Garten. 
(P 4.) Auf H. V. Gr. 

Oeser (Adam Friedrich). Geb. zu Pressburg den 17. Februar 
1717, gest. zu Leipzig den 18. März 1 799. 

2147. Die Kinder des Meisters. 

(43b.) Auf L. 1,41 h., 1,00 br. 1766 als Receptionsbild der 
Dresdener Akademie gemalt und deren Eigenthum. 



* Das Gegenstück, der Churfürst Fr. Christian, befindet sich 
im Schlosse zu Weesenstein, die Zeichnung dazu im E. Kupfer- 
stich-Cabinet. 



OeutBohe Schule. 421 

Wagner (Maria Dorothea), geb. Dietrich. Geb. zu Weimar 
1728, gest zu Meissen (?) 1788. 

2148. Ein Thal mit einem Bach und einer Mühle. 
(P 1.) Bez. M. D. W. 

Auf H. 0,27 h., 0,H7 br. 

GraflT (Anton), Schüler des Ulrich Schellenberg. Geb. zu 
Winterthur den 20. November 1736, Mitglied der 
Akademie zu Dresden 1766, gest. daselbst den 
22. Juni 1813. 

2149. Lebensgrosses Bildniss Friedrich August's des Gerechten, 

(22a.) Königs von Sachsen. Bez. A. Graff pinx. 1795. 

Auf L. 2,26 h., 1,^7 br. 1855 zur Gallerie, früher 
im Landhause. 

2150. Des Künstlers eignes Bildniss. 

(22 b.) Auf L. 0,72 h., 0,56 br. 1832 von seinen Erben 
erkauft. 200 Tbaler. 

2151. Dasselbe in ganzer Figur. 

(22 b.) Auf L. 1,68 h., 1,07 lyr. Als Receptionsbild für die 
Akademie zu Dresden gemalt. 

2152. Dasselbe in jugendlicherem Alter. 

(22b.) Auf L. 1,03 h., 0,80 br. 1855 aus dem Vorrath. 

2153. Bildniss des Dichters Christ. Fürchtegott Geliert. 

(22b.) Auf L. 0,65 h., 0,53 br. 1865 Geschenk des P>äu- 
lein von Wagner. 

2154. Bildniss Christian Heinrich Voigt's, Gold- und Silber- 
(22 b.) drahtwaarenfabrikant, damals in Dresden lebend. 

Auf L. 0,79 h., 0.61 br. 

2155. Bildniss Carl Gottlieb Hommeyer's, Kaufmann und 
(22 b.) Fabrikant, desgl. 

Auf L. V. Gr. 



422 Deutsche Schule. 

2156. Bildniss der Christiane Henriette Hommeyer geb.. Voigt, 
(22 b.) Gattin des Vorigen. 

Auf L. 0,79 h., 0,62 br. 

[2157. Bildniss der Fi*au Eltz geb. Voigt in Dresden. 
(22 b.) Auf L. V. Gr. 

2158. Bildniss des Fräulein Christiane Friederike Voigt, desgl. 

(22 b.) Auf L. 0,79 h., 0,61 br. Nr. 2154—2158 von dem 
im Jahre 1867 verstorbenen Banquier Carl Eduard 
Lötze hier der Gallerie testamentarisch vermacht. 

2159. Jean Jaques Mesmer, Pastor bei der reformirten Ge- 

(22 b.) meinde zu Dresden. 

Auf L. 0,68 h., 0,52 br. 1875 Geschenk von Frau 
Eugenie Höfer verw. Garrigues geb. Mesmer in Meissen. 

Kauffinann (Angelica), Schülerin ihres Vaters. Geb. zu Schwar- 
zenberg an der Bregenzer Ach den 30. October 
1741, gest. in Korn den 5. November 1807. 

2160. Bil(}niss einer jungen Dame als Sybille. 
(22 b.) Bez. Angelica Kauffmann pinx. 

Auf L. 0,89 h., 0,72 br. :}c (Altes Kupferstichwerk 
Hl. 36.) 

2161. Bildniss einer jungen als Vestalin gekleideten Dame. 
V (22 b.) Soll das Portrait der Prinzessin Maria von Curland sein. 

Ebenso bez. 

Auf L. 0,92 h., 0,73 br. :J: (Altes Kupferstichwerk 
HI. 7.) 

2162. Ariadne, von Theseus verlassen, am Ufer des Meeres; 
(22 b.) ein weinender Amor zu ihren Füssen. 

Auf L. 0,88 h., 0,71 br. :§: (Altes Kupferstichwerk 
in. 8.) Alle drei im Jahre 1782 erworben. 



Deutsche Schule. 423 

Friedrich (Caroline Friederike). Geb. zu Dresden den 4. März 
1749, gest. daselbst den 20. Januar 1815. Ehren- 
mitglied der Dresdener Kunstakademie. 

2163. Backwerk auf einem Teller, dabei ein Glas Madeira. 
(C.-Z.) Bez. Caroline Friederike Friedrich Inv. et p. 1799. 

Auf L. 0,44 h., 0,63 br. 

Kiengel (Joh. Christian). Geb. zu Eesselsdorf den 5. April 1751, 
Mitglied der Akademie zu Dresden 1777, Ehrenmit- 
glied der Berliner Akademie 1786, Professor 1 800, 
gest. in Dresden den 19. December 1824. 

2164. Apollo weidet bei Sonnenuntergang an einem Hügel die 

(2da.) Heerde des Admet. Bez. Klengel. 

Auf L. 0,97 h., 1,46 br. 1825 von den Erben des 
Malers. 300 Thaler. 

2165. Aehnlicher Gegenstand. Ebenso bez. 

(23c.) Auf L. 1,15 h., 1,67 br. Im Juli 1855 durch die 
Tochter des Künstlers der Gallerie geschenkt. 

Grasei (Joseph). Geb. zu Wien am 22. April 1757, gest. zu 
Dresden am 7. Januar 1838. 

2166. Johannes der Täufer. 

(22 b.) Auf L. 0,80 h., 0,60 br. 1838 zur Gallerie. Ver- 
mächtniss des Malers. 

2167. Der Apostel Petrus. 

(22 b.) Auf L. 0,63 h., 0,50 br. 

Vogel (Christian Leberecht), Schüler des Schönau. Geb. zu 
Dresden den 6. April 1759, gest. daselbst den 
11. April 1816. 

2168. Zwei kleine Knaben, die Söhne des Meisters, blättern in 
(22 b.) einem Bilderbuche. 

Auf L. 0,76 h., 1,01 br. 1817 von den Erben erkauft. 



424 DeHtBche Schule. 

Pochmann (Trangott Leberecht). Professor an der Kunstakademie, 
geb. zu Dresden den 6. December 1 762, gest. da- 
selbst den 23. April 1830. 

2169. Des Künstlers eigenes Bildniss. 

(23 b.) Auf L. 0,99 h., 0,80 br. 17. Januar 1847 von der 
Tochter des Künstlers erkauft. 



Groger (Friedrich Carl). Geb. zu Ploen den 14. October 1766, 
gest. in Hamburg am 9. November 1838. 

2170. Des Künstlers eigenes Bildniss. 

(48 a.) Auf L. 0,60 h., 0,46 br. Geschenk des Künstlers. 

Kügelgen (Gerhard von). Geb. zu Bacharach den 6. Februar 
1772, ermordet unweit Dresden am 27. März 1820. 
Professor an der Akademie. 

2171. Der verlorene Sohn. Halbe Figur in Lebensgrösse. 

(43 a.) Auf L. 0,97 h., 0,76 br. Den 19. October 1820 
erkauft. 

Hartmann (Sebastian Ferdinand). Geb. zu Stuttgart den 14. Juli 
1774, gest. zu Dresden den 6. Januar 1842. 

2172. Des Künstlers eigenes Bildniss. 

(22a.) Auf L. 0,64 h., 0,49 br. 1874 von Frau von Witz- 
leben erkauft. 

Friedrich (Caspar David). Geb. den 5. September 1774 zu 
Greifswalde, gest. zu Dresden den 7. Mai 1840.* 



* Friedrich erhielt den ersten Unterricht in seiner Vater- 
stadt von dem Universitäts -Zeichnenlehrer Quistorp, ging 1794 
nach Kopenhagen und kam 1798 nach Dresden, wo er 1824 als 
Professor angestellt wurde. 



Dmrttelie Schule. 425 

2173. Zwei Männer in Betrachtung der aufgegangenen Mond- 

(23 c.) Sichel. 

Auf L. 0^ h., 0,44 br. Im Jahre 1819 gemalt. 
Im September 1840 aus des Künstlers Nachlass gekauft. 

2174. Buhe bei der Heuernte. 

(^C.-Z.) Auf L. 0,74 h., 1,03 br. Sein letztes Bild, 18a5 
geraalt. Ebenfalls 1840 gekauft. 

2175. Hünengrab. Beceptionsbild. 

(23 d.) Auf L. 0,h^ h., 0,71 br. 1868 aus der Sammlung 
der hiesigen Kunstakademie. 

Rosler (Johann Carl). Gleb. zn Görlitz den 18. Mai 1775, gest. 
zu Dresden den 20. Februar 1845. Professor an 
der Akademie. 

2176. Bildniss des Schauspielers und Entomologen Ochsen- 

(43 c.) heimer. 

Auf L. 0,81 h., 0,68 br. 1856 Geschenk des Hof- 
schauspielers Heine. 

Matthäi (Friedrich). Geb. zu Meissen den 4. März 1777, gest. 
zu Wien den 23. October 1845. Director der 
K. Gemälde -Gallerie und der Dresdener Kunst- 
Akademie. 

2177. Der Tod des atheniensischen Königs Krodus.* 

(23c.) Auf L. 0,37 h., 0,52 br. 1846 von den Erben des 
Künstlers erkauft. 

2178. Orest ermordet den Aegisth. 

(•23c.) Auf L. 1,58 h., 2,89 br. ia58 desgl. 



* Skizze zu dem grossen Bilde, welches die Stände der 
Niederlausitz dem Kreissyndicus von Houwald verehrten. 



426 Deutsche Schule. 

Richtsr (Caroline Therese). Geb. zu Dresden am 10. December 
1777, gest. daselbst den 18. October 1865. 

2179. Ein Karpfen, dabei ein Gefäss mit Blumen. 

(C.-Z.) Auf L. 0,43 h., 0,57 br. Geschenk der Künstlerin. 

2180. Zwei Eichhörnchen, ein Haselnussstrauch, Hirschge- 
(C.-Z.) weihe u. s. w. Beide bez. CJompose et peint d'apres na- 

ture de Therese Richter ä Dresde Tan 1807 und 1809. 

Auf L. 0,63 h., 0,79 br. 

Arnold (Heinrich Gotthold). Geb. zu Lomnitz bei Badeberg den 
4. März 1785, gest. zu Dresden den 3. Mai 1854. 
Professor an hiesiger Kunstakademie. 

2181. Des Künstlers eigenes Bildniss. 

(D.-Z.) Auf L. 0,50Va h., 0,41 br. 1874 vom Kunsthändler 
Musch. 

Naeke (Gustav Heinrich). Geb. zu Frauenstein den 4. April 1785, 
gest. zu Dresden den 10. Januar 1835. 

2182. Eigenbildniss des Meisters. 

(43 c.) Auf L. 0,44 h., 0,40 br. Gemalt im Jahre 1814. 
1866 durch Bürgermeister Hübler hierselbst der Gal- 
lerie vermacht. 

Dahi (Johann Christian Claussen). Geb. den 24. Februar 1788 
zu Bergen in Norwegen, gest. den 14. October 1857 
zu Dresden. 

2183. Grosse norwegische Landschaft. Bez. J. Dahl 1850. 

(23 d.) Auf L. 1,83 h., 2,37 br. 1853 Erwerb von den 
Ausstellungsgeldern und dem Katalogfonds der K6nigl. 
Bildergallerie. 

2184. Waldbach im Gebirge. Bez. Dahi 1819. 

(23d.) Auf L. 0,76 h., 0,61 br. 1868. ReceptionsbUd aus 
der Sammlung der hiesigen Kunstakademie. 



Deutsche Sohule. 427 

Vogel von Vogelstein (Carl), Sohn des Christ. Leberecht 
Vogel. Geb. zu Wildenfels den 26. Juni 1788, 
gest. zu München den 4. März 1868. 

2185. Bildniss Friedrich August des Gerechten, Königs von 
(43c.) Sachsen. Bez. a«f der Bückseite: Friedrich August, 

König von Sachsen, Nach der Natur gemalt von C. Vogel. 
Dresden 1823. 

Auf H. 0,72 h., 0,57 br. 

2186. Lebensgrosses Bildniss des Papstes Pius VII. in ganzer 

(R20.) Figur, 1817 nach dem Leben gemalt in Kom. 

Auf L. 1,63 h., 1,17 br. Eigenthum Sr. Maj. des 
Königs, zur Aufbewahrung an die Gallerie gegeben im 
Februar 1855. 

2187. Bildniss S. M. des Königs Johann von Sachsen.. Bez. 

(43c.) auf der Rückseite: Carl Vogel pinxit Pillnitz 1832. 

Auf L. 1,20 h , 0,59 br. Im Auftrag des verstorbenen 
Finanzministers von Zeschan gemalt. Aus dem Königl. 
Finanzministerium. 1874. 

Schnorr von Carolsfeid (Ludwig Ferdinand). Geb. zu Königs- 
berg in Preussen den 11. October 1788, gest. zu 
Wien den 13. April 1853. 

2188. Kleines Brustbild eines alten weissbärtigen Mannes in 
(25b.) altdeutscher Kleidung. Bez. L. S. (zusammengezogen). 

Auf L. 0,16 h., 0,13 Va br. 1874 von Frau Geh. 
Justizrath Krug. 

CaniS (Carl Gustav), Dr. Geb. zu Leipzig den 3. Jan. 1789, 
gest. zu Dresden den 28. Juli 1869. 

2189. Frühlingslandschaft. Studie aus dem Rosenthal bei 
(C.-Z.) Leipzig. Bez. Carus pinx. 1814. 

Auf L. 0,35 h., 0,44 br. 



428 DeirtBche Schule. 



2190. Mondscheinlandschaft. 

(C.-Z.) Auf Pappe 0,30 h., 0,41 br. 1869 beide Vermächt- 
niss des Autors. 



Steinia, gen. Moritz Müller. Geb. zu Steinla den 21. Augast 
1791, gest. zu Dresden den 21. September 1858. 

2191. Des Künstlers eigenes Bildniss. 
(43c.) Bez. M. Steinla se ips. pinx. 1826. 

Auf L. 0,aS h., 0,67 br. Geschenk des Küustlers. 

Schnorr von Carolsfeld (Julius Veit Hans). Geb. zu Leipzig 
den 26. März 1 794, gest. zu Dresden den 24. Mai 

1872. 

2192. Besuch des Ananias bei Paulus. Vorbild zu dem un- 
(43 b.) teren Theil eines Glasfensters für die Paulskirche in 

London. Bez. J. S. (zusammengezogen). 1865. 

Papier auf L. 3,04 h., 3,73 br. 

2193. Fälltaus. 

2194. Besuch des heiligen Zacharias und der Elisabeth mit 
(25 b.) dem kleinen Johannes bei der heiligen Familie. 

Bez. J. S. (zusammengezogen). 1817. 

Auf L. 1,23 h., 1,02 br. 1868 aus v. Quandt's 
Sammlung. 

Oehme (Ernst Ferdinand). Geb. zu Dresden den 23. April 1797, 
gest. daselbst am 10. September 1855. 

2195. Das grosse (jehege bei Dresden, Herbstabend. 
(23d.) Bez. E. 0. (zusammengezogen). 1830. 

Auf L. 0,81 h., 0,71 br. 1873 vom Maler Schwemer. 



Deutsche SoliHle. 429 

Henni0 (Gustav Adolph). Geb. zu Leipzig den 12. Juni 1797, 
gest. daselbst am 15. Januar 1869. 

2196. Die Findung Mosis. Bez. G. A. HENNIG pinx. 1848. 

(25 b.) G, A und H verschlungen. 

Auf L. 0,52 h., 0,56 br. 1873 vom Kunsthändler 
Joseph Pietschmann. 

PeSChel (Carl Gottlob). Geb. zu Dresden den 31. März 1798, 
gest. daselbst den 3. Juli 1879. 

2197. Dem Patriarchen Jacob erscheinen auf seinem Zuge 
(25 c.) nach dem gelobten Lande die Engel Gottes. I. Buch 

Mos. Gap. 32. Bez. CP. (zusammengezogen) pinx. 1845. 

Auf L. 1,32 h., 1,76 br. 1845 Erwerbung der 
Lindenau-Stiftung. 

2198. „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen 

(25b.) seid, ich will euch erquicken." Ebenso bez. 1851. 

Auf L. 0,32 h., 0,54 br. 1851 Erwerbung aus den 
AuRstellungsgeldern. 

Richter (August). Geb. zu Dresden am 8. Juni 1801, gest. zu 
Pirna am 1 9. November 1873. Professor an hiesiger 
Kunstakademie. 

2199. Hagar und Ismael in der Wüste. 

(23 a.) Auf L. 0,93 h., 0,77 V, br. 1875 derKönigl. Gallerie 
vom Institutsdirector Krause geschenkt. 

Bahr (Carl Johann). Geb. zu Riga den 18. August 1801, gest. 
zu Dresden den 29. September 1869. 

2200. Iwan der Schreckliche, Zaar von Russland, welchem 
(23 a.) finnische Zauberer den Tod verkündigen. 

Bez. 1850. C. Bahr. 

Auf L. 1,93 h., 2,58 br. 1852 Erwerbung aus der 
Lindenau-Stiftung. 



430 Dijirtsche Schule. 

Richter (Ludwig Adrian). Oeb. m Dresden den 28. September 
1803. 

2201. Frühlingsländschaffc mit einem Brautzug. 

(25a.) Bez. L. Eichter 1847. 

Auf L. 0,94 h., 1,40 br. 1847 Erwörbung der Lin- 
denau-Stiftung. 

2202. TJeberfahrt am Schreckenstein bei Aussig. 

(25c.) Bez. L. Richter 1837. 

Auf L. 1,16 h., 1,5678 ^^' 4& (Neues Kupferstichwerk 
11. 4.) 1875 vom Kunsthändler Geller in Dresden. 

Preller (Johann Friedrich Christian Ernst). Geb. zu Eisena<5h 
den 25. April 1804, gest. zu Weimar den 23. April 

1878. 

2203. Norwegische Küste. Bez. F. P. (verschlungen) 1850. 

(26 d.) Auf L. 0,45 h., 0,62 Vg br. 1879 vom Herrn von 
Seebach in Göttingen. 

Törmer (Benno Friedrich). Geb. zu Dresden den 4. Juli 1804, 
gest. in Rom den 6. Februar 1859. 

2204. Der Musikunterricht. Bez. B. Törmer. Rom 1857. 

(C.-Z.) Auf H. 0,42 h., 0,35 br. 1860 Geschenk der Erben 
des Künstlers, Oberst Törmer und Amtshauptmann 
Graf Holtzendorf. 

Pröll- Heuer (Max Heinrich Eduard). Geb. zu Dresden den 
20. September 1804, gest. daselbst den 10. Januar 
1879. 

2205. Bildniss seines Pflegevaters, des Farbenfabrikanten 

(23 b.) Anton Heuer. 

Auf L. 0,94 h., 0,89 br. 1879 Vermächtniss des 
Künstlers. 



Deutsche Schule. ^31 

Gille (Christian Friedrich). Geb. zu Ballenstedt den 20. März 
1805. 

2206. Eine Viehheerde, bei Sonnenuntergang von der Weide 

(23b.) heimkehrend. Bez. C. Gille. 74. 

Auf L. 0,75 h., 1,02 br. 1874 Erwerbung aus der 
Ausstellungs-Einnahme . 

Höbner (Budolph Julius Benno). Geb. zu Oels in Schlesien den 
27. Januar 180(), gest. den 7. November 1882. 

2207. Das goldene Zeitalter; eine Gruppe von Hirtenknaben. 

(25 a.) Bez. JH. (zusammengezogen) 1848. 

Auf L. 1,17 h., 1,98 br. 1849 Erwerbung der Lin- 
denau-Stiftung. 

2208. Disputation Dr. Luther's mit Dr. Eck in Leipzig. Mit 
(22d.) der Bezeichnung: Angefangen im April 1863 und X- 

vollendet im December 1866. Julius Hübner in Dres- 
den u. s. w. 

Auf L. 3,28 h., 6,17 br. 1867 Erwerbung aus dem 
öffentlichen Kunstfonds. 

2209. Bildniss des Hofschauspielers F. W. Porth in der Kolle 
(C.-Z.) des Präsidenten in Schiller's Kabale und Liebe. 

Bez. JH. (zusammengezogen) 1853. 
Auf L. 0,89 h., 0,67 br. 1869 Geschenk des Autors. 

2210. Schwarzbärtiger Judenkopf. Studie. Lebensgr. Brustbild. 
(24c.) Bez. JH. (zusammengezogen) 1834. 

Auf L. 0,.56 h., 0,45 br. 1872 desgl. 

2211. Landsknecht. Portraitstudie nach dem Maler Guido 
(27 d.) Hammer. Brustbild. 

Bez. JH. (zusammengezogen) 1 848. 
Auf H. 0,68V9 h., 0,40 br. 1872 desgl. 



432f Deutsche Schule. 

Leypold (Carl Julius von). Geb. zu Dresden den 24. Juli 1806^ 
gest. in Kötzschenbroda den 31. December 1874. 
Ehrenmitglied der Dresdener Kunstakademie. 

2212. Ansicht einer deutschen Stadt an einem Flusse mit Schiff- 
(24d.) mtihle und Schiffen. Bez. J. v. Leypold 1856. 

Auf L. 0,87 h., 1,34 br. 1856 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern . 

2218. Ansicht der Bastion Merkur und des alten Stadtgrabens 
(24 d.) von der Marienstrasse nach dem Seethore. 
Bez. J. V. Leypold. 

Auf L. 0,39 h., 0,55 br. 1872 Geschenk des Advocat 
Hünich. 

2214. Die ehemalige Merkurbastei von der Seethorbrücke aus 
(24d.) gesehen. Bez. J. v. Leypold 1873 f. 

Auf L. 0,62V3 h., 0,42 br. 1875 Geschenk der 
Wittwe des Künstlers. 

2215. Winterlandschaft mit einer Bergruine. 
(24d.) . Bez. J. V. Leypold 1 865. 

Auf L. 0,70 h., 0,65 br. 1875 von der Wittwe des 
Künstlers. 



0er (Theobald von). Geb. auf dem Rittergute Nottbeck bei Stern- 
berg in Westphalen den 9. October 1807. 

2216. Albrecht Dürer in Venedig empfängt den Besuch des 
(24 d.) alten Giovanni Bellini. Unter den Nebenfiguren be- 
merkt man die berühmtesten venezianischen Meister 
jener Zeit. Bez. Th. v. 0er. Dresden. 1 853. 

Auf L. 0,96 h., 1,34 br. 1853 Erwerbung der Lin- 
denau-Stiftung. 



Deutoche Schule. 433 

Lessing (Carl Friedrich). Geb. den 15. Februar 1808 in Pol- 
nisch- Wartenberg in Niederschlesien, gest. den 
5. Juni 1880 zu Karlsruhe. 

2217. Landschaft im Charakter der Teufelsmauer bei Blanken- 
(30c.) bürg; Staffage aus dem Dreissigjährigen Kriege, Berg- 
schützen greifen eine Colonne Soldaten aus dem Hinter- 
halte an. Bez. C. F. L. 1877. 

Auf L. 1,26 h., !,89 br. 1877 vom Künstler erworben. 

2218. Der Klosterbrand. Vom flachten die Mönche. 

(29c.) Bez. C. F. L. 1846. 

Auf L. 1,23 h., 1,73 br. 1878 vom Kunsthändler 
Lepke in Berlin. 

Jäger (Gustav). Gteb. den 12. Juli 1808, gest. den 19. April 1871 
zu Leipzig. Director der Kunstakademie zu Leipzig. 

2219. Vermählung der heiligen Catharina mit dem Christ- 

(25 b.) kinde. Bez. G. J. (zusammengezogen) 1855. 

Rund, auf L. 0,41 im Durchmesser. 1855 Erwerbung 
aus den Ausstellungsgeldern. 

Zimmermann (August Albert). Geb. zu Zittau den 20. Sep- 
tember 1808. 

2220. Frühlingslandschaft; vom ein Mann mit zwei Ochsen 
(26a.) pflügend, im Mittelgrunde ein Schäfer mit seiner Heerde. 

Bez. Albert Zimmermann. *% 

Auf L. 0,89 h., 1,52 br. 1873 durch Maler Sturm. 

PIGddemann (Hermann). Geb. zu Colberg den 17. Juli 1809, 
gest. zu Dresden den 24. Juni 1868. 

2221. Kaiser Friedrich Barbarossa schlichtet auf dem Eeichs- 
(23 c.) tag zu Besan9on 1157 den Streit der Parteien. 

Bez. H. Plüddemann 1859. 

Auf L. 1,57 h., 2,43 br. 1860 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern. 

28 



434 Deirtsche Schule. 

Hauschild (Max). Geb. zu Dresden den 23. August 1809. 

2222. Architekturbild mit Figuren, die Aufnahme vertriebener 
(24 c.) Mönche in einem Kloster darstellend. 

Bez. Max Hauschild 1848. 

Auf L. 1,15 h., 0,92 br. 1848 Geschenk des Prof. 
£. Bendemann. 

Jordan (Budolf). Geb. am 4. Mai 1810 in Berlin. 

2223. Bettung aus Schiffbruch an der normannischen Küste. 

(26 a.) Bez. E. J. (verschlungen). 

Auf L. 1,05 h., 1,36 br. tk (Neues Kupferstichwerk 
III. 7.) 1879 vom Kunsthändler Schulte in Düsseldorf. 

Kummer (Carl Robert). Geb. zu Dresden den 30. Mai 1810. 

2224. Schottische Gegend bei Arisaig, in der Feme die Insel 

(25 a.) Eigg. Sonnenuntergang. Bez. R. Kummer. 

Auf L. 0,98 h., 1,64 br. 1852 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern. 

Gurlitt (Louis Heinrich Theodor). Geb. zu Altena den 18. März 
1812. 

2225. Ansicht der Gegend bei Kloster Busaco in Portugal. 

(29c.) Bez. Gurlitt. Drd. 1878. 

Auf L. 1,21 h., 1,88 br. 1878 vom Künstler er- 
worben. 

Wegener (Job. Friedrich Wilhelm). Geb. zu Dresden den 
20. April 1812, gest. zu Gruna bei Dresden den 
11. Juli 1879. 

2226. Wald- und Steppenbrand in den inneren Landschaften 
(C.-Z.) des nördlichen Amerika's. 

Bez. F. W. Wegener 1846. 

Auf L. 2,27 h., 2,83 br. 1859 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldem. 



Deirtsche Schule. 435 

2227. Hirsche durch's Wasser ziehend. 
(C.-Z.) Bez. J. W. Wegener 1855. 

Aaf L. 0,31 h., 0,44 br. 1855 desgl. 

Krflger (Job. Heinr. Carl). Geb. zu Salzwedel den 5. Juni 
1812. 

2228. Dorflandschaft. 

(C.-Z.) Auf L. 1,00 h., 1,33 br. 1861 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern . 

Schleich (Eduard). Geb. zu Harbach bei Landsbut den 1 2. Octo- 
ber 1812, gest. zu München den 9. Januar 1874. 

2229. Eine Viehheerde geht durch ein seichtes (Gewässer, 
(27 a.) dessen erhöhte Ufer von Büschen und Bäumen besetzt 

sind ; zwischen hindurch erblickt man das Dach eines 
Hauses. Bez. Ed. Schleich. 

Auf L. 0,47 h., 0,83 br. 1876 von den Kunst- 
händlern Honrath und van Baerle in Berlin. 

Papperitz (Gustav Friedrich). Geb. zu Dresden den 27. Januar 
1813, gest. ebendaselbst den 16. Januar 1861. 

2230. Das Thal von Elche in Spanien. 

(23 b.) Bez. G. F. P. (zusammengezogen). 

Auf L. 0,81 h., 1,22 br. 1857 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern. 

Rosenfelder (Carl Ludwig Julius). Geb. den 18. Juli 1813 zu 
Breslau. Director der Kunstakademie zu Königs- 
berg in Preussen. 

2231. Bildniss des verstorbenen Prof. Besch, Maler in Breslau. 
(43c.) Bez. Rosenfelder 1849. 

Auf L. 0,67 h., 0,52 br. 1865 durch Vermächtniss 
von Prof. Resch erworben. 

28» 



1 



436 DeutBohe Schule. 

Fiebiger (Julius). Geb. zu Bautzen den 5. September 1813. 

2232. Landschaft aus Böhmen, mit dem Berg Lobosch bei 
(24 b.) Lobositz. Bez. J. Fiebiger 1861. 

Auf L. 0,99 h., 1,40 br. 1861 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern. . 

Wendler (Friedrich Moritz). Geb. zu Dresden den 28. Februar 
1814, gest. daselbst den 16. October 1872. 

2233. Verunglückter Gemsenjäger. 

(C.-Z.) Bez. F. M, Wendler. (F, M und W zusammengezogen.) 

Auf L. 0,41 h., 0,33 br. 1873 vom Kunsthändler 
Ernst Arnold. 



Achenbach (Andreas), Geb. zu Cassel den 29. September 1815. 

2234. Fischerdorf am Meeresstrande bei aufsteigendem Monde 
(30 b.) und losbrechendem Sturme. In der Ferne ein Leucht- 
feuer. Bez. A. Achenbach 1872. 

Auf L. 0,58V9 b., 1,10 br. 1876 vom Kunsthändler 
Lepke in Berlin. 

223Ö. Der Strand bei Vliessingen an der holländischen Küste. 
(28c.) Bez. A. Achenbach 64. 

Auf H. 0,75 h., 1,01 br. 1879 desgl. 



Steffän (Johann Gottfried). Geb. zu Wadensweil; Canton Zürich, 
den 15. December 1815. 

2236. Herbsttag in den St. Gallener Alpen. 
(28a.) Bez. J. G. Steffan. pt. 1878 München. 

Auf L. 0,81 h., 1,09 br. 1879 von der Münchener 
Kunstausstellung. 



Deutsche Schule. 437 

Zimmermann (August Robert). Geb. zu Zittau den 3. April 
1818, gest. zu München den 6. Juni 1864. 

2237. Eine Waldlandschaft. 

(23a.) Bez. Bobert Zimmermann. München 1859. 

Auf L. 0,59 h., 0,73 br. 1877 vom Kunsthändler 
Pietschmann in Dresden. 

Schurig (Carl Wilhelm), Schüler des Prof. E. B ende mann. Geb. 
zu Leipzig den 17. December 1818, gest. zu Dresden 
den 10. März 1874. 

2238. Johann, Bischof von Speyer, nimmt die zur Zeit des 
(24 a.) ersten Kreuzzuges hart verfolgten Juden in Schutz. 

Bez. C. W. Schurig 1851. 

Auf L. 1,28 h., 1,65 br. 1&51 Erwerbung der Lin- 
denau-Stiftung. 

Georg! (Friedrich Otto). Geb. zu Leipzig den 2. Februar 1819, 
gest. zu Dresden den 7. December 1874. 

2239. Jerusalem und Moriah. Bez. Otto Georgi 1869. 

(26 a.) Auf L. 1,43 h., 1,96 br. 1869 Erwerbung aus der 
Ansstellungseinnahme. 

Lasch (Johann Carl), Schüler des Prof. E. Bendemann. Geb. 
zu Leipzig den 1. Juli 1819. 

2240. Kinderlust. Spielende Kinder mit einer Heukarre. 

(28b.) Bez. C. Lasch 1861. Düsseldorf. 

Auf L. 1,06 h., 0,86 br, 1862 Erwerbung aus der 
Ausstellungseinnahme. 

Hahn (Gustav Adolph). Geb. zu Altenburg den 11. Juli 1819, 
gest. zu Dresden den 1. November 1872. 

2241. Hof des Schlosses Kriebstein in Sachsen. 
(24 c.) Bez. G. Hahn. G und H zusammengezogen. 

Auf L. 1,07 h., 0,81 br. 1874 von der Wittwe des 
Künstlers. 



438 Deutsche Schule. 

Zimmerinann (Angust Bichard). Geb. zu Zittau den 2. Mäxz 
1820, gest. zu München den 4. Februar 1875. 

2242. Schiffbruch an der Küste bei Carolin. 

(26a ) Bez. Richard Zimmermann. München. 1848. 

Auf L. 1,50 h., 1,51 br. 1875 von den Erben des 
Künstlers erworben. 



Wichmann (Adolph Friedrich Georg.) Geb. zu Celle den 18. März 
1820, gest. zu Dresden den 17. Februar 1866. 

2243. Pietro Aretino liest in einer Gesellschaft bei Tizian aus 
(C.-Z.) seinen Werken vor. Bez. A. Wichmann 1865. 

Auf L. 1,03 h., 1,40 br. 1865 Erwerbung aus der 
Aussteliungseinnahme. 



Hammer (Edmund Guido), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. 
zu Dresden den 4. Februar 1821. 

2244. Eine Wildsau mit Frischlingen von einem Hunde ge- 
(24a.) stellt. Bez. Guido Hammer 1860. 

Auf L. 1,31 h., 1,87 br. 1860 desgl. 

2245. Geflecktes Windspiel. Bez. Guido Hammer 1852. 

(C.-Z.) Auf L. 0,60 h., 0,47 br. 1872 Geschenk des Prof. 
Hübner. 



RÖting (Julius Robert), Schüler des Prof. E. Bendemann. Geb. 
zu Dresden den 7. September 1821. 

2246. Columbus vor dem Bathe zu Salamanca. 
(23a.) Bez. J. Eöthiog 1851. 

Auf L. 1,73 h., 2,39 br. 1851 Erwerbung der Lin- 
denau-Stiftung. 



Deutsche Schule. 439 

Franz-Dreber (Carl Heinrich), Schüler des Prof. Ludwig 
Richter. Geb. zu Dresden den 9. Januar 1822, 
gest. zu Rom den 3. August 1875. 

2247. Italienische Gebirgslandschaft, im Vorgrunde der barm- 
(25a.) herzige Samariter. Bez. H. Franz-Dreber. Rom 1848. 

Auf L. 1,23 h., 1,76 br. 1849 Erwerbung aus dem 
Stipendienfonds. 



Seydel (Gustav Eduard). Geb. zu Luxemburg den 18. März 
1822. 

2248. Trauerbotechaft vom Schlachtfelde in Böhmen 1866. 
(25 d.) Bez. Ed. Seydel 1867. 

Auf H. 0,49 h., 0,67 br. 1867 aus der Ausstellungs- 
einnabme. 



Gliemann (Philipp Albert), Schüler des Prof. Julius Hübner. 
Geb. zu Wolfenbüttel den 26. December 1822, 
gest. zu Dresden den 25. April 1872. 

2249. Bärtiger Judenkopf. Bez. Gliemann f. im Atelier JH. 

(24c.) Auf L. 0,49 Va h., 0,37 br. 1872 Geschenk des Prof. 
J. Hübner, gemalt in dessen Atelier. 

Mühlig (Meno), Schüler des Prof. J. Hübner. Greb. zu Eiben- 
stock den 8. April 1823, gest. zu Dresden den 
S.Juni 1873. 

2250. Die Betfahrt im Schnee. Heimkehrende Mönche, von 
(224 a.) Raubrittern überfallen, werden durch den Klostervoigt 

und seine Reisigen befreit. 
Bez. Meno Mühlig. 

Auf L. 1,38 h., 1,87 br. 1857 von den Ausstellungs- 
geldern. 



440 Deutsche Schule. 

Müller (Heinrich Eduard). Geb. zu Pultawa am 6. September 
1823, gest. zu Dresden am 16. October 1853. 

2251. Der Michigan-See in Nord-Amerika. 
(25d.) Bez. H. MüUer 53. 

Auf L. 0,77 h., 1,05 br. 1854 desgl. 

2252. Schloss Stein bei Zwickau. Bez. H. Müller. 

(C.-Z.) Auf L. 0,74V9 h., 0,62V2 br. 1873 vom Kunst- 
händler Emil Richter. 

Hofmann (Johann Michael Heinrich). Geb. zu Darmstadt den 
19. März 1824. Schüler der Akademie zu Düssel- 
dorf von 1842—1844. 

2253. Die Ehebrecherin vor Christo. Bez. H. Hofmann. 

(29 b.) Auf L. 1,75 h., 2,15 br. ^ (Neues Kupferstichwerk 
IV. 11.) 1869 Erwerbung aus dem öffentlichen Kunst- 
fonds. 



Schuster (Albrecht Louis), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. 
zu Berthelsdorf bei Stolpen den 9. Mai 1824. 

2254. Erstürmung der grossen Schanze in der Schlacht von 
(24c.) Borodino durch die sächsischen Eeiterregimenter Garde 

du Corps und Zastrow-Kürassiere am 7. September 
1812. 

Auf L. 1,88 h., 2,85 br. 1858 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern. 

2255. Das sächsische Grenadierbataillon „aus dem Winkell" 
(24 a.) weist durch sein Feuer den Angriff der französischen 

Eeiterei nach der Schlacht bei Jena zurück. 14. Octo- 
ber 1806. Bez. Schuster 1862. 

Auf L. 1,17 h., 2,27 br. 1862 desgl. 



DeotBChe Schule. 441 

Schönherr (Carl Gk)ttlob), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. 
zu Lengefeld den 15. Angast 1824. 

2256. Petrus erweckt die Tabea vom Tode. (Apostelgeschichte 

(29c.) 9, 36 etc.) Bez. C. Schönherr 1855. 

Auf L. 0,92 h., 1,50 br. 1855 Erwerbung der Lin- 
denau-Stiftung. 

Friedrich (Gustav Adolph). Geb. zu Dresden den 23. December 
1824. 

2257. Ackerpferde. Bez. A. Friedrich. 

(24 b.) Auf L. 0,61 h , 0,83 br. 1877 aus der Ausstellungs- 
einnahme erworben. 



Ruths (Johann Georg Valentin). Geb. zu Hamburg den 6. März 
1825. 

2258. Ein Herbstmorgen in der südlichen Schweiz. 

(26 d.) Auf L. 0,78 h., 1,24 br. 1876 von der hiesigen 
Kunstausstellung. 

Müller (Moritz). Geb. zu Diethenburg bei Wechselburg den 
12. Juni 1825. 

2259. Lesendes Kind. Bez. J. M. Müller. 

(28 d.) Auf L. 0,44 h., 0,38 br. 1857 aus der Ausstellungs- 
einnahme erworben. 



Wisticenus (Hermann), Schüler des Prof. J. Schnorr v. Carols-, 
feld. Geb. zu Eisenach den 20. September 1825. 

2260. Ueberfluss und Mangel in zwei Gruppen, in architekto- 

(25 c.) nischer Einfassung dargestellt. Bez. WISLICENÜS. 

Auf L. 1,76 h., 1,93 br. 18.52 Erwerbung aus dem 
Akademiefonds. 



442 Deutsche Schule. 

2261. Entwurf zu einem Vorhang des Königlichen Hoftheaters. 
(C.-Z.) Prämiirte Concurrenzarbeit. 

Auf L. 1,47 h., 1,37 br. 

Leonhardi (August Eduard). Geb. zu Preiberg den 19. Januar 
1826. 

2262. Deutsche Waldlandschaft. Bez. E. Leonhardi 1863. 

(26c.) Auf L. 2,13 h., 1,70 br. 1864 Erwerbung aus der 
AussteDungseinnahme. 

Rotermund (Julius Wilhelm Ludwig), Schüler des Prof. E. Ben- 
demann. Geb. zu Hannover den 11. März 1826, 
gest. zu Salzbrunn den 14. Juni 1859. 

2263. Der Leichnam Christi, betrauert von den Seinigen. 
(29 c.) Des Künstlers letztes Bild. Vollendet von E. Sende- 

mann. Bez. Julius Botermund inv. et pinx. E. Bende- 
mann dir. et fin. Dresden 1859. 

Papier auf L. 2,.58 h., 2,83 br. 1861 Schenkung 
des Dresdener Kunstvereins an die Gallerie. 



Schick (Carl). Geb. den 17. April 1826 zu Hilpertsau, gest. 
den 26. Juni 1875 zu Tretenhof. 

2264. Susanna von den Alten belauscht. Bez. C. Schick. 

(25d.) Auf L. 1,04 h., 1,29 br. 1877 von der Wittwe des 
Künstlers. 



LIer (Adolph). Geb. zu Hermhut den 21. Mai 1826, jetzt in 
München lebend. 

2265. Mondscheinlandschäft an der Oise. Bez. A. Lier. 

(27 c.) Auf L. 1,05 h., 1,50 br. 1867 Erwerbung aus der 
Ausstellungseinnahme. 



Deuische Schule. 443 

Achenbach (Oswald). Geb. zn Düsseldorf den 2. Februar 1827. 

2266. Das Städtchen Bocca di Papa im Albanergebirge. 
(30 d.) Bez. Osw. Achenbach. 

Auf L. 1,28 h., 1,80 br. 1876 erworben. 

2267. Das Fest der heiligen Anna in Casamicciola auf Ischia. 

(26b.) Bez. Osw. Achenbach 1876. 

Auf L. 1,12 h., 1,08 br. 1878 vom Kunsthändler 
Lepke in Berlin. 

Choulant (Theodor). Königl. Sachs. Hofmaler, geb. zu Dresden 
den 18. Juli 1827. 

2268. Ansicht der St. Peterskirche mit dem Vatican und der 

(26c.) Engelsburg. Bez. Choulant. 

Auf L. 1,32 h., 1,93 br, 1870 aus der Ausstellungs- 
einnahme. 

Dahl (Johannes Siegwald), Sohn des Christ. Claus sen. Geb. 
zu Dresden den 16. August 1827. 

2269. Der Fehlschnss; Reh mit Kalb. Bez. S. Dahl 1861. 

(23b.) Auf L. 0,76 h., 0,98 br. 1861 aus den Ausstellungs- 
geldern. 

2270. Fähre bei Tellemarken in Norwegen. 
(23d.) Bez. Siegwald Dahl 1863. 

Auf L. 0,67 h., 1,36 br. 1863 desgl. 

Ritscher (Gottlob Moritz). Geb. zu Dresden den 24. September 

1827, gest. daselbst den 14. October 1875. 

2271. Der Besuch bei der Amme. 

(27 b.) Bez. Moritz Ritscher. Dresden. 1874. 

Auf L. 0,74 h., 0,90 br. 1875 aus dem Nachlass 
des Künstlers erworben. 



444 Deutsche Schule. 

Gärtner (Heinrich Johann). Geh. zu Neu-Strelitz (Mecklenhurg) 
den 22. Fehruar 1828. 

2272. Heroische Landschaft, Staffiage Adam nnd Eva nach der 
(25 a.) Vertreibung aus dem Paradiese. 

Bez. H. G. fec. Eoma 1865. 

Auf L. 1,62 h., 2,22 br. 1870 Erwerbung aus der 
Ausstellungseinnahme. 

Puyroche (Elise), geb. Wagner. Geb. zu Dresden den 31. März 
1828. Lebt in Lyon. 

2273. Der zerrissene Kranz. Bez. Elise Wagner 1850. 

(23c.) Auf L. 1,05 h., 0,89 br. 1851 Erwerbung von den 
Ausstellungsgeldem . 

Koller (Johann Rudolph). Geb. zu Zürich den 21. Juni 1828. 

2274. Vier pflügende Ochsen. Bez. R. Koller 1868. 

(26 c.) Auf L. 1,35 h., 2,04 br. 1877 von Herrn Otto 
Wesendonck in Dresden der Gallerie geschenkt. 

Hahn (Cari Wilhelm), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. zu 
Ebersbach in der Oberlausitz den 7. Januar 1829. 

2275. Scene aus „Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist." 
(C.-Z.) Kohlhaas hat seinen Feind, den Juiücer von Dronka, 

vergebens im Kloster Erlabrunn gesucht und nimmt 
den Klostervoigt gefangen. Die Aebtissin, durch die 
angezündeten Fackeln der Knechte erschreckt, bittet um 
Schonung für das Kloster. Bez. W. Hahn 1851. 

Auf L. 0,77 h., 1,05 br. 1851 Erwerbung aus dem 
Stipendienfonds. 

Grosse (Franz Theodor), Schüler des Prof. -E. Bendemann. 
Professor an der Dresdener Kunstakademie. Geb. zu 
Dresden den 23. April 1829. 

2276. Leda mit dem Schwane. Bez. Th. Grosse 1852, 

(25d.) Auf L. 1,50 h., 1,08 br. 1852 Erwerbung aus den 
Ausstellungsgeldern. 



Deirtsohe Schule. 445 

2277. Entwurf zu einem Vorhang für das Königliche Hof- 
(C.-Z.) theater. Prftmiirte Concurrenzarbeit 

Auf L. 0,81 h., 0,72 br. 

2278. Dante und Virgil, nach Durchwanderung der Hölle zuni 
(29 a.) Büsserlande emporgestiegen und hei Sonnenaufgang 

zum Meeresstrande gekommen, erhlicken dort die Lan- 
dung abgeschiedener Seelen. Scene ans Dante's „Gött- 
liche Komödie". Bez. Th. Grosse. 1879. 

Auf L. 2,41 h., 3,76 br. 1880 theilweise aus dem 
Zinsenfonds der Pröll-Heoer-Stiftung von der hiesigen 
Kunstausstellung erworben. 

PauwelS (Wilhelm Ferdinand). Geb. zu Eckeren, Provinz 
Antwerpen, den 13. April 1830. 

2279. Besuch des Grafen Philipp von Elsass im Hospital St. 
(28a.) Marien zu Ypem. Bez. Ferdinand Pauwels. 

Auf H. 1,17 h., 1,40 br. * (Neues Kupferstich- 
werk I. 2.) 1877 aus der Kunstausstellung in Dresden. 

Simonson (David), Schaler des Prof. E. Bendemann. Geb. zu 
Dresden den 15. März 1831. 

2280. Bildniss der Gattin des Künstlers, geb. Castelli. 
(43a.) Bez. D. Simonson 1867. 

Auf L. 0,56 h., 0,48 br. 1867 aus der Ausstellungs- 
einnahme. 

tom Dieck (August Christian Hermann). Geb. den 23. März 

1831 zu Oldenburg. 

2281. Die heilige Cäcilia. Bez. A. tom Dieck. 

(25 b.) Auf L. 1,20 h., 0,83 br. Vom Künstler 1878 an- 
gekauft. 



446 Deutsche Schule. 

Odhme (Ernst Erwin), Sohn des Ernst Oehme. Geb. zu 
Dresden den 18. September 183J. 

2282. Steinbruch in der Sächsischen Schweiz. 

(26d.) Bez. Erwin Oehme j. 1860. Dresden. 

Auf L. 1.42 h., 1,06 br. 1864 aus der Ausstellungs- 
einnahme. 

Doerr (Otto Erich Friedrich August). Geb. zu Ludwigslust 
(Mecklenburg-Schwerin) den 3. December- 1831, 
gest. zu Dresden den 18. November 1868. 

2283. Pariser Maler-Atelier. Bez. 0. Dörr. 

(24b.) Auf L. 0,61 h., 0,82 br. 1872 Geschenk der Wittwe 
des Malers, Frau Bertha Doerr. 

Thomas (Carl Gustav Adolph), Schüler des Prof. Ludwig 
Kichter. Geb. zu Zittau den 28. September 1834. 

2284. Landschaft nach Motiven von Brannenburg in Ober- 

(24b.) baiern. Bez. Ad. Thomas. München 1866. 

Auf L. 0.94 h., 1,38 br. 1866 Erwerbung aus der 
Ausstelhuigseinnahme. 

Defregger (Franz). Geb. den 30. April 1835 in Stronach bei 
Lienz inTyrol. 

2285. Der Abschied von der Sennerin. Bez. Defregger 1877. 

(28 b.) Auf L. 0,90 h., 0,76 br. * (Neues Kupferstichwerk 
IIL 9.) 1877 von den Kunsthändlern Honrath und van 
Baerle in Berlin. 

Kiessling (Johann Paul Adolph). Geb. zu Breslau den 8. Januar 
1836. 

2286. Drei Schwestern. Familienbild. 

(29 c.) Auf L. l,.^.'^ h., 1,90 br. 1875 der Königl. Gallerie 
geschenkt von Frau Baronin von Uckermann geb. 
von Wuthenau. 



Deirtsohe Schule. 447 

2287. Mignon. Studienkopf. Bez. P. Kiessling. 

(27 d.) Auf H. 0,46 h., 0,37 br. * (Neues Kupferstichwerk 
II. 5.) 1880 von der hiesigen Kuastausstellung. 

Diethe (Alfred). Geb. den 13. Februar 1836 zu Dresden. 

2288. Die Jünger zu Emmaus. 

(29b.) Bez. Alf. Diethe. Dresden 1860. 

Auf L. 1,08V« h» 1»27 br. 187.5 von den Hofbuch- 
händlern Warnatz und Lehmann, früher im Besitz des 
Bischofs Forwerk. 

Meissner (Adolph Ernst). Geb. zu Dresden den 7. April 1837. 

2289. Hirt und Schafheerde in einer Winterlandschaft. 

(27b.) Bez. Ernst Meissner. München 1875. 

Auf L. 0,64 h., 1,00^2 br. 1875 erworben vom 
Künstler. 

MaflTei (Guido Ritter von). Geb. den 1. Juli 1838 in München. 

2290. Sichere Beute. Ein angeschossener Rehbock wird von 
(28b.) Hunden gehetzt. Bez. G. v. MafFei. München 1879. 

Auf L. 1,41 h., 1,93 br. 1880 ans der Pröll-Heuer- 
Stiftung von der hiesigen Kunstausstellung erworben. 

Preller (Friedrich), der Jüngere. Geb. zu Weimar den 1. Sep- 
tember 1838. 

2291. Das Kloster Santa Scholastica bei Subiaco. 
(30 a.) Bez. Preller jun. Dresden. 

Auf L. 1,85 h., 1,26 br. 1875 vom Künstler an- 
gekauft. 

Gebier (Friedrich Otto). Geb. zu Dresden den 18. September 
1838. 

2292. Zwei Wilderer. Bez. Otto Gebier. 

(28d.) Auf L. 0,76 h., 1,04 br. ^ (Neues Kupferstichwerk 
IV. 12.) 1880 von der hiesigen Ausstellung. 



448 Deuteche Schule. 

Vautier (Beiyamin). Geb. zu Morges am Genfer See den 
27. April 1839. 

2293. Tanzpause auf einer elsässischen Bauernhochzeit. 

(28 c.) Bez. B. Vautier Dff. 1878. 

Auf L. 0,90Vfl h., 1,34 br. 1878 vom Kunsthändler 
Schulte in Düsseldorf! 

Müller (Carl Wilhelm). Geb. zu Dresden den 28. Xovember 
1839. 

2294. Nachtscene in der Komischen Campagna. 

(27c.) Bez. C. W. M. (zusammengezogen) 1868. 

Auf L. 1,17 h., 1,64 br. 1868 Erwerbung aus der 
Ausstelluugseinnahme. 

Kurzbauer (Eduard). Geb. zu Wien den 2. März 1840, gest. in 
München den 13. Januar 1879. 

2295. Die Verleumdung. Bez. Eduard Kurzbauer. München. 

(27 b.) Auf H. 0,66 h., 0,1)1 br. * (Neues Kupferstichwerk 
IL 6.) 1878 vom Kunsthändler Neumann in Wien. 

Brandt (Joseph), Schüler des Prof. Franz Adam in München. 
Geb. zu Szczebrzeszyn in Polen am 11. Februar 
1841. 

2296. Polnische Eeiter aus der Zeit Sobieski's mit türkischer 
(29 d.) Kriegsbeute passiren einen Fluss. 

Bez. Josef Brandt z Warszawy 1874. 

Auf L. 0,69 h., 1,60 br. 1879 vom Kunsthändler 
Wimmer & Co. in München. 

Thiele (Julius Arthur), Schüler des Prof. Jul. Hübner. Geb. 
zu Dresden den 11. Juni 1841. 

2297. Ein an einem Laufe aufgehangener todter Hase. 
(C.-Z.) Bez. A. Thiele fecit im Atelier JH (zusammengezogen) 

1864 Dresden. 

Auf Papier 0,85 h., 0,56V3 br. 1872 Geschenk des 
Professor Hübner. 



Deutsche Schule. 449 

2298. Winteijagdbild. Bez. A. Thiele. 

(29d.) Auf L. 1,15 h., 1,83 br. 1877 vom Künstler an- 
gekauft. 

Pohle (Friedrich Leon). Geb. zu Leipzig den 1. December 1841. 

2299. Bildniss des 1879 verstorbenen Professors Carl Peschel. 

(28b.) Bez. Leon Pohle. 

Auf L. 0,5379 h., 0,41 br. 1879 vom Künstler er- 
worben. 

2300. Bildniss des Ercole Torniamenti. Bez. Leon Pohle 1878. 

(28d.) Auf L. 0,91 h., 0,70 br. Eigenthum der hiesigen 
Kunstakademie. 

Hagen (Theodor Joseph),. Professor an der Kunstschule zu Weimar, 
Schüler des Prof. Oswald Achenbach in Düssel- 
dorf. Geb. zu Düsseldorf den 24. Mai 1842. 

2301. Motiv von dem alten Städtchen Zons bei Düsseldorf. 

(26a.) Bez. Th. Hagen. Wßimar 1879. 

Auf L. 1,51 h., 2,25 br. 1879 vom Kunsthändler 
Wimmer & Co. in München. 

Schietzold (August Eobert Rudolph). Geb. zu Dresden den 
4. Juli 1842. 

2302. Landschaft am Stamberger See. 

(29 d.) Bez. R. Schietzold p. Mch. 77. 

Auf L. 0,76 h., 1,43 br. 1877 aus der Kunstaus- 
stellung in Dresden. 

Keller (Ferdinand). Geb. zu Karlsruhe den 5. August 1842. 

2303. Prämiirte Skizze zum Vorhang des Königl. Hofkheaters. 
(C.-Z.) Auf L. 1,34 h., 1,56 br. 

29 



450 DeutBche Schule. 

Kuntz (Gustav Adolph). Geb. den 14. Februar 1843 in Wilden- 
fels, gest. zu Eom den 2. Mai 1879. 

2304. Ein Gruss aus der Welt. Bezi G. A. Kuntz 1876. 

(28 d.) Auf H. 0,62 h., 0,36 br. * (Neues Kupferstichwerk 
I. 3.) 1876 von der hiesigen Kunstausstellung. 

2305. Komische Pilgerin, ein Crucifix küssend. 
(28c.) Bez. Gustav Kuntz, Rom 1878. 

Auf H. 0,79 h., 0,48 br. 

2306. Betende römische Pilgerin. (Unvollendet.) 

(28 c.) Auf H. 0,76 h., 0,467« br. * (Neues Kupferstichwerk 
V. 13.) Mit Nr. 2305 1879 von der Mutter des Künst- 
lers erworben. 

Oehmichen (Hugo), Schüler des Prof. Julius Hübner in 
Dresden. Geb. zu Borsdorf bei Leipzig den 
10. März 1843. 

2307. Der Steuerzahltag. Bez. H. Oehmichen 1871. 

(28 c.) Auf L. 0,87 h., 1,26 br. ^ (Neues Kupferstichwerk 
III. 8.) 1879 vom Kunsthändler Wimmer & Co. in München. 

Venus (August Leopold), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. 
zu Dresden den 14. Juni 1843. 

2308. Die heilige Elisabeth, Almosen austheilend. 

(25c.) Bez. L. Venus pinx. 1866. 

Auf L. 0,88 h., 1,59V9 br. 1873 von Herrn Joh. 
Meyer in Dresden der Gallerie geschenkt. 

2309. Alter graubärtiger Mann mit rothem Barett auf dem 
(43 a.) Kopfe. Bez. Leop. Venus im Atelier J. H. (zusammen« 

gezogen) 1866. 

Auf L. 0,57Va h., 0,44 br. 1874 Geschenk des Prof. 
Hübner. 



Deutsche Schule. 451 

LeibI (Wilhelm). Geb. zu Coln den 23. October 1844. 
2310. Weiblicher Studienkopf. Bez. W. Leibl 79. 

(28 d.) Auf H. 0,3 t h., 0,24 br. 1879 vom Kunsthändler 
Wimmer & Co. in München. 



Weiser (Joseph Emanuel), Schüler des Prof. Diez in München. 
Geb. zu Patschkau in Schlesien den 10. Mai 1847. 

2311. Letzte Zuflucht. Bez. Josef Weiser. 

(26 c.) Auf H. 0,73 h., 1,40 br. 1879 vom Kunsthändler 
Wimmer & Co. in München. 



Rudow (Gustav Ludwig), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. zu 
Merseburg den 29. Mai 1850. 

2312. Selbstbildniss. Bez. L. Eudow. 1870 gemalt im Atelier 
(43 c.) von J. Hübner. 

Auf L. 0,62 h., 0,48 br. 



Kaulhach (Fritz August), Schüler seines Vaters Friedrich 
Kaulbach. Geb. zu München den 2. Juni 1850. 

2313. Familienstück. Scene im Freien. 
(^26 a.) Bez. Fritz Aug. Kaulbach. 1879. 

Auf H. 0,96 h., 1,57 br. 1879 vom Kunsthändler 
Wimmer & Co. in München. 



Weber (Anton), Professor in Berlin, Schüler des Prof. J. Hübner. 
Geb. in Liebstadt bei Weimar den 4. August 1833. 

2314. Portrait des Kupferstechers F. Seifert in Leipzig. 
(43a.) Bez. Anton Weber fec. Drsd. 1858. 

Auf L. 0,71 h., 0,53 br. 

29* 



452 Deutsche Schule. 

Leineweber (Anton Bobert), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. 
den 7. Februax 1845 zu Böhmisch-Leipa. 

2315. Selbstportrait des Künstlers. 
(43c.) Auf L. 0,62 h., 0,50 br. 

EicMer (Ernst Ferdinand), Schüler des Prof. J. Hübner. Geb. 
in Werdau den 17. Januar 1850. 

2316. Des Künstlers Selbstportrait. Bez. E. Eichler 1872. 

(43 a.) Auf L. 0,62 h., 0,50 br. Nr. 2312, 2314—2316 Yom 
Prof. Hübner 1874 geschenkt. 



NACHTRAG 

zur Abtheilung 

„Tempera- und Oelbilder" 



1884. 



Vorwort 

Wenn es Julius Hühner vergönnt gewesen 
wäre, den vorstehenden Neudruck seines Kataloges 
von 1880 seihst zu leiten, so würde er sicher nicht 
verfehlt haben, abermals eine Reihe von Veränder- 
ungen und Verbesserungen anzubringen, welche in 
Folge der besonders ergebnissreichen Resultate der 
vergleichenden Bilderforschung der letzten Jahre 
nothwendig geworden wären. Der gegenwärtige Di- 
rector der Königlichen Gemäldegalerie durfte es aber 
um so weniger wagen, an den ein abgeschlossenes Werk 
der deutschen Literatur- und Kunstgeschichte bil- 
denden Katalog seines Vorgängers die nachbessernde 
und abändernde Hand anzulegen, als es ihm un- 
möglich gewesen wäre, die Grenze zwischen noth- 
wendigen einzelnen Aenderungen und solchen, die 
den Charakter des Buches verändert haben würden, 
zu ziehen. Es blieb daher nichts Anderes übrig, 



/ 
/ 



als dem Publikum, bis zur Fertigstellung des eigenen 
neuen Kataloges, den die gegenwärtige Direction 
vorbereitet, einen unveränderten Neudruck des alten, 
verdienstvollen Verzeichnisses zu übergeben und in 
dem vorliegenden Nachtrag die Liste der seit 1880 
hinzugekommenen Gemälde hinzuzufügen. Nur die 
eingetretenen Veränderungen der Hangorte der Bil- 
der sind, soweit dies möglich ist, im Neudruck berück- 
sichtigt worden. 

Zugleich wird durch die Ausgabe des vor- 
stellenden Neudrucks die Zeit gewonnen, die noth- 
wendigen Namensänderungen einzelner Bilder vor 
ihrer Veröffentlichung wiederholt aufs gewissen- 
hafteste zu prüfen und den neuen Katalog seiner 
Zeit sofort als ein abgeschlossenes Ganzes erscheinen 
zu lassen. 



Dresden, im März 1884. 



K. Woermann. 



I. Aeltere Gemälde. 



Lotto (Lorenzo). Geb. um 1480 zu Treviso, gest. nach 1555. 

2317. Santa Conversazione. Vor einem ausgespannten Vor- 
(D 4.) hange sitzt die Madonna, auf deren Schooss, das Spruch- 
band eines der Heiligen zur Linken ergreifend, das 
Christkind steht Eechts der heil. Franz und die heil. 
Clara, links zwei graubärtige Heilige. Im Hintergrunde 
rechts eine Waldlandschaft, in der zwei Männer be- 
schäftigt sind, einen Baum zu fällen; wohl ein Hinweis 
auf den Stamm des Kreuzes. Bez. 

LLOTVJ.F 

Auf H. 0,83 h., 1,03 br. 1883 von Herrn Fairfax 
Murray in Florenz erworben. Eine Wiederholung in 
der Bridgewater-Gallery zu London. 

Mytens (David). Geb., nach Massgabe der Inschrift dieses Bildes, 
1 582. Der Meister gehört wohl der bekannten Haager 
Künstlerfamilie Mytens an. Dass unser David Mytens 
aber identisch sei mit dem älteren D. Mytens, welcher 
unter Jacob I. und Karl I. in England thätig war, 
ist nicht anzunehmen, da Daniel als der Vorname 
dieses letzteren Meisters urkundlich beglaubigt ist 
(Vergl. H. Walpole, Anecdotes of Painting in Eng- 
land, London 1872, p. 114.) 



458 Nachtrag. Aettere Gemälde. 

2318. Portraitgruppe des Künstlers selbst, seiner Gattin und 
(L 1.) seiner Kinder. Bez. 




<^\A 






Ausserdem hat der Meister in der längeren Inschrift 
im Buche sein eigenes Alter auf 42 Jahre angegeben 
und die Namen seiner Gattin Judith, 43 Jahre alt, 
seiner Töchter Judith und Anna, 12 und 8 Jahre alt, 
und seiner Söhne Johannes und David, 10 und .5 Jahre 
alt, hinzugefügt. Da noch ein dritter Knabe dargestellt 
und einer von ihnen leidenden Aussehens in's Halb- 
dunkel der jyiitte des Bildes versetzt ist, so dürfen wir 
annehmen, dass dieser deshalb im Buche nicht mit- 
genannt ist, weil er schon gestorben war, als der Meister 
das Bild malte. 

Auf L. 1,02 h., 1,63 br. 1883 vom Kunsthändler 
Triepel in Grünberg erworben. 



Codde (Pieter). Lebte noch 1671 in seiner Vaterstadt Amster- 
dam, wo er zu Anfang des Jahrhunderts geboren war. 

2319. Soldaten in der Wachtstube. Links steht ein Einzelner, 

(15 a.) rechts sind ihrer Vier mit einem Mädchen um einen 

Tisch gruppirt. Das Bild gehört zu den frühesten des 

Meisters. (Bode, Studien zur Gesch. d. holl. Mal., 1883, 

S. 141—152.) Bez. 

Auf H. 0,38 h., 0,49 br. 1881 vom Kunsthändler 
Em. Ph. Meyer in Berlin erworben. 



Nachtrag. AeKere Gemälde. 459 

Unbekannter Meister der Schule des Rubens. 

2320. Diana mit ihren Nymphen auf der Jagd, theilweise mit 

(J2.) Portraitzügen und im Costüm des 17. Jahrhunderts. 

In der Mitte die Göttin, im Begriffe einen Waldbach 

zu überschreiten. Kechts vorn ein Hund und zwei 

Kinder, von denen das grössere den Köcher und den 

Bogen der Göttin trägt; hinter ihnen eine Nymphe, 

die, rückwärts gewendet, in's Waldhorn stösst; links 

vom drei Nymphen mit Jagdbeute. 

Auf L. 1,84 h., 2,03 br. 1881 von Sr. Excellenz 
Herrn Grafen von Fersen in Dresden erworben. Die 
Tradition, dass das Bild aus Spanien stamme, und der 
Charakter der Schule des Rubens^ den es trägt, lassen 
es möglich erscheinen, dass das Bild, welches offenbar 
ein vornehmes Jagdabenteuer unter der mythologischen 
Maske darstellt, zu dem Cyklus mythologischer, rea-' 
listischer und höfischer Wald- und Jagdstücke gehört, 
welche Philipp IV. von Spanien zum Schmucke des 
Jagdschlosses Torre de la Parada in Pardo 1636 bei 
Rubens in Antwerpen bestellen Hess und welche, zum 
grössten Theile von Schülerhänden ausgeführt, 1638 in 
Spanien eintrafen. Da sich in der Liste der Ant- 
werpener Rubensschüler, die an diesem Cyklus gemalt 
haben (Justi, Ztschrft. f. b. K. XV. S. 231), völlig un- 
bekannte Namen finden, so würde sich bei dieser An- 
nahme auch erklären, weshalb das Bild schwer auf 
einen der bekannteren Schüler des Rubens zurück- 
zuführen ist. Sicher ist nur, dass dieses interessante j 
Bild nicht von der Hand des Velazquez gemalt ist, j 
dessen Namen es trug. 



DubbelS (Hendrik). War um 1 65 Aeltester der Amsterdamer Gilde. 
2321. Seestück. Graues, frisch bewegtes Meer, von grossen und 
(17 b.) kleinen Schiffen belebt. Grauer Himmel, doch helle 

Sonnenblicke vom links und im Mittelgrunde rechts 

auf dem Wasser. Bez. 

J>VBBEL§ 



460 Nachtrag. Aeltere Gemälde. 

Auf L. 0,51 h., 0,50 br. 1883 vom Kunsthändler 
Triepel in Grünberg erworben. 

Meer (Jan van der), van Haarlem. Geb. zu Haarlem 1628, 
gest. daselbst 1691. 

2322. Blick von den Dünen auf die holländische Ebene. 

(16c.) Itechts unter der Düne im Mittelgrunde ein Kirchdorf 
an einem Teiche, links ein Wäldchen. Hellblauer, von 
schweren Wolken durchzogener Himmel. Bez. 



/ V Meers 



Auf H. 0,33 h., 0,63 br. 1883 von Herrn Otto Pein 
in Berlin erworben. Das Bild war No. 64 des Bode- 
schen Katalogs der Ausstellung von Gemälden älterer 
Meister im Berliner Privatbesitz, vom 25. Januar bis 
12. März 1883. 

Graff (Anton). Geb. den 18. (nicht 20.) November 1786 zu 
Winterthur, gest. den 22. Juni 1813 zu Dresden. 

2323. Bildniss des kursächsischen Hofhistoriographen Boehme 

(22 b.) im braunen Sammetrock. Kniestück, nach rechts. 

Auf L. 0,90 h., 0,68 br. 1882 von Herrn Professor 
J. Bertrand in Dresden geschenkt. 

2324. Bildniss desselben Boehme in vorgerückteren Jahren, 
(22 b.) im schwarzen, grüngefütterten Seidenrock. Brustbild, 

halb nach links. 
Auf L. 0,66 h., 0,54 br. 1882 von demselben geschenkt. 

2325. Bildniss der Gattin des Hofhistoriographen Boehme, 
(22 b.) geb. Hetzer, im goldgelben Atlaskleid mit grünen 

Schleifen. Kniestück, nach links. 

Auf L. 0,90 h., 0,68 br. Gegenstück zu No. 2323 
3882 von demselben geschenkt. 



Nachtrag. Neuere Gemälde. 461 

2326. Bildniss des Justizamtmanns Hetzer im schwarzblauen 
(22b.) Sammetrock. Kniestück, halb nach links. 

Auf L. 0,90 h.. 0,68 br. 1882 von demselben geschenkt. 

2327. Bildniss der Gattin des Justizamtmanns Hetzer im 
(22 b.) weissen Seidenkleide und schwarzer Mantille. Knie- 
stück, nach rechts. 

Auf L. 0,90 h., 0,68 br. Gegenstück zu No. 2326. 
1882 von demselben geschenkt. 



il. Neuere Gemälde. 

Preller (J. Friedrich Chr. E.). Geb. zu Eisenach den 28. April 
1804, gest. zu Weimar den 23. April 1878. 

2328. Heroische Landschaft. Badende Nymphen im See. Ein 
(25 a.) Centaur hat eine von ihnen geraubt, andere entfliehen. 
Bez. mit dem aus F und P zusammengesetzten Mono- 
gramm des Meisters zwischen der Jahreszahl 1874. 

Auf L. 0,82 h., 1,41 br. 1882 von Frau Geh. Com- 
merzienrath Molinari in Breslau erworben. 



Achenbach (Andreas). Geb. den 29. September 1815 zu Cassel, 
lebt in Düsseldorf. 

2329. An einer Amsterdamer Gracht. Nachtstück, Vollmond- 
(30 b.) schein. Eine Fischerschaluppe und zwei Böte vom auf 
dem Canal. Bez. A. Achenbach 1871. 

Auf L. 1,84 h., 2,31 br. 1882 vom Kunsthändler 
R. Wagner in Berlin erworben. 



462 Nachtrag. Neuere Gemälde. 

2330. Eine Wassermühle unter Bäumen am Fusse eines wal- 
(30b.) digen Berges. Links Blick auf Salinen und in die 

Ebene. Schwere Wolken rechts am Berge. Sturm und 
TJeberschwemmung. Bez. A. Achenbach 72. 

Auf L. 1,57 h., 2,36 br. 1883 vom Kunsthändler 
Lepke in Berlin erworben. 

Becker (Karl L. F.). Geb. den 18. December 1820 zu Berlin, 
lebt daselbst. 

2331. Eine Bilder- Auction im herrschaftlichen Salon. 

(28 c.) Bez. C. Becker. 

Auf L. 1,23 h., 1,58 br. 1882 vom Comite der 
Albert- Vereins-Lotterie erworben. 

Gentz (Wilh. Karl). Geb. zu Neuruppin den 9. December 1822, 
lebt in Berlin. 

2332. Das Todtenfest in Kairo. Der Zug bewegt sich auf dem 
(26 c.) Pfade, der sich aus dem Hintergrunde links zum Vor- 
dergrunde rechts herabzieht. Vom werden Almosen 
ausgetheilt. Bez. W. GENTZ. 1872. 

Auf L. 0,74 h., 1,26 br. 1881 vom Kunsthändler 
Ijepke in Berlin erworben. 

Hofmann (Heinrich J. F. M.). Geb. den 19. März 1824 zä 
Darmstadt, lebt als Professor der Königl. Kunst- 
akademie in Dresden. 

2333. Der Jesusknabe unter den Schriftgelehrten im Tempel. 
(29 b.) Bez. H. Hofmann (die beiden H zusammengezogen). 

Auf L. 1,52 h. 2,04 br. 1882 vom Künstler erworben. 

von Kameke (Otto W. H.). Geb. den 3. Februar 1826 in Stolp.« 
Lebt in Berlin. 

2334. Alpenlandschaft. Motiv am St. Gotthard. Grauer Himmel. 

(30c.) Bez. 0. V. Kameke. 

Auf L. 1,35 h., 1,90 br. 1882 aus den Zinsen der 
PröU-Heuer-Stiftung vom Künstler erworben. 



^. 



Nachtrag. Neuere Gemälde. 463 

Riefstahl (Wilh. Ludw. Friedr.). Geb. den 15. August 1827 zu 
Neustrelitz. 

2335. Auszug der vermummten Beerdigungs- Brüderschaft 
(27 c.) aus dem Pantheon zu Kom. Die Geistlichkeit an der 

Spitze. Links Brunnen mit römischem Volk. 

Bez. W. Kiefsiahl. Rom 1871. 

Auf L. 1,17 h., 1,80 br. 1881 vom Kunsthändler 
Lepke in Berlin erworben. 

Feuerbach (Ansehn). Geb. zu Speyer den 12. September 1829, 
gest. zu Venedig den 4. Januar 1880. 

2336. Die Madonna mit dem Kinde und drei musicirenden 
(30 b.) Engeln. Kniesttick; den Hintergrund bildet eine Land- 
schaft. Bez. Anselm Feuerbach. Eoma 1860. 

Auf L. hochoval, 1,19 h., 0,95 br. :|j (Neues Kupfer- 
stichwerk IV. 11.) 1881 von Herrn Oberst E. Roth- 
pletz in Zürich erworben. Die Handzeichnungen zu 
den Engelköpfen befinden sich im Königl. Kupferstich- 
Cabinet. 

Knaus (Ludwig). Geb. zu Wiesbaden den 10. October 1829, 
lebt in Berlin als Leiter eines Meister-Ateliers der 
dortigen Akademie. 

2337. Eine wandernde Seiltänzer- und Gaukler- Gesellschaft 
(27 d.) hinter den Coulissen. Links, wo ein Neger den Vorhang 

zurückschlägt, blickt man in den Vorstellungsraura, rechts 

vom bemüht ein ältlicher Herr sich um die Seiltänzerin; 

in der Mitte am Kochofen tränkt der Clown sein Kleinstes, 

während die beiden älteren Kinder ihre Hände wärmen. 

Bez. L. Knaus 1880. 

Auf H. 0,81 h., 1,10 br. 1880 vom Kunsthändler 
Lepke in Berlin erworben. 

Oury (Jean Libert). Geb. den 7. October 1883 zu Lüttich, lebt 
in Dresden. 

2338. Eine Nonne am Tische vor aufgeschlagenem Buche, 
(28 d.) Kniestück. Bez. mit dem aus J, L und zusammen- 



464 Nachtrag. Neuere Gemälde. 

gesetzten Monogramm des Meisters und der Jahres- 
zahl 1880. 

Auf L. 0,81 h., 0,59 br. 1881 vom Künstler er- 
worben. 

Douzette (Louis). Geb. den 25. September 1834 zu Triebsees 
in Neuvorpommem, lebt in Berlin. 

2339. Flusslandschaft im Mondschein bei leichtbewölktem 
(27 b.) Himmel. Bez. L. Douzette. 

Auf L. 0,58V8 h., 0,91 br. 1883 aus den Zinsen 
der PröU-Heuer-Stiftung erworben. 

Defregger (Franz). Geb. den 30. April 1835 zu Stronach bei 
Lienz in Tyrol. Lebt als Professor an der Königl. 
Kunstakademie in München. 

2340. Die Sensenschmiede vor dem Tyroler Aufstand 1809. 
(30 c.) Die Schmiede ist rechts in der Felsenhöhle. Die fertigen 

Sensen stehen vor ihr am Felsen, ganz vorn eine höl- 
zerne Kanone. Die Männer haben ihre Arbeit verlassen 
und sich um den Alten gruppirt, welcher die Botschaft 
vorliest, die das links vorn auf dem Steine sitzende 
Mädchen überbracht hat. Bez. Franz Defregger 1883. 

Auf L. 1,18 h., 2,24 br. 1883 auf der Internationalen 
Kunstausstellung in München erworben. 

Lang (Heinrich). Geb. den 24. April 1838 zu Eegensburg, lebt 
in München. 

2341. Das Einfangen von Weidepferden in der ungarischen 
(27 a.) Puszta. Eechts regnet es. Links vom ein Schilfteich. 

Bez. H. Lang. München. 

Auf L. 0,81 h., 1,74 br. 1883 aus den Zinsen der 
Pröll-Heuer-Stiftung erworben. 



•\, 



Nachtrag. Neuere Gemälde. 465 

Gebhardt (Eduard von). Geb. in einem Pfarrhause Esthlands 
den 13. Juni 1838, seit 1878 Professor an der 
Düsseldorfer Kunstakademie. 

2342. Die Pflege des heiligen Leichnams. Der Vorgang liegt 
(28 d.) zwischen der Abnahme des Heilandes vom Kreuze und 
seiner Grablegung. Der Meister hat ihn, seiner Eigen- 
art entsi)r^hend. in ein nordisches Wohnhaus des 
10. Jahrhunderts verlegt und damit stimmen auch die 
Costüme überein, mit Ausnahme derjenigen der Mutter- 
gottes zu Häupten des Verblichenen und des Apostels 
Johannes, der schmerz bewegt zu seinen Füssen, mitten 
im Bilde steht. Diese sind durch das traditionelle 
Ideal-Costtim ausgezeichnet. AVir müssen uns denken, 
dass die in tiefem Schmerz rechts sitzenden vier Männer 
den Leichnam auf der vom stehenden Bahre herein- 
getragen haben und nun daraufwarten, dass die Frauen, 
die links mit dem AVaschen und Salben des Körpers be- 
schäftigt sind, ihres heiligen Amtes gewaltet haben, um 
ihn wieder auf die Bahre zu legen und hinauszutragen 
an's Grab. Bez. E. Gebhardt (E und G zusammen- 
gezogen) MDCCCLXXXriL 

Auf Eichenholz 0,70V2 h., 1,00 br. 1884 vom Kunst- 
händler Fritz Gurlitt in Berlin erworben. 



Ludwig (Carl). Geb. den 18. Januar 1839 zu Römhild in 
Sachsen-Meiningen, lebt in Berlin. 

2343. Alpen-Landschaft. Motiv von der Lenzer Haide in Grau- 
(30d.) bündten. Gewitterstimmung. Machtige Wolkenmassen 
umziehen die Berge, links vorn ein sonnenbeleuchteter 
Weiler. Bez. Carl Ludwig. Berlin 1882. 

Auf L. 1,37 h., 2,01 br. 1883 aus den Zinsen der 
Pröll-Heuer-Stiftung erworben. 

30 



^ 



466 Nachtrag. Neuere Gemälde. 

Hoff (Carl). Geb. den 8. September 1838 zu Mannheim, lebt in 
Karlsruhe. 

2344. Des Sohnes letzter Gruss. Rechts steht des Gefallenen 
(30 a.) Kriegskamerad, der die Trauernachricht überbracht hat. 

Links ist die Mutter in den Lehnsessel zurückgesunken, 

ein Geistlicher spricht .ihr Trost zu ; die Schwester des 

Gefallenen steht neben ihr. Bez. Carl Hoff 78. Ddf. 

Auf L. 1,49 h., 2,13 br. 1882 vom Comite der 
Albert-Vereins-Lotterie erworben. 

Wilberg (Christian). Geb. den 20. November 1839 zu Havel- 
berg, lebte in Berlin, gest. den 3. Juni 1882 zu 
Paris. 

2345. „Momente mori". Motiv aus dem Sabinergebirge. Links 
(26 b.) ein Kloster unter Cypressen. Nachtstück. 

Bez. Ch. Wilberg. 

Auf L. 1,30 h., 1,10 br. 1883 von einer in Dresden 
ansässigen Familie geschenkt. 

Dücker (Eugen G.). Geb. den 10. Februar 1841 zu Arensberg 
auf der Insel Oesel vor Kiga, lebt als Professor an 
der K. Kunstakademie in Düsseldorf. 

2346. Am Ostseestrande. Links die See, ein Schiff wird von 
(29 d.) fünf Pferden auf den Strand gezogen. Rechts Anhöhen. 

Bez. E. Dücker. 

Auf L. 0,81 h., 1,46 br. 1883 von der Kunsthand- 
lung Bismeyer & Kraus in Düsseldorf erworben. 

Thiele (Julius Arthur). Geb. den 11. Juni 1841 zu Dresden. 

2347. Wald- und Berglandschaft mit Hochwild; klare Herbst- 

(28 a.) morgenstimmung. Bez. A. Thiele 81. 

Auf L. 1,16 h., 1,80 br. 1881 vom Künstler er- 
worben. 



Nachtrag. Neuere Gemälde. 467 

Schuch (Werner Wilh. Gust.). Geb. den 2. October 1843 zu 
Hildesheim. 

2348. Braune Haidelandschaft unter grauem Himmel. In der 
(28 a.) Mitte ein mächtiges Hänengrab. 

Bez. Werner Schuch 1881. 

Auf L. 1,21 h., 1,98 br. 1881 vom Künstler aus 
den Zinsen der PröU-Heuer-Stiftung erworben. 

Bokelmann (Chr. Ludwig). Geb. den 4. Februar 1844 zu 
St. Jürgen bei Bremen, lebt in Düsseldorf. 

2349. Der Abschied verschiedener Auswanderergruppen von 
(27 a.) ihren auf dem heimischen Gehöfte zurückbleibenden 

Angehörigen. Durch das offene Hofthor sieht man den 
Leiterwagen, der bestimmt ist, die Scheidenden zu ent- 
führen. Helle, kühle Morgenstimmung. 
Bez. C. L. Bokelmann Ddf. 1882. 

Auf L. 0,89 h., 1,23 br. 1882 vom Künstler er^ 
worben. 

BaiSCh (Hermann). Geb. den 12. Juli 1846 zu Dresden. Lebt 
in Karlsruhe. 

2350. Flache, holländische Canal-Landschaft unter leicht- 
(27 a.) bewölktem Himmel. Vom auf dem Wege eine Rinder- 

heerde. Bez. Hermann Baisch 1882. 

Auf L. 0,79 h., 1,.51 br. 1882 aus den Zinsen der 
PröU-Heuer-Stiftung vom Künstler erworben. 

2351. Die Kuhtränke am Bergabhang. Links führt ein Weg, 
(29 d.) auf dem eine Bäuerin schreitet, zu Häusern unter 

Bäumen empor. Rechts kommen die Kühe und jungen 
Stiere den Abhang herab. Helles Tageslicht; leichte 
Sommerwölkchen am Himmel. 
Bez. Hermann Baisch 1883. 

Auf L. 1,09 h., 1.56 br. 1883 aus den Zinsen der 
PröU-Heuer-Stiftung erworben. 

30* 



468 Nactitrag. Neuere Gemälde. 

Schönleber (Gustav). Geb. den 3. December 1851 zu Bietig- 
heim in "Württemberg, lebt in München. 

2352. . Ansicht in Vlissingen zur Ebbezeit. Eechts eine Wind- 

(27 a.) mühle über den rothen Dächern. Halbbewölkter Himmel. 

Bez. G. Schönleber 1881. 

Auf L. 1,56 h., 2,51 br. 1881 vom Künstler aus 
den Zinsen der Pröli-Heuer-Stiftung erworben. 

Schenker (Jacques Matthias). Geb. den 24. Februar 1854 zu 
Luzern, lebt in Dresden. 

2353. Der Meeresstrand bei Dieppe zur Ebbezeit. 

(27 a.) Bez. Schenker. Dr. 81. , 

Auf L. 0,48 h., (X83 br. 1882 vom Comite der 
Albert- Vereins-Lotterie erworben. 



III. 



Sammlung der Pastellbilder. 



Im Erdgeschoss des Museums aufgestellt. 



y 



Pastellbiider. 471 



Renl (Guido). S.S. 173. 

1. Der heilige Franziskus, mit farbigen Stiften auf Papier 
(40 a.) gezeichnet. 

Mod. Ank. 

Mengs (Anton Baphael). Hofmaler August III. von Polen und 
Sachsen und Carl lU. von Spanien. Geb. zu Aussig 
den 12. März 1728, gest. zu Rom den 29. Juni 
1779. 

2. Bildniss seines Vaters, Ismael Mengs. 
(40 a.) 

3. Sein eigenes Bildniss im Jugendalter. 
(40a.) * (Altes Kupferstichwerk III. 30.) 

4. Dasselbe mehr nach vorn gewendet. 
(40 a.) 

5. Brustbild der Gattin des Hofcommissai*s und Hof- 
(40 a.) prospectmalers Alexander Thiele. 

() Bildniss des Herrn von Hoffraann, Gatten der Pastell- 
(40 a.) malerin Felicitas Sartori aus Venedig. 

7 Die Sängerin Catharina Regina Mingotti. 
(40 a.) 

8. Der Sänger Domenico Annibali. 
(40 a.) 

9. Louis de Silvestre, Königl. Poln. und Churfurstl. Sachs. 
(40 a.) Oberhofmaler. 



4rr2 Pastellbtider. 

10. August in., König von Polen und Churfürst von 
(40 a.) Sachsen. 

11. Dessen Sohn, Friedrich Christian, Churfürst von Sachsen. 
(40a.) 

12. Maria Antonia Walpurgis, Kais. Pi'inzessin in Bayern, ' . 
(40 a.) Gemahlin des Vorigen. 

13. Friedrich August der Gerechte, König von Sachsen, 
(401).) in einem Alter von 10 Monaten. 

14. Amor, einen goldenen Pfeil schleifend. 
(41a.) * (Altes Kupferstichwerk III. 14.) 

Maron (Theresia Concordia), Schwester des A. Raphael Mengs. 
Geb. 1725, gest. zuEom 1806. 

15. Brustbild der Künstlerin. 
(41a.) 

16. Bildniss ihrer Schwester, Julie Mengs. 
(41 a.) 

Liotard (Jean Etienne). Geb. 1702 zu Genf, gest. daselbst 1779. 

17. Bildniss des Malers, im Costume seines Aufenthaltes in 
(41 a.) Constantinopel. 

18. Graf Moritz von Sachsen, Marschall von Frankreich. 
(41a.) 

19. Das sogen ."Wiener Chocoladenmädclien, Xamens Baldauf.* 

(41 a.) Am 3. Februar 1745 durch Algarotti von Liotard 

erkauft für 120 Zechinen. S. Einl. S. 83. Anm. ^ 



* Der interessante Kahmeu des Bildes (von A, v. Zahn in 
Abbildung gegeben s. Lützow's Zeitschrift für bildende Kunst. 
1873. Heft 3.) ein achtes Roecoco, geschnitzt wie die meisten 
Eahmen der Gallerie vom Hofgalleriebildhauer Joseph Deibel, 
geb. zu Forau in Steiermark 171G. gest. zu Dresden am 18. Mai 
1792. 



Paatellbilder. 473 

20. Bildniss der Mademoiselle Lavergne, Nichte des Künst- 

(41a.) lers. Bekannt unter dem Namen der „schönen Lyonerin* '.* 

Gleiches nach unten verlängertes Bild desselben 
Meisters im Museum zu Amsterdam. Mit Kr. 17 durch 
. ^ den Herzog von Richelieu 1747. 

Schmidt (Johann Heinrich), Churfiirstlich Sächsischer, später 
Königlicher Hofmaler. Geb. zu Hildburghausen den 
14. Februar 1749, gest. zu Dresden den 28. Octo- 
ber 1829. 

21. Prinzessin Augusta von Sachsen (Tochter Friedrich 
(40 b.) August des Gerechten), im Alter von zwei Jahren. 

Bez. H. Schmid. f. 1783. 

La Tour (Maurice Quentin de). Geb. zu St. Quentin 1704, gest. 
zu Paris 1788. 

22. Maria Josepha, Tochter August III. von Polen, Dauphine 
(40 a.) von Frankreich, Mutter Ludwig XVI., XVIII. und Carl X. 

23. Graf Moritz von Sachsen, Marschall von Frankreich. 
(40 a.) 

Carriera (Rosalba), Schülerin des Cav. Diamantini und Na- 
z a r i. Geb. zu Venedig 1675, gest. daselbst 1757. 

24. Friedrich Christian von Sachsen, als Churprinz. 
(40 a.) Gemalt 1740 zu Venedig. 

25. Anna Amalia, Prinzessin von Modena. 
(40c.) 



* Auf der Rückseite dieses Bildes steht, wohl von des 
Malers eigner Hand, in schöner Schrift: Liseuse. En habit de 
Pa'isanne Lionnaise, peinte par Liotard de Geneve, Surnomrae 
Le peintre Türe, ä Lion 1746. 



474 Pastellbilder. 

26. Ein Procurator von Venedig in seiner Amtskleidung. 
(40 a.) 

27. Maria Joscpha, Tochter Kaiser Joseph L, Gemahlin 
(41 8.) August III., Königs von Polen. 

28. Der Abbe Sartorius. 
(40b.) 

29. Friedrich IV., König von Dänemark. 
(40 b.) 

30. Der Abbe Metastasio. 
(41a.) 

31. Ludwig XV. als Dauphin. 
(40b.) 

32. Der Herzog Einaldo von Modena. 
(41 e.) 

33. Der Cardinal von York, aus dem Hause Stuart. 
(40 b.) 

34. Der Graf Pietro Minelli. 
(40 b.) 

35. Die Gräfin Camilla Minelli. 
(41a.) 

36. Die Gräfin Recanati. 
(40 b.) 

37. Die Gräfin Leopoldine von Sternberg. 
(41-b.) 

38. Eine edle Venezianerin, aus dem Hause Barbarigo. 
(40 b.) 

39. Henriette, Prinzessin von Modena. 
(40b.) 

40. Anna Amalia Josepha, Prinzessin von Modena. 
(41a.) 



Pastellbilder. 475 

41. Die Kaiserin Elisabeth, Gemahlin Carl VI. 
(4U) 

42. Die Kaiserin Amalie, Gemahlin Joseph I. 
(41a.) 

43. Clemens August, Churfiirst von Cöln, Prinz von 
(40 c.) Bayern. 

44. Graf de Villiers. 
(40c.) 

45. Bildniss der Moceniga, geb. Comara. 
(40c.) 

46. Die Tänzerin Barbara Campanini, gen. Barberina, nach- 
(41c.) malig verehelichte (>)cceji. 

47. Die Gräfin Orzelska, nachmalige Herzogin von Holstein. 
(40b.) 

48. Die Fürstin von Teschen, frühere Fürstin Lubomirska. 
(40c.) 

49. Die Sängerin Faustina Hasse, geb. Bordoni. 
(41b.) 

50. Eine Tyroler Wirthin. 
(40 b.) 

51. Bildniss der Malerin Bosalba Carriera. 
(41b.) 

52. Bildniss einer hochbejahrten Frau. 
(41 c.) 

53. 54, 55, 56. Europa, Asien, Afrika und Amerika, in 
(41 b.) Köpfen dargestellt. 

57. Klio. 
(41c.) 

58. Die Wachsamkeit, eine jugendliche Gestalt mit einem 
(41c.) Hahn. 



476 PastelHiHder. 

59. Die Weisheit als Minerva. 
(41b.) 

60. Die Gerechtigkeit, durcli die Fasces bezeichnet. 
(41b.) 

61. Die Massigkeit, durch ein Mädchen dargestellt, welches 
(41 b.) aus einer Kanne Wasser in eine Schale giesst. 

62. Die Wahrheit, eine ernste Frau mit einem Spiegel in 
(41 b.) . der Hand. 

63. Die Vergänglichkeit an der Hand der Ewigkeit. 
(41 b.) 

64. Die Liebe küsst die Gerechtigkeit. 
(41 b.) 

65. Der Frühlings ein Mädchen mit Blumen dieser Jahreszeit 
(41 b.) geschmückt. 

66. Der Sommer, die gereiften Aehren im blonden Haar. 
(41b.) 

67. Der Herbst, eine Bacchantin, in der Hand eine blaue 
(41 b ) Weintraube haltend. 

68. Der Winter, ein Mädchen, welches die Hände am Feuer 
(41b.) wärmt. 

69. 70, 71. Die Parzen Klotho, Lachesis und Atropos; die 
(41b.) erste den Lebensfaden spinnend, die zweite ihn auf- 
windend, die dritte bereit, ihn abzuschneiden. 

72. Die Luft, ein Mädchen mit einem Vogel. Halbfigur. 
(41c.) 

73. Das Wasser, ein Mädchen, welches Fische über ein Ge- 
(41a.) fäss hält. Halbtigur. 

74. Die Erde, mit Früchten. Halbfigur. 
(41a) 



Pastellbiider. 477 

75. Das Fouer. Halbfigur. 
(41a.) 

70. Der Sieir. 
(41c.) 

77. Christuskopf. 
(41a.) 

78. Maria. 
(40 b.) 

79. Ein kleines Marienbild mit einem weissen Tuche über 
(40 c.) dem Kopfe. 

90. Maria herabsehend, die rechte Hand auf der Brust. 
(40 b.) 

81. Dieselbe, in beiden Händen ein Buch haltend. 
(40 c.) 

H2. Mater dolorosa. 
(40 c.) 

83. Maria Magdalena. 

(40 c.) 1743 durch Algarotti vom Kunsthändler Capretta 
in Venedig erkauft für 32 Ducaten. 

84. Dieselbe mit langem, wallenden Haar. 
(40 b.) 

85. Dieselbe, gen Himmel blickend. 
(40 c.) 

86. Der kleine Johannes. 
(4 Ib.) 

87. Maria mit blauem Gewand und gelbem Schleier; die 
(40 b.) linke Hand auf der Brust. 

88. Der Heiland, die Welt segnend. 
(40 c.) 



478 Pastellbilder. 

89. Derselbe, mit langen herabhängenden Haaren. 
(40 c.) 

90. St. Joseph mit seinem erblühten Stab. 
(41 c.) 

91 . Ein kleines Bild der Maria. 
(41 b.) 

92. Maria, herabsehend. 
(40 c.) 

Studienköpfe und unbekannte Portraits. 

93—180. • (88 Stück.) 
(40 und 41.) 

Robert (Felicitas), Tochter des Bildhauers Tassaert in Berlin. 

181. Besuch der Maria bei Elisabeth, Copie nach Rubens. 
(40 c.) 

182. Eine alte Köchin. 
(40 c.) ♦ 

Weller (David Friedrich). Geb. zu Kirchberg den 6. Juli 1759, 
gest. in Dresden am 21. April 1789. 

183. Ein Korb mit Blumen und Flüchten. Gouachebild. 
(40 a.) 

Caffe (Daniel). Geb. zu Cüstrin 1750, gest. zu Dresden 1815. 

184. Bildniss des akademischen Zeichnenlehrers Dietz zu 

(41 a.) Leipzig. 

1855 Geschenk des Farbenfabrikanteil J. Chr. Richter 
zu Dresden. 



IV. 

Sammlung von Miniaturen. 



Alle diese Miniaturen haben ihre Aufstellung in 
einem Schranke im Bibliothek- Zimmer gefunden, 
welcher am ersten Dienstag eines jeden Monats 

geöffnet ist. 



Miniaturbilder. . 481 



Mitteltheil des Schraiikes.* 

Erstes Feld. 

1. Der heilige Franziskus im Gebet, auf Porzellan gemalt 

vom Hofmaler Joh. Martin Heinrici. 

2 Mater dolorosa. Email von Ismael Mengs. 

3. Jungfrau mit Kind und kleinem Johannes von Ant. 

Raph. Mengs. 

4. Portia, Gemahlin des Brutus, todtet sich durch Ver- 
schlingen glühender Kohlen. Nach Guido Reni. 

5 Der heilige Hieronymus oder der Tag. Original in 
Parma. Nach Correggio von Therese Maron geb. 

Mengs. 

6. Jungfrau mit Kind und kleinem Johannes. 

7. Heilige Magdalene. Email von Ismael Mengs. 

8. Desgl. Miniatur von Ant. Raphael Mengs. 

Z'weites Feld. 

9. Heilige Familie von Raphael; nach dem für Lionello 
da Carpi gemalten Originale im Museo nazionale zu 

Neapel; copirt von Ant. Raph. Mengs. 

10. Der heilige Georg. Nach Correggio von Felicitas 
Hoffmann geb. Sartori, Schülerin der Rosalba 
Carriera. 



* Wo der Name des Malers nicht ausdrücklich angegeben, 
ist er unbekannt. 

81 



482 Miniaturbilder. 

1 1. Maria Verkündigung. Email von Ismael Mengs. 

12. Weibliche Halbfigur, der Winter, von Felicitas Hoff- 
mann. Bez. auf der Rückseite : Felicita Hoff mann 
Natta SartorL Fecit. 

13. Desgleichen der Frühling, von derselben. Bez. auf der 
Rückseite: Felicita Sartori, Fecit. 

14. Der Apostel Bartholomäus. 

15. Der Apostel Matthäus. 

16. Der Apostel Jacobus major. 

17. Der Apostel Thomas. 

18. Der Apostel Philippus. 

19. Der Apostel Matthias. 

20. Der Apostel Judas Thaddens. 

21. Der Apostel Simon. 

Drittes Feld. 

22. Madonna della Sedia. Copie nach Baphael von Ant. 
Raph. Mengs. Mit Nr. 9 dem Churprinzen Friedr. 
Christian am 19. Deceraber 1744 überreicht. 

23. Die Familie des Malers Knupfer. Nach Nie. Knupfer 
(Nr. 1975 d. Cat). 

24. Die Nacht. Copie nach Correggio (Cat. Nr. 171) von 

Therese Maron geb. Mengs. 

25. Jungfrau, das schlafende Kind anbetend. Nach Guido 

Reni von Meytens. 

26. Der Astronom Galileo Galilei. 

27. Ein Flötenbläser. (Joh. Joachim Quanz?) 

28. Belisar nach Livens. (?) 



Miniaturbilder. 483 

29. Venus mit zwei Amoretten. Nach Liberi von FeliCI- 

citas HoflTmann. 

30. Salvator mundi von Ismael Mengs. 

31. Jungfrau mit Kind und kleinem Johannes von Rosalba 

Carriera. 

32. Der Apostel Petrus. 

33. Der Apostel Andreas. 

34. Der Apostel Johannes. 

35. Der Apostel Jacobus minor. 

36. Der segnende Heiland. Nach Ros. Carriera von Fe- 

licitas HolTmann. 

37. Die Jungfrau Maria. Wie das Vorige. 

Linke Schrankthüre. 

38. Joseph und Potiphar; nach Cignani. Nr. 596 d. Cat. 

39. Apollo und Marsyas; nach Langhetti. Nr. 659 d. Cat. 

40. Merkur und Argus; nach Rubens. Nr. 919 d. Cat. 

Folgen 55 Portraits von Regenten mit beigefügten 
Namen. Nach bekannten Original bildnissen copirt von 
Ernst Christian Weser, K. Sachs. Obersteuer-Exa- 
minator, geb. zu Dresden am 12. November 1783, 
gest. daselbst am 23. December 1860. 

40a. Frau M. von Somaruga geb. von Ploetz. Gemalt von 

Friedrich Moritz August Retzsch, geb. den 9. De- 
cember 1779 zu Dresden, gest. den 11. Juni 1857 in 
der Hoflössnitz. 1879 von Frau von Somaruga der 
Gallerie geschenkt. 

31* 



484 Miniaturbilder. 

Rechte Schranktliüre. 

41. Marianne, Prinzessin von Sachsen. 

42. Karl, Erzherzog von Oesterreich. Bez. Günther, 1799, 

43. Graf Camillo Marcolini. 

44. Ansicht des Schlosses Nymphenburg. 

45. Der Eittmeister Carl Leop. Christoph v. Reitzenstein 
vom chursächsischen Kürassierregiment v. BrenkenhofF. 

46. Christine, Erzherzogin von Oesterreich, Herzogin von 
Sachsen-Teschen. 

47. Hieronymus, König von Westphalen. Bez. Isahey von 
Jean Baptiste isabey (geb. zu Nancy 1767, gest. 
zu Paris 1855). 

48. Albrecht, Prinz von Sachsen-Teschen. 

49. Gräfin Corvin-Krasinska. 

50. Maria Leczinska, Königin von Frankreich. 

51. Elisabeth, Churlurstin von der Pfalz. 

52. Oberlandfischmeister von Wolfersdorff. 

53. Gräfin von Hrzan und Harras, geb. Gräfin Colonna. 

54. Antonie, Gräfin von Hrzan und Harras. 

55. Max I., König von Bayern. 

56. Friedrich August der Gerechte, König von Sachsen. 

57. Ferdinand VII.; König von Spanien. 

58. Ludwig I., König von Bayern. 



Miniaturbilder. 485 

59. Napoleon L, Kaiser der Franzosen. Bez. Augustin. 

60. Hieronymus, König von Westphalen. Desgl. Beide 
Portraits, gemalt von LouiS Fran^ois Augustin (geb. 
zu St. Di6 1759, gest. zu Paris 1832), bildeten die 
Deckel eines Notizbüchleins, welches der Kaiser Napo- 
leon I. M. der Königin Amalie von Sachsen verehrte. 

61. Amalie, Königin von Sachsen. 

62. Karl, Erzherzog von Oesterreich. Bez. Walch, 1799, 

63. Amalie, Herzogin von Pfalz-Zweibrücken. 

64. Marianne, Prinzessin von Sachsen. 

65. Clemens, Prinz von Sachsen, Churltirst von Trier. 

66. Maria Antonie, Churfürstin von Sachsen. 

67. Nicolaus, Kaiser von Russland. 

68. Alexandra Feodorowna, des Vorigen Gemahlin. 

69. Alexander IL, Kaiser von Russland. Bez. Winberg, 

70. Friedrich Wilhelm IV., König von Preussen. 

71. Alexander I., Kaiser von Russland. 
Bez. C. Oppermann. 1809. 

72. Elisabeth, Prinzessin von Polen und Sachsen. 

73. Maximilian, Prinz von Sachsen. Bez. Fiorino. Jere- 

mias Alexander Fiorino^ geb. zu Cassel den 19. April 

1793, gest. zu Dresden den 24. Juni 1847. 

74. Elisabeth, Prinzessin von Polen und Sachsen. 

75. Unbekanntes Bildniss. 



486 Miniaturbilder. 

76. Maximilian Joseph, Churfiirst von Bayern. 

« 

77. Karl, Herzog von Pfalz-Zweibrücken. 

78. Baron Fersen, K. Schwedischer Kammerherr. 

79. Elisabeth, Churfürstin von der Pfalz. 

80. Unbekanntes Bildniss. 

81. Augnst III., König von Polen, Churfürst von Sachsen. 

82. Maria^ Antonie, Churfürstin von Sachsen. 
83. Maria Anna, Churfilrstin von Bayern. 

84. Unbekanntes Bildniss. 

85. Elisabeth, Prinzessin von Polen und Sachsen. 

86. Christine, Prinzessin von Polen und Sachsen, Aebtissin 
von Kemiremont. 

87. Karl Theodor, Churfiirst von Bayern. Email. 

88. Elisabeth, des Vorigen Gemahlin. 

89. Friedrich August der Gerechte, König von Sachsen. 

90. Derselbe. 

91. Maximilian Joseph, Churfürst von Bayern. 

92. Joh. Melchior Dinglinger, Hofjuwelier August des 
Starken und August III. 

93. Joh. Friedrich Dinglinger, Sohn des Joh. Melchior 
Dinglinger. 

94. Des Vorigen Gattin. 



Miniaturbilder. 487 

95. Charlotte Dinglinger, des Joh. Melchior Dioglinger's 
Tochter. 

96. Friederike Dinglinger. desgl., Miniaturmalerin. 

97. Anna Dinglinger, verehelichte Poppe, Tochter Joh. 
Melchior Dinglinger 's. 

98. Franz Poppe, Kaufmann, der Vorigen Gatte. 

Die Nrn. 92 — 98 gemalt von Sophie Friederike 

Dinglinger, geb. zu Dresden 1736, gest. daselbst am 
10. März 1791. 

99 Albrecht, Prinz von Sachsen, Herzog zu Teschen. 

100. Christine, Erzherzogin von Oesterreich, des Vorigen Ge- 
mahlin. 

101. August der Starke, König von Polen. Email. 

102. Friedrich August der Gerechte, König von Sachsen. 

103. Marianne, Prinzessin von Sachsen, des Vorigen Schwester. 
104 Maximilian Joseph, Churfürst von Bayern. 

105. Graf Laudon, K. K. Oesterreichischer Feldmarschall. 

106. Maria, Grossherzogin von Toscana und Friedrich 
August 11., König von Sachsen. 

107. August III., König von Polen und Churfürst von 
Sachsen. 

108. Maria Anna, Churfürstin von Bayern. 

109. Friedrich Christian, Churfürst von Sachsen. 

110. Maximilian, Prinz von Sachsen. 

111. Maria Antonie, Churfürstin von Siichsen. 



488 Miniaturbilder. 

112. Karoline von Parma, Gemahlin des Prinzen Maximilian 
von Sachsen. 

113. Max L, König von Bayern. 

114. Christine, Herzogin von Sachsen-Teschen. 

115. Max I., König von Bayern. 

Linke Auslage. 

1 16. Eine Dame am Toilettentisch, neben ihr ein Herr, ge- 
malt von Rosalba Carriera. 

117. Diana, von Derselben. 

118* Brustbild eines Mannes im Schlafrock, desgl. 

119. Eine Dame im Strohhut, mit einem Kaninchen auf dem 
Arm, desgl 

120. Ludwig, Dauphin von Frankreich. 

121. Eine Dame, welcher Amor die „Ecole d'amour-' lesen 

lässt, von Rosalba Carriera. 

122. Sitzende Dame mit einem Hündchen auf dem Schoosse, 
von Derselben, 

123. Brustbild einer Dame mit gepudertem Haar, ein Etui 
in der Hand, desgl, 

124. Brustbild eines Mannes mit grosser Perrticke und 
blauem Rock, desgl, 

125. Die Gräfin Cosel mit ihrem Sohne. (?) 

126. Die Sängerin Faustina Hasse, geb. Bordoni, von Ro- 

salba Carriera. 



Miniaturbilder. 489 

127. Der Kapelljueister Johann Adolph Hasse, der Vorigen 
Gatte (gen. il divino Sassone; geb. zu Bergedorf am 
25. Mai 1696, gest zu Venedig am 16. December 
1783), von Denselben. 

128. Die Sängerin Maria Antonia Laurenti, genannt Coralli. 

1 29. Diana mit einem Windhunde, von FeliCltas HoflTmann. 

130. Die Miniaturmalerin Felicitas Hoffmann in türkischem 
Anzüge. Bez. auf der Rückseite: Felicita Hoff man)}. 
Xaffa Sartori Fecit. 

131. Der Frühling, nach R. Carriera, von Derselben. Bez. 
auf der Rückseite: Felicita Hoffmann. Fecit. 

132. Der Sommer, dcfigl., ebenso bez. 

1 33. Der Herbst, desgl. ^ ebenso bez. 

134. Der Winter (Portrait der Rosalba Carriera), ebenso bez. 

135. Venetianische Fruchtverkäuferin, von Rosalba Car- 
riera. 

136. Apollo und Daphne, von Derselben. 

137. Friedrich Christian, Churprinz von Sachsen, desgl. 

138. Die Malerin Felicitas Hoffmann. Bez. auf der Rück- 
seite: Felicita Hoffmann natta Sartori in etfa di 
27 anni e depinta dalla stessa. 

139. Venus und Amor, von Rosalba Carriera. 

140. Eine Dame am Frühstückstisch, von Derselben. 

141. Brustbild einer Dame mit einem Vögelchen auf der 
Hand, desgl. 



490 Miniaturbilder. 

142 Bildniss einer Dame, gemalt vom Pater FeliCO Rameli, 
geb. zu Asti 1666, gest. zu Rom 1740. 
Bez. auf der Rückseite; P. Rameli, 

143. Dame am Ciavier, von Rosalba Carriera. 

144. August IIL, König von Polen, von Rafael Mengs. 

145 Ludwig XIV., nach Rigaud, von Rosalba Carriera. 

146. August der Starke. Email von Ism. Mengs. 

147. Der Sänger Sassaroli. 



Berichtigungen. 



Zu Nr. 43 lies statt Lorenzl di Credi: ,Jjorenzo di Credi". 
Zu Nr. 2318. Die Lesart „Judith" für das zwölfjährige Kind 

ist irrig, da nur ein Mädchen unter den Kindern 

ist, das achtjährige „Annecki". 

Während des Druckes sind noch die folgenden Bilder verhängt 

worden : 

Nr. 147 befindet sich 32 a. i Nr. 749 befindet sich 39 a. 

39 b. 

J2. 

J2. 
20 b. 
20 b. 
Kl. 

L3. 

6 a. 

42 a 
4-Ja. 
23 b. 
C.-Z. 
29 a. 
29 d. 
27 d. 

43 c. 
K4. 



19 


148 




11 


32 a. 


„ 777 , 


1f 


202 




11 


32 b. 


,, 906 


•> 


203 




11 


32 b. 


„ 1107 , 


J> 


407 




11 


34 a. 


„ 1139 , 


J1 


412 




V 


35 c. 


1, 1140 , 


>• 


422 




11 


D.-Z. 


11 1189 , 


n 


423 




11 


R19. 


,. 1198 . 


» 


560 




11 


2 b. 


11 1702 ;. 


») 


633 




11 


41b. 


., 2091 .. 


jj 


642 




11 


Hl. 


„ 2147 ,. 


>» 


679 




11 


H2. 


,. 2169 ,, 


}) 


680 




11 


Hl. 


„ 2181 ,; 


>J 


684 




11 


H2. 


„ 2256 „ 


jj 


687 




11 


J2. 


„ 2286 „ 


j? 


691 


j4 


11 


H2. 


„ 2292 ,. 


» 


695 


y% 


11 


31a. 


„ 2312 , 


11 


739 


•1 


11 


46 b. 


11 2320 , 


11 


744 


»7 


11 


6 c. 





Register. 



Seite 

A. 

Abbate, Niccolo delP . . 123 
Achenbach, Andreas 436 461 

— Oswald 443 

Achtschellings, Lucas 226 

Aelst, Evert van . . . 287 

— Willem van ... . 287 
Aemskerk. s. auch Hecke 358 
Agnolo, Andrea d', s. auch 

Sarto ...... 102 

Agricola, Christian Ludwig 406 

Albano Francesco . . . 176 
Alessandrino, s. auch Mag- 

nasco 127 

Allegri, Antonio, genannt 

Correggio 119 

— Schule des .... 121 

— Copien nach ihm . . 121 
Altholländische Schule . 379 
Altniederländische Schule 375 
Altniederländischft Tape- 
ten 89 

Amberger, Christoph . . 387 
Amerighi, Michel Angel o, 

gen. da Caravaggio . . 124 
Angelo, Michel, s. auch 

Buonarotti 100 

— nach ihm 100 



Seite 

Antonello da Messina . . 129 

Apshoven. Thomas van . 260 

Arnold, Heinrich Gotthold 426 
Arpino d', gen., s. auch 

Cesari 110 

Arthois, Jacob van . . 255 
Asselyn, Jan, gen. Cra- 

batje 304 

Assem, van 380 

Ast, Bartholomäus, van der 288 

Augustin, Louis Fran^ois 485 
Avercamp, Hendrik van, 

gen. de Stomme van 

Campen 246 



Bacchiacca. s. auch Über- 
tino 

Backer, Jacob . . 

Baehr, Carl Johann 

Baen, Jan de . . 

Bagnacavallo, s. auch Ka- 
menghi .... 

Bai seh, Hermann . 

Bakereel, Willem . 

Bakhuysen, Ludolph 



101 
295 
429 
335 

109 
467 
327 
335 
Baien, Hendrik. van .217 222 



494 



Register. 



Bamboccio, gen., s. auch 
Laar, Pieter van . . 

Barharelli, Giorgio, gen. 
Giorgione 

Barbaris, Jacopo, gen. Ja- 
cob Walch oder Walsch 

Barbieri, Francesco, gen. 
Guercino 

— Copie nach ihm . . 

— Schule des .... 
Baroccio, Federigo . . 
Bassano, s. auch Ponte 141 
Battaglie, s.auchCerquozzi 
Battoni , PompejoGirolamo 
Becker, Karl L. F. 
Beerstraten, Jan . 
Bega, Cornelis . . 
Begeyn, Abraham . 
ßelotto, Beruardo, genannt 

Canaietto .... 
Bellini, Gentile . . . 
Bellini, Giovanni . . 
Bellucci, Antonio . . 
Bembi, Bonifacio . . 
Bemmel, Willem . . 
Berckheyde, Gerrit 
Berckheyde, Job . . 
Bergamo, Andrea von, 

auch Previtali . . 
Bergen, Dirk van . . 
Berchem, Claes Pietersen 
Beiettini, Pietro, genannt 

Pietro da Cortoua 
Berettoni, Micolo . 
Bertin, Nicolas . . 
Beyeren, Albert van 
Biagio, Vincenzo di 
Bickx, Carstiaen . 
Bigio, Francia . . 
Biscaino, Bartolomeo 
Bles, Herri Met de, gen 

Civetta 



Seite 

305 

132 

383 

177 
179 
179 
109 
142 
112 
115 
462 
367 
321 
321 

161 
129 
129 
153 
140 
400 
351 
350 

131 
352 
323 

112 
114 
205 
375 
130 
243 
101 
186 

211 



Seite 

Bloemaert, Abraham . . 223 

— Hendrik 223 

Blocmen, Pieter van, gen. 

Standart ..... 263 
Bloemen. Franz van, gen. 

Orizonte 264 

Bokelmann, Chr. Ludwig 467 

Bol. Ferdinand .... 299 

— Schule des .... 299 
Bolognesische Schule . . 168 

— spätere 183 

Bolongier, Jan .... 276 
Boom, A. van, oder Yer- 

boom 332 

Boonen, Arnold van . . 368 

Bordone, Paris .... 139 

Borgognone, Ambrogio . 118 
Boschaerts, s auch Wille- 

borts 259 

Both, Jan 300 

Botticelli, s. auch Filipepi 95 

Boudewyns,Adriaen Frans 267 
Bourguignon, gen., s. auch 

Courtois 203 

Bout, Pieter .... 265 273 

Brakenburg, Regnier . . 357 

Bramer, Leonhard . . . 275 

Brandi, Giacinto . . . 113 

Brandt, Joseph . . .- . 448 

Braun (Brun), Augustin . 396 

Bray, Jan de .... 334 

— Salomon de . . . . 271 
Bredael, Jan Frans van . 374 
Breenbergh, Bartholomäus 321 
Breklenkamp, Quirin . . 364 
Breydel, Franz .... 267 
Bril, Matthäus .... 220 

— Paul 220 

Briseghella, gen., s. auch 

Eismann 157 

Broers, Jaspar .... 357 

Bronzino, Angelo . . . 103 



Register. 



495 



Seite 

Brouwer, Adriaen . . . 2y0 

Brueghel,Pieter, derVater 212 

— Pieter, gen. HöUeii- 
Brueghel 212 

— Jan, genannt Sammt- 
Brueghel . . . . 213 217 

Brun, Charles le . . . 203 

Bruyn, Bartholomäus de . 3b0 
Buonacorsi, Pietro, gen. 

Perino del Vaga . . 109 
Buonarotti, Michel Angelo, 

nach ihm 100 

— Schule des .... 101 

— Copie nach ihm . . 101 
Buoncons'glio. Giov., gen. 

Marescalco . . . . 130 

Buoniiisegna, Diiccio di . 94 
Buonvicino , AIcssandro, 
genannt 11 Moretto da 

Brescia 138 

Burgkmair, lians . . . 384 

Byzantinische Schule . . 93 



C. 

Caffe, Daniel 478 

Caj^nacci, gen., s. auch 

Canlasbi 180 

Cairo, Francesco . . . 125 
Calahrese, gen., s. auch 

Preti 185 

Calame, Alexander . . 210 
Caldara, Polidoro, gen. da 

Caravaggio .... 108 

Caliari. Carletto ... 147 

— Paolo, nen. Veronesc 145 

— Schule des .... 148 

— Copie nach ihm . . 148 
Callot. Jacques .... 200 
Oalvaert, Dionysius . . 106 



Seite 

Camphuy8en,DirkRafaelsz 301 

Campagnola, Domenico . 140 

Canale, Antonio . . . 160 

Canaletto, s. auch Beiotto 161 

— Antonio, gen., s. auch 
Canale 160 

Canlassi Guido, gen. Gag- 

nacci 180 

Cauo, Alonso .... 197 
Cantarini, Simone, gen. da 

Pesaro, oder il Pesarese 180 
Caravaggio, s. auch Ame- 

righi und Caldara 108 124 
Carducho oder Carducci, 

Vincenzio 193 

Carle varis, Luca, da Casa 

Zenobio 156 

Carlotto, gen. s. auch Loth 401 

Carpi, Girolamo . . . 121 

Carpione, Giulio . . . 152 

Carracci, Lodovico . . . 170 

— Annibale 170 

Aus deren Schule . . . 171 

Carriera, Rosalba . . 473 483 

488 489 490 

Carus, Carl Gustav, Dr. 427 

Castagno, Andrea del . 95 

Castii^lione, Giovanni Be- 

nedetto 186 

— Francesco .... 186 
Catena, Vincenzo . . . 130 
Cavazzola, siehe auch Mo- 

rando ...... 130 

Ceiesti, Andrea .... 152 

Cerquozzi, Michel Angelo, 

gen. Delle BattagÜe . 112 
Cesari, Giuseppe, gen. il 

Cavaliere d'Arpino . . 110 
Ceulcn, Cornelis Jonson 

van 291 

Chiari, Giuseppe . . . 11.5 

Choulant, Theodor . . . 443 



496 



Register. 



Seite 

Ciccio, TAbbate. gen., s. 

auch Solimena . . . 189 

Cignani, Carlo .... 180 
Cima, Giovanni Battista 

da Conegliano . . . 131 
Cittadini,Pietro Francesco. 

gen. Milanese. . . . 125 

Civetta, gen., s. auch Bles 211 

Clouet, Frangois . . . .199 

Codde, Pieter .... 458 

Conca, Bastiane . . . 191 

Coques od. Cocx, Gonzales 257 
Cornelis (Cornelius), gen. 

Cornelis van Haarlem . 268 

Correa, Diego .... 192 

Correggio, s. auch AUegri 119 
Cortona, Luca da, s. auch 

Signorell) 96 

— Pietro da, s. auch Be- 
rettini 112 

Courtois, Jacques, gen. 

Bourguignon .... 203 

— Guillaume .... 204 
Crabatje, gen., s. auch 

Asselyn 304 

Cranach, Lucas, der Ael- 

tere 388 

— Lucas, der Jüngere . 393 

— Schule des .... 395 
Credi, Lorenzo di . . . 99 
Crespi, Giuseppe Maria, 

gen. lo Spagnolo di Bo- 
logna 181 

Cristofano, Francesco . . 101 

Crivelli 128 

Croce, Girolamo da Santa 131 

Curradi, Domenico . . 98 

Cuyp, Albert .... 299 

— Benjamin 290 



D. 



Seite 



Dahl, Johann . Christian 
Claussen 

— Johannes Siegwald 
Danedi, Giuseppe, gen. 

Montalti 

Dapper.gen., s. auchTamm 

Dathan, Georg .... 

Decker, Cornelis . . . 

Defr egger, Franz . .446 

Denner, Balthasar . . . 

Deuren, Olivier van . . 

Deutsche Schule . . . 

Diamantini, Giovanni Giu- 
seppe, il Cavaliere . . 

Diepenbeck, Abraham van 

Diethe, Alfred .... 

Dietrich oder Dietricy, 
Christian Wilh. Ernst . 

Dinglinger, Sophie Fried. 
Distelblum, s. auch Fiore 
Divino, el, gen., s. auch 

Morales 

Diziani, Gasparo . . . 
Doerr, Otto Erich Friedr. 
Dolci, Carlo 

— Schule des, wahrschein- 
lich Agnese Dolci . . 

Dominichino, gen., s. auch 
Zampieri 

— Schule des 
Dorste, J. van 
Dossi, Dosso . 

— Schule des 
Douzette, Louis 
Dov, Gerhard 
Droogsloot (Jost Cornelis) 
Dubbels, Hendrik . . . 
Duc oder Ducq, Jan le . 
Duc. A. le 



426 
443 

175 
404 
414 
304 
464 
407 
355 
380 

159 
246 
447 

274 
414 

487 
114 

192 
155 
446 
104 

105 

174 
175 
309 
116 
116 
464 
277 
283 
459 
339 
339 



Register. 



497 



Seite 

Dücker, Eugen G. . . . 466 
Dürer, Albrecht ... 381 

— nach ihm 882 

— Schule ies . . . 382 383 
Dughet, Caspar, genannt 

Poussin 201 

— in der Manier des 202 
Dusart, Comelis . . . 368 

Duster, W 340 

Dyck, Antony van . . . 251 

— nach ihm 253 



E. 

Eckhout, Gepbrandt van 

den 

Eichler, Enist Ferdinand 
Eismann, Carl, genannt 

Briseghella 

Eismann oder Lismann, 

Joh. Anton .... 
Elliger, Ottmar ... . 
Eist, Pieter van . . . 
Elsheimer, Adam . . . 
Escalante, Ju^n Antonio, 

gen. de Sevilla . . . 
Espinoso, Jac. Jeronimo de 
Everdingen, x\ldert, oder 

Allart van 

— Cesar van . . 
Eyck, Johann van . . . 

— Schule des .... 



322 
452 



157 



411 
260 
287 
397 

198 
196 

323 
322 
375 
376 



F. 

Fabriano, Gentile da 
Facini, Pietro . . 
Faisten berger, Anton 
Falens, Carel van . 
Fasolo, Giov. Antonio 



97 
172 
407 
267 
148 



Seite» 

Fattore, il, gen., s. auch 

Penni 108 

Fa presto, gen., s. auch 

Giordano 187 

Ferabosco, Girolamo . . 152 
Ferg, Franz de Paula . 408 
Ferraresische und Lom- 
bardische Schule . . 115 
Ferrari, Gaudenzio . . 119 
Feti, Domenico .... 110 
Feuerbach, Anselm . . 463 
Ficherelli, Feiice, genannt 

Feiice Riposo . . . 104 
Fiebiger, Julius .... 436 
Fiesole, Fra Beato Gio- 
vanni da. Schule des . 95 
Filipepi, Sandro, genannt 

Botticelli 97 

Fiore, Carlo di, genannt 

Distelblum . . . . 114 

Fiorino, Jeremias Alex. . 485 

Flemal, Barthulet . . . 2.55 

Flinck, Govaert .... 307 
Florentinische Schule . 93 96 
Floris, genannt, s. auch 

Vriendt 211 

Fontana^ Prospero . . . 168 
Fontana, Lavinia . . . 170 
Franceschini, Marco An- 
tonio 181 

Francia, gen.. s. auch 

Raibolini .' . . . 168 

Francoys, Pieter . . . 3.54 
Francken, Frans, gen. der 

Alte 223 

— Frans, gen. der Junge 224 

— Ambrosius . . .217 224 

— Hieronymus, der Alte 225 

— Johann B 234 

— Sebastian 225 

Franz-Dreber, Carl Heinr. 439 

Französische Schule 199 210 

32 



498 



Register. 



Seite 

Friedrich, Caspar David . 424 

— Caroline Friederike . 423 

— Gustav Adolph ... 441 
Furini, Francesco . . . 104 
Fyt, Jan 259 

G. 

Gabbiani, Antonio ... 11.^ 

Gärtner, Heinrich Johann 444 
Garbo, Raffaelinodel,auch 

R. Karli gen 100 

Garofalo, s. auch Tisio . 117 

Gassei, Lucas 211 

Ganbert, Pierre .... 208 

Gebhardt, Eduard von . . 465 

Gebier, Friedrich Otto . 447 

Gelder, Arent de ... . 355 
Gelee, oder Gill^e, Claude, 

gen. le Lorrain .... 201 

— Copie nach 201 

Gennari, Benedetto ... 181 
Genovese, il Prete gen., 

s. auch Strozzi .... 183 
Gentz, Wilh. Karl . . . 462 
Genuesische und Neapoli- 
tanische Schule . . . 183 
Georgi, Friedrich Otto . . 437 
Görard, Francesco . . . 209 
Gessi, Francesco .... 177 
Gheringh, Antony .... 262 
Ghirlandajo, Domenico, s. 

auch Curradi 98 

Ghislandi, Victor .... 127 

Ghisolfi, Giovanni .... 126 
Gilio, Luca di, oder Egidio 
Signorelli, gen. Luca da 

Cortona 96 

Gille, Christian Friedrich 431 
Gimignano, Vincenzo Ta- 

108 



magni da San 



• • 



Seite 

Giordano, Luca. gen. Fa 

presto 187 

Giorgione, s. auch Bar- 

barelU 132 

Giottino, s. auch Stefano . 95 

Giotto di Buondone ... 93 

— Schule des 93 

Giovine, Palma, gen., s. 

auch Palma, Jacopo . 138 

Glauber, Jan, gen. Polidor 356 

Gliemann, Philipp Albert 439 

Goijen, Jan Josefszoon van 276 

Golzius, Hubertus .... 211 
Gossaert, Jan, gen. Jan 

van Mabuse 378 

Graff, Anton 421 460 

Grandi, Ercole di Roberti 118 

Grassi, Joseph 42a 

Grebber, Pieter de ... 284 

Grenze, Jean Baptiste . . 209 

Griffier, Jan 360 

Grimoux, Alexis .... 208 

Grosse, Franz Theodor . 444 

Gröger, Friedrich Carl . . 424 

Grund, Norbert 420 

Gudin, Jean Antoine 

Theodore 209 

Guercino, gen., s. auch 

ßarbieri 177 

— Copie nach ihm ... 179 

— Schule des 179 

Günther 484 

Gurlitt, Louis Heinrich 

Theodor 434 

Gysels (Gyzens oder Gey- 

sels), Pieter 219 



H. 



Haarleui, Cornelis van, s. 
auch Cornelis 268 



499 



Seite 

Hackaert, Jan 336 

Haensbergen, Jan van . . 3f)0 

Hagen, Theodor Joseph . 449 

Hahn, Carl Wilhehn . . 444 

— Gustav Adolph ... 437 
Halder, Christoph .... 398 

Hals, Franz ...... 244 

Hamilton. John George de 405 
Hammer, Edmund Guido 438 
Hartmann, Sebastian Fer- 
dinand 424 

Hauschild, Max .... 434 
Hecke, Nicolas van der, 

gen. Hemskerk . . . 358 

Heda, Willem Claesz . . 271 

Heem, Jan Davidze de . 280 

— Jan de 281 

— Cornelis de .... 282 
Heemskerk, gen., s. auch 

Veen 380 

Heinrici, Joh. Martin . . 481 

Heinz. Joseph ..... 397 

— Daniel 405 

Heiss. Johann 404 

Holst, Bartholom. van der 285 
Hemskerk, gen., s. auch 

Hecke 358 

Hennig, Gustav Adolph . 429 
Herrera, Francisco de, el 

Viejo 193 

Heusch, Willem .... 236 

Hey den, Jan van der . . 343 

Hobbema, Meindert . . 332 

Hoet, Gerard a57 

Höllen-Brueghel, s. auch 

Brueghel 212 

Hoff, Carl 466 

Hoffinann, Felicitas, s.auch 

Sartori 481 482 

483 489 
Hofinann, Joh. Michael 

Heinrich 440 462 



Seite 

Holbein, Hans, der Jüngere 385 

— Copie nach ihm . . . 386 

Holländische Schule . . . 268 

Hondt, Abraham .... 264 

Hondecoeter, Melchior . . 338 

Hont borst, Gerhard von . 274 

Horemans, Jan ..... 267 

Huchtenburg, Jan van . . 356 
Hübner, Rudolph Julius 

Benno 431 

Hutin, Charles 208 

Huysmans, Eornelis, gen. 

de Malines 264 

Huysum, Jan van .... 373 



1. 



Isabey, Jan Baptiste . . 484 



J. 

Jacobson, Juriaen .... 257 
Jacobsz, Lucas, gen. Ley- 

den, Lucas van .... 379 

Jäger, Gustav 433 

Jardin, Earel du ... . 335 
Jehannet, gen., s. auch 

Clouet 199 

Joanes, Vicente .... 192 

Jong, Lieve de 286 

Jonge, de, gen., s. auch 

Meer, Jan van der . . 329 
Jordaens, oder Joerdaens, 

Hans 218 

— Jaques 247 

Jordan, Rudolf 434 



32* 



500 



Register. 



Seite 

K. 

Kalf, Willem 333 

Kameke, von, Otto W. H. 462 

Earli, R., s. auch Garbo 100 

Eauifmann, Angelica . . 422 

Eaulbach, Fritz August . 451 

Keller, Ferdinand ... 449 

Kern, Anton, oder Körne 414 

Kerrincx, Alexander . . 340 

Kessel, Jan van .... 2.59 

Keyser. Thomas de . . 275 

Kiessling, Paul Adolph . 446 

Kiengel, Joh. Christian . 423 

Klomp, Aelbert .... 373 

Knaus, Ludwig .... 463 

Knupfer, Nikolaus . . . 398 

Koller, Joh. Rudolph . . 444 

Konincx, Salomon . . . 308 

König, Niclas .... 398 

Körne, s. auch Kern . . 414 

Krüger, Joh^ Heinr. Carl 43.5 

Krodel, Mathias . . . 396 

Kügelgen, Gerhard von . 424 

Kummer, Carl Robert . 434 

Kuntz, Gustav Adolph . 450 

Kupetzky, Johann . . . 406 

Kurzbauer, Eduard . . 448 



L. 

Laar, Pieter van, gen. 

Bamboccio 305 

Lairesse, Görard de . . 348 

Laueret, Nicolas . . . 207 

Lang, Heinrich .... 464 
Lanfranco, il Cavaliere 

Giovanni di Stefano 125 
Langhetti, Giovanni Bat- 

tista 189 



Seite 

Lanzani, Polidoro, gen. 

Polidoro di Venezia 141 

Largilli^re, Nicolas de 204 

Lasch, Johann Carl . . 437 

Leermanns, Pieter . . . 369 

Leibl, Wilhehn .... 451 

Leineweber, Anton Rob. 452 

Lelienbergh, C 367 

Leonardo da Vinci . . 99 

— Schule des .... 99 

Leonhardi, August Eduard 442 

Lessing, Carl Friedrich . 433 
Leyden, gen., s. auch 

Jacobsz 379 

Leypold, Carl Julius von 432 

Liberi, Pietro .... 151 
Licenciado,el, gen., s. auch 

Roelas, Juan de las 192 

Licini, Bernardino . . 138 

Lier, Adolph .... 442 

Lievens (Lyvius), Jan 289 

Limborg, Hendrik van . 373 
Lin, Hans van, genannt 

Stilhed oder Stilheid . 266 

Lingelbach, Johann . . 400 

Liotard. Jean Etienne 472 

Lippi, Filippino . . . 100 

Lismann, s. auch Eismann 411 

Lombardische Schule . . 115 

Longhi, LucaoderLonghis 168 

Loon, Pieter van . . . 276 

Looten, Jacob .... 333 

Lorenzetti 94 

Lorrain, le, gen., s. auch 

Ge\6e 201 

Loth, Carl, oder Carlotto 401 

Lotto, Lorenzo .... 457 
Luciani, Sebastiane, gen. 

del Piombo .... 133 
Lucchese, genannt, s. auch 

Ricchi 180 

Ludwig, Carl 465 



Register. 



501 



Lunders, Gerrits . . 
Lutero, Giovanni di, s 

auch Dossi . . . 
Luti, Benedetto . . . 
Lys, Jan, gen. Pan . 



M. 

Mabuse, Jan van, gen., s 
auch Gossaert . . 

Maes, Nicolas . . . 

Maffei, Guido . . . 

Magnasco , Allessandro 
gen. AUessandrino . 

Malines, de^ gen., s. auch 
Huysmans .... 

Mantegna, Andrea 

Maus, F. H 

Maratti, Carlo . . . 

— Schule des . . . 
Marceliis oder Marseus 

Otho, van Schrick, gen 
Snuffelaer .... 

Marcone, Rocco . . . 

Marescalco, Giovanni, s 
auch Buonconsiglio . 

— Pietro, gen. la Spada 
oder lo Spado . . 

Marienhof, A. . . . 
Marinus de Zeeuw oder 

Seen oder Marinus van 

Romerswale .... 
Maren, Theresia Concordia 

. 481 
Marseus, oder Marceliis, 

Otho, van Schrick, gen. 

Snuffelaer 

Massys, Quintin . . . 
Matthysen, Abraham . . 
Matthäi, Friedrich . . 



Soite 

359 

116 
105 
269 



378 
334 
447 

127 

264 
129 
371 
113 
114 



305 
138 

130 

145 
260 



379 
472 

482 



305 
377 
284 
425 



Seite 

Mazzolino, Lodovico . . 115 
Mazzuoli, Francesco, gen. 
Parmegianino oder Par- 

mesano 122 

Mazzuoli, aus der Schule 

des 122 

— Girolamo 123 

Meer, Jan van der . . 328 

— Jan van der, gen. de 
Jonge 329 

— Jan van der, von Haar- 

lem 329 460 

Meiren,JanBaptistvander 359 

Meissner, Adolph Ernst . 447 

Memlinc. Hans .... 377 

Memmi, Lippo .... 94 

Mengs, Anton Raphael 107 

420 471 481 482 490 

— Ismael 409 481 482 483 490 

— Therese, s. auch Maren 472 

481 482 

Metsü, Gabriel .... 306 

Meulen, Franz van der . 261 

— Copie nach ihm . . 261 
Meytens, Martin van . .410 

Miel, Jan 254 

Miereveit oder Mireveld, 

Michiel Jansze . . . 269 

-- Pieter 270 

Mieris, Frans van . . . 336 

— Willem van .... 365 
Migliori, Francesco . . 157 
Mignon, Abraham . . . 340 
Milanese, s. auch Cittadini 125 
Millet, Francisque . . . 354 
Minderhout, Hendrik van 264 
Miniaturbilder .... 479 
Mirandolese, s. auch Pal- 

tronieri 127 

Möller, Andreas .... 413 

Mola, Pietro Francesco . 180 

Molanus, M 261 



502 



Register. 



Molenaer, Jan Miensze 
Molinari, Antonio . . 

— Giovanni Battista . 
Molyn, Peter, gen. Cava- 

liere Tempesta . . 
Momper. Josse de . . 
Montalti, gen., s. auch 

Danedi 

Moor, Carl de . . . 
Mor, Anthoniss, auch Moro 
Morales, Luis de, gen. el 

Divino 

Morando, Paolo, gen. Ca- 

vazzola 

Moreelse, Paul . . . . 
Moretto da Brescia, il, 

gen., 8. auch Buonvicino 
Morone, Giovanni Battista 
Moucheron, Fr^deric . . 

— Isac 

Murillo, Bartholomeo Est. 

— Copie nach ihm . . 
Muziano, Girolamo. . . 
Mühlig, Meno . . . . 
Müller, Carl Wilhelm 

— Heinrich Eduard . . 

— Moritz, gen., s. auch 
Steinla 

— Moritz 

Mytens, Daniel . . . . 

— David 



Seite 
359 
156 
156 

343 
239 

175 
360 
268 

192 

130 

270 

138 
141 
335 
370 
197 
197 
149 
439 
448 
440 

428 
441 
257 
457 



Naeke, Gustav Heinrich . 426 
Naldini, Battista . . . 104 
Nattier, Jean Marc . . 208 
Nazari, Bartolo .... 159 
Neapolitanische Schule 183 191 
Neck, Jan van .... 262 



Nefs (Neeffs), Lodowyk . 

— Peter 

Neer, Aart oder Arthur 

van der .... 

— Eglon van der . 
Negri, Pietro . . 
Netscher, Caspar 

— Copie nach ihm 
Neyts,Aegidius oder Gilles 
Niederländische Schule . 
Nieulan t, Adrian . . . 
Nikkelen, Jan van . . . 
Nogari, Giuseppe . . . 
Nouwinx, Hendrik . . . 



0. 



Ochtervelt, Jan ... 
Oehme, Ernst Ferdinand 

— Ernst Erwin . . . 
Oehmichen, Hugo . . 

Oelbilder 

0er, Theobald von , . 
Oeser, Adam Friedrich 
Oosterwyck, Maria van 
Oppermann, C. . . . 
Orbetto, T, s. auch Turchi 
Orley, Barend van . . . 
Orizonte, genannt, s. auch 

Bloemen, Joh. Franz 
van ..... 

Orsi, Bernardino 

Orrente, Pedro . . 

Ossenbeck, Josias . 

Ostade, Adrian van 

— nach ihm . . . 

— Isaak van . . . 
Otino, Giov. Batt. d' 
Oury, Jean Libert . 



Seite 

262 

262 

301 
352 
156 
346 
347 
257 
211 
237 
374 
158 
308 



369 
428 
446 
450 
91 
432 
420 
327 
485 
149 
379 



264 
119 
192 
328 
302 
303 
303 
131 
463 



Register. 



503 



Seite 

P. 

Paccia, Pietro . . 190 

Padovanino, s. auch Varo- 

tari 150 

Pagani, Paolo . . . . 127 i 

Palamedesz, Palamedes . 826 
Palma, Jacopo, genannt 

Palma Vecchio . . . 137 

— Jacopo, der Jüngere, 
genannt Palma Giovine 13Ö 

Palmezzano, Marco, da 

Forli 100 

Paltronieri, Pietro, gen. 

il Mirandolese . . . 127 

Pan, gen., s. auch Lys, Jan 269 ; 

Panini, Giovanni Paolo . 12Ö ] 

Papperitz, Gust. Friedr. 435 i 
Parmegianino, od. Panne- j 

sano. 8. auch Mazzuoli, 1 

Francesco 122 | 

Pasqualino, gen., s. auch 

Rossi 114 

Passarotti, Bartolomeo . 177 

Pastellbilder 469 

Pater, Jean BaptisteJoseph 208 
Paudiss, Christoph . . 372 
Pauwels. Wilhelm Fer- 
dinand 445 

Peeters, Bonaventura . . 255 

— Jan 256 

Pellegrini, gen. Tibaldi . 169 
Penni, Giov. Francesco, 

gen. il Fattore . . . 108 

Pencz, oder Pens, Georg 384 

Pereira, Vasco . . . . 196 

Perugino, s. auchVannucci 96 

— Schule des . . '. . 97 
Pesaro, Simone da, oder 

il Pesarese, gen., s. auch 

Cantarini 180 

Peschel, Carl Gottlob . . 429 



Seite 

Pesne, Antoine .... 206 

Piazetta, Giovanni Bat tista 156 

Pignoni, Simone . . . 104 
Pinturicchio, Bernardino 

Betti, genannt il . . 97 

Piombo, Sebastiano del 133 

— Copie nach ihm . . 101 
Pippi, Giulio, gen. Giulio 

Romano 108 

Pisano, Giunta .... 93 

Pittoni, Giov. Battista 159 

Plazer, Johann Victor . 412 

— Johann Georg . . . 412 
Plüddemann, Hermann . 433 
Pochmann, TraugottLebe- 

recht 424 

Poel, Egbert van der . 333 

Poelenburg, Corrielis . . 272 

Pohle, Friedr. Leon . . 449 
Polidor, genannt, s. auch 

Glauber, Jan . . . . 356 
Polidoro di Venezia, s. 

auch Lanzani . . . 141 

PoUaiuolo (?), Antonio . 95 
Ponte, Jacopo da, gen. 

Bassano .... 141 

— Francisco da, genannt 
Bassano 142 

— Leandro da, genannt 
Bassano 142 

Poorter, Willem de . . 344 

Porbus od. Pourbus, Franz, 217 

— Schule des .... 218 
Pordenone, s. auch Regillo 138 
Porta, Giuseppe, genannt 

Salviati 149 

Potasch 413 

Pottenburg. Cornelis . . 277 

Potter, Paul 326 

Pourbus, s, auch Porbus 217 
Poussin, Caspar, genannt, 

s. auch Dughet . . . 201 



504 



Register. 



Seite 

Poussin, Nicolas . . . 199 

— Schule des .... 200 

— in der Manier . , . 202 
Pozzo, Andrea .... 153 
Preller, Joh. Friedrich 

Christian Ernst . . 430 461 

— Friedrich ...... 447 

Preti, Mattia, gen. il Ca- 

valiere Calabrese . . 185 

Previtali Andrea . . . 131 

Procaccini, Camillo . . 169 

— Giullo Cesare . . . 169 

— aus seiner Schule . . 169 
Pröll-Heuer, Max Heinr. 

Eduard 430 

Puyroche, Elise, geb. Wag- 
ner 444 

Pynacker, Adam . . . 307 



Q. 



Quellinus, Erasraus . . 
Querfurt, August . . . 

R 

Eaibolini, Francesco, gen. 

Francia 

Rameli, Feiice .... 
Ramenghi , Bartolomeo, 

gen. Bagnacavallo . . 
Raphael, Santi von Urbino 

— nach seiner Erfindung 

— Copie nach . . .106 

— Schule des .... 
Eaphaelische Tapeten 
Ravesteyn, Jan van . . 
Regillo, Giovanni Antonio, 

gen. Licinio da Porde- 
none 



254 
410 



168 
490 

109 
106 
106 
107 
107 
90 
272 



138 



Seite 

Reiner, Wenzeslaus Lau- 

rentius 408 

Rembrandt van Ryn . 291 

— Schule des .... 294 
Reni, Guido .... 173 471 

— Copie nach . . . . 174 

— Schule des . . . . 174 
Retzsch, Friedr. Mor. Aug. 483 
Ribalta, Juan de ... 196 
Ribera, Jusepe de, gen. 

lo Spagnoletto . . . 193 
Ricchi, Pietro, gen. il 

Lucchese 180 

Ricci, Bastiane .... 154 

— Marco 155 

Richter, Caroline Therese 426 

— August 429 

— Ludwig Adrian . . . 430 
Ridolfi, Claudio .... 149 
Riefstahl, Wilh. Ludw. 

Friedr 463 

Rigaud, Hyacinth . . . 205 

Ring, Pieter de .... 283 

Riposo, 8. auch Ficherelli 104 

Ritscher, Gottlob Moritz 443 

Robert, Felicitas . . . 478 

Roberti, Doraenico . . . 128 
Robusti, Jacopo, gen. Tin- 

toretto 143 

— Domenico, Copie nach 

ihm 144 

Rockes, Hendrik Martens, 

gen. Sorgh 322 

Roelas, Juan de las, gen. 

el Licenciado .... 192 

Römische Schule . . . 106 

Roepel, Coenraet . . . 373 

Rösler, Joh. Carl . . . 425 

Röting, Julius Robert 438 

Regier van der Weyden . 376 
Romano, Giulio, gen., s. 

auch Pippi .... 108 



X 



Register. 



505 



Rombouts, Jan .... 
Romejm, Willem . . . 
Roos, Joh. Heinrich . . 

— J. Melchior .... 

— Philipp, gen. Rosa di 
Tivoli 

— oder Rosa, Joseph 
Rosa. Salvator . . ' . 

— Schule des .... 

— di Tivoli, gen., s. auch 
Roos, Philipp .... 

Rosenfelder, Carl Ldw. Jul. 
Rossi, Pasquale, gen. Pas- 

qualino 

Rotari, Pietro, Graf . . 
Rotermund, Julias Wilh. 

Ludwig 

Rottenhammer, Johann . 
Rubens, Peter Paul . . 

— aus der Schule des 

— nach ihm .... 232 
Rudow, Gust. Ludw. . . 
Rugendas, Georg Philipp 

Ruiz, Pedro 

Ruthart, Carl .... 
Ruths, Joh. Georg Valentin 
Ruysch, Rachel .... 
Ruisdael, Salomon . . . 

— Jacob van .... 
Ryckaert, David . . . 



S. 



Sabbatini. Lorenzo la Bo- 
logna 

Sachtleven oder Zacht- 
leeven, Cornelis . . . 

Saft-Leven, Zachtleven, 
Hermann 

Saiter, Daniel .... 

Salvi, Giovanni Battista, 
gen. Sassoferrato . . 



Seite Seite 

304 ' Salviati, s. auch Porta . 149 

326 ! Sammacchini, Orazio . . 169 

401 I Sammlung von Miniaturen 4l9 
403 Sammt-Brueghel, s. auch 

Brueghel 213 

402 Santi, s. auch Raphael 

403 d'ürbino 106 

184 I Sarto,del,s.auchVannucchi 102 

185 Sartori, Felicitas, s. auch 

Hoffmann . 481 482 483 489 

402 Sassoferrato, s. auch Salvi 113 

435 136 

Savery, Roelandt . . . 225 

114 Savoye, Daniel de . . . 204 
159 Scarsella, Hippolito, gen. 

Scarsellino 123 

442 Schalcken, Godefried . . a51 

397 Schenker, Jacques Matth. 468 
227 Schiavone, Andrea Mel- 

232 doUa, gen. lo ... 145 

248 Schick, Carl 442 

451 Schidone, Bartolomeo . . 124 

406 Schietzold, Aug. Rob. Rud. 449 

191 Schleich, Eduard . . . 435 

405 Schmidt, Johann Heinrich 473 

441 Schnorr von Carolsfeld, 

367 Julius Veit Hans . . 428 

303 — Ludwig Ferdinand . 427 

330 Schönfeldt, Joh. Heinrich 399 

256 Schönherr, Carl Gottlob . 441 

I Schönleber, Gustav . . 468 

Schuch, Werner Wilh. Gust. 467 

Schurig, Carl Wilhelm . 437 

Schuster, Albr. Louis . . 440 

172 , Schilt, Cornelis .... 247 

Schwarz, Christoph . . 385 

288 I Screta, Carl 398 

I Seemann, Enoch . 375 

296 Segers, Daniel .... 246 

404 Seibold, Christian ... 411 

Sevilla, Juan de, gen., s. 

113 ! auch Escalante . . . 198 



506 



Refister. 



Seite 

Seydel, Gustav Eduard . 439 

Siena. Schule von ... 94 

SignoröUi. Egidio ... 96 

Silvestre, Louis de . . . 205 

Simonson, David . . . 445 

Slingeland, Pieter van . 347 
Snulielaer, gen., s. auch 

Marseus 305 

Snyders (Snyers), Frans . 237 

Snyers, rieter .... 249 

Solario, Antonio de . . 183 

Sole, Dal, Giuseppe . . 181 
Solimena, Francesco, gen. 

l'Abate Ciccio ... 189 

— aus seiner Schule . . 190 
Son, Joris (Georgius) van 258 
Sorgh, gen., s. auch Rockes 322 
Spada, la, oder Spado, lo, 

gen., s. auch Marescalco, 

Pietro 145 

— Lionello 175 

Spätere bolognesische 

Schule 183 

Spagnoletto, lo, gen., s. 

auch Ribera . . . . 193 
Spagnolo, lo, di Bologna, 

gen., s. auch Crespi . 181 
Spanische Schule . 191 198 

Sperling, Johann Christian 409 

Squarcione, Francesco . 129 
Stalbemt oderStaelbempt, 

Adriaen van .... 239 
Standart, gen., s. auch 

Bloemen, Pieter van . 263 
Stanzioni, Massimo, il Ca- 

valiere 184 

Starnina, Gherhardo di Ja- 

copo 95 

Steen, Jan 336 

Steenwyck, Hendrik van 257 274 
Stefano, Tommaso di, gen. 

Giottino 95 



Seite 

Steffan, Joh. Gottfried . 436 

Steinla, gen. Müller, Moritz 428 
Stilhed, gen., s. auch Lin, 

Hans van 266 

Stemme, de, van Campen, 

gen., 8. auch Avercamp 246 

Stoom, Matthaeus . . . 351 

Stoop, Cornelius ... 298 

— Dirk 298 

Storck, Abraham . . . 358 
Strozzi, Bernardo, gen. il 

Prete Genovese . . . 183 
Strudel, Peter, Baron von 404 
Studienköpfe und unbe- 
kannte Portraits . . . 478 
Subleyras, Pierre . . . 208 
Swanevelt, Hermann van 309 

T. 

Tamm, FranzWerner, gen. 

Dapper 404 

Tapeten 87 

Temperabilder .... 91 
Tempesta, gen., s. auch 

Molyn 343 

Teniers, David, der Vater 240 

243 

— David, der Sohn . . 240 
Terburg (Ter Borch), Ger- 
hard 295 

Thiele, Julius Arthur 448 466 

Thomas, Carl Qust. Adolph 446 

Tiarini, Alessandro . . 175 
Tibaldi, gen., s. auch Pelle- 

grini 169 

Tiepolo, Giovanni Battista 158 
Tilborch, Egidius, od. Gilles 258 

Tilius, J 372 

Tintoretto, s. auch Robusti 143 
Tisio, Benvenuto, genannt 

Garofalo, oder Garofolo 117 



Register. 



507 



Seite 

Tivoli, Rosa di, gen., s. 

auch Roos, Philipp . . 402 

Tizian, s. auch Vecellio . 133 

Törmer, Benno Friedrich . 430 

Toi, Dominiciis, van • . . 321 
tom Dieck, Aug. Christian 

Hermann 445 

Tommaso di Stefano, gen. 

Giottino 95 

Toorenvliet, Jacob . . . 354 

Torre, Flaminio .... 176 

Tour, Maurice Quentin de la 473 

Trevisani, Francesco . . 153 

Triva, Antonio 126 

Troy, FranQois de . . . 204 
Turchi, Alessandro, gen. 

rOrbetto 149 



ü. 



Übertino, Francesco, gen. 
Bacchiacca ...... 

Tiden, Lucas van .... 

ülft, Jan van der .... 

Umbrische Schule .... 

Unbekannt 99 100 103 110 
154 167 190 196 198 
218 225 234 249 257 
266 271 283 286 289 
299 301 325 327 328 
356 3.58 367 377 378 
382 383 386 388 395 
420 459. 

Ütenwael, Joachim . . . 

üytrecht, Adriaen van . 



101 
249 
328 
97 
140 
203 
260 
294 
348 
380 
413 

269 
254 



V. 

Vaccaro, Andrea .... 184 
Vaga, Perino del, s. auch 

Buonacorsi 109 

Vaillant (Wallerand) . . 400 



Seite 

Valdes Leal, Juan de . . 198 

Valentin 203 

Valkenborch, Martin van 226 

Van Loo, Jacob .... 305 

Vanni, Francesco .... 104 
Vannucchi, Andrea, gen. 

Del Sarto ....... 102 

— Copien nach ihm . . 103 
Vanucci, Pietro, genannt 

Pietro Perugino ... 96 
Varotari, Alessandro, gen, 

Padovanino 150 

Vasari, Giorgio, der Jüngere 103 

Vautier, Benjamin . . . 448 

Vecchia, Pietro della . . 151 
Vecchio, s. auch Palma, 

Jacopo 137 

Vecellio, Francesco da Ca- 

dore 136 

— Tiziano 133 

— Copie nach ihm ... 135 
Veen, Martin van, gen. 

Heemskerk 380 

Velasquez, Diego de Silva 195 

Velde, Adriaen van de . 345 

— Essaias van de . . . 344 
Velde, Willem van de . 345 
Venezianische Schule 129 167 
Venus, August Leopold . 450 
V er boom, s. auch Boom - 332 
Vereist, Pieter, s. auch Eist 287 

— Simon 266 

Verendael, Nicolas van 243 266 

Verkolje, Jan 371 

Vernet, Claude Joseph . 209 
Veronese, Paolo, gen., siehe 

auch Caliari 145 

Verschuring, Hendrik . . 427 

Vertangen, Daniel . . . 284 

Viani, Maria 182 

Vicente, Juan Macip, s. 

auch Joanes 192 



508 



Register. 



Seite 

Victor, Jacomo 349 

Victors, Jan 348 

VinckebootiS, Davidze . . 236 

Vinci, 8. auch Leonardo 99 

— Schule des 99 

Viviani, Ottavio .... 127 

Vlieger, Simon de . . . 349 

Vogel, Christian Leberecht 423 

— von Vogelstein, Carl . 427 
Vois, Ary (Adriaen) de . 349 

Vonck, J 370 

Vorstermans, Jan .... 262 

Vouet, Simon 199 

Vrancx, Adriaen .... 220 
Vriendt, Frans de, gen. 

Floris '. . 211 

Vries, Adrian de ... . 290 

Vroom. Mattheus .... 261 

w. 

Wagner, Maria Dorothea, 

geb. Dietrich 421 

Wagner, Elise, s, auch 

Puyroche 444 

Walch oder Walsch, Jacob 383 
Walker, Robert, Copie 

nach ihm 413 

Walsch. Jacob, s. auch 

Barbaris 383 

Waterloo, Anthony . . 308 

Watteau, Antoine . . . 206 

Weber, Änton 451 

Weenix, Jan Baptist . . 353 

— Jan 353 

— Schule des 354 

Wegener, Job. Friedrich 

Wilhelm 434 

Weiser, Joseph Emanuel 451 

Weller, David Friedrich . 478 



Seite 

Wendler, Friedrich Moritz 436 

Werflf, Adrian van der . 362 

— Pieter van der . . . 364 

Weser, Ernst Christian . 483 

Weyden, van der, s. auch 
Rogier 376 

Wichmann, Adolph Fried- 
rich Georg . . . 

Wiebke, Bartholt . 

Wilberg, Christian 

Wildens, Jan . . . 

Willaerts, Adam , 

Willeborts, Thomas. 
Boschaerts . . 

Willmann, Michael 

Winberg .... 

Wislicenus, Hermann 

Wit (Witt), Jacob- de 

Wolfvoet, Victor . . 

Wouverman, Philips 

Wyck, Thomas . . . 

Wynants, Jan . . . 

Wytmans, Matthäus 



gen. 



438 
267 
466 
238 
235 

259 
401 
4a'> 
441 
374 
236 
310 
289 
283 
358 



Z. 

Zachtleeven, Cornelis, s. 

auch Sachtleeven . . . 288 

— Hermann, s. desgl. . 296 
Zampieri, Domenico, gen. 

il Dominichino .... 174 

— Schule des 175 

Zeemann, s. auch Seemann 375 
Zegers (Segers), Daniel, 

gen. der Jesuit von Ant- 
werpen 246 

Zimmermann, Aug. Albert 433 

— Aug. Richard .... 438 

— Aug. Roh 437 

Zurbaran, Francisco . . . 196 



Verzeichniss 

der 

im Eingangszimmer der Königl. Gemälde-Galerie 

(durch den Galerie -Secretär) 

verkäuflichen Kupferstiche nach Galfrie-Ceinäldeii. 

Selbstveriag der Königl. Sammlungen. 

I. Das alte Galeriewerk 

unter dem Titel: 

Recueil d'estampes d'apres les tableaux originaux. de la 

Galerie royale. 

Begonnen 1753. Beendet 1870. 
Drei Abtheilungen zu je 51 Blatt in Gross -Folio. 

Das ganze Werk in drei Abtheilungen: 

Prachtband .580 Mark, ungebunden 490 Mark. 

Abtheilung 1 gebunden 190 Mark, ungebunden 160 Mark. 
II ,. 170 ,, „ 140 ., 

„ HI ., 240 „ „ 210 „ 



Aus der ersten und zweiten Abtheilung ist eine Auswahl 
Ton je 15 der beliebtesten Blätter veranstaltet, deren jede auf 
weissem Papier .54 Mark, auf chinesischem 72 Mark kostet. 

Aus der dritten Abtheilung sind zwei Hefte von je 15 Blättern 
ausgelesen, von denen jedes auf weissem Papier 72 Mark, auf 
chinesischem 96 Mark kostet. Die in diesen tieften enthaltenen 
Blätter sind im Verzeichniss mit einem Sternchen (*) bezeichnet. 

Eine Auslese aus dem ganzen Werke, welche 24 Blätter 
enthält, kostet auf weissem Papier 126 Mark, auf chinesischem 
168 Mark. Die zu dieser Auslese gehörigen Blätter sind in 
diesem Verzeichnisse mit einem Kreuz (f) bezeichnet. 

Die durch Klammem bezeichneten Kupferstiche werden, 
wenn zusammen entnommen, mit 25 Procent Rabatt verkauft. 



VeraeichniM verkäuflicher Kupferetiche. 



511 



Erste Abtheilung. 



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Nr. 
I. 



Titelblatt: 



55 



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2. 



3. 



Preis. 

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eh. 12 — 

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6. 


1 

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1. 


55 


8. 


55 


9. 

1 



Rigaud, H., August III., Köiii^ von Polen, 
I al8 Kronprinz, im Jahre 1715 . . 

I J. J. balechou gest. (Gall. Nr. 749.) 
, 1. j Correggio. Madonna des heiligen Fran- 

I ciscus 

E. Frssard gest. (168.) 
Derselbe. Madonna des heiligen Se- 
bastian 

N. D. Beauvais gest. (172.) 

Derselbe. Maria schwebt auf Wolken 
mit dem Kinde über den Heiligen : 
Sebastian, Gemini anus und Rochus. 
P. A. Kilian gest. (169.) 

Derselbe. Die heilige Magdalena . . . 
J. Daulle gest. (170.) 

Francesco Mazzuoli, gen. il Parmeggianino. 
Die Heiligen: Sebastian und Fran- 
ciscus, vor einem Throne mit Maria 
und dem Christkinde 
N. le Mire gest. (179.) 

deir Abbate, Nie. Das Märtyrerthum der 
Apostel Petrus und Paulus .... 
Jac. Folkema gest. (186.) j 

del Sarto, Andr. Eine heilige Familie . 

P. E. Moitte gest. (58.) | 

Derselbe. Das Opfer Abraham's . . . ' 
L. Surugue pore gest. (•'>ö) 

Romano, Giul. Heilige Familie, genannt 

., Madonna della Catina" 

J. J Flipart gest. (95.) 



* Die Abdrucksgattungen sind mit w. (weisses) und eh. 
(chinesisches) Papier bei den Preisen angegeben. 

33 



w. 


4 


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6 — 


w. 


4 


eh. 


6 


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w. 


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3 


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5 


w. 


9 


eh. 


12 


w. 


6 


eh. 


9 



612 



Veneiohniss verkäuflicher Kupfsreticlie. 



Nr. 
1.10. 



„11. 



„12. 



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13. 



„14. 



„ 15. 



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16. 



17. 



„18. 
„19. 

„20. 



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» 



21. 



22. 



Tizian. Die Familie Alphonso I., Herzogs 
von Ferrara, in Verehrung der hei- 
ligen Jungfrau. 

E. Fessard gest. (250.) 
Derselbe. Bildniss einer Dame in schwar- 
zem Kleid 

F. Basan gest. (253.) 
Derselbe. Bildniss einer Dame in weissem 

Kleid 

Derselbe gest. (255.) 

Derselbe. Bildniss der Lavinia, Tochter 

Tizian's 

Derselbe gest. (256.) 

Caliari, Paolo, gen. Veronese. Anbetung 

der Könige 

P. A. Kilian gest. (325.) 

Derselbe. Die Familie Coeina, von 
Glaube, Liebe und Hoffnung um- 
geben, zu den Füssen der heiligen 
Jungfrau. 
Derselbe gest. (^27.) 

Derselbe. Die Kreuz tragung 

J. M. Preissler gest. (328.) 

Procaccini, G. C. Die heilige Familie . 

J. Camerata gest. (512.) 

Carracci, Lodovico. Die Pietas .... 

M. Keyl gest. (515.) 

Carracci, Annibale. Die Himmelfahrt 

Maria •. 

J. Camerata gest. (518.) 

Derselbe. Der Evangelist Matthäus und 

andere Heilige in Verehrung der 

heiligen Jungfrau. 

N. Dupuis gest. (519.) 

Derselbe. Der heilige Rochus, Almosen 

vertheilend . 

J. Camerata gest. (520.) 

Reni, Guido. Der Heiland erscheint der 

heiligen Jungfrau 

J. Tardieu gest. (544.) 



1 

1 

1 

w. 
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Preis. 

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6 — 


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4 — 
6 — 


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3 

5 

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w. 
eh. 


3 
5 


w. 
eh. 


6 
9 


w. 
eh. 


4 
6 



Verzeichnias verkäuflicher Kupferstiche. 



513 



Nr. . 

1.28. I Rani, Guido. l>ie heilige Jungfrau mit 
den Heiligen: Hieronymus. Crispus 
und Crispinianus. 
, P. L. Surugue fils gest. (546.) 

,, 24. 1 Derselbe. Bacchus als Kind, trinkend . 
; J. Camerata gest. (539.) 

i .. 25. ! Vanni, Fr. Die heilige Familie .... 
, P. E. Moitte gest. (70.) 

* I ., 26. ' Feti, D. David mit dem Haupte des 

Goliath 

J. Camerata gest. (107.) 
,,27. da Ribera, Jus., gen. lo Spagnoletto. Ja- 
cob hütet Laban's Schafe .... 
i>. Fokke gest. (687.) 
,, 28. Derselbe. Die Marter des heiligen Bar- 
tholomäus 

M. Pitteri gest. (681.) 

,j 29. Derselbe. Die Marter des heiligen Lau- 

rentius 

M. Keyl ?est. (682.) 

♦f „ 30. Derselbe. Die heilige Maria von Egypten 

M. Pitteri gest. (678.) 

„ 31 . ' Derselbe. Diogenes 

. J. Daulle gest. (688.) 
„32. Preti, Hattia, gen. il Calabreae. Die Be- 
freiung Petri aus dem Gefängniss. 
P. Campana gest. (630.) 
,. 33. ; Derselbe. Die Marter des heiligen Bar- 
tholomäus 

. C. L. Wüst gest. (628.) 

,, 34. i Derselbe. Der heilige Thomas legt seine 
Finger in das Wundmal des Hei- 
lands. 
Jos. Canale u. J. Beauvarlet gest. (629.) 

* ,, 35. i Giordano, Luca. Jacob und Rahel am 

Brunnen 

Jos. Wagner gest. (649.) 

„ 36. { Giordano, Luca. Eliezar überreicht Re- 
becca die Geschenke seines Herrn. 
Jos. Wagner gest. (648.) 



Preis. 
W. 6 — 

ch. 9 — 



w. 6 — 

ch. 9 — 

w. 3 — 

ch. 5 — 



w. 

ch. 



ch. 



w. 
ch. 



6 — 
9 — 



w. 3 — 

ch. 5 — 

w. 2 — 

ch. 3 — 

w. 3 — 

ch. 5 — 

w. 4 — 

ch. 6 — 



4 — 
6 — 



.w. 3 — 

ch. 5 — 

w. 2 — 

ch. 6 — 



4 — 
6 - 



w. 3 — 

ch. 5 — 

w. 3 — 

eil. 5 — 



18 ♦ 



514 



Verzeichniss verkäuflicher Kupferstiche. 



Nr. 
1.37. 

„38. 

39. 



J5 



H 



„40. 
„41. 

„42. 

„43. 
44 

„ 45. 

„46. 



„ 47. 



„48. 
.,49. 



„ »M/. 



Derselbe. Lucretia und Tarquinius . . 

P. Tanje gest. (643.) 

Derselbe. Der sterbende Seneca . . . 

P. Aveline gest. (642.) 
Derselbe. Bacchanten belauschen die 
schlafende Ariadne 

Fr. Basan gest. (641.) 

Derselbe. Hercules und Omphale . . . | 

Cl. Duflos gest. (639.) i 

Dolcl, Carlo. Der Heiland, das Brod seg- j 

nend 

Fr. Basan gest. (76.) 
Derselbe. Herodias mit dem Haupte Jo- 
hannes des Täufers ' 

P. A. Kilian gest. (74.) I 

Derselbe. Die heilige Cäcilie . . . . I 

Derselbe gest. • (75.) ! 
Maratti, C. Maria in Verehrung des i 
Christkindes 

Cl. Jard inier gest. (131 •) 
Derselbe. Die heilige Jungfrau mit dem 
schlummernden Kinde 

J. Daulle gest. (132.) 
CIgnani, C. Joseph entflieht Potiphar's 
Weib 

P. Tanje gest. (596.) 
Langhetti, G. B. xVpollo bestraft den 
Marsyas 

L. Zucchi gest. (6.59.) 

Rubens, P. P. „Quos ego" des Neptun 

J. Daulle gest. (903.) 
Derselbe. Der Winter 

C. Fr. Boetius gest. v^H.) 

Derselbe. Die Söhne des Rubens . . . 

J. Daulle gest. (924.) 



Preis. 

w. 4 — 
6 ~ 
4 — 
6 — 



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w. 

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4 
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w. 2 

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6 
9 
3 
6 
6 



eh. 9 



Verzeicbniss verkäuflicher Kupferstiche. 515 



Zweite Abtheilung 

X. Titelblatt: 

11. 0. de Silvestre, L Maria Joseph a, Königin 

von Polen etc. 

J. Daulle gest. (756.) 

*f ,.1. Correggio. Die ..Nacht des Correggio'* 

Surugue fils gest. (171.) i eh. 

.. 2. Derselbe. Der Arzt des Corre-rgio . . 
1 P. Tanje gest. (173.) 

. ,, 8. Mazzuoli, Fr., gen. il Parmeggianino. Die 
heilige Jungfrau mit der Rose . . ' 
J. Ch. Deucher gest. (181-) 

,, 4. Mazzuoli, Gir. St. Georg auf den Knieen 
vor der heiligen Jungfrau .... 
M. Auber gest. (184.) 

♦f .. 5. Hoibein, H., d. J. Gestochen als L. da 

Vinci. Hildniss des Goldschmiedes 
Hubert Morett. 
J. Folkema. (1886.) 

,, 6. da Conegliano, Cima. Christus segnend 
Derselbe gest. (236.) 

., 7. Doesi, D088O. Die vier Kirchenväter . 
P. A. Kilian gest. (l.W.) 

,. 8. Tizian. Die heilige Jungfrau mit dem 
Kinde, von mehreren Heiligen um- 
i geben. 

J. Folkema gest. (249.) 
9. Caliari, Paolo, gen. Veronese. Die Hoch- 
zeit zu (iana 

L. Jacob gest. (326.) 
10. Derselbe. Bildniss des Daniel Barbaro 
J. Houbraken gest. (340.) 
„11. Robusti, Jacopo, gen. Tintoretto. Die Ehe- 
brecherin vor Christo 

! P. A. Kilian gest. (319.) 

,, 12. ' Porta, Gius., gen. Salviati. Der Leichnam 
Jesu von Engeln unterstützt . . . 
P. Tanjo gest. (352.) 



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Preis. 

6 

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6 — 


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ch. 


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9 


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ch. 


4 
6 


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ch. 


5 

7 


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3 

5 



516 



Verzeicbniss verkäufliober KupfBrsticbe. 



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Nr. 
IL 13. 



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, 14. 
15. 



16. 



17. 



„ 19. 
.. 20. 
„ 21. 

,. 22. 



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23. 



24. 



25 



„ 26. 



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27. 



da Ponte, Jacopo, gen. Bassano. Christus 

treibt die Verkäufer aus dem 

Tempel. 

P. Chenü und Kilian gest. (301.) 

Derselbe. Die Anbetung der Hirten . . 

P. Chenü gest. (302.) 

Turchi, Aless. Der todte Adonis von 

Venus beklagt 

J. Beauvarlet gest. (362.) 

Ricci, Seb. Christi Himmelfahrt . . . 
J. Punt gest. (401.) 

Tisio, Benvenuto,* gen. Garofalo. Neptun 

und Pallas 

Jac. Folkema gest. (^56) 

Procaccini, Cam. Der heilige Rochus 

heilt Pestkranke 

J. Camerata gest. (510.) 

Carraoci, Ann. Der Genius des Ruhmes 

C. D. Jardinier gest. (^17.) 

Rani, Guido. Ninus und Semiramis . . 

J. M. Preisler gest. (540.) 

Albano, Fr. Liebesgötter umtanzen Amor's 

Bild 

P. Tanje gest. (.562.) 

Barbieri, Fr., gen. II Guercino. Cephalus 

und Procris 

L. Lempereur gest. (•'>77.) 

Derselbe. Venus und Adonis 

Derselbe gest. (576.) 

Lanfranco, Giov. Der reuige Petrus . . 
J. DauU^ gest. (199.) 

Tiarini, Aless. Medor und Angelica . . 
Ant. Radigues gest. (.557.) 

Cantarini, SIm. da Pesaro. Joseph ent- 
flieht dem Weibe Potiphar's . . . 
J. Camerata gest. (.593.) 

Scarsella, Hipp., gen. Scarsellino. Der 
Heilige Carl Borromäus auf den 
Knieen vor der heil. Jungfrau. 
Et. Fessart gest. (189 ) 



Frei«. 

w. 3 — 
eh. 5 — 



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eh. 

w. 
eh. 

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2 
3 

4 
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w. 6 — 

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eh. 

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eh. 6 



w. 
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w. 
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w. 
eh. 



4 
6 
2 
3 
3 
5 



w. 2 — 

eh. 3 — 

w. 2 — 

eh. 3 — 



Verzeiohniss verkäuflicher Kupfsretiohe. 



517 



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Nr. 

11.28. , Amerighi, gen. Mich. Angelo da Cara- w. 

vaggio. Die Kartenspieler .... eh. 

P. Tanje gest. * (193.) 

„ 29. Feti, Dom. i^as GleichniHS vom verlorenen w. 

und wiedergefundenen Groschen. eh. 

J. Camerata gest. (HO.) 

„ 30. Derselbe. Das Gleicbniss von den Ar- w. 

heitern ira Weinberge eh. 

Derselbe gest. (113.) 

,, 31. Caatigllone, G. B. Noah lässt die Thiere w. 

in die Arche einziehen eh. 

P. Avelinc gest. (631.) | 

„ 32. Derselbe. Jacob zieht mit seiner Fa- ' w. 

milie nach Canann I eh. 

Derselbe gest. (632.) j 

,, 33. Biscaino, B. Die Ehebrecherin vor ' w. 

Christo eh. 

J. Camerata gest. (636.) 

,, 34. de Ribera, Jus., gen. lo Spagnoletto. Die w. 

Befreiung Petri eh. 

M. Pitteri gest. (679.) ; 

,, 35. Derselbe. Die Busse des heiligen Fran- j w. 

ciseus ! eh. 

Derselbe gest. (680.) l 

„ 36. Vaccaro, Andr. Christus erscheint der w. 

heiligen Jungfrau eh. 

J. Camerata gest. (622.) , 

,j 37. 1 Giordano, Luc. Loth mit seinen Töchtern w. 

J. Beauvarlet gest. (6.^)1 .) eh. 

„ 38. ' Derselbe. Susanna von den Alten über- w. 

rascht eh. 

I Derselbe gest. (652.) ; 

„ 39. 1 Derselbe. Perseus bekämpft Phineus | w. 

und seine Gefährten eh. 

' Derselbe gest. (640.) i 

., 40. ' Derselbe. Der Raub der 8abinerinnen w. 

D. Sornique und Gaillard gest. (644.) eh. 

„ 41. j Soiimena, Fr. Maria mit dem Kinde w. 

und St. Franz de Paula eh. 

P. A. Kilian gest. (664.) 



Kreis. 

6 — 

9 — 

2 — 

3 — 

2 — 

3 — 



«» 

i» — 

5 — 



3 — 
5 — 

3 — 
5 — 

2 — 

3 — 

2 — 

3 — 

2 — 

3 — 

3 — 
5 — 
3 — 
5 — 

3 — 

5 — 

6 — 
9 — 

2 — 

3 — 



518 



Verzeichniss verkäuflicher Kupferstiche. 



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Nr. 
II. 42. 



*+ ' 



9J 



43. 



44 



., 45. 



„ 46. 



„ 47. 

„ 48. 
„ 49. 
„ 50. 



PaganI, P. Die büssende Magdalena 

N. Tardieu gest. (212.) 
Holbein, H. d. J. Die Familie des Bürger- 
meisters Meyer zu den Füssen der 
heiligen Jungfrau. 
Ch. F. Boetius gest. (1885.) 
Rubens, P. P. Ein Held, von der Vic- 
toria gekrönt 

P. Tanj6 gest. (908.) 

Velasquez, Diego und Rubens, P. P. Bild- 
nisse eines Spaniers und einer Dame. 
F. Zucchi gest. (693 und 929.) 

Rubens, P. P. Landschaft mit einer 
Tigerin, an welcher Junge saugen; 
vor ihr steht ein Löwe. 
J. E. Ridinger gest. (913.) 

Rembrandi Das Opfer Manoah's und 

seines Weibes 

J. Houbraken gest. (1316.) 

Derselbe. Bildniss eines Alten .... 

P. Tanje gest. (1324.) i 

Van Dyck, Ant Der heilige Hieronymus . I 

N. de Beauvais gest. (1067.)' 

Berghem^ Nie. Landschaft mit Gruppen | 

von Menschen und Thieren .... 

J. Aliamet gest. (15L^).) 



w. 
ch. 

w. 
eh. 


Preis. 

6 — 
9 — 
6 
9 


w. 
ch. 


3 — 
6 — 


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6 ~ 


w. 
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6 - 
9 — 


w. 
eh. 


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6 — 


w. 
eh. 


4 — 

6 ~ 


w. 
eh. 


4 — 
6 — 


w. 
ch. 


3 — 

5 — 



Dritte Abtheilung. | 

I I 

I Titelblatt: ^ I 

III. 0. Gratf, Ant Brustbild König Friedrich j w. 3 

August des Gerechten eh. 6 

I J. F. Bause gest. 

It ;} 1- 1 Raphael. Die „Madonna di San Sisto'' j w. 15 

I ' C. G. Schulze gest. (80.) i ch. 20 

*lt I ,. 2. 1 Rembrandi Der Raub des Ganymed . | w. 12 

C. G. Schulze gest. (1312.) I eh. 15 



Veneichniss verkäuflicher Kupferstiche. 



519 



Nr. 
III. 3. 



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I 

I 
I 

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„ 4. 

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6. 
„ 7. 



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1 . „ 10. 



*2 



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*1 



„ 11. 

„ 12. 

„ 13. 

„ 14. 

,, 16. 

. 17. 



Licinio, da Pordenone, G. Ant Angeb- 
liches Bildniss der Oornara, Königin 
von Oypern. 
C. G. Schulze gest. (276.) 

Reni, Guido. Ecce Homo. Halbfigur. . . 
Derselbe gest. (.542.) 

Carracci, An. Oiristuskopf 

Derselbe gest. (.522.) 

, Viani, Maria. Venus auf einem Ruhebett. 

Derselbe gest. (613.) 

Kaulfmannn, Ang. Bildniss einer jungen 

Dame als Vestalin 

Derselbe gest. (2161.) 

Dieselbe. Ariadne von Theseus verlassen 

E. G. Kfüger gest. (2162.) 

Bei, Ferd. Joseph stellt seinen Vater 

Pharao vor 

Derselbe gest. (1364.) 
Netscher, C. Ein Herr begleitet den Ge- 
sang einer Dame 

Derselbe gest. (1648.) 

Pesne, A. Eine wahrsagende Zigeunerin 

C. F. Stölzel gest. (762.) 

Van der Werff, Ad. Die Busse der hei- 

' ligen Magdalena 

Derselbe gest. (1759.) 
I Rubens, P. P. Bildniss der Helene For- 
mans 

Derselbe gest. (932.) 

! Menge, A. R Amor einen Pfeil schleifend 

J. F. Bause gest. (14.) 

Vor der Schrift 

I Van Dyclc, Ant. Bildniss des Malers 

Ryckaert 

C. S. Raspe gest. (1075.) 

Derselbe. Bildniss eines Geharnischten 

Derselbe gest. (1077.) 

Pesne, A. Ein Mädchen mit ein paar 

Tauben 

0. S. Raspe gest. (761.) 



W. 3 — 

ch. (5 — 



w. 
ch. 

w. 
ch. 

w. 
ch. 

w. 
ch. 



9 
3 
6 
3 
5 
2 
4 



w. 2 
ch. 4 

w. 12 
ch. 15 

w. 6 
ch. 9 



w. 
eh. 

w. 
ch. 



3 
6 
3 
6 



w. 4 

ch. 6 

w. 4 

ch. 6 

w. 9 

w. 9 

ch. 12 

w. 4 

ch. 6 

w. 3 

ch. 6 



520 



Verzeichniss verkäuflicher Kufifersticlie. 



'It 



*2t 



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'2 



Nr. , 
|lI1. 18. 1 Bartoieri, Fr., gen. il Guercino. Die ver- 
I wandele Dorinda. Scene auR Gua- 

rini's Pastor Fido. 
I C. F. T. ühlemann gest. (580.) 

; „ 19. Trevieani, Fr. Eine heilige Familie . . 
J. G. Schmidt gest. (391.) 

., 20. Zeemann, E. Bildniss des Malers Enoch 

Seemann oder Zeemann 

Derselbe gest. (18H4.) 

21.1 Berghem, N. Landschaft mit grossen 

! Felsen 

C. G. Geyser gest. (1.514.) 

22. Dietrich, C. W. E. Schäfer und Schäferin 
C. A. Günther gest. (2092.) 

Vor der Schrift 

23. Wouvermanii, Ph. Landschaft mit hölzer- 
nem Steg 

I Derselbe gest. (1430.) 

24. 1 V. d. Velde, Adr. Weidendes Vieh vor 

einer Hütte 

H. F. Laurin gest. (1643.) 



PreiB. 

w. 3 — 
eh. 5 — 



w. 3 

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w. 4 

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25. 



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26. 



Poelenburg, C, Figuren von Boot, P. 
Italienische Landschaft mit Vieh- 
heerde. 
J. G. A. Frenzel gest. (1211.) 



(547.) 



Reni, Guido. Ecce homo . . . 
Ant. Krüger gest. 

Vor der Schrift 

27. Ruiedael, Jac, und v. d. Velde, Adr. Die 

I Hirschjagd 

C. A. Günther gest. (1546.) 

I j Vor der Schrift 

{ ,, 28. ' Gimignano, V. da San. Die heilige Jung- 
frauy das Christkind und der heilige 
i Johannes. 

E. G. Krüger gest. (90.) 

Vor der Schrift 

*2t I ., 29. , Tizian. Der Zinsgroschen. (Christo della 

' moneta) 

M. Steinla gest. (248.) 



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verkiafHober Kupfiaratiche. 



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Nr. , 
*1 illl. 30.! M6iig8, A. R. Bildnissdes Ant. Raph. Mengs 
1 L. Grüner gest. (3.) 
Vor der Sehrift 

31. Stanloiii, Mast. Die Naturkunde (der 
Ruhm), Allegorie 

J. Canale gest. (621.) 

32. De Ribera, J., gen. lo Spagnoletto. Ein 
Philosoph 

Derselbe gest. (689.) 

33. Albano, F. Vertreibung aus dem Paradiese 
Derselbe gest. (567.) 

34. < Van Loo, Jac. Paris und Oenone . . . 
Derselbe gest. (1407.) 

a5. ! V. d. Werir, A. Eine heilige FamUie . 
. J. Canale gest. (1761.) 

36. 1 Kairffinann, Ang. Bildniss einer jungen 

Dame als Sibylle 

Derselbe gest. (2160.) 

37. j Rubens, P. P. Oas Urtheil des Paris . 
I P. E. Moitte gest. (917.) 

38. 1 Tizian. Bildniss eines jungen Frauenzim- 
mers, in den Händen eine Vase haltend 

Syl. Pomarede gest. (252.) 

39. Ruisdael, J. Der sogen. Jndenkirehhof . 
L. Friedrich gest. (1547.) 

Vor der Sehrift 

40. 1 Derselbe. Landschaft, das Kloster genannt 
C. Krüger gest. (1553.) 

Vor der Sehrift 

41. Veiasquez, Diego. Brustbild eines Mannes 

in schwarzer Kleidung 

E. Mohn gest. (694.) 

i Vor der Sehrift 

42. ! INuriNo, B. E. St. Rodriguez empfängt 

die Märtyrerkrone 

Th. Langer gest. (703.) 

Vor der Schrift 

43. Konincx, S. Ein Eremit in einem Buche 

lesend 

G. Planer gest (1423.) 



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532 



Verzeichniss verkäuflicher Kupferstiche. 



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Nr. 



III. 44. Palma II Vecchio, J. Die drei Schwestern 
A. Seminler gest. (268.) 

I Vor der Schritt 

*2i I ., 45. Barbarelli, Giorgio, ^ei). Giorgione. Jacob 

begrüsst Rahel 

Th. Langer gest. (240.) 

' Vor der Schrift 

, ., 46. ^ Schule des da Vinci, Leonardo. Herodias 
mit dem Haupte des Johannes . . 
C. R. Petzsch gest. (40.) 
Vor der Schrift 

47. Dürer, Albrecht. Christus am Kreuz . . 
Tiieod. Langer gest. (1857.) 

48. Franceschini, M. A. Die büssende Mag- 
dalena 

E. Büchel gest. (598.) 

Vor der Schrift 

de Ribera, Jus., gen. lo Spagnoletto. Der 

heilige Andreas 

P. Campana gest. (684.) 

50. 1 Nogari, Gius. Ein männlicher und ein 

weiblicher Kopf 

J. C. Gudeborn gest. (438. 435.) 



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Preis. 

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w. 18 — 

w. 6 — 

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w. 8 — 

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IV. 2. 



„ 3. 



„ 4. 



„ 5. 



Canaletto's Ansichten sächsischer 
Gegenden 

Beiotto, Bern., gen. Canaletto. Ansicht 

der Ruinen der Pirnaischen Vorstadt 
Derselbe gest. 
Derselbe. Ansicht der Stadt Pirna mit 
Sonnenstein und dem Dorfe Copitz 
Derselbe gest. (4ö4.) 

Derselbe. Ansicht des Oberthores der 
Stadt Pirna mit Sonnenstein 
Derselbe gest. (488.) 

Derselbe. Ansicht der Festung Königstein. 
Derselbe gest. 



w. 6 



w. 4 



w. 4 — 



w. 4 — 



Verzeichniss verkäuflicher Kupftrstiche. 523 



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Freis. 
Nr. tM. ^. 

Verschiedene andere Kupfer- 
stiche, 

welche für die Königliche Sammlung 
gestochen wurden. 

V. 1. Corradini, Ant, Bildhauer. Die Centauren- 1 w. 4 — 
und 2. gruppen aus dem König]. Grossen 

Garten. j 

Ch. Ph. Lindemann gest. 

3. . Dorselhe. Die Zeit enthüllt die Wahr- w. 2 — 
heit. 

Derselbe gest. 

4. Balestra, P. Die Zeit entführt die w. 2 — 
' Schönheit. 

G. M. Preisler gest. 



IL Das neue Galeriew^erk 

unter dem Titel: 

Kupferstiche nach Werken neuerer Meister in der Königlichen 

Gemäldegalerie zu Dresden. 

Mit biographischem Text von W. Rossmann 

(im Commissionsverlag von A. Gutbier). 

Begonnen im Jahre 1881. 



Erste Liefernng. 

1. Der Waldstrom, von A. Calame, gest. von L.Friedrich. (782.) 

2. Im Hospital, von F. Pauwels, gest. von Th. Langer. (2279.) 
8. Ein Gruss aus der Welt, von G. A. Kuntz, gest. von E. Büchel. 

(2304.) 



524 Verzeichnias verkäuflicher Kufiferstiohe. 



Preise der einzelnen Blätter: 

Mit Schrift weiss JC 12, chines. JL 15, vor Schrift weiss tM^ 24, 
chines. JL 30. Künstlerdrucke chines. JL 45. 

Preise der ersten Lieferung mit Umschlag und biographischem 

Text: 

Mit Schrift weiss Jt< 30, chines. Jt. 40. vor Schrift weiss J(. 60, 
chines. Jd 80, Künstlerdrucke chines. eJ^ 120. 

Zweite Lieferung. 

4. Ueberfahrt, von L. Richter, gest. von H. Bürkner. (2202.) 

5. Mignon, von P. Kiessling, gest. von F. Seifert. (2287.) 

6. Die Verleumdung, von E. Kurzbauer, gest. von Th. Langer. 

(2295.) 

Preise der einzelnen Blätter: 

Nr. 4 und 5 mit Schrift weiss JC 10, chines. JL 12, vor Schrift 

weiss Jf, 20, chines. t^ 24, Künstlerdrucke chines. JL 36. 

Nr. 6 e4( 12, 15, 24, 30 und 45. 

Preise der zweiten Lieferung mit Umschlag und biographischem 

Text : 

Mit Schrilt weiss JL. 25, chines. JL 35, vor Schrift weiss JL 50, 
chines. JL^ 70, Künstlerdrucke chines. JL 100. 

Dritte LieferaDg. 

7. Rettung aus dem Schiffbruch, von R. Jordan, gest. von 
L. Friedrich. (:ä223.) 

8. Der Steuerzahltag, von H. Oehmichen, gest. von C. R. Petzsch. 

(2307.) 

9. Der Abschied von der Sennerin, von F. Defregger. gest. von 
H. Bürkner. (2285.) 

Preise der einzelnen Blätter: 

Nr. 7 und 9 mit Schrift weiss JL 12, chines. JL 15, vor Schrift 

weiss JL, 24, chines. tM. 30, Künstlerdrucke chines. JL< 45. 

Nr. 8 .^ 10, 12, 20, 24 und 36. 

Preise der dritten Lieferung mit Umschlag und biographischem 

Text: 

Mit Schrift weiss JL 30, chines. JL. 40, vor Schrift weiss JL, 60, 
chines. JL, 80. Künstlerdrucke chines. «^ 120. 



Vereeichniss verkäuflicher Kupferstiche. 525 



Vierte Liefemng 

(erscheint im Herbst 1885). 

10. Madonna, von A. P'euerbach, gest. von E. Büchel, (2336.) 

11. Ehebrecherin vor Christo, von H. Hofmann, gest. von E. Mohn. 

(2253.) 

12. Zwei Wilderer, von 0. Gebier, gest. von C. R. Petzsch. (2292.) 

Preise der einzelnen Blätter: 

Nr. 10 und 11 mit Schrift weiss Ji^. 18, chines. tJL 20, vor Schrift 

weiss M. 36, chines. tA 40, Künstlerdracke chines. JL 60. 

Nr. 12 JL 10, 12, 20, 24 und 36. 

Preise der vierten Lieferung: 

Mit Schrift weiss JL 40, chines. J(. 50, vor Schrift weiss JL 80, 
chines tM,, 100. Künstlerdrucke chines. JL 150. 

Hierüber : 

13. Betende Pilgerin, von G. A. Kuntz, gest. von H. Bürkner. 

(2306) 
Mit Schrift weiss JL 2, chines. JL 3, vor Schrift weiss JL 4, 
chines. JL 5, Künstlerdrucke chines. JL 6. 

14. Heilige Familie, von Andr. Mantegna, gest. von Th. Langer. 

(226.) 
Mit Schrift weiss JL 12, chines. JL 15, vor Schritt weiss JL 24, 
chines. JL 30, Künstlerdrucke chines. ^4L 45. 

Alle diese Blätter sind in allen Abdrucksgattungen ohne Preis- 
unterschied auf geripptem holländischen Büttenpapier und auf 
feinstem Kupferdruckpapier zu haben.